das streitende Heer auch wirklich erreicht; denn die Nahrungs mittel können verschimmeln, während das Heer vor Hunger umkommt, weil die Verbindung zwischen dem Heere und dem Stapelplatz unterbrochen ist. Herr v. Bloch hat hier sicher an den russisch-türkischen Krieg im Jahre 1878 gedacht; er hätte außer der Unfähigkeit der russischen Intendantur auch die weiten, auf Kosten der hungernden Soldaten gefüllten Taschen der höheren und nieder» Beamten anführen können; man darf aber fragen, ob es zulässig ist, auf solche keineswegs bei allen Staaten vorkommenden Verhältnisse Schlußfolgerungen aufzubauen. Für den Russen und den Amerikaner ist diese Beweisführung verständlich, für den Vertreter eines andern Volkes aber nicht. Interessant war der Schluß des Vortrags, der uns das russische Reich in ganz neuer Beleuchtung vorführte. Er setzte nämlich den Fall, daß Rußland einen Verteidigungskrieg zu führen gezwungen wäre, denn, beteuerte er ausdrücklich, an einen Angriffskrieg denke es gar nicht — eine Behauptung, die die türkischen und chinesischen Friedensvertreter natürlich mit freudiger Genugthuung entgegengenommen haben werden. Nun, in einem solchen Verteidigungskrieg ist Rußland mit seinen 130 Millionen Einwohnern in viel günstigerer Lage als alle andern Staaten, weil die Grundlagen seines wirtschaftlichen Systems viel einfacher, weniger leicht zu erschöpfen und unabhängiger sind als diejenigen anderer Reiche. Und nun, verkündete er, steht die Welt der Thatsache gegenüber, daß der Alleinherrscher eines so ausgedehnten Reiches, der Herrscher, der gar keine Erweiterung seines Grundgebietes wünscht, einen Vorschlag macht, der die andern Staaten vor all dem Jammer bewahren will, der für sie unendlich schwerere Folgen haben würde als für Rußland selbst. „Und dennoch", fügte er hinzu, „gibt es Menschen, die die edlen Absichten des Kaisers einer scharfen Kritik unterwerfen und von Hintergedanken sprechen. . . . Aber die Geschichte wird es nicht vergessen, daß Nikolaus II. den schönsten Gebrauch von seiner unbegrenzten Macht gemacht hat, denn er will großmütig sein, wie es der Starke und Mächtige stets sein kann." Und da die Konferenz eben in Nöten mit dem Schiedshof liegt, „so muß das Recht und die Gerechtigkeit auf ein solches Schiedsgericht gegründet werden, dem sich alles freiwillig, ohne sich zu erniedrigen, unterwerfen muß". Recht schöne Worte in der That! Wie heißt doch das holländische Sprichwort? Als de vos de passie preekt, boeren, wacht uw ganzenl (Wenn der Fuchs Buße predigt, Bauer, bringe dann deine Gänse in Sicherheit.) Jedenfalls ist Herr v. Bloch ein Wanderprediger, der seinesgleichen sucht.
Deutsches Reich.
Berlin, 21. Juni. Bei der Kaiserin fand heute mittag im Neuen Palais eine Familientafel statt, zu welcher u. a. geladen waren: Erzherzog und Erzherzogin Karl Stephan von Oesterreich, Erbprinz und Erbprinzessin von Hohenzollern und Prinz und Prinzessin Karl von Hohen- zollern.
Berlin, 21. Juni. Die kaiserlichen Prinzen August Wilhelm, Oskar und Joachim sowie die Prinzessin Viktoria Louise sind heute vormittag in München eingetroffen und am Bahnhofe von den Söhnen und Töchtern des Herzogs Karl Theodor empfangen worden. Nachdem im Fürstenzimmer das Frühstück eingenommen worden war, erfolgte um 8% Uhr die Weiterfahrt nach Berchtesgaden.
Berlin, 21. Juni. Morgen früh beabsichtigt die Kaiserin nach Homburg abzufahren und sich nach mehrstündigem Aufenthalt von dort nach Kiel zu begeben.
