Ausgabe 
24.6.1899 Zweites Blatt
 
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I Brandplatz nach der Ostanlage gestattet, sowie die ehemalige Stallmeisterwohnung am Brandplatz käuflich überlassen

I werben soll, wird beschlossen, als geschlossene Bauweise hin- I sichtlich der am Brandplatz zu errichtendenHäuser im Sinne des I Vertrags auch Lücken von nicht über 4 Meter Breite gelten I lassen, wenn solche durch Thore geschlossen werden. Die I Gesuchsteller haben ferner 5jährige Garantie für den ge­brauchsfähigen Zustand der Straßensiele und der Schoor-

I grabenüberbrückung zu leisten, und wird ihnen gestattet, I Breits vom 1. Juli ab mit der Straßenauffüllung wie mit der Schoorgrabenüberbrückung zu beginnen. Die Kosten

I Kauf- bezw. Kaufvertrags sind gemeinschaftlich von I Stadt und Gesuchstellern zu tragen.

I _ Die Errichtung eines Fabrikgebäudes der Firma I H- M y l i u s am Schiffenbergerweg macht den Austausch I öon Geläude an gen. Weg nötig. Ein diesbezüglicher Ver- I trag zwischen der Stadt und gen. Firma wird genehmigt.

I Der Tauschvertrag zwischen der Stadt und Karl I Huh ns Eh eleuten über bei der Verbreiterung der Ritter- I gaffe in Betracht kommendes Gelände wird gutgeheißen.

Herrn Karl Pröscher wird das zur Aufstellung eines | Bienenstandes nötige, zwischen der Grünbergerstraße und dem Schiffenbergerweg gelegene städtische Gelände pachtweise überlassen, desgl. unter den seitherigen Bedingungen Herrn | Dr- I- Cäsar mehrere Räume im alten Schloß zum Trocknen von Arzneikräutern.

Zur Vergebung der Lieferung der beim Ausbau der I Jo Hann es st raße verwendeten Bordsteine im Kostenbetrag I öon 1819 Mk. 25 Pfg. wird nachträglich Genehmigung I erteilt, und ferner das Angebot des Herrn Ph. Pfeffer m Annerod zur Lieferung von Decksteinen für 1899/1900 angenommen.

Der Baugenossenschaft des evang. Arbeiter­vereins soll für die Auffüllung der Crednerstraße der Be- I trag von 100 Mk. erstattet werden.

Für die Verlegung der Freitreppen an dem v. Ritgen- I scheu Hause und demRussischen Hof" anläßlich der Trottoirerhöhung daselbst werden 500 Mk. bewilligt.

Die neueröffnete Parallelstraße zur Grünbergerstraße I zwischen Moltkestraße und Steinweg sollGroßer Stein- I weg" benannt werden.

Vermischtes.

I * Berlin, 22. Juni. In dem oberrheinischen Stäbchen Erpel ist der vor kurzem dorthin verzogene frühere Bei lmer Einwohner Johann Röhrig überführt worden, an 26. Mai in Berlin seine Ehefrau ermordet, und Leiche an einem Strick in der Wohnung ausgehängt p ^abe^, damit die Behörde annehme, die Frau habe sich selb i das Leben genommen.

I * Berlin, 22. Juni. Gestern abend stürzte an bet Charits ein Gerüst zusammen, wodurch ein Polier un drei Zimmerleute lebensgefährlich verletzt wurden.

* München, 21. Juni. Die Auktion vonJugend1 Originalzeichnungen im Helbing'schen Kunstauktiond Haus (Theatinerstraße 15) nahm bisher unter reger Kam lüft eines zahlreichen Liebhaberpublikums einen sehr lei haften Verlauf. Für die einzelnen Blätter wurden Pre« bis zu 200 Mk. und darüber erzielt, aber auch die zali reichen kleineren Arbeiten wurden sehr lebhaft verlang Der letzte Tag der Auktion fand heute (vormittags 9'^ nachmittags 3 Uhr) statt; es kamen Arbeiten von Panka Br. Paul, Püttner, Raders f, Reznicek, Riemerschmid, mann, Schmidhammer, Sascha Schneider, Otto, und Nu» Seitz, Slevogt, Steinlen, Strathmann, Stuck, Boltz, Weir hold, Wild, Wilke, Wislicenus, Witzel, Zumbusch u. v. zur Versteigerung.

