Amtsgericht in Frankfurt a. M., 5 bis 10 Pfg. Schreiblohn für die Seite, je nach Leistung. Fleischverbrauchssteuer-Kontrolleur und Marktmeister beim Magistrat in Fulda, 1400 Mark. Geschäftsführer der Arbeitsvermittelungsstelle bei der Stadtverwaltung in Hanau, 1400 Mark. Kanzleigehilfe beim Amtsgericht in Höhr-Grenzhhausen, 5 bis 8 Pfg. für die Seite des gelieferten Schreibwerks. Polizeidiener in Remblinghausen, Amtsverwaltung Meschede, 750 Mark Gehalt und 60 Mark Kleidergeld. 1 Schuldiener und 1 Nachtwächter beim Gemeinde-Vorstand in Sonnenberg bei Wiesbaden, ersterer neben freier Wohnung im Schulhause und freiem Brand und Licht in bar 250 Mark, letzterer neben freier Dienstkleidung 365 Mark jährlich; Polizeidiener daselbst, 1000 Mark nebst freier Dienstkleidung.
** Bakterien im Weihwasser. Der Londoner „Lancet" erhält einen neuen Beitrag von Bruns aus Arnhem in Holland, der auf die Gefahren des Weihwassers zuerst durch eine ernsthafte Erkrankung seines Sohnes aufmerksam wurde, eines Knaben von sieben Jahren. Eines Tages besuchten Vater und Sohn eine der Kirchen in Arnhem, und bald nach dem Betreten des Gotteshauses klagte der Knabe über Schmerzen in seinem linken Auge und erklärte auf Fragen des Vaters, daß er etwas von dem Weihwasser in das Auge gebracht hätte. Es wurde gleich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen, jedoch mußte der Junge nach Utrecht zu einem bedeutenden Augenarzt gebracht werden, bei dem er nicht weniger als ein Vierteljahr in Behandlung blieb. Um Licht in dieses Rätsel zu bringen, sammelte Bruns eine große Zahl von Weihwasserproben aus katholischen Kirchen der verschiedenen Städte in Holland und unterwarf sie einer mikroskopischen Untersuchung. Das Ergebnis war die Entdeckung, daß in den meisten Fällen eine üppige Flora von Bakterien in dem Wasser vorhanden war, unter denen sich gelegentlich auch Eiterbazillen und astdere krankheiterregende Formen befanden. Zwei Meerschweinchen, die mit dem Absatz aus dem Weihwasser einer Kirche in Amsterdam geimpft wurden, starben innerhalb ’ 30 Stunden an Unterleiosentzündung und zwei andere erlitten an der Impfstelle ebenfalls eine eitrige Entzündung,, die aber nicht zum Tode führte. Bruns sann dann auf Mittel,, diese Mißstände zu beseitigen, und erfand auch einen Apparat, bei dem jede Uebertragung von Krankheitskeimen durch das Weihwasser ausgeschlossen sein soll.
+ Grimberg, 27. Februar. Die Fastnacht verlief in unserem Städtchen diesmal sehr ruhig. Am Sonntagabend fanden in der „Pinn- und im „Rappen" Maskenbälle statt, welche recht gut besucht waren. Ein Zug wurde nicht veranstaltet. — Die hiesigen Metzger haben eine Schlachtvieh-Versicherungsgesellschaft gegründet. Der Verein hat den Zweck, dem Verkäufer den durch „verworfenes" Vieh entstehenden Schaden zu ersetzen. Der Verkäufer hat dagegen einen geringen Beitrag in die Vereinskasse zu entrichten. Die Kasse tritt mit dem 1. März in Wirksamkeit, und es ist anzunehmen, daß die Landwirte — denn diese kommen hierbei hauptsächlich in Betracht — zu ihrem eigenen Besten von der Einrichtung fleißig Gebrauch machen werden.
! Weickartshain, 27. Februar. Die gestern in den benachbarten Gräflich Laubach'schen Waldungen stattgehsbte Holzversteigerung war aus der Umgegend gut besucht. Zum Verkaufe gelangte nur Brennholz, vornehmlich Buchen. Die Preise waren nicht so hoch, wie sie bei anderen Versteigerungen in den letzten Tagen erzielt wurden. Der Raummeter Buchenscheitholz kam durchschnittlich auf 7 Mark zu stehen, während anderwärts 8 bis 9 Mark dafür bezahlt wurden.