M.P.C. Fürst Hohenlohe hat manchen, der ihm gern möglichst bald einen Nachfolger geben möchte, in der letzten Zeit durch sein frisches, arbeitsfreudiges Auftreten im preußischen Abgeordnetenhause wie im deutschen Reichstage außerordentlich überrascht. In parlamentarischen Kreisen ist man deshalb auch geneigt, mit einer noch langen Dauer der Aktivität des jetzigen Reichskanzlers zu rechnen.
handelt. Um ein Pröbchen dieser chinesischen Staatsweisheit den Lesern vorzulegen, möge folgende Bekanntmachung des genannten Journals vom Oktober 1895 in der von Gerhard ten Boer mitgeteilten Uebersetzung hier Platz finden:
„Ich, der Kaiser, habe folgende, von mir getroffene Verfügung der allergnädigsten Kaiserin-Exregentin mitgeteilt: Unser Hof hat seine Familientraditionen und Vorschriften, welche streng und vernünftig sind. Dem Hofharem gebührt es nicht, sich in Sachen der Staatsverwaltung einzumischen; die Frauen zweiten Ranges Tse-shen und Zfin haben ihre bisherige Bescheidenheit aufgegeben. Sie haben sich dem Prunk ergeben und wenden sich wiederholt an Seine Majestät mit Bitten und Anliegen, ihm viel Sorge verursachend. Das darf nicht wieder vorkommen; denn wenn man sie nicht warnt, so steht zu befürchten, daß die Frauen des Kaisers von allen Seiten mit Bitten und Jntriguen bestürmt werden, obgleich diese Jntriguen nur eine Leiter zum Betrüge sind. Deshalb sind die Frauen Zfin und Tse-shen zu degradieren und solches zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Jetzt wird Ruhe und Stille im Innern des Palastes einkehren. So geschehe es."
Ist schon durch die Vermittelung der kaiserlichen Frauen der Einfluß der Kaiserin-Witwe ein ungeheurer, so wird er noch größer dadurch, daß der Kaiser den Thron meistens jener verdankt. Als Kaiser Kia-king im Jahre 1820 starb, suchte seine erste Gemahlin, die durch seinen Tod in den Rang der Kaiserin-Wüwe rückte, keinen ihrer eigenen beiden Söhne zum Throne aus, sondern Mian.ning, den Sohn emer Frau der fünften Rcwgklasse. Natürlich vergaß dieser me die Dienste, die ihm die Kaiserin-Witwe geleistet hatte er adoptierte sie als Mutter und erwies ihr alle erdenklichen Ehren und Huldigungen.
(Schluß folgt.)
Ausland.
Wien, 21. Juni. Das Befinden des Kaisers ist ein derart günstiges, daß derselbe am 27. d. Mts. der Ceremonie der Barett-Aufsetzung des Kardinals Missia beiwohnen wird. In den nächsten Wochen begiebt sich der Kaiser nach Ischl, von wo aus er der deutschen Kaiserin in Bad Reichenhall einen Besuch abstatten dürfte.
Brünn, 21. Juni. Anläßlich der Wiederaufnahme der Arbeit in mehreren Fabriken fand gestern ein Zusammenstoß zwischen Streikenden und Arbeitswilligen statt. Die Polizei mußte energisch einschreiten und viele Verhaftungen vornehmen. Da weitere Ruhestörungen für heute befürchtet werden, sind umfassende Polizeimaßregeln getroffen.
Haag, 21. Juni. Die Delegierten der katholischen Staaten beabsichtigen den Papst als Präsidenten des internationalen Schiedsgerichts vorzuschlagen.
M.P.C. Frankreich. Die Zeitung Le Dacht bringt in einem Leitartikel die Behauptung, daß keine menschliche Macht imstande wäre, eine von Brest, Cherbourg, Dunkirk und Havre auslaufende Flotille von unterseeischen Booten aufzuhalten, welche die Panzerschiffe der Gegner, auf welche letztere so großes Vertrauen setzen, zum Sinken bringen werden. Spithead soll der Mittelpunkt dieses dramatischen Seestücks werden, in dem dann nach Vernichtung aller Schiffe die Franzosen in England landen, um dann mit dem perfiden Albion aufzuräumen. Le Jacht verlangt zunächst die Bewilligung von 50 submarinen Booten und dann weitere 50, wenn die ersten sich bewährt haben.
