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3.3.1900 Erstes Blatt
 
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M. 52 Erstes Blatt.

Samstag den 3 März

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Hroßh. Landes-Waugewerkschuke Darmstadt.

Beginn des Sommersemesters am 23. April d. I Dauer desselben 20 Wochen.

Die Schule umfaßt vier Klassen.

Das Schulgeld beträgt 60 Mark.

Programme und Anmeldeformulare sind durch die Direktion der LandcS-Baugewerkschule, Darmstadt, Neckar­straße 3, zu erhalten.

Schluß der Anmeldefrist am 10. März.

Die Direktion.

Das Schicksal der Buren.

Der Heldenkampf des tapferen Cronje ist zu Ende, der Lorbeer des Sieges, der ihn so oft geschmückt hat, seit er am Majubaberge die Heercsmacht der Feinde schlug, seit er vor Krügersdorp den Einfall der von Cecil Rhodes entsandten Abenteuerer zurückfchlug, blieb ihm in der schwersten Stunde seines Lebens versagt, als Gefangener zieht er nach Kapstadt. Wir alle haben es wie einen uns selbst erteilten Sck)lag, als ein persönliches Unglück empfun­den, als die Trauernachricht von den Paardebergen kam, und nur die Gewißheit, die uns jetzt geworden ist, bildet einen lindernden Balsam. Aber noch ein anderes kommt hinzu! Es ist ein grandioses Schauspiel gewesen, das uns der schlichte Burenführer bot, als er mit einer Hand voll tapferer Kämpfer durch zwölf lange Tage und Nächte einem zehnfach überlegenen Gegner standhielt, als er Stunde für Stunde den Gedanken an Uebergabe zurückwies, ob­wohl aus ungezählten Feuerschlünden Tod und Vernichtung ihn bedrohte, daß er erst den Kampf aufgab, als den Flinten die Kugeln fehlten, als nach übermenschlicher An­strengung die Kämpfer in tätlicher Ermüdung nieder- jan feit auch Leonidas wurde besiegt, und durch die Ther- mopylen fluteten die Scharen der Perser.

Noch liegt ein düsteres Geheimnis über den letzten Borgängen auf dem Schauplatze des Krieges. Wie,, ist es gekommen, daß nach all den großen Erfolgen der Buren­waffen plötzlich eine Katastrophe hereinbricht, die dem Kriege ein ganz neues Gepräge giebt, die plötzlich alle Bollen vertauscht und die Sieger von zehn Schlachten in eine gefahrvolle Defensive drängt? Die Antwort auf diese Frage kann erst die Zukunft geben, sie wird darüber ent­scheiden, warum all der Opfermut, warum alt das Helden­tum Cronjes nutzlos war, sie wird auch lehren, ob die Buren des Oranjestaates festhalten werden an dem be­schworenen Bündnis oder ob die erste Niederlage auch den Keil treiben wird zwischen die Zwillingsnationen. Aber das darf heute schon festgestellt werden, daß zum erstenmale seit Elandslaagtc das bittere Empfinden er­wacht, daß trotz allen Heldentums das Burenvolk verbluten wird unter den Kugeln der englischen Söldner, daß die ungeheuere Kapitalkraft der Weltmacht triumphieren wird, über die frommen Bauern des alten Krüger. Es wird an dem Tage, wo dann die Engländer in Pretoria einziehen und ihre Bedingungen diktieren, ein gewaltiges Stück an politischem Idealismus verloren gehen, und der Glaube an das ewige Recht wird in manchem erzittern, wenn das Jubelgeschrei der Minenspekulanten die Klagen der Opfer übertönt und an der Londoner Börse der Tag mit Hymnen begrüßt wird, der den Untergang eines ritterlichen Volkes bringt. Aber schrill klang uns das Lied von Cronjes Glück und Ende in die Herzen, und von der Weise, so fürchten wir, ist noch nicht der letzte Ton verhallt.

