Ausgabe 
25.7.1899 Erstes Blatt
 
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einer Meldung der Haager Korrespondenten der darüber sehr erbostenMorning Post" auf den Wunsch Kaiser Wilhelms zurückzuführen sein, unter allen Umständen eine Annäherung zwischen Deutschland und Frankreich zu bewirken. Deshalb sei nach dem Depeschenwechsel mit Loubet der deutsche Delegierte angewiesen worden, ostentativ für Artikel 27, dem einzigen von Frankreich ausgehenden, zu stimmen.

Bei diesen Ortsschauen nehmen am Wettbewerb nur die zum Herdbuch angekörten oder anzukörenden Tiere der Mitglieder der betr. Ortszuchtverei..e, für welche die Schau veranstaltet wird, teil. Für jede Schau sind 440 Mk. aus­gesetzt. Außerdem können noch Stallprämien verliehen werden. Für die Anmeldung gilt das gleiche wie bei den Bullen­schauen.

Die Vorsitzenden der einzelnen Ortszuchtvereine ersuche ich, Vorstehendes ihren Mitgliedern bekannt zu geben.

Gießen, den 20. Juli 1899.

Der Vorsitzende des geschäftsführenden Ausschusses v. Bechtold.

Gefunden: 1 Lupe, 1 Spazierstock, 1 Taschenmesser, 1 Luftpumpe, 1 Cigarren-Etui, 1 Zwicker, 1 Hutnadel, 1 Paar Lederhandschuhe, 1 Rechen. 1 Peitsche und eine Achatdose.

Gießen, den 22. Juli 1899.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

Muhl.

Males und Provinzielles.

Gießen, den 24. Juli 1899.

* * Ruhestands-Versetzungen. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 8. Juli den Haus- und Staals-Archivar Archivrat Dr. Arthur Wyß unter Anerkennung seiner treuen Dienste bis zur Wicder- I Herstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen.

* * OrdenS-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der I Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 8. Juli dem Haus- und Staats-Archivar Archivrat Dr. Arthur Wyß das Ritterkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.

I ** Aus dem Gerichtsdieust. Durch Entschließung Großh. Ministeriums der Justiz ist der Großh. Gerichtsassessor Klietsch in Zwingenberg vom 27. l. M. an mit Wahr- I nehmung der Dienstverrichtungen eines dienstaufsichtführenden I Amtsrichters bei Großh. Amtsgericht Butzbach; der Großh. Gerichtsassessor Brehm in Mainz mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsanwalts bei dem Großh.

I Amtsgericht Mainz beauftragt worden.

* * Militärdienstnachrichteu. Bloem, Hauptmann beim Stabe des Feld-Artillerie-Regts. General-Feldzeugmeister I (2. Brandenburg.) Nr. 18, unter Beförderung zum Major, I vorläufig ohne Patent, als Abteilungs-Kommandeur in das I Feld-Art.-Regt. General-Feldzeugmeister (1. Brandenburg.) I Nr. 3. versetzt. Keil, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk I. Berlin zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Prinz Karl) Nr. 118; Kirsch bäum, Vizewachtm. im I Landw.-Bezirk Solingen, zum Lt. der Res. des Großh. I Hess. Train-Bats. Nr. 25; Baumgarten, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Cassel zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess- Jnf.-Regts. (Prinz Karl) N. 118; Eckstein Vize- I feldw. im Landw.-Bezirk Gießen, zum Lt. der Res. des Jnf.- Regts. .Kaiser Wilhelm (2. Großh. Hess.) Nr. 116; Kimmler, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Mainz, zum Lt. der Res. des 4. Bad. Jnf.-Regts. Prinz Wilhelm Nr. 112; Reuter, Vizefeldw. im Landw.-Bezirk Worms, zum Lt. der Res. des 4. Großh. Hess. Inf -Regts. (Prinz Karl) Nr. 118 befördert.

