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* Eine Zeugenvernehmung auf der Grenze. Aus Loth- I ringen, 14. August, wird berichtet : Heute wollen wir von I einer originellen Gerichtssitzung erzählen, die vor kurzer Zeit | an der Grenze, da, wo die Straße nach dem französischen | Städtchen Blamont führt, stattgehabt hat. Der Amtsrichter von L. hatte in einer Diebstahlsaffaire einen französischen I Gendarmen (den Bestohlenen) und dessen Frau als Zeugen I zu vernehmen. Um alle Weitschweifigkeiten bezüglich der I Vernehmung der Ausländer zu vermeiden, lud der Amts- I richter die Betreffenden auf die Grenze vor. Unweit eines I Packhofs wurde ein Tisch so aufgestellt, daß dessen eine I Hälfte auf deutschen, die andere auf französischen Boden zu I stehen kam. Auf der deutschen Seite saßen Amtsrichter und I Gerichtssckretär, ihren Durst mit Wasser löschend, auf der I französischen Seite der Gendarm und seine Frau, die Bier I tranken. Nach Beendigung der Vernehmung setzten Richter I und Sekretär sich auf ihre Velos und radelten dem heimischen I Städtchen zu und die von drüben zogen wieder gen Blamont. I
* Jedem Neugeborenen ein Sparkaffenbuch. Wie aus dem I letzten Verwaltungsbericht der belgischen Post-Sparkasse her- I vorgeht, hat im' Jahre 1897 in Belgien eine interessante I Bewegung zur Verbreitung der Sparthätigkeit ihren Anfang I genommen, nämlich die Ausführung der Idee, jeden Neu- I geborenen mit einem Sparbuch über einen Francs auszustatten. I Die Bewegung ist der Anregung eines Advokaten Emil Bourlard in Mons zu verdanken, welcher im Einverständnis mit der Post-Sparkasse das sogenannte „allgemeine Sparbuch" in Mons in Leben gerufen und weiter verbreitet hat. Seit dem 1. Juni 1897 erhält jedes in Mons geborene Kind belgischer, in der Stadt wohnender Eltern i ein Sparbuch mit einer Einlage von 1 Fr. geschenkt. Um die Rückzahlung dieser ersten Einlage und damit die Un- | giltigkeits Erklärung des Buches zu verhindern, wird in dasselbe der Vermerk eingetragen: „Das Guthaben dieses Buches darf zu Lebzeiten des Inhabers auf weniger als 1 Fr. nicht reduziert werden." Die Sparbücher haben eine sehr günstige Aufnahme gefunden; wohlhabende Eltern, welche damit ihr Verständnis für die Sache bekunden, nehmen dieselben ohne Zaudern an, um eine von ihnen gebilligte Neuerung zu fördern; andere, deren Vermögensverhältnisse weniger günstig sind, betrachten die Bücher als ein willkommenes Geschenk. Es ist daher begreiflich, daß das „allgemeine Sparbuch" sich weiter verbreitet hat, und daß mehrere Städte und Gemeinden des Landes die in Mons aufgekommene Neuerung ebenfalls eingeführt haben. Die erforderlichen Mittel zum Ankäufe von Sparbüchern für I Neugeborene werden durch besondere Zeichnungen von einem einzigen Wohlthäter oder auch von Gemeinden aufgebracht.
