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3.6.1900 Erstes Blatt
 
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»tu 3ut)0lM, tnmta.) Juni 1900. den 1581 Wt Erzählende Litte- iriften, Märchen, sichte und 8ifr V\ WkV^tß1

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A (Hessen) zw. Darmstadt u. Heidelberg,

X3hVL02T OSLwXX Hotel u. Pensionzur Krone*, Sommerfrische. Pensionsprospekt a. Führ. grat. Les.: G. Diefenbach.

mb ca. 60 Pferde bezw. Fohlen, meist stattliche Exemplare, 'v i der am Nachmittag erfolgten Prersverteilung wurden ar Geldprämien zuerkannt: 550 Mk. für Pferde, 1395 M. für Rindvieh, 340 M. für Schweine und 145 M. für Zregen. Tags über fanden am Ausstellungsplatz Konzert und Volks­belustigungen statt, die mit einem kleinen Ball abends in der Turnhalle schlossen. ~ m

() Hartmannshain, 31. Mar. Dem Postrllon Otto Hilbert aus Gedern, der gestern früh die erste Per- jonenpost von Grebenhain nach> Gedern fuhr, loste srch ein Äad vom Postwagen. Glücklicherweise befand srcl) noch ein, Passagier in der Post, der dem Postillon behilflich war, das Rad wieder an die Achse zu bringen, so daß der Postillon ohne Verspätung den abgehenden Zug xxx Gedern ucch erreichen konnte.

!? Gedern, 1. Juni. Das von der hiesigen Sektion des V. H. C. erbaute Tempelchen bei dem Weiler Schon­bausen wurde an den hiesigen Gastwirt Landmann ver­lauft, der diese Schutzhütte auf der oberhalb. Gedern ge­logenen Anhöhe Wildfrauhaus aufgestellt und durch An­bau einer Küche vergrößert hat. Am zweiten Pfingstfeier- tage findet die Einweihung statt, bei Konzert der hiesigen Kapelle. .

Noggm 113; ruff. Hafer 99-117; Mixed Mais 88, per Tonne afr Rotterdam. Ä

Kohlen.

E« notieren: Ruhr-Frttnuß Körnung I und N M!. 230 bi« qnr 940 Nußschmikdekoblen Mk. 215 bis Mk. 225, Deutsche Anthractt-Nußkohlen Mk. 310 MS 320, 'Ng'"ch-Anthracit-N^kohlen Mk. 350 bis Mk. 360, Rubr-Flammnuß Körnung 1 und ll Mk. 230 bis Mk. 240, Ruhr - Flammnußkohlen Körnung I 3R - 220 bis auf 230 Kkttickrot Mk 200 bis Mk. 210, Rubr-BruchcorS Mr. 33U 155bi« mr. 165.

ab Mannheim. Die Verhältnisse haben sich fett voriger Woche nicht verändeit.

Tabak.

Wir sind nicht in der Lage, eine Besserung im GeschLftewührend der Berichtswoche konstatieren zu können und sind uns außer emigm kleinen Posten Einlegetabaken sonst keine Abschlüsse bekannt geworben^ Ob sich das Geschäft nach der Beendigung der Maifermentatten hebe« wird, bleibt noch abzuwarten; wir bezweifeln dies. Die Tabake sind qualitativ nicht leicht genug und dieselben wurden z. Z. im Berhä tm» zur Ware von den Produzenten auch viel zu teuer gekauft. Bei emem ausgesprochenen Zigarren-Jahrgang kann der Händler, wenn er aus seine Kosten kommen will, im Preise ebenfalls nubt mehr wi

bei 1899er, von einem Verdienste ist hierbei noch keine Rede. Wenn Javatabake zu letztwöchenllichen Preisen offeriert werden, mutz der Händler an 1899er Pfälzer Tabaken Geld verlieren, da der Fabrikant die Javatabake in diesem Falle vorzieht, obgleich diese in Qualität mcht beffer, teilweise sogar schlechter find als Pfälzertabak, iw. Brandfind dieselben jedoch meistens zuverlässiger. Von einem Fachblatte °ll un «e Ansicht nicht geteilt werden, unsere Berichte werden ,ogar alS tenden-wS hingestellt. Wir werden nach wie vor der Wahrheit entsprechend be­richten um zu vermeiden, ebenfalls nicht ernst genommen zu werden, wie jenes. In losen Pfälzer Rippen geschäftslos, lose ferne Mk. 9 biS 9,50, gebündelte Mk. 11,50 bis 12.

