Ausgabe 
26.10.1899 Zweites Blatt
 
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schwerwiegende Folgen haben mußte, unterblieb, war es I wahrlich nicht das Verdienst deS Herrn Küchler. Aehnlich | liegt die Sache im Falle Eller, in dem Küchler den Amts- I anwalt veranlassen wollte, eigenmächtig eine Aenderung in einem bereits vollzogenen Strafbesehl vorzunehmen. Und bedenkt man dabei, daß alle diese Straftaten von einem Manne begangen waren, der durch sein Amt berufen war, Hüter des Gesetzes und Schützer des Rechts, Versolger des Unrechts zu sein, dann muß auch dem wohlwollendsten Be I urteiler die Ueberzeugung kommen, daß ein Mann von I solcher Vergangenheit das Vertrauen, das ein Richter unbe­dingt nötig hat, nicht verdiente und mit allen Mitteln aus I dem Amte entfernt werden mußte.

Darmstadt, 23.Oktober. Eine erschütternde Nach­richt lesen wir in einem Darmstädter Blatt:Herr Hof- schuhmacher H. Coy dahier, welcher seit Jahren die Fuß­bekleidungen für Ihre Maj. die Kaiserin von Rußland liefert, wurde dieser Tage nach Wolfsgarten befohlen, um nun auch für die beiden Großfürstinnen Schuhe zu machen." Das ist recht, daß Herr Coy nun auch den Großfürstinnen Schuhe macht.

Mainflingen bei Seligenstadt, 24. Oktober. In unserer Gemarkung machte man heuer den Versuch mit dem AnbauvonZuckerrübenund erzielte damit befriedigende Resultate. Die Rüben wurden von der Zuckerfabrik Groß- Umstadt für 90 Pfg. per Centner unter Vorbehalt der Rück­gabe von 40 Prozent der Schnitzel aufgekauft. Da sich der Boden in einem großen Teile unserer Gemarkung vorzüglich für Zuckerrübenbau eignet, so dürfte dieser Landwirtschasts- zweig immer mehr an Ausdehnung gewinnen.

Seligenstadt, 24. Oktober. Der 20jährige Sohn eines hiesigen Geschäftsmannes besuchte gestern per Rad seinen kürzlich zum Militär nach Mainz eingezogenen Zwillingsbruder. Während er in einem Gasthause Einkehr hielt, wurde ihm die Maschine entwendet. Das Stahlroß trägt die Nummer O (Offenbach) 118 und re­präsentiert einen Wert von 200 Mark. Ein hiesiger Fabrikant wollte dieser Tage im benachbahrten Kahl die Kahlthalbahn benutzen, wurde aber, wie alle anderen Paffa- giere, im Wartesaale nicht abgerufcn. Die Vahnverwaltung suchte ihr Verschulden dadurch gut zu machen, daß sie schleunigst ein Fuhrwerk requirierte und die Reisenden an ihren Bestimmungsort verbringen ließ. Diese urkomische Tertiärbahnidyll verdient der Nachwelt erhalten zu werden.

ferne fier Hierselbst Vorlesungen halten. .

Würzburg. In der theologischen Fakultät wird sich m dieser Woche Dr. Faulhaber als Privatdozent habilitierin. Sd i]t dies seit Jahren wieder die erste Habilitation eines Theologen an der hiesigen Universität. , _,

Wien. Der Professor der Elektrotechnik an der Technischen Hochschule, Hofrat Dr. Adalbert v. Waltenhofen zu Eglofshermv, ist in den Ruhestand getreten.