* Eine Bücherstatistik. Man schreibt aus London, 17. August. Im „Bookseller" gibt Mr. Ronald Smith nähere Auskunft über die jährliche Buchproduktion von 13 der wichtigsten Länder, und da zeigt sich, daß Deutschland auf diesem Produktionsgebiet bei weitem die erste Stelle einnimmt. Es produzieren nämlich Bücher aller Art pro Jahr Deutschland 23 908, Frankreich 13 268, Italien 9567, Großbritannien 7249, Vereinigte Staaten 5315, Holland 2863 und Belgien 2272. Mr. Smith hat weiter die jährliche Buchproduktion dieser drei Länder in zwöls Kategorien I geteilt und gefunden, daß die Kategorie Schulbücher und Klassiker mit 11631 Publikationen weitaus die größte ist. I Es folgen Romane und Erzählungen mit 7948. Bemerkens- I wert ist, daß politische und nationalökonomische Werke mit 7199, theologische um 1230 Publikationen hinter sich lassen. Deutschland veröffentlicht in nicht weniger als sieben von diesen zwölf Kategorien die meisten Bücher, nämlich in den Rubriken: „Schulbücher und Klassiker" (5442), „Künste und Wissenschaften" (2938), „Schöne Litteratur, Essays" (2353), „Jurisprudenz" (2145), „Theologie" (2091), „Medizin" (1533) und „Reiscbeschreibungen" (1139). England behauptet nur in einer Kategorie den ersten Platz, nämlich in Romanen (2428). Italien nimmt die erste Stelle in Nationalökonomie ein (2998); Frankreich in Geschichte (1164), Poesie und Drama (778) und zugleich mit den Vereinigten Staaten in Sportbüchern (je 57).
erworben hat. An seine Stelle wird einstimmig Herr Kreis- [ amtmann Dr. Wagner gewählt, der dankend die Wahl an- nimmt und die Geschäfte im Sinn seines verdienstvollen Vorgängers zu führen verspricht. Herr Reichelt referierte bann in der ihm eigenen klaren, anschaulichen Weise über Obstverwertung im Haushalt. Er sprach zunächst seine Freude darüber aus, daß die Obstverwertungskurse für Frauen, in deren Händen ja die häusliche Obstverwertung hauptsächlich liege, so stark besucht werden. Er zeigte wie mit den einfachsten Mitteln doch großes erreicht und manches, das sonst dem Verderben anheimfällt, erhalten und ver- | wendet werden könnte. Eine Schälmaschine, ein Ofenrohr und die notwendigen Gläser genügen, um Präserven und Konserven herzustellen, die eher dem heutigen Geschmack entsprechen, als die nach altväterlicher Weise hergestellten Produkte, die auch darum die Konkurrenz des Auslandes nicht bestehen können. Redner zeigte Dörrprodukte von unreifen Aepfeln aus vorigem Jahr, Birnkonfitüren, ein Glas Birnen, die mit Wasser und wenig Zucker gedünstet, und ein Glas Johannisbeeren. Es war wirklich erstaunlich, zu sehen, mit wie geringen Auslagen diese, wie die Versammlung durch Probieren sich Überzeugte, vorzüglich schmeckenden Produkte herqestellt waren. — Den nächsten Vortrag hielt Herr Obstbautechniker Wießner Über Zwergobstbau in unseren Haus- qärten, der nach Redners Ansicht eine große Zukunft hat.— Der letzte Punkt der Tagesordnung betraf die beiden Ausstellungen in Dresden und Friedberg. Herr Reichelt schlägt vor, für die Friedberger Ausstellung ein großes Komitee von Interessenten in der Umgegend zu wählen, das die Sache draußen fördert und ein kleines in Friedberg, das die Arbeit thut. Die von ihm vorgeschlagenen Herren werden gewählt. Die Friedberger Ausstellung muß, wie Herr Reichelt hervorhebt, zeigen, was der Obstbauverein, der u a. eine Reihe bewährter neuer Sorten emgefuhrt hat, seit dem Jahr 1890, dem letzten Ausstellungsjahr in Friedberg, geleistet hat. Bezüglich der Dresdener Ausstellung kann auf den Bericht in Nr. 167 dieser Zeitung hinqewiesen werden. Redner teilte mit, die Anmeldungen seien so reichlich eingelaufen, daß eine Tischlänge von 100 Meter erforderlich fei, um alles dort auszulegen. Er ist der festen Ueberzeugung, daß der oberhessische Obstbau dort eben so ehrenvoll bestehen werde, wie auf den früheren großen Ausstellungen._________________
Vermischtes.
vollendeter Weise auSgesührt worden. Die offizielle Gedenk-Postkarte trägt den Stemp.l deS Freien deutschen HoHsttfts hierseibst und wird eine Sammelkarte ersten Ranges werden.
