Ausgabe 
23.6.1899 Zweites Blatt
 
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. In 30 zehntägigen Lieferungen Bisher 5 Lieferungen ausgegrten.

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Dr. Franz Oppenheimer hervor. Naturfreunde und Liebhaber des Bergsports weiden ihre aufrichtige Freude «n dem letztgenannten Aufsatz haben, in dem neben einer prächtigen N«lurschtlderung em köstlicher Humor zu Worte kommt. Ernstere Ziele verfolgt oer AufsatzDie Photographie der Sterne" von Dr. Herrn. I. Klein. Gerade tn den letzten Jahren hat die Himmels Phoiographte große Fortschritte gemacht, sie ist für den Forscher von unermeßlichem Werte, denn sie ermöglicht ihm, nicht nur die genauesten Sternkarten herzustellen, sondern auch Berechnungen zu machen, die vorher un­denkbar schienen. Wenn auch der Late dem Gebiete ziemlich fern steht, so hat es für ihn doch einen unendlichen Reiz, von einem berühmten Astronomen tn dte Wunder des Weltalls etngesührt lU werden, zumal w nn dieser Führer so k ar und verständlich zu schreiben versteht wie Dr. Klein. Dah gerade eine F auen-Zeitung derartige Themata behandelt, halten wir für ein sehr erfreuliches Zeichen.

von ii-i i Echte Mch-

'es Mittels- des Barock W alle auf bem& uheiten unter der neueren & glichen und bmi en und Lichtes lachen wir zügln ifmerksam. l°d heffischer $i nkfurt o. M.l >ters Mickel 6o: Ptgegenstand ebn wohnten auch i: Ministerialrat r ß bei. Nach ä lwerdirektor r. Breidert in Iti inen Grundsätze jüi le, daß Großh.

3 segensreich roitlr und sprach die Zr :sfafsung werde tr Bezirlssparkassen >en, gerecht zu w eßenden Bespreche torZorell-BiidingL eordneter Erk-Ml

Lebensschwäche

Diarrhöe Atrophie Lungenschwindsucht Lungenentzündung Neubildung Herzfchler __

Summa: 10 (4) 5(3) 4 1(1)

Anm. Dte tn Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gtetzen gebrachte Kranke kommen.

manchen auch nach ihren dienstlichen Verhältnissen. Unter den Leuten befand sich auch ein Veteran von 1848, von dem sich der Kaiser über seine Teilnahme an dem Gefecht I bei Eckernförde und der Vertreibung der Dänen von den friesischen Inseln erzählen ließ. Nach fast einstündtger Anwesenheit auf derPotosi" verabschiedete sich der Kaiser, indem er dem Führer, Kapitän Hilgendorf, von den Ameri­kanern wegen der Schnelligkeit derPotosi", derfliegende I Dutchman" genannt, sein Bild mit der eigenhändigen Wid­mungAn Bord derPotosi". 18. Juni 1899. Wilhelm I. R." überreichte.

* Deutsche und französische Kriegsschiffe im Hafen von Kopenhagen. In diesen Tagen ankerten zwei deutsche und zwei französische Kriegsschiffe auf der Kopenhagener Rhede. Montag trafen von Helsingör kommend, das französische I KadettenschiffIphigenie" und ein Aviso ein und am Dienstag liefen in direkter Fahrt von Kiel die beiden deutschen PanzerschiffeFrithjof" undOdin" m den Hafen von Kopenhagen ein. Das französische Schiff ist ein

aus dem Jahre 1881 stammendes, mit voller Segeltakelage versehenes Fahrzeug, welches außer 15 Offizieren und 78 Aspiranten eine Besatzung von.340 Mann an Bord hat, | während die beiden deutschen Schiffe ganz aus Stahl erbaut und vollständig moderne Küstenverteidigungsfahrzeuge sind; an Besatzung führt jedes derselben 276 Mann. Das^Zu­sammentreffen der deutschen und französischen Kriegsschiffe gibt natürlich in der dänischen Hauptstadt Veranlassung zu mancherlei Kombinationen. Daß die Kopenhagener Presse

I dem Eintreffen der französischen Fahrzeuge große titel I widmet, kann bei der Sympathie Dänemarks für französisches Wesen weiter nicht wunder nehmen. In amtlichen Kreisen spielt sich der Flottenbesuch für beide Parteien gleichmäßig ab. Am Dienstag gab der französische Gesandte Margene

