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Frage der täglichen Ernährung ist ein technisch kommerzielles Unternehmen. Folglich kann Rußland die Frage der Masseneinstellung nicht mit der Ruhe ansehen wie die der Massenausstellung. Uebrigens, wer kontrolliert die Absetzung der Ziffer, wer reist nach Toulon oder Kiel oder Kronstadt, wer Darf so tief in den Betrieb hineinschauen, um sich zu überzeugen, daß keine neuen Formen angewandt werden, daß alles in der alten Nummer angeschafft wird. Mit den Zahlen wird geschoben und mit den Menschen auch.
Wie sollten nun wohl die fakultativen Schiedsgerichte (daß obligatorische sich nicht durchsetzen lassen, hat man von vornherein eingesehen) beschaffen sein? Der Schiedsgerichtsgedanke an sich ist ein gesunder, aber er hat seine Sphäre, in welcher er wirksam ist, wie z. B. in der Karolinenfrage, und zwar meist dann, wenn zuvor Kriege ausgefochten, Kräfte probiert worden waren wie z. B. i. I. 1878 als der Berliner Kongreß zusammentrat, nach dem russisch-türkischen Kriege. Aber dieser Gedanke versagt wo es sich um tiefgehende Lebens- intereffen der Völker handelt. So ist für die Russen das Testament Peters des Großen das nach Konstantinopel weist, ein solch eingewurzeltes Volksinteresse. Wie müßte überhaupt eine solche Behörde konstruiert sein, um richtig ihres Amtes zu walten. (Siebt es einen Gesichtspunkt der Gerechtigkeit, nach welchem die Frage: wem gehört Elsaß Lothringen, unantastbar entschieden werden könnte? Fragt man die Geschichte, so lautet die nüchterne Antwort: dies Gebiet hat allemal dem gehört, welcher der Stärkere war.
Die Macht schafft neue Organisationen: Aber auch
corpus juris publici, von dem Gedanken an die Einigung des Vaterlandes. Ich preise Sie glücklich, daß Sie — wie eS so nicht jedem beschieden wird — dies Ideal Ihrer Jugend als Mann verwirklicht gesehen haben.
In der Folge haben Sie mit gleicher Begeisterung und von Erfolg gekrönt sich für die Einheit Ihres neuen Vaterlandes in die Schanze geschlagen. Und, was uns heute am nächsten liegt: Sie haben sich dies halbe Säkulum hindurch als guter Doktor bewährt, als Gelehrter und Lehrer in des Wortes bestem Sinne. Denn Sie haben auf fast allen Gebieten menschlichen Wiffens sich getummelt und Schätze von Kenntniffen gesammelt, die jeder bewundert, der Sie kennt; Sie haben sich zugleich als echter Dozent des Rechts ausgewiesen, indem Sie stets mit Feder und Wort die Lehren des Rechten, Guten und Schönen in dieser Welt verbreitet haben.
Mögen Sie, mein lieber Herr Doktor, das ist mein Herzenswunsch, mit gleichem Erfolge wie bisher und in Ihrer gegenwärtigen Frische noch manche glückliche Jahre vollenden. In diesem Gefühle bitte ich Sie, Kommilitonen, auf das vivat, floreat, crescat unseres Jubilars mit mir ein volles Glas zu leeren. Doktor Preetorius lebe hoch!"
Hell klangen die vergoldeten Römer zusammen bei dem dreimaligen Hoch, welches Dr. Meier auf den Jubilar ausbrachte, und tief und leicht wahrnehmbar war die innere Bewegung des Gefeierten, als er sich zur Erwiderung der herzlichen Worte erhob:
„Herr Doktor Meier und meine Herren Kollegen," begann der Jubilar, „es ist dies wohl kaum der rechte Platz, in die alte Gewohnheit, eine lange Rede zu halten, zurückzufallen, doch verdanke ich die Gunst des Augenblickes nur der Gelegenheit, welche mein Freund, Konsul Meier, herbei- geführt hat, um einmal in alten Erinnerungen zu leben und zu schwelgen; nicht allein von der alten Burschenherrlichkeit, sondern auch von her Erinnerung an die Einigung des deutschen Vaterlandes, welches endlich aufgehört hat, das Aschenbrödel in der Familie der Nationen zu sein." Die passenden Worte eines schwäbischen Dichters zitierend, fuhr der Jubilar fort: „Diese Verse bringen die Zustände des Jahres 1848 lebhaft in meine Erinnerung zurück; die Flutwelle der Ereignisse dieser großen Zeit war notwendig, um die große politische Wandlung zu schaffen."
