Ausgabe 
1.12.1900 Zweites Blatt
 
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Ä Ä* '*".«,.:y ?sya ben müssen. Der Arrt i Md verboten und w. ??? Oberarztes des i- b bn- Rechtsanwalt h an, das Verfahren geoa bin:

Reifel, datz Luppa sich r,-

IlHnlersuchungshaft für verbüßt zu erachten seien, gegen 5o(ff sechs Monate Gefängnis, sechs Monate Ehrverlust mb 3000 Mark Geldstrafe.

Es folgt das Plaidoyer der Verteidiger. Zuerst spricht Rechtsanwalt Leonhard Friedmann für Nu Angeklagten v. Kayser; er plaidiert für Freisprechung Wes Klienten. Rach der Mittagspause nimmt Rechts- miualt Fuchs als Verteidiger des Angeklagten v. Schacht.

Myer. Der dritte Verteidiger, Rechtsanwalt W r o n k e r, kr Bitte um Freisprechung des Angeklagten v. Schacht- Myer. Der dritte erteidiger, Rechtsanwalt Wrouker, tutl für den Angeklagten Wolff ein. Er stellt dessen Zreisprechung anheim, bittet aber unter allen Umständen 11m eine milde Strafe.

Der Gerichtshof verurteilte v. Kays er zu drei Monaten, v. Schachtmeyer zu zwei Monaten, Voll ff zu vier Monaten Gefängnis. Wolff iuf.rrbem zu 3000 Mark Geldstrafe. Bei v. Kayser und v Lchachtmeyer wurde die Strafe als durch die Unter* üiclMngshast verbüßt angesehen. Das Urteil spricht aus, das-, alle drei Angeklagten das Glücksspiel gewerbs- mopsig betrieben haben. Ihr Leichtsinn wurde bei brr »Strafabmessung berücksichtigt. Der Gerichtshof fand leinen Anlaß, Wolff die Ehrenrechte abzusprechen.

i'ich zur Beratung x; Stert: Die Ansicht desh- Vegganges des LuD, der weiteren Mn*?: n, ist in keiner Weise en't hnt der Gerichts^ d i g e r s ab. Sierauj tor ritte Herr, mit bem hm nann erschienen mar, i>?

Zu diesem Punkt nr hunqsgesängnis borget gestellt. Diese erüärl :l der bett. Mann r sei doch nicht so dit' Frau Hausmanns ukomme, baß er Air. rd) ein Loch AT in ihrem Jimmer WF imt faßen könne, ob eU -nn mürbe in allen PW

iechtsanwaii Dr. Acün an die Ä^in M-' derve^en.datzhmck^.

Äonsmann unjW f)t einen Besuch aW' gert über diesen Punkt w t auf die Frage, ob 1^ hat. Frau Hausmann m eibiqt Tie Callis m,rl wststtase von brei^M'- imann zugerufen

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Sießen, 30. November 1900.

Auf das Glückwunschtelegramm, daS die zur Feier lrS Geburtstags des Großherzoglichen Paares vor- jtstern in den Räumen des Gesellschastsoereins erschienene zrstr ersammlung absandte, lief gestern folgende Antwort ein: Rektor Profeffor Dr. Schmidt

Gießen.

Zhre Königlichen Hoheitm der Großherzog und die Groß­herzogin lassen für autmerksamen Geburtstagsglückwunsch der gestrigen sistvecsammlung bestens danken.

Kabinettsrat R ö m h e l d.

* DaS Regierungsblatt Nr. 76, ausgegeben am 28. November, enthält eine Verordnung, die Ausführung tks Gesetzes, die Vermögenssteuer betr., vom 12. August 1899, worin bestimmt wird, daß die Erhebung der Vermögeus- Kmr vom 1. April 1901 ab statt findet.

