strebt isst, China noch ferner von der Außenwelt abzuschließen, verhindern, und zu diesem Zwecke trat die Kaiserin-Wittwe hervor. So lange aber Kwangsu noch nomineller Kaiser war, vermochte er immerhin einen Einfluß auf seine Anhänger auszuüben, und deshalb schien es wohl der Kaiserin-Regentin geboten, ihn auch seines Ranges zu -entkleiden und ihm einen Nachfolger zu geben, der infolge seiner großen Jugend noch lange die Gefahr eines selbständigen Auftretens ausschließt. Die europäischen Regierungen haben also alle Ursache, den Thronwechsel in China sehr mißtrauisch aufzunehmen, da er jedenfalls geeignet ist, die Fortschritte, welche in Bezug auf die Erschließung des Reichs der Mitte bisher gemacht worden sind, in Frage zu stellen und weitere Erfolge in dieser Hinsicht unmöglich zu machen. Abgesehen aber davon, ist die Befürchtung nicht ungerechtfertigt, daß der gewaltsame Thronwechsel Unruhen im Gefolge hat, durch welche die europäischen Interessen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb dürfte die Diplomatie das Ereignis nicht leicht nehmen, sondern die Weiterentwickelung desselben aufmerksam verfolgen, umsomehr, als es sich um viele Millionen europäischen Kapitals handelt, welche dabei in Frage stehen.
Deutsches Reich.
Berlin, 31. Januar. Der Militär-Attachee bei der hiesigen englischen Botschaft, Oberst-Leutnant G r i e r s o n ist am Dienstagabend nach London abgereist. Er wird sich von 'dort nach Südafrika begeben, um am Kriege teil zu nehmen. Ein Stellvertreter für Berlin ist noch nicht ernannt.
— Der K aiser hatte heute vormittag eine Konferenz mit dem Staatssekretär Grafen v. Bülow und hörte alsdann den Vortrag des Chefs des Zivilkabinets von Lukanus.
— Wie die Germania meldet, hat die Besserung im Befinden des Dr. Liebe r auch heute zwar a n gehalten, aber nicht so erhebliche Fortschritte gemacht, wie an den vorangegangenen Tagen. Immerhin ist wenigstens kein Rückschritt zu verzeichnen, der neue Besorgnisse einflößen könnte.
— Auf der Bühne des Theater in Dortmund ereignete sich heute früh bei einer Probe ein Unfall. Ein Theater-Arbeiter ließ das Tau einer Versenkung etwas zu früh los, wodurch 8 Personen einige Meter hinabstürzten. Dieselben kamen mit leichten Verletzungen davon.
— In der Wahlprüfungs-Kommission des Reichstages wurde die Wahl des Abg. Sachse (Soz.) für u n g i l t i g erklärt, die der Abgg. vonKardorff (Rp.) und Stöcker für g i l t i g. Die Wahl des Abg. Dr. H a e n e l wurde b e a n st a n d e t.
— Im Reichstage ist heute die Interpellation Czarlinski (Pole) eingegangen, betreffend Handhabung des § 187 des Gerichtsverfassungsgesetzes.
— Das A b geordnetenhaus beriet heute den F o r st e t a t. Die Titel zum Ankauf von Grundstücken zur Anlegung von Forsten sowie das Ordinarium und Extra- Ordinarium wurde,: an die Budget-Kommission zurückverwiesen. Der Rest des Etats wurde in Ordinarium und Extra-Ordinarium genehmigt. Morgen ist Fortsetzung der Etat-Beratung.
— Der frühere konservative Reichstagsabgeordnete H e l l d o r f f erklärt in der „Konservativen Korrespondenz", daß die vom Fürsten Herbert Bismarck in der Reichstagssitzung vom 20. Januar gemachten Mitteilungen, die sich auf die Unterhandlungen zwischen dem Altreichskanzler und Herrn von Helldorf über das Sozialistengesetz beziehen, thatsächlich unrichtig sind. Herr von Helldorf habe am 24. Januar 1890 nicht beim Fürsten Bismarck gespeist, sondern habe, einer besonderen Aufforderung folgend, noch in später Abendstunde ein Gespräch mit ihm gehabt, welches nur zwischen ihm und dem damaligen Reichskanzler und nur über das Sozialistengesetz geführt wurde. Fürst Bismarck habe ihm damals weder gesagt, noch sagen lassen, daß die Regierung das abgeschwächte Sozialistengesetz aufheben würde. Herr von Helldorf wird demnächst über den Vorgang Einzelheiten veröffentlichen.
