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2.12.1900 Viertes Blatt
 
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ZLHnchen in das lebendige Fleisch schlägt. Solche Wunden bereiten dem Angenagten furchtbare Schmerzen und brauchen oft anderthalb Jahre zur Heilung. ObwohlMy Lord", der vorzüglich abgerichtete Dickhäuter der erwähnten Artisten- gesellschaft, noch keine so schlimmen Erfahrungen an seinem eigenen, stattlichen Leibe gemacht, teilt er doch instinktiv die Angst seiner Rassegenoffen. Als ein Wärter eine über Nacht gefangene Maus aus der Falle in das von allem Stroh gesäuberte Logis des Rüffelträgers entschlüpfen ließ, retirierte dieser sofort bis in die äußerste Ecke. Seine kleinen Augen starrten weit aufgeriffen auf das in wilder Hast hin und her schießende graue Etwas. Die Ohren richteten sich straff in die Höhe, der Schwanz streckte sich horizontal aus und mit eingezogenem Rüffel erwartete My Lord den Angriff seiner winzigen Feindin. DaS ge­ängstigte Tierchen suchte nach einem Ausgange und raste Unermüdlich an der Wand entlang. Endlich sah es ein, daß Flucht unmöglich war. Es blieb einen Moment in einem Winkel sitzen und schien zu überlegen. Der Elefant ver­harrte noch immer in derselben Stellung. Entsetzt aber hob er plötzlich seine gewaltigen Vorderbeine empor, als die Maus mit einem jähen Entschluß auf ihn zu sprang und zwischen den Hinterbeinen hindurch nach der gegenüber­liegenden Wand huschte, um dort von neuem nach einem Loche zu suchen. In großer Erregung stampfte der Koloß den Boden. Schwerfällig drehte er sich einige Male um seine eigene Achse und man merkte es ihm an, welche Er­leichterung er fühlte, als er das flinke Mäuslein wieder zu Gesicht bekam. Sein rechtes Ohr bewegte sich wie ein Palmblattfächer und Schritt für Schritt zog er sich in die entgegengesetzte Ecke seines Gemaches zurück, indem er seinen Hinterkörper an die Wand drückte, um gegen eine Attacke von dieser Seite gesichert zu sein. Die Maus wollte noch­mals das mächtige Piedestal ihres Gegners als Kolonnade benutzen. Der vierbeinige Herkulus aber schob schnell die beiden Vordersäulen dicht zusammen und schwang den Rüffel wie einen Nhrpendel hin und her. Die beiden lächerlich ungleichen Antagonisten standen sich wohl eine Minute lang abwartend gegenüber. My Lord wurde schließlich unge­duldig und marschierte mutig auf Madame MauS los. Diese retirierte beunruhigt. Wieder machte sie einen Ver­such, zwischen den Vorderbeinen hindurchzuschlüpfen. Dabei aber wurde sie von dem einen sich erhebenden Fuße bei

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Seite geschleudert, und ehe sie zu Boden fiel, hatte der Finger des Rüffels sie geschickt aufgefangen. In weitem Bogen wurde der kleine Nager mit aller Kraft gegen die Wand geworfen. Einen triumphierenden Trompetenton auS- stoßend, wartete der Dickhäuter dann nicht erst ab, ob die gefürchtete Feindin noch einmal zur Besinnung kommen würde, sondern stampfte mit wahrer Wollust auf ihr herum, bis wenig mehr als ein dunkler blutiger Fleck auf den Stein­fließen von ihr übrig geblieben war.

* M u st e r h a f t e s D e u t s ch. Folgende prächtige In­schrift, die man auf den Schiffen der Allan-Linie findet, teilt ein New-Yorker Blatt mit:Allan Linie. Wichtig Be­kanntmachung für Passagier. Ein Rettungsgürtel ist vor­handen in jeden bett «und Hängematte. Der Steward werd erklären, we den gürtet gebrauch werd. Jeder Passagier ist ersuch den selber an zu probiren, damitt in noth, den selben gebrauchen kann. Jeder ist gewahrendt den gürte! nicht zu ruiniren, oder zu beschädigen, da ganz schwer strafe darauf haft. Berhaltungsbefehl." Was man in Amerika und England wohl für ein Gespötte erhöbe, wenn auf unseren Hamburger und Bremer Postdampfern In­schriften in so herrlichem Englisch angebracht wären!

*Smart e" Raucherinnen. Den Reiz der Neu­heit oder der Extravaganz hat das Rauchen in der vor­nehmen Damenwelt Londons schon seit längerem verloren. Es ist jetzt eine vollberechtigte Gewohnheit, die auch von hochstehenden Damen völlig zwanglos geübt wird. Ein ein­träglicher Handelszweig der Zigarrenlieferanten und Ju­weliere des Londoner Westend liefert lediglich für diese smarten" Raucherinnen, für die sich natürlich auch schon allerhand Regeln und Moden herausgebildet haben. In erster Linie kommt es betrauf an, daß dem Rauchen jede schädigende Wirkung auf die Sck)önheit der Raucherinnen . nommen wird. Ihr Geschmack in Zigaretten ist sehr . .chlerisch; was sie rauchen, muß kühl und rein sein, denn eine heiße oder salzige Zigarette trocknet ihnen die Kehle aus und macht die Stimme unrein. Dann ist zu be­achten, daß die Form des Mundes nick)t unter der Ge­wohnheit des Rauchens leide. Die Zigarette darf weder zu dick noch zu dünn sein; sie füllt sonst den hübschen Mund zu sehr oder sie zwingt ihn, sich unwillkürlich zu- sammenzuziehen, was sicher zur Folge haben würde, daß die Runzeln sich in unerwünschter Weise vermehren wür­den. Diesmarte" Raucherin bevorzugt eine Zigarette mit Goldspitze und giebt freudig ihre 15 Mk. für das Hundert aus. Aber die Goldspitze ist nicht der einzige Schutz, den Rosenknospenlippen" gegen die Befleckung durch die

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