Markus Bauer
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starken Kommando von Ladybrand, mit diesen fielen 1500 Pferde, zwei Kanonen und 50 Wagen in die Hände der Briten. Biele Buren find über NaauwportSnek gegangen, um fich Macdonald zu ergeben, andere kommen noch fortwährend an. Die Kommandos von Harri- smith und Vrede bewegen sich noch ungehindert umher.
, Für den angeblichen Afrika-Reifenden Westmark, der seinerzeit auch in Gießen Dorträge hielt, interessiert fich die Münchener Staatsanwaltschaft. Aus folgender Mitteilung im „Bayerischen Central-Polizei-Blatt" geht dies hervor: „Westmark, Theodor, angeblich schwedischer Oberleutnant a. D. und Afrikareisender, hat am 14. Mai 1900 hier einen öffentlichen Vortrag über Reise-Erlebnisse gehalten. Derselbe will mit Stanley am Kongo gewesen sein. Westmark ist der deutschen Kolonialgesellschaft in Berlin nur aus Beschwerden bekannt, die über ihn eingelaufen sind. Es wird ersucht, den 2c. Westmark, der in Bayern in kleinen Städten öffentliche Vorträge gehalten hat, zu veranlassen, sich über seine Person auszuweisen. 10. Juli 1900. Kgl. Staatsanwaltschaft."
-tz. Wieseck, 31. Juli. Heute vormittag hörte man in der Eichgasse den Ruf „Feuer". In der Hofraite des Jacob Drescher qualmte der Rauch unter dem Dachstuhl des Wohnhauses hervor. Durch das rasche Eingreifen der Nachbarn und des Eigentümers wurde das Feuer alsbald gelöscht. Es sind einige Balken vollständig durch- und viele sehr angebrannt. Das Feuer ist durch einen Kaminbrand 10^Mk". '^>CC erwachsene Schaden beläuft sich aus ca.
Wegen vorgerückter Saison
▼erkaufe ich die noch vorrätigen Waseh-Anzüge, Binsen, Hosen, Loden-Joppen und Sommer-Havelocks
zn bedeutend herabgesetzten Preisen.
Deutsches Keich.
Berlin, 31. Juli. Aus Helgoland wird gemeldet: Der Kaiser begab sich gestern nachmittag von Helgoland nach Bremen-Feuerschiff, wo die Begrüßung mit den deutschen Truppen auf der auslausenden „Sardinia" in feierlicher Weise erfolgte. Später nahm der Kaiser den Vortrag des Grafen Bülow sowie des Vertreters des Zivil- kabinettS entgegen. Zur Nacht kehrte die „Hohenzollern" nach Helgoland zurück. Heute vormittag begab sich der Kaiser nach Bremerhaven. Von dort wird gemeldet: Die „Hohenzollern", die am Vordermast die italienische Flagge auf Halbmast führt, ankerte nach 1 Uhr gegenüber der Einfahrt zum Kaiserhafen auf dem Strom. Um 3 Uhr kam das Kaiserpaar an Land zur Besichtigung der heute nach China abgehenden Truppen.
— Wie aus Oels gemeldet wird, stattete der bei seinem Schwiegersohn in Zessel bei Oels weilende Finanzminister v. Miquel dem Kronprinzen aus dem Oelser Schlosse einen Besuch ab.
—■ Das Bocken heim er Husarenregiment, dessen Ches König Humbert gewesen ist, wird eine Abordnung zu den Beisetzungsseierlichkeiten nach Rom entsenden. Das Offizierkorps dieses Regiments hat auf Befehl des Kaisers Trauerflor angelegt.
— Die Ueberführung der Leiche des Herzogs Alfred zur Aufbahrung in der Koburger Moritzkirche erfolgt mit großem Leichenkondukt morgen nachmittag. Der Zustand des Herzogs hatte sich seit seiner Rückkehr aus Herkulesbad am Freitag voriger Woche reißend verschlechtert, so daß schon in der Nacht zum Samstag wegen eingetretener Er- j stickungSanfälle das Schlimmste befürchtet und der Luströhrenschnitt vorgesehen wurde. Durch den zum Kehlkopfkrebs hinzutretenden Zungenkrebs war das Sprechen sehr erschwert, doch waren heftige Schmerzen nicht vorhanden. Die Krankheit datiert seit Januar 1898, wo der Herzog wegen eines Ekzems das ägyptische Bad Heluan aussuchen mußte, das vorübergehend Linderung brachte.
