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Freitag den 23. Juni
Samoa im Reichstage
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es weder auf Reichtum und Ansehen ankommt, die aber tets aus dem Stamme der Mandschu entsprossen sem
W»' di- z-st«'k" Wilhelm Daniel -
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”V't genest im Anzeigen zu der nachmittag- für den mttn Don t fet|tnNNl41l erscheinenden Nummer bis vorm. 10 Uhr. 9 btt 26* Bb itjJ,' «StuT
Bon der Friedens-Konferenz
U6‘ Man'kenitt°das Milchen'von einem, der auszog, um S', KTnSÄ w»Ä schastlichen und finanziellen Folgen des zukünftigenKneges beigewohnt Hal, wird jedenfalls eine ganz eu $ wirtschaftlicher uno yinuiiäicuvi * 'i
stellung dessen, was man unter „Gruseln versteht, mit nach h r unendlich viel gelitten, aber zu Grunde wurde ?>ause genommen haben, und wenn Graf v. Capri $ | 9 ix.., k««« k;»a ift in unter anderm auch eme
fote hätte er für das von ihm zuerst gebrauchte Wort rcvrr, yunv w i STtoitrSno npfimhen.
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Dlätter für hessische Uolkslmnoe.
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Wasserstraßen beweisen, denen Europa wenigstens vorläufig nichts Gleichbedeutendes an die Seite stellen kann.
Eine der Hauptursachen des unaufhaltsamen Verfalles, der sich seit einem Säkulum bemerkbar macht, tritt zu -tage, wenn man der bekannten Weisung folgt: Cherchez la femme. Früher war dem allerdings nicht so. In den goldenen Seiten der Mandschudynastie, die nunmehr schon seit länger als 250 Jahren den Thron behauptet waren die dieser Familie entstammten Herrscher gewaltige Kriegshelden, welche aber auch von den riesigen Hilfsmtttetti lhr^ Reiches in Friedenszeiten einen sehr energischen Gebrauch
Das Szepter über diesen in geometrischen Progressionen wachsenden Harem schwingt die Kaiserin-Witwe, die einflußreichste Person im ganzen Lande, welcher sich der regierende Kaiser stets fügt, und welche, wie die Ereignisse am chinesischen Hofe im vorigen Jahre gezeigt haben, unter Umständen nicht davor zurückschreckt, dem regierenden Kaiser die Hügel der Gewalt zu entwinden. Der jetzige Kaiser Kwang-Szü mußte seine Reformfreundlichkeit, welche der reaktionären Kaiserin-Witwe Tsu-Hszi verhaßt war, damit büßen, daß er von dieser durch eine Palastrevolution, die sechs seiner Ratgeber das Leben kostete, beiseite geschoben wurde, und daß er dabei nicht selber um seinen Kopf kam, verdankt er jedenfalls nur dem Umstande, das er sich willig ins unvermeidliche fand. .
Die Kaiserin-Witwe ist nun keineswegs immer die Mutter des regierenden Kaisers; denn dieser braucht durchaus nicht der Sohn der Frau ersten Ranges, oder wenn von dieser kein Sohn vorhanden ist, einer Frau des nachst- höchsten Ranges zu sein, sondern stammt häufig von einer Frau der vierten oder fünften Rangstufe.
Infolge dessen ist sie häufig mit dem Kaiser garmcht verwandt. Ihr Einfluß am Hofe aber ist trotzdem em unbegrenzter; denn sie entscheidet darüber, ob und welche Mädchen aus dem Mandschustamme der Kaiser ehelichen darf; die Frauen des kaiserlichen Harems können m höhere Klassen befördert, aber auch wegen der verschiedensten Vergehen wieder degradiert werden; auch darüber verfugt di Kaiserin-Witwe. Origineller Weise werden diese Der schiebungen im Pekinger Staatsanzeiger ebenso, als ob es sich um Veränderungen im Beamtenstatus
Sie entstammten einem tungusischen, also eigentlich sibirischen, an Anstrengungen und Entbehrungen gewohnten Volksstamme, und bewahrten mit der Einfachheit ihrer Sitten auch die innere Kraft noch durch einige Generationen. Allmählich aber legte sich auch um sie der höfische Zwang, und die erschlaffende Haremswirtschaft erstickte die besten
^Der letzte thatkräftige Kaiser Khian-lung starb im Jahre 1799, also vor genau 100 Jahren, nachdem er schon drei Jahre zuvor dem Throne entsagt hatte, und nun begann mit dem Regiment seines Sohnes und Nachfolgers Kia-king eine Zeit derFrauenintriguen und Palastrevolutionen, wie wir sie nur im alten cäsarischen Rom oder allenfalls unter der Herrschaft des Regenten von Frankreich im vorigen Jahrhundert wiederfinden. Dazu bot die eigen tümliche Zusammensetzung des kaiserlichen Hofes allerdings Veranlassung genug. Kein Monarch der Erde ist durch die Vorschriften des Zeremoniells so eingeengt, wie der Kaiser von China. Dieses Zeremoniell, welches seine Tageseinteilung von früh bis abends beherrscht, schreibt ihm auf das strengste vor, daß er außer einer Frau ersten Ranges 9 Frauen des zweiten Ranges, dann 27 Frauen des dritten
es ihm ernst war mit der —-----•- .
