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1.8.1900 Erstes Blatt
 
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Markus Bauer

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möcht ich wieder!" Leider Verliesen die schönen Stunden I zu rasch. Zum Schlüsse wurde Herr Steinmüller durch I den Präsidenten des Vereins, Herrn Dechert, zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt und ihm ein I ehrendes Andenken überreicht. Mit dem Schlußlied:Mein I Vaterland, jetzt gilts zu scheiden," trennte man sich.

-e- Heuchelheim, 30. Juli. Seitdem im Lahn- I Wiesengrund nach Abernten des ersten Schnittes die Wiesen I Lurch den Bieberbach berieselt werden, sind sie der Sammel- I platz einer großen Schar von Störchen geworden. Wohl I 30 bis 40 Stück in mehreren Abteilungen kann man in den I -überfluteten Wiesen einherschreiten sehen, wo sie reichlich! I ihren Tisch gedeckt finden.

t Grünberg, 30. Juli. Im Lokale der hiesigen I Sonntags-Zeichen schule ging gestern nach)! Schluß | des Unterrichts unter entsprechender Feier die U e b e r I Zeichn ng der Gese ll e n b r i e f e an drei Lehrlinge;! vor sich, die sich der vom hiesigen Gewerbeverein veran- I stalteten Gesellenprüfung unterzogen hatten. Die von den I Prüflingen angefertigten Gesellenstücke, ein Riegelschlvß I eine Kassette mit Einsatz, drei Steigeisen und ein englisches I Hufeisen, sowie die Zeichnungen hierzu waren ausgestellt I und wurden von den erschienenens Meistern und Mitgliedern I des Gewerbevereins mit großem Interesse besichtigt. Der | Vorsitzende der Prüfungskommission, Fabrikant H.. Schmidt, ! sprach den Lehr- und Prüfungsmeistern, wie auch dem I Lehrer der Handwerkerschule, Herrn G r ü n i g aus Gießen, I den Dank für ihre Mühewaltung aus und überreichte den I Prüflingen, denen von der Kommission die Gesamtnote I gut" erteilt worden war, ihre Gesellenbriefe. Hierauf I «ermahnte der Vorsitzende des Gewerbevereins, Spengler- I meister H. Kaiser, die Schüler der Sonntagszeichenschüle 1 in eindrucksvoller Ansprache zum regelmäßigen und pünkt- I lichen Besuche des Unterrichts, indem er betonte, daß in I Zukunft nur derjenige Handwerker den TitelMeister" | führen Und Lehrlinge ausbilden dürfe, welcher seine Be- | sähigung hierzu nach gewiesen habe. Im Anschlüsse an | die einfache Feier sand noch die Einführung eines weiteren I Lehrers an der Sonntagszeichenschule statt, da die stetig I wachsende Schülerzahl eine Teilung in zwei Klassen nötig machte.

A Lißberg, 28. Juli. Gestern nachmittag sprach ein elegant gekleideter Herr in der hiesigen Wirtschaft von . Mann vor, begehrte ein Zimmer, um sich zunächst um­zukleiden und auch über Nacht zu bleiben. Mit seinem Handkoffer bezog der Herr das Zimmer, verweilte geraume Zeit darin und begab sich, das Köfferchen zurücklaffend, ins Dors. Sofort lenkte er seine Schritte nach der Haltestelle, ließ einen lOO-Markschein wechseln und fuhr mit der Bahn weiter. Der Wirt wartete vergebens aus die Rückkehr seines Gastes. Durch dessen Nichterscheinen argwöhnisch gemacht, begab sich der Wirt ins Fremdenstübchen und sand, daß aus einer Schublade 300 Mk. entwendet waren. Von dem feinen Herrn hat man bis jetzt keine Spur.

-th. Okarben, 29. Juli. Der hier kürzlich verstorbene Gastwirt Hch. Baßmann war Mitglied der die Rechte einer juristischen Person besitzenden Sterbekasse be8 1 Bundes Deutscher Gastwirte (Sitz in Darmstadt), und insolgedeffen wurde an die Hinterbliebenen das ansehn­liche Sterbegeld im Betrage von 1000 Mk. aufs Prompteste ausbezahlt. Sicherlich kann die Zugehörigkeit zu einem derartigen sürsorgenden Institute als ein Schutz und Segen für jede Familie bezeichnet werden. Wie wir vernehmen, hat diese Kaffe jetzt mehr als 1 Million Mark für Sterbe­gelder an deutsche Gastwirtssamilien ausbezahlt. Das sicher angelegte Kaffenvermögen beträgt ca. 600 000 Mark, wohl der beste Beweis für die Sicherheit und das Gedeihen der Kaffe.

