brach hat in der Umgegend von
um über 200000 Ztr. Angenommen. — Im Hospital in Mainz ist ein Schutzmann am Typhus gestorben. Er war erkrankt, nachdem er seinen im Militärlazarett befindlichen schwer erkrankten Bruder besucht hatte. — Der Berg- verwalter Faßbender der Hirzenhain-Lollarer Eisenwerke wurde infolge Scheuwerdens der Pserde aus seinem Wagen geschleudert und starb bald darauf. — Zum ReichS- gerichtSrat ist der Oberlandesgerichtsrat Dr. Sprecher von Bernegg in Frankfurt ernannt worden.
vollständig eingeschlossen.
* Bohmisch-Leipa, 29. September. In der hiesigen Umgebung verursachte während eines furchtbaren Gewitters
Festung verurteilt. ,, „ r
* Trient, 30. September. Ein fürchterlicher Wolke n- _______ ‘ "i Dasczo ungeheuren Schaden angerichtet. Der genannte Ort ist von den Fluten
e- Ettingshausen, 30. September. Nachdem im Mai I die hiesige Bürgermeister-Neuwahl stattgefunden hatte, wobei Johannes Keil XVI. mit vier I Stimmenmehrheit gewählt worden war, hatte alsbald die I Gegenpartei Einspruch erhoben und angegeben, daß die Stimmen von vier Wählern durch Versprechungen u. s. w. I gekauft worden seien. Außerdem wurden in der Reklamation noch mehrere Beispiele von Wahlbeeinflussung an- I ^esührt. Gestern kam nun die Sache zur Verhandlung vor I Dcm Kreis ausschuß, wobei im ganzen sechs Zeugen ver- I uommen, von denen vier vereidigt wurden. Drei bekräft I unter Eid, daß ihnen nichts von allem dem ver- I sprach en worden sei, was die Reklamanten angegeben hätten • I h^keu vielmehr aus eigenem Antriebe für Johannes I XVI. gestimmt. Nur ein Zeuge, der aber die Sache I JP? dritter Seite gehört hatte, beschwor, daß bei einem der Wähler Wahlbeeinflussung startgesunden haben soll. Nach I halbstündiger Beratung der Mitglieder des Kreisausschusses | verkündigte der Vorsitzende, daß die Reklamation als I begründet verworfen sei. Die Reklamanten tragen
Kosten des Verfahrens und zahlen eine Geldstrafe von ^O Mk. an die Kreiskasse. Die Wahl des Johannes Kerl XVI. ist somit giltig.
Nidda, 28. September. Gestern hielt die Spar- I hud Leihkasse Nidda ihre Generalversammlung rm Sparkassegebäude ab. Der Direktor, Landtags Abg. Erk, eröffnete die Versammlung mit einer Begrüßungs- ansprache und erstattete sodann den Rechenschaftsbericht über i bschafisjahr. Darnach betragen die Einnahmen in 1899: 006,030.44 Mk. und die Ausgaben 585,492.42 Mk., was emen Gesamtumschlag macht von 1,192,122.86 Mk. Nach Entlastung des Rechners folgte die Aufstellung des neuen Voranschlags. Es wurden für gemeinnützige Zwccke ^oI5 Mk. 50 Psg. bewilligt, darunter 626 Mk. Prämien । f“r Dienstboten, der Rest, wurde nach Abzug der Ver> waltungskosten dem Reservefonds zugeschlagen. Unter den Zuwendungen befinden sich 1000 Mk. für die Handwerkerschule zu Nidda und 400 Mk. für die zu Echzell, 300 Mk. für die Dekanats-Krankenschwester und 200 Mk. für die Krankenschwester der Stadt Nidda, 30 Mk. für den Veteranenverband Nidda und Umgegend. Ferner erhielten kleinere Beträge die landwirtschaftlichen Bezirksvereine Schotten und Büdingen, die landwirtschaftliche Haushaltungsschule zu Lindheim, der Obstbaumwärterlehrkursus und die landwirtschaftliche Winterschule zu Büdingen. ES wurde noch beschlossen, vom 1. Januar 1901 an für Einlagen 4 Prozent (statt 3*/, seither), für Darlehen 41/2 Prozent (statt seither 4 Prozent) zu stipulieren. Em gemeinsames Mahl im „GambrinuS" schloß sich an die Versammlung an.
