। bei ihrer Einfachheit keiner besonderen Achtung wert schienen. ; I Ohne besondere Befriedigung verließ derselbe diese Aus- I stellung, nicht ahnend, welcher Schatz von Anschauungs- I Mitteln für Raumlehre, Geographie, Physik hier lag. Herr I Professor Kumpa erbot sich, am Nachmittag seine Aus- I stellung zu erklären. Klein war der Kreis der Zuhörer — I menn es bekannt gewesen wäre, hätten gewiß mehr Lehrer I teilgenommen — trotzdem hielt der wackere Freund der I Schule volle 4 Stunden aus mit dem Zeigen und Erklären. I Es waren lehrreiche Stunden. Besonders interessant waren I die Gegenstände, welche Lehrsatzbeweise von Dreieck, Viereck, I Vieleck, Pythagoras Berechnung der Körper, ebenso die- I jenigen, welche die Zurückwerfung des Lichts, Lichtbilder, Brechung des Lichts, das Auge veranschaulichten. Die I Schatten wurden gezeigt, Mond- und Sonnenfinsternis ver- I anschaulicht — alles mit einfachen Mitteln. So hatte uns I Herr Kumpa in die Ideen seines Handfertigkeitsunterrichts I eingeführt. Waren es keine in die Augen fallenden Gegen- I stände, die das Handwerk zieren, so waren es aber doch I praktische Gegenstände, deren Herstellung die Hand des I Knaben üben und ihm zugleich als Wegweiser und Anschau- I ungsmittel beim Unterricht dienen. Vom Einfachen stufen- I mäßig fortschreitend lernt das Kind Hand und Kopf bei | diesen Arbeiten, die ein wenig Holz, Pappe, Kleister, Glas I und Farbe erfordern, gebrauchen; die Schule ‘ bleibt Lehr- I anstatt und schafft sich Anschauungsmittel. Diesterweg sagt: I "Für die Entwickelung der Erkenntnis erfand Pestalozzi I sein A-B-C der Anschauung, auf welche er seine Elementar- I mittel der Zahl, Form und Sprache gründete. Für I Thatkraft suchte er sein Leben lang nach einem A-B-C der Kunstbildung und praktischen Fertigkeiten; darin
I war er weniger glücklich, und dieses zu leisten für das I Lebensstadium des Kindes, dazu ist Fröbel berufen gewesen. ; I Das Kind will anschauen, die Welt kennen lernen und es! will praktisch thätig sein und schaffen". Kumpa wirkt in diesem Geist, aber wer kann alle befriedigen. Herr Schulinspektor Scherer vermißte im Vortrag des Herrn Schmidt die Behandlung des Darmstädter Handfertigkeitsunterrichts und zwar mit Recht; befremdlich war es aber, von ihm zu hören, daß er damit in Worms wenig Erfolg gehabt habe.
** Fmauzprüfung. Die „Darmst. Zeitung" schreibt: Seither war als Vorbildung für die Zulassung zur speziellen
1 Prüfung der ersten Kategorie im Finanzfach das sogenannte I Schulexamen ausreichend. Durch eine im Großh. Regie- I rungsblatt Nr. 11 vom laufenden Jahre veröffentlichte I Verordnung vom 29. März l. I. ist nunmehr aber bestimmt, daß in Zukunft zu der fraglichen Prüfung nur solche Kan- I mdaten zugelassen werden, welche mindestens an einem I Gymnasium, Realgymnasium oder einer Ober-Realschule oder | auch einer Realschule mit siebenjährigem Kurs nach einjährigem I Vesuch der Unter-Sekunda die nötige Vorbildung erworben I haben Um der irrtümlichen Auffassung vorzubeugen, als I genüge diese Vorbildung auch unbedingt für die Zulassung als | Zrvrlsupernumerar bei der Hessisch-Preußischen Eisen- I bahngesellschaft, wird hierdurch darauf aufmerksam gemacht, 1 daß nach den bestehenden Bestimmungen in erster Linie nur I solche Bewerber als Zivilsupernumerare angenommen werden, I welche gute Zeugnisse über den mindestens einjährigen er- I folgreichen Besuch der Prima einer neunstufigen höheren Lehranstalt besitzen. Da erfahrungsgemäß Bewerber mit I einer derartigen Vorbildung stets in ausreichender Zahl | Mr Verfügung stehen, so haben Bewerber, welche lediglich I die oben erwähnte, für das Finanzexamen erster Kategorie I genügende Schulbildung besitzen, thatsächlich nur wenig Aus- I sicht, bei der Eisenbahnverwaltung als Zivilsupernumerar I angenommen zu werden.