Unter gespannter Aufmerksamkeit seitens der Zuhörer schilderte dann der Gefeierte, wie er zum Redner bei einer volkstümlichen Versammlung erkoren wurde. Wie er in jugendlichem Feuer der Einladung Folge leistete, und das innerste seiner Seele, vom reinsten Patriotismus durchglüht, bloslegtc, trotz des warnend emporgehobenen Fingers des Kanzlers Löhr. Wie ihn der auf das Jahr 1848 folgende heiße Sommer in die Scharen der patriotischen Freischärler führte, und wie er als Beamter der Staatsanwaltschaft die Untersuchung gegen sich selbst führen mußte. Der Staatsprokurator, welcher fein Freund war, versuchte ihm die Sache so leicht wie möglich zu machen, und hatte sich sogar herbeigelassen, programmmäßige Fragen an ihn zu richten. Im jugendlichen Uebermute habe er jedoch beinahe die guten Absichten des freundlichen Staatsanwalts vereitelt.
„Am Morgen des 11. Mai rückten Sie mit Ihrem Schützenkorps in das Städtchen ein und wurden am nächsten Morgen von dem Trompeter geweckt, ist das nicht so?"
„Bitte um Entschuldigung, Herr Staatsanwalt; ich habe den Trompeter geweckt," brach ich berichtigend in die Frage des Staatsanwalts. Ehe er sich noch von seinem Erstaunen erholen konnte, erklärte ich ihm, daß mein fünfzehnjähriger Bruder, der Trompeter, so schlaftrunken war, daß ich ihn wecken mußte.
Die so bewieseneWahrheitsliebe hatte keine bösen Folgen. Doch machte die eingetretene Reaktion sein weiteres Verbleiben im alten Vaterlande unwünschenswert. Mit einem 5jährigen Urlaub ausgerüstet, reiste der Jubilar nach Amerika; doch ehe er sich dauernd dort niederließ, kehrte er zum Besuch ins alte Vaterland zurück. Dort traf er feinen alten Studienfreund Herrn von Hoffmann, der es inzwischen zu Amt und Würden gebracht hatte. Mit aller Beredsamkeit versuchte ihn der alte Freund wieder ans Vaterland zu feffeln. „Aber ich hatte Blut geleckt wie der Löwe in der Fabel und es drängte mich zurück in das neue, in das freie Vaterland!"
innerhalb ein er Gesellschaft ist kein „ewiger Friede" möglich. Aus dem Grunde nicht, weil neue Schichten entstehen und alte welk werden. So oft jetzt bei uns inmitten einer früheren agrarischen Schicht eine industrielle entstanden, in welcher sich die Aristokratie im Unternehmer, die Demokratie in der Arbeiterschaft zeigt. Auch in unserem wirtschaftlichen Leben treffen wir auf die Stimmen, welche von sozialer Abrüstung reden, es sind dies Stimmen von ganz oben ober auch von ganz unten. Bald ist es das Interesse derer, die „oben" stehen, ober es ist eine Stimmung, die mit bet Schwäche zusammenhängt unb burch bie Mittel eines falschen Jbealismus eine harte Friebensposilion verstärkt.
Zum Schluß wies Pfarrer Naumann nach, baß hauptsächlich Kleinstaaten wie bie Schweiz, Belgien, Dänemark bei der Losung „bie Waffen nieber" zu gewinnen hätten. Wir aber biirfen schließlich boch nie von ber mili- tärischen Entstehung bes „Deutschen Reichs" gänzlich abstrahieren. Geschichtliche Fortschritte hängen mit ber Macht zusammen. Kriege finb vielfach bie Geburtsschmerzen einer neuen Periobe. Aus bem alten Fehberecht ber Monarchien hat sich bie Zentralmacht bes beutschen Kaisertums entwickelt, welche bie innere Freiheits- unb Friebensrechte garantiert.
