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Nr. 257 Zweites Blatt
Freitag den 2 November
150. Jahrgang
ßrsäsei«! lägNch mit Ausnahme des
MontagS.
Die Gießener M<mrrte«ötätter werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Heff. Landwirt" u. „Blätter Mr heff. Volkskunde" »öchtl. 4 mal beigelegt.
Nedaktisn, Expedition und Druckerei:
S4»lstraße Ar. 7.
Aus Peking wird vom 29. Oktober gemeldet- Der Morsch aus Pool in gsu hat sich! als sehr wirksam erwiesen. Die regulären Truppen der Chinesen sind bei und ostlichvonPaotingsuohneKampszurück- gegangen, Boxer in großer Zahl zerstreut worden. Wer noch immer terrorisieren größere oder kleinere Borer- }9areJ ow Ortseinwohner und greifen Meldereiter und d^Ästd°sten E Zahlreiche fliegende Kolonnen sollen UKb Beherrschung des besetzten Gebretes herberfuhren; zu demselben Zwecke kehren die Wmen^^d°°tingfu,in vier Kolonnen aus verschiedenen ^vegen nach! Peking zuruck.
„Daily News" berichtet aus Shanghai vom 31 Oktober, die dortigen chinesischen Blätter meldeten aus
Firrauzrrrirrister a. D. Küchler f.
Gießen, 1. November 1900.
. ,f>cutc morgen erhielten wir folgendes, bereits durch Anschlag bekannt gegebenes Telegramm:
. ,!• November. Der frühere hessische Finanz, Minister Wilhelm Küchler ist gektern abend 11 Uhr nach "nem Blutsturz verschieden.
Sdreffe für Depeschen: Anzeiger Hiche«.
Fernsprecher Nr. 51.
Gratisbeilagen: Gießener FamilieMätter, Der kesslscke Landwirt _Witter für hessische Volkskunde.
Diese Trauerkunde kommt dem Lande nicht ganz unerwartet. In unserer Nr. 252, zweites Blatt, vom 27 Oktober schrieb man uns aus Darmstadt, daß das Befinden von Exzellenz Küchler in ein sehr bedenkliches Stadium eingetreten sei, sodaß man stündlich die Katastrophe erwartet. Die Nahrungsaufnahme war durch Anschwellen der Hals- und Kehlkopfreile vollständig unmöglich geworden und es konnte nur noch künstliche Ernährung des Patienten erfolgen. Wir meldeten damals, daß der schwer Leidende bewundernswerte Fassung bewahre. Auf seinem Totenbette hat er Bestimmungen über sein Erbbegräbnis und die Aus- sührung seines Grabdenkmals, deffen Entwurf er selber noch aufzeichnen konnte, getroffen.
toir am Nachmittag des 8. August d. Js. die Nachricht von der Pensionierung Küchlers und der von uns vorausgeahnten Ernennung unseres Oberbürgermeisters Gnauth zu seinem Nachfolger erhielten, da widmeten wir in unserer Nr. 185, 2. Blatt, dem abtretenden Minister einen längeren Nachruf, in dem wir seine mannigfachen Verdienste auseinandersetzten. Vielen unserer Leser wird dieser Artikel noch in Erinnerung fein; es erübrigt sich . öanim heute für uns, das damals in aller Ausführlichkeit Gesagte em zweites Mal hier niederzulegen.