0. Aus Oberheffen, 29. Mai. Wir sind in die Jahr-.;. I zett eingerückt, in der es junge Hühner, Enten and to I Hühner gibt. Wer sich je einmal mit der Zucht dieses tzi- flügels besaßt hat, weiß, daß viele dieser Tierchen milunit: ganz rasch zu Grunde gehen, ohne daß man die kennt. Diese ist fast in den meisten Fällen zu schnell t Wachstum. In der Regel zeigen sich die Krankheitta- schemungen bet den starkknochigen, männlichen Tierchens lassen die Flügel hängen (in unserer Gegend sagt man olfc dann: sie haben die Regenmäntel angezogen) zirpen in) trauern. Sobald man derartige Erscheinungen bemalt, thut man die erkrankten Tierchen allein in einen warum, luftigen Stall und füttert sie was nur in sie geht, z. 9. Bruchreis, Hanfsamen, in Milch geweichtes Weißbrot, zi- kochtes Fleisch, hartgesottene Eier. Nach wenigen Tae-i merkt man, daß die Krankheit gehoben ist und nun gchi die Patienten rasch voran. Merkwürdigerweise zeigt fiij nach kurzer Zeit, daß die vorher kränklichen Tiere alle w deren überholen und die schönsten Stücke geben. Es lohnt sich daher, mit den kränklichen recht sorgfältig zu sei». Sti Truthühnern, die in ihrer Jugend bekanntlich sehr empfind lich find, ist doppelte Sorgfalt notwendig.
□ Darmstadt, 28. Mai. Der große Logier- »ü Restaurationsbau des früheren Wirtes „Zur Oper", Röhrich, an den „Hirschköpfen", der vornen und hinten nit großen Terassen ausgestattet ist und in dessen Fayade ei» mächtiger Turm den Mittelpunkt bildet, geht seiner Bollenduig entgegen; dagegen sieht man noch nichts von dem als Ersl für die am 1. Oktober eingehende „Fasanerie"-Wirtschisl geplanten städtischen Waldhotel, sodaß wieder Zweifel af tauchen, ob es überhaupt ausgesührt wird. — Diese wird das im Verlauf weniger Wochen durch die Firn Holzmann in Frankfurt (diese Vergebung hat zu einer Inin pellation in der Zweiten Kammer geführt) Hergeste Irr Baracken-Auditorium im Hofe des Hauptgebäudes H Technischen Hochschule in Benutzung genommen. Es enthZ! 350 Sitzplätze und ist somit der größte Hörsaal der schule; die Erhellung durch Anlage von Shed-Dächern ff eine sehr reichliche, die künstliche Beleuchtung erfolgt bun elektrisches Licht. Größere Festlichkeiten können für ti Folge hier statt in der räumlich beschränkten Aula (die s. t für 450 Studierende — jetzt ist deren Zahl über da- bri fache gestiegen! — gebaut) abgehalten werden.
Groß-Umstadt, 26. Mai. Für unsere Jubiläurr- Provinzial-Gewerbe-Ausstellung liegen bis jetzt vier Ki1 Meldungen von Werkstattbeirieben vor: Eine Sin ; schnitzerei, eine Weberei, eine Häfnerei, eine Schuhmacher mit amerikanischen und deutschen Maschinen. Auch Glasspinnerei wird auf der Ausstellung produzieren ri® ihre Erzeugnisse feilhalten. Die Großh. Fachschule in Erb stellt die schönsten Modelle und Lehrmittel aus. Größt« Anmeldungen gingen von Offenbach ein, mehrere sind r« da noch in Aussicht. Die Liste weist jetzt über 210 81-= steiler auf — aus 51 Städten bezw. Ortschaften — noch sind viele, deren Absicht auszustellen man beffin®2 weiß, im Rückstand. Es ist jetzt sicher, daß die Aussteüu.l? ein nach allen Seiten vollständiges Bild von dem Handls - unserer Provinz geben wird.
Lokales und Krsomstekes.
Gießen, den 30. Mai 1899.