Natürlich ist eine Fortentwicklung solcher Körpervergrößerung denkbar. Deutschland wird sich selbstredend an der Friedenskonferenz beteiligen, aber ihr das nötige Maß von Vorsicht entgegenbringen. 8C***
«ls wertvollste seiner Erinnerungen, fuhr der Jubilar weiter fort, schätze er die Zeit, da er als Sekretär einer Deputation von 100 Miffounern im kritischen Jahre 1861 eine lange, lange Stunden währende Konferenz nut Abraham Lincoln hatte. Damals stand es fest in ihm, daß, trotzdem ihn die politischen Umtriebe anwiderten und die geordneten Zustände im alten Vaterlande anlockten, er treu im neu ertorenen Vaterlande sein unb bleiben wolle. Mit passenben Versen unseres Lieblingsbichters schloß ber Gefeierte.
Sekundenlanges Schweigen folgte dem begeisterten Vortrag des Redners — dann aber brach ein Beifall-sturm hervor, wie er in den sonst so stillen Hallen des Faust'schen Bankettsaales selten gehört wurde.
Während Herr Dr. Preetorius sprach, wurde der Römer, aus dem Präsident Mc Kinley während seines Hierseins der Willkommentrunk gereicht wurde, vor ihn gestellt, und aus ihm trank ber Jubilar in Erwiberung bes Zurufs.
Jeber der Anwesenden unterzeichnete nun seinen Namen mit Angabe ber Universität, wo er promovierte, auf bas Bankettsouvenier feines Nachbarn zur blcibenben Erinnerung, währenb braußen bie Anthoni'sche Streichkapelle ben Lanbesvater intonierte.
Dr. Kinner erzählte bann in amüsanter Anekbote, wie er währenb der Bürgerkriegswirren sein Doktordiplom mit bem großen Siegel erfolgreich als Paß benützte. Dann gab Herr Dr. Kinner in begeisterten Worten seiner Verehrung für ben Nestor ber beutschen Journalistik in Amerika Ausbruck unb betonte, wie eine als Karrikatur beabsichtigte Zeichnung, bie währenb bes Bürgerkrieges Dr. Preetorius mit erhobener Fahne, auf ben Knauf bes Schwertes gestützt, barstellte, zur vollsten Wahrheit geworben sei. „Die gewaltige Macht ber „Westlichen Post" — wo ist sie?" fuhr Dr. Kinner fort. „Dort sitzt sie" — auf ben Jubilar meifenb. „Er ist ein Mann, ber viele Gegner hat, aber keinen Feinb. In meiner Jugend habe ich auch gedacht: „viel Feinde, viel Ehr"; im weiteren Alter jedoch fügte ich hinzu: „und viel Beschwer".
(Der Jubilar drückte hier des Redners Hand und bemerkte: „Ich erröte, und zwar sehr bedeutend.")
„Und sollte," fuhr der Redner fort, „unser Freund zur großen Armee einberufen werden, so wünsche ich nur, daß ich es nicht zu erleben brauche!"
Dr. Kolbenheyer ergriff nun das Wort unb erzählte in launigen Worten, wie, als er nach Amerika kam, er einen Empfehlungsbrief an einen bekannten, unlängst verschobenen Philanthropen abgab. Derselbe ließ ihn kurz an unb meinte, er habe augenblicklich keine Zeit. Da erinnerte er sich, baß, ehe er seine Reise antrat, er einen Artikel „Die Wacht an ber Donau", ber „Westlichen Post" emge- sandt hatte. Er begab sich zur „Westlichen Post", die sich damals in einem schrecklichen Gebäude an der Chestnut Straße befand. Dort traf er Herr Dr. Preetorius zum erftenmale. Sowie er seinen Namen nannte, rief Dr. Preetorius: „Komm her, Schurz, hier ist der Verfasser der „Wacht an der Donau". Kurz und gut, die Herren hatten nicht nur drei Stunden Zeit für mich übrig, sondern ich mußte auch am nächsten Sonntag bei ihnen speisen. Zum Schluß gedachte der Redner der Familie des Herrn Preetorius und das dreifache Hoch, das er ausbrachte, fand lebhafte Erwiderung.