§ Ortenderg, 26. Februar. Vor fünf Jahren bildete sich hier für Ortenberg und Umgegend ein Verschönerungsverein und hat derselbe schon mit eigener Hand und erheblichen Geldopfern mehrere Plätze in der Nähe unseres Städtchens verschönert und zu beliebten Ausflugsorten gemacht. So den „Rothlipp" bei Wippenbach, ein mit Fichten, Birken und allerlei Gesträuch bewachsener
Ausnahme eines Blinden von ihm abfallen. Nun ist der Glaube an seine Sendung erschüttexH. Der Heiligenschein ist ihm vom Haupt gerissen. Mit trunkenen Burschen berauscht er sich im Wirtshaus an Branntwein und geht dann denselben Weg wie seine Frau, vom Steg in den durch den Gewitterregen geschwollenen Bach. Die Anführer aber, die unter seiner Leitung das Schloß stürmen wollten, werden überrascht und der bewaffneten Macht ausgeliesert.
Einen Phantasten zu verwirklichen, ist eine für den Dichter höchst lohnende Aufgabe. Kein Geringerer als Schiller ist diesem Stoff in der „Jungfrau von Orleans" näher getreten. In der Gewitterszene läßt sich der Vergleich mit diesem Vorbild nicht unterdrücken. Aber Halbe hat alles gethan, um seinem Helden unsere Zuneigung zu verscherzen, ihn der menschlichen Züge zu entkleiden. Wie barsch reißt sich dieser Verblendete von seiner Frau los, die ein Menschenalter treu bei ihm ausgehalten hat. Und so bleibt nur ein Irrer, ein Kranker übrig. Er aber erfüllt fast allein die vier Akte des handlungsbedürftigen Dramas. Denn obwohl außer ihm noch ungefähr drei Dutzend Personen auftreten, hat der Dichter keiner unsere Sympathie zuzuwenden vermocht. Die Erinnerung an Hauptmann's „Webers wo eine noch größere Masse individualisiert wird, soll uns nicht zu absprechendem Urteil herausfordern.
Und so wird dieses Drama Halbes gewiß ebenso schnell vorüberrauschen wie seine beiden letzten Schöpfungen. Vielleicht aber hat der Mißerfolg das Gute, daß er den Dichter der Bühne entführt und ihn zur Novelle geleitet, wo ihm einst die vollsaftige Dorfgeschichte „Frau Meseck" geglückt ist. Sie bleibt — in beträchtlichem Abstand — die einzige litterarisch wertvolle Spende neben der „Jugend". Möge ihn diese „Jugend" zu einer neuen poetischen Jugend beflügeln. Das wird geschehen, wenn es Halbe gelingen sollte, sich aus ihrem Schlepptau zu lösen. Xy.
Hügel, woselbst man eine herrliche Aussicht in das Nidderthal genießt. Ferner erbaute vor zwei Jahren der genannte Verein einen AussichtSturm auf einem südlichen Ausläufer des Vogelsberges, unweit des Gutes „Breitenheide".
x Burkhards, 26. Februar. Nachdem unser seitheriger Pfarrer Herr Gros nach seinem neuen Wirkungsorte Zotzenheim in Rheinhessen übergesiedelt ist, wurde die hiesige Pfarrftelle Herrn Pfarrer Landmann von Hahnheim in Rheinheffen übertragen.
