Die Schlacht Glencoe und die Lage auf dem östlichen Kriegsschauplatz
noffen ausschließen, auch wenn sich diese Leute in tadellosem Gesellschaftsanzug präsentieren, müssen auch von jenen „exklusiven" Kreisen acceptiert werden, die schließlich nur noch darin ihre Exklusivität begründen, daß sie den eleganten Nichtsthuer oder Gauner höher bewerten, als den schlichten, ehrlichen Bürger.
zuzuführen. Ein sünfgliederiger Ausschuß leitet jdie; Ge- chäfte des Verbandes, der in der Schaffung von Spiel- ilätzen, in der Anregung von Spielen innerhalb und unter )en Vereinen und in der Veranstaltung von Spielen auf den Gau-, Kreis- und Bergfesten des Mittelrheinkreises sein vornehmstes Ziel erblickt.
*• Naturalien-Ankauf. Das Königliche Proviantamt in Hanau giebt bekannt, daß dasselbe Weizen, Roggen, Hafer, Heu und Roggen-Flegelstroh vorzugsweise direkt von Produzenten frei Magazinhof Hanau und gegen Barzahlung ankauft. Alle Getreidearten müssen gesund, trocken, ohne Staub oder Sand, möglichst frei von Besatz und gründlich gereinigt sein. Die Einsendung von un- geschmeichelten Proben von je reichlich Vi Liter, nebst Mitteilung per Karte, wann und wieviel geliefert werden kann, ist erforderlich. Wenn bei großer Entfernung die Lieferung mittelst Landfuhre unmöglich ist, dann empsiehlt ' es sich, daß mehrere Landwirte sich zu einer gemeinsamen Waggon-Lieferung vereinigen und aus ihrer Mitte einen Vertrauensmann (Bevollmächtigten) wählen, der dann mit dem Proviantamte in Verhandlung tritt. Den Produzenten wird in jeder dienstlich zulässigen Weise entgegengekommen, auch werden auf Wunsch der Verkäufer Magazinsäcke, jedoch unfrankiert, zur Verfügung gestellt. Bei Bahnsendungen wird auf Wunsch und für Rechnung des Verkäufers die Bahnfracht verauslagt, sowie die Abfuhr von der Bahn übernommen; letztere kostet 6 Pfg. pro Ctr. Weizen, Roggen oder Hafer und 15 Pfg. pro Ctr. Heu oder Stroh. Die Adresse für den Frachtbrief ist Hanau, Bahnhof Nord. Auch hat der Beginn des Ankaufs von Hülsenfrüchten und Zwiebeln seitens der Konservenfabrik in Mainz begonnen. Etwaige Angebote sind an die genannte Fabrik oder an das Proviantamt Hanau zu richten. Jede weitere Auskunft wird bereitwilligst von dem genannten Amte mündlich wie schriftlich erteilt.
•* Zn Amerika verstorbene Heffeu. In Wilkesbarre, Pa.: Julia A. Heim, 66 Jahre alt, von Niederweisel. Ebendaselbst: Wilhelm Philippi, 73 Jahre alt, aus Wendelsheim. In Neu-Hamburg, Can.: Heinrich Allendorf, 66 Jahre alt, aus Niederjossa, Kurhessen. In Pittsburg, Pa.: John Arnsberg, 75 Jahre alt, aus Hessen Cassel. Auf dem Turkey Hill bei Belle- ville, Jll.: Witwe Catharina Funk, 80 Jahre alt, aus Dieburg-Schaafheim. In Hollands Grove, Taze- well Co., Jll.: Carolina Elisabeth Essig, geb. Koch, 49 Jahre alt, aus Alsfeld. In Springfield, O.: Elisabeth Huonker, 64 Jahre alt, aus Metze, Kur- hessen. In Preston, Neb.: Christopher Kaiser, 68 Jahre alt, aus Melbach.
