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inö Mldungen.
Adler-Drogerie,SeltersmBS
Otto Schaaf.,
Die Hauptquellen: Heorg» Flktor-Huelle undKelenen- Huelle, sind seit lange bekannt durch unübertoffene
tagen abgchellt.
Gießen, den 28. September 1899.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Gnauth.
des Blatt.
Gießen, am 26. September 1899.
Großherzogliches Amtsgericht Gießen.
Neuenhagen.
Wirkung bei Nieren-, ZZtafen- und Steinleiden, Wagen- und AarmKatarrhen, sowie Störungen der Blmmischung, als Nlutarmnt, ZSkeichsucht usw. Versandt 1898 S74200 Flaschen. Aus keiner der Quellen werden Salze gewonnen; das im Handel vorkommende angebliche Witdunger Satz ist ein künstliches, zum Teil untösliches Fabrikat. Sckrssten graus. Anfragen über das Bad und Wohnungen im Maoe- kogierhause und tzmröpäischen Kof erledigt 3579
Pie Inspektion der ZSildungcr Wineratquelle« Mtieu-Heseuschaft.
Bekanntmachung.
Das Wasser im Stadtbach wird wegen vorzunehmender Reparaturen von Freitag den 29. d. Mts. vormittags ab an fünf Arbeits
Schiffsnachrichten.
Norddeutscher Lloyd, ta Gießen vertreten durch bie Agenten 6etl LooS und 3« M. Schulhof.
Bremen, 27. Septbr. fPer transatlantischen Telegraph-! Der Doppelschrauben-Poftdampfer Barbarossa, C-apt. A. Richter, vom Norddeutschen Lloyd ta Bremen, ist gestern 12 Uhr nacht- wohlbehalten ta Newyork angekommen
— Der Postdampfer „Switzerland* der „Red Star Linie* io Antwerpen ist laut Telegramm am 27. September wohlbehalten ta Philadelphia angetommen.
Bekanntmachung.
Laut Gesellschastsvertrag vom 26. September 1899 haben der Gutt- befitzer Karl v. Forell in Gießen und der Hauptmann a. D. Georg v. Forell in Berlin unter der Firma „Technisches Büreau für Cement- und MontaN'Jndustrie zu Gießen, Gesellschaft mit beschränkter Haftung", eine Gesellschaft auf Grund des Gesetzes vom 20. April 1892 errichtet Der Sch der Gesellschaft, der durch die Gesellschaftsversammlung jederzeit an einen anderen Ort verlegt werden kann, ist Gießen.
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwertung von Patenten und Erfahrungen auf technischem Gebiete, insbesondere in der Cement- uno Montan-Industrie. _ . _
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 100 000 Mark. Je 1000 Mark Einlage gewähren eine Stimme. Der Gesellschafter Karl v. Forell bringt der Gesellschaft die ihm aus seinem Vertrage mit der Brennöfen-Bauanstalt in Hamburg, Gesellschaft mit beschränkter Haftung zuftehenden Rechte als Einlage zu, und werden dieselben zum Geldwerte von 60000 Mark angenommen. Von den weiteren 40000 Mark Stammkapital sind 25 pCt. zur Gesellschaftskasse gezahlt worden.
Zum Geschäftsführer ist Herr Karl v. Forell ernannt worden, d-r für die Gesellschaft zeichnet, indem er der Firma seine Namensunterschrift beifügt.
Der Eintrag in das Gesellschaftsregister unterzeichneten Gerichts ist erfolgt. Die Bekanntmachungen der Gesellschaft erfolgen durch den Deutschen Reichr-Anzeiger, den Gießener Anzeiger und ein anderes noch zu bestimmen
Klettenwnrzelwasser ein sehr angenebmes, erfriscbendes, anti- seplischeS Kopfwaffer. Flasche 1 Mk. Lattigmilch
(Flasche 1 Mk.) macht die Haut zart und weick, namentlich in Verbindung mit Lattigseile die Sommersprossen, Röte, Pickel und sonstige Hautunreinigkeiten beseitigt, Stück 60 Pfg.,
Cognac in Vi, */z, V4 Flaschen der Firma
Erste Taunus-Eognac-Krennttti Fritz Scheller Söhne,
Homburg. 2780
Mosel- und franz. Cognacs in allen Preislagen Deutscher Medizinal-Copae ärztlich empfohlen gegen Keuchhusten, Tuberkulose und Darmkrankheiten.
i/1 Fl. Mk. 6. 7, Fl. Mk. 3.20.
