Ausgabe 
1.7.1900 Zweites Blatt
 
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RumSnloi 23, Schweiz 20, Norwegm 18, Niederlande 14 Schwedm 13, Italien 9, Bulgarien 8, England 6, Frankreich 6, Dänemark 2, Griechenland 1, Luxemburg 1, Spantm 1; c) außereuropäische Staaten: Bereinigte Staaten von Nord-Amerika 3, Japan 3, Argentinien 2, Trinidad 2, Venezuela 2, Java 2, Chile 1, Kolumbta 1, Aegyptm 1, Kapland 1, Tunis 1, Madagaskar 1. Das Personal- Verzeichnis ist zum Preise von 20 Pfg. durch den Buchhandel zu beziehen.

0 Gießer», 80. Juni. Am Sonntag den 22. Juli d. I. finden auf unserer Rennbahn an der Hardt daS zweite Mal in dieser Saison Große Radwettsahren statt. Nach dem von der Rennleitung er­lassenen Ausschreiben werden sechs Rennen ansgefahren.

Temperatur der Lahn und Luft nach Reaumur gemessen am 30. Juni, zwilchen 11 und 12 Uhr mittag-: Master 15V»®, Lust 20».

Rübsamen'sche Badeanstalt.

Vermischtes.

Berlin, 29. Juni. Gegen 23 Personen ist in Stolpe t. P. wegen Aufruhrs, LandftiedenSbruchs, Beleidigung u. f. w. Anklage erhoben worden, anläßlich der Krawalle am 21. und 22. Mai. Die Verhandlungen vor dem außer, ordentlich einberufenen Schwurgericht beginnen am 9. Juli, rs sind vier Tage dafür in Aussicht genommen.

* Breslau, 29. Juni. Die Prostituierte Emma Bringe zu wurde unter anscheinend verdächtigen Umständen heute vormittag in ihrer Wohnung tot aufgefunden.

Nürnberg, 29. Juni. Ein Brand ist in der ver­flossenen Nacht abermals in den Schuckart-Werken ausgebrochen. Eine mit Emballageabsällen gefüllte Lager­halle wurde zerstört. Der Betrieb der Werke ist indeß in feiner Weise gestört. Man nimmt Brandstiftung an. Das Etablissement wurde schon am letzten Sonntage von einem Brande heimgesucht.

* Straßburg, 29. Juni. DemElsässer" ging die noch nicht völlig verbürgte Meldung zu, daß der 1848 in Rosheim geborene Pater Modest Andlauer von den Boxern in China ermordet wurde. Andlauer war früher in Amiens, Lille, Brest und Arras als Professor thätig und wirkte seit 1882 in Tientsin als Missionar.

* Sofia, 29. Juni. In ganz Südbulgarien herrscht furchtbares Unwetter, das den gesamten Saatenstand vernichtet. Ueber hundert Personen wurden vom Blitzschlag und Hagel teils getötet, teils verwundet.

Unioersttät und Hochschule.

- ff- Darmstadt, 29. Juni. Die technische Hochschule zu Darmstadt weist in diesem Semester 1559 Studierende auf, die von 30 ordentlichen Professoren, 8 außerordentlichen Professorm und Professoren im Nebenamt, 28 Lehrern und Prtvatdozenten und 29 Assistenten in di« technische» Wissenschaften eingeführt werden. Rektor ist Prof. Koch, Prorektor Prof. Berndt. Die 1559 Stu­dierenden (1638 im Wintersemester) verteilen sich auf die Architektur mit 129 Studierenden und Hospitanten, auf das Jngenieur- wese« mit 176Studierenden und6Hospitanten, auf denMaschtnen- bau mit 363 Studierenden und 35 Hospitanten, auf die Elektro­technik mit 544 Studierenden und 61 Hospitanten, auf die Chemie mit 64 Studierenden und 2 Hospitanten, auf die Elektrochemie mit 58 Studierenden und 1 Hospitanten, auf die Pharmacie mit 18 Studierenden und auf die allgemeine Abteilung mit 32 Studierenden und 4 Hospitanten. Hierzu kommen 63 TeUnehmer en einzelnen Vorlesungen, darunter 21 Damen. Die Hörer ver­teilen sich auf folgende Hetmatlande: a) Deutschland: Hessen 378, Preußen 520, Bayern 102, Sachsen 36, Hamburg 31, Elsaß- Lothrtngen 28, Baden 23, Württemberg 13, Sachsen-Meiningen 9, Sachsen-Koburg-Gotha 7, Sachsen-Weimar 7, Bremen 6, Anhalt 5, Braunschweig 4, Mecklenburg-Schwerin 3, Oldenburg 3, Schwarzburg- Rudolstadt 2, Waldeck 2, Schwarzburg-Sondersbausen 1, Sachsm- Altenburg 1, Reuß j. L. 1, Mecklenburg-Strelitz 1; b) übrige europäische Staaten: Rußland 157, Oesterreich-Uigarn 77,