Darmstadt, 30. September. Die Ausschüsse der Zweiten Kammer werden demnächst ihre Beratungen wieder aufnehmen, und zwar der dritte (Wahlprüsungs- ausschuß) am Montag dem 1. Oktober, der Finanzausschuß am Dienstag, 9. Oktober. Der letztere wird wahrscheinlich drei Tage zusammenbleiben.
D a r m st a d t, 30. September. Der hessischeBau- ernbund richtet an alle Volksgenossen einen Aufruf zu einer Ehrung der Kö n i g i n W i l h e l m i n e der Niederlande wegen ihres Verhaltens gegen die Buren. Es soll ihr bei Gelegenheit ihres Besuches in König i. O. eine Huldigung von allen hessischen Bauern und allen Buren freunden aus Deutschlands Gauen dargebracht werden.
Darmstadt, 30. September. Zur Förderung des Baues einer Vollbahn Darmstadt-Oppenh eim, die von der Stadt Darmstadt dringend gewünscht und empfohlen, vom früheren Finanzminister jedoch abgelehnt worden war, hatte die Stadtverordnetenversammlung seinerzeit beschlossen, von angesehenen Fachmännern gutachtliche Aeußeruttgen einzuholen. Als Experten hat man den Geh. Baurat Koch von der Darmstädter Hochschule für die technische und den Direktor der Pfälzischen Bahnen, von Lavale, für die kaufmännische Seite der Frage gewonnen. Die beiden Experten haben hier mit Vertretern der Handelskammer, des Handelsvereins, des Detaillistenvereins und fast aller Zweige des Darmstädter Handels bereits konferiert. Beschlüsse wurden nicht gefaßt.
Mainz, 29. September. Die General-Versammlung des Tabakarbeiter-Verbandes ist heute nach sechstägiger Tagung zu Ende gegangen. Ein Antrag, die Kommission zu beauftragen, auch weiter die statistischen Erhebungen fortzusetzen, fand Annahme und wurde Mildemann-Stuttgart mit der Ausarbeitung des Materials betraut. Die Anträge auf Erhöhung des Wochenbeitrages um 5 Pfg. wurden nach längerer Debatte in namentlicher Abstimmung mit 55 gegen 8 Stimmen abgelehnt. Es wurde hierauf in die Beratung der auf Regelung der Streikunterstützung gestellten Anträge eingetreten.
geklagte immer tiefer. Die Geldmittel wurden knapper, er loechselte häufig sein Quartier, schlief sogar, wie ein Zeuge bekundete, in einem Stalle, er lebte vielfach von der Mrldthätigkeit der Ortsbürger, besonders einer gewissen 52 Jahre alten ledigen Minna Leopold. Diese stand mit faft allen ihren Nachbarsleuten, besonders mit den Familien Heinrich Teckmann II Eheleute und Johann Fri. 0- rich Heß Eheleute in beständiger Feindschaft, überyüufte diese Familien mit Beleidigungen aller Art. In der Neujahrsnacht 1897/98 war der Angeklagte mit einem gewissen Willy Heß in der Wohnung der Leopold, dem Weine derselben wurde fleißig zugesprochen. An jenem Abend fabrizierte man gemeinsam zwei anonyme Postkarten an die Eheleute Deckmann und Heß des unflätigsten Inhalts. Der Angeklagte sollte die Karten befördern, unterließ dies aber und zerriß sie in seiner Wohnung. Durch seine da- urwlige Hauswirtin kamen sie dennoch in die Hände der Familie Deckmann. Die Folge davon war die Erhebung zweier Privatklagen seitens der Deckmann und Heß Eheleute gegen die Minna Leopold. Beide Sachen kamen gemeinsam vor dem Schöffengericht Ortenberg zur Verhandlung und endeten mit. Freispruch der Leopold Bei dieser Verhandlung hatte der damals als ^euqe am wesende Willy Heß eine Aeußerung fallen lassen, welche er von der Leopold über die Familie Teckmann gehört haben wollte, daß nämlich die Leopold in Bezug auf die Mrau Deckmann geäußert hatte, die Frau Teckmann
früher als Dienstmädchen in Friedberg in einem unsittlichen Verkehr zu ihrem Dienstherrn gestanden. Ties veranlaßte die Eheleute Deckmann eine neue Privatklage gegen die Leopold zu erheben, welche am 6. März 1900 vor Dem Schöffengerichte Ortenberg zur Verhandlung kam. Als Zeuge war hierzu auch der heutige Angeklagte Ree qe- laden. Hier sagte derselbe nun unter seinem Eide aus, er tonne sich nicht entsinnen, daß in seiner Gegenwart von der Leopold die genannte Aeußerung über die Frau Deckmann gefallen wäre.