” z- In Ergänzung unseres Berichts über die Hauptversammlung des Laudes-Lehrervereins wird uns geschrieben: ..... Zur Tagesordnung waren drei Thematas gestellt, wovon zwei: „Dinier" und „der Handfertigkeitsunterricht in dem Schulplan der Knabenschule" zum Vortrag kamen. Letzteren Vortrag hielt Herr Lehrer Schmidt- Gießen und betonte die Wichtigkeit dieses Unterrichts für Knaben als Bildungs- und Erziehungsmittel; erfordert den Betrieb in geschlossenen Erziehungsanstalten und neben der Schule bestehender Schulwerkftätten; derselbe könne aber mcht unter den jetzigen Verhältnissen in den Lehrplan der Volksschule eingestellt werden. Für Präparandenschulen und Seminare wäre die obligatorische Einführung wünschenswert. Herr Schulinspektor Scherer-Worms erklärte bei der Diskussion, es sei schwer, über einen Gegenstand zu beschließen, worüber dem Lehrstande die Erfahrung fehle. Ferner vermisse er in dem Vortrag die Erwähnung und Beleuchtung des Darmstädter Handsertigkeitsunterrichts; in Worms sei dieser eingeführt worden, aber ohne besonderen Erfolg. Eine in vorstehendem Sinne gefaßte These fand bei der Versammlung Annahme. — Die Lehrmittel-Ausstellung in der i Turnhalle der Realschule fand allgemeine Anerkennung, j Wie reich und vielseitig sind doch die Hilfsmittel der Schule! Ausgestellt waren Karten, Anschauungsmittel aller Art, Modelle, Bilder, Bücher, Apparate, Präparate, Arbeiten von Schülern. Zu vielem Dank sind die Lehrer den Ausstellern verpflichtet, und mancher Lehrer hat den Wunsch gehabt, etwas von den schönen Sachen für seine Schule zu besitzen. Johann Faber, der Bleististfabrikant, hatte instruktiv seine Fabrikation ausgestellt. Den Schreiber führte sein Weg auch in die Ausstellung des Herrn Professor Kumpa. Hier I touren hunderte von Sachen und Sächelchen zu sehen, die |
w Berlin, 29. Mai. Das „Marine-Verordnungsblatt" Veröffentlicht folgende kaiserliche Ordre über die Bildung der diesjährigen Herbstübungsflotte:
Ich bestimme, daß die diesjährigen Herbstübungen der Flotte von Mitte August bis Mitte September 1899 stattzufinden haben. An den Hebungen haben teilzunehmen: die Linienschiffe des ersten Geschwaders, das später aus den Küstenpanzerschiffen zu bildende zweite Geschwader, die Reserve-Panzer-Kanonenboots-Division, beide Torpedoboots- fiottillen sowie die nachstehend aufgeführten Schiffe: Schulschiff „Blücher", die kleinen Kreuzer „Wacht", „Hella", „Blitz", „Greif", „Grille"; an einem Teile der Uebungen haben nach Vereinbarung zwischen dem Staatssekretär des Reichsmarineamts und dem Flottenchef teilzunehmen: der kleine Kreuzer „Zielen" und das Spezialschiff „Pelikan". Den Ort und den Zeitpunkt des Zusammentritts und der Auflösung der Herbstübungsflotte haben Sie in Ergänzung der Jndiensthaltungsbestimmungen im Einvernehmen mit dem Flottenchef festzusetzen und Mir eine Meldung darüber zu erstatten.
Neues Palais, den 2. Mai 1899.
Wilhelm.
Straubing, 29. Mai. Bei der Reichstags-Ersatzwahl wurde Echinger (Centrum) gewählt.
Vermischtes.
* D Frankfurt a. M., 30. Mai. Taufe bei bii Bischaris im Zoologischen Garten. Ein interessantes Fest wird morgen, Mittwoch, nachmittag, vu der Bischari - Truppe, welche gegenwärtig im hiesic-i Zoologischen Garten weilt, gefeiert werden. — Die Tatst eines kleinen Mädchens, welches während des kürzlich» Aufenthaltes der Truppe in Basel von einer Dischari-Fr.«
Mmh dtil
1 'Ne Mel, 1 SdiTei i. v T^hvaren und-Pm°S und Stiffel i & i 5Q1iertinte, i c «T,be
Ausland.
Wien, 29. Mai. Die Situation ist unverändert. Der Kaiser wird Szell erst morgen vormittag empfangen. Als Chef des bevorstehenden Beamten-Ministeriums wird der Statthalter Graf Kielmannsegg genannt.
Triest, 29. Mai. Das Gerücht, daß zwei aus Alexandrien hier angekommene Personen an der Pest erkrankt find, wird als unbegründet bezeichnet.
