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3.1.1900 Zweites Blatt
 
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Erdstöße. Man sprach und schrieb von 2 bis 3 Minuten, während 15 bis 20 Sekunden, d. h. so lange als man langsam bis 15 oder 20 zählt, schon für einen Erdstoß als eine lange Dauer gelten kann. Nach dem Hauptstoß gab fast jeden Tag eine oder mehrere kleine Erschütte­rungen.

Einige Zeit nach dem ersten starken Stoße wurde Jagd im Gebirge abgehalten; es war ein prächtiger Wintertag mit starkem Rauhreif, Heller, frischer Luft und Sonnenschein. Im zweiten Treiben erhielt ich meinen Stand dicht oben am Felsenmcer, wo stet- Füchse, denen in den Felsen mit graben nicht beizukommcn ist, aus« und ein- wechseln. Eine Viertelstunde mochte ich gestanden haben, da donnerte wieder von Osten das unterirdische Dröhnen heran, so stark wie noch nie. Die hundertjährigen Buchen schwankten hin und wieder, der Erdboden zitterte, die ge­waltigen wollsackähnlichen Felsbrocken hoben und senkten sich wie Meereswellen, und die Steine rieben sich an ein­ander, daß es knisterte und greinte, wie wenn ein Wagen im Winter bei 20 Grad Kälte durch den Schnee fährt. Ich hatte das Gefühl, als riffe das Gebirge auseinander und schlänge uns alle hinab. Niemals im Leben ist mir etwas ähnliches vorgckommen, aber an diesen Augenblick wurde ich neun Monate später in der Nacht vom 24. zum 25. August 1870 erinnert. Wir lagen zwischen St. Avold und Faulqe- mont über der französischen Grenze mit unserem Eisenbahn­zuge fest, der aus etlichen 90 beladenen Waggons mit drei Lokomotiven bestand. Es wurde Nacht, wir hatten nur

Ortschaften Oberurff, Niederurff, Zwesten, Reptich, Zimmersrode, Jesberg, Hundshausen, WalterSbrück, Schlier­bach uxt) Gilsa. Herr Schmiedemeister Groß Jesberg leitete die Verhandlungen. Infolge der in letzter Zeil rapid gestiegenen Kohlen- und Eisenpreise, wodurch gera e dieses Handwerk am meisten arg darniederliegt, hielt man den jetzigen Zeitpunkt für angemeffen, hiergegen ganz energisch Front zu machen, um durch diese Vereinigung einen Druck auf die Preise auszuüben. Rach längerer Beratung jedoch kam man zu der Ueberzeugung. daß alle Bemühungen infolge des großen Jndustneaufschwunges fruchtlos sein würden und ließ man auch daher diesen Gedanken fallen. Als ein allgemeiner Uebelstand wurde je­doch gerügt, daß die Schmiede keinen gleichen Preis unter sich halten, daß der eine die Arbeiten zu höheren und der andere dieselbe» zu einem weit niedrigen Preise liefern. Nachdem die Versammlung sich konstituiert hatte, faßte man daher den einstimmigen Beschluß, daß alle Mitglieder dieser neugegrändeten Vereinigung, sich bei Festsetzung einer bestimmten Strafe verpflichten müssen, für alle in das Schmiede- und Schlosserfach einschlagende Arbeiten einen gleichen Preis zu nehmen. Seitens verschiedener Schmiede wurde auch der Wunsch rege, auch gleichzeitig in Verbindung hiermit eine Innung zu gründen. Nachdem jedoch die Schattenseiten derselben von verschiedenen er­fahrenen Mitgliedern beleuchtet worden waren, beschloß man hiervon Abstand zu nehmen. In aller Kürze wird eine weitere Versammlung stattfinden, in welcher die Statuten festgesetzt und beraten und ein Vorstand gewählt werden soll.

Fulda, 28. Dezember. Aus dem hiesigen Gefängniß sind vorgestern nacht drei Gefangene entsprungen, darunter der Mörder Burckhardt, welcher den jungen Kauf­mann Levi auf offener Straße erstach und erst wenige Tage vorher zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Dem 7 17jährigen Burckhardt und den beiden anderen Sträflingen war es gelungen, einen günstigen Moment benutzend, als der Gefangenenaufseher das Abendessen brachte, aus der Strafzelle zu entweichen. Sie schlichen sich dann ungesehen auf den Boden des Gefängnisgebäudes, brachen ein Lach in die Wand, und nachdem sie aus zerrissenen Decken, Bett­tüchern, Strohsäcken ein haltbares Seil hergestellt hatten, ließen sie sich in den Gefängnishof hinab. Mit Hilfe einer Leiter stiegen sie über die hohe Mauer, und entkamen so un­gesehen und ungehindert. Man ist den Flüchtigen indessen auf der Spur, es heißt sogar, sie seien auf dem Wege nach Bayern bereits wieder ergriffen worden.