Eisverei«. Wir wollen nicht unterlassen, unsere Stier darauf aufmerksam zu machen, daß am 1. Dezember feie Frist abläuft, in der die Quittungen der Mitglieder- ütitrigc bei Herrn Friseur Gerhardt noch abzuholen sind. ®er seine Quittung bis dahin nicht in Empfang genommen tzit, gilt als ausgetreten und hat im Falle der Wieder- Wwelldung nochmals Eintrittsgeld zu zahlen. Die Fach- zrilschrift für die Interessen des SchlittschuhlaufsDer Ws; ort" liegt in der öffentlichen Lesehalle zur gefl Be- mtzumg auf.

Darmstadt, 29. November. Der Großherzog hat Ich hievte vormittag zur Fasanenjagd bei Dornberg begeben. Der Gesetzgebungsausschuß der Zweiten Sammer hat den sozialdemokratischen Antrag auf Ent- ßchäivigung unschuldig Verhafteter sowohl bei MersuchungS- als bei Straf haft einstimmig ange­nommen. Die Regierung verhielt sich ablehnend, H. a. weil die Kompetenzfrage streitig sei.

Seligenstadt, 28. November. Außerordentlich zahlreich wt die diesjährige Generalversammlung des hessi- sihtvl Bauernvereins besucht. Auch aus den benach- bsnlem bayerischen Gegenden waren viele Besucher erschienen, tue kleine, aber interessante Ausstellung war mit der Ver- smmllung verbunden. Der Vorsitzende des Vereins, Pfarrer da tret von Fehlheim, eröffnete die Versammlung mit Ijeazlichen Worten. Der Anwalt der Raiffeisenfiliale Lud- t »jgchasen a. Rh., Herr v. Reitz, legte die großen Vor-

1 He des gemeinschaftlichen Ein- und Verkaufs dar. Der

'Hrfitzende verstärkte diese Mahnung noch durch drastische

jfinspiele aus dem Leben. Dann sprach ein Gast aus

XBtojtrn, Abg. Heim, über die Erhöhung der Getreide- zßle. Schutzzölle für die deutsche Landwirtschaft sind eine z-oiderung der Gerechtigkeit. Die Sozialdemokraten, die l lm Bauernvertretern Brodverteuerung vorwerfen, vergessen, \ taj auch die Streiks der Arbeiter, deren Berechtigung oft ipiug das ganze Volk anerkannt hat, die Preise der Fabri- I'tit unb Produkte in die Höhe treiben. Die Lage für den

s kuschen Bauernstand wird immer bedrohlicher; bald werden > «eie Weltverkehrswege, wie die sibirische, die mesopotamische U*, den Wettbewerb des Auslandes noch verschärfen. 2v*r müffen die Getreidezölle ausreichend erhöht werden. ^Ktdhafte Zustimmung.) Die Differenzierung der Getreide- c raten bei der Zollfestsetzung hat keine Berechtigung mehr. «Stuften- und Haferzoll müßten jedenfalls gleich hoch sein,

üisin gerade die ärmsten Bauern produzieren Hafer. Redner nwbete sich gegen die Behauptung, daß die Kleinbauern 8iai b'en Getreidezöllen keinen Nutzen hätten. Wer so redet, Hifi nicht, waS 100 Mk. Mehreinnahmen für einen kleinen !Rmn bedeuten. Die Industrie hat auch Schutzzölle und ^ortprämien. Der Bauer hat keine Syndikate, die bei tlek Industrie jetzt anfangen, das deutsche Volk nach Be- tjebtrt auszuwuchern. Redner schloß mit einem kräftigen ttypeDI an die Bauern, sich zusammenzuschließen in den

Aauccnvereinen. (Stürmischer Beifall.) Das letztere Thema

Ule*fcclte auch Abg. Gerstenberger. Darlehenskaffen

Genoffenschaften seien notwendig. Landwirtschaftlicher Statin, Bund der Landwirte und dergleichen seien aber für bäuerlichen Verhältnisse weniger geeignet. So recht ffct ben Bauer paffe nur der Bauernverein, in dem der 8tatet: auch selbst Mitarbeiten und mitredeu könne. Die Statecnoereine legen mehr Gewicht auf die praktische Arbeit iQaiif die Agitation. Sie drillen aber auch die einzelnen SMglueder, damit sie die wirtschaftlichen Verhältnisse recht fltaienn und ihre Waffen gebrauchen lernen. Wir nennen »MHriftlich, weil wir unS in allem durch die christlichen Wuntofäfce leiten lassen. Ein großer Schritt vorwärts sei «i'hbotr in Frankfurt a. M. angebahnten Vereinigung der di kiWen Bauernvereine geschehen, die zusammen schon über

