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ausschuß den Besuch der Jäger in sein Programm ausgenommen. Wie wir hören, werden die Gäste mit Musik an der Bahn abgeholt und erhalten am Nachmittag im Festzug den Ehrenplatz. Diese Nachricht wird gewiß auch allen anderwärts wohnenden ehemaligen hessischen Gardejägern eine willkommene Gelegenheit sein, sich an diesem Tage nach der alten Garnisonstadt Friedberg aufzumachen, um mit ihren Kameraden ein fröhliches Wiedersehen zu feiern. Daß alle herzlich willkommen sind, braucht wohl nicht besonders versichert zu werden.
nn. Darmstadt, 25. August. Schon seit mehreren Jahren besteht hier die Absicht, die gänzliche Freilegung des Großherzoglichen Residenzschlosses zur Durchführung zu bringen, um damit unserer Altstadt Luft und Licht zu geben, andererseits aber den Verkehr dortselbst zu fördern. Zu diesem Zweck hatte sich ein Komits aus den angesehensten Männern unserer Stadt gebildet, und besonders vom Bezirksverein Altstadt wurde das Projekt gefördert. Mit den anliegenden Häuserbesitzern wurden bereits Kaufverträge für ihre Gebäude abgeschlossen, und ortsgerichtlich bestätigt, und der hierfür aufzubringende Betrag von über eine halbe Million Mark sollte durch eine „Schloßfreiheits-Lotterie" gedeckt werden. Von Seiten Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs und auch von Seiten unserer Stadtverwaltung brachte man dem Projekt die größte Sympathie entgegen, und förderte es, wo man nur konnte. Gelegentlich einer Audienz, die drei Komitsmitglieder in den letzten Tagen bei dem Herrn Staatsminister hatten, soll sich auch Se. Exzellenz im günstigsten und fördernden Sinne der Deputation gegenüber ausgesprochen haben. Dagegen soll die Deputation bei dem Referenten und Vorsitzenden der Abteilung für öffentliche Gesundheitspflege Geheimerat Emmerling auf starken Widerstand gestoßen sein, und soll genannter Herr der Deputation eine direkte Absage gegeben haben. Seit Anfang August sind nun auch noch infolge der Verschleppung der Angelegenheit die Kaufverträge wieder erloschen unb es war fraglich, ob sie wieder erneuert würden. Dank dem verdienstvollen Vorgehen des Schloßsreiheits- Komitös sind nun die Kaufwerte bis zum 1. April 1900 verlängert worden, und hofft man bis dahin die Widerstände beseitigt zu haben und die Lotterie zur Freilegung des Residenzschlosses zur Durchführung bringen zu können.
Darmstadt, 26. August. Das H. GrunerscheWasser- werk zu Bad Nauheim ist von dem hessischen Staate zum Preise von 400000 Mk. angekauft worden, und wird mit dem 1. Januar 1900 in staatliche Verwaltung übergehen. Das vor 11 Jahren von dem Baseler Ingenieur Gruner errichtete, seither von demselben betriebene Wasserwerk hat bei dem raschen Aufschwung von Bad Nauheim dem steigenden Wasserbedarf nicht mehr voll genügen können und bedarf dringend einer vermehrten Zuleitung von Süßwasser. Einer solchen stehen indessen zu Bad Nauheim besondere Schwierigkeiten dadurch entgegen, daß das zum Schutze der Heilquellen im Jahre 1896 erlassene Gesetz die Vornahme von Tiefbohrungen im weiteren Umkreis der Heilquellen, soweit Gefahr für die Quellen bestehen kann, untersagt. Da der seitherige Besitzer des Wasserwerks sich unter diesen Umständen der Aufgabe einer Vergrößerung seiner Anlage nicht unterziehen wollte und auch die Stadt Bad Nauheim dem Ankauf des Wasserwerks zu den von dem Besitzer gestellten Bedingungen nicht näher trat, sah sich der Staat im Interesse des Landes veranlaßt, den unhaltbar gewordenen Zuständen durch Erwerb der ganzen Wasserwerksanlage nebst allem Zubehör ein Ende zu machen. Es steht zu hoffen, daß die alsbald in Angriff zu nehmenden Vorarbeiten für eine weitere Wasserleitung es ermöglichen werden, bis zum Beginn der nächstjährigen Badesaison dem Mangel an Trinkwasser, welcher sich in dem gegenwärtigen .regenarmen Sommer wiederholt in empfindlicher Weise fühlbar machte, dauernd abzuhelfen. Darmst. Ztg.
Vermischtes.