M.P.C. England. Einer amerikanischen Nachricht zufolge haben sich von den 1500 britischen Soldaten der Garnison Halifax 150 geweigert, sich das Haar nach dem neusten diesbezüglichen Befehl schneiden zu lassen und sind infolgedessen mit Kasernenarrest bestraft worden. Nach der neuen Vorschrift soll das Haar vorn nicht länger als ein Zoll sein, und die Lieblingslocke des britischen Soldaten muß demnach geopfert werden. Trotz des verhängten Ausgehverbots versuchte ein Teil der „Sinkenden" das Kasernen- thor mit Gewalt zu passieren, wurden aber von den Posten mit aufgepflanztem Bajonett hieran verhindert. Es fanden mehrere Verwundungen statt.
M.P.C. Rußland. Das stetige Wachsen der russischen Armee erfordert naturgemäß einen entsprechenden Bedarf an Offizieren. Um diesem Bedürfnis abzuhelfen, werden jetzt in Warschau und Odessa Kadettenkorps gegründet, die jedes bis zu 500 Zöglingen aufnehmen sollen.
Konstantinopel, 21. Juni. Der hiesige russische Botschafter hatte eine lange ernste Unterredung mit dem Sultan wegen der fortdauernden Massacres in Armenien. Der Sultan sagte strenge Untersuchung zu.
M.P.C. Vereinigte Staaten. Zwei der bedeutendsten Ko hl en st ati o n en für die Marine an der atlantischen Küste werden demnächst so weit vollendet sein, daß die Schiffe bei jedem Wetter und jedem Wasserstande Kohlen einnehmen können. In Dry Tortugas, welches man bisher als Hafen ganz außer Acht gelassen hatte, sind ganz außergewöhnliche Anstrengungen gemacht worden. Es ist von der äußeren Rhede ein Kanal nach dem inneren Hafen ausgebaggert, sichere Ankerplätze sind geschaffen und ungeheuere Kohlenschuppen gebaut worden, welche bis zu 40000 Tonnen fassen. Es sind außerdem Brücken gebaut, welche es ermöglichen, daß die Schiffe ihre Kohlen direkt aus den Schuppen an Bord nehmen können. Für den Ausbau der Station sind bisher 500000 Dollars verausgabt und für eine ebenso große Summe sollen Kohlen beschafft werden. Dry Tortugas wird dem Kommandanten von Rey West mit unterstellt. Im Norden wird New London als Kohlenstation eingerichtet, da dieser Hafen als Kriegshafen aufgegeben ist. New London soll als Depot für die nach New Iork beorderten Kriegsschiffe dienen. Die Fertigstellung der neuen Einrichtungen wird bis zum Herbst dieses Jahres erfolgen.
Lokales und Provinzielles.
□ Albach, 21. Juni. Sonntag den 25. und Montag den 26. feiert der hiesige, feit etwa 6 Jahren bestehende Gesangverein das Fest seiner Fahnenweihe. Eine größere Anzahl benachbarter Vereine haben ihr Erscheinen zugesagt. Auf dem Festplatz wird rüstig gearbeitet; die Brauereien Friedel-Gießen und Jhering-Lich sorgen durch geräumige Hallen für Raum für etwa 2000 Personen. Hoffentlich sorgen sie auch für einen guten Stoff! — Bis jetzt haben die Weißbinder von dem Fest den größten Nutzen im voraus, da eine Anzahl der Einwohner es sich was kosten läßt, dem Dörfchen ein freundliches Aussehen zu geben.
