Ausgabe 
30.9.1899 Zweites Blatt
 
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welchem Zeitpunkte die Hessische Klassenlotterie in Aktion treten würde. Den Herren wurde der Bescheid zu Teil, daß die Lose bis jetzt noch nicht vergeben worden seien, sicher aber würde bei der Vergebung nur eine Darmstädter Bank in Betracht kommen. Die Sache soll derart beschleunigt werden, daß schon mit dem Monat Dezember mit der Aus­gabe der Lose begonnen werden könne.

Gefiudeordnuug. Mit dem 1. Januar 1900 tritt -die neue Gesindeordnung in Kraft. Dieselbe stimmt im wesentlichen mit der seitherigen überein. Doch hat sie in einzelnen Bestimmungen Abweichungen von der jetzt noch geltenden. Auf das Rechtsverhältnis zwischen Dienstherr­schaft und Dienstboten finden nunmehr die Vorschriften des bürgerlichen Gesetzbuches Anwendung, sofern nicht die Ge­sindeordnung andere Vorschriften ausweist. War seither der Wechsel der Dienstboten auf den ersten Werktag nach Weihnachten festgesetzt, so ist durch die neue Gesindeordnung der Beginn des gesetzlichen Dienstjahres auf den ersten Werktag nach Neujahr festgesetzt. Das Dienstjahr endigt am ersten Werktag des folgenden Jahres. Ferner kann für eine oder mehrere Gemeinden durch besondere Anord­nung bestimmt werden, daß, falls für die Dauer der Dienst­zeit nichts vereinbart ist, der Vertrag als auf die Dauer eines Kalendervierteljahres abgeschlossen angesehen wird. Das Kalendervierteljahr beginnt mit dem ersten Werktag eines Vierteljahres und endigt mit dem Beginn des folgen­den Kalendervierteljahres. Nach den jetzt noch geltenden Bestimmungen begann das Vierteljahr mit dem ersten Werk­tag nach. Weihnachten oder nach Ostern, oder mit dem Johanms- oder Michaelistag. Wird ein Dienstbote krank, so hat die Dienstherrschaft, wenn sie nicht freiwillig oder auf Grund des § 617 des Bürger!. Gesetzbuches die Pflege übernimmt, sofort der Krankenkasse oder dem Bürgermeister von der Erkrankung Anzeige zu machen. Die Dienstboten sind auch nach der neuen Gesindeordnung für allen Schaden der Dienstherrschaft gegenüber haftbar. Doch verjähren derartige Schadenersatzansprüche, wie überhaupt alle An­sprüche aus dem Gesindevertrag in einem Jahre. Die Be­stimmungen der jetzigen Gesindeordnung über das Verfahren in Gesindesachen sind in der neuen nicht vorhanden. Für die Ucbergangszeit zum neuen geltenden Recht ist folgendes zu beachten: Der Termin für den Wechsel der Dienstboten richtet sich für solche Dienstboten, die vor dem 1. Januar 1900 ihren Dienstvertrag abgeschlossen haben, nach den seitherigen Bestimmungen (also z. B. von Weihnachten zu Weihnachten); für solche, die sich nach Inkrafttreten des Bürger!. Gesetzbuches vermieten, nach den neuen Vorschriften.