I den französischen Offizieren ein Essen, an welchem auch der Marineminister Ravn mit höheren dänischen Seeoffizieren teilnahm, und Mittwoch gab der deutsche Gesandte den deutschen Offizieren ein Essen, zu dem ebenfalls der dänische Marme- minister erschien. Auf Donnerstag waren die deutschen und

I die französischen Seeoffiziere gemeinsam vom.MarinemlMster eingeladen worden. Die französischen Schiffe werden nach

I Stockholm weitergehen, von den beiden deutschen Schiffen kehrtOdin" nach Kiel,Frithjof" nach Wilhelmshaven

Sachs-Erbach «! geschlossen, daß dri! rbeiten sei, über I: rhaupt ein solches e gleich gewählt, rell Büdingen, & rbad) und Webers ebenen Borstan^ illen Stimmen, * lt, und endlich F ;ter der LerbaM Erledigung einigt HM Mi-k-l ll' 6er $et[M*r id-. m1,1 '*' ichs« i« 8t0* norbentti Stuftraj* -

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Die moderne Chemie. Eine Schilderung der chemischen Großindustrie. Don Dr. Wilhelm Bersch. Mit über 400 Abbild­ungen, herunter zahlreiche Vollbilder. In 30 zehntägigen Lieferung, n (zusammen 60 Bogen) L 50 Psg. Bisher 5 Lieferungen auSgegei en (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Kaum ein Jahrhundert M ver- nrichen, seit die Chemie vollen Anspruch erheben kann, eine Wstsin- schasl genannt zu werden. Dies wer «der erst der Fall, seit an Stelle alchemistischer Lehrer die exakte Forschung trat. Damit be­gann die Chemie aber auch ihren Siegeslauf, uns ihr verdanken wir zahlreiche ebenso wichtige wie wertvolle Entdeckungen. Dereinst jagte die Alchemie fast ausschließlich dem einen, unerreichbaren Z.-le nach, unedle Metalle in edle zu verwandeln, heute st sie nicht vur bestrebt, die Natur der Elemente und ihrer Verbindungen> zu er forschen, sondern auch ihre Errungenschaften der Prax s nutzbar zu machen. Dadurch aber steht die moderne Chemie im innigsten Zu­sammenhänge m't der Großindustrie, und die meisten der ralstre'chen Körper und Stoffe, deren wir uns im täglichen Leben bedienen, werden unter Benützung chemischer Prozesse hergesteÜt. Angesichts der großen Bedeutung, die nun heute die Chemie auf fast allen Ge­bieten des wirtschaftlichen Lebens erlangt Hat, ist eS eine Notwendig- keit, daß auch der Late über gewisse chemische Kenntnisse verfügt. Leiier fehlte ihm bisher aber vollständig die Gelegenheit, sich solche Kenntnisse anzueignen; denn die chemischen und' »-misch-technologischen Fachwerke sind einzig und allein für den Fachmann bestimmt. M t um so größerer Freude ist daher das Erscheinen des WerkesDie , moderne Chemie" zu begrüßen, welches in anziehender Sprache und feffelnder Darstellung, und ohne bei dem Leser irgendwelche chemische Kenntnisse vorauszusetzen, diesem mit den Sroßen chemischen In­dustrien vertraut macht. Das reich illustrierte Werk, welche» neben Hunderten von erläuternden Textillustrationen auch> Jnlerteuraufnahmen chemischer Etablissements enthält, sollte daher tn keiner Bücherei fehlen; denn heute gehört ein gewisses Matz chemischer Kenntnisse ebenfalls zur allgemeinen Bildung.

dieflsi'iiNlasse ist 78 P.) .