* * Aus dem Justizdienste. DerFrkf. Ztg." wird aus Darmstadt geschrieben: Die Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches wirft auch für Hessen ihre Schatten voraus. Nachdem der Präsident des Oberlandesgerichts Knorr und ! Landgerichtspräsident Machenhauer die erbetene Pensionierung I erhalten haben, treten auch der älteste Rat am Oberlandes­gericht Heß, Landgerichtspräsident v. Ricou und Land­gerichtsdirektor Wiener in Gießen in Pension. Für den Posten des Oberlandesgerichtspräsidenten sind, wie verlautet, Ministerialrat P ü r k e 1 und Landgerichtspräsident L i p p o l d in Mainz in Aussicht genommen.

* * Großherzogliche Universitätsbibliothek. Wie aus dem gleichzeitigen Inserat zu ersehen, bleibt die Großherzogliche Universitätsbibliothek vom 21. August ab wegen größerer baulicher Arbeiten etwa vierzehn Tage geschlossen. Auch sind alle von Nichtstudierenden entliehenen Bücher bis spätestens zum 10. August behufs Musterung einzuliefern.

* * Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps. Bad Ems, Kuratorium der Realschule, Schuldiener, 450 bis 610 Mk. Gehalt, freie Wohnung und Feuerung, sowie 30 Mk. für Stellung des Arbeitsgeschirrs. Herborn, Magistrat, 3 Nachtwächter, je 500 Mk. Im Bezirk der Kaiser!. Ober-Postdirektion Darmstadt, 2 Landbriefträger und 1 Postschaffner, je 700 bezw. 900 Mk. Gehalt und der gesetzmäßige Wohnungsgeldzuschuß. Schierstein, Bürger­meisteramt, Nachtwächter, 450 Mk., Weilburg, Magistrat, Nachtwächter, 350 Mk. Wiesbaden, Magistrat, Diätar, 3 Mk. täglich. Im Bezirk der Hess. (25.) Division. Provinzial-Arresthaus Darmstadt, Generalstaatsanwaltschaft Darmstadt, Gefangenwärter am Provinzial-Arresthaus, 1300 bis 1700 Mk. jährlich.

* In Amerika verstorbene Heffen. Chicago, Jll., Frau Katharina Seidner,geb. Reckert, 68 Jahre alt, aus Ocken­heim. New-Jork, Jakob Hofmann, 74 Jahre alt, aus Framersheim. Erie. Pa., Marie Gülcher, 70 Jahre alt, aus Mölsheim.

W. Aus der Wetterau, 23. Juli. Das Schneiden des Roggens hat am 20. ds. Mts. allgemeim seinen Anfang genommen und ist mit diesem Termin um eine volle Woche gegen den Durchschnittstermin zurückgeblieben. Auf Margarethentag, 13. Juli, pflegt die Roggenernte in acht Fällen unter zehn zu beginnen. Der milde Winter 1898/99 bat uns keine frühe, sondern eine späte Ernte gebracht. D,e Proben, die ich in vier verschiedenen Lagen bei Roggen vornahm, ergaben einen mittelguten Kern bei mäßiger Dick- häutigkeit. Die übrigen Getreidearten reifen schnell, an den Weizenäckern knistert und knattert es leise bei der gegen­wärtigen tropischen Hitze, ein Zeichen dafür, daß das Reifen rasch fortschreitet.

H. Aus dem Horloffthal, 23. Juli. Ihre Zeitung brachte zu Anfang des laufenden Monats einen Wunsch nach Re­gulierung der Wetter, der Beachtung verdient. Es dürfte die freundlichen Leser interessieren, zu erfahren, daß bei uns mit Regulierung der Horloff vorangegangen worden ist. Zu diesem Zwecke werden sorgfältige Wasserstands- messungen an den verschiedenen, zum Teil ganz neu her­gerichteten Pegeln vorgenommen und erst dann, wenn zahl­reiche Beobachtungen gemacht, und ein genaues Bild von den Wasserstandsverhältnissen gewonnen worden ist, kann

Deutsches Reich.