* Die 26. (außerordentliche) Hauptversammlung der Ludwig- und Alice-Stiftnug", ein zum bleibenden Gedächtnis an die Vermählung Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Ludwig von Hessen, nachmaligen Großherzogs Ludwig IV. von Hessen, mit Ihrer König!. Hoheit der Prinzessin Alice zu Gunsten der Hinterbliebenen hessischer Volksschullehrer ge­gründeter Verein, fand Mittwoch nachmittag im Festsaale der Großherzogl. Oberrealschule unter der Leitung ihres Vorsitzenden, des Herrn Reallehrer K a ß l i ck, in D a r m st a d t, statt. Anwesend waren etwa 300 Lehrer aus allen Agen­turen des Großherzogtums. Der Vorsitzende eröffnete die Verhandlungen kurz nach 1/i2 Uhr, indem er vorerst den Erschienenen ein herzliches Willkommen zurief, und dann in längerer Ansprache zum einheitlichen Ausbau der Wohl­fahrtseinrichtungen des hessischen Volksschullehrerstandes mit der MahnungLebet im Ganzen!" aufforderte. Alsdann trat die Versammlung in die Beratung und Beschlußfassung über den Entwurf neuer Satzungen der Stiftung ein. Die­selbe zerfällt nun in eine Sterbe- und eine Unterstützungs­kasse. Die erstere gliedert sich hinsichtlich der Höhe des Sterbegeldes in fünf Abteilungen, dergestalt, daß in der 1. Abteilung ein Sterbegeld von 200 Mk., in der 2. ein solches von 400 Mk., in der 3. von 600 Mk., in der 4. von 800 Mk. und in der 5. ein solches von 1000 Mark ausgezahlt wird. Die neuen Satzungen, die auf einem ge­wissenhaften und sorgfältigen Studium des Vorstandes be­ruhen, umfassen nicht weniger als 70 Paragraphen. Außer kleinen Abänderungen wurden dieselben von der Versammlung nach einer etwa zweistündigen, mitunter lebhaften Debatte genehmigt, nur sichert der § 69 nunmehr auch den früh­zeitig pensionierten Lehrern den Zutritt in eine höhere Ab­teilung der Sterbekasse bis zum 70. Lebensjahr, sofern ein ärztliches Zeugnis beigebracht wird. An der Besprechung beteiligten sich außer dem Herrn Vorsitzenden, der die Ver­sammlung in bekannter Gewandtheit leitete, besonders die Herren Landtagsabgeordneter Backes, Schulinspektor Scherer von Worms, Oberlehrer Glaser von Oberramftadt, Lehrer Hechler von Alsbach, Oberlehrer Stenner von Mainz und Lehrer Müller von Oberramftadt. Den zweiten und letzten Gegenstand der Tagesordnung bildete: Die Kosten der Verwaltung für das Rechnungsjahr 1900. Mögen die Beschlüsse den Gliedern des hessischen Volksschullehrerstandes zum Heil und Segen gereichen! (Darmst. Tagbl.)

* Erledigte Stellen für Militäranw'ärter im Bezirk des 18. Armeekorps. Dillenburg, Magistrat, Nachtwächter und zngleich Hilfs-Polizeidiener, 650 Mk. Dillenburg, Magistrat, Nachtwächter, 500 Mk. Frankfurt (Main), Städtisches Gewerbe- und Verkehrs-Amt, Feldpolizei, Feld­schütze, 1450 bis 1850 Mk., von 3 zu 3 Jahren, gute Dienstführung vorausgesetzt, aufsteigend. Frankfurt (Main), Intendantur der 21. Division, Verrichtung des Brief- und Packetabsendegeschästs, sowie Anfertigung von Reinschriften, 25 Mk. monatlich, außerdem für den Bogen Schreibarbeit 25 Pfg., sodaß nach dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre ungefähr 25 Mk. monatlich hinzukommen. Hanau (Main), Stadtverwaltung, Marktmeister (Polizei- Wachtmeister, 1500 Mk., daneben für Beaufsichtigung des Stadttheaters freie Wohnung im Werte von 300 Mk. Oranienstein, Kommando des Kadettenhauses, Aufwärter, 700 Mk. Gehalt, freie Wohnung, Feuerung und Licht.

Westhofen, Süddeutsche Eisenbahn-Gesellschaft, Darmstadt, Schaffner, 900 Mk.

Stockheim, Ende September. Die diesjährige Rüben­kampagne hat am 27. d. Mts. ihren Anfang genommen. Infolge des hier herrschenden Arbeitermangels hat sich die Fabrikleitung genötigt gesehen, fremde Arbeiter heranzu­ziehen. Hoffentlich tritt bald trockenes Wetter ein, damit die Rübenernte bester von statten gehen kann, als seither. Infolge der anhaltenden Nässe und kühlen Witterung wird allgemein ein Zurückgehen des Zuckergehaltes der Rüben befürchtet, was im Jntereffe der Rüben bauenden Bevölkerung sehr zu bedauern wäre.

0 Aus dem ev. Dekanat Büdingen, Ende September. Die diesjährige Dekanatssynode ist auf den 18. Oktober nach Lindheim anberaumt worden. Außer den üblichen geschäftlichen Mitteilungen, sowie den Neuwahlen zur VI. ordentlichen Landessynode steht auf der Tagesordnung das Referat des Herrn Pfarrers Goebel-Büdingen, über Gründung eines Erziehungsvereines für das Dekanat Büdingen. Ferner kommen noch 2 Anträge eines weltlichen Abgeordneten zur Verhandlung: Die anderweitige Organisation der Pfarreien im Dekanat, sowie die einheitliche Regelung der Katechismus- lehre.