Einer Statistik über das Frauenstudium an den schweizerischen Universitäten im Wintersemester l 898/99 entnehmen wir nachstehende Einzelheiten: Die sechs Universitäten «Zurich, Basel, Bern, Lausanne, Genf, Freiburg) und die Akademie Neuenburg waren in dem angegebenen Zeitraum von 937 Studierenden ro.ei^^e11 ,®e' schlechts besucht; wovon jedoch nicht alle, sondern nur 555 eingeschriebene Studentinnen waren; 382 waren sogenannte Hörerinnen, 2lm partiten von Frauen war Genf (292) besucht, dann folgte Zürich (231), Bern (172), Lausanne (130), Neuenburg (52), Basel (35), Freiburg (25). In diesen Frequenzziffern sind immatrikulierte Studentinnen und bloße Hörerinnen zusammengerechnet. Der Nationalität nach entfielen die meisten Studentinnen (also immatrikulierte) auf Rußland (353 ; Deutich- land stellte 53, die Schweiz 82, Bulgarien 25, O.sterreich 9, Ungarn 6, Serbien 7, Rumänien 4, Holland und England je 3, Italien und Nor­wegen je 1; aus Asien kamen 17, aus Nordamerika 7, aus Afrika 1. Die Zahl der Studenten betrug in demselben Semester auf sämtlichen Universitäten 4438. Die Damen studieren zumeist Medizin oder P^'loso^Lasel. Als außerordentlicher Professor für Nationalökonomie wurde vom Negierungsrat an die hiesige Hochschule berufen, Dr. Stephan Bauer, Privatdozent an der technischen Hochschule in Brünn.

Freiburg. An Stelle des nach Prag berufenen Professors Dr. Ferdinand Detter ist der bisherige Privatdozent an der Universität Graz Dr. Konrad Zwierzina zum ordentlichen Professor für deutsche l Sprache und Litteratur an der Universität Freiburg in der Schweiz ernannt worben. _

feinste Gutsbutter 2.50 bis 2.60 Mk. für 1 Kilo. Eier 3.80 bis 4.00 DU. für 60 Stück, 1,27 bis 1.34 Mk. für 1 Kilo. Käse 4 bis 5 Mk. für 60 Stück. Magdeburg Eßbutter 2 20 bis 2 60 Mk. für 1 Kilo. Eier: für 60 Stück 3.20 bis 4 Mk. Kempten. Süßrahmbutter 100 Mk., Sennbutiec 97 Mk. für 50 Kilo im Engros-Einkauf. Käse: Monaiskäse, Fabrikat, welches in jungem, unversandtfähigem Zustande von den Sennereien zur Ablieferung kommt. Engros-Einkaufspreise auf den Sennereien des Allgäu per 50 Kilo: Limburger feinste prima voll- fett 40 Mk., Limburger feinste prima 33 bis 35 Mk, Limburger prima 32 Mk., Limburger sekunda 30 bis 00 Mk, Romadour, feinste prima 36 bis 00 Mk., Romadour, vollfett 40 Mk, Weißlack, vollfett (Bierkäse) 39 bis 40 Mk.. Weißlack »/.fett (Bierküse) 36 bis 37 Mk.Würz­burg. Butter 0.90 bis I CO Mk. für/ Kilo. Mannheim. Die Eier-Preise stehen immer noch fest und kosten heute schwerste ital. Eier per 1000 St. 73 bis 78 Mk., schwerste bayr. Eier per 1000 St. 62 bis 68 Mk, schwerste russische Eier per 1000 St. 58 Mk, schwerste bul­garische Eier per 1000 St. 57 Mk, schwerste deutsche Eier pro 1000 St.

Schisssnachrichten

Norddeutscher Lloyd, in Gießen vertreten durch die Agenten: Carl Loos und I. M. Schulhof.

Der Postdampfer ,,Elisabeth Nickrners", Kapitän H. Prager, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, ist am 22. Oktober, nachmittags 4 Uhr wohlbehalten in Galveston angekommen.

Aus dem Geschüstsleven.

- Dr. med. Thetnhardt's lösliche «indernahrung. Mehr denn je wird augenblicklich die Aufstellung einer rationellen Säug­lingsnahrung in maßgebenden Kreisen bespreche), und b e Wften> schast läßt es sich nach Kräften angelegen sein, einen der Multernnlch in Zusammensetzung und Wirkung möglichst ähnlichen Ersatz zu finden. Seit es in jüngster Zeit ei wiesen ist, daß die unter einem Zusatz von Milchzucker mit Wafler verdünnte Kuhmilch für die Er­nährung des Säuglings nicht ausreichend und zur Entwickelung eines gesunden, kräftigen Körpers ungenügend ist, wurde es zu einer brennenden Frage, einen vollwertigen Ersatz für die mangelnde Muttermilch zu finden. Den unausgesetzten Bemühungen und jahrelangen Studien eines erfahrenen Praktikers, des Kinder- und Frauenarztes Dr. med. Theinhardt, ist es "un gelungen, eine Säug­lingsnahrung zu kombinieren, welche genau alle Nährstoffe m l eicht eft verdaulicher Form und im gleichen Verhältnis, wie bei der Frauen­milch, enthält, und welche, indem sie nach seiner Vorschrift die leder Dose beilieat, angewandt wird, das Gedeihen des Kindes m über­raschender Weise fördert.

