Ausgabe 
29.8.1899 Zweites Blatt
 
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Illumination. Eine nach hunderttausenden zählende Volks­menge bewunderte bis in die späten Nachtstunden die zum Teil ganz überraschenden Beleuchtungs-Effekte.

Deutsches Keich.

Berlin, 26. August. Der Kaiser hörte heute vor­mittag von 9 Uhr ab die Vorträge des Chefs des Cioil- kabinetts, v. Lukanus, des Chefs des Generalstabes, Grafen Schliessen und des Chefs des Militär-Kabinetts, v. Hahnte.

Berlin, 26. August. DieNordd. Allgem. Ztg." bezeichnet die Blättermeldung, daß der Kaiser Schloß Bernstorff zu besuchen gedenke und dort mit dem Kaiser von Rußland Zusammentreffen werde, als gänzlich aus der Luft gegriffen.

Berlin, 26. August. Zu der gemeldeten Unpäßlichkeit der Kaiserin erfährt derLokal-Anzeiger", daß dieselbe den zu Rate gezogenen Leibarzt bestimmt habe, der Kaiserin die Teilnahme an den großen Herbstmanövern und Paraden in Straßburg, Württemberg und Baden abzuraten. Wie bestimmt verlautet, wird die Kaiserin während dieser Zeit im Neuen Palais verbleiben.

Berlin, 26. August. Die heutige Nummer des Anarchisten­blattesNeues Leben" ist wegen des Leitartikels, betitelt: Die bessere Gesellschaft" gerichtlich beschlagnahmt worden.

Berlin, 26. August. Der auf heute nachmittag 5 Uhr angesagte offizielle Schluß der beiden Häuser des preußischen Landtages durch den Minister-Präsidenten Fürsten Hohenlohe ist abgesagt worden, weil das Ab­geordnetenhaus in seiner heutigen Sitzung Beschlüsse der vorher stattgesundenen heutigen Herrenhaussitzung wieder umgestoßen hat. Montag oder Dienstag wird das Abgeord­netenhaus seine Beratungen fortsetzen.

Berlin, 26. August. Kein Schluß des Landtags. Die Hoffnungen auf den heutigen Schluß des Landtags sind getäuscht worden. Die beiden Häuser des Landtages, die auf ein friedliches Zusammenarbeiten in der Gesetz­gebung unbedingt angewiesen sind, haben in den letzten Wochen einen bedenklichen Mangel an Courtoisie gegen einander bewiesen. Die ja keineswegs unwichtige Frage über die Sicherstellung des irdischen Mammons hat beide Häuser nach dem Grundsätze:In Geldsachen hört die Gemütlichkeit auf" in starke Meinungsverschiedenheit ge­bracht, und seit mehr denn einer Woche schieben sich die beiden Gegner eine Reihe von Anträgen, Artikeln, Para­graphen über das Handelsgesetzbuch und das Bürgerliche; Gesetzbuch wechselseitig zu, ohne daß das Zureden der Minister ein Nachgeben von irgend einer Seite bewirkt hätte. . Heute mittag schloß nun das Herrenhaus seine Tagung mit einem Kaiserhoch in der Annahme, daß das Abgeordnetenhaus den Rest der Gesetze in der Fassung des Herrenhauses annehmen werde. DaS Ministerium gab sich derselben Hoffnung hin und in der heute um 1 Uhr be­ginnenden Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde eine Ein­ladung des Ministerpräsidenten verlesen, der die Mitglieder des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses um 5 Uhr zu einer gemeinschaftlichen Sitzung und Entgegennahme einer kaiserlichen Botschaft entbot. Es wurde auch dann auf Zureden des Ministers von Miquel das Ausführungsgesetz zum Handelsgesetzbuche in der Fassung des Herrenhauses mit 130 gegen 119 Stimmen angenommen und dadurch die Streit über das Aufhebuugs- recht der Negierung gegenüber Aktiengesellschaften mit un- reeler Praxis beendigt. Dann aber trat eine höchst merk­würdige Begebenheit ein. Nach kurzer Beratung des vom Herrenhause zurückgelangten Einführuugsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche wurde mit schwacher Mehrheit in einfacher Abstimmung die abermalige Einfügung des An­trages Schmitz betr. Mündelsicherheit von Kommunalobli­gationen beschlossen und damit das Gesetz noch einmal an das Herrenhaus zurückverwiesen. Damit war der feierliche Schluß des Landtages so gut wie unmöglich geworden, und für den Fall, daß das Herrenhaus auch seinerseits nicht nachgeben würde, ein Konflikt geschaffen, der vielleicht den