O Grünberg, 21. Juni. Wie bereits früher berichtet wurde, haben hier in den letzten Jahren viele Güterverkäufe stattgefunden, weil viele Besitzer die Oekonomie wegen Mangels an Arbeitskräften aufgaben. Da die Preise der Grundstücke verhältnismäßig gering sind, behielt man vielfach die Wiesen, um dann alljährlich das Gras zu verkaufen. In diesem Jahre nun machen die Wiesenbesitzer sehr schlechte Geschäfte. Trotzdem die Heuernte als eine nur mittelmäßige bezeichnet werden muß, werden nämlich für das Heugras so niedrige Beträge erzielt, wie dies kaum jemals der Fall gewesen ist. Zu wahren Schleuderpreisen werden die Wiesen abgegeben, wenn anders die Besitzer sich nicht dazu verstehen wollen, das Gras selbst dürr zu machen. Die meisten Landwirte haben noch beträchtliche Vorräte an Dürrfutter und Stroh aus dem vor. Jahre, so daß es jetzt auch vielfach an Platz mangelt. — Für eine ausgezeichnete Getreideernte sind die Aussichten sehr gut. Winter- und Sommerfrucht stehen vorzüglich. Auch die Kartoffeln entwickeln sich nach den verschiedenen Gewitterregen der letzten Tage sehr gut; das Aussetzen der Pflanzen konnte ebenfalls vorgenommen werden.
maßen Rechnung getragen wird, wird dieser beabi* Wandel wenig Freude erregen. Wie sich der Cfo f f hFi hör hnrt nhon ottion j . **■
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klub, der dort oben einen Aussichtsturm errichten will ' stellen wird, bleibt abzuwarten.
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□ Darmstadt, 29. Juni. Von der Berastrake , die Nachricht, daß das auf dem vielbesuchtenSek stehende HotelHaberkorn um die Summe von lOOffii an einen Frankfurter Arzt verkauft sei. Allem nach handelt es sich um die Errichtung eines @7 toriums, und bei den Touristen, die meinen da?« solche Anlagen noch recht viele andere Plätze im p gebe, wo dem Heil- und dem touristischen Interesse c'? mnfipM Sftprfinnnn nptrnnpn tntrh tnirS . .T J-
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§§ Herchenhain, 20. Juni. Der heutioe N . war mit Rindvieh sehr schwach befahren ff« '11* etwa 2d Stück da, meistens Kühe, wovon nur bi?“1'1 Qualität verkauft wurde und zwar das Stück il9? 300 Mark. Rinder kosteten 140 bis 200 wurde verkauft der Zentner Schlachtgewicht zu 60 Ä In Schweinen war ber Markt beff« besah«» i ’ ° waren ca. 800 bis 1000 Stuck, meistens legeschweine. Der Handel in besseren Einleqilchm"^' sehr flau; das Paar kostete 70 bis 80 Mark der Handel in geringeren Einlegeschweinen ein iS?’1 Paar kostete 48 bis 70 Mark. Einige Ferkel ? r 1 getrieben welche ebenfalls verkauft wurden das 30 bis 40 Mark. Q8
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*T Ausstellung der Darmstädter Tapetenfabrik üon» Hochstätter vom 25. Juni bis 23. Juli 1899 ln Sitzungssaale der Großh. Zentralstelle für die ®fn Geöffnet täglich von 9—11 und 3—5 Uhr, außer Sn- nachmittag. Sonntags von 11 — 1 Uhr. Eintw ' Die Ausstellung enthält: Echte Muster nach Antiqrr- und in allen Stilarten, des Mittelalters, der deutsch^ italienischen Renaissance, des Barock und Rococo, des fru und Louis XVI., sowie alle auf dem Gebiete der D industrie erschienenen Neuheiten unter Berücksichtig naturalistischen Richtung der neueren Zeit, ferner der der Fabrik eigentümlichen und durch Gebwuch- - geschützten Seideimitationen und LichteffektlaM. . sucher der Ausstellung machen wir zugleich aus den Zöv des Gewerbemuseums aufmerksam.