56 Mark. 2 ,

Kartoffeln.

Maadeburg. Eßkartoffeln 4 50 bis 5.00 Mk. für 100 Kilo. Stettin. Kartoffeln 3.20 bis 4 00 Mk. für 100 Kilo - Nord­hausen. Kartoffeln 4.50 bis 5 00 Mk. für 100 Kilo. - Konstanz. Kartoffeln 1.00 Mk für 20 Liter. - Freiburg. Kartoffeln 0.80 Mk. für 20 Liter. Offenburg. Kartoffeln 0.80 Mk. für 20 Liter. Karlsruhe 0.80 Mk. für 20 Liter. Mannheim 3.50 bis 4.00 Mk. pro Str. Ludwigshafen. 2.80 bis 3.50 Mk- pro ^tr. Frankenthal. 4.80 bis 5.30 pro 100 Kilo. Landau. 3.00 Mk. pro Str. - Stuttgart. 3.00 bis 3.20 pro Str.

ob. Getreide. Das Getreidegeschäft der abgelau enen Woche hatte einen ausgesprochen ruhigen Sharakter. Amerika meldete täglich abbröckeln der Notierungen, was die geringe Kauflust der Mühlen noch mehr zurückscheuchte Von Laplata war das Angebot nur gering. Rutz- land blieb auf seinen Forderungen^bestehen. Roggen war von Norb- rußland reichlicher offeriert und etwas billiger käuflich. In Gerste und Braugerste beschränkte sich das Geschäft auf den Absatz an inländische Brauer- und Mälzer-Angebote reichlich, Preise etwas nachgebend. Futter- gerste fest. Hafer ruhig Mais unveränderlich fest. Die heutigen Notierungen sind für Rad-Winter 2. Qual. Mk. 133*/i, Konsav 2. Qual. 131 Laplata sog. 128, ruft. Roggen 118, Futtergerste 109, mixed Mais 83 per Tonne ab Rotterdam.

Petroleum. Die Lage des Artikels hat in der vergangenen Woche eine Aenderung nicht erfahren. Der Markt ist anhaltend fest und ist eine weitere Preissteigerung nicht ausgeschlossen. ,

Die diesjährige Weinernte. Mannheim, 21. Oktober. Der Fortgang der Weinernte hat überall die in unserem vorigen Be­richte gekennzeichnete Ueberzeugung, daß die neuen Weine besser werden, als ihr durch das schlechte Septemberwetter untergrabener Ruf, befestigt, sodaß der Einkauf lebhaft und zu steigenden Preisen fortgesetzt wurde So hat man [am Haardtgebirge von Mk. 9 per Loge! von 40 Liter Trebermost an den geringsten Orten bis zu 10, Mk. fleigende Preise bewilligt, während am unteren Gebirge von Mk. 13 bis 20 an­gelegt wurden, wobei prima Lagen größter Produzenten noch nicht be­rücksichtigt sind. Man vergleicht denHeurigen" in Bezug auf Qualität vorzugsweise mit dem 1897er Jahrgang, namentlich für kleine und Mittellagen, während Optimisten für die Spitzen der Sreseenz noch I etwas besseres als 1897 erwarten.

