Ausgabe 
23.11.1899 Zweites Blatt
 
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schlaffe »weiter Lesung mtt der Nenderung betr. das .Dienst­einkommen übernommener Angestellter von Privatanstalten. Be» Ar­tikel 5 wird der Antrag Hasse angenommen. Der Rest gelangt unverändert zur Annahme. D,e Annahme der Fernsprechgebührenordnung m 3. Lesung erfolgt mit einer redaktionellen Aenderung in der Fassung der 2. Lesung.

Donnerstag 1 Uhr: Gesamtabstimmung über das Postgesetz, dann

Gewerbenovelle.

Schluß nach 5 Uhr.

* Vom Kriegsschauplatz.

Der Chronist, der die Ereignisse auf dem südafrika­nischen Kriegsschauplätze täglich zu verfolgen hat, muß sich versucht fühlen, die Feder unwillig und ermüdet aus der Hand zu legen. Was berichtet wird, stammt fast aus- nahmslos aus englischer, d. h. in höchstem Maße verdächtiger Quelle; man weiß nie, ist es ein Ereignis vom selben Tage, vom Tage vorher, oder bezieht es sich auf eine mindestens acht Tage alte Etappe, und ab und zu versiegt das arm­selig durch den Sand rieselnde Bächlein der Berichterstattung so gut wie ganz. So können wir heute nur folgende Nach­richten zusammenstellen:

London, 2l. November.Reuter's Bureau" meldet auS Kap­stadt vom 16. d. Mt?.: Der Panzerzug aus Estcourt, der gestern vom Feinde a»s dem Gl-tse geworfen wurde, konnte wieder aus die Schienen gestellt und glücklich zurückgebracht werde». Gestern wurde ColeSberg von 1300 Buren besetzt. Das Transport­schiffMobawk" ist hier etngetroffen. a .

London, 21. November.Daily News" milden aus Kimberley vom 18. d. DL: Eine kleine Kavallerie-Abteilung wurde heute auf einem Rekognoszierungsrilt von den Buren angegriffen. Der Feind wurde geschlagen und verlor 12 Mann. Die britischen Truppen halten 2 Verwundete. Ein zw.it. s Gefecht wurde heute etwas später bei Carter's Farm geliefert. Die Briten verloren 2 Ma n und zogen sich dann zurück. Die Beschießung der Stadt dauerte mit kurzen Zwischenräumen den ganzen Tag fort. Ein Ein­

geborener mürbe getötet.

London. 21. November. Das Kriegsamt veröffentlicht heute da« Deizetchnis von sieben weiteren Transportschiffen, die zwischen dem 24. November und dem 3. Dezember nach dem Kap abgeben sollen. Auf ihnen sollen sieben Infanterie-Regimenter und v-rschtedene ande'e zu der fünften Division g-hörige Abteilungen, sowie ein gemischtes Regiment aus der Garde Kavallerie der Königin befördert werden.

Loudon, 21. November. Eine Meldung aus Kapstadt besagt, daß die Buren bei Kuruman von den briti­schen Truppen geschlagen wurden. Der Einfall der Buren in die Kap-Kolonie nimmt immer größeren Umfang an. Die Besetzung von Jamestown wird erwartet. Der Aufruf an die Afrikander, sich den Buren anzuschließen, sei bisher ergebnislos geblieben.

Ueber die Gefechte bei Kimberley wird telegraphiert, daß eine Kavallerie-Abteilung von den Buren am 18. d. Mts. ange­griffen wurde. Letztere wurden zurückgeschlagen, wobei sie zwölf Tote hatten. Ein zweites Gefecht fand sodann bei Carters Farm statt. Nach Verlust von zwei Mann zogen sich die Engländer zurück. Die Be­schießung Kimberleys dauert fast ununterbrochen den ganzen Tag über fort. Einem Telegramm aus Estcourt zufolge ist General Joubert am 20. November mit seiner ganzen Streitmacht nach Estcourt zu vorgerückt. Es ist wahrscheinlich, daß Ladysmith nicht mehr belagert wird.