Und das harte Gesetz der politischen Nützlichkeit legt unsere Hände, die nach dem Schwerte greifen möchten, in eiserne Fesseln. Gewiß, es bleibt niemand gleichgiltig bei dem Anblick des erschütternden Dramas, das dort unten im Süden sich abspielt, die weltentrückten Mönche des Sergiusklosters an der Newa haben den niederdeutschen

Kämpfern ein Banner gesandt, das die Szene darstellt, wie ihr Schutzheiliger den FürstenDmitri Donskoi" segnet, als er auszieht zum Kampfe gegen den Tartaren Khan Mamai, und sie haben gelobt, für die tapferen Söhne Transvaals zu beten. Halb tartarische Bauern in weiter russischer Ferne jubelten, als sie die Kunde ver­nahmen vom Tugelafluß, und im engen Alpenthal trauert der Hirte, wenn er Cronjes Ausgang erfährt. Aber das Gold auch der ehrlichsten Sympathien läßt fick, nicht um­münzen in thatkräftiges Handeln, so lange die politische Raison es verbietet. England mag einsam bleiben in seinem Jubel, aber niemand regt sich, ihm in den Arm zu fallen, und der Gedanke einer Intervention der Mächte wird, wenn er etwa je sich hervorwagt, mit kühlem Achselzucken zurückgewiesen. Man fühlt und weiß es, daß eine volle Unterjochung der südafrikanischen Freistaaten die wirtschaft­liche und politissche Macht Englands in das Unberechenbare steigern würde, man ist sich klar darüber, daß vor der Gier des britischen Löwen fortan kein Land und kein kolonialer Besitz sicher sein werde, daß das vielgepriesene Gleichgewicht an dem Tage zur Farce werden muß, an dem England über Südafrika und somit über den ganzen dunklen Weltteil gebietet. Auch unser Kolonial-Besitz würde erdrosselt werden in der engen Umschlingung Eng­lands, denn auch zu uns werden, wenn einmal der Boden seine Schätze erschlossen hat, die Cecil Rhodes eindringen und mit ihnen das englische Kapital, und sie werden hochmütig ihre Forderungen stellen. Aber dieEintracht" der Mächte, von der jede Thronrede berichtet, besteht in ihrer tiefen Zerklüftung, eifrig späht jeder, daß der andere seine Flanke entblößt, um die Zähne einzuschlagen, und die bizarre Episode, die wir vor Kreta erlebten, gewinnt allgemach dauernde Geltung. Und doch weiß jeder, daß auch Englands Flottenhochmut nicht standhalten würde, wenn etwa Rußland, Deutschland und Frankreich ein Halt gebieten würden. Es scheint zuweilen, als wenn der große Meister über den Wolken den Eifrigen, die eben erst im Haag der Natut und der Geschichte ihre eigenen sentimen­talen Gesetze vorschreiben woNten, die Lehre greifbar und hart erteilen will, daß seine eigenen Gesetze stärker sind als der Wille auch des Mächtigsten. Man hat den Krieg nicht verhindern können, der wie ein Schlußakt sich an die Haager Konferenz gefügt hat, und man vermag ihm nicht Einhalt zu gebieten, und mit zitternder Wut im Herzen sieht man hilflos dem Todesringen eines wackeren Volkes zu.

Auch wenn er nicht die Friedenskonferenz berufen hätte, so wäre doch der Zar der einzige, der intervenieren oder einer gemeinsamen Intervention die Wege ebnen könnte. Er hat nicht, wie das Deutsche Reich, einen haß­erfüllten Nachbar zu fürchten, der ihm, wenn er engagiert ist, vielleicht in den Rücken fällt, er hat vor allem die vollen Machtmittel, um seinen Wünschen jenseits des Kanals ein geneigtes Ohr zu sichern. An mehr als einer Stelle stehen englische und russische Vorposten sich gegen­über, in Indien und Persien bedroht der Kosack die Lebens­interessen der Briten. Ein leiser Druck, ein Hinweis auf die Möglichkeiten, die Englands schwierige Lage erschließt, würde die Zuversicht des englischen Volkes dämpfen und ihm die Lehre geben, daß es nicht gut ist, den Bogen zu überspannen. Ein Flankenmarsch nach Herat so eng ist heute die Welt würde dem alten Piet Joubert Luft schaffen. Aber es ist still in allen Wipfeln, und ohn­mächtig sieht die Welt zu, wie im Burenlande sich das Schauspiel zur erschütternden Tragödie entwickelt. Schon in den Tagen der Niederlagen hat sich Englands Hoch­mut als unerträglich erwiesen, und gerade wir Deutschen haben es am eigenen Leibe erfahren, ,welchen De­mütigungen ein Volk ausgesetzt ist, dessen Eisenpanzer eine Lücke weist. Wie wird erst bann, wenn der endgiltige Sieg erfochten ist, der britische Hock)mut sich blähen und sich spreizen, und wie wird man von der Themse aus bestrebt sein, der Welt die eigenen, willkürlichen Gesetze zu diktieren? Und noch kann man heute nicht all die Folgen übersehen, die auf kolonialem wie auf wirtschaftlichem Ge­biete für uns wie für andere Völker entstehen werden, wenn erst einmal für alle Zeiten der britische Löwe seine Tatzen gelegt hat auf den zuckenden Leib der Burenstaaten.