230 000 Mitglieder zählen. (Lebhafter Beifall.) Verwalter Uebel-Dieburg befürwortete eine Gliederung des Vereins in Bezirksvereine und zeichnete deren besondere Aufgaben in praktischer Weise. Pfarrer Helfrich-Kleinkrotzenburg feierte den verewigten ersten Präsidenten Frhrn. v. Köth. Nach einem packenden Schlußwort des Abg. Dr. Heim wurde die Versammlung geschloffen.

Frankfurt a. M., 29. November. Vorgestern erschienen zum Baden im Frauenschwimmbad die Großherzogin von Hessen, ferner Prinzessin von Montenegro und Großfürstin Helene von Rußland in Beglei­tung der Gräfin Erbach und Tochter, welch letztere Abon- nentin ist und hier Schwimmunterricht nimmt. Es zeigte sich, daß die Damen vorzüglich schwimmen konnten, sie sprachen sich sehr belobigend über das Bad aus und ver­sprachen baldigst wiederzukommen.

* Kleine Mitteilungen ans Hessen und den Nachbarstaaten. Oberbürgermeister Schüler in Marburg hat auf den 1. April n. I. sein Entlaffungsgesuch eingereicht. In Castel entstand in einem Güterschiff eine Benzol-Explo- sion, die den unteren Teil des Schiffes in Brand setzte. Ein Matrose trug schwere Brandwunden davon, während ein anderer Matrose nur leicht verletzt wurde. Nach vieler Mühe gelang es, das Feuer zu löschen.

Vermischtes.

* Kiel, 29. November. Nachmittags 4 Uhr brach im Torpedo-Minenschuppen des Artillerie-MinendepotS in Dietrichsdorf durch Unvorsichtigkeit der Arbeiter bei der Behandlung von Schießbaumwolle Feuer aus. Die dort lagernden fünf Minen kamen unter starker Detonation zur Explosion. Bei dem Unglück wurden ein Matrose und vier Arbeiter durch Brandwunden schwer verletzt. Dem energischen Einschreiten der Arbeiter und eines von den Kriegsschiffen schleunigst gesandten Matrosendetachements gelang es, das Feuer auf feinen Herd zu beschränken. Der aus Holz gebaute Schuppen ist vollständig niedergebrannt.

Unglück auf den Marianen. Auf der Insel Guam zerstörte der Orkan mehrere Orte. DaS Meer überfluthete den größten Teil der Insel und ver­nichtete alle Vegetation, sodaß die Ueberlcbcnbcn sich im größten Elend befinden. Hilfe wurde von Manila abge­sandt. Die Mannschaft des bei der Insel untergegangenen KreuzersNosemite" trieb zwei Tage hilflos umher. Die Kokosvußernte ist auf vier Jahre ruiniert. Der Taifun dauerte vom 11. November bis 13. November, zerstörte an 1000 Häuser, darunter diejenigen des militärischen Hauptquartiers, desgleichen die Städte Jndrahan und Terraforo. Hunderte von Eingeborenen wurden getötet.

Genchtssaal.

