Ausgabe 
2.5.1900 Zweites Blatt
 
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Und teuflisch angesehen, und man erzählte sich, daß die Hexen in dieser Nacht zu den Höhen emporführen, um sich dort mit Beelzebub, ihrem Herrn und Meister, auf höchst unschickliche Weise zu belustigen. Zu dieser Hexenfahrt rüsteten sie sich durch Bestreichen mit der aus Bilsenkraut Mandragora und Stechäpfeln bereiteten Hexensalbe und setzten sich dann, je nach Belieben, auf einen Besen, eine Mist- oder Ofengabel, einen Ziegenbock doch durfte es kein weißer sein oder auch auf einen Elsternschwanz. Darauf fuhren sie dann durch den Schornstein mit Windes­eile zu dem Festplatz auf der Bergeshöhe, wo Herr Urian ihrer schon harrte. Und da begann nun auf dem Hexen­tanzplatz der tolle Zauberspuk, da wurde derSchnee weg­getanzt", umhergeschwärmt und soviel Schaden angerich­tet, als nur möglich war. Wehe dem, der den Hexen in den Weg kam; sein Leben war verloren, oder doch ewiges Siechtum und Elend sein Los. Nur den Sonntags­kindern durften sie nichts anhaben, für diese war die Wal­purgisnacht eine Glücksnacht, in der alles, was sie an» faßten, ihnen glücken mußte. Das war der Glaube in alter Zeit. Wie eA mit den Sonntagskindern jetzt steht, wissen wir nicht zu sagen, die Hexen aber fahren jeden­falls nicht mehr auf Besen und Elsterschwänzen zum Blocks­berg, die alten häßlichen nicht, weil sie derartige Vehikel nicht für standesgemäß halten und sie eine nette Equi­page bei weitem vorziehen. Aber sonst hat man auch' heute noch alle Ursache, sich vor den Hexen in acht, zu nehmen, besonders vor den jungen. Mit ihren feurigen Augen, den wehenden Löckchen über der weißen Stirn und den blitzenden Zähnen zwischen den frischen Lippen be­zaubern sie mit Leichtigkeit auch den allerstärksten Mann. Und der Frühling, der beginnende Monat Mai, ist so recht die Zeit ihrer Macht. Wer jetzt in die Lage kommt, mit solchem hübschen, zierlichen Hexchen einen Ausflug zu machen, und durch die leuchtende Lenznacht Arm in Arm mit ihr' zu gehen, der mag sich hüten! Ihre Augen haben dann magische Kraft, sie ziehen die seinen an sich, näher und näher, bis sie aus nächster Nähe ineinander schauen und die Lippen sich berühren. Und hat ihn das schlaue Hexchen soweit gebracht, dann ist er in ihrer Macht und nm seine Freiheit ist's geschehen. Bald darauf kann man dann seine Verlobungsanzeige imGießener Anzeiger" lesen.

** Durchreise. Ihre König!. Hohheiten der Erbgroß- herz.og und die Erbgroßherzogin von Baden kamen heute nachmittag 1.06 von Coblenz kommend, hier an, nahmen in dem Fürstenzimmer des Bahnhofs das Diner ein, und fuhren mit dem v-Zug 1.54 nach Arolsen weiter.