Triest, 29. Mai. Privatmeldungen zufolge dürfen wegen der in Suez ausgebrochenen Pest die den Kanal passierenden Schiffe nirgends anhalten.
Triest, 29. Mai. Die Triester Aerztekammer beschloß, die Regierung aufzufordern, neue Maßregeln gegen die Einschleppung der Pest zu erlassen.
Patente und Gebrauchsmuster Eintragungen von im GroßherzogtumHessen lebenden Erfindern. Patent- Anmeldungen. Turbine für Dampf und Wasser, Georg Montag, Friedrich Hüter und Michael Karb IN., Lampertheim, 31. 8. 98. Reinschmierverfahren, F. W. Senkblei, Offenbach a. M. 11. 7. 98. — Patent-Erteilungen. Vorrichtung zur Befestigung der Manschette am Rockärmel, P. I. Jakobi und A. L. Sievers, Gießen, 7. 9.98. Verfahren zur Darstellung von Chlornaphtalinmonosulfo- : säure und Chlor ß'^-naphthalinindisulfosäure, Zus. z. Pat. > 101349, Dr. CH. Rudolf, Offenbach a. M. 6. 9. 98. I — Gebrauchsmuster-Eintragungen. Kravatten- befestigung, bestehend aus einem mit Ausschnitt versehenen Plättchen und daran geeignet befestigten, mit einem elastischen Bändchen oder einer Feder versehenen Ringe, Ernst Macholdt, Darmstadt, Schulstraße 4, 1. 9. 98. Schieber für Portemonnaie- u. dgl. Schlösser, bestehend aus einer Grundplatte und einem mit dem durch die Grundplatte gehenden Zapfen versehenen Aufsatz, F. W. Goedecke, Offenbach a. M. 27. 2. 99. Mappe für Fortbildungsschüler zur Aufnahme von Formularen mit auf der Vorderseite angebrachtem In- I Haltsverzeichnis, sowie auf der Rückseite aufgedrucktem Aus- I zug aus der Postordnung nebst Tabelle über „Münzen als Gewichte", Wilhelm Sturmfels, Rüsselsheim a. M., 13. 1. 99. I Flachliegender, aus einem Stück gearbeiteter Karton, dessen I Seitenwände durch eine an der Rückseite des Kartons be- | stndliche Gummikordel zusammengehalten werden, W. Ritter- I branbt, Offenbach, a. M., 15. 3. 99. Fliegengarn für I Tiere, aus mit einem Rückengurt verwebten und von Längs- gurten gehaltenen Schnüren, G. I. Heß, Darmstadt, Steinstraße 8, 10. 3. 99. Beim Stundenschlag in Thätigkeit tretende Auslösevorrichtung an Uhren für den Viertelstundenschlaghammer, bestehend aus einem mittels Wechselrades und Stiftes betätigten, den Mitnehmerstift des Viertelftunden- schlaghammers seitlich auslösenden Hebel, Uhrenfabrik Mühlheim vorm. R. Schnekenburger, Ges. m. beschr. Haftung, Mühlheim, 3. 3. 99. — Verlängerung der Schutzfrist. Maulbügel für Reisetaschen usw.. Huppe L Bender, Offenbach a. M., 1. 5. 96., 10. 4. 99.
>< Grünberg, 29. Mai. Bekanntlich muß es Hauptsorge eines Jägers sein, das Jagdrevier von dem Raub-
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Steine-x & 7 w «End km" iU SÄ etM Äif iuch em ehwy rÄ i“Ä strhend das P (Santon der erste-3U folgen. Dieses «rooin lautet. > jCISRinber in® Unterfu^ung. 1 ttilmhmr im ® lichn Rinder w tie W-ide« w vejiig bet r uen Präsidenten möi Haltung. Freun herzlich willlomMi armeiht".
