Ausgabe 
23.8.1899 Zweites Blatt
 
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erörterten Möglichkeit eines Bündnisses zwischen Japan und China? fragte ich weiter.

Mir erscheint", erwiderte Exzellenz v. Heyking,ein solches Bündnis kaum ausführbar. In dem Chinesen steckt ein Jahrhunderte alter Haß gegen die Japaner, und der Japaner sieht, namentlich seit dem chinesisch-japanischen Kriege, mit Verachtung auf den Chinesen herab. Das rück­ständige China, das noch dazu vollständig mittellos dasteht, würde seinem Bundesgenossen so gut wie gar nichts mit- bringen. Ein Bündnis zwischen Japan und China würde leicht zu einem Protektorat Japans über China führen, das natürlich auf den Widerspruch anderer Mächte stoßen würde."

Was denken Exzellenz über die Möglichkeit einer Auf­teilung Chinas, über die ja gleichfalls in letzter Zeit soviel geschrieben wurde?

Die Aufteilung Chinas ist zweifellos ein Nonsens! Schon die Verwaltung einer einzigen chinesischen Provinz nach europäischem Muster würde ein Heer von Verwal­tungsbeamten erfordern; es wäre, um nur eines für vieles anzuführen, schon fast unmöglich, eine genügende Anzahl von Dolmetschern aufzutreiben, welche den Verkehr zwischen der Verwaltung und der Bevölkerung vermitteln würden, ganz abgesehen von den enormen Kosten, welche die Ver­waltung auch nur einer Provinz verursachen würde."

Glauben Sie, Exzellenz, daß Rußland die Absicht hat, seine Expansionspolitik in China weiterzuführen und halten Sie eine Jnteressenkollision zwischen Rußland und Deutsch­land in China für möglich?

Rußland dürfte zunächst nicht die Absicht haben, in China weitere nennenswerte territoriale Erwerbungen zu machen; die Möglichkeit einer Jnteressenkollision zwischen Rußland und Deutschland in China halte ich für aus­geschlossen.

Man muß doch bedenken, daß es noch riesige Land- ftrecken sind, welche die russische Einflußsphäre von dem deutschen Gebiete bei Kiautschou trennen. Auch dürfte Deutschland kein Interesse haben, sich weiter auszudehnen. Die deutschen kommerziellen Interessen gravitieren wie die aller anderen handeltreibenden Nationen nach dem Jangtse, der als die größte Wasserstraße Chinas und als die dritt­größte Wasserstraße der Erde naturgemäß auch den Mittel­punkt des chinesischen Handels bildet, dem alles zuströmt. Ich habe mit aufrichtiger Freude gehört, daß der Nord­deutsche Lloyd neuerdings auch seine Dampfer zwischen Schanghai und Hankau, dem Zentrum des Jangtse-Handels, verkehren lassen will. Diese Dampferverbindung entspricht in hohem Maße den Interessen des deutschen Handels, der in Hankau ja eine bedeutende Niederlassung hat; deutsche Kaufleute treiben dort feit Jahren gemeinsam mit Russen, Engländern, Franzosen und Japanern in freier Konkurrenz einen sehr erheblichen Handel."

DerOstasiatische Lloyd" teilt in seiner letzten Nummer mit, daß in den Provinzen Anhui und Kiangsu die Absicht besteht, eine von ausländischen Instrukteuren ausgebildete chinesische Armee von 10000 Mann zu organisieren; halten Exzellenz diese Meldung des Schanghaier Blattes für glaubhaft?

Bisher sind in China alle derartigen Pläne an dem Mangel an Geld, unter dem China leidet, gescheitert, ich glaube nicht, daß der Plan, wenn er wirklich bestehen sollte, zur Ausführung gelangen wird."

Meine letzte Frage, Exzellenz, betrifft Italien! Noch immer ist man sich nicht klar darüber, wo China den Mut hernahm, Italiens Forderung um Abtretung einer Kohlen st ation kurzer Hand abzuweisen und man vermutet ob mit Recht ober Unrecht, entzieht sich meiner Kenntnis daß eine der in China in erster Linie in­teressierten Großmächte Chinaabgeraten" hat, auf die Forderung Italiens einzugehen.