' Der Kaiser auf derPotosi". Gelegentlich seiner jümam Anwesenheit in Hamburg wurde der Kaiser voi bejahrten Schiffsrheder F. LaeA von dort gefragt, ob ii mcht auch einmal das größte Segelschiff der Welt, die Limburger FünfmastbarkPotosi" besichtigen wolle. Hin-ms erwiderte der Kaiser, dem alten Herrn vergnügt aufü iit Schulter klopfend, in Hamburger Mundart:Be- ruk'dm Se sick man, mien gode Laeisz, morgen kumm ick ooki! L Bord von dePotosi"!" Wie wir bereits mtt- teiidtfc, Hbat denn auch der Kaiser in Begleitung seines Ge- fol W düem großen Segler bald darauf einen Besuch ab- qefMit. Hierbei richtete der Monarch an jeden einzelnen bet: miH bem Vorberbeck aufgestellten Mannschaft ewige Mi iiind erkunbigte sich nach ihrer Herkunft und bei

Vermischtes.

=Mn, 18. Juni, lieber die Feier zu Ehren des 2000: Anbeuten wirb derKöln. Ztg." noch gefchrieben: Von iiÜsii Erwartungen, die man sich hier, namentlich mder Silld!«mich°fl, über Festlichkeiten zu Ehren des 2000. Bonnnu Studenten gemacht hatte, ist bisher nichts m Er- fülluiMi Mangen. Nur die Corps, denen der Zufall den 2000 ü Den Schoß geworfen, hatten gestern zu diesem 'ImeccSi^ sich einen solennen Kommers begangen, der trotz entaeM'geiietzter ursprünglicher Absicht den Charakter emes Fam^'istes behalten hatte. Die andern Corporativnen, an in Einladungen ergangen waren, waren m der uM zu rmversenden Meinung, daß zu Ehren des 2000. em allae «ineir Kommers stattzufinden habe, zumeist der Em- ladu mmcht gefolgt, und auch die Zahl der erschienenen Ehren^itt war nur gering. Außer dem Rektor, Geheimrat Köstern iimb dem stellvertretenden Kurator der Universität, I Amt'Michtsrat Riefenstahl, waren nur ein paar Professoren, Obe Ä'Mrmeister Spiritus und Beigeordneter Heuser er- schie m Dennoch nahm der Kommers den zu erwartenden nute Mr! auf. Dem reichgeschmückten Festraum, demSret i «uifiieafial"1 * des Kölner Hofes verlieh ein reicher Damenflor auf kn IGalerieen höchste Zier. Den ersten Trmkspruch auf Kaiser brachte der Vorsitzende stud. oliem. Leopold JJhiliWen aus Bonn (Saxomae) aus, Bergreferendar Jacl-^ (Saxoniae) stimmte einen Hymnus auf den 2UUU. Jn.li iur Paul Veith aus Breslau (Guestphaliae) an. Dies:'!i rüttmte in seinen Dankesworten das Land am Rhein und i Mlante es, ihm bald wieder den Rücken kehren zu müsfi ün. »Auf die Begrüßungsrede des stud. iur. Georg Bk!) ..ms Neuhaldensleben (Rhenamae) an die Ga te erwi: jMe! der Rektor, GeiErat Köster in launiger Weise. Er iwnbt:: sich vorzugsweise auch seinerseits an den 2000., spraivch vsvi der immer wachsenden Zahl der Bonner Stu> -.ent»! ui® rühmte es an der Stadtverwaltung, daß sie m lchWm kLürdigung des Hauptbedürfnisses der Studenten

-iMssnrwerk angekauft habe. Oberbürgermeister Spiritus mickM iweressante statistische Mitteilungen mit Bezug auf bas LMltnis zwischen Bürgerschaft und Studenten. Dar- .lls . «aut sich, daß auf jeden der 2000 Studenten mindestens - n i Wyes Mädchen in Bonn komme, daß für je luu ©tÄnteii nur ein Nachtwächter da sei, die akademische Fre chil:llso auch zur Nachtzeit möglichst gewahrt werde, und ( laß 6öa§ angekauste Wasserwerk der studentischen Bier- ehrl iWl keinen Abbruch thun werde. Zu den besonderen Rei W bös Abends gehörte auch, daß sowohl der Rektor wie i and) das Stadtoberhaupt, das übrigens als alter Herr der r ftlaiia auch deren Band angethan hatte, beim Av- liiiqisv eMzelner Lieder eine Charge des präsidierenden Cor Srixoniae übernahmen. Die Stimmung war eine äußW Mgeregte und hielt die Festteilnehmer bis wett m den i ituen Tag hinein zusammen.