mit acht Jahren schrieb er ein höchst lebendiges Colloquium, »Pater et Filius betitelt. Mit 9 Jahren verfaßte er religiöse Betrachtungen und Morgengrüße in deutscher, lateinischer und griechischer Sprache, die er selbst ersann und seinem Vater zumGuten Morgen" darbrachte.

Frühzeitig zeigte sich in dem Knaben das gewaltige Sprachtalent, welches sich nicht damit begnügte, die klassischen Sprachen allein zu studieren, sondern das auch den Orient in den Kreis seiner Studien und Forschungen zog. Be­sonders lebhaft interessierte ihn die hebräische Sprache, und feinWest-östlicher Diwan" beweist ja hinlänglich, welch' ein Meister der Uebersetzungskunst, speziell im Orientalischen, Goethe war. Er erzählt uns selbst, wie er, um sich die lästigen trockenen Sprachübungen, zu denen auch das Eng­lische gekommen war, phantasiereicher, befriedigender zu machen, einen Roman von sechs bis sieben Geschwistern er­funden habe, die, von einander entfernt, in der Welt zer­streut, sich wechselseitig Nachricht von ihren Zuständen und Empfindungen geben. Jedes schrieb in einer anderen Sprache, und der jüngste legte sich nun gar aufs Juden­deutsch. Um diesen Plan ausführen zu können, suchte er sich diese barocke Sprache anzueignen, um sie ebenso gut schreiben zu können, als er sie schon lesen konnte. Mit 9 Jahren verfaßte er denn auch eine höchst drollige und scharfsinnige kurze Abhandlung:Anweisung zur deutsch- hebräischen Sprache." Der naive, epische Ton der Bibel entzückte den Knaben überhaupt; sie wurde ihm, wie später Homer und Shakespeare, ein wahrer Jungbrunnen der Poesie, aus welchem er die bedeutungsvollsten Inspirationen schöpfte.

(Schluß folgt.)

so dringend notwendigen Abschluß des Ausführungsgesetzes, dessen Folgerungen bis zum 1. Januar 1900 praktisch durchgeführt sein müssen, bis in den Spätherbst verzögert. Der Präsident v. Kröcher schloß nach Annahme des un­seligen Antrages Schmitz mit lakonischen Worten die Sitzung und ließ mangels jeden Materials den Beginn der nächsten Sitzung unbestimmt. Unbeschreibliche Verwirrung folgte. Die Hälfte der Abgeordneten und der Journalisten blieb dauernd im Saale, der andere Teil hielt eine weitere Sitzung für heute ausgeschlossen und entfernte sich. Die Zurückbleibenden erfuhren alsbald, daß der Präsident von Kröcher auf der ursprünglich auf 5 Uhr festgesetzten Sitzung bestehen werde, während gleichzeitig verlautete, daß der Ministerpräsident Fürst zu Hohenlohe die Verlesung der kaiserlichen Botschaft, wenn überhaupt, so doch erst gegen abend eintreten lassen würde. Jedenfalls war man auf die Ereignisse, die sich mit dem 5 Uhr Glockenschlage ab­spielen würden, äußerst gespannt. Endlich erschien folgende Bekanntmachung: Die gemeinsame Schlußsitzung beider Häuser des Landtages findet heute nicht statt. Am Montag soll nun zunächst eine Sitzung des Herrenhauses, am Dienstag noch eine solche des Abgeordnetenhauses statt­finden. Dann hofft man zu Ende zu kommen! T. R.