Darmstadt, 30. Juli. Der Großherzog und die Großherzogin, sowie die Erbprinzessin zu Hohen­lohe-Langenburg sind am Samstag abend zum Besuch der Herzoglichen Herrschaften nach Koburg abgereist.

Darmstadt, 31. Juli. Die zweite diesjährige Schluß- prüsung der Kandidaten der evangelischen Theo­logie hat gestern vormittag in den Amtsräumen des Ober­konsistoriums ihren Anfang genommen. Es beteiligten sich daran sieben Examinanden, von denen zwei aus Starken­burg, drei aus Oberhessen, einer aus Rheinhessen und einer aus der Provinz Sachsen sind.

() Darmstadt, 29. Juli. Gestern wurde der von der Großherzoglichen Centralstelle für die Gewerbe ver­unstaltete 14tägige Kursus für Lehrer an Hand­werkerschulen durch den Vorsitzenden, Regierungsrat Noack, geschlossen, an dem sich 6 Volksschullehrer und 5 Techniker beteiligt hatten. Der Kursus wurde von Ge­werbeschulinspektor M e y e r und Ingenieur Ackermann geleitet und erstreckte sich auf Freihand- und geometrr-

abzuhalten. c.

-u- Gleiberg, 29. Juli. Gestern wurde hier unter I Teilnahme zahlreicher Leidtragender von nah und fern ] Frau Franziska Lochau zu Grabe getragen, die sich niM I allein in der Gemeinde Gleiberg-Krofdorf, sondern auch I in der Umgegend allgemeiner Beliebtheit erfreute. Vor I einigen Wochen hatte sie sich in der chirurgischen Klinik I einer schweren Operation unterzogen. Am Dienstag starb I sie an Magenentzündung. . , , , I

Braunfels, 30. Juli. Wir hatten in letzter Woch? I zwei genußreiche Theater-Abende. Am Donnerstag I wurdeKomtesse Guckerl" in vollendeter Werfe gespielt, I und die Gäste des Witkop'schen Schloßhotels benutzten den I Anlaß, um den trefflichen Künstlern eine anerkennende I Ueberraschung zu bereiten. Am Freitag erfreute uns dann I Herr Fritz von Sachs, der neu ernannte Regisseur des I Wiesbadener Hoftheaters, als komischer Alter, nämlich mit I der Rolle des Kommerzienrates Bolzau in demStiftungs- I fest" von Benedix. Der Künstler erntete reichen Beifall. I

-i- Wetzlar, 30. Juli. Für die jungen Leute, die I sich dem Lehrerberufe widmen wollen, wird nun« I mehr eine dreiklassige Präparandenanstalt zu Neu- I wied eröffnet und mit dem dortigen Seminar verbunden. Bisher besuchten die Aspiranten des Kreis^ Wetzlar die I Präparandenanstalten zu Herborn, Usingen, Schmiedel oder I Simmern, um später in das Neuwieder Seminar einzu­treten. Eltern, die ihre Söhne dem Lehrerberufe zufuhren wollen, können sie nun während der ganzen Vorbereitrrngs- geit drei Jahre Präparandenschule, drei ^ahre Seminar in Neuwied haben

« meine Mitteilungen mi8 Reffen und den N-chbarsta-ien. In derDortmunder Ztg." (Nr. 331) zeigt die Hebamme | Frau Lohmann an:Nach sechsmonatlichem Kursus m der Königl. Univ.-Frauenklinik und Hebammen-Lehranstalt zu Marburg lasse ich mich in Altenderne und Umgegend

I nieder." Frau Lohmann muß einen kolossalen Umfang haben. Die Frage der Wetterführung der vom Kreistag des Kreises Marburg beschlossenen Ebsdorfer Bahn dürfte in nächster Zeit wieder in Fluß kommen. Das Marburger Eisenbahnkomitee, das für seine Pläne an maß­gebender, einflußreicher Stelle weitgehendes Entgegenkommen gefunden hat, wird voraussichtlich nach Beendigung der Ernte in der Gegend von Holzhausen, Mardorf und^Roß­dorf einige Versammlungen abhalten. Am 5. u. 6. August findet das altberühmte Friedrichsdorfer Schießen statt.

