Ausgabe 
25.8.1899 Erstes Blatt
 
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den Angeklagten Niederdrücke. Wir sind hier am Knoten­punkte der Affaire. Wir wollen die beiderseitige Verant­wortung feststellen. Wir wollen dem Kriegsgericht zeigen, unter welchen Verhältnissen der Freispruch Esterhazys er­folgte. Ich frage den General Gonse, ob er den Ursprung des vixi-Artikels kennt. Wer lieferte das Material? War es Henry? Gonse antwortet, er wisie es nicht. Nunmehr ergreift General Boisdeffre das Wort. Er protestiert kurz gegen die Behauptung Esterhazys. Nun wird die Aussage der Madame Pays verlesen. Der nächste Zeuge ist der General Lebeli de Dionne. Er sagt aus, weshalb er Drey- fus schlechte Noten gegeben hat. Nachdem noch Zeuge Lanquetz bekundet, daß er Dreyfus in Brüssel getroffen habe, wird die Sitzung auf morgen vertagt.

Deutsches Reich.

Berlin, 23. August. Der heutige Kron rat im Neuen Palais bei Potsdam dauerte bis 1 Uhr nachmittags. Mit dem fahrplanmäßigen Zuge um 1 Uhr 20 Min. trafen die Minister wieder auf dem hiesigen Potsdamer Bahnhof ein. Ueber das Ergebnis der Beratungen wird strengstes Still­schweigen beobachtet. Die Entlassung des Gesamtministeriums ist offenbar nicht erfolgt, da Justizminister Schönstedt der heutigen Sitzung des Herrenhauses beigewohnt hat. Wie rin Berichterstatter meldet, gilt es in unterrichteten Kreisen als zutreffend, daß der Minister des Innern, Freiherr v. d. Recke, von seinem Amte zurücktreten wird. Es ver­lautet, daß als Nachfolger in erster Linie der Geheime Oberregierungsrat im Neichsamt des Innern, Landtags­abgeordneter Dr. Kelch in Betracht komme. DieDtsch. Tagesztg." verzeichnet das Gerücht, daß auch Fürst Hohen­lohe gegen eine Auflösung des Abgeordnetenhauses ist.

Berlin, 23. August. DieAkademischen Blätter" teilen mit, daß dieVereine deutscher Studenten" die Errichtung einer Bismarcksäule auf dem Kyffhäuser beschlossen haben.

Berlin, 23. August. In unterrichteten Kreisen hält man es für sicher, daß der Chef des Generalstabs der Armee, General der Kavallerie und Generaladjutant Graf v. Schlieffen, nach den diesjährigen großen Herbstmanövern aus seiner Stellung, die er seit dem 7. Februar 1891 inne hat, scheiden und als Nachfolger den kommandierenden General des Garde­korps, General der Infanterie v. Bock und Polach erhalten dürfte. Graf Alfred v. Schlieffen ist gegenwärtig 66*/, Jahre alt. General der Infanterie v. Bock und Polach ist seit dem 11. Dezember 1897 kommandierender General des Gardekorps, mit dessen Führung er bereits am 18. August desselben Jahres beauftragt worden war. Vorher war er zuletzt Kommandeur der 20. Division in Hannover. Im Jahre 1884 war er Chef des Stabes des 15. Armeekorps und 1873 Generalstabsoffizier beim Generalkommando des 8. Armeekorps. General v. Bock gilt für einen der tüchtigsten und befähigtsten Offiziere der Armee.

Nachdem dieKöln. Ztg." neulich mit dem An­schein amtlichen Auftrags erklärt hatte, eine deutsche Behörde habe mit Dreyfus nie etwas zu thun gehabt, diese Er­klärung aber mit der schlecht angebrachten Behauptung ver­mischt hatte, Dreyfus sei sicher unschuldig, veröffentlicht jetzt derHamb. Korrespondent" eine vom Wolff'schen Bureau weiter verbreitete ähnliche Erklärung ohne die Leidenschaft einer Meinung über die mutmaßliche Wahrheit des französischen Prozesses, der uns durch eine unbesonnene Anteilnahme schon manches Steigen französischer Erbitterung zugezogen hat. Es heißt da: In denkbar offiziellster Form, von der aller Welt sichtbaren Tribüne des Reichstags aus hat die Reichsregierung durch ihren berufenen Vertreter sogar zwei­mal schon vor mehr als Jahr und Tag nachdrücklich erklärt, Deutschland habe mit dem Generalstabskapitän Dreyfus niemals auch nur das geringste zu thun gehabt.