§§ Vom Laude, 28. September. Noch sind in den Dörfern die Dampfdreschmaschinen in voller Thätig- keit und die Fruchthändler sind schon dahinter her, den Weizen aufzukaufen. Um diese Zeit braucht der Landmann, insonderheit der kleinere, Geld, nnd man verkauft deshalb gern. Der Preis beträgt für den Doppelzentner Weizen nur Mk. 15.40. Das ist ein sehr billiger Preis, der im vorigen Jahre doch fast um 5 Mk. höher stand. Trotz dieser niedrigen Preise merkt man von einem Sinken der Mehlpreise ebensowenig, wie von einem Herabgehen der Brodpreise. Wer klug handeln will auf dem Lande, der läßt sich Weizen auf einer der jetzt vorhandenen Kunstmühlen mahlen.

nn. Darmstadt, 28. September. Der Aufenthalt des russischen Kaiserpaares auf Schloß Wolfs- garten ist durch die fortdauernd schlechte Witterung sehr beeinträchtigt, nnd beschränkt sich fast ausschließlich auf das Schloß selbst und den dasselbe umschließenden Park. Während bei seiner früheren Anwesenheit der Kaiser mit dem Großherzog häufige Ausfahrten nach der nahen Kober­stadt unternahm, woselbst unter Geh. Rat Koflers Leitung die Aufdeckung von Römergräbern vorgenommen wurde, widmet sich Kaiser Nikolaus Heuer nur den Regierungs­geschäften, während die Kaiserin mit ihren Kindern im Familienkreis der Großherzoglichen Familie Erholung und Ruhe findet. Sofort nach Eintreffen in Wolfsgarten hatte der Kaiser den Wunsch geäußert, dem Gottes­dienste in der neuerbauten russischen Kirche auf der Mathildenhöhe beiwohnen zu können, und ist die Ein­weihung derselben nunmehr auf Donnerstag den 4. Oktober festgesetzt. Die Kaiserin Friedrich wird zu den Einweihungs-Feierlichkeiten ebenfalls anwesend sein. Mit dem Bau der russischen Kapelle ist auch das wahrhaft tragische Geschick des genialen Architekten und Baumeisters Gustav Jakoby verbunden, dem von Anfang an von Sr. Majestät Kaiser Nikolaus persönlich die Ausführung dieses herrlichen Bauwerks übertragen wurde. Nach der Grund­steinlegung mit der Fertigstellung der Pläne und Kosten­berechnungen beschäftigt, unternahm Baumeister Jakoby auf Befehl des Kaisers eine Jnstruktionsreise nach Rußland. Die Aufregungen dieser Reise und sonstige Schwierigkeiten mögen den Künstler so angegriffen haben, daß er schon bei seiner Rückkehr aus Rußland verschiedene Nervenanfälle hatte, bis gelegentlich einer Vorstellung im Gr. Hoftheater der Irrsinn bei dem Unglücklichen zum Ausbruch kam und seine Aufnahme in der pychiatrischen Klinik zu Gießen not­wendig machte. Dort soll der Kranke auf Genesung hoffend noch weilen, während sein von dem Wiener Architekten Ol­brich fertig gestelltes Werk als ein herrliches Kleinod von Architektur und Kunst seiner Einweihung durch das russische Kaiserpaar entgegensieht.