— Nummer 34 der „Jugend", Münchener illustrierte Wochenschrift für jtunft und Leden (G. Hirihs Verlag in München, Preis Mk. 3 pro Quartal, Mk. 1 p.o Monat exkl. Porto), enthält unter anderem: Titelbild von Paul Rieth. — „AltfranzösifcheS Volkslied" mit Namen von Walther Püttner — .Entwurf zur Reichstags- Wahlurne" von Prof. Adolf Hildebrand. — „Die Totenfeier", Skizze von Leo Hildek. — Kartkalurze-chnung von Rudolf Wilke. — .Ausl bade Schüler, unverdrossen!", Origtnalradierung von Max Liebermann. — .Sommersehnsucht", Skizze von ElSbeth Meyer Förster. — „Das süße Vieh", Zeichnung von Fidus. — Kleinigkeiten. — Witze. — Humor des Auslandes. — Aktuelles: „Der Kutz auf» Auge." — „Aus der Kindheit berühmter Männer." — Saure Gurkengeschichlen. — „Punktiertes aus Oesterreich." — „Delcaffs in St. Petersburg." — „FranzöfifL Deutsche Annäherung.* — Sonstige Beiträge von P. Haustein, O. I. Bierbaum, Max Feldbauer, Mex Kleiter u. a. m.
- Die Rheinland-, die Thäler der Lahn und Nahe von Dr. M. Schwann. Mit 150 Illustrationen. 12 Lieferungen ä Mk. 1,50. Verlag von Tb. Schröter in Leipzig und Zürich. Von I diefem mit so großem Betfalle «ufgenommenen und von der Prrsfe als eine Musterleistung bezeichneten PraLlwerke ist soeben das zweite Heft erfchtenen. Der Inhalt desfelben führt den Befchauer auf den Boden des „goldenen Mainz", zeigt in wirklich vollendeter Schilderung die Gründung und die Schicksale der alten Stadt, wie auch e n treues Bild der jetzigen Verhältnisse und weiß den Leser vom Anfang bis zum Ende zu fesseln. Dem gediegenen Texte schlieht sich I der re che Bilderschmuck des Hcftes würdig an und hält der Verleger mit dieser Ltcsirung das, was er bei der ersten versprochen. ES M I nicht daran zu zweifeln, daß mit diefem Prachtwerke eine wirklich I vornehme litterarifche Erscheinung ersten RangeS geboten wird.
— Geschichte der Pädagogik von Friedrich Kirchner. Ja Ociginalleinenband 3 Mk. Vertag von I. I. Weber in Leipzig. I Seinen beifällig aufgenommenen Katechismen der Pädagogik, Ethik, Kirchengeschichte, Psychologie und Geschichte der Philosophie hat der I Autor eine gedrängte Geschichte der Pädagogik folgen iaffin, in der I Erwägung, daß nichts den Lehrer und Erzieher mit solcher Liebe I für seinen schwierigen, aber berrttchen Berus erfüllen, zudem nichts ihn so gründlich vor Fehlgriff n und Irrtümern bewahren kann al» d-S Studium der Gefchichte de. Pädagogik. Zwar hat sich dasvor- I liegende Büchlein, dem die ausführlichsten und neuesten wtf enfchaft- I lichen Darbietungen zugrunde gelegt sind, zunächst das Ziel^gesteckt, I künftigen Lchrern und Lehrerinnen zur Vorbereitung auf dir Prüiung I zu dienen, dann wendet eS sich aber auch an sämtliche Erzieher von I Beruf, also in erster Linie an alle Eltern. Möge daS Buch recht I viele aufmerksame Leser finden.