- Mannheim, 20. Juni. Bor einigen Tagen ist von ememkousortium das Renner'sche Haus an den Planken um ukSumme von 410 000 Mk. angekauft worden. Das- selb-Leioll uiedergerissen und auf dem dadurch freiwerdenden Ter'« tein großartiges Hansa-Haus ähnlich dem Dovenhof in Jhmfairg und dem Mincing-Lane m London erbaut roerrttoi Das Unternehmen ist in großem Stile gedacht. In i kn nach den Planken zu gelegenen Parterreraumen wer^n prachtvolle Ladenlokalitäten erstellt, ,n den Parterre- räu innm ian der Seidenstraße dagegen ein Amencun bar errijoiiet. Die übrigen vier Stockwerke werden zu Bureaus ücn^M. Im ganzen dürften diese vier Stockwerke zu 50-1-80 Uontors Raum bieten. Es soll dadurch emem tharill« in Mannheim bestehenden dringenden Bedürfnis abqWcn werden. Viele in den industriellen Vororten, sowM auf dem im Bau begriffenen Jndnstriehafen rc. be- tebMk.Fabriken haben das dringende Verlangen, neben den k', öurcraus in den Fabrikgebäuden m dem Innern der StoÄi!! bcrhufs Vereinfachung der Geschäfte em Kontor zu besiM Diesem Wunsche wird nun durch Errichtung des Ha-Wchauses endlich Rechnung getragen Die Lage an der .'i hoWtverkehrsader der Stadt, gewissermaßen m dem Miwmnkt der letzteren, ist eine ganz vorzügliche. Dtt AujlfMilsade des Hansa-Hauses, dessen vier Etagen durch viftiärerbunben werden, soll prachtvoll ausgefuhrt werden unbs me reiche Ausschmückung erhalten.

Sum Mittelrheinischen sangerbundesfest ch ^oden ist "ut zur Vervollständigung des gestrigen Berichts nach- 'zuttMi,' daß derMännergesangverein"-Bmgen m der KlaiWO (Kunstgesang) ebenfalls einen ersten Preis errungen hat:1. Zlvenso fei hier die Punktzahl mitgeteilt, welche die

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- Im Reiche der Cyklopen. Eine populäre Darst^^llung der Stahl- und Effentechnik. Von Amand Freiherr v. Scbweiker- Lerchenfeld. Mit ca. 400 Abbildungen. In 30 Lieferungen ä 50 Psg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen Zwischenräumen. Ausgegeben sind bisher Lieferungen 1 bi» 24. Auch in zwei Abteilungen L 7,50 Mk. zu beziehen; die erste davon ist ausgegeben. (A- Hari- lebens Verlag in Wien.) Die weiteren Abschnitte dieses ebmso retch- haltigen als gediegenen Werkes behandeln in den Lieferungen (19 biS 24) die ausführliche Geschichte der modernen KrregSmarine feit Einführung des PanzerfchtffbaueS, welch letzterem ein besonderes durch da« beste und neueste Jllustrattonsmaterial unterstütztes Kapttel gewidmet ist. Hieran schließt ein ebenso ausführlicher, mit einer Fülle von Abbildungen geschmückter Abschnitt über die fubmarinen Kampfmittel (Minen, Torpedo, Unterseeboote). DaS nächste Haupt­stück deS Werkes ist den Kriegsmitteln zu Land gewidmet, von welchen das Geschützwesen im allgemeinen und die Schnellfeuergeschühe tm besonderen in ebenso übersichtlicher als erschöpfender Weise an der Hand reicher Anschauungsmittel die vorliegenden Hefte fuUen. trs aiebt fein zweites Werk geschweige ein pipaläres das w w erschöpfender Weise, allerdings in knapp-ster Form, daS weitläuff^e Gebiet der artilleristischen Kampfmittel behandelt als die eS. Dabei ist der Vortrag durchaus letchtfaß'.tch, dem Verständnisse eines großen Leserkreises angepaßt. Indes wird auch der Fachmann insofern au« dem schönen Buche Schweiger-Lerchenfelds vielfachen Nutzen ziehen, als in d-msilben ein ungemein vielgestaltiges Material mit *ubm,ns- werter Sachkenntnis zusammengetragen tst-^Sehr instrukttv st. b die vielen schönen Vollbilder, welche moderne Schlachtschiffe, Gr Lvtz- monstra, Panzertürme und Einschlägiges zur Anschauung bringen. Die Fülle be8 Gebotenen ist erstaunlich, und man fragt sich unwill­kürlich, wie es dem Verfasser möglich war, deS riesigen Stost-s Herr zu werden. Die Thatfach^, baß die demselben erwachsene Aufgabe glatt bewältigt wurde, zeigt von dem redaktionellen Geschicke des Verfassers und von dem Nutzen, den da« Werk allen Jnteresimten bieten wird. Mit Spannung darf man den letzten sechs Lieferungen I entgegensetzen, welche die Schlußabteilungen desselben; die Hanv- feuerwaffm und die Verkehrsmittel zu Lande enthalten werden.