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ohne Zucker-Zusatz.
1/1 Fl. Mk. 4. 7, Fl. Mk. 2.20.
Niederlage bei:
Heinr. GengnageL
Neuen-Bäue 10.
Bekanntmachung.
In das Genossenschaftsregister unterfertigten Gerichts wurde unter der Rubrik betr. Spar- und Vorschußverein Treis a. Lumda e. G. m. u. H. auf Seite 36 eingetragen, daß an Stelle der Rechners Johannes Becker VI., welcher aus dem Vor- iande ausgetreten ist, neu gewählt wurde: Johannes Becker XII. zu Treis a. Lumda.
Gießen, am 27. Sept. 1899.
Großh. Amtsgericht.
Neuenhagen. 6986
Aufgebot.
Auf Antrag des Adam Eise II. in Lich, Kurators der am 19. August 1829 zu Lich geborenen und vor mehreren Jahren nach Paris aus- gewanderten Anna Marie Eise, deren Aufenthalt unbekannt ist, werden die genannte Anna Marie Eise und ihre Abkömmlinge auf« gefordert, spätestens im Aufgebots- termine:
Donverstag den 16. Hoobr. 1899,
vormittags 9 Uhr,
bei dem unterzeichneten Gerichte ihre Ansprüche an das kuratorisch ver waltete Vermögen in Höhe von 138 Mk. geltend zu machen, andernfalls Anna Marie Eise für tot erklärt und ihr Vermögen mangels sich meldender Abkömmlinge den bekannten Erben überwiesen werden wird.
Lich, den 18. September 1899.
Gcoßh. Amtsgericht.
gez. Giller. 6821 Veröffentlicht:
Koblheyer, Gerichtsschreiber.
Helumntmachung.
In dem Genossenschaftsregister des unterfertigten Gerichts wurde unter der Rubrik betr. „landw. Konsum, verein I Reiskirchen e. G. m. u. H." gewahrt, daß an Stelle des zum Schlüsse dieses Jahres statutenmäßig ausscheidenden stellvertretenden Direk- tors Heinrich Balser VII gewählt wurde: Johannes Schomber zu Reiskirchen.
Gießen, am 27. Sept. 1899.
Großh. Amtsgericht.
Neue n Hagen. 6987
thun, den Meister gegen die unermüdlichen Angriffe der Zeitungen in Schutz zu nehmen. „ , . _. „ , ,
Bors.: Nun, der Vorwurf, daß in der Kolome Dieffenbach Un° züchtiakciten begangen wurden, war nach dem, was uns vorliegt nicht unbegründet. Hat Dieffenbach von Ihren Beziehungen zu Stella gewußt? - Angekl.: Damals nicht, doch im „Himmelhost erfuhr er cs
Bors: Es war ja ein offenes Geheimnis, und der Meister schr»eb Ihnen einen Brief, in welchem er Ihnen mit Bezug auf Stella mit dem Kriminal droht für den Fall, als Sie die Kolome verlassen sollten. — Angell.: Es handelte sich nicht um mein Verhältnis nut Stella, sondern um die Beeinflussung des Mädchens.
Vors.: Und noch etwas. Sie haben ja die Bilder gemalt, die als Werke Dieffenbachs in die Welt gingen und viele entzückten. Er wollte Sic nicht verlieren, weil er Sic brauchte. — Angekl.: Das sagt die Oborny, deren Anzeige nur aus Bosheit entspringt und nichts Wahres enthalt^orsbod) Wahre, das zur heutigen Verhandlung geführt hat. — Der Angeklagte senkt schweigend den Kopf.
Staatsanw.: Ist es vielleicht nicht richtig, daß in Kolonie Dteffen- bach Personen waren, die wegen Unzucht und Diebstahl schon bestraft waren? — Angekl.: Davon wußten wir nichts.
