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Budapest, 23. Mai. Der bekannte Graf Nikolaus Bethlen ist gestern hier in größter Armut gestorben.
Paris, 23. Mai. Nach einer Journal-Meldung hatte Ballot-Beaupre, bevor er dem Präsidenten des Kassa- tlonshofes das Referat über die Dreyfus-Sache übergab, Ansicht in ein die Echtheit des Rohrpostbriefes bestätiqendes Schreiben,des Obersten Schwartzkoppen.
I H. H. Statistik über Hessische Erfinder. (Milgeteilt vom Patentbureau Hantke von Harrtaus, Berlin N., Linien- I ftraße 149.) Auch das Großherzogtum Hessen hat für I seinen Teil an der Entwickelung unserer deutschen Industrie I durch erfinderische Thätigkeit wacker mitgewirkt, wie der nachfolgende, auf Grund der patentamtlichen Veröffentlichungen
I zusammengestellte Ueberblick zeigt. Hiernach entfallen von I den bis einschließlich 1898 in Deutschland erteilten 101 760 I Patenten, 118 791 Gebrauchsmusteranmeldungen und 35103 I eingetragenen Warenzeichen allein auf das Großherzogtum
Hessen 1307 Patente, cirka 2000 Gebrauchsmuster und 712 Warenzeichen. Bon den im Jahre 1898 insgesamt erteilten 5570 Patenten, 23199 Gebrauchsmusteranmeldungen und 6716 Warenzeichen-Eintragungen ist das Großherzogtum Hessen mit 78 Patenten (9 mehr als im Vorjahr), 319 Gebrauchsmustern (107 mehr als im Vorjahr), und 104 Waren- ! pichen (80 weniger als im Vorjahr) beteiligt. Besonders an den Gebrauchsmustern zeigt sich neben den Patenten die i erfreulich ansteigende Schaffenskraft der Hessischen Erfinder. Im allgemeinen kommt durchschnittlich auf 740 Reichsangehörige ein Patent, auf 460 ein Gebrauchsmuster und auf 1700 ein Warenzeichen. Hessen steht trotz seiner zahlreichen, an Erfindungen nur schwach beteiligten Landbevöl- I rerung diesem Durchschnitt nur wenig nach, in Bezug auf I Warenzeichen übertrifft es ihn sogar noch wesentlich. In I Hoffen entfällt auf 760 Bewohner ein Patent, auf 490 ein I Gebrauchsmuster und auf nur 1390 ein Warenzeichen. — I Interessant ist auch die Verteilung dieser Schutztitel auf die I Landesausdehnung. Während nämlich im deutschen Reich durchschnittlich 8 Quadratkilometer zu einem Patent, fünf I Quadratkilometer zu einem Gebrauchsmuster und achtzehn Quadratkilometer zu einem Warenzeichen gehören, sind im I Großherzogtum Heffen die Erfindungen entschieden dichter I gesäet. Hier ist bereits ein Patent auf etwas über 53/, Quadratkilometer, ein Gebrauchsmuster auf wenig über I ?7<, Quadratkilometer und ein Warenzeichen auf cirka lO»/^ Quadratkilometer zu finden.
Das Hebreai 1899/1900 liec jur Einficht eines mken zur öffeM Regifier enthalte«! der Ossmlegungsft
Kreisamt Erachte Beschwer ließen, d
I der Passagier, der einen Gegenstand im Wagenabteile vergessen hat und diesen später von einer Station aus reklamiert, nicht mehr die Kosten für die behufs der Ermittelung notwendigen Telegramme zu zahlen hat. Von der Zahlung bleibt er auch befreit, wenn mehrere Telegramme zwischen zwei Stationen notwendig find, um das vergessene Gepäck zurückzuerlangen.
** Der Gesamtbedarf der Großh. Brandverficherungskaffe aus dem Jahre 1898 berechnet sich auf 852378 Mk. 12 Pfg. Gemäß Verfügung Großh. Ministeriums des Innern vom 1. Mai 1899 soll dieser Betrag durch einen Ausschlag von 6 Pfg. auf je 100 Mk. Umlagekapital, das zum Ausschlage für das Jahr 1898 in der Provinz Starkenburg 605521740 Mk., Oberhessen 371502 730 Mk. und Rheinhessen 529 085 480 Mk., demnach im Ganzen 1507109950 Mk. beträgt, gedeckt werden und die Erhebung dieses Beitrags m den ersten 25 Tagen des Monats Juli l. I. in einem Ziele erfolgen.