4- Grünberg, 24. Oktober. Während der diesjährigen Herb st manöver war unsere Stadt mit Einquartierung reich bedacht. Bis jetzt erhielten die Quartiergeber nur die von der Militärbehörde festgesetzte Vergütung, welche pro Tag und Mann 88 Pfg. betrug. Wohl mit Rücksicht auf die in den letzten Jahren eingetretene Steigerung der Lebensmittelpreise beschloß der hiesige Stadtvorstand in seiner letzten Sitzung auf Antrag des Herrn Bürgermeisters, daß künftig den Quartiergebern aus der Stadt
kasse pro Tag und Mann 1 Mark bezahlt wird^ während die von der Militärverwaltung zu entrichtenden Beträge in die Gemeindekasse fließen. Für Offiziere wird auch in Zukunft die seitherige Servisvergütung gewährt.
O Lauter, 23. Oktober. Bei der hier kürzlich stattgehabten Wahl eines Beigeordneten für die hiesige Gemeinde wurde Herr Heinrich Pitz mit 9 Stimmen Majorität gewählt. Der Gegenkandidat erhielt 26 St.
X Vom Lande, 24. Oktober. In den verschiedenen Ortschaften sind die Dreschmaschinen immer noch in voller Thätigkeit; auch auf den Feldern sind die Landwirte noch eifrig beschäftigt, die letzten Herbstarbeiten zu verrichten; sogar Grummet wird noch gemacht. Die jetzige Witterung ist freilich hierzu wenig geeignet, das es der Sonne höchstens in den paar Mittagsstunden gelingt, den. dichten Nebelschleier zu durchbrechen.
X Nidda, 25. Oktober. Unter dem Verdachte, den m Nr. 250 dieser Zeitung.berichteten Diebstahl dahier verübt zu haben, wurde gestern nachmittag ein hiesiger verheirateter Einwohner durch den Gendarmerie Wachtmeister verhaftet. Die Sache erregt begreifliches Aufsehen, da der vermeintliche Thäter seither unbescholten war.
△ Darmstadt, 24. Oktober. Die Großherzogliche Mt- nisterialabteilung für Schulangelegenheiten hat neuerdings an die ihr unterstellten Kreis- und Ortsschulbehörden betreffs der Vermittelung von Lehrlingsstellen eine beachtenswerte, auch weitere Kreise interessierende Verfüguug erlassen. Der Vorsitzende des Landesgewerbevereins beabsichtigt nämlich, zum Zwecke des Ausgleichs des Angebots von Lehrlingsstellen und der Nachfrage nach solchen im Gewerbeblatte eine unentgeltliche Stellenvermittlung derart einzurichten, daß gesuchte und offene Stellen mit Angabe des Namens und des Wohnortes der Meister einerseits und der Namen und Gewerbe der Lehr-Suchenden andererseits zeitweise veröffentlicht werden. Er wendet sich deshalb durch Vermittlung der Schulbehörden an sämtliche Lehrer der hessischen Volksschulen mit dem Ersuchen, die Schüler rccht- । zeitig auf den Vorteil einer gründlichen Handwerkslehre aufmerksam zu machen und ihrerseits durch Namensangaben zukünftiger junger Lehrlinge dem Unternehmen ihre Unterstützung zuzuwenden. Die Lehrer an den Volksschulen werden sich die Förderung dieser zeitgemäßen Einrichtung umsomehr angelegen sein lassen, als in 98 Gemeinden unseres Landes Gewerbevereine und Handwerkerschulen bestehen, an denen zahlreiche Volksschullehrer Unterricht erteilen. Durch die angestrebte Vermittelung des Stellenangebots und der Nachfrage soll eine Organisation geschaffen werden, an welcher es bisher mangelte. Die herrschenden Mißstände für Handwerker und Lehrlinge soll die Organisation be-- feitigen helfen.