Erbsen per Liter 19 H, Linsen per Liter SO Tauben per Paar A 0.800.90, Hühner per St. A 1.402.00, Hahnen per Stück A 0.801.20, Enten per St. A 1.802.20, Gänse per Pfund A 0.000.00 Ochsenfleisch per Pfd. 6874 H, Kuh- und Rindfleisch per Pfd. 6264 4 Schweinefleisch per Pfd. 5070 4, Schweine­fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Ä, Kalbfleisch per Pfd. 6406 4, Hammelfleisch per Pfd. 5066 4, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 bi» 6.00 A, Weißkraut per St. 0000, Zwiebeln per Ltr. A 8.069.00, Milch per Liter 16 H Kirschen per Pfund 1620 4.

Derselben, sowie einige Arbeiter aus städtische Kosten zur Besichtigung der Weltausstellung nach Paris zu schicken und hierfür 3000 Mk. zu bewilligen. Auch wird die Bürger­meisterei beauftragt, sich mit dem Ministerium dahingehend ins Einvernehmen zu setzen, daß, wenn Arbeiter von Staats- wegen zur Besichtigung nach Paris geschickt werden, die Stadt bereit ist, 1500 Mk. zu bewilligen, um damit m Ge­meinschaft mit dem Ministerium DarmftädterArbeiter und kleine Handwerker zu unterstützen.

Darmstadt, 30. Juni. (Telephon-Meldung desGieß. Anzeiger", 12 Uhr mittags.) Prinz und Prinzessin Friedrich Karl von Hessen trafen gestern mittag zum Besuch auf Jagdschloß Wolfsgarten ein, nahmen den Thee ^in und reisten gegen Abend wieder zurück.

* Meine Mitteilungen aus Heflen und dm Nachbarstaatm. Durch Errichtung eines Kriegerdenkmals zur Erinnerung an den Feldzug 1870/71 will nunmehr auch die Gemeinde Dorn-Assenheim eine alte Ehrenschuld abtragen. Die Veteranen Dorn-AffenheimS waren während des Krieges von besonderem Glücke begünstigt; denn alle 16, die zu Deutschlands Verteidigung hinauSzogen und mit Aus­zeichnung kämpften, kehrten unversehrt in die Heimat zurück. 15 derselben leben noch. Die Einweihung des Denkmals wird an einem der nächsten Sonntage stattsinden. Die Stadtverordnetenversammlung zu Darmstadt beschloß, die Hfsentliche Lesehalle auf die Stadt zu übernehmen.

«erreür Melduuaeu.

Darmstadt, 30. Juni. (Tel Meldg desGieß. Auz., 12 Uhr mittags) Die 35 Jahre alte Ehefrau des Heizer- Balthasar Eisenhauer in Büttelborn bei'Groß-Gerau, die vor längerer Zeit wegen Geistesschwäche in ärztlicher Behand­lung war, hat gestern nachmittag in einem erneuten Anfall ihr jüngstes von 6 Kindern, einen Knaben von % Jahren, auf einen im Hofe stehenden Holzklotz gelegt und mit einem Beile durch schwere Verletzungen am Kopf und Hals umgebracht. Sie wurde gestern nachmittag noch verhaftet.

