Ausgabe 
3.6.1900 Viertes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

Ä38h>

N S «

7.M'L °^K *-Ä

"Ä »=« »Qheberte er ft' "b Munbeltti. ^*«1, il i w n;

M*« 6; zaches Mittag« er no£^i längere z-

d? hiesige YM 18 J.tti Jahren M b "«h> «H» MWtta.M.st «n nach btt 6^ evea dorthin lauter - im Verkehr r aufhegen. ZuD f,n !» lösen, htfic agenklch 3-4 W der betr. Sunbreif- > und zwar inntt^ »e an gerechnet. $i gebotene Linrichtmy lach dein Odemvch' ; aufliegendell igung von hier au? dem von btt tönigl, jen tatibu$ ju tv i auf gabt ju echhren. W md Srv^- tag jutn 1. Im *

May tttoatb von che HM Mckkt' ib ba6 von seine« hopLdie, schwedisch«

)ttn.

Tagen bereisen U xr fct^txtwu

^Pnrinigirn Swaln sich über unsere Foch rn waren sie in da l nach Sad SMch- btnbf im Hotel Lmb«

tro zusaMen vam t sie zu interesfieit°! brr Herren bk wWfrW'f |TbtW

aegenwörttg einen s

LH Ibt« W* w*lSÄ gunje w* .

ibi°s°j ,ch die» lf!' riltaum troff Äs SJS*1, , , Hoheit hat.'* KÄÄ

*^3$»

LL-5'

Gießen, Uirchenplatz U-

3940

3941

Jsenburg-Birsteinschen Wölbungen zu erwerben bezw. bet einer Zwangsversteigerung entsprechendes Gebot daraus abzugeben, einstimmig angenommen. Auf die Anfrage des Wq Seifer, betr. die Ausführung der Eisenbahnstrecke Gedern-Grebenhnin-Crainfeld erklärte die Regierung, daß die Vorarbeiten soweit gediehen seien, daß die Bahn int März in Angriff genommen werden könne: doch gewinne dieselbe erst Bedeutung, wenn die direkte Verbindung nach, Frankfurt hergestellt sei. Graf Oriola tritt für dre Seemen­thalbahn ein, worauf der Finanzminister erklärt, daß an die Ausführung derselben vorerst nicht zu denken.sei. 3et all diesen Bahnen müsse in erster Linie der wirtschastlu^ Effekt berücksichtigt werden. Bezüglich der Bahn Stock­heim-Vilbel erklärt die Regierung, daß diese Vortags in der nächsten Tagung gemacht werden könne, da die betei­ligten Gemeinden sich bis jetzt zur Gelandestellung bereit erklärt haben. Abg. Schlenger bedauert nut dem Grasen Oriola, daß feer Bau einer Anzahl im Projekt und Vor­arbeiten fertiger Bahnen zugleich mit den unfertigen Bahnen durch das Vorgehen des Finanzausschusses dis zum Herbst verschoben worden sei, worauf Abg. Ulrich den Standpunkt des Finanzausschusses feststellte, der nicht dafür zu haben sei, nahezu zwei Millionen Mark gleichsam zur Bildung einer zweiten Ludwigsbahn übereilter Welse an eine Privatgesellschaft zu überreichen. Der Antrag Häusel betr. den Bau von staatlichen Dienstwohnungen wird nach zustimmender Erklärung des Ministerialrates von Jßleben genehmigt. Hierauf vertagt sich die Kammer bis zum Herbst. , , _

Berlin, 2. Juni. Vor der Galatafel am Donnerstag im königlichen Schlosse nahm der Kaiser durch den hie­sigen persischen Gesandten die Geschenke des Schahs, zwei prächtige persische Hengste, entgegen.

Berlin, 2. Juni. Wie von gut unterrichteter Seite versichert wird, sind sowohl von Seiten der hiesigen ameri­kanischen wie der englischen Botschaft an zuständiger deut­scher Stelle Vorstellungen erhoben worden, wegen des vom Reichstage beschlossenen Fleischbeschaugesetzes. Seitens der englischen Regierung wird die Erschwe­rung der australischen Fleischeinfuhr beklagt. Es ist aus­geschlossen, daß infolge dieser Vorstellungen das Fleisch beschaugesetz im Bundesrat noch scheitern könnte, jedoch wäre es wohl möglich, daß beim Erlassen der Ausführungs­bestimmungen auf gewisie den deutschen Interessen nicht entgegenstehende Wünsche des Auslandes Rücksicht ge­nommen würde. ,, , .