Vorteile der Sozialpolitik. In einem Stuttgarter Brief desAllg. Anzeigers für Druckereien" findet sich folgende Stelle: Im Gau Württemberg'wurden im Monat Juli allein 2074,10 Mk. für Krankengeld ver­ausgabt. Auffallen muß bei der Durchsicht der Kranken­liste, daß ein großer Prozentsatz der Patienten Heilung in Bädern und Luftkurorten sucht, was meistens durch die Jn- validitäts- und Altersversicherung in die Wege geleitet wird. Hieraus geht hervor, daß mit großen Versicherungsver­bänden manches ausgeführt werden kann, was früher nicht möglich war, denn nur mit dem Krankengelde aus dem Verband ohne Ortskaffe und Invalidenversicherung war es nur sehr wenigen, besser bemittelten Gehilfen möglich, eine Badereise zu machen.

Ueber das Vermögen des Reichstagsabgeord­neten Zigarrenhändlers Alfred Agster in Pforzheim wurde der Konkurs erklärt. Damit ist Agster außer stand, sein Reichstagsmandat auszuüben, und der neunte badische Reichstagswahlkreis ist vor eine Neuwahl gestellt.

Reichsgerichtsrat vr. Spahn, Mitglied des Reichs- tages, ist zum Präsidenten des am 28. d. M. in Neisse beginnenden Katholikentages gewählt worden.

Leipzig, 25. August. Um dem Niedergang des deutschen Mühlengewerbes Einhalt zu thun, hat sich ein deutscher Müllerbund mit dem Sitz in Leipzig gebildet. Die Organisation will die Mittel- und Kleiumüller, deren es gegen 40000 im Deutschen Reiche gibt, in ihren Interessen vertreten und will vor allen Dingen die Konkurrenz durch die Riesenbetriebe einer- und die kleinen Schleudermüller anderseits bekämpfen. Der Bund hat sich im einzelnen folgende Aufgaben gestellt: 1) Beseitigung der Zollver­günstigungen für Exportmühlen (Aufhebung des Zollkredits); 2) Beseitigung der Larifmängel auf den Eisenbahnen, wo­durch gleichfalls die Großbetriebe begünstigt werden; 3) Er­höhung des Frachtsatzes auf den Wasserstraßen, sodaß diese wenigstens ihre Unterhaltungskosten und eine mäßige Ver­zinsung aufbringen; 4) entsprechende Besteuerung der Mühlen nach ihrer Produktivmenge (staffelförmige Umsatzsteuer); 5) Ermäßigung der Versicherungsprämien für Mühlen; 6) Erhöhung der Mahllöhne. Um diese Aufgaben zu er­füllen, will der Bund dahin wirken, daß künftig bei Be­ratung gesetzgeberischer Maßregeln, die das Müllereigewerbe berühren, auch Mittel- und Kleinmüller gehört werden. Die Leitung des Bundes hat zu diesem Zwecke Beziehungen zu verschiedenen Parlamentariern angeknüpft.

Ausland.

Wien, 26. August. Wie die PragerPolitiken" melden, soll die Einberufung des Reichsrates Anfang Oktober erfolgen.

Hermaunstadt, 26. August. Bei einem Ausflug auf den Neroberg stürzte der Professor Oberhummer aus München ab. Er trug glücklicherweise nur leichte Ver­letzungen davon.

Krakau, 26. August. In der Stadt Brzmyslany brannten 50 Wohnhäuser und mehrere öffentliche Gebäude nieder. Der Schaden ist sehr bedeutend.

Paris, 26. August. DemTemps" zufolge hat man den Eindruck, daß Bertillons gestrige Darlegungen die Richter kühl ließen. Sie betrachteten mit einer gewissen Zerstreuung die Schriftproben. Auch Dreyfus schien nichts davon zu begreifen.