Universität und Hochschule.

Geftorbenr In Berlin am 27. Dezember der Geh Sanitäts- rat Prof. Dr. Paetsch, Lehrer der Zahnheilkunde im 63. Lebensjahre.

Verschiedenesr Professor Dr. Hofmokl in Wien, seit 1885 Professor der Chirurgie, ist aus Gesundheitsrücksichten um seine Pensio­nierung eingekommen. Wie die Leipziger Zeitung mitteilt, hat die juristische Fakultät der Universität Rostock vier hervorragenden Juristen des Landes, und zwar dem Staatsrat v. Amsberg-Schwerm, dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Frhrn. t>. Maltzan, dem Präsidenten des Rostocker Landgerichts und Konsistorialdirektor Ahmsetter und dem Oberlandesgerichtsrat Altvater in Rostock den Grad eines Doctor honorig causa verliehen.

Eine Frauenhochschule. Die Frage: Was ist richtiger, daß Männer und Frauen zusammen Kollegia auf den Universitäten hören, oder daß für jedes der beiden Geschlechter besondere Kurse ein­gerichtet werden, wird mehr und mehr zu einer brennenden. Bekanntlich ist vor noch nicht langer Zeit von Hallenser Medizin-Studierenden ein energischer Protest gegen den gleichzeitigen Besuch medizinischer Praktika erhoben worden, und neuerdings hat der Versuch einer Berlinerin, sich einen Platz in einer Vorlesung über Prostitution mitten unter jungen Männern zu erzwingen, Veranlassung zu lebhaften Verwahrungen seitens letzterer gegeben. Zweifellos bringt reges gemeinsamer geistiges Streben beiden Geschlechtern große Vorteile: oft entsteht daraus ein edler Wettkampf, auch will man häufig eine Verfeinerung der Sitten unter den männlichen Studierenden wahrgenommen haben. Aber ebenso gewiß stehen gewichtige Bedenken entgegen. Von wie viel Gefahren ist gerade das Alter von 18 bis 23 Jahren bei der ihm eigenen Beweg­lichkeit, Empfänglichkeit, Stärke des Einbildungsvermögens und der überschäumenden Jugendkrast umringt, wie mancherlei Ablenkungen von geistiger Arbeit ist es ausgesetzt I Es erscheint darum der Versuch durch­aus berechtigt, daß jedem Geschlechte für sich besonders die Möglichkeit geboten werde, seine geistigen Fähigkeiten mit thunlichster Vermeidung aller durch den Verkehr von Jüngling und Jungfrau bei gemeinsamem Unterricht etwa eintretenden Unzulräglichkeiten und Zerstreuungen aus- zubildcn. In Amerika, t* England, in Rußland giebt es besondere Frauen­hochschulen: sollte Nicht auch in Deutschland eine solche gegründet werden

wenige Mann Bedeckung, Franktireurs strichen umher und machten die Gegend unsicher, deshalb sollten keine Wacht ^iCrs,n8^nbet *?etben- Es war uns geglückt, ziemlich viel Stroh in unseren Güterwagen zu schleppen in den w>- uns loff-lch-sw-ise" legen" mußten, damit"' wir alle S ! tCIL Nald schlief Alles, denn die Slrapatzen & ? Eine Stund- mochte vergangen

,b >ch auf; der Zug hatte sich in Bewegung fubr6t' a6ct J00*1 vorwärts oder rückwärts

bet undurchdringlichen Finsternis nicht toCrbfn' richtete mich aus und suchte Si* ^r,rCn, °.bct ru feilen, doch alles war vergeblich. «Ä?. emen gewaltigen Stoß, ,ch flog ein Stück über die Schläfer weg und gleich darauf folgte ein sinn- s Krachen, Schreien und Tosen, ähnlich wie bei den Erdbeben in der Bergstraße. Wir waren mit unserem nesigen Tram auf ein Dutzend ruhig dastehende leere Ms*M*Wa9enc«fler?nrnt' bic zur Hälfte wie Strcichhölzer- fchachtelchen zerfpreufelt wurden, während die ander- ein-ihalb- Meile davonrast-, bis fu nu ber «tahon aufgefangen wurden. Unser Train mit l-in-? wattigen Masse kam mit heiler Haut davon 'Äuck b i