Endlich brachte Herr Dr. W. C. Teichmann noch einen beredten Toast auf den Veranstalter der schönen Festlichkeit, den deutschen Konsul Dr. F. Meier aus.
Unter vielen Glückwünschen und Telegrammen lief auch eins aus Toledo, Ohio, von Herrn Harro Harresen ein.
werde und zwar zu ungunften der vorgeschritteneren Nationen, denn nur einem vervollkommneteren Menschenmaterial nützt die bessere Waffe. Beruht doch schon die geschickte Anwendung des deutschen Jnfanteriegewehrs auf allgemeinen Kulturvoraussetzungen. Der moderne Krieg ist im wesentlichen Sache des Ingenieurs, die Kriegswissen- schaft eine polytechnische Wissenschaft; der Offizier von heute ist ber Kriegsingenieur, ber bie Uniform trägt. Die Distanzen ber Kämpfe erweitern sich. Die Summen ber Grausamkeiten werben wahrscheinlich burch bie neuen Formen der Waffen nicht vermehrt werben. Ueberbies müssen sich künftige Kriege ungeheuer schnell abwickeln. Bei ber Kostbarkeit des Materials bedeutet jeder Tag eine Finanzanlage.
Stabilisierung ober Einschränkung ber Ziffern lautet bie zweite Forberung. Wie kommt es, baß bas russische Riesenreich auf ben Vorteil ber Masse verzichtet (benn bas ist gewiß, daß der Zar die meisten Soldaten aufbieten kann)? Aber eine Menscheneinstellung ist zugleich eine Finanzleistung ersten Ranges, für welche die russische Agrar- krisiS nicht eben günstig ist. Ihre Ursachen und Folgen wurden nun eingehend vom Vortragenden beleuchtet, der sodann zeigte, daß die Hauptaufgabe darin bestünde, die große Ziffer an einem Punkt wirksam zu machen — dislociert ist auch bie große Ziffer nichts — was toieberum eine Frage ber Verkehrstechnik ist. Nach ben Urteilen Sachverstänbiger wäre bas russische Eisenbahnsystem bieser Aufgabe gegenwärtig noch nicht gewachsen. Auch bie schwierige
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Berlin, 23. Februar. In Gegenwart bes Kaisers hat heute vormittag in ber Hebwigskirche die Trauer- feier für den verstorbenen Präsidenten der französischen Republik, Felix Faure, stattgefunden. An derselben nahmen außer zahlreichen Mitgliedern der französischen Kolonie, der französische Botschafter Marquis de Noailles, das Botschaftspersonal, die Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen, Herzog Albrecht von Württemberg, Prinz Bernhard von Sachsen-Weimar, Prinz Aribert v«n Anhalt, Erbprinz von Hohenzollern, Reichskanzler Fürst Hohenlohe, Staatssekretär
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von Bülow, Minister von der Recke, Admiral von Knorr und eine Reihe von Herren aus dem Gefolge des Kaisers teil. Nahezu vollständig vertreten war das diplomatische Korps. Um 11 Uhr erschien der Kaiser, der von der Geistlichkeit an dem Hauptportal der Kirche empfangen wurde. Der Kaiser nahm links vom Altar Platz, während die rechte Seite für das französische Botschaftspersonal reserviert war. Das Gotteshaus hatte ernsten Trauerschmuck angelegt. Die Wände und Kandelaber waren mit schwarzem Tuch behängt, der Altar war mit Pflanzen geschmückt' Das Traueramt wurde vom Probst Neuber celebriert.