Deutscher Reichstag.

157. Sitzung vom 1. März. 1 Uhr.

Am Bundesratstische: v. Bülow. Tagesordnung: Etat des Auswärtigen Amts.

Abg. Gradnauer (Soz.) findet, daß die Reichsregierung eine eigenartige und befremdliche Rolle bei der Friedenskonferenz im Haag im Vorjahre gespielt habe. Der Staatssekretär habe auch bisher noch niemals Gelegenheit genommen, darüber zu sprechen. Die Regierung habe nicht einmal die von den Mächten vereinbarte Deklaration amtlich veröffenllichen lassen. Sie habe sich wohl der Konferenzergebnisse ge­schämt. Von irgend welchen Erfolgen betreffs Beilegung von Streitig­keiten könne gar nicht die Rede sein. Und was für eine Delegation habe Deutschland nach dem Haag geschickt! Eine Leuchte der Wissen­schaft, die noch militärischer war, als ein Militär: Herrn v. Stengel,

* Vom Kriegsschauplatz.

Vom Kriegsschauplätze liegt heute eine ganze Anzahl Telegramme aus London vor. Ein solches besagt, daß die Buren auf Norvals Pont an der Freistaatgrenze zurück- gehen. Einem Telegramm des Generals Clements zufolge

der kurz vorher in einer Broschüre alle Plattheiten, die man kenne, zu- sammengetragen, um ei vis pacem, para bellum zu verteidigen. Unsere politische Schaubühne scheine eine zweiteilige zu sein: auf der einen Seite Verbeugungen vor den wohlwollenden Absichten deS Zaren, unb der andere Teil: Verkündung des Evangeliums von derunerlösten Sünde". Kurz nach Schluß des Friedenskongresses habe England seinen frevelhaften Angriff gegen die Buren gerichtet, und die anderen Mächte ließen dies ruhig geschehen. Und dann in Deutschland die neue Marine- Vorlage l Welche Widersprüche I

Staatssekretär Graf Bülow spricht dem Vorredner seinen Dank dafür aus, daß er ihm Gelegenheit giebt zu Aufschlüssen über di« Stellung Deutschlands zur Friedenskonferenz. Deutschland sei stets ein Freund des Friedens; es rüste auch nur zur Verteidigung seines Terri­toriums. Deutschland habe daher den Konferenzvorschlag des Zaren gern angenommen, nachdem festgestellt gewesen sei, daß territoriale Aenderungen auf der Konferenz nicht erörtert werden sollten. Die vereinbarten Konventionen würden dem Reichstage vorgelegt werden, sobald sie ratifiziert worden seien Deutschland sei im einzelnen stet- bereit gewesen, allen, wirklich fckedensförderlichen Vorschlägen zuzustimmen. In Bezug auf Einschränkung der Rüstungen habe die deutsche Regierung im Bewußtsein chrer Verantwortlichkeit gegenüber dem deutschen Volke keine Konzessionen machen können. Redner verliest alsdann ein an alle deutschen Msssionen ergangenes Zirkular des Auswärtigen Amts, daß es in maßgebenden politischen Fragen keine anderen Rücksichten gebe, als die auf die salue des deutschen Volkes. Unter voller Wahrung unserer unveräußerlichen Souveränitätsrechte und der Wohlfahrt des deutschen Volkes habe unser Verhalten auf der Konferenz unsere Be­ziehungen zu den Übrigen Mächten nicht geschädigt, sondern gekräftigt. Was den deutschen Dckegierten betreffe, so habe sich derselbe taktvoll benommen und durch eifrige Mitarbeit zum Gelingen der Konferenz beigetragen.