- 1. Gieße«, 27. November. Schöffengericht. Nachdem das Schöffengericht zunächst die Verhandlung in der Strafsache gegen einen hiesigen Kutscher aus DienLtag den 18. Dezember ds. I. vertagt hatte, wird in die Verhandlung gegen einen früheren Ausläufer eines hiesigen Warenhauses wegen Diebstahls und Unterschlagung ein­getreten. Dieser Vergehen soll sich der Angeklagte, der s. Z. wegen Unterschlagung eine Gefängnisstrafe von 10 Wochen verbüßt, dadurch schuldig gemacht haben, daß er Verkaufsgegenstände im Wert von 11,45 Rk. entwendete und des weiteren den Betrag von 2 Mk. unterschlug. Der Angeklagte ist geständig und wird deshalb unter Zubilligung mlldernder Umstände in eine Gesamtgefängnisslrafe von 14 Wochen genommen. Nachdem nunmehr die Straffache gegen den früheren Ausläufer eines hiesigen Geschäfts wegen Unterschlagung auf Dienstag den 18. Dezember vertagt worden ist und eine weiter anstehende Strafsache gegen eine hiesige, jetzt in Wetzlar verheiratete Drenstmagd wegen Unterschlagung von 55 Pfg. mit der Freisprechung der Angeklagten endigte, wird in die Ver­handlung gegen einen auf einem hiesigenHofgut beschäftigten Arbeiter wegen Körperverletzung eingetreten, der einem Mitknecht mit einer Schüffel von Eisenblech eine Beule am Kopf beigebracht hatte. Das Urteil lautet auf Freisprechung. Ebenfalls fteigesprochen wird ein hiesiger Arbeiter von dem ihm zur Last gelegten Vergehen der Sachbeschädigung. In­folge der Zurückziehung des Einspruchs gegen einen erlaffenen Zahlbefehl ist die Verhandlung in der betr. Sache überflüssig geworden. Als notwendig erweist sich demnächst die Aussetzung der Verhandlung in der Strafsache gegen einen Einwohner von Burkhardsfelden zwecks vorheriger kommiffarischer Vernehmung eines Zeugen. Neuer Verhandlungstermin wird auf Dienstag den 18. Dezember anberaumt. Das Urteil in der Straffache wegen Sachbeschädigung gegen einen Schreinergesellen von Frankfurt a. M., der beschuldigt wird, den Gummireifen eines in dem Keller eines Neubaues in der Wilhelmstraße stehenden Fahrrades mit einem scharfen Hobelmeffer beschädigt zu haben, lautet auf Freisprechung. Wegen Hausfliedensbruchs haben sich zuletzt ein Zigarrenversender aus Steinberg, ein hiesiger Versicherungsbeamter und ein Schreiner­meister aus Steinberg zu verantworten. Sie sind beschuldigt, im August ds. Jahres der seitens eines hiesigen Wirts ergangenen Aufforderung, das Lokal zu verlaffen, nicht rechtzeckig Folge geleistet zu haben. Das Gericht erkennt auf eine Geldstrafe von 20 Mk. gegen b<n am meisten belasteten Angeklagten, spricht dagegen die beiden anderen von Strafe und Kosten frei.

L. L. vieren, 27. November-, Strafkammer- NuS der UntersuLungshafi oorgeführl, hat sich zunächst ore Tag öhnertn Marte Ottninska aus Russisch Polen wegen Mejestätsbeletdigung zu verantworten. Die Angeklagte erhält eine Gefängnisstrafe von 2 Monaten, wovon 1 Monat als durch die Untersuchungihaft ver­büßt gelten soll. Gegen ein fretsprechrndeS Urteil ia der Straf­fache gegen dm Arbeiter Johann Wtthelm Bernhardt von Kletn- Ltndcn wegen.'pervcrlrtzung hatte der Staatsanwalt Berufung eingelegt. Die Kammer erkennt unter Aushebung deS erstinstanzlichen Urteils auf eine Geldstrafe von 50 Mk. W gen Diebstahls und Betrugs in mehreren Fällen, aukgeführt in Gteßm bezw. Altm- schlirf, erhält der mehrfach vorbestrafte -Schuhmacher Dietrich Schmtdthaus aus Quersurt eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monaten 2 Wochen. SIS durch die Untersuchungshaft verbüßt werden 2 Wochen in Abrechnung gebracht. S)ie am letzten Frenag auf heute vertagte Verhandlung in der Strafsache gegen die Tag­löhner Franz Kröckel aus Ober-Sinn bei Würzburg, Gg. Hardt aus Ktein-Btrberau, seit Jahren in Frankfurt wohnhaft, und Fr. Bro de aus Halle a. d. S. wird nun wieder ausgenommen, nachdem die Angeklagten geschlossen unter Bedeckung von zwei Gendarmen oorgeführt worden find. Sämtliche Angeklagten haben größere Vorstrafen erlitten, Hardt und Kröckel auch solche wegen schweren Diebstahls Diesmal stehen fie unter der Anklage des schweren Diebstah s und deS DiebstahlSoe'suchs, dadurch be­gangen, daß fie in der Nacht vom 26. mm 27. AprU d. Js. zu Vilbel, nachdem fie dort zunächst einen Kellrreinbruch rerübt hatten, durch Einsteigen in verschiedene K<ller und andere Räume meh ere Flaschen Sekt und velschiedener Weine, sowie einen Kuchm, ein Slück Fleisch und Kleidungestücke sollen entweud-t haben. Kröckel und Brode legen ein unumwundenes Geständnis ab, Hardt dagegen