I Mit der Entfestigung der Stadt Mainz m engerem I Sinne, nach der nordwestlichen Seite hin, wurde soeben der Anfang gemacht. Die FestungSumwallung^neomto) zwischen

I Rhein- und Mombacherthor, welche die Mttiwrbehörde zum I Verkauf gestellt hat, wird soeben durchbrochen. Es wird I an dieser Stelle eine neue Kavallerie-Kaserne erbaut. Die I Verhandlungen mit der Stadt wegen Erwerbung der ganzen | nordwestlichen Umwallung sind noch in der Schwebe.

KeruriWer.

* Hagen i. W., 28. Juli. In einem Kohlenschacht deS' hiesigen Bergwerks entstand gestern abend eine Explosion schlagender Wetter, infolge deren 20 Bergleute schwer und vier tötlich verletzt wurden. Die meisten der Verletzten sind Familienväter. Es ist jedoch Aussicht vor­handen, daß die Verletzten am Leben erhalten bleiben.

* München, 29. Juli. In der Theer- und Erdöl- Fabrik Pasing (Filiale Hamburg) brach gestern mittag nach 12 Uhr infolge einer Kesselexplosion Groß- feuer aus, das gewaltige Dimensionen annahm. Bis gestern abend waren drei Leicht- und zwei Sch wer­verletzte aus den Trümmern hervorgezogen. Wie es heißt, handelt es sich um Fabrik-Angestellte.

Eine zärtliche Gattin. In Folklingen i. Lothr. spielte sich kürzlich folgende Tragikomödie ab. Als der Hüter des Gesetzes einen Mann, der bei einer Schlägerei in Klein-Rosseln beteiligt war, aus seiner Wohnnng ab­führen wollte, bat die Ehefrau des Mannes, der berettS geseffelt war, den Gendarm, einen Augenblick zu -ver­ziehen, damit sie sich von ihrem Ehemanne verabschieden könne. Der Gendarm ließ sich rühren und nunmehr begann eine gar eigenartige Abschiedsszene. Die Frau holte einen Besen herbei und prügelte mit größter Kalt­blütigkeit auf den Delinquenten los, wahrschein­lich, damit der Gatte ihrer noch längere Zeit hinter Schloß und Riegel gedenke. Ob das Wiedersehen etwas zärtlicher sein wird?

Das Borkumer Strandidyll. Baurat C. Hensel, giebt in demHildeSh. Kur." folgende Darstellung der von uns bereits nach derDtsch. Tagesztg." erzählten Borkumer Strandidylle:In Borkum wird bei den all­abendlich in Köhlers Strandhotel und in dem demselben Besitzer gehörenden Kaiserhos stattfindenden Konzerten regel­mäßig vom Publikum die Zugabe des BorkumliedeS ge­fordert, welches dann von den Badegästen mit stürmischem Begeisterung mitgesungen wird. Mir erschien dies regel­mäßige Hinausschreien der WorteJuden hinaus" eines gebildeten Publikums unwürdig und widerlich, und um dre besseren Teile dieses Publikums stutzig zu machen und ihnen im Spiegel- oder Zerrbilde zu zeigen, wohin eine derartige Ausartung des Rassenhaffes nach meiner Ansicht führt, ver­faßte ich das Pekinglied, das ich unter nicht genügend vorsichtiger Verheimlichung meines Namens durch Anschlag und am Abend des vergangenen Samstags während des Konzertes durch Austeilung von Druckexemplaren verbreiten ließ. Es lautet folgendermaßen:

O Peking, alte Kaiserstadt, Dich grüß' ich heut wie stets, Die wohl die dicksten Mauern hat, Pagoden und Minarets, Wo man steht Zöpfe HauS bei Haus, Eng drückt der Schuh den Zeh, Im Harem und im Kaffeehaus Trinkt echten Peckothee.

O, lasset laut dein Lob und fingen, Wer liebt chinesischen Gesang, Begeistert soll der Rus erklingen: Peking chi Hang, Peking chi Hang!