Gabelsberger Stolze-Schrey___________________
DemnachGabelsb.mehr 424 33 378 24 709
Hiernach steht fest, daß die Erwartungen, welche seinerzeit in Bezug auf die Verschmelzung gehegt wurden, wonach man der Gabelsberger'schen eine gleich starke Schule entgegenstellen zu können hoffte, sich nicht erfüllt haben, zumal wenn man die ungemein gesteigerte propagandistische Thätigkeit der Stolze-Schrey'schen Schule in Erwägung zieht. Weit ungünstiger noch stellt sich aber diese Statistik für das Einigungssystem dar, wenn man einerseits bedenkt, daß die obigen Zahlen der Gabelsberger'schen Schule weit hinter der Wirklichkeit zurückbleiben, weil das seither eingehaltene Zählungsverfahren eine genaue Feststellung wohl nie ermöglicht, wie erst kürzlich wieder die Thatsache bewiesen hat, daß allein in Bayern ca. 70 000 Anhänger der Gabelsberger'schen Redezeichenkunst gezählt worden sind, und wenn man auf der anderen Seite berücksichtigt, daß in den Unterrichtszahlen der Stolze-Schrey'schen Schule alle diejenigen Vereinsmitglieder auch als Unterrichtete aufgeführt sind, welche ihr früheres System mit dem Einigungssystem vertauscht, also umgelernt haben. Aus alledem ist zu entnehmen, daß die Verschmelzung der Schule Stolze-Schrey, Velten u. f. w. ein unleugbares Fiasko gemacht hat. B-l.
Mteratur, Wissenschaft und Kunst.
— Im Kunstverlage von L. Element, Frankfurt a. M. erschien soeben: Bildnis Goethes nach dem Gemälde von Georg Oswa.d May, gemalt 1779, in feinstem Farbendruck auSaeführt. Größe 33x41 (Smtimeter. Preis Mk. 3,60. Ged-nk.Postkarte mit dem Porträt GoetheS offizielle Ausgabe des Freien deutschen Hochsttsts iu Frankfurt a. M. In feinstem Farbendruck auSaeführt, mit dem Stempel d:S Freien deutschen Hochsttsts. Preis 25 Pfg. ord In b:m vorliegenden prachtvollen Kunstblatt und der Gedenk-Postkarte bietet der unterzeichnete Verlag zur G-denkfrier deS großen deutscher, Dickter-Fürsten zwei Gaben dar, die in den weitesten Kreisen zweifellos willkommen gehritzen werden. Das Porträt Goethes von Gorg Oswald May, im Jahre 1779 meisterhaft gemalt, ist das einzige aus der Blütezeit seiner ManneSjahrr und so überaus anziehend und schön, daß es allen anbei n Goethcbildnissen vor gezogen wird. Re Produktionen dieses Bildes gab eS bisher nicht; man finde, nur kleine Abbildungen davon in Litte, aturgeschlchten u. s. w. Es entstand in der Epoche von Goethes vielbewegtcr erster Weimarer Zeit; kurz vor dem Beginn seiner mit dem Herzog Karl August unternommenen Schweizerreise. Ein Zeitgenoffe, Hufeland, der in einer^Aufführung der „Iphigenie" Goethe den Orest spielen sah, beiichtee. „Noch n e erblickte man eine solche Vereinigung korperttcher und geistiger Vollkommenheit und Schönheit, als damals in Goethe". WaS Hufeland so bewundernd beschrieben, hat May mit Pinsel mid Farben in seinem Bilde meisterhaft dargestellt. DaS Original-Gemälde ist zu W-imar tm Auftrag der Herzogin Elifabeth Friederike von Württemberg, Schwester der Herzogin Amalie von Weimar von G-org Oswald May im Juli 1779 auSgefuhit worden. Später kam d-S Bild nach Stuttgart, wo es in Vergessenheit geriet, btS es August Lewald wieder entdeckte und erwarb. Gcgenwatttg b-sindet eS sich im Bestie deS föerrn Fcciherrn Friedrich Eotta von Cottendorf in Stutt' g«t, mit dcffen gütiger Erlaubnis es zwecks HerauSg-be der olfiz ellen Gedenkpostkarle und des Kunstblattes kopiert wurde. Die Kopte ist von Herrn Profesfor E> Ege in Stuttgart, der neuerdings ein Porträt deS Königs von Württemberg malte, meisterhaft -usgeführt- sie wird im Goethemuieum in Frankfurt --M- dauernd ihren Platz erkalten. Die Vervielfältigung deS Goethebilde« und der Gedenk- I postkarte in feinstem Farbendruck ist von der bekannten Kunstanstatt | Johannes Schrodt in Frankfurt a. M. übernommen und in tcchnifch
