Ausgabe 
31.10.1899 Zweites Blatt
 
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Wien,29. Oktober. Die jüdisch-nationalen Studenten­verbindungenKadima",Joria" undUnitas" über­fielen gestern Nacht, angeblich infolge politischer Diffe­renzen, die deutsch-akademische StudentenvereinigungHe- done", nachdem diese ihre Eröffnungskneipe beendet hatte. Sämtliche Mitglieder derHedone" erlitten Verletzungen, darunter zwei solche schwerer Art. Die Polizei verhaftete mehrere Studenten.

Wien, 28. Oktober. Das Parlament nahm ohne be­sondere Zwischenfälle die Delegationswahlen für das Parlament vor. Nur die Schönerianer protestierten. Die Ansetzung der- Delegations-Wahlen auf die heutige Tagesordnung erfolgte, wie nunmehr bekannt wird, auf telegraphischen Wunsch des Kaisers.

Wien, 29. Oktober. Graf Clary wird, wie verlautet, bei der Debatte über die Aufhebung des § 1 4, die Er­klärung abgeben, daß die Regierung jeden Mißbrauch dieses Paragraphen unterlassen wird.

Wiek, 28. Oktober. Aus Anlaß der Delegation s- wah len hat der Jungczechenklub beschlossen, mit dem böh­mischen Großgrundbesitz und den deutschen Abgeordneten ein Kompromiß einzugehen.

Paris, 29. Oktober. Ein hervorragendes Mitglied des Pariser Magistrats hat einen seiner Kollegen wegen Be­truges angezeigt, weil derselbe Wechsel im Werte von 75,000 Franks unter dem Namen seines Freundes tu Um­lauf gesetzt hatte. Der Angeklagte hat ein vollständiges Geständnis abgelegt.

Paris, 28. Oktober.Journal de Paris" glaubt ver­sichern zu können, daß mehrere russische Kreuzer die französischen Kriegsschiffe nach Südafrika begleiten werden.

Paris, 28. Oktober. DerGaulois" meldet, daß der Kriegsminister weitere Dekrete zur Amtsentsetzung von etwa 20 Divisions- und Brigadekommandeuren unterzeichnet hat. Dieselben sind wegen der Opposition, welche die Entsetzung der beiden Generale Hervö und Giovanelli hervorgerufen hat, bisher noch nicht veröffentlicht worden.

Paris, 28. Oktober. Die Blätter haben mit Befriedi­gung hervor, daß die deutsche Regierung bei den großen Schiffahrs-Gesellschaften in Hamburg und Bremen vorstellig geworden ist, nicht nur in Gibraltar, sondern auch in Algier anzu­laufen. Es handelt sich um die Schiffe, welche zwischen New-Aork und Genua verkehren. Ferner wird mit Freuden betont, daß die großen deutschen Kohlen-Firmen die Mit­teilung erhalten haben, ihre Kohlenvorräte von Malta nach Algier zu verlegen, um die deutschen Schiffe daselbst mit Kohlen zu versorgen.

Paris, 28. Oktober. Graf Murawiew ist von hier nach Darmstadt abgereist.

London, 29. Oktober. DieNew-Aork World" hat folgendes Telegramm an Chamberlain gesandt:Mac Kinley hat gestern eine Delegation von 104 Senatoren, 71 Bürger­meistern, 44 Gerichtshofspräsidenten usw. empfangen, welche ihn ersuchten, England seine freundschaftlichen Dienste anzubieten, um dem Blutvergießen in Südafrika ein Ende zu machen. DieNew-Aork World", getrieben von demselben Gefühle, wie zur Zeit des Venezulanischen Streites, schließt sich dieser Delegation an und fragt, ob das Anerbieten seitens des Präsidenten der Vereinigten Staaten von der englischen Regierung als freundschaftlicher Akt angesehen werden würde! Chamberlain empfing gestern morgen dieses Telegramm mit bezahlter Rückantwort. Falls England diesen Schritt nicht Übel auslegen sollte, wird, wie man glaubt, Mac Kinley sofort seine Vermittelung anbieten.