Berlin, 30. Juni. Gestern abend gegen halb zehn Uhr beidrohte der Tischler Adolf Schneider die 16- jährige Elise Gleißert im Vorgarten ihrer Wohnung mit einem Revolver und gab, als sie seine Aufforderung, hüt ihm eine Verlobung einzugehen, ablehnte, mehrere Schüsse auf sie ab, vor denen sie sich durch! das Fenster nach! der Wohnung flüchtete. Er drang ihr auf demselben Wege nach, verletzte durch weitere Schüsse den sich ihm! entgegenstellenden Vater des Mädchens am Kopf und richtete schließlich die W a f f e g e g e n s i ch s e l b st, worauf er tot zusammenbrach^

Berlin, 30. Juni. Der Leutnant in der südwest­afrikanischen Schutztruppe, Prinz Prosper von Aren- b er g, befindet sich mehreren Blättern zufolge noch immer in Untersuchungshaft im Militär-Gefängnis am Tempelhofer Felde. Sichrer sei, daß ein zweites kriegs­gerichtliches Erkenntnis bisher nicht er­gangen ist. 1 '*'*81

Berlin, 30. Juni. Generalmajor Graf M0ltke, Kommandeur der ersten Garde-Jnfanterie-Brigade, ist für die Dauer der diesjährigen Nordlandreise zur Dienst­leistung bei dem Kaiser kommandiert. DerNational- Zeitung" zufolge liegt der Schluß wohl nahe, daß General! Graf Moltke dazu ausersehen ist, der Nachfolger des Generals v. H ahnte zu werden.

Mel, 30. Juni. Generalmajor von Höpfner hielt gestern die letzte Musterung des See-Bataillons ab. Die Mannschaften traten zum ersten Male mit Khaki- Anzügen an. Der Panzerkreuzer Fürst Bismarck hat eine Kompaß-Regulierung vorgenommen und liegt seeklar int Hafen.

Memel, 30. Juni. Der Minister des Innern, Freiherr von Rheinbaben teilte bei seinem gestrigen Besuche der Stadt mit, daß für den Ausbau der Südermoole von Seiten der Regierung 2Va Millionen Mark in den nächstjährige« Etat eingestellt würden. Noch in diesem Jahre solle die Moole um 50 Meter verlängert werden.

London, 30. Juni. Das Kriegsamt veröffentlicht ei« längeres Telegramm Lord Roberts über eine Anzahl kleiner Gefechte, die zwischen den Buren und der englischen Avantgarde bei Laingsnek stattgesunden haben. Dieselben find ohne Ausnahme zu Gunsten der Engländer ausgefallen.

Paris, 30. Juni. Eine Anzahl Buden in der Nähe des egyptischen Palastes in der Ausstellung wurden gestern durch eine Feuersbrunst zerstört. Die Feuer­wehr war prompt zur Stelle, sodaß ein größerer Schaden verhütet wurde.

Rom, 30. Juni Infolge der vorgestrigen Vorgänge in der Kammer erwogen die konservativen Mitglieder des Kabinetts, Visconti Venosta, Chimirri und Gianturco die Eventualität, zurückzutreten, verstanden fich indeffen auf die Bitte Sarroccos dazu, bis nach der Reglements­und Budget-Debatte zu bleiben und dann erst Definitive- zu beschließen.

Gerichtssaal.