*T Der Landesverband hessischer BeMsyiulchn t am 10. d. M. zu Frankfurt a. M. unter dem Utf. des Herrn Oberamtsrichters Mickel von Grünberg. ; Versammlung, deren Hauptgegenstand ein in Aussicht steK^ Sparkassegesetz bildete, wohnten auch namens der ßv Regieruug die Herren Ministerialrat Dr. Treiber; ; Regierungsrat Dr. Linß bei. Nach einem einlc ? Referat des Herrn Kammerdirektor Korell von verbreitete sich Herr Dr. Breidert in längerer Rede die in Aussicht genommenen Grundsätze für ein neue« kassegesetz, und versicherte, daß Großh. Regierung der mehreren Jahrzehnten so segensreich wirkenden Kasien r wollend gegenüberstehe, und sprach die Zuversicht aus. man sich für eine Gesetzesfassung werde verständigen!-' die den Interessen der Bezirkssparkassen sowohl, al-n Publikums im allgemeinen, gerecht zu werden geeigiu An der sich hieran schließenden Besprechung beteiligtei: die Herren Kammerdirektor Korell-Büdingen, Direktor ü-t Ortenberg, Landtagsabgeordneter Erk-Nidda, Rendant Groß-Umstadt, Direktor Sachs-Erbach und Pfarrer Ft Arheilgen. Es wurde beschlossen, daß durch eine famnifi eine Denkschrift auszuarbeiten sei, über das in Huencb'-t nommene Gesetz, ob überhaupt ein solches geboten Die Kommission wurde gleich gewählt, unb k folgenden Herren: Korell Büdingen, LachGrotz-üm:^ Racke-Bingen, Sachs-Erbach und Weber-Ortenberg. wurde anstelle des verstorbenen Vorstandsmitglieds- Schotten, nahezu mit allen Stimmen, Lautz-Grchünr,. in den Vorstand gewählt, und endlich zwei Herren I P und Lautz) als Vertreter der Verbandsiuteressen in Presse gewählt. Nach Erledigung einiger weiterer schloß der Vorsitzende Herr Mickel die Bnhandlv worauf ihm der Dank der Versammlung für die Gcsirt leitung ausgedrückt wurde. Am 17. d. M. hat die wähnte Kommission gleichfalls zu Frankfurt a. M. ' • Ausführung des ihr gewordenen Auftrags ihre ersteht abgehalten.
*f Die 7. General-Versammlung der freien von Krankenkasien im Großherzogtum Hessen fand in Nierstein statt. Es waren 38 Ortskrankeu 1 Gemeindekrankenkasse (Offenbach), 2 Betriebs- Jnnungskrankenkassen vertreten. Als Vorsitzender fi Münch-Worms. Ostermayer-Worms erstattete den -■■■• des geschäftsführenden Ausschusses, dem zu entnehm daß der Vereinigung 46 Orts-, 24 Betriebs-, 4 3t:r; und 1 Gemeindekrankenkasse angehören. Eine läng«c-,' batte veranlaßte ein von Göbel-Mainz und Abel-D« gestellter Antrag, bei der Regierung dahin zu pettti:« daß die Gründung von Jnnungs- und Betriebskranke:u. weil diese die Ortskrankenkassen schwer schädigten, n • Sonderinteressen dienten, so lange untersagt wurde,» nicht am Orte das gleiche leisteten wie die Orts - kaffen. Petry-Mainz, Kahl und Ostermayer-Worms energisch gegen diesen Antrag. Er wurde aber mit Mehrheit angenommen. Es wurde eine Kommission - welche sich mit der bevorstehenden Novelle zum n Versicherungsgesetz zu beschäftigen hat. Ihr geh " für Rheinhessen: Göbel-Mainz und Krieghos-Ka.^i Starkenburg: Abel>Darmstadt und Mansfeld- für Oberhessen: Fourier-Gießen und Damm-Fried . ein Mitglied des geschäftsführenden Ausschusses. - der Beschlüsse des deutschen Aerztetages in Dreso», gesetzliche Festlegung des Aerztehonorars uiih Der Aerztewahl betreffend wurde einstimmig eine jtt} ' faßt, welche sich energisch gegen derartige llesetzH rangen aussprach. AIS Ott ber nächsten Generalvtt- lung wurde Vilbel gewählt. Darmst.