• Goethefeier in Frankfurt a. M. Die Stadt hat ein prächtiges Festgewand angelegt. Die öffentlichen Gebäude, sowie zahlreiche Privatgebäude, die Schulen, das Schauspielhaus und viele andere Gebäude tragen reichen Blumen- und Flaggenschmuck oder Durchleuchtungsbilder, welche mit Sinnsprüchen Goethescher Dichtung auf die Bedeutung der Feier Hinweisen. Besonders großartig ist die Ausschmückung der Häuser in der Nähe des Denkmalplatzes. In der Stadt herrscht eine rege Feststimmung; aus ganz Deutschland und vielen Orten jenseits der deutschen Grenze sind zahlreiche Fremde eingetroffen. Die Stadt hat eine Gedenkmünze prägen lassen, während das freie deutsche Hochstift eine Festschrift erscheinen läßt. Das Wetter ist prachtvoll.
* An der Goethe-Feier in Frankfurt a. M. nehmen die Vertreter der Universitäten von Berlin, Marburg, Jena, Göttingen, Gießen (Herr Geh. Hofrat Prof. Dr. Oncken), Würzburg, Heidelberg, Greifswald, Straßburg, Freiburg Teil. Die übrigen deutschen Universitäten haben wegen der akademischen Ferien eine Beteiligung abgelehnt. Viele Fremde treffen in Frankfurt ein. In der Gartenbau- Gesellschaft feierte Prof. Möbius Goethe als Botaniker. Gestern hielt die Senckenbergische naturforschende Gesellschaft einen Festakt ab, heute der Physikalische Verein eine Festsitzung.
• Goethe Feier. Auch heute liegen aus zahlreichen Städten Mitteilungen über würdige Begehung des Goethe- Tages vor.
* Saatgutbezug für den Herbst. Immer weitere Kreise der praktischen Landwirte bethätigen die Einsicht, daß die billigste, lohnendste Ertragssteigerung durch die Ersetzung unbefriedigender durch andere ertragreichere Sorten der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen zu erreichen ist; da die mit Wintergetreide bebauten Flächen in den meisten Wirtschaften die mit jeder anderen Frucht bestellten an
Ausdehnung übertreffen, so bietet gerade die Herbstsaat die Gelegenheit, um diesen Hebel der Ertragssteigerung durch Sortenänderung am wirksamsten anzusetzen. Die sorgsam und unter gewissenhafter sachverständiger Leitung durch längere Jahre fortgesetzten Sortenanbauversuche der D. L. G. (s. Berichte darüber für Roggen in Heft 13, für Weizen Heft 32 der „Arbeiten" der D. L. G.) haben vielfach gezeigt, welche bedeutende Ertragsunterschiede durch die Sortenwahl bedingt werden und welche Sorten für die verschiedenen Lagen und Bodenarten als die geeignetsten anzusehen sind. — Zur Förderung der Sortenreinheit, des sachverständigen Anbaues und hochwertigen Saatgutes hat die Deutsche Landwirtschafts Gesellschaft die Einrichtung der Saaten-Aner- kennung auf Grund von Besichtigungen von Saaten auf dem Felde durch Sachverständige getroffen; durch ihre „Saatstelle" vermittelt sie den Saatenverkehr — vorwiegend zum Bezug aus erster Hand (vom Erbauer) und zwar unter bester Wahrung der Interessen des kaufenden Landwirts. Die anerkannten Saaten können als solche (also mit dieser Bezeichnung) nur durch die Saatstelle bezogen werden. Zusammen mit dem soeben zur Aussendung kommenden Stück der „Mitteilungen" gelangen ihre Saatangebote in der Saatliste vom 5. August in die Hände der Landwirte mit einer Fülle von reinen Wintergetreide-Sorten. Die Listen sind auch unmittelbar von der Saatstelle der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Kochstraße 73, zu beziehen.