Könitz, 2. Juni. Die Stadt war bis gestern abend spät vollständig ruhig. In den Straßen fanden vereinzelte Ansammlungen statt, jedoch unterblieb das Gejohle und Steinwerfen der letzten Tage. Landrat Baron von Zedlitz ritt auf den Markt, wo er längere Zeit mit den Offizieren des eingelegten Bataillons sich unterhielt. Plötzlich richtete er sich der Menge gegenüber im Sattel auf und wandte sich mit den Worten an das Publikum: Meine Herrschaften, ich schlage vor, nach Hause zu gehen. Unter lebhaftem Bravo zerstreute sich die Menge. ,

Loudon, 2. Juni. Das Kolonialamt veröffentlicht em Telegramm, nachdem die englischen Truppen in Kumassi, der Hauptstadt der Aschanti, eingedrungen sind.

Budapest, 2. Juni. In der vergangenen Nacht ging hier ein furchtbarer Wolkenbruch nieder. Durch da» Eindringen der Wassermassen in die Keller-Wohnungen ertranken mehrere Personen. Ein Mann wurde vom Blitz erschlagen.

Sofia, 2. Juni. Fürst Ferdinand von Bul­garien ist zum Kurgebrauch nach Bad-Nauheim abgereist.

Markus Bauer

Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener lverkstätte.

eldenstoffe, Sammte von Elten & Kernen

und Velvets gu. J^T!?*****

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemeßen am 2. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr mittags: Wasser 13°, Luft 16®.

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Jahresfest

)ra Le»,«,chMses in filofcr tosbiitg bei sich & am 3. Mngstfeiertag, nachm. 2 W -r-Nvrediaer die H-rren Ps-rrer goneee» von Frankfurt und «uS »on Erlangen. - Ei lobet freundlichst zu diesem Feste ein Q {* flnt 1. Juni 1900. OH4Ö

8 Für den Vorstand: Weber, Pfarrer.

Für Landwirte!

Die Stadt Gießen läßt Mittwoch bett 18. Juni d. I, nachmittags 2 Uhr, folgende Gegenstände in der HofraiteZum Pfau", Marburgerstraße 66, öffentlich meistbietend versteigern: 1 großen und 2 kleinere kupferne Kessel, 40 steinerne Krippen (0,80 bis 1,69 m lang), 7 steinerne Tröge (1,86 bis 2,34 m lang).

Gießen, am 2. Juni 1900.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. G n a u t h.

Kirchliche Nachrichten.

Avaageliftbe Gemeinde.

Die Vereinigung der konfirmierten männliche« Jugend der MatthäuSgemeinde wirb eingeladen, sich am S. Feiertag, morgens 8 Uhr, am Bahnhof einzufinden.

ArdeiterdeWegun».

USl«, 2. Juni. In einer heute Nacht abgehaltenen Versamm­lung, die von etwa 700 Angestellten der Kötner St ratz e n b ahn besucht war, wurde einstimmig beschlosim, *n den diesseits gestellten Forderungen unbedingt festzuhalten, und da die Stadt die Forde­rungen nicht bewilligt, heute früh sofort in den AuSstand ein- zutreten.^^^. L Juni. Ein Streik der Straßenbahn­angestellten ist heute ausgebrochen. Die Beteiligung an dem Ausstande ist allgemein. Bis jetzt verhallen sich die Streikenden ruhig. Heute nachmittag beschloffen 300 Schaffner und Führer, von dm gestellten Forderungen nicht zurückzutretm- Infolgedessen dauert der Streik fort. Der Betrieb wurde heute abend eingestellt, da die Polizei eine Verantwortung für etwaige Ausschreitungen nicht über- nehmen will. Die Reseroeschaffner und Handwerker beabsichtigen, sich dem Streik anzuschlteßen. Tagsüber waren nur 40 Straßen- bahnwagen im Betriebe.

Neueste Meldungen.

Darmstadt, 2. Juni. (Tel.-Meld, desGieß. Anz." 1 Uhr 15 Min. mittags.) Hessischer Landtag. Zu Beginn der heutigen Sitzung wird der für dringlich erHarte Antrag Schmidt, die Regierung zu ermächtigen, die fürstlich

Bekanntmachung.