Paris, 26. August. Der Doppelmord der fran­zösischen Offiziere im Sudan ist nunmehr im fran­zösischen Ministerrate amtlich bestätigt worden und damit sind alle die Zweifel behoben, die in einzelnen französischen Blättern wohl in absichtlicher Selbsttäuschung geltend ge­macht wurden. Die Mission Voulet-Chanoine ist damit als im Aufstande befindlich erklärt und man wird nun mit möglichster Schnelligkeit Schritte thun müssen, um die Re­bellen unschädlich zu machen, ehe sie mit ihrem Einfluß und ihren Truppen neuen Schaden anrichten. Die Folge ihrer ersten That wird sein, daß sie sich als selbständige Herren fühlen und auf eigene Faust Bündnisse suchen, ohne sich um die Regierung zu kümmern. Das kann zu schweren Weitläufigkeiten führen, wenn man auch annehmen darf, daß es schließlich gelingen wird, sie zu ergreifen und stand­rechtlich abzuurteilen, d. h. zu erschießen.

Paris, 26. August. Guerin hat heute früh eine schwarze Fahne auf seinem Hause aufziehen lassen. Einer seiner Genossen soll gestorben sein. Die durch diesen Todes­fall geschaffene Lage dürfte voraussichtlich ernste Folgen nach sich ziehen, da die Antisemiten diesen Umstand dazu benutzen werden, um Gusrin zu befreien.

Oporto, 26. August. Die Seuche schreitet langsam, fort. Der Handel liegt vollständig darnieder. Die Arbeiter sind brotlos. Die Stadt sollte noch gestern durch die be­waffnete Macht umschlossen werden. Die Fluß-Seite wird von Kriegsschiffen bewacht. Es wird ein Aufstand der Be­völkerung befürchtet.

Kopenhagen, 26. August. Die Riesensperre wird heute auf 3000 Näherinnen und 2000 Schneider erweitert werden. Die Arbeiter haben bisher aus dem Auslande 300,000 Kronen erhalten, aus Deutschland allein 70,000 Mark.

Petersburg, 26. August. China errichtet in Europa eine größere Anzahl Konsulate.

Rußland. Die Schwarze Meer-Flotte soll, wie die OdessaNovosti" meldet, demnächst verstärkt werden. Die Regierung beabsichtigt, den Bau von zwei Kreuzern zu je 6000 Tonnen und fünf Torpedobooten nach demSvkvl"- Typus zu beginnen. Umfangreiche Versuche mit der Mar- coni'schen drahtlosen Telegraphie zwischen Sebastopol, Ni­kolajew und der Flotte sind in Aussicht genommen.

Finländisches. Nach einem Reuter-Telegramm aus Kopenhagen teilte der russische Minister des Innern dem Finischen Senat mit, daß die finländischen Briefmarken infolge des Dekrets von 1890 ihre Giltigkeit für den Aus­landverkehr am 1. Januar 1900, für den Julandverkehr am I.Juni 1900 verlieren. Von den genannten Terminen an sind überall russische Wertzeichen zu verwenden.

Amerika. Aus den neuen Goldfeldern bei Dawson City bringen dieTimes" die Nachricht, daß bri­tische Kapitalisten eine in starken Worten gehaltene Petition nach Ottawa gerichtet haben mit vielfachen Beschwerden über die Hindernisse und Schwierigkeiten, mit denen der Bergbau in dem Distrikt zu kämpfen habe. Die Abgaben betrügen zehn Prozent, die Besitztitel seien unsicher und vor allem fehle es an Straßen und sonstigen Verkehrs-Einrich­tungen. Von besonderem Interesse für die Beurteilung der Lage dergeknechteten und ausgebeuteten" Uitlanders in Transvaal ist es, daß die Petition die Grundsätze der Transvaal-Berggesetze zur Einführung empfiehlt;unter diesen könne Kapital sicher und ungefährdet im Distrikt an­gelegt werden."