* Photographische Kopien mit Hilfe der Röntgenstrahlen. Kaum vergeht ein Tag, ohne daß man von einer neuen Anwendung der Röntgenstrahlen in der Technik Nachricht erhält. Neuerlich erläutert Dr. F. S. Stolle im „Elektrikal Engineer" ein Verfahren, um mit ihrer Hilfe photographische Kopien in Massen zu erzeugen. Das Verfahren ist ebenso einfach wie praktisch. Das betreffende Schriftstück, gleichviel ob mit Hilfe der Feder oder im Druck hergestellt, wird auf ungefähr hundert Blätter lichtempfindliches Papier, das in Blockform übereinander geschichtet ist, gelegt und dann eine Drittel-Sekunde lang mit Röntgenstrahlen beleuchtet. Damit ist das Lichtverfahren beendet und es brauchen die Kopien nur mehr entsprechend entwickelt zu werden. Auf diese Weise wäre es mit Hilfe einer einzigen Röntgenröhre möglich, in nur einer Minute 6000 Kopien zu erzeugen, so daß 10 Personen bei Voraussetzung einer achtstündigen Arbeitszeit innerhalb eines Tages die horrende Zahl von 7,500,000 Kopien fix und fertig herzustellen im stände wären.' Die erste Idee zu Lieser Anwendung gab übrigens schon im Jahre 1896 Professor Elihu Thomson, doch wurde eine praktische Durchführung bis auf die letzte Zeit nicht versucht.
Universitäts-Nachrichten.
— Berlin. Wie die „Vosstsche Zeitung" berichtet, wurde Dr. phil. Otto Krtgar-Menzel, Privaldozent für Physt! an der hiesigen Universität zum Professor ernannt.
— Königsberg. Die Professur für Hygiene an unserer Universität, die durch Professor Erwin v. Esmarchs Persetzung nach Göttingen erledigt ist, wird Professor Richard Pfeiffer vom Berliner Institut für Infektionskrankheiten übernehmen.
— Stuttgart. Dr. Wilhttm v. Ahles, Profesior der Botanik an der Technischen Hochschule, ist in dm Ruhestand getreten.
— Heidelberg. Der Honorar-Professor d.'r Mathematik an der hiesigen Universität Moriz Cantor beging am 23. August seinen 70. Geburtstag.
Weratur, Wissenschaft und Kunst.
— Von den 120 Zeichnungen, Gemälden, Büsten und Statuen Goethe«, die noch zu des großen Dichters Lebzeiten entstanden sind, bringt die Goethe-Nummer der Illustrierte« Zeitung (Nr. 2930 vom 24. August) den sechsten Teil. Die zwanzig hier reproduzierten Porträts beginnen mit dem Familiengemälde, das der Rat Goethe 1762 von dem Darmstädter Maler I. C. Seekatz malen ließ, und schließen mit dem Stich C. A. SchwerdgeburthS vom Jahre 1832. D e Titelseite der Nummer ziert die Nachbildung jenes Gemälde«, das Georg Oswald May im Juni 1779 zu Weimar für die Herzogin von Württemberg malte. Hohen Wert für Beantwortung der Frage, wie der Dichter deS „Faust" ausgesrhen hat, besitzt die ebenfalls hier abgebildete Maske von SchadowS Hand, ein 1816 über Leben geformter Abguß. Bon den Bildern Goethescher Frauengestalten find hervorzuheben daS der schönen Mailänderin Maddalena Riggi von Angelika Kauffmann, das Selbstporträt der Sängerin Corona Schroeter, die vortreffliche Büste der Gattin Goethes, Christiane Bulpius, vom Wiener Künstler K. G. Weißer, und das Bildnis von Käthchen Schönkopf. Den authentischen Bildern Goethes und seiner Umgebung sind noch eine Reihe von Szenen aus dem Leben deS Dichters von Malern der nachgoetheschen Zeit, Hermann Junker, Woldemar Friedrich, Ludwig Pietsch u. a., beigefügt worden. Besonders nachdrücklich sei auf die Kunstbeilage dieser Nummer, „Mehr Licht" nach dem im Befitz des Goethe-Nationalmuseums zu Weimar befindlichen G-mälde von Fritz Fleischer, hingewiesen. Hier hat der Künfiler geistvoll und seinsii.nig in einem einzigen Augenblick alle die von Augenzeugen geschilderten Einzelzüge auS den letzten Stunden deS großen Mannes hineingebannt. Vom Vatcrhause in Frankfurt a. M. bis zur Fürstengruft in Weimar läßt die Nummer das reiche Leben Goethes an uns ooiüberzieben. — Der Einzelpreis der fchönen mehr als 40 Seiten starken, mit Beiträgen von Dr. Karl Heinemann und anderen Goethrkennern bereicherten und mit über 80 Illustrationen geschmückten Festnummer zu Goethes 150. Geburtstage ist auf nur 2 Mark festgesetzt.