Es begannen nun Verlesnngen. Zuerst wurde die Aussage der Stella Dieffenbach verlesen. Dieselbe bestätigte, was Spann angegeben hatte und fügte bei, daß sie gegenüber den Brüdern Spann sehr ver- schiedene Empfindungen gehegt habe. . „ , . f „
Die Anzeigerin Mathilde Oborny, die früher Modell bei Malern war, hat angegeben, daß sie eines Tages Dieffenbach auf dem Stephans- playe traf. Er redete ihr zu, ihm im „Himmelhof" die Wirtschaft zu führen. Sie trat sofort in Beziehungen zu Dieffenbach. Dieser sei cm Gegner der Ehe und Anhänger der freien Liebe, was er aus tbealen Gründen zu rechtfertigen suche. Er sei ein egoistsscher Mensch, der die besten Zimmer des „Himmelhofes" bewohnte und sich heimlich Schinken, Hühner und Appetitwürstchen bringen ließ, während er bet den Jüngern und Jüngerinnen auf strengster Einhaltung der Pflanzenkost bestand (Heiterkeit.) Dieffenbach sagte, er fet der vollkommenste Mann der Welt cs gebe keinen solchen mehr, wie ihn und ihm könne kerne Polizei und kein Gericht beikommen. Er erteilte Aufträge, die Anderen arbeiteten, Parthcnis und Paul malten. Die Kinder wurden aber Nicht erzogen. Helios könne nicht einmal schreiben. Stella selbst hat der Zeugin von dem Verhältnis mit Paul erzählt.
Der Vorsitzende konstatiert, daß dies von anderen Zeugen bestätigt und daß von Sonnenbädern und anderen Unzüchtigkeiten m der Kolonie erzählt wurde.
Der Angeklagte bestreitet erregt die Richtigkeit dieser Angaben und nimmt Dieffenbach gegen dieselben in Schutz. — ®ert: «Sie wollen immer nur Dieffenbach entlasten. Denken Sie doch an sich!
Auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Angeklagte noch etwas an» zuführen habe, erklärt er, daß er nicht aus materiellen oder unedlen Gründen, sondern aus tiefster Ueberzeugung seinen Glauben aufgegeben $°be‘ Vors.: Ich konstatiere auch, daß sich der Angeklagte nicht über die Haft beschwerte, indem er sagte: „Was ist mir der Kerker gegen die Gc- wiffensqualen, die ich leide."
Ich konstatiere ferner, daß Dieffenbach auf dem Standpunkte des verzeihenden Vaters steht und daß Stella erklärt, sie habe kerne Benach- teiligung seitens des Angeklagten erfahren.
Sodann wurde das Beweisverfahrcn geschlossen.
Der Staatsanwalt beantragte die Bestrafung int Sinne der Anklage.
Die Geschworenen verneinten die auf Verbrechen gegen die SM lichkeit lautende Schuldfrage mit sieben gegen fünf Stimmen, bejahten dagegen die Schuldfrage auf Herabwürdigung der katholischen Kirche mit elf Stimmen. Der Gerichtshof sprach demnach Paul Ritter von Spann vom Verbrechen gegen die Sittlichkeit frei, verurteilte ihn dagegen wegen Vergehens nach § 303 des Strafgesetzes zu acht Tagen strengen Arrest. .
Das Urteil der geehrten Herren Juroren aus dem Volke ist bei dem offenen Geständnis des kleinen, verkrüppelten Spann nicht begreiflich. Die Sittlichkeit darf verletzt werden, aber die Kirche nicht.
HklMihkOk» «ach Maß oder Maßet werden unter Garantie des guten Passens in kürzester Zeit geliefert.
Reiche Auswahl in 4881
Stoffen und Einsätzen. Geschw. Heer z Reuenweg 7..
Kandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— Krachtermätzigurrgerr für die Weltausstellung in Paris 1900 sind nunmehr von der Königlichen Eisenbahn-Direktton in Köln zusammengestellt worden. Die auszustellenden, als auch die zur Errichtung und Ausschmückung der Ausstellungsgebäude dienenden Gegenstände und Materialien genießen auf den ftanzösischen Bahnen bet der Hinbeförderung eine Ermäßigung von 25 Proz., bei der Rückbeförderung eine solche von 75 Proz., auf den nichtfranzösischen Bahnen in beiden Richtungen eine Ermäßigung von 50 Proz. der Fracht. Die Vergünstigung bezieht sich jedoch nur auf die reine Streckenfracht, nicht auch auf die Bahnhofs-, Neben- und Stempelgebühren. Bezüglich der Haftung der Eisenbahnen findet das „internationale Ueberemkommen über den Eisenbahnfrachtverkehr", sowie die reglementarischen Bestimmungen der Tarifverbände Anwendung, in welchen auch die Artikel genannt werden, bei denen die Beförderung von Grenze zu Grenze erfolgen muß. Für Kunstgegenstände, wie Gemälde, Statuen, Gegenstände aus Erz» guß und Antiquitäten, gewähren die französischen Bahnen Ermäßigung nut bei Aufgabe als Eilgut, und zwar in der Weise, daß °u Hinfracht ganz, eine Rückfracht dagegen garnicht erhoben wird. In derselben Weise wird die Fracht für lebende Tiere berechnet. Für diese sowie für Kunst- gegenstände sind Beschränkungen bezüglich der direkten Beförderung bis Paris vorgesehen. Bedingungen für die Gewährung dieser Frachtbegunsttg- ungen sind: 1. Beibringung einer Bescheinigung des für die Ausstellung ernannten Reichskommissars darüber, daß die Gegenstände für tue Weltausstellung bestimmt sind. 2. Frachtbrief und Sendung müssen nut Vermerken und Bezeichnungen versehen sein, aus welchen die Bestimmung, Nummer der Zulassungsbescheinigung vom Aussteller, der Name des Absenders und Ausstellers, das Bruttogewicht und ferner hervorgeht daß die Sendung durchweg aus Ausstellungsgut besteht. 3. Die Fracht ist beim Hintransport vorauszubezahlen. Die Rückbeförderung, für die eine Aufgabefrist bis zum 1. Juni 1901 festgesetzt ist, findet auf dem Wege des Hintransports und nur in Frachtüberwetsung unter Aufgabe in einer Sendung an den Aussteller des Originalfrachtbriefes statt. Dieser Frachtbrief ist nebst einem vom Reichskommissar zur Sicherung des zollfreien Wiedereingangs nach Deutschland auszuferttgenden Rücksendungsnachweis vorzulegen. Die Weiterbeförderung von den Partser Bahnhöfen zum Ausstellungsgebiet übernehmen auf Antrag bie ©tjen-- bahngesellschasten Sie erheben dafür einschließlich der Be- und Entladung auch bei Benutzung eines Krahnens durchweg 10 Franks für die Tonne und haften nicht für den Schaden, der aus der mangelhaften Verpackung oder schlechten Beschaffenheit des Gutes entsteht. Gegenstände von unter 1200 Kilogramm werden mit Rollwagen, solche von 1200 Kilogramm und darüber mit der Gürtelbahn und auf besonderen im Ausstellungsgebiet hergestellten Geleisen befördert.
— Britett-Verkaussvereiu. Im August betrug nach der „Rheinisch-Westf. Ztg." der Absatz der zum Verein gehörenden Zechen 113,450 Tonnen bei einer Beteiligungsziffer von 115,900 Tonnen gegen 110,898 Tonnen Absatz und 111,510 Tonnen Beteiligung tm Monar Juli er.; im Vorjahre brachte der Monat August 96,735 Tonnen Absatz bei 95,565 Tonnen Beteiligung, der Monat Juli 94,938 Tonnen bezw. 92,050 Tonnen.
wegen seiner Abwesenheit der Beurteilung dieses Falles sich den öfter» | reichifchen Gerichten vorläufig entzieht w
Es wurde daher nur gegen Paul R. v. Spann die Anklage wegen des erwähnten Verbrechens erhoben. Derselbe hat sich aber auch des Vergehens im Sinne des § 303 des Strafgesetzes (Beleidigung einer gesetzlich anerkannten Kirche) schuldig gemacht, indem er m einer Eingabe an den Wiener Magistrat sich in beleidigenden Ausfallen gegen die katholi^K^rche^er^mg.^^ Vorsitzende eine Zuschrift aus Triest zur Verlesung, in der mitgeteilt wird, daß die einzige zur Verhandlung vor» geladene Zengin Stella Dieffenbach wegen ihrer kürzlich stattgefundenen Entbindung so leidend sei, daß sie sich den Strapazen einer Reise nach Wien nicht unterziehen könne. Die Parteienvertreter erklärten sich mit der Verlesung der Aussage dieser Zeugin einverstanden .