nn. Darmstadt, 28. September. Dem in den wohl­verdienten Ruhestand getretenen Landgerichtspräsi­denten Dr. Machenhauer wurde eine besondere Ehrung zuteil, welche Zeugnis davon ablegt, in welch' hohem Ansehen derselbe stand. Der Verein der Richter an den Amtsgerichten der Provinz Starkenburg hat Herrn Machen­hauer eine prachtvolle, vom Hofkalligraph Göttmann ge­fertigte Adresse in einer Ledermappe überreichen lassen, welche folgenden Wortlaut hatte: Hochzuverehrender Herr Präsident! Der Verein der Richter an den Amtsgerichten der Provinz Starkenburg, beehrt sich Ihnen, Hochverehrter Herr Präsident, beim Scheiden aus dem Amt seinen tief­gefühlten Dank auszusprechen für die Gerechtigkeit und das Wohlwollen, welches stets Ihren unterstellten Richtern während Ihrer langjährigen Thätigkeit zuteil wurde. Nur mit großem Bedauern sehen die Mitglieder des Vereins ihren allverehrtcn Vorgesetzten, dessen Andenken sie stets in Ehren halten und bewahren werden, aus dem Amte scheiden, und wünschen von Herzen, daß Ihnen, Hochverehrter Herr Präsident, auf Ihrem ferneren Lebenswege noch lange in Gesundheit die wohlverdiente Ruhe unter Gottes reichem Segen zuteil werden möge. Darmstadt im September 1899."

* Mainz, 28. September. Gutenberg-Ausstellung. Die 500jährige Geburtstagsfeier des Erfinders der Buch­druckerkunst wird im Juni 1900 in Mainz glanzvoll be­gangen werden. In Verbindung mit dieser internationalen Feier soll auch eine Ausstellung stattfinden, die nach drei Gruppen geordnet sein wird. Die historische Abtei­lung umfaßt Erzeugnisse der Druckkunst aller Zeiten und Völker, sowie Druckgeräte und Maschinen, aus denen die Entwickelung der Druckkunst von ihren ersten Ansängen ab ersehen werden kann. Die graphische Abteilung soll dagegen ein möglichst umfassendes Bild der Erzeugnisse der

graphischen Künste in ihrer heutigen Vollendung geben. Die dritte Gruppe, die Maschinen-Abteilung, wird die neuesten Maschinen und Geräte zur Herstellung des Drucks, womöglich in Thätigkeit, vorführen. An diese Ausstellung wird sich die Gründung eines Gutenberg-Museums anschließen. Die Gegenstände der historischen und graphischen Abteilung finden im Museum Aufstellung, wodurch den Aus­stellern keine Kosten erwachsen. Für die Ausstellungsobjekte der Maschinenabteilung wird jedoch eine mäßige Platzmiete berechnet. Interessenten, welche die Maschinenabteilung zu beschicken gedenken, sind gebeten, ihre Anmeldungen möglichst bis Ende Oktober d. I. an die Großh. Bürgermeisterei in Mainz gelangen zu lassen. Der maschinelle Betrieb erfolgt durch Elektromotoren im Anschluß an das städtische Elek- tricitätswerk, wofür den Ausstellern nur die Miete der Elektromotoren und der verbrauchte Strom berechnet wird.

= Mainz, 28. September. Von den großen militärischen Anwesen hier, die, wie jüngst mit­geteilt, demnächst nach langjährigen schwierigen Verhand­lungen und Zugeständnis ziemlich bedeutender Opfer in das Eigentum der Stadt übergehen, waren zwei, die alte Militär­bäckerei und die Welschnonnenkaserne, ehedem klösterliche Besitze, und ein drittes, die Flachsmarktkaserne, ein geist­liches Familienstift, die auf dem Wege der Säkularisation in den Besitz des Fiskus gekommen sind. Das größte dieser Anwesen, die 7600 Quadratmeter umfassende alte Militär­bäckerei, war ein Frauen- oder Nonnenkloster des Minoriten- ordens, das im Jahre 1275 durch den Mainzer Patrizier Humbert zum Widder gestiftet wurde. Später erhielt das Kloster den NamenKlarissenkloster". Durch den letzten Kurfürst von Mainz, Friedrich Karl Joseph, wurde das Kloster 1781 aufgehoben und samt seinen großen Besitzungen dem Universitätsfonds einverleibt. Nach Einzug der Franzosen im Jahre 1797 wurde das Kloster zu einer Militärbäckerei und die dazu gehörige Kirche zu einem Privatmagazin ein­gerichtet, welchen Zwecken das Anwesen ununterbrochen bis auf den heutigen Tag teilweise noch dient. Die Welsch­nonnenkaserne bildet einen Teil des ehemaligen, im Jahre 1683 erbauten Welschnonnenklosters. Bei Aufhebung der Klöster (1802) kam dasselbe an den Schulfond, und die Kirche des Klosters wurde von Napoleon I. der evangelischen Gemeinde überwiesen, die bis 1829 ihren Gottesdienst darin verrichtete. Nachdem zu einem Fruchtmagazin eingerichtet, wurde die Kirche 1833 niedergerissen und das Gebäude in seiner heutigen Gestaltung als Beamtenwohnungen aufgebaut. Das dritte Anwesen, die Flachsmarktkaserne, war der im Jahre 1601 erbaute Familiensitz des Kurfürsten Adam von Bicken, von dem es auf den Grafen von Stadion vererbt wurde. Im Jahre 1798 nahmen die Franzosen den Stadionshof" als Domäne in Besitz und richteten denselben als eine Kanonierkaserne ein. Später in Besitz des deutschen Bundes übergegangen, war die Kaserne zunächst mit öster­reichischen Truppen belegt, um alsdann bei der allgemeinen Umwälzung im Jahre 1866 von Preußen in Eigentum ge­nommen zu werden.