— Katechismus -er Dramaturgie von Robert Prölß. Zweite, vermehrte und verbesserte Auflage. In Originalleinenband 4 Mk. Verlag von I. I. Weber in Leipzig. Der bekannte Dresdener Dramatiker, Aesthetiker und GrschichtSschreiber deS Theaters Hai in diesem Buche den ersten und gelungenen Versuch gewagt, daS ganze Gebiet der Dramaturgie im Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwickelung des Dramas zu behandeln. Nach der historischen Seite hin war absolute Vollständigkeit nicht zu erreichen, das wesentliche und wahrhaft bedeutende ist jedoch stets in daS rechte Licht gerückt worden. Auch in dem ihm vergönnten engen Rahmm hat der geistvolle Autor eö verstanden, seinem Gegenstand; neue und anregende Gesichtspunkte abzugewinnen. In der zweiten Auflage hat der historische Abschnitt vielfach Ergänzung erfahren, auch der theoretische Teil ist nicht ohne Verbesserung geblieben. Das vortrcffliche Werk wird dem dramatischen Schriftsteller wie dem Bühnenkünstler, dem Litteratur- wie dem Theaterfreund, dem BerufSkrstiker wie dem Bühnenleiter von großem Nutzen sein.
— Ci« «euer Roma« von Jeannot Emil Frhrn. v. Groti- huß, dem Verfasser der schnell hintereinander in mehreren Auflagen erschienenen Schriften „Der Segen der Sünde", „Probleme und
Charakterköpfe" und „Gottsuchers Wanderlieder", wird, wie wir hören, in der vom Frhrn. v. Grotthuß herausgegebenen Monatsschrift „Der Türmer" bei Beginn des neu n Jahrgangs erscheine» und mit dem Oktoberhefte seinen Anfang nehmen. Probehefte dieser interessanten Zeitschrift find durch jede Buchhandlung, sowie durch die Verlagsbuchhandlung von G einer & Pfeiffer in Stuttgart zu beziehen.
Kandwirlschastliches.
A Aus Oderhessen, 21. August. Wenn sich einmal Vorurteile bei den Menschen eingenistet haben, dauert es zehn, zwanzig, fünfzig Jahre, bis man sie wieder herausbringt, selbst wenn die deutlichsten Beweise dafür vorhanden sind, daß sie offenbare Nachteile im Gefolge haben. Der deutsche Bauer ist in vieler Hinsicht ein sehr konservativer Herr, der seine Vorurteile festhält, oder konserviert, auch wenn man ihm den Beweis liefert, daß er sich mit seinen Vorurteile schadet. Das soll uns aber doch nicht abhalten, von Zeit zu Zeit ein wenig an diesen Vorurteilen zu klopfen und zu hämmern, mit den Jahren werden sie doch mürbe und geben nach. (Sin solch festgewurzeltes Vorurteil herrscht 3. B. über das Abblatten der Runkelrüben, in Oberhessen auch vielfach Rangen (gleichsam böse Buben) genannt. „Däi Range measse gebloat wearn, sunst woasse se näit l" lautet Mitte August das Feldgeschrei. Unsere 12—14 jährigen Rangen lernen heutzutage in der Schule: Die Blätter sind äußerst wichtige Bestandteile für alle Pflanzen, denn diese letzteren atmen nicht blos durch die Blätter, sondern sie müffen auch die Ernährungsstosfe für die Pflanzen zubereiten und aufbewahren helfen, sie sind demnach gleichsam ein Stück Magen, Lunge und Vorratskammer. Daraus ergiebt sich ganz von selbst, daß derjenige, welcher einer Pflanze die Blätter wegnimmt, ihr weiteres Gedeihen in empfindlichster Weise schädigt. — Nun steht es richtig, daß die Blätter der Runkelrübe einen nicht unbedeutenden Futterwert haben; in futterarmen Jahren kann es deßhalb, wie es z. B. anno 1893 der Fall war, von großem Vorteile sein, wenn man Runkelrübenblätter haben kann. ES wäre thöricht, wenn man es in Notfällen unterlassen würde, Runkelrübenblätter zu verfüttern. Not bricht Eisen und Hunger lernt Kohl kauen, besagen zwei deutsche Sprichwörter. Das Blatten muß jedoch in der rich tigen Weise geschehen, man darf die Rüben nicht bis auf die sechs letzten Blättchen schinden, wie man bisweilen Gänse bis aufs Blut gerupft einherschleichen sieht, die ihre Flügel auf der Erde nachschleifen. Nur diejenigen Blätter sollen weggenommen werden, die sich abwärts neigen und anfangen zu vergelben. Manche Runkelrüben, z. B. die Eckendörfer, soll man überhaupt nicht Blatten, weil sie alsbald in ihrem Wachstum gestört werden und nicht mehr zu Kräfte kommen. Der Verlust zeigt sich aber nicht blos in der Rübenmasse, wenn widersinnig geblattet wird, sondern auch in der Güte.