leugnet mit großer Hartnäckigkeit und versucht seine Miiar.g,klagten durch grobe Ausschreitungen, die ihm zunächn eine Hältst;ase von drei Tagm einbringen, etnzuschüchteru. Das Gericht erkennt w gen schwerm Diebstahls in drei, wegen Diedstahlsoersuchs in zwei Fällen, sowie wegen einfachen Diebstahls in einem Fall gegen Kröckel auf eine Zuchthausstrafe von 6 Jahren, gegen Hardt auf eine solche von 9 Jahren 8 Monaten, gegen Brode auf dr.e Ge­fängnisstrafe von 2 Jahren 4 Monaten. AIS durch die Strashasi verbüßt werden Kröckel 1 und Brode 2 Monate in Abzug g bracht. Die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte erstreckt sich auf die Dauer von 5 resp. 10 und 3 Jahren; außerdem spricht die Kammer in allen drei Fällen die Zulässigkeit von Polizeiaufsicht *u8.

Kirchliche Nachrichten.

tzsaugelische Gemeiudr.

Sonntag den 2. Dezember. 1. Advent.

Anfang deS neuen Kirchenjahres. Gottesdienst.

<%n bet Tladtkirche.

Vormittags 9</t Uhr: Pfarrer Schlosser.

Beichte und heil. Abendmahl für die Matthäus- und Markus- gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Vormittags ll* 1 * * * s/* Ubr: Kinderkirche für die MattbäuSgemeinde. Pfarrer Schlosser.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Dr. Grein.

Abends 6 Uhr: Besprechung mit der konfirmietten männlichen Jugend auS der Markusgemeinde wegen der Zusammenkunft in diesem Winter. Es werben hierzu die in diesem Jahre und in früheren Jahren Konfirmierten eingeladen. Dr. Grein.

Donnerstag den 6. Dezember, abends 8 Uhr: BtbelstUAd« im Konfirmandensaal (Kirchftraße 9). Ps. 8. Pfarrer Schlosser.

Sonntag den 9. Dezember, 2. Advent, findet im Abendgottes­dienst Beichte und heil. Abendmahl für die Manhäusgemeinde statt, zu der besonders auch die konfirmierte Jugend der Gemeinde ein­geladen wirb. Anmeldungen dazu werden vorher bei dem Pfarrer der Gemeinde erbeten.

In der Johanneskirche.

Bormittags 9»/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Beichte und heil. Abendmahl für die £ufa£> und die Jo- hanneSgemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten.

Bormittags ll1/« Uhr: Kindergottesdienst für die Johannes- grrneiude. Pfarrer Dr. Naumann.

Abends 6 Ubr: Pfarrer Euler.

Nach allen Gottesdiensten Sammlung für die Kirchenkaffe.

Montag den 3. Dezember, abends 8 Uhr: Bidekffnnde im Konfirmandensaal der JohanneSkirche- Hebräerbrief Kap. 4. DaS Eingehen in die Gottesluhe in der Kraft des Wortes GotteS.

Pfarrer Dr. Naumann.

Dienstag den 4. Dezember, nachmittags 51/» Uhr, Ber­einigung der konfirmierten Mädchen der LnkaSgemeinde im Schwesternhaus (Johannesstraße). Pfarrer Euler.