Berlin, 23. Juli. Gestern fand die Verhandlung in Sachen des Privatdozenten Dr. Arons vor der philosophi­schen Fakultät der hiesigen Universität statt. Es hatten sich etwa 40 Mitglieder derselben zu der Sitzung eingefunden. Den Vorsitz führte der Dekan Prof. Schwarz, als Referent wirkte Prof. Schmoller. Geheimrat Elster aus dem Kultus­ministerium begründete die Anklage. Der Verteidiger, Ab­geordneter Heine, erblickte in dem Vorgehen gegen Arons nur einen Teil eines großen systematischen Vorgehens gegen die Unabhängigkeit der Universitäten überhaupt. Die Ver­handlung dauerte von 10 bis 2 Uhr. Dann beriet die Fakultät über 2'/2 Stunden und erst kurz vor 5 Uhr ver­kündete Prof. Schwarz das Urteil dahin, daß die Fakultät dem Anträge des Staatsanwalts auf Aberkennung des Charakters eines Privatdozenten nicht beitreten könne, weil sie die Zugehörigkeit eines Privatdozenten zur sozialdemo­kratischen Partei nicht als Grund zu seiner Enthebung ansehe und weil Arons in der Art seines Auftretens für die Sozialdemokratie die erlaubten Grenzen nicht überschritten habe. Der Regierungsvertreter, Geheimrat Elster, erklärte, sofort Berufung einlegen zu wollen.

Berlin, 23. Juli. Aus zuverlässiger Petersburger Quelle wird demLokal-Anzeiger" mitgeteilt: Als der seines Postens plötzlich erhobene serbische Gesandte General Gacis dem Zaren sein Abberufungsschreiben überreichte, war der Monarch in sehr ernster Stimmung und sagte dem Gesandten u. a.:Teilen Sie Ihrer Regierung mit, daß ich eine andere Persönlichkeit als Vertreter Serbiens, wie Sie, nicht wünsche, und seien Sie überzeugt, daß man Ihnen in Belgrad kein Haar krümmen wird."

Ausland.

Niederlande. Von der Friedenskonferenz, und zwar zur Schiedsgerichtsfrage, weiß ein englisches Provinzial­blatt, derManchester Guardian", aus dem Haag von Freitag das folgende zu berichten: Die gestrigen Verhand­lungen der Friedenskonferenz werden in ganz Europa Aus­sehen erregen. Zum ersten Male seit dem Zusammentritt der Konferenz sind Deutschland und Frankreich zusammen­gestanden und haben für die Sache des Friedens und der Schiedsgerichte gesprochen. Es handelte sich um den Artikel 27, welcher den Signatarmächten die Pflicht auferlegt, streitende Parteien zu veranlassen, das Schiedsgericht anzu­nehmen. Beldiman (Rumänien) und Velkovitsch (Serbien) sprachen dagegen und führten dabei aus, daß dadurch ein Zwang für die kleinen Staaten hineingebracht werde, ob­gleich die eigentlichen Zwangsbestimmungen gestrichen seien. Sobald der serbische Vertreter sich gesetzt hatte, erhob sich Professor Zorn. Derselbe elektrisierte die Versammlung durch den Ernst, die Kraft und die Feierlichkeit, mit der er folgende Erklärung abgab: Das Zwangs-Schiedsgericht habe Deutschland verworfen, weil nach Deutschlands Meinung die Menschheit noch nicht dazu reif sei, daß man eine Ver­pflichtung zum Schiedsgericht formell in das Völkerrecht aufnehme. Es könnte sogar der Sache der Schiedsgerichte schaden, wenn man zu schnell in dieser Richtung mit einer strengen Gesetzgebung vorgehe. Dann fügt Professor Zorn mit einer ihm ungewöhnlichen Wärme hinzu:Obwohl wir gegen das Zwangs-Schiedsgericht in der vorgeschlagenen Form waren, steht Deutschland doch hinter keiner Macht zurück in seiner Hingebung für die Sache des Friedens und in seinem Entschluß, das Mögliche zu thun, um den Triumph der Schiedsgerichte zu sichern. Die Interessen des Friedens sind Deutschland so teuer, wie irgend einer anderen Macht. Es ist wahr, als die Konferenz begann, fühlte Deutschland seinen Boden nicht sicher und hielt cs für nötig, mit großer Vorsicht vorzugehen. Als aber die Konferenz fortschritt und die Erörterungen im Prüfungsausschuß ihren Verlauf nahmen, machte Deutschland die willkommene Entdeckung, daß seitens aller beteiligten Mächte kein anderer Beweggrund herrsche, als der ernste Wunsch, den Frieden zu sichern." So habe Deutschland sich herzlich an das große Friedens­werk der Konferenz angeschlossen und da Artikel 27 förmlich ausspreche, daß die Slgnatarmächte die äußerste Anstrengung machen müßten, um das Schiedsgericht zu sichern und einen Krieg zu vermeiden, so erkläre er: Deutschland nehme den Artikel an. Die zweite Sensation des Tages war dann eine großartige Rede des französischen Vertreters Bourgeois zu Gunsten desselben Paragraphen. Nach der Beendigung dieser Rede wollte der Beifall gar nicht aufhören. Ein Delegierter nach dem anderen drückte Bourgeois warm die Hand. Der Artikel 27, so fügt das Blatt hinzu, sei dann durch Zuruf angenommen worden. Jene deutsche Befür­wortung des Artikels 27 der Schiedsgerichtsplanes soll nach