Unter dem Verdacht der Spionage wurde am Montag in Pillau ein Franzose Namens Müller aus Paris verhaftet. Er wurde nach Königsberg gebracht und von Kriminalbeamten in Empfang genommen. Im Hotel wurden seine Sachen durchsucht; es wurde aber nichts Be­lastendes gefunden. Müller soll für ein Pariser Blatt reisen.

Bayerisches Parteiwesen. Für den kommen­den bayerischen Landtag hat sich eine freie Vereinigung gebildet aus den 5 Konservativen Lutz, Nißler, Hufnagel, Soldner und Beckh, 3 niederbayerischen Bauernbündlern, ferner aus den mittelfränkischen Bauernbündlern Scharrer (Fürth, Hilpert, Deininger, Schönleben (Neustadt a. d. Aich), dem Halbliberalen Brandstätter (Ansbach), 2 unterfränkischen Bauernbündlern und dem schwäbischen Bauernbündler Dirr (Günzburg). Die beiden als Mitglieder desBundes der Landwirte" gewählten Pfälzer haben sich noch nicht ent­schlossen, ob sie der Fraktion beitreten oder nicht. Dagegen haben Dr. Ratzinger und Schub (Deggendorf) das Gesuch um Aufnahme in die freie Vereinigung gestellt. Ratzinger knüpft daran die Bedingung eines Sitzes im Finanzausschuß. Falls die letzten 4 Abgeordneten der Vereinigung noch bei­treten, wird sie 20 Mann stark sein. Die niederbayerischen Bündler Dr. Güch und Röckl wurden zum Beitritt nicht eingeladen.

Frankfurt a. M., 23. August. DieFranks. Ztg." meldet aus New York: Die Demokraten in Nebraska unter Byrons Führung legen in ihrem Programm der Silberfrage dieser die gleiche Bedeutung bei wie diesem Trust, dem Imperialismus und der Allianz mit England, gegen welche sie protestieren.

Frankfurt a. M., 23. August. DieFranks. Zeitung" meldet aus Konstantinopel: Der Fürst von Monte­negro wird auf feiner Reise hierher von der Fürstin be­gleitet sein. Das Fürstenpaar, welches der Einladung des Sultans auf ausdrücklichen Wunsch des Zaren nachkommt, bleibt neun Tage in Konstantinopel.

Afrika. In einem soeben veröffentlichten Blau­buch über die Frage bezüglich der englischen Suzer äni-

tät über Transvaal wird gezeigt, wie Transvaal in den letzten zwei Jahren wiederholt Anstrengungen machte, diese Frage aufs Tapet zu bringen, um die Ueberweisung an ein Schiedsgericht zu erlangen. Schließlich richtete Generalgouverneur Milner im Jahre 1899 ein Schreiben an Chamberlain, in welchem er ausführte, daß der von Transvaal eingenommene Standpunkt unhaltbar sei. Milner fügte hinzu, daß die Art und Weise, in welcher der Staats­sekretär von Transvaal mit dem Vertrag von 1884 herum­spiele, einen graben, ehrlichen Mann erbittern könne. Chamberlain stimmte in einem Schreiben vom 13. Juni mit Milner überein und erklärte, daß die englische Regierung nicht die Absicht habe, diese Frage weiter zu erörtern.

