Ausgabe 
24.6.1899 Zweites Blatt
 
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und mindestens ebenso bequem, wie die des Kaffees ist, schenkt man in Gastwirtskreisen der Beliebtheit des KakaoS nicht die gebührende Beachtung und zwar zum Schaden der Restaurateure selbst. Denn auch für diese gilt das Sprich­wort:Wer vieles bringt, wird jedem etwas bringen." Daß viele Gäste eine Tasse Kakao als eine willkommene Abwechslung ansehen würden, das beweist schon die oben angegebene ungewöhnliche Zunahme des Kakaoverbrauches. Ohne Frage würde manches Restaurant mehr besucht werden, wenn man dem Ausschank von Kakao ein besseres Augem merk schenken würde. Empfehlen würde sich vielleicht auch die Errichtung von besonderen Kakao Ausschank-Stuben, womit in Holland und England gute Erfolge erzielt wurden. Alle diese Vorschläge würden jedoch nur dann dauernden Nutzen bringen, wenn man .....

1. einen guten, reinen, möglichst wenig fetthaltigen Kakao verwendet. (Was den Fettgehalt des Kakaos der be­kanntesten Firmen betrifft, so hat der Stollwerck sche Kakao 30,82 Prozent, der von Hartwig & Bogel 28,30 Prozent, der van Houten'sche 27,85,15,27 Prozent der Reichardt'sche.)

2. wenn man sich entschließt, die Taffe Kakao zu 15 bis 20 Pfg. zu verabreichen und

I 3. mit der bisher vielfach gebräuchlichen Sitte, den Kakao mit einem Zusatz von Kartoffelmehl herzustellen.

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wurden. Spater begab sich der Prinz nach dem Parade- platz, wo die Tsie Chang Quin-Brigade Ausstellung ge­nommen hatte. Er ritt die Front ab, ließ Parademarsch und Gewehrexerzieren machen. Der Prinz war nut dem, I was er sah, augenscheinlich zufrieden und gab solches den I Chinesen zu verstehen. Darauf besuchte er das Lager des I Generals Lie, nahm hier ein Gläschen Wem und lauschte I mit den Chinesen einige Komplimente aus. Nach kurzer I Zeil wurde aufgebrochen. Der Prinz begab sich direkt zur I Landungsstelle zurück, wo eine Pinasse für ihn bereit lag, I um ihn an Bord derGesion" zu bringen. Dann gmg die I eise sofort flußabwärts weiter.

ein Standbild Darwins von Hope Pmker, Geschenk des Zoologen Professors P a u l t o n für die Universität I Orford, ist dort in diesen Tagen im Umversitatsmuseum I ausgestellt und enthüllt worden. Sir Joseph Hooker, der I bei dieser Gelegenheit die Hauptrede hielt, bemerkte unter anderen interessanten Aeußerungen über den berühmten storbenen folgendes:Wenn man mich sragen wurde, welche Züge in Darwins Charakter mir im Laufe der vielen Aeußerungen feines Geistes, die ich zu vernehmen den Vorzug | I hatte, besonders aufgefallen wären, so würde ich zuerst auf seine Selbstbeherrschung und seine unbezähmbare Beharrlich­keit unter körperlichen Leiden Hinweisen. Dann auf seine Erfassung schwieriger Fragen und schließlich auf sem Ver­mögen, zufällig verstreute Beobachtungen, Mißerfolge und selbst Schnitzer seiner Vorgänger auf allen möglichen Forschungsgebieten nutzbar zu machen. Es war diese Gabe I der nützlichen Verwendung vergeblicher Bemühungen anderer, die nach Sir James Pagets Ansicht den besten Beweis für I Darwins Genius lieferte. Wie so viele andere Manner, I die große Entdeckungen gemacht oder deren Werke und Schriften von großer geistiger Ursprünglichkeit zeugen, wollte I auch er seine Erfolge eher dem Fleiße als besonderer Be- I aabunq zuschreiben." ,

* Die Zahl der Ehescheidungen ist von allen europäischen Ländern in Dänemark am größten. Auf 10000 @^«1 DDn Neusten die Leitungen mer kommen hier 496 Scheidungen. Dann kommt die Schweiz Ä her Fstun'g-n mit 45«? dann DeuM in

Bekanntmachung,

beÄ Invalidität«- und Altersversicherung; insbesondere die An- und Ab­meldung der sogenannten Lauffrauen.

Mach Anordnung de« Vorstandes der Jnvaliditäts- und Altersver- Ictinmsanftalt Gr Hessen zu Darmstadt find die sogenannten Lauf- od oz« Mouatsfraueu und Laufmädcheu nicht al« unständige, sondern aU-ftaiudiae Arbeiteriuueu zu betrachten, weil sie m einem regel« ml (Bern Arbeitsverhältnis zu einem oder mehreren Arbeitgebern stehen.

Die Meldepflicht auf Grund des § 112 des Reichsgesetzes vom 2ljOjKinl 1889 und der Gr. Hesi. Verordnung vom 30. September 1890 erÄt sich somit auch auf die vorbezeichneten.Versicherten.