Gießen, 1. Oktober 1900.
*• Persoualnachrichten. Der Konservator am roolomscken Institut der Landes-Universität Ge^rg
sem Nachsuchen unter Anerkennung seiner lanaiähnaen treuen Dienste mit Wirkung vom 16. Oktober an in d n Ruhestand versetzt, desgleichen der Steueraufseher Pbilivv Kling zu Pfungstadt unter Anerkennung seiner treu ae- leisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober. Ernannt wurde der Stellenanwärter Hilfskanzlist Heinrich Nagel zu Darmstadt mit Wirkung vom 1. Oktober an zum Mini- sterialkanzlisten beim Ministerium der Finanzen. Dem Konservator Zinser wurde das Ritterkreuz 2. Klasse des
I Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen und der Hebamme Gerhardt Andres Witwe zu Wöllstein die Goldene Medaille des LudewigS-OrdenS.
** Die Findigkeit der Post wird — so lesen wir im „Enz- und Metterboten" in Bietigheim — um einen wei- teren Fall bereichert. Eine in Gießen aufgegebene Ansichtskarte, die die Adresse trug „An Herrn Wilhelm Klink am Kronenberg bei Stuttgart", wurde nach lOtägiger Jrr- fahrt, trotzdem der Wohnort fehlte, dem Adressaten in Bietigheim überreicht.
§Lang-Göns, 30. September. Gegen Bestätigung
1 ^cr stattgefundenen Bürgermeisterwahl Reklamation von der unterlegenen Partei erhoben worden, weil angeblich unerlaubte Agitationsmittel gebraucht worden sind.
§ Pohl-Göns, 30. September. Unser herkömmliches Kirchweihfest, das auf nächsten Sonntag fallen würde, st^^wses Jahr nicht statt, weil der Gemeinderat mit Rücksicht auf die an verschiedenen Orten der Umgegend in ArhZett stattgehabten Feste rc. die Feier nicht geneh-
Auf die weitere Frage des Vertreters des Privatklägers, ob er nicht in der Wohnung einer Frau Kaiser zu Bleichen- vach,^ in Gegenwart derselben und noch anderer Personen zugeftanden habe, daß die Leopold den Willy Heß und ihn bei einer früheren Gelegenheit anzustiften versucht habe, den Beckmanns Äüe Stachelbeerstöcke auszureißen, Korn- den roten Hahn auss Dach gu setzen, den Wemstock durchzuschneiden rc., sagte der Angeklagte wörtlich Protokoll unter Eid aus, „er könne sich nicht erinnern, diese Aeußerung gethan zu haben, aber er könne beschwören, gethan zu haben", eine Aeußerung, die von sämt- Verhandlung zugegen gewesenen und be- Person, wie die Zeugen heute übereinstimmend bekundeten dahm aufgesaßt wurde, daß der Angeklagte er J.°”ne beschwören, daß er in der Kaiserin Wohnung drefe Aeußerung nicht gethan habe. Er KmbaraUf iidigü Auf Anfrage des Vertreters der rnfA, sna9CX folgte Vertagung der Verhandlung auf den i.Ladung der Frau Kaiser sowie her übrigen bei^dem Vorfall zugegen gewesenen Personen. Am .