* Versteigerung von Manuskripten. Man schreibt b« Franks. Ztg.": Unter den am 5. Juni und die folgend r Tage in London bei Sotheby Wilkinson u. Hodge zm Verkauf gekommenen Manuskripten der Sammlung des ner storbenen Sir Thomas Philipps, der nach einem Aufsatz ' der Quaterly Review über hunderttausend Pfund für seil Sammlung von Manuskripten und Büchern ausgegcb'e hatte, befanden sich von griechischen und lateinischen Maim skripten klassischer Autoren ein Aristoteles aus dem 12. Iah: hundert, eine Pharsalia Lucanus aus dem 13. und er prachtvoller Lucrez mit in Gold und farbig gemalten I» tialen, ferner ein Lucrez aus dem 15. Jahrhundert, er Quintus Curtius aus dem 15. Jahrhundert, ein Macrobm In domnium Scipionis aus dem 11. Jahrhundert, e*- OvidEpistolae undIbis. Die erzielten Preist D ca. 20 bis 150 Lstr. sind nicht als hohe für gute Manu­skripte zu bezeichnen. Die Mehrzahl der übrigen Manv- skripte waren kirchliche, und zur englischen Geschichte $-

| Das Gesuch der evangelischen Kirchengemeinde um Er­laß des Straßenkostenbeitrags (519 Mk.) für den Straßen- I teil längs des im Bau begriffenen Konfirmanden- I Hauses an der Kirchstraße wird abgelehnt, da die Billigkeits- I gründe, welche bei Anlage der Straße s. Z. einen Erlaß I oes Kostenbeitrags rechtfertigten, nicht mehr vorliegen.

Zu dem Gesuch der Theaterdirektoren Kruse und Helm um Bewilligung einer weiteren Subvention wird beschlossen, eine solche bis zu 600 Mk., und zwar zur Anschaffung einer Saaldekoration zu bewilligen, sofern die Theaterdirektion die Anschaffung von Bühnenmöbeln nachweist. Herr vr.Fuhr wünscht sorgfältigere Auswahl der Stücke zu den Volks­vorstellungen, Werke von Sudermann usw. eigneten sich nicht I Zu Volksvorstellungen. Herr Oberbürgermeister Gnauth I erwidert, daß man bei Auswahl der Stücke geglaubt habe, I allen Wünschen Rechnung tragen zu müssen.

I Herr Beigeordneter Wolff berichtete hierauf eingehend über die Arbeiten zur Anlage eines neuen Viehmarktes, I

I zu dem seitens des Stadtbauamtes Detailpläne vorgelegt wurden. Zur Herstellung des Viehmarktes behufs pro­visorischer Benutzung sind bisher ca. 11000 Mk. aufgewandt worden; die Voranschläge einiger Arbeiten mußten unter

Drang der Verhältnisse überschritten werden. Mit Rücksicht auf eine Anzahl noch zu lösender Fragen und Ausführung anderer Arbeiten hat die Spezialkommission I beantragt, vorläufig von der Anlage eines großen Viehhofes I | abzusehen und sich mit der provisorischen Anlage zu begnügen, I den dafür vorgesehenen Kredit um 3113 Mk. auf 11000 Mk. |u, erhöhen, und die westliche Viehhalle in Abteilungen behufs Verpachtung als Wirtschaftsräume zu zerlegen. Die I Versammlung beschloß demgemäß. Die Anfrage des Herrn Hanau über den Stand der Pferdemarktfrage beantwortete I Herr Beigeordneter Wolff dahin, daß hierüber Beschluß nicht gefaßt werden konnte, so lange die Viehmarktfrage nicht gelöst worden. \

Das Gesuch des Herrn Jacob Schmidt um Er­laubnis zur Aufstellung einer Wasserbude auf dem Vieh- I marktplatze wurde nicht genehmigt, Gesuchsteller soll aber aus die demnachstige Verpachtung eines Wirtschaftsabteils m einer der Hallen aufmerksam gemacht werden.