Males und Ursvmfieües.
Gießen, 24. Mai 1899.
Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß- Y erzog haben Allergnädigst geruht, am 4. Mai dem früheren Glöckner und Kirchendiener Ludwig Kreh zu «chaafhelm das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift: „Für langjährige treue Dienste" zu verleihen.
zu cc* ^"8. dem Verwaltungsdienst. Durch Entschließung Großherzoglichen Ministeriums des Innern ist der Groß- herzogliche Regierungsaffessor Dr. Otto Michel zu Offenbach mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Kreisamtmannes bei dem Großherzoglichen Kreisamt Offenbach und zugleich mit der Versetzung der Stelle des Polizei- rommlsiärs (Polizeiinspektors) für den Landbezirk des Kreises Offenbach beauftragt worden.
** Aufgabe der Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Am 2b- Februar hat der Rechtsanwalt Martin Emmerling m Darmstadt die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg aufgegeben.
•* Ernannt wurde am 18. Mai I. Js. der Steuer- aufseher bei dem Hauptsteueramt Darmstadt, Karl Jacobi, zum Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt. — Versetzt wurde am 18. Mai I. I. der Pfandmeister bei dem Rentamt Groß-Umstadt, Johann Wähler, in gleicher Dlensteigenschaft an das Rentamt Darmstadt und zwar in den Beltrerbungsbezirk Offenbach II.
•* Das 18. Armeekorps wird seine diesjährigen Herbst- ^b°ber nach dem „Franks. Journ." in der Gegend I Aschen Fnedberg und Wetzlar abhalten, während die
Division in der Umgegend von Wetzlai I s den. Die durch die Presse gegangene Meldung, daß I die Korpsmanover bet Fulda abgehalten werden, ist eine I irrige gewesen. ' I
* Briefmarkeu Ausstelluug in Regensburg. Anläßlich de- ■ Jubiläums des Hauses Thurn und Taxis fand in Re« gensburg eine Briefmarken-Ausstellung statt, und zwar in erster Linie eine Ausstellung von Thurn und Taxis-Marken. Sie währte 6 Tage, und war außerordentlich stark besucht. Als Preisrichter fungierten drei bewährte Kenner von Postwertzeichen. Verteilt wurden 10 goldene und 10 silberne Medaillen und 15 Ehrendiplome. Prämiiert wurden unter andern mit goldener Medaille Glasewald-Haßnitz für die beste Thurn und Taxis-Sammlung, Hartmann-Regensburg, Chelius-München für altdeutsche Spezialsammlungen, Brum> mer-München, Kohl-Chemnitz für philatelistische Werke (Ze>' tungen und Albums), Lindau-Heidelberg für ungestempelte altdeutsche Marken. Prämiiert mit silberner Medaille: Landgerichtsrat Dr. Berchelmann-Darmstadt für Thurn und Taxis-Marken auf Briefen rc., Freudenstein-Frankfurt für ungestempelte Thurn- und Taxis-, Bayern- und Württemberg-Marken, Paulus-Markneukirch für eine Generalsammlung (Wert 140 000 Mk.) und Spitz-Wiesbaden für Sammlung altdeutscher ungestempelter Marken.