e* -le. Die Gießener freiwillige Feuerwehr hielt am Montag Abend inStadt Kassel"»ihre ordentliche Haupt­versammlung ab. Nach dem vom 1. Hauptmann erstatteten Jahresbericht wurden 13 Vorstandssitzungen und 2 Haupt- Versammlungen, 9 Uebungen und eine größere Schlußübung im verflossenen Jahre gehalten; außerdem fanden sechs Monatszusammenkünfte statt. Die Wehr besteht aus 126 aktiven Mitgliedern. Das Angedenken der im Laufe des Jahres verstorbenen Kameraden Käs und Schomber wurde durch Erheben von den Sitzen geehrt. Das vom Großherzog Ludwig IV. gestiftete Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit wurde den Mitgliedern Ludwig Friedrich und Franz Wigandt verliehen. Alarmiert wurde die Wehr nur einmal. Sie stellte auch im abge­laufenen Jahre die Theater- und die Sonntagswache; für letztere wurden 420 Mk. 80 Pfg. aus der Stadtkaffe ver­gütet. Von den Einnahmen (245 Mk. 50 Pfg. Beiträge der aktiven, 234 Mk. der passiven Mitglieder) im Betrage von 2099 Mk. 72 Pfg. blieb nach Bestreitung der Aus­gaben ein Saldo von 1103 Mk. 39 Pfg. Die Rech nung des vorhergegangenen Jahres wurde für richtig befunden und dem Rechner Decharge erteilt. An der nun folgenden Vorstandswahl nahmen 77 Mitglieder teil. ES wurden gewählt: zum 1. Hauptmann Franz Wigandt mit 70 Stimmen, zum 2. Hauptmann Heinrich Grün mit 69 Stimmen; zum 1. Obmann der Steigermannschaft Emil Noll, zum 2. Obmann Martin Balser; zum 1. Obmann der Leitermannschaft Karl Neuling, zum 2. Obmann KarlGutbub; zum 1. Obmann der Hydranten­mannschaft I Ludwig Friedrich, zum 2. Obmann Wilhelm Dechert; zum 1. Obmann der Hydranten­mannschaft II August Dickorö 1, zum 2. Obmann Julius Dickors; zum 1. Obmann der Spritzenmannschaft (Metz'sche Spritze) Peter König, zum 2. Obmann Karl Bender; zum 1. Obmann der vorwiegend von der Pflicht­feuerwehr bedienten Aachener Spritze L. Faber. Die Besetzung der Stelle eines 2. Obmanns wurde dem Vor­stand überlassen. An Stelle des freiwillig zurücktretenden Rechners Josef Weinert wurde Dr. Heuser mit 64 Stimmen, zum Schriftführer durch Zuruf Adolf Bourgeois, zu Beisitzern Carl Moll und Georg Schneider gewählt. Der Voranschlag für 1900/1901, welcher sich mit 2052 Mk. 59 Pfg. ausgleicht, wurde ge­nehmigt, desgl. der Uebungsplan. Im Herbst soll wieder eine größere Schlußübung stattfinden. Der Antrag des Vorstandes, daß sich das Korps mit 40 bis 60 Mann an bem Empfange des Großherzogs bei Gelegenheit der Ein­weihung des Kriegerdenkmals beteiligen möge, wurde ein­stimmig angenommen, und darauf mit einem auf den hohen Protektor der hessischen Feuerwehren, den Großherzoq aus­gebrachtenGut Wehr" die Versammlung geschlossen.

** LaudeSstatistik. Aus den Mitteilungen der Groß- herzoglich Hessischen Zentralstelle für die Landesstatitik ent nehmen wir, daß bte Zahl der Telegraphen-Anstalten (ein­schließlich Telegraphen - Hilfsstellen) des Großh. Hessen 1899 von 390 auf 402, die Zahl der aufgegebenen Tele­gramme von 614271 auf 650572, die Zahl der ein- gegangenen Telegramme von 643411 auf 673986 gestiegen ist. Bon den im Jahr 1899 im Betrieb gewesenen Tele graphen-Anstalten bestand u. a. bei denjenigen zu Alzey, Bensheim, Bingen, Butzbach, Darmstadt (Telegraphenamt), Darmstadt II. (Bahnhof), Friedberg, Gießen I., Mainz (Telegraphenamt), Mainz III. (Zentralbahnhof), Offenbach und Worms ununterbrochener Dienst. In Gießen 1 stieg im letzten Jahr die Zahl der Telegramme von 28388

auf 30244, der aufgegebenen von 31263 auf 33047, im Postamt II. von 13641 auf 14809 bezw. von 9570 auf 9977. Die Preise der gewöhnlichen Verbrauchsgegen­stände beliefen sich in Gießen im Februar für den Doppel­zentner Weizen durchschnittlich auf 15,64, Roggen 15,50, Gerste 16,00, Hafer 14.89, Heu 6,05, Stroh 3,25, Kar­toffeln 4,20, Erbsen 29,00, Bohnen 31,50, Linsen 38,50; Ochsenfleisch per Kilogramm mit bezw. ohne Beilage 1,42 bezw. 1,60, Kuh- oder Rindfleisch 1,26 bezw. 1,40, Kalb­fleisch 1,28 bezw. 1,32, Hammelfleisch 1,14 bezw. 1,28, Schaffleisch 1,00 bezw. 1,10, Schweinefleisch 1,36 bezw. 1,48, Weizenmehl 0,38, Roggenmehl 0,33, Brot (gern.) 0,24, Roggenbrot 0,21, Butter 1,70, Milch per Liter 0,16, Eier 10 Stück 0,75, gebr. Kaffee per Kilogramm 3,60, Petroleum Liter 0,24, Steinkohlen und Braunkohlen 2,60 bezw. 2,00, Torf pro 1000 Stück 3,50 Mk. Die er­weiterte Handwerkerschule in Gießen war im Sommer von 10, im Winter von 79 Schülern besucht, von denen 85 Bauhandwerker waren. Die Fortbildungsschule zählte 352 Schüler, von denen 206 Bauhandwerker und 146 Nichtbauhandwerker waren. An der Handwerkerschule unterrichteten 5, an der Fortbildungsschule 6 Lehrer.