Ich glaube, die Ursache für die Haltung Chinas gegen­über der Forderung Italiens ist näher gelegen. China beginnt immer mit einer ablehnenden Antwort, hat aber ein sehr feines Gefühl dafür bewiesen, ob der Fordernde die Absicht hat, feine Forderung eventuell auch mit Gewalt durchzufetzen ober nicht. Ich zweifle baher nicht baran, daß auch dieseAffaire", wie so manche andere, welche wir in China in den letzten Jahren erlebt haben, sich auf fried­lichem Wege erledigen wird. Wie schon gesagt: Der poli­tische Horizont in Ostasien sieht augenblicklich nicht umwölkt aus und er wird es voraussichtlich für die nächste Zeit mehr kann man in der Politik ja freilich nicht sagen auch bleiben."

Baron von Heyking, der an einem Halsleiden laboriert, begiebt sich von Berlin nach Bad Ems. Er ist eine große elegante Erscheinung mit äußerst gewinnenden Umgangs­formen. Sein vierjähriger Aufenthalt in Peking fiel in eine politisch äußerst bewegte Zeit und zwar gerade in die Zeit nach dem chinesisch-japanischen Kriege und der Erwerbung Kiautschous. Sein ebenso geschicktes wie bestimmtes Auf­treten in Peking ist in der deutschen und auch in der eng­lischen Presse vielfach anerkannt worden.

Deutsches Reich.

Berlin, 21. August. DasBerliner Tageblatt" bringt folgende bisher noch von keiner anderen Seite bestätigte Notiz: Der Kaiser wird, wie wir hören, bereits heute abend in Berlin zurückerwartet. Ein heute im Abgeord­netenhause cirkulierendes, auf Hofkreise zurückgeführtes Gerücht, von dem wir nur unter allem Vorbehalt Notiz nehmen, will wissen, daß der Kaiser bereits die Demission des gesamten Ministeriums angenommen habe.

Berlin, 21. August. DerReichsbote" schreibt:Wie wir hören, ist Herr v. Lukanus im Auftrage des Kaisers heute bei dem Finanzminister v. Miquel gewesen, um seine Ansicht zur Frage der Auflösung zu hören. Herr v. Miquel steht der Sache noch zweifelhaft gegenüber.

während der Ministerpräsident Hohenlohe entschieden für die Auflösung ist. Am Mittwoch findet ein Kronrat statt. Wenn die Auflösung beschlossen wird, so wird der Minister des Innern zurücktreten.

Berlin, 21. August. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt heute am Schluß eines längeren Artikels zur innerpolitischen Lage folgendes: Wir find der festen Ueberzeugung, daß, wenn sich die Wogen der Erregung ge­glättet haben und die bereits begonnene Auseinandersetzung innerhalb der einzelnen Parteien und der Parteien unter­einander sich vollzogen haben, eine Klärung der Ansichten Platz greifen wird, die einen gewaltigen Rückschlag gegen die gegenwärtige Herrschaft der Partei-Interessen bedeutet. Rascher vielleicht, als heute viele annehmen, wird sich die Bevölkerung bewußt werden, welchen Schlag gegen seine vitalen, kulturellen, wirtschaftlichen und militärischen Inter­essen man geführt habe, als man vermeinte, die Regierung zu treffen, die sich in den Dienst eines Kulturwerkes gestellt hat, dessen Größe und Bedeutung niemand zu leugnen vermag.

Berlin, 21. August. Zur Vorbereitung der Volkszählung im Jahre 1900 findet in der zweiten Hälfte des Monats September eine Versammlung von Ver­tretern der staatlichen statistischen Aemter der deutschen Bundesstaaten in Rostock statt. Die größeren Staaten sind auf der Konferenz durch Mitglieder ihrer statistischen Aemter, die kleineren thüringischen Bundesstaaten durch ihr gemein­sames statistisches Amt in Weimar vertreten. Gegenstand der Beratung ist die Feststellung des Wortlautes der Zähl­karten oder Fragebogen, welcher dann vom Bundesrat end- giltig beschlossen wird. Die einzelnen Staaten können dazu Zusatzfragen stellen, die einzelnen Gemeinden solche mit ministerieller Genehmigung.