AU unterscheiden vermochte, die ich z B bei Kon

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können? Von staatswegen vorerst kaum! Dazu hat bas Frauenstudium noch zu viele Gegner und Gegnerinnen, und dazu sind dre entscheldendenFakloren zu wenig schnell entschloffen und zu schwerfällig. Auch m Amerika und England pfleqensolcheAnstaltenvonPrivatenbegründetzuwerden.undzahlreich fließen dort die Mittel. In Deutschland ist ein solches Unternehmen mel schwerer ms L-ben zu rufen. Ein kleiner Anfang ist aber doch in Sudende einem 93orcn von Berlin, aemackrl worden. Eine edle Frau hat dem früheren Straßburger Bibliothekar Professor Dr. Hollinger die Mätel zur Verfügung gestellt, auf e«nem eigenS hierzu erworbenen geeigneten Anwesen ein Haus zu erneuen, welches 50 studierenden Frauen Wohnung und Studienmitt l gewähren soll; findet der Versuch Anklang, so werden die Räume für 200 eingerichtet. Sollten sich so viele Detlnehme-innen melden (zu kinem Penflonsprels von 1000 Mk. jährlich, alles in allem, auch einschließlich zahlreicher Museumsbesuche und weiter Reifin nach Rom, Paris, London rc^), so würde sich die Hochschule voraussichtlich ohne weitere Zuschüsse auf die Dauer halten können. Bereits ist ein kleines Haus fertig, in welchem schon Bibliothekarinnen, Museumsoerwaltertnnen und Journalistinnen ausgebildet werden. Diese drei Berufsaiten passen ganz besonders für Frauen. Die für sie zu leistende Arbnt voll­zieht sich in der Stille der Studierstube, gleichsam im häuslichen Frieden, diesem eigensten Gebiete weiblicher Bethätigung. Auch haben sie viel Gemeinsames, und wer in der einen tüchtig ist, kann sich erforderlichenfalls auch in die anderen hineinarbeiten und -leben. Mit der Schule ist eine .Frauen-Bibliothek" verbunden, welche bereits einen recht flatlltchen Bücherbrstind aufweist und alles in ihren Bereich zieht, was über und von Frauen gedruckt wurde. Räher-s über das Unternehmen enthält eine Schrift von Profesior HottingerEine Frauenhochschule", welche der Verfasser (Adresse: Südende-Berltn) auf Wunsch unentgeltlich übersendet.

Landwirtschaft.

Nidda, 30. Dezember. Die heutige Generalversammlung des landwirtschaftlichen Bezirksvereins Büdingen, eingeleitet in Bertre- tung des Herrn Kreisrats Jrle durch den Vizepräsidenten Herrn Hahn war sehr zahlreich besucht; es waren von Vertretern der Regierung an­wesend Herr Kreisamtmann Sandmann, Herr Landesökonomierat Müller zu Darmstadt, Herr Generalsekretär Dr. Müller zu Offenbach und Herr Oekonomierat Leithiger zu Alsfeld. Der Vorsitzende gab einen Ueber- blick über das Jahr 1899 und hob hervor die günstigen Ernteverhältnisse, den guten Erfolg der Viehzucht, der Milchwirtschaft, des Obstbaues, der Feldbercinigung. 137 Obstbaumwärter sind ausgebildet worden, 402 Schüler haben die landwirtschaftliche Winterschule zu Büdingen seit ihres Bestehens besucht. Als hindernd und den Schulbesuch beeinflussend wurde die Arbeiter- und Dienstbotennot bezeichnet Der hieran sich schließende klare Vortrag des Kreisveterinärarztes Herrn Schmidt zu Nidda be­handelte die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im Kreise Büdingen in 1899 Im Anfang nur vereinzelt auftretend, ward diese Krankheit im Laufe des Jahres für den Kreis zu einem wahren Ver­hängnis. Manche Gemeinden z. B. Wallenhausen wurden ganz verseucht. Dort betrug der Schaden gegen 1( 0 000 Mk. Besonders interessant waren die Nachweise der Verschleppung durch Händler. Aber auch die Molkereien werden beschuldigt, durch Abgabe von nicht sterilisierter Mager­milch die Krankheit unter die Schweine gebracht zu haben, ebenso die Schlacht­viehmärkte zu Frankfurt, wo die Händler zusammen kommen. Als Haupt- mittel wurde außer den Sperrmaßregeln eine Quarantäne von 7 Tagen für Handelsvieh erachtet. Der Angriff des Referenten gegen die Molkereien er­regte Wll erspruch, konnte aber doch nicht widerlegt werden, dagegen sprachen Regierungsvertreter die Ansicht aus, es sei billig, den Molkereien bei eingeführtem Zwang des Sterilisierens der Milch für die Mühe und den Kostenaufwand eine Vergütung von Staatswegen zu geben. Der 24. Gegenstand: Petition gegen den neuen Körgesetzentwurf, die über Bevormundung der Gemeindeverwaltung klagte, gab Veranlassung zu lebhafter Debatte, wobei der Regierungsvertreter ausführte, man wolle nur eine Grundlage schaffen, das Verwaltungsrecht der Gemeinden solle nicht angetastet werden. Schließlich gab Herr Landesökonomierat Müller seiner Freude Ausdruck, daß die Diskussion so lebhaft und sachlich geführt worden sei. Die übrigen Punkte der Tagesordnung wurden auf die spätere Versammlung zurückgesetzt. 'Ein Mahl im Gambrinus" schloß sich an die Versammlung an.