* Das Buchgewerbe ist durch die bedeutenden Preis­steigerungen, die in den letzten Jahren auf dem Papier­markte, sowie auf dem Metall- und Maschinenmarkte ein­getreten sind, ferner durch die teilweise Steigerung der Arbeitslöhne, durch die Aufwendungen, welche die Bundes­ratsverordnung über den Betrieb und die Einrichtung der Buchdruckereien und Schriftgießereien im Gefolge hatte, und anderes derart belastet worden, daß es nicht mehr möglich ist, zu den bisherigen, auf ganz andere Verhältnisse begründeten Preisen für die Kundschaft zu arbeiten. An einzelnen Orten haben sich deshalb schon vor Monaten die Buchdruckereibesitzer genötigt gesehen, an ihre Geschäfts­freunde mit dem Ersuchen heranzutreten, in eine bescheidene Erhöhung der Druckpreise zu willigen und diesem Ersuchen ist auch einsichtigerweise entsprochen worden. Da aber der Druck der Verhältnisse ein allgemeiner, nicht nur ein ört­licher ist und überall schwer empfunden wird, so haben sich die sämtlichen Buchdruckereibesitzer Deutschlands zu gemein­samem Handeln entschließen und eine allgemeine Er­höhung» der Druckpreise zur Durchführung bringen müssen. Unter der Führung des in Leipzig seßhaften Buchgewerblichcn Schutzverbandes haben sich die 7000 Buchdruckereibesitzer Deutschlands, in der Erkenntnis, daß ihnen die Uebernahme der eingetretenen Teuerung aus die eigenen Schultern nicht mehr möglich, entschlossen, die Druckpreise um den Betrag dieser Teuerung zu erhöhen, und dieser Betrag ist mit 10 bis 15 Prozent ermittelt worden. Es darf wohl um so mehr erwartet werden, daß dieser Beschluß im Publikum freundliche Aufnahme findet, als er sich in seinen Anforderungen in den bescheidensten Grenzen hält, und auf einer tatsächlichen Notlage beruht. Auch das gemeinsame Vorgehen der Buchdruckereibesitzer darf wohl auf die rechte Würdigung hoffen. Es ist keines­wegs ein Ausfluß sogen. Ringbildung, sondern ein Ausfluß des Korpsgeistes, der im Buchgewerbe noch jederzeit ge­herrscht hat, und es richtet sich nicht gegen die Kundschaft, sondern gegen die immerhin mögliche Ausnutzung der Preis­erhöhung zu Wettbewerbszwecken im Buchgewerbe selbst. Mit diesen Bestrebungen wird sich ein jeder recht und billig Denkende einverstanden erklären können, und so wird wohl zu hoffen sein, daß in dem heurigen großen Jubiläums­jahre der Buchdruckerkunst die Ueberzeugung überall Platz greife, daß die Kräftigung und Förderung des Buchgewerbes- die beste Lobpreisung Johannes Gutenbergs ist.

? Lollar, 30. April. Gestern ereignete sich hier ein Unglücksfall, der zur Warnung für Radfahrer dienen mag. Ein hiesiger Herr nahm die Reinigung und Einölung seines Rades vor. Zur schnelleren Verteilung des Oels an den inneren Achsen drehte er das Rad in einem schnelleren Tempo herum. Hierbei kam ihm der Daumen zwischen die Kette und das Zahnrad, auf dem sich die Kette dreht. Das vordere Glied des Daumens wurde vollständig zerquetscht, sodaß sich wohl eine Amputation nötig machen wird.

(!) Aus dem Lahnthal, 30. April. Unsere Vorschuß­kassen wollen sich immer noch nicht dazu bequemen, den von ihnen schon längere Jahre bezahlten Zinsfuß von 3i/8 Proz. zu erhöhen, trotzdem dies die Vorschußkassen anderer Gegenden schon längst gethan haben. Auch die Gewerbebank Lollar bezahlt schon seit einiger Zeit 4 Proz. und berechnet die Zinsen von dem Tage der Einlage an.