Kaiser wie auch heute in glaub- . Weiter SMe unter Eid aus, daß der Angeklagte, der damals bei ihr gewohnt habe, zu Fastnacht 1898 abends gegen 10 Uhr m ihre Wohnung gekommen sei, wo sie und andere Personen anwesend gewesen waren, hier habe er rm Laufe des Gesprächs die fragliche Aeußerung gethan. Auf diese bestimmte Aussage hin wurde der Angeklagte vorgerufen und der Ehefrau Kaiser gegenübergestellt; nach I entsprechender Belehrung des Richters sagte derselbe unter iöerufung auf den Tags zuvor geleisteten Eid <ius, „die I Frau Kaffer hat die Unwahrheit geschworen, so wahr mir I ©oft helfe". Durch diese Aussage am 6. März einen Mein- eiö geschworen, am 7. März wissentlich eine falsche Versiehe- I rung an Eidesstatt abgegeben zu haben, wird dem Anqe- I sagten heute zur Last gelegt. Ter Angeklagte behauptet, I Uch an die Schoffengerichtsverhandlung nicht mehr er- I innern §11 können, er will körperlich unwohl gewesen sein. |
Denkvermögen sei zur damaligen Zeit durch starken M"^lgenuß sehr geschwächt gewesen, er habe fast täglich biS zu uO Glas Bier, 2 Liter Schnaps, dazu bis zu 90 Tropfen I Ofnum und Morphium zu sich genommen. Er bestreitet I entschieden, wissentlich die Unwahrheit gesagt zu haben | die Möglichkeit eines fahrlässigen Falscheides giebt er zu- I daran, daß er die fragl. Aeußerung in der Wohnung der I Iran Kaiser gethan, will er sich auch heute nicht erinnern I Der Angeklagte tour schon am 7. März.auf feinen Wunsch I von Dr. Hahn zu Ortenberg untersucht worden, doch konnte I dieser, trotz der von dem Angeklagten über sein täglich I eingenommenes Alkoholquantum gemachten Angaben I nichts Abnormes an ihm finden. Zu dem gleichen Schluß I kommt das von der hiesigen psychiatrischeii Klinik gbge- I gebene Gutachten, in welcher derselbe mehrere Wochen aus lemen Geisteszustand untersucht wurde. Die heutige Äe- ! weisaufnahme war sehr umfangreich, es wurden nicht we- I Niger wie 27 Zeugen und zwei Sachverständige vernommen. I y? Geschworenen bejahten die an sie gestellten beiden ersten Hauptfragen, daß der Angeklagte am 6. März 1900 | einen Meineid geschworen, am 7. März 1900 sich wissent- I falschen Versicherung an Eidesstatt schuldig ste- I mad^: habe, ^.as Urteil lautete darauf gegen den Äuge- I eSe Zuchthausstrafe von zwei Jahren, vb- I züglich vier Monate der erlittenen Untersuchungshaft; !
dW^den die bürgerlichen Ehrenrechte auf Tpit dauernde Eidesunfähig- I
leit ausgesprochen. Schluß der Sitzung nachts halb 12 Uhr. I
Vermischtes.
Eine Massenverhaftung von Soldaten ist in Küstrin vorgekommen. Aus der in der neuen Kaserne aufbewahrten Kasse des Offizier-Kasinos des 48. Infanterieregiments ist ein größerer Geldbetrag — man spricht von 500 Mark — abhanden gekommen. Da fi») der Verdacht, den Diebstahl ausgeführt zu haben, angeblich zunächst auf die im Kasino bediensteten Ordvnncmzen lenkt, so wurden gleich nach der Entdeckung des Diebstahls acht Mann in Untersuchungshaft genommen.
Würzburg, 28. September. Die Strafkammer verurteilte gestern sechs Studenten wegen Zweitanip fes zu je drei Monaten Festungshaft. Sie haben drei Men- für en im Keller einer Restauration ansgefochten. Der Restaurateur, der das eigenartige Pauklokal Zur Verfügung gestellt hat, wurde wegen Beihufe zu 24 Tagen!