— Die Regierung von Reuß ä. L. verbot das I nachgesuchte Auftreten deutsch - radikaler Abgeordneter aus Oesterreich innerhalb des Fürstentums I unter Hinweis auf das Bundesverhältnis zwischen Deutsch- I land und Oesterreich.
selben das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Das Waisen, geld beträgt: 1. für Kinder, deren Mutter lebt und zur Zeit des Todes des Lehrers zum Bezug von Wittwengeld berechtigt war, V5 des Witt- wengeldes für jedes Kind; 2. für Kinder, deren Mutter nicht mehr lebt oder zur Zeit des Todes des Lehrers zum Bezug von Wittwengeld mcht berechtigt war: a) Beim Vorhandensein eines bezugsberechtigten Kmdes 23 des Wittwengeldes, b) beim Vorhandensein zweier bezuas- bercchtigter Kinder die Hälfte desselben für jedes Kind, o) beim Bor- handensem von 3 oder mehr bezugsberechtigten Kindern ein Drittteil desselben für jedes Kind. Das Waisengeld für sich und Wittwen- und Waisengeld zusammen dürfen den Betrag von 1200 Mark nicht übersteigen. Bei Anwendung dieser Beschränkung wird das Waisengeld entsprechend gekürzt. Die Zahlung des Wittwen- und Waisengeldes beginnt mit dem Ablauf des Sterbequartals, für die nach diesem Zeitpunkt geborenen Kinder mit dem Tage der Geburt, -vas Recht zum Bezug des Wittwengeldes erlischt mit Ablauf oes Monats, m welchem die Wittwe sich wieder verheiratet oder stirbt, ^vas Recht zum Bezug von Waisengeld hört mit dem Ablauf des Monats auf, in welchem das bezugsberechtigte Kind stirbt oder das 181 "bensiahr vollendet oder sich verheiratet.
Das Wittwen- und Waisengeld wird monatlich im Voraus ausbezahlt.
Die Wittwen von zur Zeit des Erlasses dieses Gesetzes bereits verstorbenen oder pensionierten Lehrern, die eine 10jährige ^^ugere Dienstzeit zurückgelegt haben, erhalten ein Wittwengeld von 500 Mark jährlich. Das erhöhte Wittwengeld ist in den vorbezeichneten Fällen der Berechnung der gesetzlich zu zahlenden Waisenpensionen zu !e0fn- 2m Uebrigen findet daS gegenwärtige Gesetz auf die vet dem Inkrafttreten desselben vorhandenen Wittwen und Hinterbliebenen Kinder von Lehrern, sowie auf die Wittwen und Waisen der an diesem Zeitpunkt bereits pensionierten Lehrer keine Anwendung.
Gegenwärtiges Gesetz tritt mit dem 1. April 1900 in Kraft.
** TeS JugendfrsteS wegen werden am Donnerstag die Stadttouren der Omnibusse nur in beschränktem Maße gefahren.
Neueste Meldungen.
I Berlin, 1. August. Man erfährt aus RegierungS- I kreisen, Kaiser Wilhelm werde wahrscheinlich nicht I "ach Rom zu den Beisetzungsfeierlichkeiten reisen, sondern wahrscheinlich den Prinzen Heinrich entsenden.
I 1' August. König Leopold, der augen
blicklich m Norwegen weilt, wurde in Bergen von der Ermordung des König Humbert benachrichtigt. Die Rückkehr I des Königs Leopold hierher erfolgt am 8. oder 9. August.
— Prinz Albert von Belgien wird die königliche Familie bei der Beisetzung des Königs von Italien vertreten. - । Die königliche Familie hat seit gestern eine zweiwöchentliche Hoftrauer für den ermordeten König von Italien angelegt.
Namur, 1. August. In der Pulverfabrik Jonck (Jambes) fand aus bisher noch unbekannten Gründen eine I Explosion statt. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt und werden wahrscheinlich ihren Wunden erliegen.
I Paris, 1. August. Das Nordgeschwader verläßt I Cherbourg am 10. ds.