London, 29. Oktober. Nach einem Telegramm aus Shefield haben die dortigen Militärwerkstätten Befehl erhalten, Tag und Nacht an der Herstellung von Geschossen und Artillerie-Munition zu arbeiten.

LskÄles miw DrovmMes.

A Vom Laude, 28. Oktober. Während es früher zur Seltenheit gehörte, daß bei einem Dorfe Strohhaufen aufgeschichtet wurden, kann man jetzt in der Nähe fast jeden Ortes riesige Haufen Strohes, das die Scheunen nicht zu fassen vermochten, aufgestapelt finden. Auch die Keller vermögen den Segen an Erdgewächsen nicht zu fassen. Die Räume sind mit Kartoffeln vollständig gefüllt, so daß die Dickwurzeln, Kohlraben, Rüben u. s. w. im Freien in die Erde eingcmietet werden müssen. Wenn auch hier und da noch ganze Aecker voll Kartoffeln stecken und sonstige Erd­gewächse des Einerntens harren, so nähern sich doch im großen und ganzen die Feldarbeiten, begünstigt durch die trockene Witterung der letzten Wochen, ihrem Ende zu. Die Felder liegen kahl da. Diese Eintönigkeit wird schon durch das zarte, matte Ärün der Winterfrucht angenehm unterbrochen. Man sieht, neben dem Dahinwclken und Absterben erweckt neues Leben neue Hoffnungen.

O Dom Lande, 29. Oktober. Nur noch wenige Tage verstreichen und in den Dörfern beginnt das allgemein üb­licheSchlachten". Fette Schweine, manchmal auch Rinder, liefern den Jahresbedarf an Fleisch für die Speise­kammern der ländlichen Familien. So ein Schlachttag ist besonders für die Kinder ein Festtag. Sie können kaum den Anbruch des Tages erwarten, an welchem das letzte Stündlein des Schlachttieres schlagen soll. Neugierig sehen sie zu, wie die erschrockenen, schreienden Tiere aus den Ställen gerissen und zu Boden geworfen werden bis sie, einige Augenblicke nach dem Todesstoße, ihr Leben aus­hauchen. Kein Wunder, daß das Brüderchen mit dem Messer auf dem Schwesterchen kniete, um es zu schlachten, wie die Presse" meldete. Wer weiß, welches Schicksal der Nach­ahmungstrieb der Kinder angerichtet hätte, wenn nicht das

zufällige Einschreiten Erwachsener die böse Absicht verhindert hätte. Die Zeit, in der Tausende neugieriger Menschen an die Richtstelle eilten, um sich an der Hinrichtung eines Verbrechers zu ergötzen, liegt zum Glück weit hinter uns. Möge sich dementsprechend auch der Gedanke Bahn brechen, daß Kinder nicht Zuschauer beim Töten von Tieren sein dürfen. Es ist Pflicht eines jeden Erwachsenen, insbesondere derjenigen, die für die Erziehung der Kinder verantwortlich sind, darauf bedacht zu sein, daß Kinder nicht an dem ver­rohenden Anblick des Tötens ihre Augen weiden- können. Wer es mit der Jugend, der Pflege guter Sitten und eines edlen Mitgefühls wohl meint, der halte Kinder beim Töten von Tieren fern.