Der Bedarf an Korustroh (Handdrusch) für dar städtische Schlacht- >8 - ca. 100 Zentner - soll im Wege der Submission zur Lieferung maeben werden. Ang.bote hierauf stnb verschlossen mit entsprechender MMrist bi« »um 10. I. Ms. bei uns einzureichen.

Siegen, den 1. Juni 1900.

Großherpglich« Bürgermeisterei Gießen.

G n a u t h.

Gerichtssaal.

W. Gieße«, 1. Juni.

»irnffeimmet. Ein hier immatrikulierter Student der Chemie u.s W^n war bMdigt und geständig, im September und Oktober Ä Mengen SBirtffl 5 Mar! Bargeld und 30 Zrgarrrn im Sterte nn-tw- I,«0 Mark entaenbet ,u haben. Deswegen wurde er durch

Urteil des hiesigen Schöffengerichts vom 12. Dezember v. I. wegen Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe von 5 Tagen und wegen Ent­wendung von Genußmitteln zu einer Haststrafe von 3 Tagen verurtellt. Er hatte sich mit diefem Urteil auch zufriedengegeben; doch hatte der Dater Berufung eingelegt. Der Termin vor der Straflammer am 25. Mai wurde wegen Erbringung neuer Entlastungsbeweise auf heute vertagt. Obgleich die Thatsachen unumstößlich feststehen, versuchte ein Zeuge nachzuweisen, daß der Angeklagte an Kleptomanie leide. Das Gericht beschließt deshalb, bte Berhandlung nochmals zu vertagen, um rin Gutachten des KreismedizinalamtS einzuholen, ob es angezeigt er­scheinen möchte, den Angeklagten einer psychiatrischen Klinik zur Be. obachtung zu überweisen. Ein 15 jähriger Bergmann aus Allendorf a. d. Lahn ist der fahrsässsgen Brandstiftung beschuldigt. Am 15. April hatte er einen an der Straße AllendorfDutenhofen auf­gestellten Strohhaufen durch Wegwerfen eines brennenden Zündholzes in Brand gesetzt. Der Angeklagte, der zuerst alles in Abrede gestellt hatte, gibt heute zu, ein Zündholz weggeworfen zu haben, jedoch nicht m der Nähe besagten Strohhaufens. Durch die Zeugenvernehmung wird indes zur Evidenz erwiesen, daß der Angeklagte fahrlässig ge­handelt hat. In Anbetracht der Jugend des noch nicht vorbestraften Angeklagten wird derselbe zu einer Geldstrafe von 40 Mk. verurteilt. Gegen einen hiesigen vorbestraften Gärtner wird wegen Diebstahls auf eine Gefängnisstrafe von 1 Woche erkannt, weil er, angeblich um sich seinen noch rückständigen Lohn im Betrage von 37,50 Mk. zu sichern, aus dem Garten eines hiesigen Fruchthändlers einen Teil der von ihm gelieferten Pflanzen wieder ausgezogen und in seinen eigenen Garten einpflanzte. Obgleich er später die eigenmächtig sich angeeigneten Ge­wächse dem wirklichen Besitzer zur Verfügung gestellt hatte und dieser, als Zeuge vernommen, erklärt, daß er vollständig befriedigt sei, wird doch von dem Gerichtshof obige Strafe ausgesprochen und damit das Urteil des Schöffengerichts, das auf Freisprechung gelautet hatte, auf­gehoben. Ein Wirt aus Heuchelheim, der gegen einen Strafbefehl m Höhe von 2 Mk. Widerspruch erhoben hatte, war am 4. Mai durch Urteil des Schöffengerichts Gießen freigesprochen worden. Die Straf­kammer hebt dieses Urteil auf, weil ihr die Übertretung der Polizei« stunde von 11 bis 12 Uhr am 19. Dezember v. I. durch die Angabe des Beklagten, er habe seinen nach 12 Uhr mitternachts beginnenden Geburtstag im Kreise der noch anwesenden Gäste und Verwandten zu feiern beabsichtigt, keineswegs genügend gerechtfertigt erscheint. Durch Urteil des Schöffengerichts Bad-Nauheim war ein mehrfach vorbestrafter Maurer aus Bad-Nauheim wegen Bedrohung zu einer Gefängnisstrafe verurtellt worden. Mit seiner Berufung erzielt et heute ein milderes Strafmaß, nämlich eine Geldstrafe von 25 Mark. Wegen Körper. Verletzung erhält eine Arbeiterin aus Ostpreußen, die in Fauerbach bei Friedberg in Diensten stand, eine Geldstrafe von 15 Mk., roed sie am 12. November 1899 einer anderen Arbeiterin, mit der sie m Wort­wechsel geraten war, mit der Holzsohle eines Pantoffels drei Beulen am Kopfe beibrachte. Ein mehrfach vorbestrafter Bäckergeselle aus Sommersdorf war am 25. Februar d. I. von Frankfurt a. M. nach Ober-Erlenbach, gekommen um angeblich die bei seinem früheren Meister zurückgelassenen Bekleidungsstücke in Empfang zu nehmen. Da er dle Haus- thüre verschloffen fand,, stieg er durch das über der Hmterthür befindliche Fenster, versuchte zunächst die Thür zu erbrechen, die zu der Stube führte, in der der Meister fein Geld aufbewahrte. Später fand er den Schlüssel zur Stubenthüre und öffnete diese damit. Aus der fest verschloffenen Kommode entwendete der Angeklagte Bargeld in Höhe von mindestens 1100 Mk. Der Angeklagte ist zum größten Tell geständig, doch behauptet er, die obere Schublade se» nicht ver­schloffen gewesen und die von ihm gestohlene Summe habe den Betrag von 900 Mk. nicht überstiegen. Mit dem gestohlenen Geld- begab sich der Angeklagte zunächst nach Frankfurt und vergeudete einen erklecklichen Vertag davon in liederlicher Gesellschaft. Als er später dmgfest gemacht werden konnte, verfügte er noch über einen Betrag von etwa 750 Mk der dem Bestohlenen zur Verfügung gestellt wird. Der Angeklagte erhält wegen schweren Diebstahls eine Zuchthausstrafe von 4 Jahren; außerdem wird auf Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte für bte Dauer von 5 Jahren und Zulässigkeit von Polizeiaufsicht erkannt.