Wenn eine Person von mehreren Arbeitgebern beschäftigt wird, so ififtükr derselben zur Anmeldung verpflichtet; für die Beiträge sind sie scWcksch haftbar. Die Beiträge lafien wir bei demjenigen Arbeitgeber eiÄw, welcher den höchsten Lohn zahlt.

Die Arbeitgeber haben dann die BeitragSletfiung unter sich zu regeln;

eine Einigung hierbei nicht zu Stande, so ist zunächst unsere Ver- wMlumg in Anspruch zu nehmen.

Die An- und Abmeldung hat binnen 3 Tagen nach Beginn o Beendigung dcS Arbeitsverhältnisses schriftlich auf dem hierfür em- glMvien Formular durch den Arbeitgeber zu erfolgen.

Versicherungspflicht liegt nur dann vor, wenn der Lohn einschließlich e: w verabreichter Kost welcke anzuschlagen ist, ein Drittel des ortsüblichen ^^ilcchns (HO Mk. jährlich) erreicht, oder wenn neben diesem Lausdienst niaißLubere Lohnarbeit verrichtet wird.

üS« werden hiernach alle Diejenigen, welche ein Laufmädchen ober e.iuiSiiuffrau beschäftigen, aufgefordert, dieselben bei Meldung von Strafe siMi bei uns anzumelden, wobei wir noch ausdrücklich bemerken, daß die 9 SBrnuernbunq der Beitragsmarken für diese Versicherten von jetzt ab nur nichdmrch uns erfolgen kann und daß Marken, welche von dem Arbeit- gl^. »der dem Versicherten selbst verwendet werden, keine Giltigkeit haben.

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A. & G. Wallenfels,

^'°Lus Cuxhaven wird derT. R." unterm 20. d. M. aejcWeni: Eine ehrenvolle kaiserliche Auszeichnung ts.dem Führer des hiesigen SchleppersReiher", Herrn Hans SBe Hiile. zuteil geworden. Wie wir schon ausführlich de- I richt Mbaden, machteReiher" am Samstag den während der siiutta auf dem Mittelrücken in der Elbemundung I feltamiienenMeteor" wieder flott. Am folgenden Tage (mumiM Auftrage des Kaisers ein Dankschreiben an den Bor-chIl» desNordischen Bergungsvereines" ab. Herr Kap i .ii Behnke erhielt vom Kaiser eine Busennadel, eine- gliche Arbeit. Sie zeigt ein aus Brillanten ge- bilt>W", in einem Kranze von Rubinen. Daß Herr BelchiÄ aiuf das kaiserliche Geschenk und die dadurch aus- qebiriitc Anerkennung seines thatkräftigen Eingreifens stolz ist, iroutbt nicht erwähnt zu werden. Uebrigens wird er benrnnifl noch ein wertvolles Geschenk, ein Marmeglas, für iiine Sb cm englischen, seinerzeit bei Helgoland gestrandeten Sckich.Falls °s Foyers" geleistete Hilf- erhalten.

- Statistik über Stenographie. Am 1. Juli l. I. findet tuic*m eine Neu Aufstellung der Statistik aller Steno- qraintckn, welche des Gabelsberger'schen Systems kundig sind, ftatni Diese Arbeit, welche sehr schwierig und zeitraubend ist eirb schon jahrelang unter Mitwirkung der Vereine m uneüükimützigster Weise durch das Königliche Stenographische Ml/m Dresden ausgeführt. Um nun aber auch eme iieöic# über diejenigen Systemgenossen, welche keinem Verein amgehören, zu erhalten, bitten wir alle Leser dieses Bl« livelche Anhänger des Gabelsberger schen Ti sirmiS sind und keinem Stenographenvereln angeboren, ibr o Äbi-effe dem Vorort des Main-Rheingau-Verbandes S'M GabelSberger) dem Gabelsberger ©tenogra^ben^ "i'Mii L orms gefälligst angeben zu wollen.

3 fr nervöse General. Aus der Yangtsereise des Pinzeni Heinrich von Preußen erzählt derOstas. eie* folgende Episode: Als es in Kiangym bekannt wiS'indj baß Prinz Heinrich von Preußen die Festungen hier

wollte, geriet der General, der die Festungen . -- ^nn Schottland mit 29 I

in nicht geringe Ausregung Der G-n-rast I ^aus erst Fran-re.ch^^^^nn^°a^^ anberen

nn*n mkn^st"7st^E-ch7'nd « ««L9« Staaten, Spanien

Ä Irinin H°inrich macht°, B°°blk»ung E^ch°idung°^ sehr f^^b£n Staat jahrl.ch

CS WftSAfi öWSÄ SöftTÄsrj feya* s 1

»octkn Geschützen entfernt werden dürften und ersuchte d ppe^ten Summe dann mjt 1600 wt,

zn«M Herrn Jurgens dafür Sorge zu tragen daß nicht pro d"°us >> .. @ s mit 2400 TOt.