Paris, 1. August. Der „Gaulois" veröffentlicht fol- I gendes Telegramm aus Rom: Große Aufregung I herrscht in Mailand. Sämtliche Truppen sind in den Kasernen konsigniert. Mehrere Blätter fordern die Regierung aus, jede geringste Volksbewegung energisch zu I unterdrücken.
Rom, 1. August. Der Ministerrat tagt fortdauernd unter dem Vorsitz des Kriegsministers. In Anwesenheit I des Königs Victor Emanuel sollen heute die Siegel von I den Privatgemächern des verstorbenen Königs abgenommen I werden. Eventuelle letztwillige Verfügungen sollen sofort I veröffentlicht werden. Kondolenztelegramme laufen fortge- I setzt in großer Menge ein. Der Ministerpräsident kehrt heute aus Monza hierher zurück. Es bestätigt fich, daß der Mmisterrat beschloffen hat, bei dem geringsten Ausbruch von Unruhe über die Lombardei den Belagerungszustand zu verhängen. — Trotz der bestimmten Erklärung Brescis, aus eigener Initiative gehandelt zu haben, glaubt die Polizei an ein Komplott und stellt Recherchen nach Genossen des Attentäters an.
Rom, 1. August. Die Anzeichen für ein Komplott mehren sich. Man glaubt, daß ein vor der königlichen Tribüne zwischen Arbeitern entstandener Streit absichtlich in Szene gesetzt worden sei, um die Aufmerksamkeit des Publikums vom König abzulenken. Ebenso sollen Drohruse gegen den König und die königliche Familie ausgestoßen worden sein. Da man nicht wußte, welchen Weg der könig- | liche Wagen nehmen würde, so vermutet man, daß mehrere Meuchelmörder an verschiedenen Punkten aufgestellt waren. Der Magistrat von Rom beschloß, die Minister aufzufordern, den Wunsch auszusprechen, daß der Leichnam König Humberts im Pantheon begraben wird. Dieser Beschluß spiegelt das einmütige Gefühl der gesamten Nation wieder.
Monza, 1. August. Gestern war die Königin in etwas gefaßterer Stimmung. Sie traf persönlich viele Anordnungen und empfing zwei von Kardinal Ferrari entsandte Priester, die ihr dessen Beileid ausdrückten, sowie mehrere Deputationen; dann las sie die aus aller Welt eingegangenen Telegramme durch. Der Kardinal-Erzbischof von Mailand sandte allen ihm unterstellten Parochien em Rundschreiben, in dem das furchtbare Verbrechen bedauert und zu Seelenmessen aufgesordert wird.
Mailand, 1. August. Die Polizei soll bereits vorige Woche eine anonyme Warnung erhalten haben, sie möge sich in den Tagen vom 25. Juli bis 2. August in Acht nehmen. Daraus ordnete sie an, daß sämtliche Hotels der Stadt während der ganzen Nacht alle Fremden, die eintreffen, auch nach Mitternacht noch sofort der Polizei zu melden hätten.
I _ -®- Heuchelheim, 1. August. Mit dem Monat August I »st die Zeit der Kirchweihfeste herbeigerückt. Die hie- I fiZEN Gastwirte sind am vorigen Sonntag dahin überein- ■ gekommen, für die ^olge die Kirmes an einem früheren | Sonntag, womöglich schon vor der Erntezeit, abzuhalten. I Die diesjährige Kirmes ist auf den 12. und 13. August I festgesetzt, zu der fich zwei Gastwirte um Militärkapellen I bemüht haben, die auch ihr Erscheinen zugesagt haben I sollen.
| b. BadRauheim, 31. Juli. Ein schrecklicher Nn- I glücksfall ereignete sich heute nachmittag um 1 Uhr auf I dem hiesigen Bahnhose. Ein Fräulein von 17 Jahren, das I hier zu Besuch geweilt hatte, wollte mit dem Zuge nach I Frankfurt fahren. Sie hatte sich etwas verspätet, erreichte I jedoch den Zug noch, der sich im selben Augenblicke in Be- I wegung setzte. Das Fräulein sprang aus das Trittbrett, I gnff aber jedenfalls mit der Hand fehl, glitt ab und fiel I unter die Räder. Der Körper der Unglücklichen wurde I buchstäblich in zwei Teile zerschnitten, und der Tod war auf I der Stelle eingetreten.