Die Regierung der Südafrikanischen Republik er­hielt von dem Gouverneur von Laurenzo Marques eine Mitteilung in der Angelegenheit der Zurückhaltung von Waffen und Munition für Transvaal, in der es heißt, Portugal habe gewisse freundschaftliche Verpflichtungen gegenüber allen Nationen, mit denen es in Frieden stehe, darunter auch Transvaal. Die britische Regierung habe die Portugiesen auf dieThatsache aufmerksam gemacht, daß große Mengen Waffen und Munition, die nach Transvaal bestimmt waren, in letzter Zeit nach der Delagoa-Bai importiert worden seien und daß für diese Sendungen keine befriedigende Erklärung vorhanden zu sein schiene. Infolgedessen hätten die Portugiesen es für nötig gehalten, daß die in Art. 6 des Vertrages zwischen Portugal und Transvaal vorgesehenen Garantien gebührend berücksichtigt würden, wenngleich die Portugiesen nicht zweifelten, daß die Angelegenheit schließ­lich in befriedigender Weise geregelt werden würde. Die Regierung der Südafrikanischen Republik betrachtet diese Mitteilung des Gouverneurs von Laurenzo Marques als überaus unbestimmt gehalten.

Ausland.

Wien, 23. August. Eine Meldung derPolit. Korr." aus Rom bezeichnet das Gerücht, daß die Reise Pellonx' nach Wien und Berlin bevorstehen und auf Beschleunigung der Erneuerung der Dreibundverträge abzielen solle, als absurde Erfindung.

Saaz,23. August. Abends fanden Straßende mon- st r a t i o n e n statt, wobei die Fenster der Bezirkshauptmann­schaft, der Gendarmeriekaserne, sowie der czechischen Schule eingeworfen wurden. Die Gendarmerie konnte nur mit großer Mühe die Ruhe wiederherstellen.

Innsbruck, 23. August. Der Herausgeber des Witz­blattesDer Scherer", Habermann, der wegen Ver­brennens des Hirtenbriefes des Brixer Fürstbischofs an­geklagt war, wurde freigesprochen.

Budapest, 23. August. In Beregsrakos ermordete der Grundbesitzer M i t i t a seinen Bruder, dessen Frau und zwei Kinder, sowie eine zweite Schwägerin, weil er sich bei einer Erbschaft benachteiligt glaubte. Der Mörder wurde verhaftet.

Belgrad, 23. August. Der Prozeß wegen des Attentats auf König Milan wird am 30. d. Mts. beginnen.

Paris, 23. August. Das Schwurgericht der Seine verurteilte heute eine ganze Anzahl Personen, welche sich am Sonntag an den Straßentumulten beteiligt hatten, zu 10 Tagen bis 4 Monaten Gefängnis und zu 10 bis 100 Francs Geldbuße.

Paris, 23. August. Gusrin hat heute wieder das Dach seines Hauses mit Petroleum begossen. Man glaubt, daß er die Absicht hat, Feuer anzulegen, um dann in dem Tumult die Flucht zu ergreifen. In der Rue Chabrol hat heute eine Buchdruckerei das Geschäft geschlossen, weil ihre Einnahme in den letzten Tagen wegen der Absperrung nur 3 Francs betragen hatte.

Paris, 23. August. Die Belagerung Guörins steht auf dem alten Flecke. Die Rue Chabrol blieb heute völlig ruhig.

Paris, 23. August. Zu dem Doppelmord im Su­dan teilen jetzt Pariser Blätter die offiziellen Berichte mit, die wir hier folgen lassen:

Saint-Louis, 19. August 1899. Kolonieenministerium Paris.

