Ausgabe 
2.11.1900 Zweites Blatt
 
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Kreditaktien

88.10 Diskopto-Kommandit

** Statistik der - Ehescheidungen. In dem abgelaufenen Jahre haben im Großherzogtum Hessen 99 Ehescheidungen stattgefunden, der Löwenanteil der Ehe­scheidungen entfällt auf die Provinz Rheinhessen mit 59, dann kommt «Starkenburgmit 29 und dann Oberhessen m i t 11 Eheste i d unge n. Auf den Kreis Mainz allein entfallen nicht weniger als 34 Ehescheidungen; davon auf die Stadt Maiuz allein 24. Auf die Provinz Starkenburg kommen 29 Ehescheidungen, wovon auf Offenbach 11 und auf Darmstadt 13 entfallen. >

** Zum Vermögens st euer-Gesetz. In letzter Zeit bei den beteiligten Behörden wiederholt vorgekommene Anfragen lassen darauf schließen, daß in Dienstboten­kreisen über die Bestimmungen, welche das neue Ver­mögenssteuer-Gesetz hinsichtlich der Anmeldepflicht betrifft noch vielfach Unklarheit herrscht. Insbesondere begegnet man dort vielfach der Ansicht, daß Ersparnisse dem Dcklarationszwang nicht unterlägen. Es sei daher darauf hlngewiesen, daß vorhandenes Vermögen, einerlei ob er­erbt oder erspart, von 3000 Mark ab, auf dem vorge- Ariebenen Formular verzeichnet, der Steuerbehörde zur Kenntnis gebracht werden muß, wenn nicht später empfind- liche Geldstrafe eintreten soll. Aus diesem Grunde em­pfiehlt es sich auch, daß die Herrschaften ihr Dienstz- entsprechend aufmerksam machen. Das erforder­liche Formular wird, wie bekannt, auf den Bürgermeistereien unentgeltlich abgegeben.

-h- Lich, 1. November. Gestern wurde hier ein an­geblicher Missionar Felg er aus Berlin verhaftet. F. verstand es, vor einiger Zeit bei zwei hier wohnenden, j ledlgen Geschwistern, die ortsbekannt als geistig nicht normal geschildert wurden, aber dennoch über ein ansehnliches Ver­mögen verfügten, durch Vorspiegelungber Heiland habe

geschickt, sie sollten ihm für den Heiland ihr Geld geben", veranlaßte, dem angeblichen Missionar eine größere Summe, wie man hört, ca. 4000 Mark, einzuhändigen womit er verschwand, bis er vorgestern nach Verbrauch der | ^umme sich hierher zurückbcgab, wo er festgenommen wurde. Er will das Geld zu Missionszwecken verwendet haben, I kann jedoch seine Angaben mit nachweisbaren Thatsachen nicht begründen; es ist deshalb mit Bestimmtheit anzunehmen, I daß dieser Gauner von dem Geisteszustand der Beschwindelten I Kenntnis besaß und diesen Vorteil zu seinem Schwindel ausgenutzt. Gegen die Geschwister soll zurzeit ein Ent­mündigungsverfahren im Gange sein.

Vilbel, 27. Oktober. In der gestrigen Sitzung des I Gemeinderats wurde nochmals die Frage der Gelände- I stellung für die Bahn Stockheim-Vilbel beraten und nach längerer Verhandlung, woran die Herren Kreis- I rat Geh. Regierungsrat Dr. Braden und Kreisamtmann I

Darmstädter Bank . Dresdener Bank . . Berliner Handelsges. Oesterr. Staatsbahn Gotthardbahn . . Laurahütte . . . Bochum ....

. 206. . 174.90 . 134. . 146.40 . 147.80 . 140.40 . 144.60 . 199.50 . 177 90 . 177.75

Vermischtes.

* Ein Pistolenduell hat am Mittwoch: morgen um 7 Uhr in der Jungfernhaide bei Berlin stattgefunden. Die beiden Gegner waren der cand. med. Dr. N und ein Herr Adolph Sch. Bei dem Zweikampf wurde Dr. N. durch einen Schuß in den Oberschenkel verwundet. Der Grund des Duells ist in Zwistigkeiten beim Spiel zu suchen.