- Die Ereignisse in Frankreich ziehen gebieterisch die Augen der ganzen zivilisierten Welt auf sich und drängen fast jedes ^ntereffe an anderen Dingen in den Hintergrund. Da ist es denn für den Kenner der „Berliner Illustrierten Zeitung" fast selbstverständlich, daß dieses Blatt, welches in der Schnelligkeit der bildlichen Berichterstattung in der europäischen illustrierten Presse einen allerersten Platz einnimmt, auch wieder in seiner soeben zur Ausgabe gelangenden neuesten Nummer mit einer größeren Publikation über den Dreyfusprozeß m Rennes auf dem Plan erscheint. In zahlreichen Illustrationen sehen wir die Hauptmomente und hervorragendsten Akteure dieses Justrzdramas wiedergegeben. Eine vortreffliche, genau der Wirklichkeit entsprechende große Zeichnung führt unS in den Berhandlungssaal zu Rennes, wahrend der Vernehmung des Angeklagten Dreyfus; eine weitere zeigt chn auf seinem Gange zur Verhandlung. Weiter sind in dieser Nummer die Porträts des Vorsitzenden des Kriegsgerichts, Oberst Jouaust, des ehemaligen Präsidenten der Republik, Casimir Pener des Generals Mercier, des Erläuterers des geheimen Dossiers, PalLologue, und des Oberstleutnants du Paty de Clam enthalten. Auch der emem s^gen Attentat zum Opfer gefallene geniale Verteidiger des Angeklagten Labor«, fehlt nicht, ebensowenig der zweite Verteidiger Demange. Auch den anderen hervorragenden Ereignissen der jüngsten Tage trägt diese Nummer allseitig gebührend Rechnung, so der Einweihung des Dortmund-Ems- Kanals durch den Kaiser und der Zusammenkunft des Kaisers Franz Josef mit dem deutschen Reichskanzler Fürst Hohenlohe auf dem Bahnhof in Aussee. Des weiteren ist in dieser Nummer die Fortsetzung der reichillustrierten Artikelserie „Bilder aus der deutschen Kriegsmarine enthalten. Den Beschluß macht eine textlich wie illustrativ gleich mt^ restante Behandlung über „Menschliche Architektur". So stellt sich auch diese Nummer wieder als ein wertvoller Beitrag zur Zeitgeschichte dar.
— Im Reiche der Eyklope«. Eine populäre Darstellung der Stahl- und Eisentechnik. Von Amand Frecherr v. Schwelger- Lerchenfeld. Mit 855 Abbildungen. Vollständig in 30 Lieferungen »50 Pf. Auch in zwei Abteilungen d 7 Mk. 50 Pf. zu beziehen; m Orgmal-Pracht- band 17 Mk. 50 Pf. (A. Hartleben's Verlag in Wien.) Das ausgezeichnete Werk hat gehalten, was es versprochen hatte. - Von schier monumentalem Umfang, in ebenso reichhaltiger als gediegener Ausstattung liegt es nun vollendet vor, geschmückt mit 855 Abbildungen welche m bewundernswerter Reichhaltigkeit und verblüffender Dwlsertrgke t dem gediegenen Texte zur Folie dienen. Es giebt fein zweites Werk dieser Art. Es nennt sich „Eine populäre Darstellung der modernen Stahl- und Eisentechnik", und bietet als solche in der That ein übersichtliches Compendium dieses Zweiges menschlicher Thätigkeit rote keme andere Litteratur ein ähnliches aufzuweisen hat. Der Schwerpunkt desselben liegt in der instructiven Art der Mache und der fließenden Darstellung, welche selbst