Vom Kohlenmarkt. Mannheim, 23. Oktober. Es notieren: Ruhr-Fettnuß Körnung I und II Mk. 230 b,s 235, Nuß­schmiedekohlen Mk. 200 bis 205. Deutsche Anthracit-Nußkohlen ! Mk 3-5 bis 310. Englische Anthracit-Nußkohlen Mk. 340 bis 3oO. Ruhr-Flammnuß Körnung I und II Mk. 230 b's 235, Ruhr-Flammnuß- h Men 111 Mk. 205 bis 210. Fettschrott Mk. 190 bis 19o. Ruhr- I Brechcoks Mk. 310 biS 320. Aussiebkries Mark 160 bis 175. Alles | per 10 Tonnen ab Mannheim-LudwigShafen a. Rh. Durch den fallen- I den Wasserstand und die dadurch steigenden Schiffsfrachten ist die Zu­rückhaltung im Verkaufsgeschäft noch großer g.worden; mangels diS- | penibler Mengen kann von Abschlüssen nicht die Rede sein. Eintreffende I Ersatzmenqen in englischen Jndustriekohlen werden glatt aufgenomm-n. I Vom Kaffeemarkt. Mannheim, 23. Oktober. Der I Terminmarkt war vergangene Woche etwas abgeschivächt, erholte sich I aber und machte sogar einen weitern kleinen Schritt nach oben, sodaß I wir über den letztwöchentlichen Preisen schließen. Der Ablauf der holländischen Auktion mit 2 bis 3 o über Taxe für grüne Sortin I konnte auch nur einen befestigenden Einfluß ausüben. Zu diesem günstigen I Ablauf soll allerdings die Nachricht beig-tragen haben, daß von der I Nieder!änd. Handels-Maatchopy statt der bisherigen 9 Auktionen von I einigen 20,000 Ballen, nur 6 Auktionen zu 19,000 Sack für das ganze I nächste Jahr in Aussicht genommen feien. Es ist nicht recht ersicht- | Heb, auf was die festere Stimmung sich gründet; geändert hat sich nichts. I Die Zufuhren sind nicht viel kleiner geworden, die Vorräte erhalten sich I auf früherer Höhe und die Ernteausfichten in Brasilien sind eher günstiger. | Ueberdies ist kein richtiges Eingreifen des Konsums bemerkbar. Es | wurde ein Gerücht von der bevorstehenden Gründung emeS Kafsee- lyndikats zum Auskaufen von Kaffee verbreitet - Niemand weiß etwas I näheres hierüber, weshalb man diesem Gerüchte keinen Glauben schenkte. I Die Zeit für solche Unternehmungen ist offenbar noch nicht gekommen. I Es ist möglich, daß die Preise sich auf der erreichten Höhe halten, vtel- I leicht auch noch etwas hinaufgehen; einer entschiedenen Steigerung stehen I die günstigen Aussichten für die nächste Brafilkampagne entgegen. Die I Anfuhren in den brasilianischen Häfen seit 1 Juli belauf, n sich auf fast I 43/ Millionen Sack, also '/, Million Sack mehr als im Jahre 1893/94 I das ganze Ernleresultat betrug. Von Amerika wird eine weitere tr= I hebliche Preissteigerung gemeldet. Laut Depesche soll in Santos die Beulen pest ausgebrochen sein. Dies hatte eine sofortige weitere Be­festigung der Pre.se um l1/» Franken im Gefolge. Es ist allerdings nicht abzusehen, welchen Einfluß diese Nachricht, wenn sie sich bewahr- I heitet, auf die weitere Preisgestaltung haben wird.

Heer und Murine.

Ausrüstung der Landwehr-Infanterie mit Helmen. Durch Allerhöchste Kabinetts-Ordre ist bestimmt, daß d,e Landweyr-Zn- fanterie statt des bisherigen Tschako mit Helmen ausgerüstet werden soll, soweit solche aus den Ueberschüssen der Linien-Jnfanterie-Regie- meuter hergegeben werden können; diejenigen Regimenter, sur Die Die je Überschüsse nicht genügen behalten einstweilen den Tschako. Als Ab- zeichen ist auf dem Helmzierrat das Landwehrkreuz anzubringen.,

25.90 B., 80 G.

Frankfurt cu M., 23. Oktober. Sentralftelle für Obstverwertung Obstdurchschnittspreise. (Die Preise verstehen sich bei sofortiger Lieferung). Tafeläpfel je nach Sorte der Sentiier Mk. 12 bis 18, Kochäpfel Mk. 8.50, Mostäpfel Mk. 5,50, Tafelbimen je nach Corte Mk. 12 bis 20, Kochbirnen Mk. 8, Trauben Mk. 30, Zwetschen Mk. 10,50.