Mit Wilhelm Küchler ist ein Mann dahingegangen, oer sich einen dauernden Platz in der Geschichte unseres engeren Vaterlandes geschaffen hat. Ihm ist es mit zu versanken, daß die ganze Verwaltung Hessens in den letzten Jcchren sich wesentlich modernisierte und ein Teil der Schranken durchbrochen wurde, die den Zug der Zeit von dem öffentlichen. Leben unseres Landes abhielten. Die hervorragende Bedeutung Küchlers liegt in der Reform der direkten Steuern, die er mit großer Energie und hervor- I Egender Arbeitskraft durchgeführt hat. Heber das Eisenbahnabkommen Hessens mit Preußen, für das der Verstorbene die Verantwortung trägt, und über die Einführung ein- | Mrrger Budgetperioden, die gleichfalls sein Werk ist, ur- I teilt man in unserem Lande sehr verschieden. Wir be- I rennen, uns mit beidem nicht befreunden zu können. I An seinem letzten Lager aber schweigen alle Bedenken. I Hessen sieht in dem Toten nur den von größtem Eifer I beseelten Staatsmann, der stets das Beste seines Vater- I ;Ees wollte und nach seiner Fähigkeit das Seine erreichte. I unö das Land thut recht daran: in Küchler ist ein tüch- I ttger und um sein Vaterland wohl verdienter Mann dahin- I gegangen. y I
.. .Aus Tientsin wird vom 29. Oktober gemeldet: Es smd'Vorkehrungen für Einrichtung eines Polizeidienstes m Paotingfu getroffen. Die Sitzungen der internationalen Kommission, welche unter dem Vorsitz des Generals Bailloud gebildet ist, um zu ermitteln, inwieweit die einzelnen chinesischen Beamten an der Niedermetzeluna der Fremden in Paotingfu beteiligt sind, fanden bisher im geheimen statt, auch die Ergebnisse ihrer Verhandlungen wurden nicht veröffentlicht. Indessen iM bekannt geworden, daß die Kommission den Gouverneur, den Pro- vlnzialrichter undchwei andere Beamte hat verhaften lassen Die Kavallerie der Aufklärungstruppe, die am 21 ds Paotingfu verließ, kehrte in vergangener Nacht zurück Sie hatte einen Zusammen stoß mit den Boxern bei Kuatschang, wobei 20 Boxer getötet wurden. Die europäischen Truppen hatten zwei Verwundete. Die italienische Aufklärungstruppe, bestehend aus einem Offizier und 16 Mann, brach gestern von Paotingfu nach Jtschou auf Sie hatte Befehl, die Berge auf Umwegen zu umgehen. Wie verlautet, wurden die Truppen von den Boxern eingeschlossen. Eine Entsatzkolonne in der Stärke von! 150 Italienern und 60 englischen Kavalleristen geht heute abend ab. (In der Nähe der nördlich von Paotingfu am Berghange gelegenen Stadt Jtschvu befindet: sich die „westlichen Kaisergräber", die 1729 begonnen wurden und in sechs Mausoleen die Gräber der jetzigen Dynastie von 1735 bis 1857 umfassen.)
T ™uS Hamburg wird gemeldet: An Bord des von | a g 0 a hier angekommenen Dampfers ,Bundes- I sWr löUfltCn ö2! bem hefigen Gericht d rei ß ig Kisten
R 0 h g 0 l d im Wert von 100 000 Pfund, nach einer andern SmVn” beschlagnahm t. Ls
f n ^hiesiges Sudafrikahaus adressiert. Als ^ger genannt sein, doch wird vermutet es transvaalrsche Staatsgelder seien. Der Antrag auf I ni’n&pH fort ......1 . verlautet, von^zwei
^anfen vus, denen von der Transvaal-Regierung rnn?;,L<bU,nSen Vnb öwar vor der Erklärung des Krieges konftszieri wurden. Gegenüber den umlaufenden (Sie-
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Telegramme des Gießener Anzeigers.
renlo ^"vember 4räck)l Meldungen aus Lou-
f t ü Jt.t i n Cn Su.C3 ?Te 6ahl der dort anwesenden
die^ Ä9 m täglich ab. Viele reisen nachEuropa, i^M-nad) Transvaal zurück. Die Un- Ncherhert aufder Eisenbahnstrecke Komatipoort-Pretoria Eglich, größer^^ immCr mef,r Zunehmenden Scharmützel
£ 0 n d o n, 1. November. Aus Pietermaritzburg wird gemeldet, daß General Hildyard zum Ober-Kommandeur der Natal-Kolonie ernannt worden ist, als Nachs- folger des Kommandanten Murran, der nach Indien be- • ” f v 11 111,
Der Krieg in China.