Darmstadt, 26. Februar. Gestern waren 25 Jahre verflossen, seitdem Herr Prälat O. Habicht in sein Doppelamt als Oberkonsistorialrat und Superintendent eingewiesen wurde. Aus Anlaß dieses überaus seltenen Jubiläums wurden dem allverehrten Herrn von Nah und Fern die herzlichsten Glückwünsche dargebracht. Schon in früher Morgenstunde erschien in seiner Wohnung als erster Gratulant Herr Ministerialrat Dr. Breidert als Vertreter des Ministeriums, später erschien auch Se. Exzellenz Herr Staatsminister Rothe, um persönlich seinen herzlichen Glückwunsch zu überbringen. Die neun Dekane der Provinz Oberhessen brachten ihre Glückwünsche in corpore dar, wobei Herr Dekan Pullmann in warmer Ansprache die Wirksamkeit ihres Oberhirten schilderte und im Namen der Geistlichen Oberhessens das bekannte Bild „Die Zerstörung Jerusalems" überreichte. Der Jubilar sprach hierfür mit herzlichen Worten seinen Dank aus. Darauf überbrachte der Dekan des Dekanats Darmstadt Herr Neuroth die Glückwünsche der Dekane der Provinz Starkenburg. Herr Kreisrat i. P. v. Zangen gratulierte im Namen des „Vereins gegen Verarmung und Bettelei", dessen Ehrenmitglied der Herr Prälat ist. Herr Pfarrer Schrimpf von Butzbach übermittelte die Glückwünsche des Pfarrvereins. Eine Deputation, bestehend aus den Herren Oberamtsrichter Römheld und Professor Trümpert, brachte dem Jubilar in seiner Eigenschaft als Präsident des hessischen Hauptvereins der Gustav Adolf- Stiftung ihre Glückwünsche unter Ueberreichung einer Blumenspende dar. Herr Hofprediger Ehrhardt gratulierte im Namen des „Evangelischen Bundes", Herr Mevizinalrat Bennighof namens des Kuratoriums der „Volksküche". Nm 12 Uhr erschien die gesamte evangelische Geistlichkeit von Darmstadt-Bessungen, als deren Sprecher Herr P. Petersen eine herzliche Ansprache hielt, welche der Jubilar mit einem Rückblick auf die kirchliche Entwickelung Darmstadts während der letzten 25 Jahre und die inzwischen ganz anders gewordenen Zustände der Gegenwart erwiderte. Während des ganzen Tages wurde die Wohnung des Herrn Prälaten nicht leer von Gratulanten, und die Zahl der eingetroffenen Telegramme und Glückwunschschreiben ist eine sehr große. Bon letzteren seien erwähnt ein solches von der theologischen Fakultät zu Gießen, von dem Gesamt-Kirchenvorstand zu Gießen, welcher auch Photographieen der dortigen Stadt- und Johanneskirche übersandte, von dem Präsidenten der Ersten Kammer Sr. Durchlaucht dem Fürsten zu Isenburg und Büdingen, dann ein Schreiben der Direktion des Predigerseminars zu Friedberg unter Anschluß einer sehr schönen von Architekt Kratz künstlerisch ausgeführten Adresse. Es war eine große Anstrengung für den Herrn Jubilar, alle ihm an diesem Tage dargebrachten Ovationen entgegenzunehmen. Möge es ihm vergönnt sein, noch recht lange seines hohen Amtes zum Wohle der evangelischen Kirche unseres Landes mit der bisherigen Rüstigkeit zu walten und rufen wir ihm von Herzen zu: ad multos annos.
Bensheim, 26. Februar. Einen raschen, unerwarteten Tod hat heute mittag um V,2 Uhr der 53 Jahre alte Bahn Wärter Joseph Groß hier gefunden. Er hatte an der Wormser Bahnstrecke die BarriSre am Lorscher Uebergaug in der Nähe des hiesigen Güterbahnhofs zu bedienen und sollte außerdem bei dem um genannte Zeit dorten rangierenden Güterzug Dienste leisten. Als Groß von der soeben von ihm geschloffenen Barriere wegeilte, um rasch die Verkuppelung des einen von der Maschine inzwischen zurückgestoßenen Wagens mit einem anderen vorzunehmen, geriet er zwischen die Puffer und wurde ihm der Brustkasten eingedrückt. Der Bedauernswerte war nach wenigen Minuten eine Leiche.
Witzenhauseu, 25. Februar. Um 5 Pfennige setzte sein Leben aufs Spiel ein Arbeiter aus Velmeden, der als blinder Passagier, bei der Station Rommerode auf den abends von Groß-Almerode abfahrenden Eisenbahnzug aufgesprungen und auch unbemerkt bis fast zum Ziele mit- gefahren war. Als er sich entdeckt sah, sprang der Waghalsige etwa 700 Meter vor der Haltestelle aus dem in voller Fahrt befindlichen Zuge, kollerte die Böschung hinunter und erlitt schwere Verletzungen an Kopf und Armen re., so daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte.
Vermischtes.