Heu und Stroh,

Berlin. Richtstroh, höchster Preis 4.32 Mk., niedrigster Preis 4 00 Mk Heu höchster Preis 6.80 Mk., niedrigster Preis 4.00 für 100 Mo _ Kbln Heu 5.80 bis 7.80 Mk, Krummstroh 2.00 Mk., Ma­schinenstroh »2.50 Mk., Richtstroh 3.00 Mk. für 100 Kilo. Magde­burg Richtstroh 3.50 bis 4.00 Mk., Krummstroh 2.50 bis 3 CO Mk., Leu 6 00 bis 7.00 Mk, alles pro 100 Kilo. Nordhausen. Heu 5 00 bis 6 00 Mk., Richtflroh 2.50 bis 3.00 Mk. für 100 Kilo Halle. Sämtliche Preise gelten für 100 Kilo, und zwar bei Partien frei Bahn hier. Roggenlangst-oh (Handdrusch) 0.00 bis 0.00 Mk., Maschinenstroh (Roggenstroh) 0.00 bis 0.00 Mk-, Weizenstroh 0 00 bis 0.00 Mk., Wiesenheu, hiesiges oder Thüringer, beste Sorten 0.00 bis 0.00 Mk. Nürnberg. Heu 5.60 bis 7.60 Mk., Stroh 3 60 bis 4 20 Mk. für 100 Kilo Breslau. Heu 0.00 bis 0.00 Mk p 100 K Stroh 0.00 Mk. das Schock. Würzburg. Heu 5.20 bis 5 80, Stroh 3 20 bis 3.60Mk. für 100 Kilo. - Karlsruhe. Heu6.60Mk., Stroh 0 00 Mk. für 100 Kilo. Offenburg. Heu 4.60 Mk., Stroh 3.40 Mk. für 100 Kilo. Freiburg. Heu 5.00 Mk., Stroh 0 Mk. für 100 Kilo. Konstanz. Heu 6.80 Mk., Stroh 5,00 Mk. für 100 Kilo. Mannheim. Stroh pro Str. 1.75 bis 2.30 Mk., Heu pro Str. 2.75 bis 3.25 Mk.

Butter, Käse und Eier.

Berlin Hof- und Genoftenschaftsbutter 1. Qualität 118 Mk., 2 Qualität 114 Mk., do. Abfall 107 Mk. - Königsberg i. Pr. 107 bis 119 Mk. für 50 Kilo. Hamburg. Butter 1. Klaffe 127.47 Mk. 2. Klasse 120.46 Mk. für 50 Kilo netto, reine Tara. Nordhausen. Landbutter 2.20 Mk., Speisebutter 2.30 bis 2.40Mk.,

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Großherzogliche M, »getten hat neuerdings )rtsschulbehörden betreffs hrlingsstellen eine 'nterefflertndrPerstWg ldesgewerbevereinS dead- Susgleichs des Angebots Drage nach solchen int Stellenvermittlung derart sene Stellen mit Angabe »er Meister einerseits und ^-Suchenden andererseits wendet sich deshalb durch rt sämtliche Lehrer der achen, die Schäler recht- Mchrn handwtrtslehre ts bntch^MtnsaMbnt Unternchmen ihre Wer- er an den Volksschulen c zeitgemäßen Einrichtung s in 98 Gemeinden unserer iwerkerschulen bestehen, an Interricht erteilen. Durch Stellenangebots und der m geschaffen werden, an e herrschenden Mißstände oll die Organisation 6fr

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Rostock, Straßburg, Würzburg, Lyceurn Ho^anurn in Braunsberg Aka- 1 demie in Münster, sowie der Akademie der Wissenschaften zu Berlin, begleitet zumeist von der Ueberreichung kunstvoll ausge ührter ADressen alsdann der Akademie der Künste zu Berlin der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin und der König! Museen zu Berlin. Die erste dsiser drei Kundgebungen begleitet Don cinem Kunstwerk in Bronce: Hertec sdie Künste der Technik ^ulbigenb . diatürlich hatten es sich auch die anberen technischen o cy. schulen nicht nehmen lassen, glückwünschenb zu nahen, voran die auslänbischen, Brünn, Graz, Prag, Wien, Zu«ch, selbst Helsingfors unb Brüssel, bemnächst ber beutschen: Aachen Braunschweid, Darmstabt, Dresben, Hannover, Karlsruhe, München, Stuttgart. Sie alle versicherten, besonbers einbrucksvoll burch Den Munb bes Rektors ber Münchener technischen Hochschule von Hoyer,baß sie voll Stolz auf bie Jubilarin blickten. Es schlossen sich an bie Glückwünsche ber beutschen Berg-Akabemien Berlin, Slausthal, Freiberg, bre Kömgl. | Lanbwirtschaftliche unb bie König!. Tierärztliche Hochschule. Ehemalige Studierenbe ber Bauakademie und der Gewerbeakodemie widmeten bronzene Erinnerungstafeln, bie im Lichthof angebracht werben sollen. Unb nun folgten bie Ansprachen von im ganzen 20 Vereinen Die in engerer ober loserer Verbinbung mit bet technischen Hochschule stehen. Drei Stunben nahezu währte Dieser Austausch von Reden unb Gdgen-