Preußischer Beanrtenvereiir iti Hannover. Lebens-, Kapital- (Aussteuer- und Militärdienst-), Leibrenten- und Begräbnisgeld- Versicherungs«Anstalt für alle Deutschen Reichs-, Staats- und Kommun^ rc. Beamten, Geistlichen, Lehrer, Rechtsanwälte, Berate, Tierärzte, Apo­theker, Redakteure, Ingenieure und geprüften Baumeister, sowie für Privatbeamte in gesicherten Stellungen. Keine bezahlten Agenten und infolgedessen niedrige Verwaltungskosten. Verficherungsbestand Ende April 1900: 56,579 Versicherungen über 193,411,550 Mk. Kapital und 466 347 Mk. jährliche Rente. Reiner Zugang vom 1. Januar bis Ende April 1900: 1122 Versicherungen über 5,447-dOO Mr. KaMal und 11,960 Mk. jährliche Rente. Vermögensbestand: 56,932,000 Mk.

eit. Juli 2.500/g, Diskonto-Kommandü per ult. Juni 1.35«/» do. per ult. Juli 2.50 %, Lombarden per ulh Juni 0.60 %, do. per ult Juli 1.056/ , Berliner Handelsges. per ult. Juli 0.00.

Notierungen: Kreditaktien 223.50-00-000., Diskonto- Kommandit 185.70-90-186, Staatsbahn 189.0-139.30, Gotthard 140.50, Lombarden 25.90-00 00, Ungar. Goldrente 97.25, Italiener 95.00, Bproz. Mexikaner 25.30, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4.183/* Privat-Diskont 49/i«-4,/i°/o

iVr26/« Uhrt Kreditaktien 223 50-224.10,00 Diskonto-Kom- mandit 185.80-186.40, Staatabahn 139.50, Lombarden 28.90-00, Portugiesen 00.00, Bochumer 244.60-245-241.80.

Märkte.

Gieße«, 2. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd.* 0.901.10, Hühnereier per St. 56 4, 2 St. 1011 H, Enteneier 2 St. 1214 4, Gänse« eier per St. 1011 Stofe 1 St. 57 H, Kasematte 2 St. 56 Erbsen per Ltter 19 Linsen per Liter 30 Tauben per Paar

X 0.880.90, Hühner per St. 1.201.60, Hahnen per Stück

X 1.40-2.20, Enten per St. X 2.002.50, Gänse per Pfund X 0.000.00, Ochsenfleisch per Pfd. 6874 4, Kuh. und Rindfleisch per Pfd. 6264 4, Schweinefleisch per Pfd. 5070 4, Schweine­fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 -A, Kalbfleisch per Pfd. 6466 A, Hammelfleisch per Pfd. 5066 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 biß 6.00 X, Weißkraut perSt. 0000, Zwiebeln per Etr. X 8.009.00, Milch per Liter 16 * ,

n. Friedberg, 31. Mai. Da auf dem gestrigen Ferkelmarkt das Angebot die Nachfrage bei weitem übertraf, waren die Preise nicht hoch. Für das Paar Primaferkel wurden bis zu 36 Mk. bezahlt; für geringere 24 bis 30 Mk. Viele Ferkel wurden garnicht verkauft.

Biehmärkte.

Wohl die inzwischen eingetretene regnerische Witterung mag ver­anlaßt haben, daß die süddeutschen Viehmärkte in der Berichtswoche im allgemeinen sehr stark frequentiert waren, denn die Futterernte wird hierdurch um einige Wochen hinausgeschoben, was auf die Qualität des Futters nicht ohne Einfluß ist. Aber auch das Geschäft entwickelte sich an allen Plätzen sehr lebhaft, sowohl Großvieh als auch Kälber und Schweine wurden flott g^andelt, es blieb wenig Ueberstand.

Getreide.

Auch in bet abgelaufenen Woche konnte sich kein lebhaftes Ge­schäft entwickeln, da die amerikanischen und argentinischen Offerten unteren Markt vollständig beherrschten, die zwar im Preise ziemlich unverändert blieben, aber doch die Kauflust unserer Mühlen lahmte. Inzwischen haben sich zu den Klagen über schlechten Saatenstand bet uns noch Befürchtungen wegen Pest in Rumänien gesellt, und be­darf der Markt nunmehr eines geringen Anstoßes, um au« seiner Lethargie zu erwachen. Roggen bleibt fest; Hafer ist preishaltend; Gerste ruhig. Mai8 gut gefragt. Zu notieren sind: Redwtnter 2, 130. ; KansaS 2, 123124; La-Plata f. a. g. 124126; ruff.

Gerichtssaal.