— Wie das „Berliner Tageblatt" aus Brüssel meldet, ist die Mission des Kammerpräsidenten Beernaert in Berlin vorläufig gescheitert. Infolgedessen wird die gemischte Kommission, deren Entsendung im Anfänge der ,Unterhandlungen beschlossen schien, sich vorläufig nicht konstituieren. Die schwebenden Fragen bleiben daher vorläufig unerledigt.
B r e s l a u, 31. Januar. Das gestrige Schneewetter hat den größten Schaden im Telephonbetriebe seit dessen Bestehen angerichtet. Sämtliche 4000 Leitungen sind zerrissen. Der Schaden ist ungeheuer. Der Betrieb ist erst in Wochen wieder aufzunehmen. Auch mit Oberschlesien und Berlin ist der Betrieb auf längere Zeit gestört.
Ausland.
Wien, 31. Januar. Die gesamte Presse beurteilt d:e englische Thronrede sehr abfällig, und bezeichnet dieselbe als ein trauriges Zeichen politischer Verblendung. Die Blätter drücken ferner die Befürchtung aus, daß England im Begriffe steht, in den verderblichen Abgrund zu stürzen, den das historische Weltengeschick in Südafrika geöffnet hat.
Wien, 31. Januar. Ministerpräsident Körber reist morgen in Angelegenheit der Besetzung des Bank-Gouver- neur-Postens nach Budapest.
B u d a p e st, 31. Januar. Der P o st w a g e n des nach Arad abgelassenen Personenzuges wurde während der Fahrt ausgeraubt. Der Schaden ist noch nicht festgestellt.
Rom, 31. Januar. Die Riva-Affaire ist noch nicht beigelegt. Der Botschafter Graf Nigra soll berichtet haben, d aß man in Wien die Angelegenheit verschleppen wolle.
Rom, 31. Januar. Nach Information hiesiger Blätter soll die Ankunft Kaiser Wilhelms in Rom im April erfolgen.
London, 31. Januar. Die Abendblätter veröffentlichen ein Telegramm aus Pietermaritzburg, demzufolge die ganze britische Armee das ©Übufer des Tugela erreicht hat. Diese Nachricht widerspricht der Meldung, daß die Brigade Lytteltons noch ihre ursprüngliche Stellung inne habe.
L o n do n, 31. Januar. Aus Colesberg wird über Prätoria vom 25. Januar berichtet: Der Buren- Kommandant D e l a r e y hat den Engländern bei Colesberg eine große Niederlage beigebracht. Der anstürmende Feind wurde mit bedeutenden Verlusten zurückgeworfen. Auf Seiten der Buren sind nur zwei Mann verwundet worden. Die Beschießung von Kimberley dauert fort.
London, 31. Januar. Ein Telegramm aus Kimberley vom 26. Januar besagt, daß oie Buren während der Nacht die Stadt mit großer Energie beschossen. Es wurden nicht weniger als 600 Granaten abgefeuert. Die Engländer antworteten resultatlos.
Konstantinopel, 31. Januar. Infolge des Ultimatums des italienischen Botschafters wird Silvia G e - meli noch heute ausgeliefert.
Lokales und Provinzielles.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte», werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
zGieß en, 1. Februar 1900.
GeschichtSkalender. (Nachdruck verboten.) Vor 71 Jahren, am 2. Februar 1829, wurde zu Renthendorf bet Neustadt a. d. Orla der berühmte Naturforscher undRetsende Alfred Edmund Brebm geboren, weltbekannt durch fein Hauptwerk „DaS Tterleben". Nur wenig Naturforscher unserer Zrtt find als Lehrer- und Hausfreunde zu so wetten Kreisen des deutschen Volkes in innigste Beziehung getreten, wle dieser Gelehrte. Der noch nicht 50jährtge Forscher starb am 11. November 1884 in seinem Geburtsorte.
• * Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. Dezember v. I. dem Bürgermeister Johannes Euler I. zu Ober Roden das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" am Bande des Philipps Ordens zu verleihen.
* • Bon der Universität. Der Physiker Prof. Dr. W. Wien hat den an ihn ergangenen Ruf nach Würzburg angenommen und um seine Entlassung aus dem hessischen Staatsdienst nachgesucht.
* * Kunstnotiz. Wie wir im „Darmst. Tagebl." lesen, hat daselbst im „Mozart-Verein" ein geborener Gießener, Herr Regierungsassessor Lony gesungen und gute Erfolge erzielt. Das Blatt schreibt u. a.: „Die Mozart'sche Cantate „Lob der Freundschaft" schloß sich ihm an. Die Soli für Tenor und Baß wurden von den Herren K. Lony und H. Oppenheimer gesungen. Ersterer erregte sowohl in diesem Solovortrag, als auch in den späteren, unter denen wir den „Prolog" aus „Bajazzo" hervorheben, durch seinen prächtigen, jugendfrischen Tenor eine gewisse Sensation, sodaß der Wunsch berechtigt ist, ihn einmal in einem öffentlichen Konzert des Mozart-Vereins zu hören. An den offiziellen Teil des Programms schlossen sich zwangslose Vorträge an. Besonders zündend wirkten die schönen Solovorträge des Herrn Lony, der die Anwesenden so begeisterte, daß ein Hoch von Herrn L. Trier auf ihn ausgebracht wurde . . . ."
* • Am 4 Februar findet in Darmstadt das dies jährige große Gala-Saalfest des Darmstadter Bicycle Klubs statt, dessen großartige Vorbereitungen einen glänzenden Verlauf erwarten lassen. Am Morgen desselben Tages hält der Gauvorstand eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: Gau-Tourenbuch und -Karte, Bürgerliches Gesetzbuch und Gau; sportliche Veranstaltungen (Wanderfahrten u. a). Gleichzeitig finden sich die Ortsvertreter des Gaues zusammen und beraten über: Ortsvertreterwesen, Bundesgasthäuser, Warnungstafeln, Wegweiser rc. Der Nachmittag vereinigt sämtliche anwesenden VereinS- fahrwarte des GaueS zu einer gemeinsamen Aussprache. Man sieht, der Gau tnmmelt sich rührig mit Rücksicht auf die herannahende Fahrsaison.
Q Vom Laude, 29. Januar. Die Klagen der Landwirte über Die herrschende „Leutenot" werden immer allgemeiner und lauter. „Petri Stuhlfeier" — 22. Februar —, an welchem in vielen Gegenden sich der Dienstbotenwechsel zu vollziehen pflegt, naht heran, und zahlreiche Landwirte sehen sich vergeblich nach einem Knechte oder einer Magd um. Manche Bauersleute gehen tagelang auf Reisen, um zum bevorstehenden Umzugstermine einen Dienstboten zu suchen. Selten kehren sie mit Erfolg zurück und dann auch nur, wenn sie enorme Löhne anlegten. Auch mit de« aus Nord- und Ostdeutschland importierten Dienstboten macht man nicht immer erfreuliche Erfahrungen. Die Leute acclimatisieren sich schwer, können sich an die süddeutsche Kost nicht leicht gewöhnen und werden gewöhnlich bald vom Wandertriebe ergriffen. In den Städten suchen die Dienstboten vom platten Lande ein bequemeres Leben. Diese „Landflucht^ und dieser „Zug nach den Städten" beschäftigt neuerdings auch die pädagogischen Kreise, welche auf Mittel und Wege zur Verminderung dieser die Landwirtschaft benachteiligenden Erscheinung sinnen. Der Zug nach den Städten wird zum größten Teile zurückgeführt auf den Mangel an Heimatliebe, Mangel an Verständnis für heimisches Volkstum und auf eine gewisse Gleichgiltig. feit für alles, was mit der ländlichen Heimat zusammenhängt. Den Lehrern der Dorfschulen fällt nun die Bekämpfung der Landflucht