* P r i n z A r e n b e r g. Wir berichteten gestern nach derNat.-Ztg.", daß der Leutnant Prinz Prosper Aren- berg, der wegen Tötung eines Eingeborenen in Südwest­afrika zur Untersuchung gezogen war, zu 18 Jahren Fest­ungsarrest verurteilt und bereits zur Verbüßung dieser Strafe abgeführt worden sei. Wir ersehen nun aus dem deutschen M i li t ä r str a fg e s e tz b u ch, daß dieses von Freiheitsstrafen, die militärisch vollstreckt werden, nur Gefängnis, Festungshaft und Arrest, aber keinen Festungs­arrest kennt. Der Höchst betrag der zeitigen Freiheits­strafe ist 15 Jahre, darüber hinaus kann nur auf lebenslängliche Dauer erkannt werden. Ein Fest-! | ungsarrest in Höhe von 18 Jahren kann also gegen den i Prinzen nicht verhängt worden sein. Nach alledem glauben wir nicht, daß die bekannte südafrikanische Frevelthat des Prinzen schon abgeurteilt ist und ganz gewiß nicht, daß Prinz Arenberg seine Strafe bereits angetreten Hatz I

Straßburg, 31. Oktober. Ein Grenzzwischenfall I ! ereignete sich in der Nähe von Altmünsterol. Dem I Els. Volksboten" zufolge überschritten mehrere deutsche I Soldaten in voller Uniform die französische Grenze in I Chavanatte bei Belfort und verweilten längere Zeit in I der Schänke von Ritter, des Adjunkten des Maires von I Chavanatte. Der Verwalter des Gebietes von Belfort be- I richtete sofort Über den Fall an den französischen Minister I des Innern und setzte den Schankwirt Ritter von dem I Adjunkten-Posten ab, weil Witter den deutschen Soldaten I nicht aufgegeben habe, das französische Gebiet zu verlassen, I und weil er ferner nicht sofort den Vorgang zur Kenntnis der Behörden brachte.

* Paris, 31. Oktober. Die Frau des Deputierten I Caftellane, Tochter des amerikanischen Millionärs Gould, wurde auf Antrag ihrer Familie unter Kuratel gestellt. Als Vormund wurde ihr Bruder bestellt. Offen-! bar richtet sich die Maßregel gegen den Grafen Caftellane, für den seine Frau nach Ergebnis der Gerichtsverhandlung

Zumoristisches.

* Resignation.Jetzt schau'n S' amal Ihren Mann an, Frau Pinkelberger! Vor einer Stund' hat er schon gehen wollen und jetzt kommt er noch amal mit einer Maß daherI"

Ja, wissen S', Frau Schnecklbacher, mei' Mann hat seine Eigen­heiten; t mag ihm aber nix einred'n, weil i' kein' Unsried'n will! In dem Fall ist's beste: ruhig sein und mittrinken!"

Universität Hochschule.

Marburg, 31. Oktober Die Zahl der Studierenden beträgt bis jetzt schon über -<000. ES besteht deshalb die Hoffnung, daß auch in diesem Sem-äer die Frequenz gegen früher keine Ver­minderung ersährt.