Wohl giebt es Städte viel und reich Im weiten Vaterland, Doch kommt an Wert dir keine gleich Du unser Ruhmes Pfand!

In deinem Zauderbann, wie weicht Die Sorge scheu zurück, Wie wird das Herz so frisch und leicht, Wie hebt sich froh der Blick!

Drum wollen laut dein Lob wir stngm» | Wer liebt chinesischen Gesang,

Begeistert soll dein Ruf erklingen: Peking chi Hang, Peking chi Hang!

Es herrscht in dir, ehrwürd'ge Stadt, Ein echt chines'scher Sinn, Drum wer was vom Chinesen hat, Zieh' freudig zu dir hin!

In P king nur chinesisch gilt, Chinesisch ist'S Panier.

Wir halten rein den Ehrenschtld All Chinas für und für.

Doch wer dir naht mit blonden Haaren, Mit weißem Teint und rundem Äug', Der soll nicht deinen Schutz erfahren, Dem schlitzt den Bauch, dem schlitzt den Bauch!

Dieses Lied wurde durch Anschlag im Umdruck mit I folgender Vorbemerkung veröffentlicht:Von einem dem I entsetzlichen Blutbad in Peking entronnenen Europäer ist I uns nachstehendes Nationallied in der Uebersetzung über- | mittelt, welches vor dem traurigen Ereignis in allen öffent- | lichen Lokalen mit stürmischer Begeisterung gesungen wurde. I ES entspricht zwar nicht in allen Punkten unseren christ- I lichen Gesinnungen, zeugt jedoch von warmem patriotischen I Gefühl, weshalb wir es unseren Borkumer Badegästen nicht I vorenthalten wollen." Das Lied erregte einen großen Auf- I stand, man ermittelte meine Person, suchte mich in großer I Rotte am anderen Tage in meinem Strandzelt auß be- I schimpfte mich auch thätlich, und zwang mich, den Schutz I der Badbehörde und der Gendarmerie in Anspruch zu nehmen- I Vor allem wurde ich als Jude geschimpft der lch nicht I bin ein gemeiner Mensch genannt, das Lied als em ge- | meines bezeichnet, und mit körperlichen Mißhandlungen I man müsse mir sämtliche Knochen zerschlagen (der Ausdruck Bauchausschlitzen" wurde nicht gebraucht)"gedroht. Den Ort hätte ich, auch wenn mich mente Reisepläne nicht so wie so am Montag weiter geführt hätten schon im Interesse

I meiner Familie schleunigst verlaffen müssen.