zu. Der Geschichtsunterricht kann vor allem ein Mittel zur Pflege der Heimatliebe sein. Darum wäre besonderer Wert zu legen auf geschichtliche Ereignisse, deren Schauplatz die engere Heimat war. Auch der geographische Unterricht soll geeignete Anknüpfungspunkte aufgreifen, um die Anhänglichkeit an den heimischen Boden in den Herzen der Jugend zu festigen. Den Kindern sollen dabei Die mancherlei Gefahren der Großstädte vorge- führt werden, ohne dabei in einseitig abschreckender Weise vor den Großstädten zu warnen. In unserer im Zeichen des Verkehrs stehenden Zeit wäre letzteres wohl auch ein vergebliches Beginnen. Dagegen können beispielsweise die Unterschiede in gesundheitlicher Beziehung zur Beleuchtung des Landlebens recht wohl besprochen werden. Bedeutungs
voll wäre es auch, die Landjugend zur Wertschätzung der ländlichen Arbeit zu erziehen, die Freude an der heimatlichen Natur und eine sinnige Betrachtung derselben anzuregen. Nachhaltiges Interesse am Landleben und an der Landwirtschaft soll bei der Jugend geweckt und gepflegt werden. Durch Anleitung zur Baumpflege, Gemüsezucht rc. soll sich der Landlehrer der Jugend annehmen. Die angedeuteten Momente sind zwar gegenüber einer für die Landwirtschaft verhängnisvollen Erscheinung die allerkleiuften Eindämmungsmittel, allein zur Betrachtnng immerhin wohl wichtig genug.
△ Vom Lande, 31. Januar. Die Hoffnung, daß des Winters Macht gebrochen fei, war leider trügerisch. Die letzten Tage des Januar haben uns noch eine prachtvolle Schneelandschaft beschert. Heute erschallt Denn auch allenthalben wieder das liebliche Schellengeläute der „Rennschlitten", und der „kleine Monat", wie die Landleute den Februar zu nennen pflegen, kann uns auch noch mit Frost- wetter überraschen.
ck. Rödgen, 31. Januar. Bei dem nunmehr erfolgten Jahresabschluß des Gesangvereins Eintracht dahier, konnte mit Freuden konstatiert werden, daß das abgelaufene Vereinsjahr ein recht günstiges war. Dem Verein traten im Laufe des Jahres mehrere neue Mitglieder bei.
□ Ruppertenrod, 31 Januar. Die hiesigen Züchter und Liebhaber reinen Rasfengeflügels haben auf der 3. allgemeinen Geflügel und Vogel-Ausstellung zu Gießen wiederum recht schöne Erfolge errrungen. Es erhielten auf Hamburger Goldsprenkel H. Maus einen Ehren- und einen 2. und 3. Preis, K. Maus auf weiße Italiener einen 2. und 4. Preis, H. Finkernagel auf Goldlack einen 2. und auf schwarze Italiener einen 2. Preis, K. Rohn aus Goldlack einen 2. Preis, H. Burg auf Silberlack einen 4. Preis und K. Burg auf weiße Minorka einen 3. Preis. Wenn man hierbei in Erwägung zieht, daß die Zeit der hiesigen Zucht reinen Rassengeflügels verhältnismäßig noch eine sehr kurze ist, so muß man sagen, daß die Züchter zielbewußt vorgehen, und daß sie keine Mühe scheuen, den Anforderungen, die eine Reinzucht verlangt, gerecht zu werden. Der eigentliche Gründer der hiesigen Reinzuchtvereine, Herr Södler in Nieder Gemünden, darf aber auch stolz fein auf die Anerkennung feiner Bestrebungen und Verdienste um die Hebung der Geflügelzucht in unserer Gegend, denn Herrn Södler lediglich gebührt das Verdienst, den Boden für die Reinzucht von Rassengeflügel hier gelegt und bearbeitet zu haben. Er selbst erzielte für ausgestelltes Ge- flügel auf genannter Ausstellung 2 Ehren , 2 erste, 4 zweite, 5 dritte und 6 vierte Preise. Aus dieser Anzahl von Preisen erhellt zur Genüge, mit welcher Lust und Liebe Herr Södler die Geflügelzucht betreibt.