Dr. Wagner von Friedberg teilnahmen, die Geländestellung mit 7 gegen 6 Stimmen ab gelehnt. Dagegen wurde be­schlossen, einen Beitrag von 40000 Mk. zu den Kosten des Geländes zur Verfügung zu stellen, nachdem mitgeteilt worden, daß die jetzige Taxation 39000 Mk. betrage und die Bahn als eingeleisige vorgesehen sei. Sollte ein zweites Geleise späterhin erfordert werden, so habe vertragsmäßig die preußische Regierung, welche Unternehmerin für die Teilstrecke VilbelHöchst a. M. ist, die Kosten des weiter notwendigen Geländes zu tragen. Der gestrige Beschluß ist schon der vierte in dieser Angelegenheit. Der erste, bereits im Anfang dieses Jahres gefaßte, lautete auf Ab­lehnung mit 8 gegen 5 Stimmen, der zweite bewilligte da- gegen die Geländestellung mit 7 gegen 5 Stimmen. Es entstand danach eine durch Zeitungsartikel unterstützte leb­hafte Agitation in der hiesigen Bevölkerung, wobei die Er- i tegung eine derartige wurde, daß der Gemeinderat sich ver- Beschluß wieder zurllckzunehmen. trotzdem nun vielfach Zweifel an der Zulässiakeit dieser Zurücknahme gehegt werden, suchte doch die Regierungz- behorde in sehr anerkennenswerter Weise eine gütliche Er­ledigung der Sache anzustreben. Es ergab sich nun in der gestrigen vierten Sitzung, daß eine Gegnerschaft gegen die Bahn nicht besteht, daß man aber befürchtet, die Kosten des Geländes würden zu hohe werden, zumal wenn die Ge- I meinde die Enteignung vorzunehmen habe. Allerdings ist I der Wert des Grund und Bodens in letzter Zeit I wieder gestiegen, wohl mit Rücksicht auf die Erbohrung I des hiesigen Sprudels, das Elektrizitätswerk und der- I gleichen mehr. Eine Verantwortung für Mehrkosten I über 40000 Mk. glaubte die ablehnende Mehrheit I offenbar nicht übernehmen zu sollen. Man ist auf den I Ausgang dieser Angelegenheit, die die Erledigung der I Stockheimer Bahnfrage verzögert, sehr gespannt. Der I Artikel 3 des Nebenbahngesetzes von 1884 wird nun, wie I dieDarmst. Ztg." schreibt, voraussichtlich zur Anwendung I kommen. Derselbe bestimmt, daß die Geländeerwerbskosten I M sich von den Gemeinden in ihrer Gesamtheit zu tragen I Io i.^iten sich Gemeinden über die Frage, ob die Kosten I |Uff diesen Erwerb im öffentlichen Interesse von einer Ge I möe, ober in welchem Verhältnis sie zu tragen sind, so |

in vier Jahren 23 Millionen ausgab. Wie viel da« von zur Unterstützung nationalistischer Mani­fest atifo neu verwandt wurde, enthüllte die Verhandlung nicht.

* Newyork, 31. Oktober. Die gerichtliche Untersuchung der Explosions-Katastrophe ergiebt, daß 2 T. chlor- saures Kali und 1 T. Schwefel im Gebäude lagerten. Bis jetzt wurden sieben Leichen gefunden.

Arbeiterbewegung.

Lens, 31. Oktober. Im Kohlenbecken von PaS de Calais sind gegenwärtü über 20000 Kohlengrubenarbeiter ausständig.

3i/i % Konsols .

3 °/o do

3 Vs % Heesen

5 n/o Italien. Rente 40/0 Griech. Monop.

3 0/0 Portugiesen 30/0 Mexikaner .

4Vi % Chinesen . .

3>/i % Reiohsanleihe . 3 0/0 do

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Ee dn zm Ge. Nation fann nach durch den Drnck Kandidaten treten.

I entscheidet der Kreisansschuß, bezw. der Provinzialausschuß. I Es wird daher eine Vereinigung der andern ober einiger I andrer beteiligten Gemeinden gebildet werden, die, da sie I höchstwahrscheinlich die Mehrkosten über 40000 Mk. nicht I übernehmen wird, die Sache vor den Kreisausschuß bringen wird. Wie wir früher schon mitteilten, dürfte mit der I Erledigung der erwähnten Bahnangelegenheit auch die der Bahn VilbelFrankfurtOstbahnhof (über Seck­bach) im Zusammenhang stehen, auf die in einer Sitzung

I der Stadtverordnetenversammlung wieder in letzter Zeit I von Oberbürgermeister Adickes hingedeutet wurde. DaS I Elektrizitätswerk dürfte in nächster Zeit in Angriff ge- I nommen werden, da die Platzfrage bereits erledigt fein soll. I Alsfeld, 31. Oktober. Die hiesige kaufmännische I Fortbildungsschule hat den Unterricht nunmehr auf I das ganze Jahr ausgedehnt. Es finden wöchentlich vier I Unterrichtsstunden (an zwei Tagen von 8 bis 9 Uhr vor- I mittags und an einem Tage von 4 bis 6 Uhr nachmittags) statt. I Darmstadt, 31. Oktober. Die Oberhofmeisterin der I Kaiserin Alexandra Feodorowna von Rußland, Fürstin