DerMorning Leader" veröffentlicht einen Brief eines Reservisten, der sich auf der Fahrt nach Süd­afrika an Bord eines Truppentransportschiffes be­findet. Der Empfänger des Briefes ist der Bruder des Reservisten, und dieser bemerkte bei Uebersendung des Briefes an die Redaktion, daß, als sein Bruder sich einschiffte, die glühenden Zeitungsartikel über den Krieg so auf ihn selbst eingewirkt hätten, daß er die Empfindung bekam, er wünsche, er könne sich mit nach Südafrika einschiffen. In dem folgenden Briefe stellen sich nun die ersten wirklichen Erleb­nisse schon ganz anders dar, als in schwungvollen Zeitungs­

artikeln :

Lieber Bruder! Eben nur ein paar Zeilen, um Dir mitzuteilen, daß wir in St. Vincent auf den kanarischen Inseln angekommen sind. Wir hatten keine glückliche Fahrt in der Bai von Biscaya. Einer der schottischen Füsiliere fiel über Bord und ertrank, und in derselben Nacht starb einer unserer Hetzer. Ich muß mit Bedauern sagen, daß es hier eine Misöre ist. Wir haben bisher jede Nacht auf den bloßen Brettern angekleidet gelegen, und das Essen ist furchtbar schlecht. Einer von meinen Kameraden in meiner eigenen Messe wurde verrückt und versuchte, sich über Bord zu werfen. Er ist j-tzt in Eisen gelegt. Wir beten alle, daß alles vorüber sein möge. Wenn wir gelandet sind, haben wir 350 Meilen in den Oranje-Freistaat zu marschieren.

P. 8. Die Reservisten verfluchen Joe Chamberlain."

*

*

Telegramme.

London, 22. November. Nach einem Telegramm aus Estcourt von Samstagnacht sollen die englischen Truppen ihre Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, daß die Buren keine Versuche machen, die Eisenbahn südlich von Estcourt zu zerstören. Neue Truppen kommen täglich an und der Vormarsch muß bald erfolgen. Um Lady­smith haben neue, anscheinend belanglose Ge­fechte stattgefunden.

Loudon, 22. November. Die Meldungen aus Süd­afrika liegen nur sehr spärlich vor. Die meisten heutigen Blätter erörtern den mutmaßlichen Feldzugsplan der beiden Armeen und stimmen darin überein, daß die Ersatztruppen, welche nachLadysmith vorrücken, ein heftiges Gefe cht mit denBuren haben werden, da diese in der Umgegend von Estcourt zahlreiche Truppen zusammenziehen. Hier wird allgemein angenommen, daß es bei Estcourt zn einem Entscheidungskampf kommen werde.

London, 22. November.Daily Mail" berichtet aus Pietermaritzburg: Unser Korrespondent ist von denBuren gefangen genommen worden. Der­selbe war der Ueberbringer eines Telegrammes an den Präsidenten Stein, worin dagegen protestiert wurde, daß die Buren nach der Besetzung einer englischen Stadt sofort alle Einwohner nötigten, die Waffen gegen England zu ergreifen.

Loudon, 22. November. Vom westlichen Kriegs­schauplätze wird berichtet, daß die Buren-Truppen sich in der Gegend von Naunport konzentrieren und daß noch für heute ein entscheidendes Gefecht zu erwarten sei.

Kapstadt, 22. November. De» letzten Meld»ngen aus

Kimberley zufolge befinden sich in dieser Stadt min­destens 500 Personen, welche Verwandte in der Belagerungs-Armee der Buren haben.

Paris, 22. November. In der Umgebung des Dr. Leyds wird der von den Buren genommenen und entsprechend be­festigten Position Weenen nordöstlich von Estcourt große Bedeutung für den unmittelbar bevorstehenden Entscheidungskampf um den Besitz von Estcourt leigemessen. _________________

Males und MovinfieUes.

Gießen, den 22. November.

** Geschichtskalender, (Nachdruck verboten.) Vor 73 Jahren, am 23. November 1826, starb zuBe ltn der vorzüglichste astronomische Schriftsteller des 18. Jahrhunderts Johann Eblert Bode, einer der ersten Gelehrten, welche ihre Wissenschaft dem gebildeten Publikum zugänglich gemacht haben. Unter seinen zahlreichen A> beiten ist besonders sein großer Himmelsatlas, der in 20 Tafeln 17,240 Sterne nachweist und da'stellt, bemerkenswert.