x Vom Laude, 28. Oktober. Immer noch wird all­jährlich im Herbste das Obst, namentlich Aepfel, oft zum halben Preise abgesetzt, da es die Besitzer nicht verstehen, sich die richtigen Absatzgebiete zu erschließen. In der Regel brechen die Leute nur ihren eigenen Bedarf; das übrige wird geschüttelt und als Kelterobst an die Händler verkauft. Der Produzent darf jedoch nicht warten, bis der Käufer, der dann die Preise macht, aufs Land kommt, sondern er muß rechtzeitig seine Ware anbieten und seine Forderung stellen. Voraussetzung ist natürlich, daß nur beffere Sorten angepflanzt und die Früchte sorgfältig gebrochen werden. Freilich wird der einzelne wenig ausrichten können, weil er meistens nicht in der Lage ist, größere Quantitäten der­selben Sorte zn liefern. Es ist vielmehr nölig, daß sich die Obstbaumzüchter zu Genossenschaften zusammenschließen und gemeinsam vorgehen. In manchen Gemeinden hat man denn auch im letzten Herbste den Versuch gemacht, und die Beteiligten sind recht gut dabeigefahren". Ganze Waggon- ladungen ringen nach Hamburg und anderen größeren Städten N.uddeutschlands. Hier wurde der Doppelzentner feineres Tafelobst mit 16 bis 20 Mk. bezahlt. Noch vor­teilhafter ist es, mit dem Versandt bis kurz vor Weihnachten zu warten. Wie von Autoritäten auf diesem Gebiete ver­sichert wird, kann man um diese Zeit für den Zentner natürlich muß es ausgesuchte Ware sein oft 20 bis 25 Mk. bekommen. In anderen Obstgegenden, namentlich in Tyrol, weißt man schon längst das Obst zu den höchsten Preisen an den Mann zu bringen.

Butzbach, 28. Oktober. Nach glücklich überstandener längerer schwerer Krankheit hat der allgemein hochgeachtete Herr Major Dommerich wieder die Führung unseres Bataillons übernommen. Die Bataillonsfahne, welche sich seither in der Wohnung des mit der Führung des Bataillons beauftragten Herrn Hauptmann Melchior befand, wurde gestern in die Wohnung des Herrn Bataillons-Kommandeurs verbracht.

-r. Lauterbach, 28. Oktober. Zur Vorsicht beim Fuhr­werk mahnen wieder zwei Unglücksfälle, die vorgestern auf der Straße von hier nach Wernges-Udenhausen passiert sind und zwei Landwirte der genannten Orte betroffen haben. Der eine, ein Landwirt von Wernges, war auf seinem mit etwa 50 Centner Thomasmehl beladenen Wagen auf der Heimfahrt eingeschlafen, der Wagen kam bei einer steilen Stelle der Chaussee ins Laufen, und bei dem Versuch, herabzuspringen, um schnell zu hemmen, kam der Mann unter den Wagen; ein Vorderrad ging ihm überden Unter­leib, das Hinterrad verletzte ihn schwer an einem Bein. Sein Zustand soll nicht unbedenklich sein. Glücklicher kam der Landwirt von Udenhausen weg. Er hatte sein drittes Pferd, das er als Vorspann benutzt hatte, an das Sattel­pferd angehängt. Als er bergab etwas rascher fuhr, blieb das angehängte Pferd etwas zurück, wurde mit seinem einen Hinterfuß vom Wagenrad erfaßt und ihm der Huf zermalmt, sodaß es abgedeckt werden mußte.

§ Darmstadt, 29. Oktober. Zu der von uns gestern gebrachten Meldung über die Verhaftung des Oberlehrers an der Stadtmädchenschule Ehrh. Gaß können wir heute noch nachtragen, daß Vernehmungen über diese Angelegen­heit schon fett Wochen stattfinden und daß der Beschuldigte den Verdacht auf einige Schüler abzuwälzen versuchte; die Schülerinnen, mit welchen G. aber die unzüchtigen Handlungen vornahm, hatten der Handarbeitslehrerin be stimmte Angaben gemacht und sich über G. beschwert, der sie Besorgungen nach seiner Wohnung machen ließ, wo er ungeniert war, da er Junggeselle ist. G. war schon seit Wochen außer Dienst, und jetzt scheinen sich hinreichende Beweise für seine Schuld ergeben zu haben. Der An­geschuldigte stand sonst in gutem Ansehen und war allgemein geachtet; er leugnet die ihm zur Last gelegten Vergehen und giebt an, schon seit längerer Zeit an nervösen Kopf schmerzen rc. zu leiden.

A Darmstadt,29. Oktober. Das russische Kaiser­paar besuchte heute mit Gefolge den Gottesdienst in der Kapelle auf der Mathildenhöhe und kehrte nach 12 Uhr wieder nach Schloß Wolfsgarten zurück. Auf der Rückreise hatte sich Se. Großh. Hoheit Prinz Wilhelm von Hessen angeschlossen, welcher einer Einladung zur Tafel Folge leistete und im Laufe des Nachmittags wieder nach Darm­stadt zurückfuhr.