die sprödesten Materien dem Nicht- Fachmanns verständlich macht. Der Verfasser konnte sich, wie er im Vorworte bemerkt aus die werkthätige Mithilfe der Fachkreise und großen E^lissements stutzem worauf die Zuverlässigkeit dieses Werkes beruht. Und nebenher auch die Reichhaltigkeit des Bildermatertales. Am gelungensten sind die Abteilungen „Brückenbau", „Eisenschiffbau" und »Krregsartckel. . Aber auch die einleitende Abteilung „Stahl und Esten" behandelt den schwierigen und weitläufigen Stoff in erschöpfender Weise. In der Schlußabteilung, „Die Verkehrsmittel zu Lande", finden sich umfangreiche Abhandlungen über das Fahrrad und die Motorwagen, und ist nament lich letzteres Kapitel brillant illustriert. Sehr schön find dte ^zahlretchen Vollbilder, wie denn überhaupt die Illustrierung als mustergiltig hervor- gehoben werden muß. Das treffliche Werk, an welchem der bekannte i Verfasser all sein Können eingesetzt hat, wird zweifellos die ,hm gebührende Verbreitung finden. Es ist uns ein Bedürfnis, unsere Leser auf dasselbe aufmerksam zu machen; die Tausende und Tausende, welche dem „eiseinen Gewerbe" sernestehen, werden aus dieser zusammenfasfenden Darstellung die anregendste Belehrung erfahren. Es ist ein nützliches, ein schönes Buch. Möge es die verdiente Anerkennung finden!
* Hanau, 18. August. Der älteste Einwohner Hanaus, der pensionierte Steueraufseher Jak. Heiderich, ist gestern nachmittag im hohen Alter von 96 Jahren gestorben. Heiderich, der aus Ibra bei Ziegenhain stammte, wirkte als Steueraufseher in Preungesheim, Mamkur, Bergen und Hanau. Im Januar 1873 trat er in den Ruhestand. Der Verstorbene war bis kurz vor feinem Lebensende noch vollkommen rüstig.
* Stenographische Statistik. Nachdem nunmehr die Statistik der Stenographieschule Stolze-Schrey vor kurzem veröffentlicht wurde, ist es uns möglich, eine Zusammenstellung der Verbreitung der Gabelsberger'schen und der Stolze-Schrey'schen Schule zu geben. Zunächst ist cs von Interesse, die letzten statistischen Ergebnisse der Schulen kennen zu lernen, durch deren Vereinigung das jetzige Emt- aungssystem Stolze-Schrey entstanden ist, also insbesondere der Schulen Stolze-Schrey und Velten. Nach dem Deutschen Stenographenkalender von -------- 1ÖOQ —
30. Juni 1896 gezählt:
Vereine:
1342 61482
918 28104
Mitglieder: 20518 8917 1311
30746
Unterrichtete: 19603 11891 1696
Zusammen: 1 163 30 746 33190
Die Gabelsberger'sche Schule zählte an demselben Tag: 1064 Vereine. 40013 Mitglieder. 49752 Unterrichtete. Berücksichtigt man den Umstand, daß außerdem auch von anderen Schulen, insbesondere von Merkes, Roller und nicht in letzter Linie von Buschhorn-Ziemer zahlreiche lieber; tritte zu Stolze-Schrey gemeldet wurden, so war man seinerzeit zu der Hoffnung berechtigt, daß durch die Vereinigung der genannten Systeme eine Schule geschaffen würde, welche der Gabelsbergerschen an Stärke mindestens gleichkomme, wenn nicht gar sie überflügele. Die nach dem Stande am 30. Juni 1898 vorgenommene Zählung hat aber für beide Systeme folgende Ergebnisse gezeitigt:
Vereine: Mitglieder: Unterrichtete:
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-- .. z Notiz, dass d. bekannten Kuren geg. Angst,
NerVOSeU Zwangsgedanken, Schlaflosigk Asthma Herz- ______ erree , Magen- u. Darmtragh., Schwächezust., düRSht^t^üch in d. Jahre v. April bis Okt. in Auerbach, He^en et.ttflnden. Prosp. üb. E.genart