e. Stelle«, 29. Juni. Strafkammer. Die Privatbeleidigungs­sache Rautenstrauch-Klingelhöfer findet durch Zurücknahme der beiderseitigen Klageanträge ihre Erledigung. Johs. Schneider III. von Gondershausen, der das von ihm zuvor zum Waschen von Rat löffeln und Rüben benutzte SB affet direkt in das an seinem Hause vorüber- fließende Bächlein zu schütten pflegt, war mit einem Strafmandat in Höhe von 5 Mk. bedacht worden, weil durch diese seine Maßnahme das Wasser des Bächleins, welches zum Viehtränken benutzt wurde, getrübt und auf mehrere Minuten unbrauchbar wird. Durch Urteil des Amts­gerichts zu Homberg war diese Strafe bestätigt worden. Gegen dieses Urteil hatte Schneider Berufung eingelegt und erzielte dadurch vor der beutigen Strafkammer seine Freisprechung. Wegen Beleidigung des Feldschützen Ink. Balser zu Dortelweil war gegen die Ehefrau Joh. Balth. Wagner Ww von Dortelweil Strafantrag gestellt worden, doch lautete das diesbezügliche Urteil des Schöffengerichts zu Vilbel auf Freisprechung, weil in der betreffenden Aeußerung, die in gutem Glauben gemacht worden war, die Absicht, zu beleidigen, nicht erblickt werden konnte. Auf Beranlaffung des Kreisamts zu Friedberg hatte der Amtsanwalt gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, die indes von der Strafkammer als unbegründet verworfen wurde. Es wird nun­mehr in die Verhandlung gegen den jugendlichen Brandstifter Johs. Ortwein aus Volkartshain eingetreten, der beschuldigt und geständig ist, die unmittelbar an das Wohnhaus seines früheren Dienstherrn, Konrad Prächter aus Crainfeld, anstoßende Scheune vorsätzlich in Brand gesteckt und dadurch einen Schaden von mindestens 12 000 Mk. ver­ursacht zu haben- Am 21. März d. Js. war in Crainfeld Markt, der wie Üblich, auch Tanzbelustigung bot 5 Mark, die der Angeklagte am Morgen von seinem Dienflherrn in Empfang genommen, hatte der frühreife, wenn auch in seiner körperlichen und geistigen Entwickelung zurückgebliebene, damals noch nicht 18 Jahre alte Butsche verjubelt, und noch hatte er seinen Gelüsten nicht vollauf Genüge geleistet, weshalb er abends nach 8 Uhr den Entschluß faßte, seinen Dienstherrn um einen weiteren Vorschuß von 2 Mk. anzugehen, ein Ansinnen, das dieser aber mit Recht kurzweg ab­schlug. Deswegen beschloß der in seiner Erziehung sehr vernachlässigte Bursche, seinem Herrn einen Stretch zu spielen. Er steckte deffen Scheuer in Brand, infolgedeffen die ganze Hoftaite ein Raub der Flammen wurde. Zwar will der verwegene Bursche diesen Zweck nur nebenbei verfolgt haben; denn als Hauptmotiv seiner That giebt er an, er habe einmal ein großes Feuer sehen und die jungen Leute von dem Tanzboden ver­scheuchen wollen. Das Gericht erkennt gegen ihn auf eine Gefängnis­strafe von 2 Jahren Monaten unter Abzug von 3 Monaten der erlittenen Untersuchungshaft. Wegen Diebstahls haben sich drei junge Leute aus Butzbach zu verantworten, nämlich der 26jährige Schweizer Karl Schuster, der 18jährige Steinmetzgehilfe Ludwig Heßler und der 17jährige Taglöhner Karl Rudolf Kult, von denen die beiden erst­genannten wegen Diebstahls Bereits vorbestraft find. Sie sollen fich in der Nacht vom 26. zum 27. Mai in eine in der Nähe von Butzbach gelegene Ruffenbrennerei eingeschlichen und dem dort schlafenden Ruffen­arbeiter Josef Damm 26 Mk., die sie in feinem Besitz wußten, gestohlen haben. Schuster behauptet, dem Bestohlenen vorher 2 Mk. geliehen und die Absicht gehabt zu haben, fich diese zurückzuholen. Der Bestohlene stellt dies entschieden in Abrede. Das Urteil lautet auf eine Gefängnis­strafe von 4 Monaten gegen Schuster, von 3 Monaten gegen Heßler und von 3 Wochen gegen Rutt.

Breslau, 29. Juni. Das Militärgericht bet 11. Division ver­urteilte den Dragoner Franz Kosmalla wegen Ungehorsams, Aufruhrs, verbunden mit einer Gewaltthätigkeü gegen eine militärische Wache und wegen Körperverletzung zu 6 Jahren und 1 Monat Zuchthaus.

Aus dem Geschäftsleben.

Nachdem Toril-Fleischextrakt vor kurzem auf den Ausstellungen in Wien und Frankfurt a. M. die höchsten Auszeichnungen erhalten, wurden diesem Produkte neuerdings zwei Goldene Medaillen zu teil, nämlich am 6. Mai 1900 auf der Ausstellung für Kochkunst re. in Duis­burg, am 5. Juni 1900 auf der Ausstellung für Kochkunst rc. in Gelsen­kirchen. Diese höchsten Prämiierungen beweisen aufs Neue, wie sehr die Anerkennung berechtigt ist, beten sich Toril-Fleischextrakt in allen Kreisen bes Publikums erfreut. (Siehe Inserat.)______________________________

Handel und Verkehr. UolkswirtsttM.

Stelle«, 30. Juni. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. A 1.00-1.10, Hühnereier per St. 60 H, 2 St. 1118 H, Enteneier 2 St. 1214 4, Gänse« eiet pet St. 1C11 H, Käse 1 St. 57 H, Käsematte 2 St. 5« 4,

B tr.: Konkurs über das Ber- mögen des Kaufmanns Markus Kanu in Gießen.