* Eine überaus wichtige, von der Berufungsinstanz bestätigte Gewerbegerichtsentscheidung wird durch eine ausführliche Darlegung in den „Mitteilungen des Verbandes deutscher Gewerbegerichte" näher bekannt. Es handelt sich um die Zurückforderung von Lohnabzügen eine» Arbeiter gegenüber, dem die ihn beschäftigende Fahrradsavn
Darmstadt, 24. Mai. Der „Darmst. Tägl. Anz." widmet dem verstorbenen Lehrer Karl S ch a f f n i t folgenden Nachruf: Nach längerem schweren Krankenlager verstarb am Pfingstsonntag Herr Karl Schaffnit, Lehrer an der Knabenmittelschule Hierselbst. Die Trauerbotschaft wird in den weitesten Kreisen nicht nur unserer Stadt und des I Großherzogtums Hessen, sondern überall in der Welt, wo geborene Darmstädter weilen, die sich ihre Anhänglichkeit an die Vaterstadt bewahrt haben, schmerzlichen Widerhall finden. Hat Karl Schaffnit es doch meisterhaft verstanden, m feinen Dichtungen in Darmstädter Mundart dem heimischen Wesen, Denken und Fühlen treffenden, tiefinnigften Ausdruck zu geben, und insbesondere den Darmstädter Humor in so kräftiger, gelungener Weise zu zeichnen, daß seine Dichtungen, zumal wenn solche von ihm" selbst rezitiert wurden, stets den Glanzpunkt geselliger Unterhaltungen und fröhlicher Kreise bildeten. 'Und nun ist er dem ewigen Schlafe verfallen, der Verfasser von „Allerhand Spaß'", und die Feder, der so viele sinnige, Gemüt und Herz ergreifende Klänge, so manche zur stürmischsten Heiterkeit anregende Dichtung entflossen, ist ihm für immer entsunken! Seinen zahlreichen Freunden ist der treue Freund, der liebenswürdige Gesellschafter entrissen, und vielen hiesigen Vereinen der Mann, der ihre Feste mit seinem unerschöpflichen Humor zu verherrlichen, und der so oft seine Muse in den Dienst der Wohlthätigkeit zu stellen wußte. Wie er , feinen Hörern so manche Thräne der Freude entlockte, so i rnirb manche Zähre der Trauer um seinen ach, viel zu frühen Hingang fließen. Wir persönlich fühlen durch seinen Tod doppelt schmerzlich den Verlust eines teuern Freundes und eines treuen Mitarbeiters, dessen letzter poetischer Gruß vom Krankenlager noch vor kurzem uns einen so unglück- uchen Ausgang seines Leidens nicht ahnen ließ. Sein Andenken aber wird allezeit in Ehren gehalten werden. Möge ihm die Erde leicht fein.
aufprägen sollten.
laut ca. 350 „Hei mms-, Gesellech cü.lMMDw ist, durch Ordnung bürfnifie Meter Reisender entgeg -eist durch eva täglich Hausando überhaupt Spiel ebenso wie alles Herbergen sind h sein Nachtlager 11 vielen Verbergen arbeit $ftätttnu per : Verpflegung Mch I Pftnnige werben fie, l! Mbe gestoßen.
Aos der Zett für die Zett.
Vor 96 Jahren, am 25. Mai 1803, wurde in London bet berühmte englische Schriftsteller und Staatsmann Eduard ■ ^rt,CrL9eb.DrEn- bcr "'Hi nur in England, sondern auch in Deutschland viel gelesen wird. Sein bedeutendes Geschick, die einzelnen Szenen seiner sozialen Romane zusammenzufügen, die treffende Zeichnung der Personen und Charaktere, seine Betrachtungen über litterarische und kulturelle Verhältnisse werden ihm stets einen geachteten Platz in der Lltteratur sichern. Bulwer starb am 18. Januar 1873 zu Torquay. 0
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Eine auferstandeue Fontaue iu Rom. Papst Paul 5. au« bem Borghese, der die nach ihm benanm Wasserleitung unter Benutzung einer antiken des Kaiser; Trajan Herstellen ließ, hat nicht nur die große SchausoMM aus dem Monte Gianiculo, sondern nach Ueberführuna da Leitung über den Tiber auch am Ende der Via Giubc oeim Aufgang zum Ponte Sisto eine große SrunnenanLu; erbauen lassen. Der Architekt Giovanni Fontana führt! den Auftrag im Jahre 1633 aus. Diese einfache eleqau- Fontane mit fünf Wasseröffnungen bildete bis 1879 eine hervorragenden Schmuck jener Straße; im genannten Jahn aber mußte sie den Tiberregelungs-Arbeiten weichen, wur)e abgebrochen und mit der Absicht einer künftigen Wiede- ausrichtung einstweilen vergraben. Man brachte nämlid die Werkstücke sparsamkeitshalber auf einen öden Bauplan na9ebei an Via Giulia und bedeckte sie zum Schutz mit Erde. Das hinderte allerdings nicht, daß die behauene, Travertinblöcke Fontanas während 20 Jahren her Vet- gessenheit zum Teil stark beschädigt, zum Teil weggeffltppi J’.ur^e?; Nachdem sich endlich Staat und Gemeinde über öie Höhe der Entschädigung für Abbruch und Weraufßau geeinigt und die Gemeinde Rom 100000 Lire dafür eingesteckt hatte, beschlossen die Stadtväter endlich, den Brunne» am andern Ausgang des Ponte Sisto in Trastevere wieder aufzurichten. Allerdings mußten zunächst die verschleppte» Bausteine wieder zusammengesucht werden, an fünf verschiedenen Stellen der Stadt und sogar in der Campagna- eine Stunde vom Thor entfernt beim Fort Bravetta Dann mußten die trotz allen emsigen Suchens fehlendem und die beschädigten Stücke ergänzt werden, wofür es zu« Glück an Vorbildern in alten Abbildungen der Fontäne nicht fehlte, und endlich konnte am 1. März 1898 bfc Wiederaufbau beginnen. Nach einjähriger Arbeit ist bet: Sau nunmehr vollendet, der neuerstandene Brunnenbau mitt Anlagen umgeben, und am 10. Mai 1899 rauschte zum erstenrnale wieder die Acqua Paola durch die seit 20 Jahrein durstenden Löwen- und Drachenmäuler des Fontanone bii Ponte Sisto.