Die Krisis in Preußen. Ueber den Schuld­anteil der Regierung an der parlamentarischen Krisis schreibt der Berliner Berichterstatter derM. N. N.": Daß es so weit kommen konnte, hat sich das Ministerium selbst zuzuschreiben und wird es nun auch die Folgen seiner Unentschiedenheit und Schwäche gegenüber den konservativen Agrariern tragen müssen. Vor allem lehrt der 17. August, wie geringe Fühlung die Negierung mit ihren Unterorganen besitzt, welch' verschwindend kleinen Einfluß sie auf die Kon­servativen, die angeblich festesten Stützen des Thrones und Landes, auszuüben vermag! Dieser Vorwurf richtet sich insonderheit gegen den Minister des Innern, der der wachsenden Unbotmäßigkeit seiner Verwaltungsbeamten völlig rat- und machtlos gegenübersteht und nur ein willfähriges Werkzeug in ihrer Hand zu sein scheint. Wo und wann wäre es unter dem Fürsten Bismarck möglich gewesen, daß die einflußreichen Landräte, die ausübenden Organe der Regierung, gegen letztere offene Widersetzlichkeit gewagt, noch dazu auf der Tribüne des Landtags gewagt und den Willen der Regierung und der Krone durchkreuzt hätten! Wir wollen keineswegs die Ueberzeugungstreue eines Beamten in politischen Dingen bedrückt und gemaßregelt wissen; aber es ist und bleibt ein Unding, wenn Verwaltungsbeamte, die als Vollstrecker des Willens des Staates und der Regierung fungieren, als Parlamentarier die Regierung aufs leiden­schaftlichste bekämpfen und bann toieber hernach als Beamte ben bekämpften Maßregeln gesetzliche Achtung verschaffen müssen! Die ernste Frage wirb an bie preußische Regie­rung herantreten, ob sie ihren Verwaltungsbeamten fernerhin gestatten kann, sich in eine Volksvertretung wählen zu lassen. Bei ernster Prüfung bieser Frage unb unter Würbigung ber jüngsten Vorgänge im Abgeorbnetenhause muß bie Regie­rung barnach streben, das Beamtentum aus dem Parlamente zu entfernen. Ihre eigene Autorität, wie die des Beamten selbst, kann im Volke durch solch einschneidende Maßregel nur gewinnen und zugleich dem rücksichtslosen Strebertum einzelner Beamtenkategorien einen heilsamen Riegel vor- schieben. Ungefähr ähnlich äußerl sich dieMagdeb. Ztg." das angesehenste Provinzorgan der Nationalliberalen, sie schreibt: Die Regierung hat es gehört, daß vor wenigen Tagen erst noch die Krone sich für die Durchbringung ber Vorlage in einer Weise festgelegt hat, die nach unserer An­sicht nur bann rätlich war unb zum Ziele führen konnte, wenn das vor der Krone stehende Ministerium entschlossen war, jedes konstitutionelle Mittel anzuwenden, um die An­nahme des von ihr eingebrachten Gesetzentwurfs zu sichern. Statt dessen haben wir es erlebt, daß die technisch bereits vortrefflich begründete Vorlage noch einmal unter diesem Gesichtspunkte verteidigt ward, wiederum in durchaus Über­zeugender, aber in nicht erschöpfender Weise; denn von ben Kanalgegnern war das schwere Geschütz politischer Gründe aufgefahren worden, um die Vorlage zu Falle zu bringen. Im Lande wird man es nicht verstehen können, weshalb auf die konstitutionelle Theorie, die Graf Limburg am Schlüsse seiner Rede auskramte (auch unsereBis auf die Knochen-Royalisten" werden bekanntlich höchst parlamen­tarisch konstitutionell, wenn es gilt, die eigenen Interessen zu schützen), der am Regierungstisch erschienene Minister­präsident und sein sonst so beredter Stellvertreter vorgestern geschwiegen haben, ebenso wie auf des Grafen Ballestrem kecke Herausforderung, dem Eisenbahnminister Thielen einen Nachfolger zu geben, wenn er nur durch Kanäle dem Ver­kehrsbedürfnisse genügen zu können glaubte. Gestern ist vom Regierungstische ja manches nachgeholt worden; aber durch ängstliches vorsichtiges Zaudern ist schon manche Schlacht und manche parlamentarische Aktion verloren ge­gangen. Und so geschah es auch gestern. Auch Herrn Fritzens Behauptung, daß um einer rein wirtschaftlichen Frage willen noch niemals eine Auflösung erfolgt fei, hätte nach unserem Erachten des sofortigen Widerspruches bedurft. Das Abgeordnetenhaus ist, von der Konfliktszeit abgesehen, überhaupt nicht aufgelöst worden. Die Verfassung aber kennt für die Auflösung nicht die Unterscheidung nach Gründen wirtschaftlicher und politischer Natur. Sie räumt in Art. 51 einfach dem König das Recht ein, das Abgeordnetenhaus