Das Gesuch des Herrn Ludwig Jochem um Er­laubnis zur Herstellung einer Brücke über den Lohmühlsbach zur Vermittelung des Verkehrs zwischen dem Schlachthaus und der Pulvermühle wird abgelehnt.

w Don den vorliegenden Gesuchen um Erlaubnis zum Ausschank bezw. Verkauf von Branntwein werden durch I Bejahung der Bedürfnisfrage befürwortet diejenigen von I H- Schäfer (für die Seng'sche Wirtschaft am Seltersweg), Heinrich Giese (für di- Wirtschaftzum Reiseonkel an der Frankfurter Straße) und Gebrüder Noll (für das Haus Bahnhofstraße 6); verneint wird die Bedürfnissraac hinsichtlich der Gesuche von Martin Steinmener Micherstraße 1, ehemals Kalbfleisch sches Haus) und Peter Herr (Seltersweg 31, ehemals Weißbäcker'schcs Haus)

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Kokales und Provinzielles.

. , O Grüuberg, 22. Juni. Die Bewohner unserer Stadt stehen heute noch unter dem Eindrücke des gräßlichen Unwetters, welches gestern gegen abend in hiesiger Gegend wütete, und unübersehbaren Schaden anrichtete. Es donnerte und blitzte unaufhörlich; über zwei Stunden wütete das Wetter. Wolkenbruchartiger Regen, abwechselnd mit starkem Hagelschlag, schlug das Getreide zu Boden, sodaß es sich schwerlich wieder erheben dürfte. Die Kartoffeln sind vollständig zerschlagen, die Blätter und Früchte der Obstbaume und der Beerensträucher bedecken den Boden,

Mamz, 22. Juni. Kommenden Samstag kommt ic dem hiesigen Schöffengericht ein Preßprozeß m ''« Handlung, in welchem eine Anzahl Musikverstänbigcr Zeugen erscheinen, um ihr Urteil darüber abzugebcn, ä o^...^sang^des zu Beginn dieses Jahres hier gastieret russischen^.enorfopranisten" Charles Gordon ein kmf lerischer genannt werden könne. Nach dem hiesigen fe treten des genannten Sängers haben dieMainzer Naci nchttn" nämlich eine sehr abfällige Kritik gebracht, dur«l welche sich Gordon beleidigt fühlte und Klage gegen da­genannte Blatt erhoben hat. Da einige der zitierten Zeuge - illustre Persönlichkeiten sind, dürfte der Prozeß em großen l Interesse gewinnen.

Anwesend die Herren Oberbürgermeister Gnauth, Beigeordneten G eorgi, G r ün e b e rg und W ol ff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Emmelius Euler, Faber, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gaffky,' G^"<-ewal,d, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helf- ^^^ligenstaedt Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Petri, Dr. Sdjafer, Scheel und Wallenfels. Entschuldigt die Herren Dr. Gutfleisch, Schiele und Schmall. ,, Oberbürgermeister Gnauth bringt eine ^u- ^"ft des Gießener Lehrervereins zur Kenntnis der Ver- Inn i2M°nn Danke des Vereins für die Zuwendung ^u. ben Kosten der Generalversammlung des Landeslehrervererns Ausdruck gegeben wird.

Das Gesuch des Herrn Conrad Rübsamen um 5ur Erbauung eines Arbeiterhäuschens am Weg nach Wismar wird, dem § 5 des Ortsbaustatuts entsprechend, ausnahmsweise befürwortet.