Lexikon der Metall-Technik. Handbuch für alle Ge­werbetreibenden und Künstler auf metallurgischem Gebiete. Enthaltend die Schilderung der Eigenschaften unb der Verwertung aller gewerb­lich wichtigen Metalle, deren Legierungen und Verbindungen. Unter Mitwirkung von Fachmännern redigiert von vr. Josef Bersch. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen zu tO Pfq. Die Ausgabe erfolgt I in zehntägigen Zwischenräumen; bisher 5 Lieferungen erschienen. (A. Hartlebens Verlag in Wien.) Die bis nun vorliegenden fünf Lieferungen dieses Werkes - die Artikel Abbrand bis Glockengut enthaltend liefern nach dem einstimmigen Urteile der Fachmänner den Beweis dafür, daß durch dasselbe der Metall Technik ein Hand­buch geboten wird, wie dasselbe bisher für keinen anderen Gewerbe­zweig vorliegt. ES giebt keinen Gegenstand, welcher auf Me alle und die Verarbeitung derselben Bezug nimmt, der in bem Lexikon für Metall-Technik nicht in ausführlicher Weise besprochen wäre. Die Kritik schließt sich daher vollinhaltlich dem an, was schon beim I Erscheinen der ersten Lieferung dieses Buches gesagt wurde:Die ganze Anlage des Werkes und die Durchführung der einzelnen Artikel nirgends zu wenig, nirgends zu viel beweist eine um- fassende Sachkenntnis uad btwunderungswerten Fleiß von Seiten der Mitarbeiter und der Redaktion. Dieses Werk verspricht in der That für fein Spezialgebiet das zu werden, wa« ein KonversattonS- I Lexikon auf dem Gebiete des allgemeinen Wissens ist: ein Buck, 'n welchem man über jede in das Fachgebiet gehörende Anfrage sicheren Aufschluß erhält und welches daher auch verdient, warm empfohlen I zu werden.

Wöchentliche Ueberstcht der Todesfälle in Gießen.

24. Woche. Dom 11. Juni bis 17. Juni 1899. (Einwohnerzahl: angenommen zu 24 500 lincl 1600 Mann Militär). SterblichkeitSziffer: 21,22, nach Abzug der OrtSfremdm 12 73°/o».

Kinder

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« ...p v einjipri Vereine, die einen ersten Preis errungen, erreicht i)ah;kc In der Abteilung C (Kunstgesang) haben erhalten die i.vertäfel"-Weisenau 79 P.,Lieberkranz"-Bockenhelm 76 1 <,Brüberlichkeif'-Neuenhain 74 P.,Harmonie"- K°d. 73 P., ,Säng°rrund°»-MLinz 71 P usw (Die bochiifa 3iii erreichende Punktzahl tn dieser Klaffe sind 84 P.) In: :n Abteilung B (Lieb im Volkston) erhielten bas MLer-Qaurtett"-Hechtsheim 69 P. unbConcordia^- Ho'MM 60 P. (Die höchste zu erreichenbe Punktzahl m

zurück. . I

* Die Statur der Monarchen. Dte Fürsten Europas I weisen hinsichtlich der Körpergröße ihren Vorfahren gegen­über einen ziemlichen Rückschritt auf. Christian L, König von Dänemark, soll 7 Fuß hoch gewesen sein, Christian IX der jetzige dänische Herrscher, mißt nur 5 Fuß 2 Zoll, und sein Sohn, König Georg von Griechenland, ist noch um I 4 Qoö kleiner. Peter der Große von Rußland war em Riese von 6 Fuß 10 Zoll, Zar Nikolaus, der Friedensfürst, ist nur 5 Fuß 6 Zoll groß. Kaiser Wilhelm I. maß 6 Fuß, sein Enkel, Wilhelm II., hat 5 Fuß 8 Zoll. Von den jetzt lebenden Monarchen Europas ist der größte der Kvmg der Belgier mit 6 Fuß 4 Zoll; Königin Viktoria von Groß­britannien ist mit 4 Fuß 10 Zoll die kleinste europäische Fürstlichkeit. , t