aufzulösen. Eine solche Unterscheidung wäre auch nüber* sinnig, da eben durch ben Konflikt jebe wirtschaftliche Frage zu einer politischen wird, wie wir das ja auch tm vor­liegenden Falle wieder erlebt haben. Mit dem gestrigen Fall der Vorlage ist auch ein gut Teil der Autorität der Regierung dahin. Warum, wiederholen wir, hat das Staatsministerium noch keinen Beschluß gefaßt über die Wege, die eingeschlagen werden müssen, damit das wichtige Unternehmen der Zusage der Krone gemäß durchgesührt werde? Unter dem Ministerium des Fürsten Bismarck wäre in einer so ernsten Frage eine solche Unentschlossenheit und Unklarheit nicht denkbar gewesen.

AmerikanischeWurst. Einer jüngst angezogenen Entscheidung des Kammergerichts, daß das Feilhalten un­untersuchter amerikanischer Wurstleichtfertig" undin hohem Grade gemeingefährlich" ist, lag folgender Sachver­halt zu Grunde: Der Kaufmann H. in Jnowrazlaw betreibt einen Handel mit geräucherten und gepökelten Fleischwaren, welche er zum größten Teil von dem Fleischwarenhändler Subczinski in Fraustadt bezieht. Für den Regierungsbezirk Bromberg ist eine Verordnung erlassen, nach welcher sämt­liches eingeführte Schweinefleisch nicht deutschen Ursprunges durch den zuständigen Fleischbeschauer auf Trichinen und Finnen untersucht werden muß, ehe es feilgehalten werden darf. Am 17. Februar nahm der Bürgermeister im Ge­schäft des H. eine Revision vor, und da er erfuhr, daß die Fleischwaren von auswärts bezogen worden waren, gab er dem Inhaber auf, sie untersuchen zu lassen. Die Ausführung dieser Anordnung ist unterblieben, die Fleischbestände wurden infolge dessen beschlagnahmt und untersucht. Dabei entdeckte man in amerikanischer Schinkenwurst zahlreiche lebende Trichinen. Das zuständige Gericht verurteilte den Ange­klagten wegen Uebertretung der Regierungsverordnung zum höchsten Strafmaß von 30 Mark eventuell sechs Tagen Haft, indem strafschärfend die Leichtfertigkeit und Gemein­gefährlichkeit des Feilhaltens solcher Fleischwaren in Berück­sichtigung gezogen wurde. Der Angeklagte- focht seine Ver­urteilung mit der Revision an unb rügte Verkennung bes Begriffs ber Einführung, da nicht er, sondern sein Lieferant die Fleischwaren eingesührt habe. DasKammergericht erkannte gemäß dem Anträge des Vertreters ber Oberstaatsanwalt­schaft auf Zurückweisung ber Revision. Die getroffene thatsächliche Feststellung rechtfertige burchaus bie Anwenbung ber als rechtsgiltig erachteten Regierungsverorbnung.