* Gera, 26. Februar. Außerhalb der schwarz-rot- goldenen Grenzpfähle der reußischen Lande wird schwerlich bekannt sein, daß in dem Fürstentum Reuß ä. L. eine Steuer für Neuverehelichte besteht. Danach hat jedes Ehepaar, welches alsbald nach seiner Eheschließung seinen Hausstand im Fürstentum gründet, eine Steuer von 2,50 Mark zu entrichten. Diese hat die Natur der öffentlichen Abgaben und fließt bezeichnender Weise in die Landesschulkasse. Die Verwaltung der letzteren fordert die Restanten soeben zur umgehenden Entrichtung der Steuerreste aus dem Vorjahre öffentlich auf. Die merkwürdige Steuer datiert aus dem Jahre 1853 und wurde nach dem Inkrafttreten des Zivilstandsgesetzes Ende 1875 neu geregelt. Das Material zu den Steuerhebelisten haben danach die Standesbeamten den Steuerämtern zu liefern.
Berlin, 26. Februar. Der Kaiser als Men- zelsWappenzeichner. Die neuliche Mitteilung, daß Professor v. Menzel auf Wunsch des Kaisers eigenhändig sein Wappen für den Ritterstand des Schwarzen Adlerordens zeichne, wird nach Aussage des Meisters selbst wie folgt berichtigt: Der Kaiser ließ den Künstler um seine
Meinung hinsichtlich der Gestaltung des Wappens ersuchen hatte aber zugleich seiner eigenen Idee mit Stift und Wort Ausdruck gegeben. Professor v. Menzel fand, daß des Kaisers Entwurf ein so guter und für ihn so überaus ehrender sei, wie er ihn selbst nach seiner Bescheidenheit niemals als Wappenbild genommen hätte. Dieser Entwurf ist dem Wappen zu Grunde gelegt worden, das jetzt im Heroldsamt zu Berlin seiner Vollendung entgegengcht. Der Künstler selbst Hut keinen Strich an dem Wappen gemacht.
Posen, 25. Februar. Sie können deutsch. In einer Schadenersatz-Klage vor dem Schöffengericht in Jno- wratzlaw hat es sich bei der Zeugenvernehmung wieder einmal gezeigt, wie weit polnische Wühlerei führt. Der Gärtner Ecklof aus Kruschwitz war angeklagt, weil sein Hund dem Arbeiter Demski die Hosen zerrissen und ihn blutig gebissen Hube. Als Demski vom Vorsitzenden nack seinen Personalien gefragt wurde, schwieg -ev, und gab auch auf weitere Fragen keine Antwort, sondern erst dann, als der Dolmetscher in polnischer Spräche fragte, durch den er erklären ließ, daß er weder deutsch verstehe, noch sprechen könne. Demski blieb auch dann noch bei der Behauptung, als ihm vom Vorsitzenden in ernstlicher Weise vorgehalten wurde, daß er doch vor nicht langer Zeit, nämlich in den Jahren 1894 und 1895, beim Militär in Stettin gedient habe und doch soviel deutsch gelernt haben müsse, um sich verständlich zu machen. Auf Befragen bekundete Ecklof, daß er mit dem Zeugen viel verkehrt habe und wisse, daß dieser ganz gut deutsch verstehe und sich auch ganz gut in der deutschen Sprache auszudrücken vermöge. In gleicher Weise sagte auch der Zeuge Kosinski aus. Der Gerichtshof verzichtete hierauf aus das Zeugnis des Demski und nahm ihn wegen Ungebühr in eine Haftstrafe von zwei Tagen. — In Strasburg i. W. stand eine 14jährige Polin vor Gericht. Das Mädchen gab an, die deutsche Sprache nicht genügend zu beherrschen, und verlangte einen Dolmetscher. Da sich herausstellte, daß sie des Deutschen mächtig war, wurde sie auf 24 Stunden in Haft gebracht. Auch einige bäuerliche Besitzer aus Miesieaczkowo wurden wegen der Weigerung, in deutscher Sprache auszusagen, zu je 24 Stunden Haft verurteilt.