Apia (über San Franzisko), 15. August. Telegramm derKöln. Ztg." Die Lage ist noch nicht völlig befriedigend. Die Anhänger Mataasas erwarten mit Ungeduld die ver­sprochene Proklamation der Gegenpartei, wodurch die zu Tanu haltenden Häuptlinge ausgewiesen werden. Der amerikanische TransportdampferAlameda" ist mit Bau- material für die große Marinemole auf Pagopago, im Werte von etwa einer Million Mark, hier eingetroffen. Die Fertigstellung dieser Arbeiten ist nicht vor Ablauf eines Jahres möglich._________________

Kckales und Uroomrjelles.

tg. Grüuberg, 27. August. Wie schon seit einer Reihe von Jahren üblich, veranstaltete der Bezirks-Lehrerverein Grünberg gestern wiederum auf derNeumühle", einem unweit der Stadt reizend gelegenen, viel besuchten Aus­flugsorte, eine Familienkonferenz, zu welcher sich außer den Lehrerfamilien des Bezirks auch viele Mitglieder benachbarter Vereine mit ihren Angehörigen eingefunden hatten. Der Vorsitzende, Herr Lehrer Hamburger von hier, eröffnete nach einem Musikvortrage mit herzlicher Be­grüßungsansprache die Versammlung und erteilte sodann dem Referenten, Herrn Lehrer Dörr zu Lehnheim, das Wort zu seinem VortrageDie geistige Jugend und Frische des Lehrers im Amte." In ansprechender Weise führte Redner aus, wie als Grundbedingungen für ein glückliches, jugendliches Lehrerleben 1. Körperliche Gesundheit, 2. Liebe und Begeisterung für den Beruf, 3. Günstige häusliche und familiäre Verhältnisse und 4. Gründliche Aus- und stetige Weiterbildung anzusehen und zu fordern seien. Auch des Dichterfürsten Goethe, dessen 150. Geburtstag morgen zu begehen, alle Welt sich anschickt, wurde gebührend gedacht, indem Herr Lehrer Lentz-Geilshausen ein Referat über ,-Goethe und baß deutsche Volkstum" zur Verlesung brachte. Im Verlaufe des gemütlichen, der Geselligkeit gewidmeten Teiles der Konferenz brachte Herr Lehrer Albach nach einer mit feinem Humor gewürzten Ansprache ein begeistert auf­genommenes Hoch auf die anwesenden Damen aus. Unter Musik- und Gesangsvorträgen, ausgeführt von den Herren Albach, Dornier, Kredel, Roth u. a. nahm die Veranstaltung recht schönen Verlauf, und man trennte sich mit dem Wunsche: Auf frohes Wiedersehen im nächsten Jahre!

-8 Romrod, 26. August. Einen gefährlichen Absturz erlitt am Freitag das Gespann des hiesigen Landwirts P. Schmehl. Es war etwa ein Fuder Hafer geladen, als die Kühe d u r ch g i n g e n, auf einen nahen Steinbruch zu rasten, hier die Einfriedigung umriffen und an einer 30 Fuß tiefen, senkrechten Felswand abstürzten. Die auf dem Wagen befindliche Tochter des Landwirts hatte sich vorher durch einen verzweifelten Sprung gerettet; wunder­barer Weise haben die Kühe außer einigen unbedeutenden Schrammen keinen weiteren Schaden genommen, dagegen war der Wagen im Fallen gekippt und zum Teil zerschellt.

r. Glauberg, 25. August. Heute nachmittag gegen 3 Uhr ertönten die Sturmglocken. Es brannte in der Hofraite des Herrn Gemeinde-Einnehmers Volker, dessen gefüllte Scheuer total niederbrannte. Obwohl rasch Hilfe zur Stelle war, griffen die Flammen weiter, und es fielen ihnennoch zwei weitere Scheuern zum Opfer. Wie wir Horen, brannte bei Büdingen heute morgen ein ziemlich großer Strohhaufen ab.

m. Friedberg, 26. August. Nach einer hierher ge­langten Mitteilung wird der Verein ehemaliger hessischer Gardejäger in Darmstadt am Sonntag, dem 3. September, einen Ausflug nach Friedberg unternehmen, um unter den dortigen Kameraden und der Bürgerschaft einige vergnügte Stunden zu verleben. Da an diesem Tage in Friedberg das Sedanfest gefeiert wird, hat der Fest-