weiter vorangegangen werden. Flußregulierungen sind iw der Thal schwere und zeitraubende Arbeiten, die nicht im Handumwenden geleistet werden können. Seit etwa zehn Tagen ist bei uns eine fast unerträgliche Schnackenplage eingetreten, wie sie am Rhein nicht häßlicher und empfind­licher sein kann. Merkwürdigerweise tritt das Geschmeiß erst seit einigen Jahren bei uns auf; selbst in dem Sommer 1893, der bekanntlich eine afrikanische Hitze im Gefolge hatte, spürte man fast nichts von Schnacken.

t* AuS dem Lehrerheim Vogelsberg wird dem D. T. A. geschrieben: Die jetzt im ganzen Lande bestehenden Ferien,, sowie das mit diesen zum Glück verbundene prächtige Som­merwetter haben auf die Besuchsziffer unseres Luftkurortes einen ganz beträchtlichen Einfluß ausgeübt. Während die Fremdenliste noch vor wenigen Wochen nur eine ganz ge­ringe Anzahl von Personen aufweisen konnte (wahrscheinlich doch auch infolge der damals herrschenden regnerischen Witterung), so ist die Zahl der Besucher erfreulicherweise zur Zeit eine recht hohe. Nicht nur aus unserm Hessen­land, sondern auch aus dessen Nachbarprovinzen sind es namentlich Lehrer mit ihren Familien, die hier in unserm trauten Lehrerheim Stärkung und Erholung suchen von den Sorgen und Mühen des grauen Alltagslebens. Ist doch auch gerade die Lage des Lehrerheims Vogelsberg vorzüglich dazu geeignet, eine Reinigung der schulstaubschwangeren Lehrerlungen zu bewirken und zu deren Kräftigung für den schweren Beruf beizutragen. Herrlich gelegen auf den Vor­höhen des Vogelsberges, fernab von allem nervenzerrütten­den Weltgetriebe, umgeben von mächtigen Eichen- und Buchenwäldern, die in ihrer natürlichen Pracht und Schön­heit alle künstlichen Parkanlagen übertreffen, die zu kürzeren. Spaziergängen sowohl als auch zu weiteren Ausflügen reichlich Gelegenheit bietende Umgebung: alles das macht das Lehrerheim zu einem Sommeraufenthalt wie geschaffen». Ht not least spendet eine mit großen Opfern geschaffene Wasserleitung vorzügliches Quellwasser, und praktische Bade^ einrichtungen gestatten die während der heißen Sommerzeit so überaus große Wohlthat eines erfrischenden Bades. Wer das Lehrerheim, dessen Lage, Einrichtung und Umgebung aus eigener Anschauung kennt, wird fernerhin keinen Zweifel mehr darüber hegen, daß es seinen Zweck, ein Aufenthaltsort für Erholungsbedürftige zu sein, voll und ganz erfüllt. Möge darum das junge Unternehmen immer weiter blühen, und gedeihen! möge es in immer weiteren Kreisen die An­erkennung und Würdigung finden, die ihm gebührt!