A Seligenstadt, 29. Oktober. Die Ehefrau eines hie­sigen Landwirts wurde gestern beim Einfahren in die Hof raite von einem Wagen dermaßen gegen die Seitenwand gedrückt, daß sie einen schweren Bruch des rechten Oberschenkels erlitt. Ein angeblicher Geschäfts reisender aus Worms logierte sich am Mittwoch in einem hiesigen Gasthause ein und verschwand gestern ohne Begleichung seiner Schuld, aber auch ohne Zurücklassung seiner Adresse. Einem Handelsmanne wußte er vor seiner Abreise unter einem geschickten Vorwande 20 Mk. zu ent­locken. Im Kartoffelgeschäft herrscht heuer in hie­siger Gegend eine ungewöhnliche Flauheit. Kartoffeln könnten zu 3 Mk. bis 3,50 Mk. in Menge abgesetzt werden, wenn sich nur Käufer finden wollten. Der reiche Kartoffel fegen anderer Gegenden, namentlich jener in unserem bis­

herigen Absatzgebiete, hat den diesseitigen Export bedeutend ungünstig beeinflußt.

A Zellhausen, 29. Oktober. Die Fasanenjagd in den diesseitigen Revieren ist in diesem Jahre eine sehr er­giebige. Dank der vortrefflichen Witterung konnten sich die Bruten vorzüglich entwickeln. In letzterer Zeit suchte man durch böhmische Fasanen Hähne und -Hennen die Bestände unserer Waldungen zu regenerieren und erzielte damit aus­gezeichnete Erfolge. Der nahezu 4000 Quadratmeter umfassende Pfl anzgarten bei Klein-Welzheim wurde von denErdkrebsen" oderWerren" trotz eifrigster Gegenbemühungen derart zerstört, daß der Garten als solcher aufgegeben werden mußte. An anderer Stelle wurde in­zwischen Ersatz geschaffen.

A Mainz, 29. Oktober. Bezüglich der zwischen dem Militärfiskus und der städtischen Verwaltung wegen Aus­tausch größerer militärfiskalischer Komplexe^ hier getroffenen Vereinbarung werden den Stadtverordneten seitens der Bürgermeisterei folgende Anträge unterbreitet: 1. den vorliegenden Vertragsentwurf zu genehmigen. 2. die Bürgermeisterei zu ermächtigen, auf Grund des mit der Süddeutschen Immobilien-Gesellschaft abgeschlossenen Ver­einbarungen die Bauquadrate 97, 98 und 100 anzukaufen. 3. sich damit einverstanden zu erklären, daß über dieses neue Unternehmen besondere Rechnung geführt wird. 4. die Bürgermeisterei zu ermächtigen, für die Bebauung dieses neuen Stadtteils Pläne auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbes einzuziehen." Diese Anträge werden von den Stadtverordneten unzweifelhaft angenommen werden. Der langjährige Direktor der Rheinischen Aktienbrauerei hier, Herr M. G. Reuter, tritt am Ende dieses Monats von dieser Stelle zurück. Herr Reuter, der 21 Jahre in genannter Brauerei thätig war und nicht wenig an deren Wiederaufblühen mitgewirkt hat, zieht sich, wie wir hören, in das Privatleben zurück.

Vom Rhein, 29. Oktober. Auf der Strecke Mainz- Bingcn ist der Schiffsverkehr in den letzten Tagen fast fortgesetzt unterbrochen. Etwas oberhalb Rüdesheim ist gestern der SchraubendampferJusticus" und der SchleppdampferNiederrhein", letzterer mit mehreren An­hangschiffen, auf den Grund gefahren und versperren das ganze Fahrwasser. Oberhalb wie unterhalb Rüdesheim liegen ganze Ketten von Fahrzeugen, die durch diese Sperr­ung des Fahrwassers unfreiwillig zum Halten gezwungen sind.