** Ordensverleihung. Se. König!. Hoheit der Groß- h erzog haben mittelst Allerhöchster Entschließung vom 18. November dem DivifionSpfarrer Noack, beauftragt mit )er Wahrnehmung der Geschäfte des Militär-Oberpfarrers 11. Armeekorps, seither bei der Großh. (25.) Division, das Ritterkreuz 1. Klasse und dem Lazarett-Inspektor Bätz, seither Bezirksfeldwebel beim Landwehrbezirk Mainz, sowie dem Bürgermeister Andreas Kliem zu Kloppenheim das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Groß­mütigen zu verleihen geruht.

Das Großherzogliche Gymnasium beabsichtigt, der diesmaligen Feier des Geburtsfestes unsres Groß- herzoglichen Paares dadurch einen festlicheren und öffentlicheren Charakter zu geben, daß auch die Familien der Schüler und sonstige Freunde der Anstalt hierdurch eingeladen werden, dem Festaktus beizuwohnen. Er wird Samstag den 25. November, punkt 10 Uhr be­ginnen, und das Programm soll, außer der Festrede des Direktors Schädel, acht von diesem eingeübte Gedichte (Schüler der Tertia bis Prima), drei Chorgesänge und einen Satz aus der Militärsymphonie von Haydn umfassen. Mehr als eine Stunde wird aber die Ausführung dieses Programms nicht beanspruchen.

* Stadttheater. Die NovitätDas Opferlamm" gelangt, wie wir bereits gestern bemerkten, am Freitag dem 24. d. Mts. zur erstmaligen Aufführung, und zwar im Abonnement bei gewöhnlichen Preisen. Das neue Lustspiel von Walther und Stein ist an den meisten besseren Bühnen aufgeführt worden und hatte sich überall eines durchschlagenden Heiterkeitserfolges zu erfreuen. Es sei daran erinnert, daß vor einigen Jahren hier ein Werk desselben Verfassers,Fräulein Doktor", mit außer­ordentlichem Erfolge in Szene ging. Der neuen Arbeit der beiden Autoren darf für hier wohl ein eben so günstiges Prognostikon gestellt werden. In der nächsten Woche gastiert der hier bestaccreditierte Kgl. Württembergische Hofschauspieler Emil Richard in mehreren seiner Glanzrollen, zunächst alsBräsig".

** Evangelischer Arbeiterverein. Unseren Mitgliedern diene zur Kenntnis, daß der Versuch gemacht werden soll, Zusammenkünfte zum Zweck persönlichen Austausches auch an denjenigen Sonntagabenden in unserem Vereinslokal zn veranstalten, an welchen kein Vortrag stattfindet. So soll am nächsten und übernächsten Sonntag (26. November und 3. Dezember) von 7 Uhr abends das Vereinslokal geheizt sein, die Bibliothek steht zur Verfügung und werden die Mitglieder freundlichst zum Besuch eingeladen. Mit Rücksicht auf den sehr starken Besuch des letzten Vortrags und in Erwartung, daß der am 10. Dezember in Aussicht stehende Vortrag des Herrn Prof. Dr. Sievers über die Buren und Transvaal ganz besonders zahlreich besucht werden wird, sodaß der Raum des Vereinslokals sich als zu klein erweisen würde, sei jetzt schon darauf hingewiesen, daß der genannte Vortrag im Saale des Lenz'schen Felsen­kellers stattfinden wird. Die auf den 2. Weihnachts­feiertag im Programm vorgesehene Weihnachtsfeier in Steins Garten kann leider in dem dortigen Etablisse­ment nicht abgehalten werden, denn trotz der uns bereits zu Anfang des Jahres fest gegebenen Zusage, hat der Inhaber von Steins Garten den großen Saal einem andren hiesigen Verein für den genannten Tag überlassen, und glaubt sich nicht dazu verstehen zu können, das uns früher zugestandene Recht anzuerkennen. Es sei diese Sach­lage unseren Mitgliedern ausdrücklich auf diesem Weg be­kannt gegeben. Die Verhandlungen darüber, ob die Feier unter diesen Umständen überhaupt zu halten ist, und in welchem, der Größe des Vereins einigermaßen entsprechenden Saal, sind noch nicht zum Abschluß gekommen.