-j- Grimberg, 29. April. Herr August Schaeffer aus Frankfurt, dem die Konzession zur Errichtung eines Elek. trizitätswerkeS für unsere Stadt erteilt ist, hielt am Samstag in einer gut besuchten Versammlung im Gasthof Zum Rappen" einen Vortrag, in dem er den Interessenten über die Einrichtung des geplanten Unternehmens, über die Lichtstärke, über die Verwendung des Stromes zum Motor­betrieb, zu Heiz- und Kochzwecken, namentlich auch über die den Einzelnen bei Einführung des elektrischen Lichtes ent­stehenden Kosten die nötigen Aufklärungen gab. Wird der Strom zu Pauschalpreisen abgegeben, so belaufen sich die Beleuchtungskosten pro Jahr für eine 5 kerzige Glühlampe auf 7.50 Mk., für eine lOkerzige auf 9 Mk., für eine 16 kerzige auf 15 Mk., für eine 25kerzige auf 21 Mk. und für eine 32 kerzige auf 30 Mk. Lampen in den verschie­denen Lichtstärken wurden der Versammlung vorgeführt, sodaß sich jedermann von den Vorzügen der elektrischen Be­leuchtung überzeugen konnte. Hoffentlich laufen die An­meldungen zum Anschluß recht zahlreich ein; denn an die Ausführung des Projektes kann nur bei genügender Be­teiligung seitens der Bewohnerschaft gedacht werden.

§ Nidda, 30. April. Mit dem Elektrizitätswerk ber Melbach scheint es jetzt Ernst zu werden. Dieser Tage sind hier Anmeldeformulare an die Bewohner verteilt worden, die nach 16 Tagen abgeholt werden. Vorerst ist

die Anmeldung unverbindlich, da die meisten noch nicht genügend über die Sache und die Kosten orientiert sind.

nn. Ausstellung von Geselleuarbeiteu. Nachdem von Seiten des Ortsgewerbevereins Darmstadt die Frage auf Einführung von Ausstellungen für Gesellenarbeiten ange­regt und die Großh. Centralstelle für die Gewerbe um ihre Ansicht in dieser wichtigen Sache gebeten worden war, hat sich die genannte Behörde im Prinzip für Durchführung solcher Gcsellenarbeitsausstellungen im Großherzogtum aus­gesprochen, und die Forderung dieser Idee zugesagt. Die Frage der Organisation solcher Ausstellungen, ob für das ganze Land auf einmal oder nur für die einzelnen Pro­vinzen, soll der Gegenstand demnächstiger Beratungen in den einzelnen Gewerbvereinen und in den Versammlungen der Bezirks-Verbände bilden. Mit diesen Ausstellungen soll der Gesellenschaft Gelegenheit gegeben werden, ihre hand­werkliche Tüchtigkeit und die Fachkenntnisse ihres Gewerbes dem Publikum vor Augen zu führen. Den Meistern aber soll hierdurch Anlaß geboten fein, leistungsfähige und tüch­tige Gesellen kennen zu lernen.

Darmstadt, 30. April. Nach demDarmft. Tägl. Anz." sand dieser Tage der Oster-Familienabend des Evangelischen Handwerker- und Arbeitervereins statt. Als Abschiedsabend zu Ehren des langjährigen Präsidenten, Pfarrers Eger, der bekanntlich nach Gießen berufen ist, erhielt der Abend eine besondere getragene Bedeutung. Der großen, in 7jähriger treuer Arbeit dem Verein geleisteten Verdienste des Scheidenden gedachte Schuhmachermeister Roch in lau­niger Weise mit herzlichen Worten. Nachdem Pfarrer Eger für die freundliche Begrüßung und besondere Ehrung ge­dankt und dem Verein reichen Segen für die Zukunft ge­wünscht, widmete Herr Pfarr-Assistent Schrimpf der schei­denden Familie für ihre jederzeit, besonders anläßlich des diesjährigen großen Kaiserfestspiels, bewiesene Teilnahme und Aufopferung ein kurzes Daukeswort, mit dem er Will­komm und Gruß dem Nachfolger für sein neues Arbeitsfeld verband.

Jagd und Spott.

-h. Turnerisches. Rodheim a. d. B., 30.April. Der hie­sige ältere Turnverein trat am gestrigen Sonntag Nachmittag für dieses Jahr zum ersten Male öffentlich auf. Die von den jüngeren Mitgliedern vorgeführten Hebungen fanden bei der schaulustigen Menge großen Beisall. Somit hat der Verein auch durch diese Vor­stellung wieder den Beweis geliefert, daß aus turnerischem Gebiete im verflossenen Winter fleißig wieder geübt worden ist, und rufen wir dem Verein auch von dieser Stelle au8 einGut Heil! zu.