®' Bichl-r beabsichtigt feinen Branereibetrieb °^ch Anlage eines Malzkellers mit Gerstenboden und dar. über befindlicher Halle zu erweitern. Das Gesuch wird befürwortet, desgl. '

d-r Firma Heyligenstaedt L Co. um ® 1 s r^eJ9ro6crung ihres Verwaltungsgebäudes nach der Liebigstraße hin. B

Nach dem mit Herrn H. Kockerbeck abgeschlossenen Vertrage, betr. Neubau eines Hauses an der Ecke der Sonnen- und Schulstraße (ehemals Kattreiu'sche Haus), wurde dem Genannten u. a. die Verpflichtung auftrlegt, die Reinigung des Stadtgrabens innerhalb der Hofraite zu gestatten. Gesuchsteller bittet um Strich dieser Bedingung mit Hinweis darauf, daß die Reinigung an der Dreihäuser- gaffe vorgenommen werden könne. Die Versammlung be- schloß indes nach Anhörung der Baudeputation, an den gestellten Bedingungen festzuhalten.

Die Dispensation von der Anlage einer Durchfahrt durch den m der Wagengasse von Herrn I. Pfeffer zu errichtenden Neubau wird nicht befürwortet d

. . H^ H- C- Werner beabsichtigt auf dem Flügelbau seines Hauses in der Kaplansgaffe einen Aufbau zu er- nchten. Die Versammlung sprach sich für Gestattung unter I ^s?^ngung aus daß der Aufbau in gefälliger Holz- konstruktwn ausgefuhrt wird. v

. , H^r Oberbürgermeister Gnauth teilte hierauf mit daß der Entwurf für die neue Fassade des alten Rathauses vorliege, die Kosten würden etwa 3500 Mk. betragen sich für baldige Ausführung der Arbeit aus Auf die Anfrage des Herrn Löber betr des Umbaues des Alten Schlosses erklärte Herr Oberbürqer- meister Gnauth, daß auch hierüber demnächst detaillierte Vorschläge gemacht werden würden.

.Das Gesuch von Frau Dr. JettWwe. um Erlaubnis zur Errichtung eines Fachwerksaufbaues auf ihrem Hause I an der Grunberger Straße wird abgelehnt, im Hinblick auf l l Zeltend gemachten ästhetischen und

technischen Bedenken. I

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m Dlspensatlonsgesuch des Herrn Heinr. Winn m Betreff der Abort-Anlage seines Hauses in der Hofmann- ^aße wird befürwortet, ein weiteres Gesuch um Erlaß der 'Anlage einer Einfahrt in dasselbe Haus abgelehnt.

^n Ergänzung der Bedingungen, unter welchen den H^ren Stern & Meyer die Anlage einer Straße vom einige unruhige Köpfe ihre vorlauten Bedenken mit der gewaltsamen Trennung vom Körper hatten bezahlen müssen, und me Zensoren eine glänzende Rechtfertigungsschrift seiner Legitimität angefertigt hatten, war die Herrschaft der Kaiserinnen Witwen auf 16 Jahre hindurch befestigt.

"^er liebevolle Wandschirm", den feit 1881 großiahng-n Kaiser der als solcher den Namen Kwang.szu fuhrt und von ihr selbst auf den Thron gehoben wurde auf unberechenbar lange Zeit wieder verdrängt hat

Lm° di- R-formfr-undlichk-it des Monarchen und die Herrschsucht der Kaiserin Witwe Schuld ©«Ptember 1898 vollzog sich hinter den Mauern der kaiserlichen Stadt die Palastrevolution. Zum Segen a're- [tC m^ Stichen. Denn niemand kann dort das Eindringen des westlichen Geistes aufhalten, und der Chinese, der eine große Abneigung gegen das Frauen- regiment hat, wird schließlich selber mithelfen, in den Wall eine Bresche zu legen, durch den die ehrgeizige, selbst schon hochbejahrte Frau das Althergebrachte zu erhalten suchr

kurz: Gärten und Felder bieten ein lr wustung. Die Hoffnungen unsererbei Getreide- und Obsternte sind erbebli* Mf tilTI ganz vernichtet. Zwei hiesige Bewohner lce,,n zuruckkehrten, wurden infolge eines in'*' 6oin