D» an Land große Unruhe. Der kommand.erende gegenwar. 3-^-- In weiten Schichten der Bevölkerung, G./»I Lie schickte semen AdMan.en zu Herrn Jurgens sich in den letzten

।nTUIt mir^iVaen I Jah^^n ^Bezug auf den Genuß warmer Getränke eine schMism gehen", erhielt er zur Ailiwort, »damit wir morgen 3°^ ^ Veränderung vollzogen indem man den Kaffee ÄU»Ä nun Knd-nV,stL di- vLchdurch den Satao Ä « b-trug die Einfuhr Wchmg bis Herrn I, Jürgens besonders bewacht worden ,n das deutsche Zollgebiet irn Sp-z,alhand°l iggg

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°h7h°r"g°l°g°n°n Batttrien, die auch kurz b-sichtigl I Obwohl di- Zub-r-itung des Kakaog-tränkes di- -msachst-

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gründlich aufräumt.

Verwendet man Kakaos aus deutschen Fabriken, die den viel teuerem ausländischen Fabrikaten mindestens eben­bürtig sind, so läßt sich eine Tasse guten Kakaos zu 4 Psg^ Herstellen, wie folgende Aufstellung jeigt. Es gehören nämlich zu einer Tasse Kakao mit Wasser zubereitet:

10 Gr. Kakaopulver ä Kilo 3.00 Mk. = 3,0 Psg.

10 Zucker 0.50 = O.o

Milch (soviel wie zu einer Tasse Kaffee)-7 0.&

Der Kakao wird nur in kochendem Wasser ausgebruht und Zucker sowie Milch extra dazugegeben, wie cs beim Kaffee üblich ist. ES würde also selbst bei einem Verkaufs­preis von nur 15 Psg. immer noch ein guter Nutzen übrig bleiben, besonders da eine Konkurrenz auf diesem Gebiete bisher fast völlig fehlt. ____ -

xMeratur^Wcknschaft und Kmrst.

- Durch wenige Worte vieles, und dieses in anheimelnder Weise sagen zu können, ist ein Vorrecht her Poesie. Da nun die Poeterei nicht jedermanns Sache ist, passende Verschen aber vor allem gerne auf Postkarten angewendet werden, so bat unter dem Titel: »All Heil! 100 OriginalHilsSverse zur Abfassung gereimter Ansichts-Postkarten bei den verschiedensten Gelegenheiten fürRadler I und Radlerinnen" die Schwabacher'sche Verlagsbuchhandlung in Stuttgart bekanntlich die Schöpferin der P°fikart-wLttter°tur nun­mehr auch eine von Walter Ranze verfaßte reichhallige, alle Gelten- beiten des Radsports in Betracht ziehende Sammlung von Post- kartenarüßen speziell sür Radler herausgegeben und damit ein Hilfs- mittel^geschafien. das sich vollends bei seinem billigen Preise von I 40 Psg? gewiß bald allgemeiner Beliebtheit erfreuen und den Sport- I genossen willkommen sein dürfte.________

Die kürzlich von der Schwabacher'fchen Verlagsbuchhandlung I in Stuttgart auSgegebene interessante Neuheit: ^Jedermann sein eigener Ansichtskartenzeichner!" erfreut stch allgemeiner Beltebt- I bett sodaß stch die Verlagshar>dlung bereits zur Herausgabe einer zweiten Reihe veranlaßt gesehen hat. Diese enthält wie die erste Reihe 10 verschiedene, meist humorvoll gehaltene, ln BlEiftmanier I »art vorpunktterte Ansichtskarten, die zusammen 60 Pfg. kosten. $Der Vordruck soll vom Absender mit Blelsttft oder Feder nach- gezogen (übermalt) werden, wodurch er verschwindet und dafür in wenig Augenblicken eine tadellos ausgeführte künstlerische Illustration entsteht, die den Anschein einer selbstgeferttgten Zeichnung de« Ab­senders erweckt und sowohl diesem als dem Empfänger befondett Freude machen dürfte, obwohl eS natürlich dem letzteren ^Ueßlich nicht entgehen wird noch verborgen bleiben soll, daß es mit der Zeichnenkunst des Absenders feine eigene Bewandtnis bat, und daß ä sich bei der selbstgesertigten Illustration eben nur um einen artiaen Scher» handelt. Man merkt eS den Karten an, daß sie von tüchtigen Künstlern entworfen fink $n W4 fMw für nur 60 Pfg. käuflich dürftm sie auch als kleines Gelegenheits. geschenk sehr zu empfehlen fein.

Sehr angenehm ist ein zarter, weißer, rosiger Teint, sowie ein Gesicht ohne Sommersproffen und Hautunreinigkeiten, daher ge­brauche man: 2664

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Biud Wanzen und deren Brut bei Gebrauch von Afrikanischem Wanzentod von

Gust. Schreck, Baden-Baden.

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Gustav Walter, Miillsburg 13.