* Die Temperatur des kochenden Waffers ist bekanntlich I nicht überall die gleiche. Sie ist abhängig vom Luftdruck und ist demnach je nach der Höhe der einzelnen Gegenden verschieden. In London kocht z. B. bas Wasser bei 212 Grad Fahrenheit, in München schon bei 2091/2 Grad und in der Stadt Mexiko bei 200 Grad. Im Himalaya, bei einer Höhe von 18 000 Fuß, beträgt die Temperatur gar nur 180 Grad Fahrenheit. Wenn also dort ein Londoner Eier kochen will, muß er sie noch eine ganze Weile länger I im Wasser liegen lassen, als er das zu Hause gewöhnt war.

* Siebenhundert Briefe, die persönlich an ihn adressiert sind, empfängt der Präsident der französischen Republik I an jedem Tage. Darunter befinden sich: 250 Bettelbriefe, 150 Gesuche, die politische Angelegenheiten betreffen, 100 Gnadengesuche, 100 Klagen über die verschiedensten Beamten, 80 anonyme Briefe beleidigenden Inhalts und 20 Briefe, die das Staatsoberhaupt mit Ermordung bedrohen. Wollte der Präsident auf jeden dieser Briefe auch nur eme Minute verwenden, so würde er schon allein dadurch täglich beinahe zwölf Stunden verlieren. x ,

Die Bestandteile der Erdrinde. Welche Elemente sich im Innern der Erde vorfinden mögen, wissen wir Nicht; der Mantel jedoch, der Erdboden, das Wasser und die Atmosphäre sind der Hauptsache nach aus folgenden Stoffen | zusammengesetzt: Sauerstoff, Silicium, Aluminium, Eisen, - Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium, Wasserstoff, 4-itan, Kohle, Chlor, Brom, Phosphor, Mangan, Schwefel, Barium, Stickstoff, Chrom. Dies letzte Element macht nur em hundertstel Prozent der Erdrinde aus. Es giebt noch eme aanze Menge anderer Stoffe, darunter namentlich die Edel­metalle, Gold, Silber usw., diese sind aber nur m wenigen tausendstel Prozent vertreten. Sauerstoff fft das am meisten - mit 50 Prozent - vorhandene Element; barauf folgt Silicium (Kiesel) mit 25 und dann Alummmm mit 7V4 Prozent.

' Meratur, Wissenschaft und Kunst.

Mev sieat?" betitelt sich eine Novelle von Viktor Blüthgen, I die in dem neuesten (12.) Hefte der 111 u st r i er t e nF r a u e n- Zeitung" (Verlag von Franz Lipperbetde tn Berlin) veröffentlicht tft Der beliebte Nov'llist Viktor Blüthgen war in der letzten Zeit g-°°-d.n. um 1° «fnultoer Ist.s, wkber einer I seiner fein abgefttmmten Novellen zu begegnen. In

wird ein interessantes Problem behandelt, das nicht allzuJeltenJm Lebe» vorzukommen pflegt: Eine junge Frau widersetzt sich dagegen, I mit ihrer Schwiegermutter zusammen zu wohnen, der Verfasser hat I die Fäden so geschickt geschürzt, daß man auf die Fortsetzungen der I Novelle gespannt sein darf. Wie feinsinnig Blüthgen ist, l>avon giebt auch ein im selben Hefte veröffmtlichteS GedichtHand in I 8-nnnts' wir stehen nicht an, es als eines der besten Gedichte I Blüthgens zu bezeichnen. AuS dem weiteren Inhalt des Heftes heben eine HumoreSke"Brennende Liebe" von Alwin Romer und eine | sehr lebendige PlaudereiDie Presanella, eine EiStour von