Auf Grund eines vom Gemein- schüldner gemachten Zwangs -Ver- gleich^vorfchlagkwirdV.rgleichstermin nnd eventuell Termin zur weiteren Verhandlung auf

jlenetretai ttn 19. Mi 1900,

»»mittags 9 Ahr, anberaumt. Der Jwangsoergleichs- vorfchlag ist auf drr Gerichtsschreiberei zur Einsicht der Beteiligten nieder­gelegt.

Gießen, den 26. Juni 1900.

Großherzogliches Amtsgericht. (g°r) vr. Pusch.

Bekannt gemacht: 4552

Neidhart. Gerichtsschreiber.

Vergebung von Sauarbeiten.

Die für die Herstellung einer Wasserleitung und für die Gut- Wässerung der Keller in Groheu Buseck nötigen Arbeiten und Lieferungen sollen im Wege schriftlichen Angebots vergeben werden

und find die Angebote bis Moutag de« 16. Juli 1.1, nachmittags 3 Uhr, bei Großh. Bürgermeisterei Großen'Buseck, bei welcher die Pläne, der Voranschlag und die Bedingungen zur Einsicht offen liegen, einzureichen.

Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt veranschlagt:

Srdarbeiten .... 11400, Betonierung«-u. Maurer­

arbeiten ..... 6400,

Rohrlegung:

a. für die Wasserleitung 14083,80 b. fürdie Kellerentwäffe-

rung..... 1990,

Lieferung von gußeisernen Röhren, Schiebern, Hy­dranten u. s. w. . . 24552,28

Lieferung von glasierten Thonröhren . . . 6885,15 Gießen, am 29. Juni 1900. Der Großh. Kreisbauinsprktor:

_________Stahl. 4539

Dekanntmachung.

Montag den ». Juli L I., nach­mittags von 2 Uhr an, werden Neu­stadt 55 dahier Gegenstände zu Telephon-, elektr. Licht- und Klingelanlagen aller

Art (darunter eine größere Anzahl Iso­latoren, Porzellanrollen und Pfeifen, Bogen- und Deckenlampen, Lampen­schirme und Cylinder aller Art, Glasglocken, Elementgläser), sowie eine Ladeneinricht­ung zwangsweise gegen bar versteigert. $>ie Versteigerung findet Vrstimmt statt.

Gießen, den 29. Juni 1900.

02723 Seipel, Gerichtsvollzieher.

Mrdingung vonWeißöinderaröeit.

Die zur laufenden Unterhaltung der Gebäude des städtischen Schlacht- Hofe- erforderlichen Weißbinder- arbeiten sollen

Freitag, 6. Juki d. I., vormittags 11V2 Uhr, öffentlich verdungen werden.

Arbeitsbeschreibung und Beding­ungen liegen während der Dienst­stunden auf Zimmer Nr. 6 bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck find bis zum genannten Termin an uns einzureichen.

Gieße«, den 28. Juni 1900.

Das Stadtbauamt.

Schmandt. 4518

Wtanz am 31.

Activa: JL H

1. Ausgeliehene Kapitalien

und zwar:

a. gegen gerichtliche Ob­ligationen . . . 96415 71

b. gegen Bürgschafts­leistung .... 107538 55

c. gegen Güterkauf- gelder .... 11538 67

2. Kaffenvorrat . . . 7164 11

3. Ausstände .... 7878 71

4. Mobilien nach Ab­schreibung von 10% 243

230778 75

D^ember 1899.

Passiva: A

1. Aufgenommene Kapi­talien .....218505 13

2. Geschäftsguthaben «der

Mitglieder .... 6800 -

3. Reservefond . . . 4557 80

4. Reingewinn.... 1916 32

280778 76

Die Mttgliederzahl betrug Ende 1898 68

Eingetreten in 1899 . 5

Ausgetreten in 1899 2

Mithin mehr 3

Stand der Mitglieder Ende 1899 66

Die Rechnung liegt 8 Tage lang aus dem Büreau des Rechners zur Einsicht der Beteiligten offen.

Lollar, den 30. Juni 1900. 4658

Spar- und Vorfchutzverein,

Eingetragene Genoffenschaft mit unbeschr. Haftpsticht.

Der Direktor: Der Rechner: Der Kontrolleur:

C. Geißler. G. Schwalm. H. Rohrbach IV.