+ Grünberg, 31. Januar. Mit dem 1. Februar verläßt Herr Ober-Postasfistent Schliephacke unsere Stadt, um seinen Dienst am Postamt Gießen, wohin er versetzt wurde, anzutreten. Zum Nachfolger des Herrn Schliephacke am hiesigen Postamte wurde Herr Ober-Postassistent Petri zu Gießen ernannt.
r. Gudensberg, 31. Januar. Einen wertvollen Fund machte hier vor einigen Tagen der Schornsteinfeger- meister L. auf Dem hiesigen Postamt. Er bemerkte auf dem Boden liegend, ein altes Kouvert, welches er aufhob. In demselben befanden sich drei Hundertmarkscheine, welche L. auf dem Bürgermeisteramte ablieferte. Sehr bald meldete sich der Eigentümer, ein Schafhändler aus Westfalen, welcher das Geld beim Aufgeben einer Depesche aus dem Rock verloren hatte. Er hatte seinen Verlust erst am Dorfe Niedervorschütz bemerkt und war nun voller Bestürzung nach dem hiesigen Postamt zurückgeeilt. Seine Freude war natürlich groß, als er sein Geld wieder erhielt, gern zahlte er den Finderlohn und eine tüchtige Zeche. —
§ Grebenhain, 28. Januar. Hier wurde gestern abend der Geburtstag des Kaisers festlich begangen, und zwar gemeinschaftlich durch den Kriegerverein, Musikverein und Gesangverein, in dem geräumigen Saale des Gastwirts Heinrich Ganß XIV. Wie schon einigemale, so hielt auch diesmal der Kriegerverein seine Generalversammlung gleichzeitig ab. Auch fand gleichzeitig Neuwahl der Vorstandsmitglieder statt. Einstimmig wiedergewählt wurden Oberförster Weber als Präsident und Postverwalter Breit- wieser als Stellvertreter. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Herr Oberförster Weber hielt dann eine Rede, dankte für die Wiederwahl und schloß mit einem dreifachen Hoch auf Seine Majestät den Deutschen Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großherzog. Unter )en Klängen des Musikvereins, sowie bei einem guten Glase Bier fanden noch verschiedene komische Aufführungen statt. Auch wurden mehrere patriotische Reden gehalten und Toaste ausgebracht, und gingen die Mitglieder der Vereine erst gegen Nach-Mitternacht nach Hause. Es wurde bei dieser Gelegenheit gleichzeitig eine Sammlung für die Buren veranstaltet, welche die Summe von 22 Mk. ergab.
A Mainz, 31. Januar. Bei den hiesigen Möbel- chreinem ist ein Ausstand im Anzug. Die Gehilfen verlangen eine Herabsetzung der Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden pro Tag sowie eine Erhöhung des Lohnes bei Überstunden nach Feierabend um 40 Prozent und bei der Sonntagsarbeit um 50 Prozent. Wenn diese Forderungen nicht bewilligt werden, soll allgemein in Streik getreten werden. Bis jetzt haben die Möbelfabrikanten und Meister noch keine Stellung zu den Forderungen genommen. — Mainz soll jetzt auch ein Krematorium bekommen. Der hiesige Verein für Feuerbestattung hat sich bereits wegen Errichtung eines solchen mit der Bürgermeisterei ins Benehmen gesetzt.
m. Treysa, 31. Januar. Wie weit oft der Spinn- ftubenunfug geht, zeigt ein Fall, der dieser Tage in einem benachbarten Dorfe vorkam. Einer der jungen Burschen wollte dem Spinnstubenhalter einen Schabernack an-
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