Für Radler. Das preußische Kammergericht zu Berlin hat erkannt, daß Radler, die ihre unbeleuchtete Maschine in der Dunktt- httt neben sich herschieben, nicht strafbar sind. Nur wenn Re wäh­rend des RadelnS in der Dunkelbeit ohne brennende Laterne be­troffen werden, machen fie sich strafbar._______________________________

Auszug aus den Kirchenbücher»

-er Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Getraute.

Markusgemeinde.

Den 21. April. Georg Stock, Schutzmann zu Gießen*'und Pau­line Ottilie Müller, Tochter von dem Landwirts Theodor Müller zu Liebenscheid.

Getaufte.

Markusgemeinde.

Den 22. April. Dem Dachdeckermeister Johannes Prang ein Sohn, Heinrich Hans, geboren den 22. Dezember.

Lukasgemeinde.

Den 22. April. Dem Lokomotivheizer Heinrich Blank ein Sohn, Wilhelm, geboren den 16. März.

Den 23. April. Dem Rechtsanwalt Emst Ludwig Rosenberg ein Sohn, Kurt Paul Anton Joseph, geboten den 25. November.

Johannesgemeinde.

Den 22. April. Dem Tapezier Wilhelm Böhling eine Tochter, Marie Mathilde, geboren den 84. Januar.

Den 27. April. Dem Kaufmann WUHelm Kinkel eine Tochter, Mathilde Sophie, geboren den 10. April.

Beerdigte.

lZM- äv ' ^Lukasgemeinde.

" Den 26 April. Maria Herr geb. Schmidt, Ehefrau des Berg­manns Karl Herr, 39 Jahre alt, starb den 24. April.

Den 26. April. Sophie Schnegelsberger geb. Keck, Ehefrau des städtischen Arbeiters Heinrich Schnegelsberger, 47 Jahre alt, starb de« 24. April.______________________________________________________________

Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 30. ApriL

Wechsel auf New-York zu 4.21-22.

Prämien auf Kredit per ult Mai 1.40 %, do. per ult. Juni 2.30%, Diskonto-Kommandit per ult. Mai 1.20%, do. per ult. Juni 2%, Lombarden per ult Mai 0.70%, do. per ult. Juni 1%.

Notierungen: Kreditaktien 228.60-00-00-00, Diskonto- Kommandit 188.30-187.90, Staatsbahn 186.70-00, Gotthard 141.80, Lombarden 27.00-00.00, Ungar. Goldrente 97.25, Italiener 95 20, Sproz. Mexikaner 25.80, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 4% Br., 4%% G.

l%-2% Uhr: Kreditaktien 228.60-00-000, Diskonto-Kom- mandit 187.90-70, Staatsbahn 136.80-137, Lombarden 27.10-80.

Für Teppichhäudler. Das Kaiser!, türkische General- Konsulat in Frankfurt a. M. bittet uns, im Auftrage deS Ministettums des Auswärtigen in Konstantinopel zur Kenntins der Jntereffenten zu bringen, daß die Kammer für Handel, Landwirtschaft und Industrie in Kaisarije in Kleinasien, die Handelskammer in Konstantinopel ersucht hat, den Teppichhändlern mitzuteilen, daß sie gern bereit wäre, alle ihr von Konstantinopel oder dem Auslande zugehenden Aufträge auf die bekannten Seidenteppiche von Kaisarije direkt an die Fabri­kanten kostenlos zu übermitteln, damit einerseits dem Treiben und Ge» bahren einer gewissen Sötte von Teppichmaklern und Spekulanten, welche die Preise ins ungemeffne steigern, ein Ende bereitet werde, und andrer­seits alle Aufträge zu den reellen Fabrikpreisen von nur ca. 10 bis 30 Pfund tüttisch per Teppich ausgeführt werden können.

Di- Borsaisorr-Berbin-urrg der Salon-Schnelldampfer von Hamburg nach Cuxhaven und Helgoland wird nach bem von der Nordsee-Linie in Hamburg herausgegebenen Fahrplan am 8. Mar beginnen. Die Vorsaison wähtt bis zum 16. Juni, und finden in den ersten 14 Tagen wöchentlich zwei Fahrten (jeden Dienstag und Frertag) von Hamburg via Cuxhaven nach Helgoland und zurück statt, während vom 22. Mai bis 16. Juni wöchentlich drei Fahrten, und zwar ^den Dienstag, Donnerstag und Samstag, ausgeführt werden. Am Ium wird dann der tägliche Verkehr nach Helgoland und den übrigen Nord­seebädern eröffnet. Während der Pfingstfeiertage werden, wie alljährlich, Sonderfahrten veranstaltet.

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