Es begann hieraus daS Verhör Spanns. — Bors.. Bekennen Sic sich schuldig?-Angekl.: Diese Frage ist mir nicht ganz klar, weil ich mir nicht bewußt bin, etwas gegen das Gesetz gcthan zu haben.
Vors • Hatten Sie ein intimes Liebesverhältnis nut der Stella Dieffenbach, als diese noch nicht das 14. Lebensjahr erreicht hatte? — A"^Vors.°:' Me find Sie mit Dieffenbach bekannt worden?
Angekl.: Ich bin schon in Wien mit ihm zusammengetroffen. Ich war damals geistig sehr deprimiert, trug mich mit Selbstmordgedanken und war daher glücklich, in Dieffenbach einen Menschen zu finden, der eine mir sympathische Seele hatte, den ich, und der mich verstand. Die Gemeinsamkeit unseres Berufes war ein weiteres Band, und so habe ich mich Dieffenbach und seinen Söhnen HelioS und Lucidns ange- schlo^Vovc. Sie haben dann in München diesen Anschluß fortgesetzt und dort sind Sie mit der Stella Dieffenbach bekannt geworden und haben dann mit ihr nähere Beziehungen angeknüpft; damals war das Mädchen 12 Jahre alt. - Angekl.: Ich habe mich als außer leder Verbindung mit der übrigen Welt gefühlt und gar nicht daran gedacht, daß ich mit dem Gesetz in Konflikt geraten könnte, umsoweniger, als das Mädchen meinen Wünschen entgegenkam. Sie stand in geistiger und körperlicher Reife vor mir, ihr großartiger Charakter bewies mir, daß ich das Mädchen kennen gelernt hatte, das ich ersehnt habe. Und ans dem geschwisterlichen Verhältnisse wurde ein anderes, das sich aus dem geistigen Verkehr entwickelte. - Vors.: Ja, wenn es beim giftigen Verkehr geblieben wäre! — Was ist nun geschehen? — Angekl.: Dieffenbach ging nach Egypten und ich blieb zurück. Mein Bruder folgte ihm. — Vors.: Ihr Bruder Friedrich hat dort Magda geheiratet, aber dann mit Stella ein Verhältnis angeknüpft. — Angekl.: Ja, er war unglücklich verheiratet und ließ sich scheiden. - Dorf.: Setzten Sie spater die Beziehungen zu Stella fort? - Angekl.: Ja, als sie ein Jahr später aus Egypten zurückkam. Ich brach ihn aber ab, als ich sah, daß sie sich meinem Bruder zuwendete.
Bors.: Sie geben also zu, das, was in dieser Hinsicht das Gesetz verbietet, begangen zu haben? — Der Angeklagte giebt nun eine Erklärung ab, durch welche er in Zweifel zu stellen sucht, daß er den m- Iriminierten Tatbestand vollkommen begangen habe. — Vors.: Sie haben auch an den Magistrat von der Zelle ans eine Eingabe gerichtet, in welcher Sie Ihren Austritt aus der katholischen Religionsgemeinschaft anzeigten und Ihre Absicht konfessionslos zu werden, in einer Wesse motivierten, welche in der Anklage als Beleidigung der katholischen Kirche bezeichnet wird. Haben Sie diese Eingabe selbst geschrieben? — Angekl. : Ja. Ich habe aber nicht die Absicht gehabt, die katholische Kirche damit herabzuwürdigen, sondern wollte nur meiner innersten Ueberzeugung Ausdruck geben.
Bert.: Warum haben Sie sich, bevor Sie mit Dieffenbach bekannt wurden, mit Selbstmordgedanken getragen? — Angekl.: Weil sich nirgends Entgegenkommen, nirgends Verständnis meines Empfindens fand, sondern ich überall auSgestoßen wurde.
Bert.: Sie sind ein Jünger Dieffenbachs gewesen, Das erschöpft aber nicht ihr ganzes Verhältnis zu diesem Mann. Sie haben mehrere Broschüren über ihn geschrieben.
Vors.: Das hat doch mit dem Gegenstand der Verhandlung nichts zu schaffen. — Mir war es mit den Broschüren hauptsächlich darum zu
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