o ** .Aesangswettstreit in Kreuznach. Bei dem am 2. und ö. Psingstfeiertag m Kreuznach stattgehabten Gesangswettstreit, an d-m sich auch der hiesige Bauer'sche Gesangverein leider infolge widriger Umstände ohne Glück, beteiligte, er- ^-l -n folgende Vereine Preise: Klasse A Abt. I. 1 Preis Fracht Oberrad. 2. Preis Grub'schcr M.-G.-V. Oberstein
.^te™ ®-'®- Sangerlust Fechenheim. 4. Preis Sänger- ‘ZL T™ »*• 11 Preis Franenlob ™in3*. Preis Hilda Wiesbaden. 3.' Preis Edelweiß Oberstem. 4. Preis M.-G.-V. Langenschwalbach. Klasse B «•; L ™ Sängerlust Langendiebach. 2. Preis F racht Meisenheim. 3. Preis M.-G.-V. Rehborn. 4. Preis Mannerchor des Turnvereins Eckenheim. 5. Preis Gesana- Partenheim Klaffe B Abt. Ha. 1. Preis c.^dnbieber. 2. Preis M.-G.-V. Rambach.
3. Preis Heyer scher G.-V. Eckenheim. 4. Preis Concordia Bockenau. 5. Preis M.-G.-V. Gaualgesheim. 6. Preis Liederkranz Bretzenheim. Klaffe B Abt. Ilb. 1. Preis Preis G.-V. Frohsinn Londorf.
"• Pr^s M.-G.-V. Elsheim. 4. Preis G.-V. Rosenbeim 5. Preis M.-G.-V. Niederhilbershausen. 6. Preis M.-G V Rosenheim. Bei dem Wettstreit der Ehrenklassen wurden Sieger: In Klasse A Abt. ! Frauenlob Mainz. Klasse B j
1, Sangerlust Langendiebach. Klaffe A Abt. I, Ein- §^rrad Klasse B Abt. Ha, M.-G.-V. Rambach.
Klasse B Abt. Ilb. G.-V. Partenheim.
"Haffia". Nach Erfüllung der satzungsmaßigen Pflichten sind in den Landesverband der Knegerkameradschaft i,Hassia" ausgenommen worden: 1) Kriegerverem Zahmen mit 24 Mitgliedern, Bezirk Herbstein; 2) Knegerverein Hartershausen mit 22 Mit- I Bezirk Lauterbach; 3) Soldatenverein Fürfeld I « -Mitgliedern, Bezirk Alzey; 4) Soldatenverein Gau- Bischossheim mit 28 Mitgliedern, Bezirk Nieder-Olrn:
A4und Soldatenverein Groß-Winternheim mit 54 Mitgliedern, Bezirk Ober-Jngelheirn.