G a l i tz 1 n, wurde heute auf Jagdschloß Wolfsgarten von I dem Großherzog und der Großherzogin em- I beehrt?" mit einer Einladung zur Frühstückstafel

v Offenbach, 31. Oktober. Der Kreisauschuß I verhandelte heute unter dem Vorsitz des Kreisrates von j 0 ch bergt die Beschwerde des Majors z. D. 0. B r a n - coni gegen seine Heranziehung zur evangelischeüFUrchen- I steuer. Aus der Verhandlung ergab sich, daß die Jnten- I dantur des 18. Armeekorps die Befreiung der ak- I tiven Offiziere und deren Familien von der I örtlichen Kirchensteuer durch Zahlung einer jähr- I mit dem Großh. Oberkonsistorium vereinbarten I von 300 Mark erwirkt hat, und daß der Be­

schwerdeführer den aktiven Offizieren zuzuzählen ist. Da- I stegen ist mit der Zahlung der oben angeführten Jahres- lumme nicht auch die Befreiung von der allgemeinen Kirchensteuer oerbunden. Da der Beschwerdeführer bisher nun zur örtlichen und zur allgemeinen Kirchensteuer b^r- angezogen worden war, so erkennt der Kreisauös-Huß, daß die Beschwerde insoweit begründet sei, als sie sich gegen die Heranziehung zur örtlichen Kirchensteuer wende, daß sie aber zurückzuweisen sei, soweit sie der Heraw-

I Ziehung zur allgemeinen Kirchensteuer gelte.

Alzey, 29. Oktober. In einer Klasse der hiesigen Volksschule fragte ein Lehrer die Knaben, was sie nach Vollendung ihrer Schulstudien für einen Beruf ergreifen würden. Unter anderm stellte er diese Frage an den Sohn eines Stadtverordneten. Der Junge besann sich nicht lange, stand auf und rief voll stolzen Selbstgefühls:Ich werr Stadtrat!"

Hersfeld, 29. Oktober. In den hiesigen Tuch-! fabriken wird gegenwärtig mit großem Eifer an der Fertigstellung von Uniformtuch für unsere Chinatruppen | gearbeitet. Der Stoff hat die Schwere einer guten \ Winterware und eine von den Depots alsFeldgrau" oezeichneten Farbe, ein.-helles, grünliches, mit einem ae- wifsen Prozentsatz Weiß gemischtes Modegrau, welches )st' bie sich mehr der Lehmfarbe nähernde Kyakisarbe und ebensowenig im Gelände hcrvortritt wie diese. Auch sollen mit Rücksicht darauf, daß der Winter .chinesischen Provinz Petschfti sehr streng auftritt, diese Winteruniformen mit Fellen, vorwiegend mit Katzen­fellen gefüttert werden.

** Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. I Die Reinigungsarbeiten im großen Teiche in Bad-Nau- I heim sind einer Kilianstädter Gesellschaft als Mindest­fordernde für 2200 Mk übertragen worden.

mb.

November. Varberobelataien n in Anerkenn- ieche mit onsstMd verseht, ndmeister für den Dörfel in Baben« ^leisteten Dienste chsolgers an unb dem Silbernen ftohmüügen ver- irz mitgeteilt, ist issteltung im öffnet. Die W- Dorunter sich oiti e allerer Mer Hans Kobechein- 1

: BolksvorMng ificf) /z/z/fer* Weit der Dar­iber denn auch Spiel, wie wir üeu. "M ÄUm M Herr Ram­ie Rolle gut be- erlichen Tempera- inn haben wir \a Auftreten, in Hatz ftte Schauspielerin der in ihrer Rolle rkszene zutage stat, teineW^T-

Mng des Bur besieren tzmiM diDalthYM e^etzt waren, und uszusiille« suchte. Ms, der luh NB n einzelnen Akte^ ng gerechter und

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'Beitrag an die ärztliche Mission ausbezahlt, auch einen Tempel zum Mrssionsspital hergegeben hat, und daß es dem Einfluß der Missionsärzte mit zu danken ist, daß er das Edikt über Ermordung und Vertreibung der Frem­de^. in seiner Provinz Kanton nicht anschlagen ließ. Ein Missionsarzt hatte einmal seine schon völlig ausgegebene Frau geheilt. Bei den gegenwärtigen Wirren in China konnten Missionsärzte auf ihren Posten bleiben, während -alle anderen Missionare vertrieben oder ermordet wurden Die deutsche ärztliche Missiou hat jetzt ihr Augenmerk auf Kamerun und Deutsch-Ostafrika gerichtet, wo ein Ein­greifen der Fieberepidemien wegen dringend erwünscht ist. Zunächst soll in Kamerun ein großes Missionsspital gebaut werden. Vielleicht erweckt grade diese Arbeit in den deutschen Kolonien das Herz manches deutschen Pa­trioten. Auf Anregung des Vortragenden hat sich hier­ein Zweig verein des Vereins für ärztliche Mission gebildet, dem eine große Anzahl der Anwesenden sofort beitrat. Man gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich noch mancher Draußenstehender zum Segen unseres weiteren Vaterlandes anschließt.