9ut daran thun, den Behauptungen chi- nesischer Blatter, die Friedensverhandlungen in
Ptt9 ^LCl*enc. ait^ ^und von Bedingungen, die den ettttaen Lohende Rechte einräumen, im besten Zuge, däßOsw b3e?Pit8Vent§e^n3ufe^cn- Mle^n die Thatsache, als Entsckädiau^Ls besttmmte Zahl (400 Millionen Taels)
Telegrom./. vomÄMer auteln “
TOorm errreultcfxrtoctfe hervorgehoben wird, daß" d 7^^ schauungcn, die sich gegen eine zu weitgehende MUde richten, an Boden gewinnen, und das mit Rückiicku dw Entschädigung hinzufügt, es sei beschlössetworden daß auch biejemgen Chinesen von der Regierung schadlos zii halten seien, welche infolge ihrer Beschäftigung im Dienste von Ausländern irgend welche Verluste erlitten hätten. Dadurch würde sich die Entschädigungssumme an sich schon beträchtlich erhöhen. Mit welcher Vorsicht alle Auslassungen aus chinesischen Quellen auch über I diesen Gegenstand aufzunehmen sind, ergiebt sich ferner aus der Mitteilung desselben Blattes aus Shanghai, Li- Hung-Tschang habe an Tschangtschitung telegraphiert, die Friedensverhandlungen nähmen einen befriedigenden Fortgang, anderen leitenden Persönlichkeiten habe Li-Hüng- I Dschang aber genau das Gegenteil mitgeteilt und gesagt, I wäre besser, für alle Fälle Vorkehrungen zu treffen. I Zunächst handelt es sich bei den Verhandlungen immer I noch in erster Linie um die Bestrafung der Schul- I i* i g e n, und es ist bekannt, welche Schwierigkeiten die I chinesischen Bevollmächtigten der Ausführung dieses ersten |
I ^?9rammpunktes der Mächte bereiten. Außer Kangyi V^n?W^^ssb^^^bblthätern, soll jetzt auch der I ^rin5 Al dessen Bestrafung nachträglich noch gefordert I Aurde, tot fein; überhaupt tritt immer klarer zu Tage, I daß stets, so auch diesmal,'das einzige Streben der I ^chueseil llt chr „Gesicht zu retten". So veröffentlicht I Aut emex Meldung des „Standard" aus Shanghai vom I f9- bui dortiges chinesisches Blatt einen angeblichen Er- I Ia& ?bs Kaisers an den Prinzen Tsching, der besagt, I S'. der Kaiser wünsche durchaus, daß alle Anstifter der I ^.irreu ohne Parteilichkeit bestraft würden; er habe aus I ^^uer persönlichen Kenntnis heraus selbst solch einen I Schuldigen bestraft, den bisher niemand als solchen be- I AHu-et hatte. Solcher bisher nicht namhaft gemachter I r .^^hater muffe es noch verschiedene geben. Tsching solle daher rasch, aber nicht öffentlich, alle Schul- digen anaeben. Die Mächte werden es schwerlich zugeben, daß der Kaiser von China seinen Gerechtigkeitssinn derart unter den Sckjeffel stellt, sie werden vielmehr im Gegenteil darauf dringen müsfen, daß die Strafen im ganzen -ande durch kaiserlichen Erlaß bekannt gemacht werden, um dem landesüblichen .Brauch, die Wahrheit in das ^genteil zu verkehren, entgegenzuwirken. Wenn die chinesische Reaierung wirklich mit solchem Eifer darauf be- | dacht ist, die Schuldigen zu treffen, und ihren Frieden । den Machten Ui machen, so dürfte mehr als die Erkenntnis ihres Unrechtes die üble Lage, in der sich dsv Hof in der freiwilligen Verbannung befindet, zu dieser Wendung beigetragen haben. Der Prinz Su, dessen der britischen Legation gegenüber gelegener Palast während der Belagerung der Gesandtschaften in Peking bekanntlich chinesischen Christen gehalten wurde, hat einem Berichterstatter Reuters eine recht drastische Schilderung der Unbequemlichkeiten gegeben, denen der Hof sich durch , feine Flucht ausgesetzt hat, und es ist nur zu hoffen, | öafj diese Unbequemlichkeiten sich seitdem so gesteigert haben, daß sie den Kaiser zur Rückkehr zwingen.