* We erinni 1871 stieß bei G psm aus eine ’ Md M tzrckten der W« dn • stellen, unb svrb auf, sich der ü die Franzosen n warf, erhielt vc Vie Hessen ergi dankte dem Frar woraus der Frc Abschied ermah sein, soweit dies. Blutvergießen Ji Llat auf AkHn Obefia in Sübru Srmncrung an ji Hessen, denen er brücken. Au chr der chrn das 23, «eisen ließ als haben mußten, sönlich die Nam in Hessen suchte denen er schon tauscht hatte, ai ein sröhliches y sür die Mutter platte mit der Sohne Leo gec hessische Drago «us Dankbarki Häusers Mutte
* 8in griech In den letzte! in Unterägypte blätter ans Ta sich mehrenden
I Zeug verschiedenster Art, namentlich von den zu säubern. Wo „Reinecke" Jagd macht bat Vr an seinem Wildbestand wenig Freude. Auch die «Ä' des hiesigen Stadtwaldes sind gegenwärtig eifrig binter > vierfüßigen Wilddieb und -Räuber her. In ben letten ■’ wurden mehrere Fuchsfamilien ausgegraben, und w.. dabei im ganzen 23 Füchse erlegt. Wie manches Mr Haschen mag wohl schon eine Beute der raublustige» l sellschaft geworden fein. Auch auf die Eichhörnchen Häher, die sich in unseren Waldungen sehr stark vewü' haben, wird eben wieder eifrig Jagd gemacht. ?rut V schreiben des Großherzoglichen Kreisamts haben die a memden den Förstern 20 bis 25 Pfennig Schußaeld V ledes erlegte Eichhörnchen und ebenso einen entsprech^ Betrag für eingelieferte Häher, Elstern und andere artige Vögel verwilligt.
Schott-». 27. Mai. Bom Pächter bet EmaMW.. ©emeinbeiagb, Herrn H-inr. Koch von Büdinqen L; am 26. b. M. unter einigen Wilbtauben im Walde Brieftaube, bic er für eine Wilbtaube hielt undd„ ' I-bensalls verflogen hatte, geschossen. Die Taube ,. folgenbe Abzeichen: am linken Ständer einen mit aufgestempeltem Kreuz (in Form des eisernen find
Nr. 319, am rechten Ständer einen kleinen Metall-.' auf dem zu lesen ist: H 136 * 0406 ,, am linken Sliv auf der zweiten Schwungfeder: I 935, aus der 5 Coblenz, auf der 6. Feder: 280, aus der 7. Feder. Li, 9535bCt: @‘ta6bUr9; amt*^
-i- Finkenloch, 29. Mai. Das kirchturmtiefe Bohrloj das von einem Herrn Dr. S. aus Berlin abgeteuft um nach Silber und anderen Erzen in unserer Gegend j» suchen, erhielt nun nachträglich doch noch eine recht M Eßlge Verwendung. Die Forstverwaltung übernimm uämlich das aus dem Schürfloche geförderte Basaltmaten:! und den Schacht wird sie zur Anlage eines Brunnens mi- wenden. Hierdurch spart der Schürfer große Kosten, bm er hätte vertragsmäßig alles wieder in den vorigen setzen müssen, und der Staat erhält einen billigen Brunnif. und gutes Steinmaterial.
entdeckte Planet Neptun von Galle thatsächlich an der bezeichneten Stelle aufgefunden wurde. In demselben Jahre entdeckte Lassell einen Mond des Neptun. 1848 wurde der 7. Saturnmond, 1851 die zwei Uranusmonde entdeckt. Die Beobachtung der Sonnenflecken führte weiter zu der Er- kenntnis der innigen Verbindung zwischen diesem Phänomen und dem Erdmagnetismus. Der Siriusbegleiter war von Bessel und Peters ebenfalls theoretisch entdeckt worden und auch er wurde 1861 von Clark thatsächlich aufgefunden. Schiaparelli erkannte den Zusammenhang zwischen Kometen und Sternschnuppen und wies auf die Gleichartigkeit der Bahnen derselben hin. Die Monderforschung förderten Madler, Lohrmann und Jul. Schmidt, die Marserforschunq vor allem Schiaparelli. Durch die Entdeckung der Spektral-
^?r/in .ncucr Zweig der Astronomie geschaffen, die Astrophysik; mtt Hilfe der Spektralanalyse erhielt man wertvolle Aufschlüsse über die Natur der Kometen, Fixsterne (unsere Sonne eingeschlossen), Nebelflecke u. s. w., sowie des ^EchtS. Auch die Photographie erwies sich als großartiges Hilfsmittel im Dienste der Astronomie, wie auch die Herstellung und Erfindung ganz neuer Jn- flrumente (des photographischen Fernrohrs, Heliometers, Chromographs u. s. w.) immer genauere Beobachtungen und Berechnungen ermöglichte. Zahlreiche Sternwarten und Observatorien wurden errichtet, astronomische Vereine und Gesellschaften (in Deutschland 1863 die deutsche astronomische Gesellschaft). Und eine größere Zahl Sternwarten arbeitet zurz"t an der photographischen Aufnahme des ganzen Fixsternhimmels. ö 0
(Fortsetzung folgt.)
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