— Zur Samoa-Frage erfahren die „M. N. N." von gutunterrichteter Seite folgendes: Alle Ausstreuungen von englischer und amerikanischer Seite, wonach die deutsche Reichsregierung in London und Washington ihre „entschiedene Mißbilltgung" betreffs des Verhaltens der deutschen Beamten in Apia ausgesprochen haben soll, sind als tendenziöse Erfindungen zu bezeichnen. Das gleiche gilt von den Nachrichten betreffs rektifizierender Weisungen der Reichs- regierung an den deutschen konsularischen Vertreter auf den Samoa-Inseln. Mit Ausnahme des Verhaltens des bisherigen Munizipalrates Dr. Raffel gegenüber der Wiedereinsetzung des Oberrichters Chambers hat die Reichsregierung keinen Anlaß zu einer Rektifikation ihrer Beamten in Apia gefunden. Das Gegenteil ist richtig. Es ergibt sich das schon aus dem Umstand, daß die Retchsregierung gegen das Vorgehen des Oberrichters Chambers in der Frage der Königswahl in Washington nachdrücklich Beschwerde erhoben hat. Auch der Protest des Herrn Rose gegen da« Unterfangen des Oberrichters, unbefugter Weise deutsche Reichsangehörige seiner Jurisdiktion zu unterstellen, hat auf Seiten der Reichsregierung entschiedene Unterstützung gefunden. Wie wenig übrigens die Stellungnahme einiger amerikanischer Blätter zu der Samoa-Angelegenheit den Auffassungen der Washingtoner Regierung entspricht, ergibt sich aus der Mißbilligung, welche auf Seiten der letzteren der Brief des Oberrichters Chambers an seinen Bruder gefunden hat. Die offiziellen Kreise in Washington haben, wie uns mitgeteilt wird, den Ausdruck dieser Mißbilligung auch nach Berlin gelangen lassen. Auch in Washington gilt die Stellung Chambers als unhaltbar. Was bie politische Seite der ganzen Frage anlangt, so ist es selbstverständlich, daß die Reichsregierung fest auf den Be ftimmungen des Berliner Samoa-Vertrages fußt und nicht daran denkt, die deutschen Interessen auf Samoa irgendwie und von irgendwem in den Hintergrund drängen ober ver letzen zu lassen. Ein gewaltsames Eingreifen der Amerikaner zugunsten Malietoas, wie es von einer Seite als möglich angebeutet wird, gilt hier für absolut ausgeschlossen.
— Im Hamburger Hafen werden die fleißigen Hände nicht von neuem feiern. Die Schauerleute, die ihren Anteil an dem Arbeitsnachweis haben wollten, haben ben befürchteten Ausstanb nicht beschlossen. Die Führer machten ben Arbeitern am Sonntag klar, baß bas vor- hanbene Gelb nur für bie ersten Tage eines Streiks ausreichen würbe unb baß auf Unterstützung nicht zu rechnen sei. Da würben bie Mutigsten still unb vertagten bie Ab, sicht auf bessere Zeit. Der Arbeitsnachweis ber Unter* nehmer soll aber scharf überwacht, unb was an parteiischer Behanblung zur Kenntnis ber Arbeiter kommt, soll an bie große Glocke gehängt werben. Jnbem man bie Arbeiter von ber Mitbeaufsichtigung bes Arbeitsnachweises auSge schlossen hat, hat man einen Grunb fortbauernber Unzn- friebenheit geschaffen. Der Arbeitsnachweis sollte in die Hand der Kommunen gelegt werden, wie es schon mehrfach geschehen ist, und an der Verwaltung sollten Unternehmer und Industriearbeiter ihren Teil haben. Liegt er in der einen oder in der anderen Hand allein, so geht es natürlich immer ein bischen willkürlich zu unb einzelne, oft nicht einmal schulbige, müssen für bie vermeintlichen Interessen bes richtenben Staubes ungebührlich bluten. Ein Verzicht barauf unb gemeinsame Arbeit wären vortrefflich. Aber man will nicht! ,
Ausland.
Paris, 23. Februar. Dem „Soir" zufolge ist unter Führung verschiebener progressistischer, rabifaler unb rabital«