Ne bis In idem! Zweimal wegen derselben That sollte hie Dienstmagd Anna Freier bestraft werden. DaS Landgericht Ltegnitz verurteilte sie am 21. Mär» wegen Betrugs, begangen durch Benutzung der elektischen Straßenbahn ohne Bezahlung zu 10 Mk. Geldstrafe. Erst nach V:tkündung deS Urteils stellte es sich heraus, daß die Angeklagte wegen derselben That bereits vom Schöffen­gericht Ltegnitz rechtskräftig zu 6 Mk. Geldstrafe verurteilt worden ifl. DtesrS UrteU ist allerdings gegen bie Dienstmagd Anna Haupt, genannt Freier, ergangen, aber die standesamtlichen Beurkundungen naeben, daß eS sich in beiden Fällen um dieselbe Person handelt. Auf die vom Staatsanwalt zu Gunsten der Angeklagten eingelegte Rr oiston hob nun das Reichsgericht das landgertchtliche Urteil auf unb erklärte die Strafverfolgung für unzulässig. Die Angeklagte selbst scheint sich gegen die zweimalige Aburteilung garnicht gewehrt zu haben.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 8. Juni.

Wechsel auf New-York zu 4.20Ve*21 */

Prämien auf Kredit per ult Juni 1.35 %, do. per

I

IV.

Chemnltz-Schönau.

1456

II.

III.

Versteigerungen von Heu und Grummetgrus ans Gräflichen Wiesen:

Mittwoch den 13. Juni d. I., von morgens 8 Uhr an, in der Gemarkung Laubach auf den Schellenderger« und Ziegelhütterterch - Wiesen

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an demselben Tage im Tiergarten, mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der Hirtenbach, auf 59 Morgen, einschließlich Tiergärtnerteichwiese;

an demselben Tage, von mittags 1 Uhr an, auf der Friedrrchshutte von 12'/, Morgen Wiesen (Hölzchen, Silbach, Lrnnes, StermeU, Wendergrund), sowie von Waldwegen des Reviers Ruppertsburg;

an demselben Tage, nachmittags 4 Uhr, im Gemeindehaus zu Wetterfeld von 20 Morgen Wiesen in den Gemarkungen Wetterfeld und Lauter;

V. Donnerstag den 14. Juni d. I., nach Zusammenkunft morgens 8 Uhr beimAltenkeller" (Schottener Staatsstraße zwischen Heinzeberg und Brühl), auf 112 Morgen Wiesen im Wetteranergrnnd, von den Alte- kellerwiesen (Lotzewiese) aufwärts biS einschließlichSorgenlos*;

VI demselben Tage im Revier Freienseen auf 151 Morgen Wiesen (E»ch- ' wiesen, Wolfsgarten, Kreuzseener-Obernseener-Lippergrund rc.) von vormittags 11 Uhr an auf der Schreinersmühle bei Freienseen;

VII. an demselben Tage, nach Zusammenkunft um 2>/r Uhr nachmtttags beim Flenfungerhof, in der Gemarkung daselbst auf 60 Morgen Wiesen, sowie auf Kteegrasstücken des Koffekdes und auf einigen Waldfchneisen;

V in »reitaa den 15. Auni d. I., mit Beginn um 9 Uhr vormittags in der ' Aepfd5&a(fi, auf ca. 190 Morgen Wiesen daselbst in den verschiedenen Aeegbrücken, in der Herrnwiese, auf Wiesen um den RuthardShäuser Teich, einschließlich beider Hexenwiesen;

IX. an demselben Tage, nachmittags von 1 Uhr an, auf dem Jägerhaus von 165 Morgen Wiesen in Ruthardshausen, Langhecke, Mulfau, Hahlgarten, Hauxtheilen, Buchholz, Schisfenbach, Aue rc.

Nähere Auskunft über die Wiesen, welche durch mit Nummern versehene vftöcke oder Steine kenntlich gemacht sind, erteilen auf Verlangen vor den Ver. tte laerungsterminen der Gräfliche Wiesenwärter Süß-Laubach, sowie die betr. gräflichen Forstwarte. Die Versteigerungen I, II, V VII unb VIII werden bei etwaigem Eintritte sehr ungünstiger Witterung an geschützten Orten, die in den terminen bekannt gegeben, abgehalten, bezw. fortgesetzt werden. 3935

Laubach, 30. Mai 1900.

gräfliche Iorfiverwattung.

NerdiuMg von Gleisarbeittn.

Die Ausführung von 8000 m Gleis­umbau auf der Strecke HanauAschaffen­burg soll vergeben werden. Die Verding­ungsunterlagen sind im Geschäftslokal der Unterzeichneten zum Preise von 50 Pfg. erhältlich. Die Angebote sind bis Mo«, tag deu 11* Juul, vorm. UV- Uhr hierher einzureichen.

Zuschlagsfrist 3 Wochen. 3921

Frankfurt a. M., den 30. Mai 1900.

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