X. Von der Bergstraße, 23. Juli. Im baumbeschatteten, von Rebenhügeln überragten Auerbach frischte man heute eine Scheffel-Erinnerung auf, indem man zum An­denken an die fünfzigste Jährung der Zeit, da der junge Viktor v. Scheffel, den Wirren der badischen Revolutions­bewegung von 1849 entflohen, einige Wochen imHotel zur Krone" hier weilte und literarisch thätig war, eine marmorne Gedenktafel daselbst mit entsprechender Feierlich­keit anbrachte. Dies ist um so mehr anzuerkennen, als die Initiative zu dem Werk aus der Gemeinde hervorging, und dasselbe von ihr durchgeführt wurde, wie die Inschrift auch besagt:In diesem Hause weilte Josef Viktor v. Scheffel, aus seiner Heimat vertrieben, mehrere Wochen im Mai und Juni 1849. Dem ehrenden Gedächtnis Scheffels gewidmet im Jahre 1899 von den Bewohnern Auerbachs." Nach einer Feier vor dem Hause, wobei der Bürgermeister dem Hotelbesitzer derKrone", Diefenbach, die Tafel zum Schutz und zur Erhaltung übergab, begab man sich auf den lauschig gelegenenScheffelplatz", den schon vor sieben Jahren der Verschönerungsverein mit entsprechender Erinnerungstafel an Scheffels Aufenthalt versehen ließ. Hier hielt Herr Hauptmann Zernin von Darmstadt, der mit Scheffel persön­lich bekannt war, die Festansprache, wobei er an die vor sieben Jahren stattgehabte Feier erinnerte, die Bedeutung Scheffels als Dichters und echten Patrioten, deffenTrompeter von Säkkingen",Gaudeamus undEkkehard" tief in das Volk gedrungen, in das rechte Licht setzte und dann näher auf Scheffels Aufenthalt in Auerbach vor 50 Jahren ein- gwg; der damals 23 jährige genoß damals den Umgang von Gervmus, Häusser u. a. Damals befand sich in Auer­bach eine badische Kolonie von über 70 Köpfen und ihr ist es zu danken, daß Auerbach ein Scheffelort geworden ist. Eine Ovation auf Scheffels Andenken schloß die Ansprache ab. Die trotz der großen Hitze recht animierte, zahlreichst besuchte Feier endete mit einem Volksfest im Walde.

L. Mainz, 23. Juli. Der Verlauf der 14. Mainzer Regatta ist kurz folgender: Junior-Vierer: 1. Frank­furter Ruderverein 7,31. 2. Wetzlarer Ruderklub 7,46. Amicitia (Mannheim) Ruder gebrochen. Großherzogs- Vierer. 1. Mainzer Ruderverein 7,6^. 2. Ludwigshafener Ruderverein 7,m/6. 3. Wetzlarer Ruderklub 7,18. Zweiter Achter. 1. Frankfurter Ruderverein 6,42. 2. Mann­heimer Rudergesellschaft 6,48. Zweiter Einer. 1. Mainzer Ruderverein (Gangloff) 7,45. 2. Mainzer Ruderverein (Bernhards) 7,453/6. 3. Bonner Ruderverein (Dieckerhoff) abgestoppt. Vierer ohne Steuermann. Mainz geht in 7,31 allein über die Bahn. Junior Achter. 1. Frank­furter Ruderverein 6,55. 2. Mannheimer Rudergesellschaft 6,59. Junior-Einer. 1. Mainzer Ruderverein (Gang­loff) 8,2. 2. Bonner Ruderverein (Dieckerhoff) 8.23. Gast-Vierer. 1. Mannheimer Ruderverein Amicitia 7,7,/6. 2. Ludwigshafener Ruderverein 7,11. 3. Wetzlarer Ruder­klub Ruder gebrochen. Dritter Vierer. 1. Offenbacher Rudergesellschaft Undine 7,172/5. 2. Amicitia Mannheim 7,22. 3. Wetzlarer Ruderklub 7,45. Einer (Rheinpokal). 1. Wormser Rudergesellschaft (Rocker) 7,55. 2. Ludwigs­hafener Ruderverein (Felle) 8,10. Junior-Vierer. 1. Mann­heimer Rudergesellschaft 7,35. 2. Frankfurter Ruderverein 7,43. 3. Mainzer Ruderverein 7,58. Großer Achter. 1. Mainzer Ruderverein 6,341/5. 2. Mannheimer Amicitia 6,34%. Auf der hiesigen Regatta hat der Mainzer Ruderer Georg Wenzky seinen 102. Sieg errungen, was ihm wohl so schnell keiner nachmachen wird.