I Lauterbach, 1. August. Heute find es 25 Jahre, daß I Stationsvorsteher Lotz auf hiesiger Eisenbahnstation seines I mühe- und verantwortungsvollen Dienstes waltet. __ Das
I diesjährige HainigSsest findet in der seitherigen Weise I Sonntag den 12. August statt. Der Lauterbacher Turn- I verein hat auch diesmal die Vorbereitungen hierzu in die Hand genommen.
Inheiden, 31. Juli. Gestern mittag ereignete sich hier ! ein bedauerlicher Unglücks fall. Der 26 Jahre alte verheiratete Baumwärter Heinrich Frank von hier war an der Kreissäge des Dreschmaschinenbesitzers Perschbacher beschäftigt, wobei er mit der linken Hand so unglücklich in die Säge kam, daß ihm die ganze Hand verstümmelt wurde. Er wurde sofort ins Krankenhaus nach Hungen verbracht. I
Darmstadt, 31. Juli. Wie die „N. H. V." schreiben, wird auf Veranlassung des Finanzministeriums in aller- I nächster Zeit im Großherzoglichen Staatsverlag eine amtliche Handausgabe des Gesetzes über die allgemeine Ein- I kommensteuer im Großherzogtum Hessen erscheinen, die gleichzeitig und zwar zum erstenmale die Anweisung zur Ausführung des Gesetzes enthalten wird. Ebenso wird eine Handausgabe des Gesetzes über die Ver ! mögenssteuer erscheinen. Durch diese Ausgaben, die voraussichtlich in acht bis zehn Tagen durch den Buch- I handel zu beziehen sein werden, wird die Regierung vielfach I geäußerten Wünschen entgegenkommen.
Darmstadt, 1. August. Der Großherzog erteilte I heute weder Audienzen, noch nahm er Meldungen und Vor- I träge entgegen. — Die Reise des Großherzogs nach Paris zum Besuche der Ausstellung ist jedenfalls wegen des Ablebens seines Schwiegervaters bis aus weiteres ver- I schoben worden. — Der preußische Gesandte, Prinz zu I Hoheulohe-Oehriugen, hat einen längeren Urlaub I angetreten.
Mainz, 31. Juli. DaS Bischöfliche Ordinariast I h'er hat folgendes AuSschreiben erlaffen:
„ - letzten Tage haben uns die traurigsten Nachrichten aus Lhina j gebracht. Der Gesandte des Deutschen Reiches, ein naher Verwandter 1
Ausland.
.. 8°nbon, 31. August. Der Prinz von Wales wird die Königin bei den Leichenfeierlichkeiten für den Herzog Alfred von Sachsen-Koburg und Gotha in Kobura vertreten.
Brüssel, 31.Juli. Die englischePostverwaltung verbot die Einführung der drahtlosen Tele- graphie auf den Postdampfern zwischen Dover, Osten de und Calais, deren Einführung kürzlich seitens Belgiens beschlossen worden war. DaS Verbot ist hier nn- verständlich.
Wien, 31. Juli. Laut der „Ostdeutschen Rundschau" sind im zweiten Halbjahre 1899 nach dem amtlichen Be- richte des Oberkirchenrats der evangelischen Gemeinde 2936 Personen zur evangelischen Kirche übergetreten, im ersten Halbjahr 3449, zusammen 6385.
Czenstochau (Ruff. Polen), 31.Juli. Sechs Fahnenflüchtige des hier garnisonierenden Schützenbataillons wurden gestern erschossen. Die sechs Manu desertierten, weil das Regiment nach dem chinesischen Kriegsschauplatz befördert werden sollte.
Belgrad, 31.Juli. Der Kaiser von Rußland hat zugesagt, Trauzeuge beim König Alexander zu sein, und seinen Geschäftsträger Mansurow mit seiner Vertretung bei dem Trauakte beauftragt. Die Braut des Königs, Frau i Maschin, erhielt vom Zaren ein prachtvolles Brillantdiadem I als Hochzeitsgeschenk. König Milan will, wie es heißt, trotz aller Hinderniffe am Tage der Hochzeit seines Sohnes nach Belgrad kommen.