tätskolonnen erschienen sind. Die Tagung begann heute morgen mit einer großen Hebung auf demKleinen Sande" und der Ingelheimer Aue. Ihr lag die Idee zu Grunde, daß eine Belagerungsarmee Mainz auf dem linken Rhein­user eingeschlossen, auf der Westfront das Terrain bis Mombach in Besitz genommen und sich längs der Mainz- Alzeyer Bahn festgestellt habe. Der Angreifer wurde aus dieser Stellung durch einen Ausfall aus dem Rhein- und Mombacher Thor heraus zurückgeworfen, worauf der Führer des Sanitätsdetachements den Befehl erhielt, sich nördlich der Hartenmühle zu etablieren und seine Ver­wundeten von da nach dem Feldlazarett nach Mombach zu verbringen. Letzteres ist mit Rücksicht auf seine sehr exponierte Lage angewiesen, die transportablen Verwun­deten dem zunächst liegenden Kriegslazarett zu überweisen. Die weitere Evaeuation aus dem letzteren fand nach dem Flußhafen statt, wo die Verwundeten dem Hilfslazarettzug einverleibt wurden, um in die Heimat befördert zu werden. Die Idee kam musterhaft zur Ausführung und bot ein wahrheitsgetreues lebendes Bild von der Thätigkeit der freiwilligen Sanitätskolonnen von dem Auftauchen der Verwundeten auf dem Schlachtfelde nach der Schlacht bis zu deren Verbringung nach der Heimat mit allen Zwischen­stationen. Das vorläufige Verbinden der Verwundeten, ihre Lagerung, der Transport nach dem Lazarett, die Ver­ladung in die Eisenbahnzüge und Schiffe usw. ging alles mit einer so großen Ruhe und Pünktlichkeit vor sich, daß man wahrlich glauben konnte, die Mitglieder der frei­willigen Sanitätskolonnen gäben sich tagtäglich diesem Be­rufe hin. Den interessanten Hebungen wohnten zahlreiche Zuschauer, darunter die Spitzen der Behörden, viele höhere Offiziere re. re. bei. Am Nachmittag fand in der Stadthalle ein Festessen statt, welchem die Spitzen der Civil- und Militärbehörden beiwohnten. In dem Toast, den der Vertreter der Militärbehörde, Gouverneur von Colla^, auf den Kaiser und die mit ihm verbündeten Fürsten ausbrachte, fiel es allgemein auf, daß Herr v. Callas auch die Vertreter der freien Rei chsstädte ein­schloß. Es ist das erste Mal, daß aus dem Munde eines Militärvertreters in Mainz, bei einem Toaste auf den Kaiser, auch der freien deutschen Städte gedacht wurde. Heure vormittag begann im großen Saale desGutenberg- Kasinos" die Sitzung der 5. Führer- und Aerzteversamm- lung. Den Vorsitz führte Hauptmann Halder-München. Die Teilnahme war eine sehr rege. Dazu erschienen waren Gouverneur Baron von Collas, Provinzialdirektor Ge­heimrat Frhr. vonGagern, als Vertreter der Staats­regierung und als solcher im Auftrag des Großherzogs der Versammlung die Grüße des Landesfürsten über­bringend und gedeihliches Wirken wünschend; Eifenbahn­präsident Breitenbach und Beigeordnete Dr. Schmidt und Baurat Kuhn, als Vertreter der Bürgermeisterei. Eröffnet wurde die Sitzung mit einem Hoch auf den Kaiser und die Bundesfürsten. Dr. Rupok-Straßburg sprach dann über allgemeine Verhältnisse des Sanitäts-Kolonnenwesens, Dr. Cramer, Stabsarzt der Res.-Wittenberg überBeförder­ung Kranker und Verwundeter zu Wasser (mit erläuternden Wandtafeln und einem Schiffsmodell)", Dr. Jahn, Stabs­arzt-Mülhausen i. E., überZusammenstellung eines kurz­gefaßten Leitfadens für deutsche Sanitätskolonnen als ge­meinsame Unterlage für den Unterricht" und noch einige i andere Herren. Es wurde beschlossen, die sechste Führer­und Aerzteversammluug der freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz im Jahre 1902 in Hambu r g

sches Zeichnen.

Darmstadt, 30. Juli. Der Großherzog begibt , sich in strengstem Inkognito heute auf einige Tage zur Ausstellung nach Paris.

§§ Birsteiu, 29. Juli. Heute morgen starb hier Plötz, lich an einem Schlaganfall der fürstliche Forstrat Matthes. Er stand in der Mitte der 60er Jahre und war ein all­gemein beliebter und geachteter Beamter, deffen plötzliches Hinscheiden die innigste Teilnahme in der ganzen Umgegend hervorgerufen hat.

M a i n z, 30. Juli. Das für die E r b a u u n g ei n er Kavallerie-Kaserne in Aussicht genommene Ge­lände befindet sich innerhalb der nordwestlichen Urnwall- ung der Stadt Mainz, die sich, vorn Mombacherthor bis nach dem Rheinthor hinzieht. Es schließt sich an das Mombach^enhor an und nimmt die ganze Breite der Um- wallung und noch den sich daranschließenden Festungsgra­ben in Anspruch, Die Kaserne wird eine respektable Aus­dehnung erhalten. Mit der Durchstechung der nordwest­lichen Eneeinte ist soeben begonnen worden,, sodaß damit die Entfestigung der Stadt Mainz auch nach dieser Rich- tunq hin ihren Anfang genommen hat.

Mainz, 30. Juli. Die fünfte Führer- und z Aerzte-Versammlung deut scher freiwilli­ger Sanitätskolonne vomRoten Kreuz" hat aeftern hier ihren Anfang genommen, zu der etwa 500 Aerzte und 700 Mann der verschiedenen deutschen Sam-

Wegen vorgerückter Saison verkaufe ich die noch vorrätigen "Wasch-Anzüge, Blusen Hosen, Loden-Joppen und Sommer-Havelocks

»»T zu bedeutend herabgesetzten Preisen.