Em sehr wichtiger Punkt der China aufzuerleqenden Bedingungen ist die Erwägung, ob das Waffenaus- a?.S.r V r b? L?ad) bc,m Reiche der Mitte auch für die ^^h^lten ist. In einem bemerkens- I ^rten Aufsatz weist nun der „Ostas. Lloyd" darauf hin, daß es mindestens ebenso wichtig ist, China die Möglich- I reit xn nehmen, die Munition für moderne Schießwaffen I E Lande anzufertigen Der Aufsatz weist nach, daß China die Rohstofse zur P u l v e r b e r e i t u n g, sowohl für das I rauch schwache, tote für Schtoarzpulver (gekörnt), schwarzes I 9fra=Urnes ^^^^^^-c-^sKützPulver zum Teil aus dem Auvlaude beziehen müsse, daß ihm daher die Krieg- I fuljrixng fast unmöglich gemacht sei, wenn die Einfuhr | nerM und natürlich auch fertiger Munition I
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I Hongkong daß die chinesischen Aufständischen im I Süden bei Samtschuk einige ernste Mißerfolge gehabt I Wtten. Sie seien von den Regierungstruppen in einer I regelrechten Schlacht geschlagen worden, 400 seien getötet I i?.? gefangen genommen und der Rest nach dem Iinqon- I Distrikt geflüchtet. Die Stabt Houin (Houa?h die seit dem I August rn den Händen der Aufständischen gewesen sei I A vo« den Regierungstruppen wieder genommen, wobei I 500 Aufständische gefallen seien. Der Distrikt Kweisin sei I nunmehr völlig von Aufständischen gesäubert und ein I rascher Zusammenbruch der Bewegung werde für sicher I gehalten, da die Aufrührer nicht mehr genügend Waffen I und Munition hätten.
Telegramm deS Gießener Anzeigers.
Berlin, 1. November. Wie aus Petersburg de- I pefchiert wird, ist an Bord des Dampfers „Pingfuzy" am I 27. Oktober das 2 4. o st sibirische Schützen-Regi- I S e n.iJoroie ein größeres Kommando des Rigaischen Lehr- I Bataillons nach! Ostasien abgegangen. General I Zkalou verabschiedete sich mit herzlichen Worten von den I gruppen, ihnen guten Erfolg wünschend.
Südafrikauisches.
OA. Das Reutersche Bureau meldet aus Pretoria vom 20. d. M.: Botha gab kürzlich dem von General Paget entsandten Parlamentär gegenüber zu, daß alles vorbei fei, er sagte jedoch, es sei unmöglich, wegen der Ueber- gabe zu verhandeln, solange irgend ein Mitkämpfer den Kamps fortfetzen wolle. Viljoen, den Präsident Stejn unterstütze, dränge daraus, den Widerstand fort- W e n" Stejn lehnte es ab, die Proklamation Lord Roberts zu lesen, und nahm eine unnachgiebige Haltung an. Er erfahre aber stets wachsende Schwierigkeiten bei dem Versuche die Kämpfer zum Bleiben zu bewegen. Wie | 9emelbet wird, ist Stein ramp, der Führer der Kap- bw bei der Besetzung von Bloemfontein ge- fluchtti sind, bei den Buren in Pietersburg. Diese sollen un ganzen 1< Geschütze besitzen.
Aus Kapstadt wird vom 31. telegraphiert: Ta die NäBe0^.^lche Angriffe auf die Eisenbahn in der Nahe von Ventersburgroad ausführten, griff General r* n k bfn ^md an und warf ihn, ohne daß wesent- ^^ Wiherstand geleistet wurde, aus Ventersburg heraus «-7U KtdSft! i. Ä“'£ SX"S........—• ■ ■ ।
o r i a wird vom 31. depeschiert: Die Frau .Kommandanten 2 e W e t hat einem Korrespondenten «V' tbaB ^ann "och für drei Jahre genü- getiö verproviantiert sei und während dieser ganzen Zeit den Krieg mit allen Kräften fortsetzen werde. „ „ A^r T ? ia lgerichtshof für die Aburteil- nrte9i^ npfVrrVVerbrecher hat gestern sein erstes ? rr v?? < Sv betraf den wegen Ermordung eines holländischen Farmers angeklagten Polizeiagenten Smith Er wurde reige sprachen. v’