Spitlplan der wrtinijttn franbfaritr StoHljtnttt.

Opernhaus.

Mittwoch den 3. Januar, nachmittags 3% Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preiser,:Prinzessin Goldhaar". Außer Abonn. Abends 7 Uhr: Der Opernbaifl. Auß°r Abonn. Donnerstag den 4. Januar: Die Walküre. Im Abonn. Ge- wöhnl. Preise. Frei'ag den 5. Januar geschloffen. Samstag den 6. Januar, nachmittags 3'/, Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: Prinzessin Goldhaar. Außer Abonn. Abends 7 Ubr: Reu etnstudiert: Teufels Anlheil. Im Abonn. Gewöhn!. Preise L-onntag den 7. Januar, nachmittags 3% Uhr: Vorstellung bei ermäßigten Preisen: Prinzessin Goldhaar. Außer Abonn. Abends 7 Uhr: Aida. Im Abonn. Gr. Preise.

c Schauspielhaus.

Mittwoch den 3. Januar: Hüttenbefitzer. Im Abonn. Gewöhn!. Preise. Donnerstag den 4. Januar: Vorstellung bei ttestren Preisen: Zum Besten deV Gustav Freytag-Denkmals in Wiesbaden. Di- Journalisten. Außer Abonnement. Freitag den 5. Januar: Julius Casar. Im Abonn. Gewöhn!. Preise Samtztag den 6. J°rm-r: Heimath. Im Abonnement. GewöhnL

.Sonntag den 7. Januar, nachmittags 3'/, Uhr: Vorstellung 2ek seinen Preisen: Jugend. Außer Abonn. Abends 7 U&il ig wtederkam. Im Abonn Gewöhn!. Preise. Montag den 8. Januar: DaS liebe Ich. Im Abonn. Gewöhn!. Preise.

Dienstag den 9. Jauuar: Schuld der Schuldlosen. Im Ab-

G'.wöhn'. Preise.

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 30. Dezember.

"Wechsel auf New-York zu 4.21-22.

Prämien auf Kredit per ult. Januar 2.10%, do. per ult. Februar 8.50%, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 1.60%, do. per. ult. Februar 2.80%, Lombarden per ult. Jan. 0.70%, do. per ult. Febr. 0,00%.

Kotierungen: Kreditaktien235.60-235.30, Disk.-Kommandit 193.60-30, Staatsb. 137.70-00, Gotthard 143.60, Lomb. 28 90-00.00, Ungar. Goldrente 97.15, Italiener 93.20, 3proz. Mexikaner 25.00, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 6%-6%.

1% bis 2% Uhr: Kredit 235.30-000, Diskonto 193.30-00, Staatsbahn 187.70, Lombarden 28 90.

Heu und Stroh.