Darmstadt, 22. Oktober. Zum „Fall Küchler" wird der „Frkf. Ztg." geschrieben: Die gestern zum Abschluß gelangte zweite Disziplinarverhandlung gegen den Landgerichtsdirektor a. D. Küchler bestätigte, daß die „Frankfurter Zeitung" und die übrigen Blätter, die den „Fall Küchler' durch ihre Enthüllungen hervorriefen, ein um die hessische Justizpflege verdienstvolles Werk gethan haben. Sie ist aber in ihren Einzelheiten auch geeignet, mißverständliche und der wahren Sachlage nicht entsprechende I Empfindungen zu erwecken, und es bedarf deshalb einer näheren Beleuchtung. Es könnte bei oberflächlicher Betrachtung erscheinen, als ob die Küchler zur Last gelegten I Vergehen, die zu seiner abermaligen Disziplinierung geführt haben, im Grunde doch rechte Lappalien und so viel Auf- I hebens gar nicht wert seien. Bei näherer Betrachtung hält I diese Anschauung jedoch nicht Stand. Die die Unterlage I der Verurteilung bildenden Vergehen qualifizieren sich als I solche, die nicht nur disziplinär, sondern auch strafrechtlich zu ahnden waren. Wenn Küchler durch die eingetretene I Verjährung jetzt vor einer strafrechtlichen Sühne geschützt I ist, so ist das sein besonderes Glück, kann aber die That- I fache nicht aus der Welt schaffen, daß er dem Strafrichter I unrettbar verfallen gewesen wäre, hätte man rechtzeitig von I seinen Praktiken Kenntnis erhalten. Das durch das Urteil I am härtesten, mit einer Geldstrafe von Mk. 250, geahndete Vergehen — die Berechnung der zweiten Klaffe für die auf den Dienstreisen tatsächlich benutzte dritte — ist auf deutsch gesagt nackter Betrug. Abweichend von den Ein- I richtungen anderer Staaten haben in Hessen die Richter I ihre Ausgaben auf Reisen im Speziellen zu liqui- ! di er en; sie haben Anspruch auf den Ersatz des wirklich I gezahlten Fahrpreises, nicht mehr und nicht weniger.
Küchler hat in Kenntnis dieser Verhältnisse mehr berechnet oder mit seiner Zustimmung berechnen lassen, als er I rechtmäßig beanspruchen durfte, und er hat dadurch den hessischen Staat gewohnheitsmäßig und wissentlich geschädigt. Wenn andere richterliche Beamte sich desselben Vergehens schuldig machten und nichts Unrechtes darin fanden, so kann das, wie der Generalstaatsauwalt ganz richtig hervorhob, ihn nicht straflos machen. Bei der an zweiter Stelle rangierenden Verschuldung hat Küchler sein richterliches Ansehen dazu mißbraucht, um Ortsgerichtsmänner, einfache und nicht übermäßig gesetzeskundige Landleute in Büttelborn, in seinem Interesse I zu einer Handlung zu bestimmen, von der er sehr genau wissen mußte und wußte, daß sie ungesetzlich war. Auch I hier würde der Strafrichter eingreifen müssen, wenn die Verjährung das nicht verhinderte. Eine ebenso ungesetzliche Handlung mutete er in Offenbach dem Amtsrichter Dr. Marx zu, als er ihn durch die Uebernahme jeder Haftung wider de fen bessere Ueberzeugung veranlassen wollte, einen ideellen Grundstücksanteil auf den Titel „Ersitzung" zu überschreiben, obwohl die Ersitzungsfrist noch nicht abgelaufen war. Der ebenso rechtskundige Dr. Marx, durch diese ungesetzliche Zumutung aufs tiefste beleidigt, wies Küchler entrüstet zurück und mußte von diesem dafür den Vorwurf „unkollegialischen Benehmens" hinnehmen. Wenn hier eine ungesetzliche May- I nähme, die bei der Entdeckung für den betreffenden Beamten
Kolmles und VrooinsteUes.
Gießen, 25. Oktober 1899.