* Amsterdam, 26. Februar. (80000 Mark ins Meer versenkt.) Das Amsterdamer Arrondissementsgericht hat den Steward Cornelius de Bruin wegen Diebstahls und Desertion zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Die sensationelle Affaire stand schon Ende November vor demselben Gerichtshöfe zur Verhandlung, mußte aber ver tagt werden, weil einige der Hauptzeugen sich auf der Reise in Indien befanden. Es handelte sich um folgendes: Der auf dem Dampfer „Königin Rezentes" der Dampfschiff- fahrtsgesellschaft „Nederland" als Steward angestellte de Bruin stahl auf hoher See eine Kiste mit 4000 Pfund Sterling (80 000 Mark), die für die Niederländische Handelsgesellschaft in Surabaya bestimmt war, und versteckte sie vorläufig an Bord. Die vier Beutel zu je 1000 Pfund Sterling hatte er in Blechbüchsen gesteckt. Am 11. Mai, nachts 3 Uhr, ließ er im Suezkanal seine vier Blechdosen an einer Leine über Bord, nachdem er zuvor zwecks besseren späteren Ausfindens einen Schwimmer in Form einer Zigarrenkiste daran befestigt hatte, sprang dann selbst über Bord und erreichte schwimmend die Küste. In Port Said wurde er aber von der Polizei ergriffen und dann nach Amsterdam geschafft. Die Dosen mit den 4000 &olb* stücken ruhe» auf dem Boden des Suezkanals, wo, kann niemand sagen, denn die als Schwimmer dienende Zigarrenkiste ist von der starken Strömung fortgeschwemmt.
* Paris, 26. Februar. Ein Million en-Legat. Der Staatsrat hat die Stadt Paris ermächtigt, das größte Legat, das ihr je vermacht worden war, anzunehmen. Dieses erreicht die Höhe von fünf Millionen und stammt von Frl. Marie Anna Genevjeve TaniöS, die ihrerseits das Vermögen von dem Dr. Dubreuil geerbt hatte. Aus der Verlaffenschaft sollen drei Stiftungen errichtet werden: ein Waisenhaus in Orsay für mindestens sechs Waisenmädchen des achten Pariser Arrondissements, eine Zeichenschule im achten Pariser Arrondissement, und der Rest, etwa 472 Millionen, ist für die Schaffung des „fonds Tanies“ bestimmt, dessen Zinsen für ein vom Gemeinderate zu bezeichnendes öffentliches oder Privatunternehmen dienen sollen.
Aus dem Geschästslebeu.
— Die überaus große Schädlichkeit der Natten ist leider bis aus den heutigen Tag den meisten Menschen nicht genügend bekannt geworden. Viele Krankheiten, und am meisten epidemisch auftretende, werben durch Ratten verbreitet. Auch die trotz aller energischen Bekämpfungsmaß- regeln immer wieder austretenden Trichinen haben wir bekanntlich lediglich diesen in vieler Hinsicht wirklich gefährlichen Tieren-u verdanken. Ganz abgesehen davon, daß dieselben schon an und für sich außerordentlich ekelerregend sind, sind sie schon häufig den Menschen selbst dadurch, daß sie z. B. Säuglinge angefressen und Schwerkranke gebissen haben, verderblich geworden. Neuerdings ist ein weiteres, durchaus wichtiges Moment, welches eine baldige Vernichtung der Ratten als sehr wünschenswert, ja dringend notwendig erscheinen läßt, hinzugetreten. Es ist dres die aus Asien zu uns herübergekommene und in verschiedenen Städten Europas sich stark verbreitende Pest. Auch deren Verbreitung dürften wir größtenteils, wenn nicht ausschließlich den oben genannten schädlichen Tieren zu verdanken haben. Die Seuche wird, wie Dr. Ealmette behauptet, von den Schiffsratten au fdie Landratten übertragen und von diesen weit ins Land hinaus verschleppt. Leider haben sich die bis jetzt angewandten Dertilgungsmillel als in vieler Beziehung unzureichend erwiesen, teils dadurch, daß sie sich den Ratten gegenüber alS nicht genügend wirksam zeigten, teils auch dadurch, daß sie für andere Tiere, Hunde Katzen u. s. w., ja teilweise indirekt selbst für Menschen höchst gefährlich waren. Ein Mittel nun, welches allen Anforderung« genügt, für alle übrigen Lebewesen unschädlich und nur für die schädlichen Nager absolut tötlich ist, wird seit einiger Zeit mit gutem Erfolg von der Firma Robert Paul u. Co., Leipzig, in außergewöhnlich praktischer Weise, nämlich in Würstchen hergestellt. Infolge seiner Spezialräucherung und beigemengten Witterung wird es von den Ratten । und Mäusen lieber als andere derartige Vertilgungsmittel gefreffen und es ist die Wirkung außerdem eine so hervorragende, daß u. a. viele ; Behörden die Anwendung der Rattenwurst - Glires angeordnet haben. _
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