Berlin. Richtstroh, höchster Preis 4.00 Mk., niedrigster Preis 3.66 Mk., Heu höchster Preis 7.00 Mk., niedrigster Preis 4.00 für 100 Kilo. Köln. Heu 0.00 bis 0.00 Mk, Krummstroh 0.00 Mk., Ma­schinenstroh 0.00 Mk., Richtstroh 0.00 Mk. für 100 Kilo. Magde­burg. Richtstroh 3.50 bis 4.00 Mk, Krummstroh 2 50 bis 3(0 Mk., Heu 6.00 bis 7.00 Mk., alles pro 100 Kilo. Nordhausen. Heu 5.60 bis 6 00 Mk., Richtstroh 2.50 bis 3 00 Mk. für 100 Kilo. Halle. Sämtliche Preise gelten für 100 Kilo, und zwar bei Partien frei Bahn hier, bei einzelnen Fuhren frei Hof hier. Roggenlangstroh (Handdrusch) 3.60 bis 0.00 Mk., Maschinenstroh (Roggenstroh) 1.80 bis 0.00 Mk., Weizenstroh 2.00 bis 0 00 Mk., Wiesenheu, hiesiges oder Thüringer, beste Sorten 6.50 bis 7.00 Mk. Nürnberg. Heu 5.60 bis 7.00 Mk., Stroh 3.40 bis 4.00 Mk. für 100 Kilo. Breslau. Heu 0.00 bis 0.00 Mk. für 100 Kilo, Stroh 0.00 Mk das Schock. Würzburg. Heu 5.20 bis 5.60, Stroh 3.40 bis 3.80Mk. für 100 Kllo. Karlsruhe. Heu 7.00 Mk., Stroh 0oO Mk. für 100 Kllo. Offenburg. Heu 4.40 Mk., Stroh 3.20 Mk. für 100 Kllo. Frei» bürg. Heu 6.00 Mk., Stroh 0.00 Mk. für 100 Kilo. Konsta nz. Heu 7.00 Mk, Stroh 4,00 Mk. für 100 Kilo. Mannheim. Stroh pro Ctr. 3.25 bis 0.00 Mk., Heu pro Ctr. 6.00 bis 6.50 Mk.

Budapest, 1. Januar. Die ungarischen Papierfabriken beschlossen, ..leid) den österreichischen, d'e Papier preise zu erhöhen.

Aus dem Meschästsleden.

Die zahlreichen Verluste, die der Besitz ausländischer Wertpapiere dem deutschen Publikum fortgesetzt zufügt, laffen einen Ersah für solche zwar hochverzinslichen, aber unsicheren Anlagen äußerst er­wünscht erscheinen. Einen solchen Ersatz gewährt die Rentenversicherung bei einer soliden Versicherungsanstalt. Man erzielt damit meist eine weit höhere Vermehrung seines Einkommens, als mit dem An­kauf ausländischer Papiere und befreit sich andrerseits von der Sorge um Kursverlust, Auslosung, Kündigung, sichere Aufbewahrung der Wert­stücke u. dergl. Unter den deutschen Versicherungsanstalten ist die Preußische Renten-Versicherungsanstalt die einzige, die den Abschluß solcher Rentenversicherungen sowie von Aussteuerversicherungen als Haupt- grschäft betreibt. Die Versicherungsformen, die sie darbietet, sind daher sehr mannigfaltig und zweckmäßig. Die Renten werden in der Regel gegen Rentenscheine (Kupons), die der Rentenempfänger an seiner Zahl­stelle vorzulegen hat, gezahlt. Auch die Rentner nehmen, was sonst nur noch bei einer einzigen deutschen Anstalt der Fall ist, am Gewinn teil und haben daher Aussicht darauf, daß sich ihre Renten noch durch Ge­winnanteile (Dividenden) erhöhen.

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Kunst-Ausstellung.X im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags mit Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Nichtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.

Zum Schluffe noch ein heiteres Stücklein aus der Erdbebenzeit. Ein Herr aus dem östlichen (Buntsandftein-) Odenwalde, wo man nicht das geringste von den Erdstößen verspürte, kam zu Besuche und neckte uns mit der Erd- beberei, an deren Ungemütlichkeit er in keiner Weise glauben dem Abendessen spielten wir noch einen JEer Whist (dazumal kannte man den Skat noch nicht). umspt 11 wollten wir, nachdem noch ein Fläschchen

1868er zum Abgewöhnen au gestellt worden war, zu Bette L als der Gast scherzte: ,.So ein bischen Erdbeben äs: tniftme, dröhn,- Ms-fl- hLt, -» knirsch,-.

..aber Erdb-b-n ist k-in S?c-ß - ich ^ch> bafi *' 'n meinen sicheren Odenwald komme!'' ' 8 $ to,ebtr

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