! Vorstand beantragte, es bei dem seitberiaen Streik-
Nach üsszB 5» ä SäS'iÄ »n/wg auf Abschaffung der Arb-U?nachwei ° inmr" halb der Organisation wurde abgelebnt" Es wurden hierauf eine Reihe von Anträgen zum Verbandsstatut teil- angenommen, teils abgelehnt. Sodann wurde die des Vorstandes und b=s Ausschusses vörgenommen ”
Neu-Nseuburg, 28. September. Prinz Mar von mriinnhbUtfl = 5SÜi>!"9en ^atte QU8 sidcikommißrcchtlichen ®tünbcn »-gen die für den 1. Oktober anges-ble Bir" fiti'e9/rin"bnff9P»6“= ®'re'nfcn Waldbe-
^ ".^ ^^nbacher Gemarkung Einspruch erhoben. ^«^,-n^e°^'.^'n^g°richt Offenbach hat diesen Einspruch qta n ?bgewiesen. Ferner meldet die „Offens
b Einspruch des Prinzen Max von Ysenburg-
। Edingen gegen d,° auf den 1. Oktober angesetzte Zwangs- I ft'nh6/8'!11110'?un an^ Nom Landgericht in ®arm =
A f‘” tootbcn ist. sodaß der Versteigerung I kein Hindernis entgegensteht. 1 “ 3
I ... Ma'n,. 30. September. Die Wackernheimer Tot- schlagsaffaire, bei der bekanntlich ein Husarenge- I fre.1 *e? aut ier Mistgabel erstochen wurde, sollte noch I !n ^cr, kommenden Woche am Schwurgericht zur Verhand- -ungkommen. Die beiden in Hast befindlichen Landwirte ni^ ma6cLQU^ vie tägige Einlassungsfrist der Anklage
Verzicht gegiftet; sie müssen deshalb bis zur nächsten SchwurgenchtSfession, bte im Dezember stattfindet, in Unter- fuchungshaft bleiben, aucb^V^/0- September. Es verlautet, daß diesmal die Aufstellung eines y S.c~ a t a g § CI 6 g C 01 b n e t en planen.^ Offen S-6!1 f Q.nur?er Antisemitismus mit einem Kandidaten, Fr. Paul Forster, hervorgetreten, für den Hofprediqer
I ^kocker nächstens hier sprechen will. Die Wahlbewegung kann also ganz lebhaft werden.
^^^bbnrg, 29. September. Bei dem Ban der ^hmthalbahn lind in der Nähe von Kirchhain an der ^besondere in der Gemarkung des alten historischen Städtchens Amöneburg mächtige ^honlager aufgeschlossen worden. Die entnommenen Proben von der. Thonerde sind nun von sachverständiger Seite untersucht worden unb erwiesen sich As von solch günstiger Qualität, daß die Errichtung einer Thonwarenfabrik eine beschlossene Sache ist.
Kaffel, 29. September. Der neue Kursus an der hiesigen Kriegsschule wird in diesem Jahre nicht wie bisher am 1., sondern erst am 14. Oktober, und zwar von 67 KriegZschülern, bezogen werden. Zu diesen Schülern zählt auch ein asiatischer Prinz, Prinz Paribatra von Siam, welcher dem Garderegiment Königin Augusta zugeteilt wurde und auf der hiesigen Kriegsschule sich die für das Osfiziersexamen erforderlichen theoretischen und praktischen Kenntnisse aneignen will. — Ein Radfahrerun- faH trug sich gestern mittag an der Straße von Ihringshausen nach dem Schockethal zu. Drei fremde Damen, welche in einem Kasseler Hotel logiert hatten, waren auf einer Radtour über Ihringshausen nach Hann. Münden begriffen und passierten hierbei den oben genannten sehr steilen und abschüssigen Weg. Zwei der Radfahrerinnen stiegen aus Vorsicht ab und führten ihr Rad, während die Dritte in raschem Tempo ihre Fahrt fortsetzte. Hierbei verlor sie die Führung des Rades und flog unterhalb der Wirtschaft zum Landgrafen so unglücklich vom Rade, daß sie blutüberströmt liegen blieb. Ein Herr aus Kassel trug sie nach der Kuranstalt des Dr. Sch. wo ihr der erste Verband angelegt wurde. Dr. Sch., der nach Kassel gefahren war, wurde telephonisch zurück- berufen. Die drei Damen waren, wie sich herausstellte, Engländerinnen und der deutschen Sprache nicht mächtig.
•* Kleine Mitteilungen aus Hefien und den Nachbarstaaten. Der Warenverkehr im städtischen Hafen zu Mainz hat gegen das Vorjahr, nach der Aufstellung der Hafendirektion,