Abg. Liebermann von Sonnenberg (Antis.) fragt an, wie es mit den Entschädigungen stehe für die deutschen Vermögenseinbußen in Samoa, sowie für die Beschlagnahme deutscher Schiffe durch England. Redner macht des weiteren den Staatssekretär aufmerksam auf den be­kannten Prozeß der Telegraphenbureaus Hirsch und Wolff. Da sei festgestellt, daß die Wolff'schen Telegramme zuerst dem Bankier Bleich- röder vorgclegt würden. Das Reich sei doch aber nicht etwa Kompagnon des Hauses Bleichröder. (Präsident Graf Ballestrem kann nicht be­greifen, wie das mit dem Auswärtigen Amt Zusammenhänge.) Redner fortfahrend, ^das Amt bediene sich bekanntlich des offiziösen Wolff'schen Bureaus, um seine Nachrichten in die Welt zu setzen. Es bestehe ein Vertrag mit dem Wolff'schen Bureau.

Unierstaatssekretär o. Nichthofen bemerkt bezüglich Samoa, der König von Schweden solle Schiedsrichter sein und werde darum ersucht werden, sobald der amerikanische Senat den Samoavertrag ratifiziert habe. Was die Entschädigung für die Schiffsbeschlagnahme anlange, so müsse erst die Kostenrechnung aufgemacht werden, die Vorbereitungen dazu seien im Gange. Die Bezichtigung, daß das Wolff'sche Bureau mit seinen Nachrichten Mißbrauch zu Börsenzwecken treibe, sei bisher völlig unerwiesen geblieben. Wenn sich je derartiges bestätigen sollte, dann würde das Auswärtige Amt sofort von seinem Vertrage zurück- treten.

Abg. v. Staudy (konf.) führt Beschwerde über verzögerten Aufenthalt deutscher Postsendungen in Kapstadt.

Unterstaatssekretär v Richthofen erwidert, daß diesbezügliche Verhandlungen mit London schwebten.

Abg. Böckel (Antis.) bezeichnet die Friedenskonferenz als eine Komödie, wenigsten« seitens Englands. WeShalb halten denn die Mächte nicht den Mut, tm Transoaalkriege zu intervenieren? Und wie sei es mit Deutschlands angeblicher Neutralität bestellt angesichts dec Krupp'schen Lieferungen? Er frage auch die Regierung, ob irgend welche Beziehungen zu Cecil Rhodes beständen, Geschäfts- oder irgend sonstige Beziehungen?

Abg. Bebel (Soz) erklärt dem Abgeordneten v. Liebermann, cr teile daS Urteil desselben über den Krieg gegen die Buren, aber d-S schließe nicht aus, daß er sich von der Engländers, esserei Lieber­manns fceihalte. Liebermann habe jedenfalls Behauptungen aus­gestellt, an die er selber nicht glaube. (Vizepräsident v. Fr ege unter- ortcht den Redner, eS gehe nicht an, einem Abgeordneten zu sagen, daß er an seine Behauptungen selbst nicht glauben könne. (Große Heiterkeit.)

Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) glaubt, die Sache mit dem Wolff'schen Bureau liege doch so, daß das LuS- wärtige Amt derselben nähertreten sollte. Wenn man an der Börse nachforschen würde, würde man vielleicht hören, daß ein Bankier sortwährend mit Wolff'schm Nachrichten operiere. Redner wendet sich dann gegen den Abgeordneten Bebel, der in der englischen Frage offenbar die Stimmung des Landes nicht kenne, und überhaupt nur eine vorübergegangen« Erscheinung sei. (Heiterkeit.)

Abg. Kirsch (Zentr.) fragt an, ob nicht der GrenzregulterungS- vertrag mit Oesterreich bezüglich eines kleinen Gebietes an der Pczemsa dem Reichstage oorgelegt werden müsse.

Staatssekretär o. Richthosen bejaht dteS, und stellt die Vor­lage in Aussicht.

Die allgemeine Diskussion ist damit beendet.

Beim AbschnittGesandtschaften", Titel Konstantinopel, be­dauert Abg. Hasse (nl.), daß die kapitalistischen Interessen bet der Bagdad Bahn in die Hand der Ottomanbank gelegt sei.

Beim TitelLandwirtschaftliche Sachverständige im AuSlande" wünscht Abg. Paasche (nl.), daß für Bearbeitung der Berichte dieser Sachverständigen eine besondere Stelle im Reichsamt des Innern geschaffen werde. , t x

Ohne bemerkenswerte Debatte wird der Rrst des Etats erledigt.

Morgen 1 Uhr: Marine-Etat.

Schluß 5 Uhr 30 Min. ______________