Blitzstrahles betäubt und

erholten sich ,ed°ch bald wieder ?oben 9el"

+ Oueckboru, 22. Juni. (3PftPrM . m°hr-r- starke Gewitter über di- dST9 welche von wolkenbruchartigem Regen beq eitet be'd-n Pf-rde eines Holzfuhrmannes aus scheuten infolge des Blitzens und gingen dunb U rieten sie m den angeschwollenen Bach unb Mn,b"

°sn° Pferd auf daS andere zn N-gen 7g dasj eme gerettet werden konnte, mußte Ls and". jL" Oberst D'enwe?l« if?Lm^rLk7^ | geschlossen. Ob ein eigener Gerichtshof zur

dieser Angelegenheit ernannt wird, toie es ?

wurde, dürfte noch nicht entschieden sein 9 ur £:

Mainz, 22. Juni. Infolge beiderseitigen kommens ist die Lohnbewegung unter den ® au rar tyter, gestern ohne einen allgemeinen Ausstand vonif^ gegongen. Die Lohnforderungen wurden von den Ernten unb Bauunternehmern mit kleinen Kürzungen lm 4* und ganzen bewilligt, ebenso wurde den GesM zuge^^ daß für die Folge bei Privatbauten feint ?ie^, stattfinden sollen. Ferner verständigte mau \\< drüber, daß ,edes Jahr gegen Weihnachten ein AM-j

a der Lohnkommission *m:

treten foH, um Mißstände im Baugewerbe abzustcllen i) über Lohn- und Arbeitsbedingungen zu beraten. Tnrc allgemeinen Maurerversammlung, der das Abkommen unk r oreitet wurde, wollten von 388 Erschienenen ca. 100 Forderungen aufrecht erhalten wissen und in einen cC- gemeinen Ausstand treten.

c 1- aaio wieder.

Hessen Regen ergoß sich in unseren Swaben m Strömen, in der Neustadt drang es inÄÜ bae sogar m die Häuser. DieShi" 9cin der Stadt hinziehendes Wiesentbal ®übcr,i

auf d-n Wiesen liegende H-n würde s°Äi^ h'E^u Bewohner riß das Wasser Einige Met»"Ü und ein an einem Abhang befind ches 9IerfPr* 1 st-ib-ich weggeschwemmt. 9 be? '

waren Hos, Stallungen usw. überschwemmt - h ber große Hofhund in derDickelsmühle^owk kamen im Wasser um. Wie hoch sich wetter verursachte Schaden beläuft läßt fit hd-; nicht feststellen. T / W bis jetzt,

Ausland.

« - ^uni' Der Papst hielt am Donnerstag in

sewrlicher Weise ein öffentliches Konsistorium ab, in welchem öte Hutaufsetzung an den in dem Konsistorium am 19 ds. Mts. ernannten neuen Kardinälen mit Ausnahme des Nuntius in Madrid und des Erzbischofs von Görz voll­zogen wurde. Der Feierlichkeit wohnten die Mitglieder des diplomatischen Korps sowie zahlreiche Bischöfe aus allen Teilen des Landes bei. Trotz der langen Dauer der Zeremonie erteilte der Papst, dessen Aussehen zufrieden­stellend war, am Schlüsse der Feier mit lauter Stimme den Segen. Beim Betreten wie beim Verlassen des Saales brachten die Anwesenden langandauernde Hochrufe auf den au8,r ~ Herauf fand ein geheimes Konsistorium ln.c!üeIc^em bie Zeremonie derMundschließung" und ^irU-n£rD'5nun9Mc an.ben ueuen Kardinälen vollzogen wurde. Schließlich wurde die Präkonisierung von Bischöfen, welche m dem Konsistorium am 19. ds. Mts. begonnen hatte, i fortgesetzt. 3

Sitzung der Stadtverordneten.

am 22. Juni 1899.