Ich erhalte von dem Präsidenten von Say nachstehendes Telegramm: Ich erfahre soeben, daß der Oberstleutnant Klobb und der Leutnant Meunier von dem Hauptmann Voulet bei Zinder in Damangar am 14. Juli ermordet worden sind. Von den Leuten des Gefolges wurden acht verwundet, neun getötet, zwei sind verschwunden; die Ueber- lebenden sind heute morgen in Kosso angelangt, das Gepäck ist verloren. Oberstleutnant Klobb ließ den Hauptmann Voulet, als er die Mission eingeholt hatte, sofort von seiner Ankunft benachrichtigen; Voulet erwiderte ihm, er werde ihn mit Flintenschüssen empfangen, wenn er noch weiter vor­marschierte. Der Oberst ging trotzdem weiter und gab sich dem Hauptmann Voulet zu erkennen; dieser forderte ihn auf, stehen zu bleiben. Oberstleutnant Klobb antwortete, er müsse seine Pflicht erfüllen, gab aber die Versicherung ab, von feinen Begleitern nicht schießen zu lassen. Als er bis auf 150 Meter der Truppe des Hauptmanns Voulet sich genähert hatte, wurden drei Salven auf Befehl des Hauptmanns auf ihn abgegeben. Leutnant Meunier sank zuerst, von einer Kugel in die Hüfte getroffen, tot zu Boden; dec Oberleutnant wurde, nachdem er durch einen Schuß am Beine verwundet worden war, durch eine zweite Kugel, die ihn am Kopse traf, getötet. Darauf ließ der Hauptmann Voulet einen Sturmangriff mit dem Bajonnet unternehmen. Die Eskorte des Oberstleutnants Klobb schlug, da sie ihre beiden Führer getötet sah, unter der Führung eines einge­borenen Sergeanten den Rückweg ein, nachdem sie die Ver­wundeten aufgelesen hatte. Sie ist soeben in Cosso ange­langt, wohin sie die Abschrift eines von Hauptmann Boulet an den Oberstleutnant Klobb gerichteten Schreibens mit­

brachte; das Original desselben ist von dem Kommandanten der zweiten Brigade nach Dahome gesandt worden. Ich leite eine Untersuchung ein, deren Ergebnisse ich Ihnen so schnell wie möglich übermitteln werde.

Gezeichnet: Bergös.

Zweite Depesche aus Porto Novo, 14. August 1899.

Oberpräsident von Hoch-Dahomey übersendet mir fol­gendes Telegramm: Perörö, 18. August. Hauptmann Le Sol sandte einen Eilboten an mich, den ich auf dem Wege traf, mit der Meldung, daß der Oberstleutnant Klobb, der Leutnant Meunier, sowie einige Soldaten und Träger auf Befehl des Hauptmanns Voulet getötet worden sind, der sich weigerte, den Befehl über die Expedition an den Oberst­leutnant Klobb abzutreten. Der Hauptmann ließ dem Oberstleutnannt sagen, er verfüge über 600 Flinten, und er würde ihn als Feind behandeln, wenn er ihm näher käme. Der Oberstleutnant bemühte sich, von Voulet erkannt zu werden, aber es wurden drei Salven bei seinem Näher­kommen abgegeben, die ihn und Leutnant Meunier nieder-- streckten.

London, 23. August. In englischen Blättern verlautet einiges über die Stärke der Armee, die im Kriegsfälle gegen die Boeren aufgeboten werden würde. Es werden folgende Aufstellungen gemacht: Infanterie: 23 000 Mann, Kavallerie: 4000 Mann, Artillerie: 2800 Mann, Genie­truppen : 1260 Mann. Dazu kommen 300 Leute als be­rittene Polizei. Die Hälfte der Infanterie liefert Indien, den Rest England und Malta. Ein kleiner Teil von In­fanteristen ist bereits in Südafrika stationiert. Die Ka­vallerie würde ebenfalls zur Hälfte aus Indien kommen und die schnellen Pferde, die im Lande heimisch sind, mit sich nehmen. Im Ganzen würden 10 000 Pferde zusammen­kommen. Fourage für sechs Monate liefert England. Das ganze Heer würde int Marsch eine Linie von 25 Meilen Länge bilden. Die Niederlage der Engländer in dem kleinen Boerenkrieg im Jahre 1881 wird dem Mangel an geeig­netem Kriegsmaterial, der geringen Anzahl von Pferden, die damals zur Verfügung standen, und der Abwesenheit der Kavallerie zugeschrieben.