Nächsten Sonntag, den 9. Dezember, 2. Advent, im Abend­gottesdienst, Beichte und heiliges Abendmahl für die Johnrrn«-- gemeinde. Sonntag den 16. Dezember, 8. Advent, rm Abend- gottesdrenst, Beichte und heiliges Abendmahl für die Lukas gemeinde. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Zu diesen Abendmahlsfeiern werden besonders auch die Neukonfirmierten aus den letzten Jahren eingeladen.

ES wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der kirck- lichen Trauung auch ein kirchliches Aufgebot vorherzugehen hat, und wird dringend gebeten, es rechtzeitig spätestens eine Woche vor der. Trauung bei dem zuständigen Pfarrer zu bestellen.

Katholische Gemeinde.

SamStag den 1. Dezember.

Nachmittags um 4«/» Uhr und abends um 8 Uhr: Gelegenhctt ui heil. Beichte.

Sonntag den 2. Dezember. 1. AvveutSsormtag. BormtttagS von 6«/a Uhr an: Gelegenheit zur hl. Bercht.

, um 7 Uhr: Die erste heil. Messe;

vor und in derselben Austeilung der heil. Kommunwn.

M um 8 Uhr: Die zweite heil. Meffe.

, um 9Vs Uhr: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2'/, Uhr: Christenlehre, daraus AdventS-Andacht.

Neueste Meldungen.

4). Worms, 30. November. (Telephon-Meld, des Gieß. Anz." 1 Uhr mittags.) Ter Großherzog traf heute früh 11 Uhr 30 Mm. am rech>tsrhenischen Brücken­kopf hier ein. Zur Eröffnung der Eifenbahn­brücke über den Rhein hatten sich die Spitzen der Behörden und viele Ehrengäste eingefunden, die den Groß­herzog am Bahnhof empfingen, u. a. Minister v. Thielen, Eisenbahndirektor Breidenbach, Provinzialdirektor Frhr. v. Gagern, Oberbürgermeister Gaßner-Mainz, Minister Rothe, ReichstagSabg. Frhr. 5zeyl zu Herrnsheim und Ober­bürgermeister Köhler. Die Eröffnungsansprache hielt Di­rektor Breidenbach und betonte, daß nicht nur Worms und Rheinhessen, sondern Süd- und Westdeutschland ebenso wie der ganze internationale Verkehr Vorteil« von dieser Brücke hätten, über die bereits am nächsten Montag ein internationaler Zug von Hamburg nach Marseille geleitet werden würde. Hierauf fuhr der Extrazug mit dem Großherzog und den Ehren­gästen nach Station Worms, und die Festteilnehmer be­gaben sich nach dem Kasino zum Frühstück. Die j?rfte Rede hielt Oberbürgermeister Köhler und schloß mit einem Hoch auf den Großherzog. Der Großherzo« dankte und brachte ein Hpa) aus Kaiser Wilhelm aus. Um 3 Uhr begiebt sich der Großherzog wieder nach Darmstadt. Es wurden folgende Auszeichnungen verliehen: Regierungs- und Baurat G ei b e l, Direktor Seif fert und Direktor Backhaus erhielten das Ritterkreuz erster Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmuttgen, die Ingenieure Steiner und H a h n e r das Ritterkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen.

Loudsn, 30. November. Aus KrügerSdorp wird vom 25. November gemeldet: Heute fand zwischen eng­lischen Truppen und Buren, die ziemlich zahlreich in der Nähe von Sterkfontein konzentriert waren, ein Gefeckt statt, bei dem 25 Buren getötet und 17 verwundet wurden. Die Engländer nahmen 80 Pferde weg. Die Buren ver­fügten über ein Geschütz. In der Nähe von Magalens- berge wurden weitere Burentrupps gesehen.

Londou, 30. November Die heutigen Morgenblätter veröffentlichen Einzelheiten über den Sieg der Buren bei DewetSdorp, und berichten, daß sich unter den gefallenen englischen Offizieren der Haupt­mann Ruson befindet, ein Enkel deS Herzogs von Cumberland.Daily Telegraph" fordert energische Maß­regeln zur enbgiltigen Unterwerfung der Buren.Daily