New-York, 31. Juli. Die Fabriken in Paterson (der amerikanischen Hochburg des Anarchismus. D. Red.) entlassen italienische Arbeiter.
de» Bischofs Wilhelm Emanuel v Kettelet, ist in Peking ermordet christliche Missionäre und eine Anzahl einheimischer eurr, paifäer Christen sind bedroht oder bereits demselben blutigen Schicksal erlegen. Außerdem wurden zahlreiche Kirchen und Anstalten der chnst- ichen Missionen zerstört. Zur Bestrafung der Uebelthäter, zur Schad- loshaltung für die erlittenen Verluste, wie nicht minder zum Schutz der . m 'x» Sanbe sah sich auch die deutsche Reichsregierung genötigt, Reichstruppen nach Ostasien zu entsenden. Wir ersuchen daher die Herren Pfarrer, bte ihnen anvertrauten Gläubigen zu innigem Gebete aufzufordern, damit Gott die Waffen unserer Truppen segne, welche UN fernen Osten für so wichtige Jntereffen im Verein mit anderen chrifi- r?en Mächten kämpfen. Möge er ihnen Sieg verleihen, damit der Verfolgung der Christen Einhalt gethan und Eintracht und Friede in jenem Lande wieder hergefiellt werde." —
3n den ersten Tagen des Monats August treffen ^40 österreichische Lehrer mittels Extrazuges hier ein. Die Lehrer kommen von der Besichtigung der Pariser Weltausstellung nach Mainz, um hier einen Tag zu verbleiben. Sie werden von hier aus eine Rheinfahrt unternehmen und auch unsere Nachbarstädte besuchen.
•* Kleine Mitteilungen au« Hesse« und den Nachbarstaaten. Bei dem Turnverein zu Alsfeld findet Sonntag den 5. August die Schlußsteinlegung am Turnhallenbau ‘ statt. -ou der Feier sind die Nachbarvereine eingeladen worden. — In Wixhausen erschoß dieser Tage ein Einwohner einen aus Darmstadt entflogenen Papagei. Beim Herunter- fallen des tödlich getroffenen Tieres vom Baume sagte dasselbe laut und deutlich: „Ich sag'« dem Papa!" — Der Prinz von Wales trifft Mitte August in Homburg zu längerem Kuraufenthalt ein. — In Hungen wurde der seitherige Beigeordnete Christian Jokel wiedergewählt.
Gieße«, den 1. August 1900.
acE "Das Regierungsblatt Nr. 58 vom 30. Juli veröffentlicht das Gesetz über die Wittwen- und Waisen- Buntte berv^heben Ziehrer, aus dem wir nachstehende Punkte yervorheben: 7
d»4wÄC SÄVr
-u entrichten. - Anspruch auf Wittwen- und SJaifeTelt Maßgabe >er Bestimmungen dieses Gesetzes haben bte Mttwen unh Waisen 1. der tm aktiven Dienst oder im Ruhestand befindlichen btfhtitin «mgestellten Lehrer an Volksschulen, sowie bet an höhLe^LeLnsial n Anstalten für Richt:Vollsinnige unb sonstigen öffentlichen Anstalten mit den Rechten der Volksschullehrer definitiv angestellten Lehrer, welche nicht Mitglieder der geistlichen Wittwenkaffe ober des Civildiener-Wittmen- Instituts find; 2. der Schulverwalter, welche in Gemäßheit des At- LUels 65 des Volksschulgesetzes vom 16. Juni 1874 durch fünfjährige Berwendung auf einer mit Genehmigung Unseres Ministeriums des Innern offen gelaffenen Stelle in Beziehung auf Pensionsberechtigung bte Siebte der definitiv angestellten Volksschullehrer erlangt haben.
. Die Höhe des Anspruchs auf Wittwengeld bemißt sich nach dem Drenstalter des verstorbenen Lehrers. Das Wittwengeld beträgt- vom 1. bis einschließlich 10. Dienstjahre 450 Mark, * n- // n 20. 500 „
" 21. , 30. „ 550 „
, 31. Dienstjahre an......600
a^e?9e(.b erhalten diejenigen ehelichen oder denselben gleich- stehenden Kmder eines Bolksschullehrers, welche zur Zeit des Todes des-