Universität und Hochschule.

»ernte«: Der Professor an bet deutschen Universität in vr Finger aW o. Professor deS Strafrechts und Strafprozeß- i-ck ts an bte Universität Würzburg. Er hat ben Ruf angenommen, rechts die umve^ Steglitz der Abteilungsvorsteher bes Geo. Utischen Jnsürtts zu Potsbam Profeffor vr. M. Löw «n Alter von 59 -xabren. Der frühere Prwatbozent für Geologie an der Basler n idhfÄuIe vr v Kraatz, ein Sohn bes Generals v. Kraatz-Koschlau SnfStoX in »rafilien, wo -- « Staatägeoioge und Direktor des naturwiffenschaftlichenMuseums wirkte, an einem Fieberanfall.

BerschiedeneS: Professor vr. Heß m Marburg wird die rriluna der Würzburger Universitäts-Augenklinik am 1. August über- r rt(,n An diesem Tage wird auch das neue Gebäude der KliNik be- - Weiter wird aus Würzburg geschrieben: Die am 81. Mm ibütscklofsene Inskription an der hiesigen Universität für das ©ommcr; U» zeigt wi der einen nennenswerten 1 t« DetL ^uenj

£ Wnt°rs-m-st.r 1239 fftudi-r-nb^ D-r Rückgong entflUt auch buS- nal wieder fast ganz auf die medlzmische Fakultät.

Erste (Qualität Ringoftusteillt diesjährige Fabrikation, können täglick abgefahren werden. 02322

Chriftia« Faber, Leihgestern.

Kari fari

ist eS, bestreiten zu wollen, daß ich die allerbesten, dauerhaftesten und elegantesten Fahrräder zu billigsten Preisen verkaufe und Reparaturen bestens und prompten

Joh. Friede. Schaaf, Wetzsteinstrabe 44.

1OOO Qn. Mir. Hofraite mit zwei großen dreistöckige« Gebäude« uud geräumige«

Böden,

zur Errichtung einer Cigarren- oder auch Cartonnagefabrik sehr geeignet, auch zu jedem anderen Fabrikbetrieb z. B. Lederfabrik benutzbar, da Dampfkraft und Waffer vorhanden und billige Arbeitskräfte aus nächster Nähe heran­gezogen werden können, ist zu verkaufen, eventuell zu verpachten.