Aus Rheinhessen, 29. Oktober. Bei dem diesmaligen Herbst treten in Rheinhessen zum ersten Mal die in ein­zelnen Gemeinden nach dem Vorbilde der Mosel und de« Rheingaues gegründeten Winzervereine in Wirksamkeit. Da wo die Kellereien bereits fertiggestellt sind, nehmen die Vereine jetzt schon die ganzen Kreszenzen ihrer Mitglieder und bezahlen dafür sofort den Lokalpreis. Bei günstigem Verkauf des Weins und Abzug aller entstandenen Unkosten wird dann den Mitgliedern nach Maßgabe ihres abgelieferten Quantums der entsprechende Mehrerlös überwiesen.

Wetzlar, 28. Oktober. DerWetz. Anz." schreibt: In­folge eines Artikels:Die Burgruine Kalsmunt" in der diesjährigen Ausgabe der Lahnthalzeitung und Dank dem liebenswürdigen Entgegenkommen eines Gliedes der Familie von Buseck waren wir schon in einer früheren Nummer dieses Blattes in der Lage, aus dem Archiv der genannten Familie einige interessante Mitteilungen über die letzten Bewohner des Schlosses KalSmunt geben zu können. In­zwischen haben wir uns von derselben Seite das Wappen dieses im Jahre 1380 ausgestorbenen Geschlechtes beschafft. Dasselbe ist angefertigt nach einem Originalwappen an einer Urkunde vom Jahre 1305. Die Zeichnung ist sauber und genau ausgeführt, Interessenten finden diese während der nächsten Tage in dem Schaufenster der Schnitzler'schen Buchhandlung ausgelegt. Weiter wird uns bei dieser Ge­legenheit mitgeteilt, daß über das Reichsschloß Kalsmunt vom Oberappellationsgerichtsrat Dreudt zwei Aufsätze in dem Werk:Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde" Band 14 und 15 erschienen seien, diesen Aufsätzen sei ein Grundriß der Burg Kalsmunt von 1609 beigelegt und seien dieselben in der Universitäts-Bibliothek in Gießen einzusehen. (Wenn dieselben auch über die Familie von Kalsmunt speziell wenig enthalten, so ist doch nachgewiesen, daß die letztere dort von 1226 bis 1355 ihren Sitz hatte, durch Heirat fiel das Schloß dann an die Familie von Buseck, die eS wiederum im Jahre 1463 erblich an Philipp Grafen von Nassau und zu Saarbrücken verkaufte.) Die Aufsätze sind nach vorhandenen Akten verfaßt und enthalten zweifello- noch manches Interessante über die Burg Kalsmunt. Er­wünscht wäre cs, wenn von berufener Seite aus diesen Quellen geschöpft und das Ergebnis veröffentlicht würde. Wir sind überzeugt, daß diese verhältnißmäßig kleine Arbeit von vielen für die vaterstädtische Geschichte sich interessierenden Lesern dankbar aufgenommen würde.

Schweinsberg, 28. Oktober. Angesichts der kürzlich gemeldeten günstigen Ergebnisse bei der in der Nähe von Dreihausen im Ebsdorfer Grund vorgenommenen Schürfung auf Braunkohlen dürfte es nicht un­interessant sein, darauf aufmerksam zu machen, daß vor etwa 25 bis 30 Jahren zwischen Schweinsberg und der Ohäusermühle hinter dem alten sogenannten obersten Wehr gelegentlich starker Hochwasser wiederholt größere Blöcke Braunkohlen durch die über das Wehr stürzende Wasser­masse aus der Tiefe losgespült und auf einer in der Nähe befindlichen Sandbank abgelagert wurden, woselbst die Blöcke nach Ablauf des Hochwassers zu Tage kamen. Es ist nicht unmöglich, daß diese wohl sicheren Zeichen von Braunkohlen­lagern bei Schweinsberg mit den jetzt bei Dreihausen ge­fundenen in Verbindung stehen. Vielleicht geben diese Zeilen Anlaß, auch bei Schweinsberg an der oben näher bezeich­neten Stelle Bodenuntersuchungen auf Braunkohle anzustellen. Bemerkt wird, daß das erwähnte alte oberste Wehr durch die später stattgefundene Regulierung des Ohmflusses ober»

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