*f Frankfurt a. M., 25. September. Central st elle für Ob st Verwertung und Ob st-Markt-Komitee Frankfurt a. M. Obstdurchschnittspreise. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). Tafel-Aepfel je nach So 'te der Gentner 10 bis 15, Mk., Kochäpfel 8, Mostäpfel 4,65, Tafelbirnen je nach Sorte 10 bis 20, Pfirsiche 50, Trauben 25, Zwetschen 8. (In Mostobst wurden große Abschlüsse noch nicht gemacht.)

* Frankfurt a. M., 27. September. (Der parfü­mierte Hund.) Folgende drollige Geschichte erzählt die Sonne": Einer unserer Mitbürger pflegt seit Jahren in einem vornehmen Restaurant zu verkehren und alltäglich daselbst zu soupieren. Er ist ein reicher Mann und hält auf gute Küche, und in besagtem Restaurant verkehrte er mit ganz besonderer Vorliebe, weil die Küche in hohem Maße seinen Anforderungen entsprach. Ein kleiner, vier­beiniger Familiengenosse vom Stamme Pinscher, der sich Madames größter Freundschaft und Liebe erfreut, ist eben­falls Gourmand und begleitet seinen Herrn jeden Abend zum Essen. Im Lokal angelangt, macht Butzi erst allen anwesenden Gästen eine kurze Anstandsvisite wohl­gemerkt, er ist ein Hund aus feinem Hause dann ver­schwindet er in der Gegend der Küchenthüre und kommt erst nach geraumer Zeit wieder. In der Küche hat er nämlich auch einen guten Freund und das ist der Chef, der ihm immer einen guten Bissen aufhebt. Die Gäste hatten sich schon öfters über das harmlose kreuz- fidele Tierchen beklagt, es gibt ja genug Menschen, die keine Hunde leiden können, der Wirt mochte sich aber den guten Gast wegen des Quadrupeden nicht vertreiben und ließ Butzi ruhig gewähren. Eines Abends that er über den kleinen Köter eine abfällige Bemerkung, die der Haus­bursche hörte, der als treuer Diener seines Herrn schleunige Abhilfe zu schaffen beschloß. Als Butzi am folgenden Abend wieder in die Küche kam, fing er sich ihn ein und entsetzlich rieb Butzi von der Schnauze bis zum Schwanz mit Limburger Käse ein. Gerade als fein Herr fortgehen wollte, tauchte das beklagenswerte Opfer schnöder Hausburschenlist wieder im Lokale auf und rieb sich an allen Stuhl- und Tischbeinen. Alles hielt sich ent­setzt die Nase zu, wo das duftende Tierchen hinkam, zum Glück ging aber sein Herr gleich fort, sonst hätte es noch ärgerliche Szenen gegeben. Per Trambahn ging es heim, Butzi im Innersten seiner edlen Hunde­seele empört über die ihm angethane Schmach, hinten­nach. Zu Hause angelangt, war es aber auch schon mit einem Satz im Bette seiner Herrin, die mit zwei Händen in das parfümierte Fell griff.Um Gotteswillen!", schrie sie im nächsten Moment auf, und beförderte Butzi in kühnem Bogen aus den Kiffen. Sein Herr hielt sich die Nase zu, die Dienstboten gingen durch, ein entsetzlicher Gestank er­füllte das Gemach. Butzi wälzte sich indeffen auf dem

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