Ausland.

Prag, 21. August. An den Demonstrationen, welche gegen ben § 14 unb gegen die Zuckersteuer gerichtet waren, beteiligten sich auch bie Sozialisten. Bisher sind 4 Tote unb 10 Verwundete festgestellt. Heute früh traf ein Bataillon Infanterie behufs Herstellung ber Ruhe ein.

Brüssel, 21. August. Der©Dir" meldet aus Rvm^ Pauizzardi soll bie Regierung um bie Erlaubnis an­gefragt haben, Cuignet seine Zeugen zu schicken. Die italienische Regierung habe sich aber geweigert, ihm bie Erlaubnis hierzu zu erteilen.

Paris, 21. August. Die Zahl der bei den gestrige« Straßenkämpfeu Verwundeten beträgt annähernd 400. Davon sind 361 ins Hospital gebracht worden. Die Ver­wundungen waren meist leichter Art. Im Laufe des Vor­mittags war fast vollständige Ruhe, doch begannen am Nach­mittage bereits wieder Menschen-Ansammlungen in ber Umgebung ber Rue Chabrol.

Algier, 21. August. Die hiesige Militär-Partei hat gestern eine Nachricht erhalten, nach welcher bie Mitglieber ber Expedition Klott & Meunier, welche nach dem Innern entsandt worden waren, um die bereits seit längerer Zeit unbefugt Handel mit Eingeborenen treibende Expedition Boullet u. Chamoin aufzusuchen und als Gefangene zurück­zubringen, von diesen ermordet worden sind. Einige die Expedition begleitende Eingeborene konnten sich nach Timbuktu retten und erstatteten Bericht, worauf sofort eine große Abteilung Militär zur Verfolgung der genannten Expedition aufbrach.

Males und Provinzielles.

Hirzenhain, 19. August. Heute fand hier eine Ver­sammlung, welche die Gründung eines Flottenvereins im Gefolge hatte, statt, und wurde Herr Geheimerat Buderus, von welchem auch bie Einlabung zur Versammlung erfolgt war, zum ersten Vorsitzenden besselben gewählt.

f* Wie in früheren Jahren, so werben auch in biefem Sommer die Bezirks Lehrervereine Gedern und Schotten eine gemeinsame Familienkonferenz im Lehrerheim bei Schotten abhalten. Um auch den Herren Kollegen und deren Angehörigen aus den Nachbarbezirken den Besuch der bis­her immer sehr nett verlaufenen Konferenz zu ermöglichen, ist für dieses Jahr der Ludwigötag (Freitag den 25. August) gewählt worden. Herr Lehrer Huber-Ulfa wird anläß­lich des 15Ojährigen Geburtstags Göthes über diesen unseren bedeutendsten Dichter sprechen. Wenn der Vortrag geeignet ist, eine besondere Anziehungskraft auf alle Teil­nehmer ohne Unterschied des Alters und des Geschlechts auszuüben, so wird insbesondere die Jugend mit Interesse Notiz davon nehmen, daß auch ein Tänzchen vorgesehen ist. Möge auch diesmal der Besuch der Konferenz ein recht zahlreicher unb der Verlauf ein befriedigender werden.

W. Friedberg, 21. August. Gestern vormittag hielt hier der Vereinsbezirk des Kreises Friedberg vom Ober- hessischen Obstbauverein seine diesjährige Haupt­versammlung ab. Als erster Punkt stand bie Wahl eine» neuen Vorsitzenben auf der Tagesordnung, da sich der seit­herige Vorsitzende, Herr Kreisamtmann Süffert, gezwungen gesehen hat, wegen Arbeitsüberhäufung zurückzutreten. Herr Reichelt bedauert diesen Weggang sehr und gedenkt ber großen Verdienste, die sich ber Genannte um "ben Verein