•• Tum. und Zugendfpiele. Um diesen Zweig des Turnens im Mittelrheinkreise zu größerer Blüte zu bringen, find am vergangenen Sonntag in der Turnhalle des Frankfurter Turnvereins die Vertreter einer Anzahl von Turnvereinen des Mittelrheinkreises zusammengetreten und haben einen „mittelrheinischen Spielverband" gegründet, der unter strengster Wahrung der turnerischen Grundsätze eine größtmögliche Förderung der Turn- und Jugendspiele erstrebt. Denn gerade in unserer heutigen, schweren Zeit ist das frische, fröhliche Turnspiel ein vorzügliches Mittel zur Kräftigung und Erholung des Körpers, und wird auch sicher dazu beitragen, der deutschen Turnsache weitere Kreise
Durch die für die Engländer günstige Schlacht bei Glencoe sind die Buren einstweilen am weiteren Vordringen nach Süden verhindert. Nach englischen Mitteilungen hatten die Buren die Absicht, jede Verbindung zwischen Glencoe und Ladysmith, dem englischen Hauptquartier zu unterbrechen. Vorerst hat sich General Joubert nach Dannhauser zurückgezogen, um nach dem Eintreffen weiterer Verstärkungen aus Jngagam, Vryheid und Utrecht, sowie von der Westgrenze Natals wieder gegen Glencoe vorzugehen. Im Westen stehen bei Actonhomes und auf dem halben Wege von Ladysmith nach Harrysmith die Oranje-Buren den Engländern gegenüber, und auch hier dürfte es inzwischen zu ernsten Zusammenstößen gekommen sein. Aus unserer beifolgenden Kartenskizze geht die Stellung der gegnerischen Truppen deutlich hervor.
Au die Bureu.
Ihr wackeren Buren Auf Afrikas Fluren, Gott streitet, Euch leitet Sein Antlitz, sein Licht. Es wird euch gelingen, Bald werdet ihr fingen: „Gott lebt und regiert, Er verläßt uns nicht!"
Frisch auf! nur gestritten! Gott ist in der Mitten, Er führt euch, Negiert euch Und lenkt das Gefecht. Die Feinde, sie zagen Trotz Rossen und Wagen, Sie leitet die Habgier und euch das Recht.
Frisch auf drum! Ihr Krieger, Ihr künftigen Sieger, Es stehet
Und gehet
Alldeutschland mit euch? Ihr seid unsre Brüder, Genossen und Glieder An Frömmigkeit, Heldensinn, Mut uns gleich,
„„Wir treten zum Beten""
Vor Gott und wir fichten:
Erhöre
Und wehre
Der feindlichen Macht!
Die wackeren Buren Auf Afrikas Fluren, Geleite sie, schirme sie, Lenker der Schlacht!
Gießen. Therese Köstliu.
frfde_
X*CE.
P' Fest rvtenhefM*
G3 Ä
'twtaAtk
Erlä.uterKJilKn
Ksc3i EiifniaJiKtn _____
___ TtleyriLpfien
rja • titxrrn
J)te * (.tbtn. die Dt^tyunfS rtchCuh) an
0RA.NJEW
9 4t d°« ®ttkl L die Sach '° oflte, ^Sabei, daß bedenkt wa" wflten,
Ml« b!’„ bann n
U”1* 5 '"? N «°ng-nh-it M
»«bau von Zuaenu «Mate. Die Ruben n SSt* »«fr* JtwMO Wnib' Bobl» in «Mm R« für Zuckerrübenbau eign meig immer mehr an r
A Seligenstadt, 24 eines hiesigen Geschäft seinen kürzlich MJ Zwillingsbruder. Wahr' hielt, wurde ihm die Stahlroß trägt die Nu präsentiert einen Wert FMant wollte dieser SaWW benutzen, \ giere, im Wartesaale ni suchte ihr Verschulden schleunigst ein Fuhrwe ihren Bestimmungsort Tertiärbahnidyll werden.
Shiver
8* SS-- Ä
«"stalt'v Kn, 2, loH ,
*« «SÄ
1 °er H„u.n Oie *
Q Rodheim v. d. liche Synode unsere in der Kirche zu Groß einem um 10 ühr Don wtytm her Qrtytiftl Marbiinft versah unb die Predigt hielt. Herr scheid Grvßh. Oberkonsist sowie eine Mitteilung d lung des Missionars ss Synode zu der vvrnD^ von jährlich 30 Mk. ’ Mädchens, dieselbe nn liegenden Rechenschas! besonders hervorzuhei weiten Kreisen unseres Kalbhenn gezollt wir! wahrend der zwei ver Ge chaftskenntnis und Dekanats leitete. - -Z w Rodhi foiMte dir Stage;
gtaenill «»n ben gebtudt v°, &WI «Wen Diskch°^ wb fei btt« Jt("Me bi neten lut ?nJletQul 1 wurden II» ^hnvd«
Pfarrer i * B« rite.«