**EH. Sonntag den 19. ds. Mts. fand im E. A. V. dahier der zweite Vortrag dieses Winters statt. Herr Prof. Dr. Sauer sprach im gedrängt vollen Saale über hessische Baudenkmäler. Ausgehend von dem ältesten erhaltenen Denkmal, der Einhards Basilika im Odenwald, führte er uns durch die Jahrhunderte, die einzelnen Bau­stiele, romanisch, gothisch, deutsche Renaissance, an Bauten aus Gießens weiterer und näherer Umgebung und der Stadt selbst besprechend. So wurden aus der Umgegend u. a. kurz erläutert Ruine Münzenberg, Schiffenberg, Gleiberg, Wetzlarer Dom, Marburger Elisabethen-Kirche, Kloster Arns­burg, die Kirche in Großen Linden, aus Gießen die alte Kanzlei am Kanzleiberg, das alte Schloß am Brandplatz, das ehe­malige Zeughaus, das alte Rathaus, die Apotheke am Markt und der Turm der Stadtkirche. Von der Stadtkirche selbst wurde gesagt, daß sie eine eigentümliche Erscheinung dar­stelle, indem sie auf griechische Vorbilder zurückgehe, was man allerdings aus Mangel an Mitteln nicht habe ganz ausführen können; doch sei bei der Erneuerung einiges nach­geholt worden, soweit das mit dem Charakter einer Kirche vereinbarlich sei. Dagegen bilde die Johanneskirche einen

würdige» Abschluß dieser Bauten in Gießen, da auch sie iw deutscher Renaiffance gehalten sei. In der kurzen sich anschließenden Diskussion berichtete der Herr Vortragende noch, wie ein Eisenwarenhändler zu der Ehre gekommen sei, als Erbauer der Stadtkirche zu gelten. Auch über die Krachenburg wurde Auskunft gegeben. Nach Schluß ge­langten noch einige Vereinsangelegenheiten zur Besprechung. Der nächste Vortrag findet am 10. Dezember statt, und zwar im Saale des Lenz'schen Felsenkellers. Herr Prof. Dr. Sievers wird sprechen über die Buren und Transvaal.

* Uuglücksfall. Gestern abend gegen 6 Uhr wurde der Fuhrmann Karl Schmidt von hier derartig von seinem Fuhrwerk überfahren, daß er kurz darauf starb. Schmidt hatte Sand abgeladen und wollte von einem Hofe zum anderen fahren, auf der Straße gingen die Pferde durch und Schmidt, welcher neben dem Fuhrwerk ging, versuchte ein Pferd zu faffen, kam aber zu Fall, und der 26 Zentner schwere Wagen ging ihm über den Kopf.

** Die Ersatzwahl für den verstorbenen Abg. Glaser (natl.) im 9. Starkenburger Landtagswahlbezirk ist aus den. 24. November angeordnet.

* Als eine bemerkenswerte Thatsache ist es, wie die N. H. V." bemerken, zu verzeichnen, daß bei den soeben stattgefundenen Landtagswahlen konfessionelle Gegensätze zwischen Protestanten und Katho­liken, welche bei früheren Wahlen oft eine recht bedeutende Rolle spielten, diesmal ganz in den Hintergrund traten. So stimmten in den rheinhessischen Wahlkreise» die Wahlmänner protestantischer Gemeinden für die Kandi­daten des Zentrums und in den oberhessischen Bezirken die Wahlmänner aus katholischen Gemeinden für die National­liberalen.

§ Aus dem Ohmthale, 14. November. Die Feld­arbeit ist nun als vollständig beendigt zu betrachten. Das schöne Spätherbstwetter hat es auch den Nachzüglern möglich gemacht, die Feldbestellung ganz zu bewältigen. Alle Stoppelfelder sind umgepflügt worden. Die Kornsaat, die um Wochen verspätet, entwickelt sich jetzt zusehends. Hier und da klagt man über Schneckenfraß; allgemein aber tritt er nicht im Uebermaße auf. Die seitherige warme Witte­rung begünstigte den Schneckenschaden, die jetzige kältere Temperatur dürfte ihm Einhalt thun. In den Wiesen tritt der Maulwurf wieder sehr häufig auf. So oft auch sei« Nutzen gepredigt, seine große Freundschaft für die Landwirtschaft nachgewiesen wird, sobald sich die Maul­wurfshügel in den Wiesen zeigen, offenbart es sich, daß der Landwirt von diesemverkannten Freund" nichts wissen will. Er fängt ihn oder läßt ihn fangen und bekommt dafür in vielen Gemeinden eineFangprämie". Es sieht allerdings recht wüste aus, wenn eine Wiese mit Maul­wurfshügeln übersäet ist, wie die Wigwams einer Jndianer- ansiedlung, aber daß der Wiesrnboden gerade hierdurch ge­lüftet, gelockert und befeuchtet wird, übersieht man, obschon später ein besserer Graswuchs hiervon Zeugnis giebt.