Serbien. Von dem Vorstand des Deutsch en Ver­eins in Belgrad geht derTägl. R." mit der Bitte um Veröffentlichung nachstehende Erklärung zu:In jüngster Zeit sind in deutschen Zeitungen vielfach Nachrichten über die wirtschaftlichen und politischen Zustände in Serbien ver­breitet worden, Nachrichten, die dazu angethan sind, die öffentliche Meinung in Deutschland irrezuleiten, dem Ansehen der deutschen Presse im Auslande zu schaden, und die auf- blühenden wirtschaftlichen Beziehungen Deutschlands zu Serbien zu beeinträchtigen. Mit Rücksicht hierauf hält es der Deutsche Verein in Belgrad, dessen ordentliche Mitglieder ausschließlich Reichsdeutsche sind, für seine Pflicht, mit Ent­rüstung gegen die unwahren und übertriebenen Schilde­rungen zu protestieren, die wider Serbien und fein Herrscher­haus im Wege von Schauerbroschüren oder Zeitungskorre­spondenten in Umlauf gesetzt werden. Gleichzeitig richtet er sowohl im Interesse der Wahrheit, wie zur Förderung der guten Beziehungen Deutschlands zu einem Land, das gerade in den letzten Jahren vielseitige Fortschritte in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht zu verzeichnen hat, an die ge­samte deutsche Presse die Aufforderung, derartigen, zumeist aus persönlichen Motiven lancierten Ausstreuungen in Zu­kunft jede Aufnahme zu verweigern ober sich über deren Richtigkeit vorher bei den in Serbien ansässigen, vollständig unabhängigen und unparteiischen Reichsdeutschen zu erkun­digen." Diese Erklärung richtet sich besonders gegen das Pamphlet eines Herrn A. v. Sydakow, der auf diesem Ge­biete schon mehr geleistet hat, dessen Schilderungen aber von einer Anzahl deutscher Blätter in Treue und Glauben ab- gedruckt wurden.___________________________________________

Kolmles und UrovinMes.

Gießen, den 24. August 1899.

* * Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 23. August den Steuerkommissariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Darmstadt I, Christian Braun zu Darmstadt, mit Wirkung vom 1. September l. Js. an, zum Steuerkommissär des Steuerkommissariats Ober-Ingelheim, den Steuerkontrolleur Negierungsassessor Georg Tag zu Worms zum Steuer- kommissariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Mainz I, sowie den Steuerkontrolleur Regierungsassessor Otto Müller zu Darmstadt zum Steuerkommissariatsassistenten bei dem Steuerkommissariat Darmstadt I, mit Wirkung vom 1. Sep­tember l. Js. an, und den Revisionskontrolleur Wilhelm Ahlheim zu Worms zum Hauptsteueramtskontrolleur bei dem Hauptsteueramt Bingen zu ernennen.

* * Bestätigung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Herzog habenAllergnädigst geruht, am 19. August der durch die Stadtverordneten-Versammlung zu Offenbach erfolgten Wahl des Baurats Friedrich Raupp daselbst zum un­besoldeten Beigeordneten der Stadt Offenbach, mit Wirkung vom 1. August d. I. an, die Bestätigung zu erteilen.

* * Ernannt wurde am 19. August der Gerichtsvollzieher- Aspirant Bezirksfeldwebel Friedrich Fath in Offenbach zum Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Hungen mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an.

OrdensVerleihungen. DemMainzer Tageblatt­zufolge verlieh Seine Majestät der Kaiser folgende Ordensauszeichnungen: Dem Gouverneur von Mainz v. Collas den Roten Adler 1. Klasse, Generalmajor v. Buddenbrock den Roten Adler 2. Klasse, General­leutnant Schilling von Cannstatt den Stern zum Roten Adler 2. Kl., Oberleutnant Görn vom Garde- Dragoner-Regiment Nr. 23 den Kronenorden 4. Klasse, Gras v. Hertzberg vom Infanterie-Regiment Nr. 116 den Roten Adlerorden 4. Klasse, Oberleutnant v. Wester­weller vom Garde-Dragoner-Regiment Nr. 23, Ober--