Anfragen unter Z. 3628 an bte Ex­pedition dieses BlatteZ.

Dir gemeine Thäter, ein Bayer, kam nicht allein sofort zur sfvzeige, sondern wurde auch umgehend aus dem Geschäft «ntlaffen.

** Kleine Mitteilungen aus Hefieu uud den Nachbarstaaten. Zu Kloster Arnsburg bei Lich findet am Pfingsttage das Jahresfest des Rettungshauses statt, bei dem Pfarrer lsorrevon-Frankfurt und Stursberg-Erlangen predigen wer­den. Der mit dem 1. Juni in den Ruhestand getretene md von Lauterbach nach Darmstadt verzogene Oder- mlSrichler Geh. Justizrat Hempel, wurde durch Beschluß des Stadtvorstandes zum Ehrenbürger der Stadt Lauter- bach ernannt.

KrrmiWes.

Die GefchaftspraxiS einer Sprachlehrerin. Eine Affaire, tvelche die junge Lebewelt Münchens in arge Mitleidenschaft rieht, wird vor dem Münchener Gericht zur Aburteilung kommen. Die 57 Jahre alte ledige Sprachlehrerin Julie Strauß zu München, die sich nebenher offiziell mit Stellen­vermittlungen für junge Mädchen befaßte, hatte nahe der Polizeidirektion eine Wohnung inne, in der die tollsten Orgien gefeiert wurden. Sie gründete ihr Geschäft im Lahre 1898 und hatte dank der generösen Manier ihrer niännlichen Kundschaft bald glänzende Einnahmen. Zu ihren Stammgästen" zählten Persönlichkeiten, die in der Mün­chener Gesellschaft wohlbekannt sind, teils Inländer in Amt und Würden, teils Ausländer mit Titeln und wohlgefüllter Geldbörse. Die Vermittelung zwischen dem weiblichen Personal und der männlichen Abnehmerkundschaft trieb sie in der Weise, daß sie sich für eine von ihr vermittelte Beratung" hinter verschlossenen Thüren bis zu 300 Mk. zahlen ließ. Das von ihr verhandelteMaterial" setzte sich aus Gouvernanten, Artistinnen, Schauspielerinnen bis herab zu Dienstmädchen und Stallmägden zusammen. Um den Glanz ihrer Klientinnen zu erhöhen, stellte die Strauß ihreDamen" bald als Leutnantfrauen, bald als Sp anieriunen vor, denen freilich die Kenntnis des Spanischen abzing. Unter den letzteren befand sich eineMaria la belHa aus Patzing in Steiermark. Alle diese Schönen bra.chten teils Stunden, teils Tage oder gar Wochen in ben luxuriös ausgestatteten Quartier ihrer Gönnerin zu und zahlten der Strauß je nach ihren Einnahmen. Be­sonders nahmen die von Zeit zu Zeit veranstalteten kleinen Mahlzeiten den Charakter von Bacchanalien an. Die Polizei machte diesem Treiben durch Verhaftung der Strauß ein Ende.

Ermordung eines Uuiverfit'ätSprofefsorS. Roy Wilson White, Professor der juristischen Fakultät der Universität Pennsylvania, ist in der Nacht vom 19. auf den 20. Mai in Philadelphia in brutalster Weise ermordet worden. Als des Mordes dringend verdächtig wurden drei Männer, zwei noic ihnen Neger, in Haft genommen. Profeffor Whrte wollte von der Universität nach der Vorstadt Germantown fahren. Auf der Straße wurde er überfallen. Der Schädel war mit einer Eisenstange eingeschlagen. Es handelt sich wahrscheinlich um einen Raubmord. Professor Whtte war erst 28 Jahre alt, und hatte seine Studien am Earlham College, Richmond, Indiana, unter der Leitung seines Vaters abs olviert. Im vergangenen Jahre schickte ihn die Univ«:* fitit von Pennsylvania nach Paris, wo er das französische Zivilrecht studierte.

man ben Kampf gegen Schwaben unb sonstige Hauskäfer aufgiebt, versuche man bas anerkannt bewährte BrÄckoli«, Fabrikant Georg VrÜck, Darmstadt. Preis Mk. 1.80 pet Packet. Ueberall erhältlich.________________

Kunst-Ausstellung. auBBteUung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 ktz. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.