Rimborn, 20. November. Die 16 jährige Tochter des Landwirts Knirim hier geriet beim Futterkochen mit den Kleidern in die Nähe des Kesselfeuers. Die Kleider fingen Feuer, und binnen wenigen Sekunden stand das Mädchen in Hellen Flammen. Die Brandverletzungen waren so schwer, daß die Unglückliche nach dreitägigem schweren Leiden ihren Wunden erlag. (D. Z.)

Mainz, 21. November. In dem Tietz'schen Waren» Hause stürzte gestern abend eine Ladnerin in den offenen Schacht des Aufzuges; sie verletzte sich lebensgefährlich. Am 1. Dezember verläßt der Verwalter des Justizgebäudes Jonas Becker, der 23 Jahre diesen Posten inne hatte, seinen Dienst. Er wurde ohne Pension entlassen, weil er sich verschiedenes zu Schulden kommen ließ. So hielt er seine dritte Hochzeit im Schöffengerichtssaal ab.

Mendorf (Kreis Kirchhain), 20. November. Am gestrigen Sonntage wurde Herr Pfarrer Gruß dahier vom Herrn Dechant Kräh aus Amöneburg seinen Parochiane» als Pfarrer vorgestellt. Die kirchliche Feier verlief auf das glänzendste; die Pfarrkinder hatten an ihrem Gotteshause einen herrlichen Schmuck angelegt. Am Abend fand unter begeisterter Teilnahme der ganzen großen Pfarr­gemeinde ein Fackelzug statt. (Fuld. Z)

Kassel, 21. November. Ein schwererUnglücksfall. ereignete sich am gestrigen Mittag gegen 12 Uhr in dem Gelände des hiesigen Hauptbahnhofs. Als der gegen 12 Uhr fällige Uebergabegüterzug den Viadukt bis Rothenditmold passierte, stieß der Zug infolge Versagens der Bremse gegew einen Prellbock auf. Durch die unerwartete Erschütterung stürzte der Hilfsbremser Schuhmacher von hier von seinem Sitze herab und geriet unter die Räder eines Wagens, welche dem Unglücklichen über beide Beine gingen. Der Schwerverletzte, welcher verheiratet ist, wurde nach dem Landkrankenhaus geschafft.

Gonterskirchen, 20. November. Welche wunderbare Aufschriften auf Wegtafeln u. dergl. heutzutage oft ent­stehen, zeigt die zwischen der hiesigen und Laubacher Ge­markung an der Hauptstraße errichtete Tafel:Hier ist Maul- und Kl aus eg." Wie recht hatte jener ober­hessische Biedermann mit seiner Meinung:DaS Unange­nehme haben die neumodischen Krankheiten noch, daß ihre Namen schwer zu schreiben sind!"

Vermischtes.

Hamburg, 21. November. Die von hier entsandte Abteilung der Feuerwehr ist zurückberufen worden, nach­dem die Nachricht eingetroffen war, daß diePatriu" von den Hamburger DampfernHansa" undSimson" ins Tau genommen worden ist, um sie nach Dover zu bringen. In der Nähe von Deal ist das Schiff in seichtem Wasser gesunken. Bei Ebbe liegt ein großer Teil M

lFür Form und übernimm

BiS wann fc diekjührigm Hund wäre erwünscht.

Auf Grund 1881, die öligem ordnung vorn 1. srdnung betr., ro Eer Zllstiumun Ministeriums des A dm Bezirk b.

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Bei Ausfjj! iumten Neubau! tm 15. 6w Abnahmefcheines dw Frist von w Wfcwn mindest, L die Hälfte her ^»etne Verkch "ach Lage oder Ba ^Menbeden, **« vniMuntz bes Wu kein Anstoni

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