. *• Radsport. Zu den am kommenden Sonntaa auf I fcnICtCI^n Sportplätze stattfindenden Radwettfahrten haben 50 Rennfahrer mit 120 Nennungen gemeldet. 8u hTshSf'6 Konkurrenzen eingelaufen. Das m Aussicht stehende Rennen wird in mehr wie einer Be- I ztehung das interessanteste werden, welches bisher auf ^""bahn stattgefunden. Im übrigen weisen wir darauf hm, daß der Billet - Vorverkauf heute begonnen hat. I
3** Hundeausstellung in Gieße». Der Verein zur X*‘h7reinerHundcrasscn veranstaltet auch dieses °me, große zweitägige Ausstellung. Dic- 176 unfb 16- Juli auf dem Festplatzc des
"dsschießens statt und wird nach den bis jetzt »»b RMta der ersten Kynologen
b,e ?°ri°hnge Ausstellung weit übertreffen Reiche Ehren- und Spezialpreis- sind bereits gestiftet b-! liebte und kompetente Richter gewonnen sodaü cs an abt- reichen Ausstellern nicht fehlen wird. 'Meldeschluß ist am
** Kostenfreie Telegramme. Eine in Anbetra-bt her F>e- Reisezeit besonders dankenswerte V-rsügunq hat der Minister der öffentlichen Arbeiten für die preußsichen Ä* t*nen ' k®iefeIbe b-irifft die telegraphffche Nachforschung nach in den Abteilen zurückgelasien-n Handgepäckstücken. Bisher konnte nach solchen Geaen- I ständen durch die Vermittelung des Stationsvorstehers unter Benutzung des Bahntelegraphen eine telegraphische Ansraae gehalten werden, wofür aber der Passagier eine Gebühr zu erlegen hatte. Jetzt ist nun angeordnet worden, daß fortan
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.* Soll man Kinder zwingen, alles zu eyen? Das ist gewiß eine Frage, die schon mancher Mutter das Herz
I schwer gemacht und manchen Vater in unnötiae 9r„k Der Unfug, Jemand zu« KL wird bei uns namentlich Gästen und Kindern aeo/.'l getrieben insbesondere find es di- l-tz.er-n, di- oh m: S". Gesundheit dem unsinnigen Vorurteil der Eltern > K,nd muffe essen, was auf den Tisch kommt, zum Erbringen muffen; cs wäre das noch viel häufiaer her - w-nn Nicht der kindliche Magen in den meisten Fällen " gegen dieses Naturgesetz gesündigt wird, revoltierte und''"
I Unzweckmäßige wieder heraus beförderte. Den <£„ gegenüber sollte folgende Praxis -ingehalt-n werden soll sie nie zwingen, mit einer Speise, die ihnen * ftiüpn tU aen' beziehungsweise ihren Hun^.
I lh»eik: ^hl aber soll man jedesmal den Versuch nL(? | das Kind an die Nahrung zu gewöhnen. Diesn : I ^longt Nicht das Essen größerer Quantitäten betÄ I es genügt hierzu vollständig das bloßes^
DerSatz:dasKindsoll essen, was auf den Tisch deshalb dahm abzuandern, „das Kind soll von allem L
I auf den Tisch kommt, aber seinen Hunger nut mit L Men, was ihm schmeckt." Manche Hausfrau wir werfen, es fei, namentlich in einer größeren Familie, dem individuellen Geschmack jedes eLdv Tischgenoffen Rechnung zu tragen, man könne nicht, besonders kochen. Der Einwand ist aber nicht stichh!^ ®enn es macht einer Hausfrau gewiß keine besondere MU. wenn sie bei jedem Mittagsmahle neben den befindm 9 Äen Reifen noch Brod, Butter, Obst, Ei und Mi'- aiifstellt oder wenigstens bereu hält. Das find Spe si' welche die meisten Kinder sehr gern essen. In f^r vie r |aHen, in denen man Kinder, besonders die größeren m ^ffen noch besonders zwingen muß, ist gewöhnlich dad!- gesundigt worden, daß man bas zweite Frühstück zu reichlii gewahrte oder womöglich gar unmittelbar vor dem Mitlür essen noch einmal „aufschüttete". Wer feine Kinder vl fru^ auf m allem, so auch in der Nahrungsaufnahme, m Ordnung gewohnte, vor allem nur zu ganz beftimmiet! I feiten ihnen Kost reichte, der wird selten in bie Lo.n fommen, auf feine Kinder einen Zwang ausüben zu mMm menn es zum Essen geht: die geleerten Teller und fagen dann der glückstrahlend dreinschauenden Mutter, dm ^Es^ppelrt ihrer Lieblinge vorzüglich ist, daß es ihnegeschmeckt hat, daß sie alles essen, was ihnen vor ihr» kleinen „Schnabel" kommt.