, reben; beim selbstverstänblich veranlaßten bie Ansprachen Erwiberungen bss Rektors Geh. Rat Hiebler, ber, angethan rn,t allen Zeichen feines Amtes, auf erhöhtem Rebnerpult stehenb bie Begrüßungen enigegennahm unb sich seiner Aufgabe mit Würbe unb Anmut der Rede unterzog. Der Nachmittag gehörte einer Festsitzung. Ausgefüllt wurde diese durch vier Vorträge. Als erster sprach der greise, aber jugendfrische Geheime Oberbaurat Professor Adler über Berlin als Studienfeld für bie Jünger ber Baukunst.Fortschritte bes Bauingenieurwesens war bet Titel bes von Prof. Bubenbay gehaltenen Vortrages.Ueber ben Zu­sammenhang ber Maschinentechnik unb Wissenschaft" sprach Jßrofeftot Kammerer. Zuletzt legte Geh. Rat Professor Dr. Witt bieEnt-

I wickelung ber Shemie als technische Wissenschaft bar. Diese Rebe I machte einen großen Einbruck burch ben prophetischen Hinweis aus Die I vom zwanzigsten Jahrhunbert zu leistenbe Arbeit. m

I Berlin. Den 8u. Geburtstag feiert heute Professor I Dr. August Garke, Kustos am köwgl. Botanischen Museum.

Bon«. Prof. Dr. Wohltmann wirb Anfangs November I sich roieberum auf mehrere Monate nach Afrika begeben, um im Auf­trage ber Reichsregierung seine Beobachtungen unb ©tubien in Togo I unb Kamerun fortzusetzen An Stelle Wohttmanns wirb Prof. Dr-o.eJ I von ber Lanbwirtschaftlichen Hochschule zu Berlin in btefem Winter-

n&all^ler-toiib qeftern jum Wlufc Ve­rhandlung gegen den lex bchäsigle, dag -W Mgen BMn. die den Mngen hrrvvmrfln, ein rdienffvvües Wer! getha Einzelheiten auch gengM Sachlage nicht ents'prechendl > es bedarf deshalb e.m sie bei oberflächlicher L» Aüchler zur Last gelegten

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0 Rodheim v. d. H., 24. Oktober. Die 22. ordent­liche Synode unseres Dekanats tagte am 19. ds. Mts. in der Kirche zu Groß-Karben. Sie wurde eröffnet mit einem um 10 Uhr vormittags beginnenden Gottesdienste, in welchem der Ortsgeistliche, Herr Dekan Sartorius, den Altardienst versah und Herr Pfarrer Scriba von Kaichen die Predigt hielt. Herr Dekan Sartorius verlas den Be­scheid Großh. Oberkonsistoriums auf die vorigjährige Synode, sowie eine Mitteilung derselben Behörde betreffend Anstel­lung des Missionars Flad und erbat die Zustimmung der Synode zu der vom Dekanatsausschuß erfolgten Bewilligung von jährlich 30 Mk. für die Erziehung eines gefährdeten Mädchens, dieselbe wurde erteilt. Aus dem gedruckt vor­liegenden Rechenschaftsberichte des Dekanatsausschusses ist besonders hervorzuheben der warme Dank, der dem in I weiten Kreisen unseres Landes bekannten Herrn Kirchenrat I Kalbhenn gezollt wird, welcher mit großer Arbeitskraft während der zwei verflossenen Jahrzehnte mit so großer Geschüftskenntnis und praktischem Blicke die Geschäfte des Dekanats leitete. - Das Referat, das Herr Pfarrer Dr. Dieckmann zu Rodheim v. d. H. übernommen hatte, be­handelte die Frage:Was sollten der wachsenden Ver- anüaungssucht gegenüber Staat, Kirche und Schule, als für das Volkswohl verantwortlich, für edle Volkserholung thun?" Von den gedruckt vorgelegenen Thesen sei hier die vierte, als die wichtigste angeführt: Der sehr schwierige Kampf gegen die immer raffinierter auftretende Vergnügungssucht ist auf der ganzen Linie zu eröffnen. Staat, Kirche und Schule müssen hierbei möglichst gemeinsam vorgehen, ge- I trennt marschieren, aber in wechselseitigem Entgegenkommen vereint schlagen. In der an das Referat sich anschließenden lebhaften Diskussion erklärte die Synode ihre Zustimmung zu den vorgelegten Thesen und sprach den Wunsch aus, der Herr Referent möge seine interessante Arbeit veröffentlichen und so weitere Kreise belehren über die verheerenden Folgen der Vergnügungssucht und die erfolgreichste Art des Kampfes gegen sie. - Hierauf schritt man zur Wahl der Abgeord­neten zur Landessynode und ihrer Stellvertreter. Gewählt wurden als geistlicher Abgeordneter Herr Psarrer Lühl zu Nieder-Eschbach, als weltlicher Abgeordneter Frecherr von Leonhard zu Groß-Karben, als deren Stellvertreter Herr Pfarrer Fertsch zu Rendel (anstelle des eine Wiederwahl ablehnenden Herrn Dekan Sartorius) und Herr Bürger­meister Mofcherosch zu Burg-Gräsenrode. Nach einem Gebet, schloß Herr Dekan Sartorius die Verhand­lungen. __________________________