Jahrelange Versuche haben bewiesen, daß der Ertrag beim Nicht- abblatten 20 bis 25 Prozent höher war, als bei Runkelrüben, denen man die Blätter entzogen hatte. Hinsichtlich der Güte waren die Unterschiede noch größer als bei der Masse. Das Wertvolle bei den Runkelrüben besteht in Zucker und Proteiin. Die geblatteten Rüben zeigen bis zu 23 % weniger Proteiin und 25 % weniger Zucker, woraus sich ergiebt, daß die Ernährungsstoffe in viel geringerem Maße erzeugt werden, als in ungeblatteten. Wenn der Bauer Futter genug hat, soll er darum die Rüben gar nicht blatten. Muß er etwas Beihilfe haben, so soll er möglichst lange warten, bis er den Rangen die Blätter nimmt und dabei soll er die Rüben schonen. Auch das Blatten selbst geschieht oft sehr ungeschickt; die Arbeiter reißen an den Rüben herum, daß die Wurzeln Not leiden, mitunter abbrechen, dann muß die Runkelrübe verkümmern ober ganz zu Grunde gehen. Vorsicht ist auch hier die Mutter der Weisheit, und Weisheit ist die Tochter der Vorsicht — wer's nicht glaubt.....versuch's!
Unterhaltungen in Bad-Nauheim
vom 29. August bis 2. September.
Dienstag den 29. August, nachmittags von 41/, bis 67s und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert der Kurkapelle. Abends 87* Uhr im Saale: Deutscher Singabend deS Bardm Dr. med. Viktor Emanuel Kristel aus Wien. Mittwoch drn 30. August, nachmittags von 47, bis 7 und von 8 bis 10 Uhr aus der Terrasse: Konzert der Kapelle des 2. Großh. Heff. Jnfanterie- RegimentS (Kaiser Wilhelm) Rc. 116 aus Gießen. Bei gutem Wetter spielt die Kurcapelle nachmittags von 47, biS 6 Uhr am Teichhause. Abends 8 Uhr: Theatervorstellung unter Mitwirkung der Kurkapelle. Mein Leopold. Donnerstag den 31. August, nachmittags von 4V, bis 7 Uhr: Konzert der Kurkapelle auf der Terraffe. Abends von 8 bis 10 Uhr im Saale: Tanz. Freitag den 1. September,nachmittags von 4V, bis 7 und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse: Konzert Kurkapelle. Abends philharmonisches Konzert. Abends 8 Uhr im Saale: Theatervorstellung. Har.S Huckebein. SamStag dm 2. September, nachmittags von 47, bis 67, und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terraffe: Konzert der Kurkapelle. Abends 9 Uhr: Bengalische Beleuchtung am Teichs
SpklM btr rkttiuizten Frankfurter ZtMihealer.
Opernhaus.
Dienstag den 29. August: Lohengrin. Mittwoch dm 30. August: Prolog von Emil Claar. Lebendes Bild. Egmont. Donnerstag drn 31. August: Bajazzo. Hierauf: Ballet- Divertissement. Zum Schluß: Cavalleria rueticana. Freitag ben 1. September: Goethe-Feier. Fünfter Abend. Faust, 1. Teil. SamStag ben 2. September: Figaros Hochzeit. Sonntag dm 3. September: Margarethe. Montag den 4. September: Goethe- Feier. Sechster Abend. Schüler-Vorstellung. Götz von Ber- lichingen.
Schauspielhaus.
Dienstag ben 29 August: Liebelei. Hierauf: Eingebildete Kranke. Mittwoch dm 30. August geschlossen. Donnerstag dm 31. August: Veilchenfresser. Freitag dm 1. September geschloffen. Samstag den 2. September: Hüttenbesitzer. Sonntag dm 3. September: Torquato Tasso. ______________
Wenn jemand magenteidend ist, so wird ihm vom Arzt Diätkost verordnet, deren man aber leider allzubald überdrüssig wird, da die meisten diätetischen Speisen wenig anregend find. Nervös; Verstimmung und langsamer Rückgang der Kräfte ist darum unausbleiblich. Eme große Zahl hervorragender Aerzte empfehlen daher Hausens Kasseler Hafer-Kakao (nur echt in blauen Karton von 27 Würfeln — 40 bis 50 Taffen für Mk. 1,—), der äußerst appetitanregend, delikat schmeckend und so leicht veroaultch ist, daß ihn jeder Kranke vertragen kann. 5907
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