Koloniales.

Man schreibt uns aus Berlin: Es ist noch nicP fünf Jahre her, seit durch Missionare die ersten Staff-'V Pflanzungen in Uganda angelegt worde^ Nun sind schon bedeutende Arealien unter nsiver Kultur, und Uganda konnte im verflossenen 190 To. exportieren, welche Quantität in diesem5^ noch be­deutend überschritten werden wird. Der Blantyre-Kaffee soll der beste sein, der überhaupt pr^uziert wird und soll in der Qualität sogar noch d-' berühmten Mocca übertreffen.

Harpener .

Tendenz: fest.

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Erste Bühnenkünstler

wie Emil Götze, köntgl. preuß. Kammersänger, Elisabeth Leistnger, kontgl. preuß. Hofopernsängerin, Frau Marcella Sembrich, Felix Tchweighofer und viele andere haben durch Zeugnisse die Wirk- samkeit der Apotheker Albrecht's Aepfelsäure-Pastillen bestättgl bet Heiserkeit, Trockenheit der Stimme, ausgezeichnetes schletm- L endes Mittel bet Husten, Rache«, und Kehlkops.Katarrh. Die sehr schmackhaften Pasttllm sind hergestellt aus der aus den Fruchten gewonnmm Säure und Zucker. Schachtel 80 Pfg. in den Avothekm und befferen Drogerien. Haupt-Depbts: Hir*ch- und Universität*-Apotheke. 7094

Neueste Meldungen.

Berlin, 1. November. Zu der 12000 Mk.-An. I gelegenheit veröffentlicht der Generalsekretär des Central- I Verbandes deutscher Industrieller folgende weitere Erklä- I rung:Der sozialistischen Presse genügt meine gestrige Er- I klärung nicht. Ich bin gern bereit, diese dahin zu er- I gänzen, daß der von derLeipziger Volkszeitung" ver- I öffentlichte Brief das Datum 3. August 1899 trägt. Ein I Bries gleichen oder ähnlichen Inhalts aus dem Jahre 1898 I existiert nicht,

Madrid, 1. November. Gestern nachmittag trat der I Ministerrat zusammen, um die Frage der öfsent- I lichen Ordnung zu besprechen. Die beurlaubten Sol- I baten wurden zurückberufen. Ein Kredit von 100 000 Pe- I setaS wurde bewilligt zur Ausrüstung des Kreuzers Pelayo, I her nach Barcelona beordert ist. Die Anzahl der Rebellen I in Berga an der französischen Grenze betrug schon vorgestern I 900 Mann. Verschiedene Eisenbahn- und Telegraphen- I Linien sind zerstört. In Barcelona wurde ein bedeutendes Waffendepot entdeckt und dessen Inhalt nach dem Gebäude des Militär-Gouverneurs gebracht.

Newyork, 1. November. Die Nachricht von der bevor­stehenden Ernennung des Marques os LandSdowne zum Minister des Auswärtigen in Ersetzung Lord Salisbury hat in hiesigen politischen Kreisen das größte Erstaunen hervorgerufen, da die amerikanische Regierung vor weniger als acht Tagen noch die Versicherung erhielt, Salisbury werde den Posten des Auswärtigen Amtes wieder Übernehmen.Morning Leader" undDaily Mail" glauben nicht daran. Beide Blätter erklären, eine solche Ernennung würde verhängnisvolle Folgen haben. Die übrigen Blätter verzeichnen das Gerücht, Lord Salisbury habe der Königin vor einigen Tagen eine ganze Reihe Umgestaltungen des Kabinetts unterbreitet, die jedoch von der Königin nicht gebilligt worden seien. Salisbury habe darauf beschlossen, den Posten als Ministerpräsident aufzugeben, um sich aus­schließlich den auswärtigen Angelegenheiten zu unterziehen. Nach Ablehnung auch dieses Vorschlages wollte Salisbury seine vollständige Entlassung einreichen. Die Königin stimmte ihn jedoch um.

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 1. November.

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