UmverjMs-Nachrichten.

»etlin 21 Oktober. Das Jubiläum ber Berliner Tech­nischen Hochschule. Der gestrige Tag gehörte in feinem ersten Teil dem empfange von 32 Aborbnungen, bie gekommen waren, um Glück­wünsche unb Gaben ber verschiebensten Korporationen 8u Übei bringen. Es erschienen an erster Stelle bie Bürgermeister von Berlin unb Ehar- lottenburg, welche Stiftungen von 100 000 unb 20 000 Mark bar­boten, bann bie Vertreter ber beutschen Jnbustne, an ihrer Spitze Ge­heimrat Jenke unb.Ernst Borsig, bereu Auftrag bahm ging, eme Stiftung im Betrage von tt/2 Mill. Mark zu gunsten aller beutln technischen Hochschulen, einschließlich ber Bergakademien, anzukunbigen. Das Stiftungskapital soll zur unbeschränkten Verfügung eines Kura­toriums stehen, gebilbet aus je einem Vertreter ber betrqfenben Lehr­anstalten unb einer entsprechenden Anzahl Jnbustrieller; boch sinb 50 000 Mark als Geschenk an bie Jubilarin abzuzweigen. Es folgten bie Be­grüßungen ber Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, yreiburg, Kießen, Greifswalb, Halle, Heibelberg, Jena, Kiel, Leipzig, Marburg,

£itkratur.

Bon Emmy v. Egidy, beren erster RomanMaria Elisa" im vorigen Jahre so großes Aussehen hervorrief, erscheint bemnächst ein neuer Roman unter bem TitelMensch unter Menschen in E. Piersons Verlag in Dresden. _____

Handel und Ueckehr. Volkswirtschaft.

Frankfurter Börse vom 24. Oktober.

Wechsel auf New-York zu 4.19-20.

Prämien auf Kredit per ult. Oktober 1. / , do. per ult. No7. 2.557 , Diskonto Kommandit per ult. Okt. 0.757 , do. per ult. Nov. 2 2O7o, Lombarden per ult Okt. O.357o, do. per ult. Nov. 0.85 /c, do. per ult. Dez. 1.35, Staatsbahn per ult. Dez. 3.250/0.

Notierungen: Kreditaktien 229.90-230 30-10, Diskonto- Kommandit 191.70-60, Staatsbahn 139.80. Gotthard 141.90, Lom­barden 32-32 10-32, Ungar. Goldrente 97 20, Italiener 92 40, 6proz. Mexikaner., 3proz. Mixikaner 25.80, Oesterr. Coupons 847e, Amerik. Coupons 4.18, Privat-Diskont 5»/4 /o bz.

P/4 bis 2/4 Uhr: Kredit 230.20-40 20, Diskonto-Kommandit 191.70-50. Staatsbahn 139.50, Lombarden 32, 3proz Mexikaner