feine Rechte auf Samoa behaupten, ohne sich von dem Rechtsboden verdrängen zu taffen. Die Verletzung deutschen Rechtsgefühls wird eine moralische und materielle Genugthuung zur Folge haben, des dürfen wir sicher I°m. Wir können der Energie unserer Regierung vertrauen, daß letztere kraftvoll die deutschen Interessen wahrmmmt und unsere Landsleute gegen fremdei Uebergriffe schützt . o" dieser lleberzeugiing kann uns die Darlegung $>m v. Bülow wiederum nur bestärken. (xxj
ändert, diese von jener also gelähmt wird.
I । Besonders russisch waren die Ausführungen über die , I Verproviantierungen der riesenhaften modernen Heere. Ge- linqt es auch, meinte der Redner, die notigen Lebensmittel
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war mit der Versicherung, Deutschland werde | jungen auä der SU^Schmllftuergesechte mst Hilft des ......... „h„e ft* von dem werden -onne,^ie heutigen Kustenbesch.eßungen mit den Pfeil- und Bogenkämpfen und den Landungen S,... -1- »«* -»>
alter-8 geführten Kriege zum Vergleichungspunkt genommen hätte V hätte er seine Schlußfolgerungen sehr bedeutend ändern müssen. Wer erinnert sich nicht der bangen Tage nack dem Ausbruch des deutsch-französischen Krieges im Jahre 1870? Wurde da nicht überall bangenden Herzens hie Thattacfoe festgestellt, daß man vor einer ganz neuen, die tintigen unOsurchtbar-r Schrecklichkeit weit hinter sich ö s-nd-n Phase der Kriegführung stehe? Welche Schreck- I Xnfte knüpften sich an die furchtbare Wirkung der Chasiepots und der Mitralleusen, von denen man IM Geist schon ganze Bataillone niedergeschmettert W Tr"nkreich ' in «irtfchaftlichcr und.sinanz.eller Hmsich durch den
Beratung des regenden Wein zu gießen. Herr v. Bloch liebt es, ' schreiendsten Gegensätze nebeneinander zu ftellen, und wenn
' er z. B. ausführt, daß in früheren Zeiten nur die Stadt,
I bu^ch v «9 • _«. ornfpn Iinb 'Zörftr I ÄÄ ft w^^damii'doch nicht viel gewonnen, da
> Ä M ! SS I dafür hat, M Proviant
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füllung ^aXgaXn^innen, wie zum Beispiel I Ranges und enMch^ g°r^S1 Frauen E'Lah?°uoch be- )ie Riesenwerke des Kaiser kanals und anderer kuns lcher | eh 4 h Frauen fünften Ranges nehmen, bei deren Wahl tmAnorftrnßpn hptupifpH. denen Europa wenigstens vorläufig ttevig r> I______ • nnFnmmt hip aber
^Klluenregiment und Walasiintriguen am chinesischen Kofe.
B°n H-riber, °°n Vlll-r-Nernberg.
----- , Huna, das Reich der Mitte, dessen Bevölkerung von . ■ II meWM 400 Millionen Seelen die des gesamten Europa
Pj W"1 I10SK ein bedeutendes übertrifft, steht seit Jahr und Tag flfiP 5 IWW j„ iitilpunfte der lebhaftesten Diskussion. Em R«ch, > welW isich Jahrtausende hindurch von allen fremdländischen einW« abzusperren wußte, und, m si°^°r S°lbstgenug- ' samill!! Wne eigenartige Kultur aufbauend, eine Welt für ffir W' . sichMitte, geht - das kann kein Einsichtiger mehr leugnen -*-■— - i^iiigslos und unaufhaltsam m krummer. Erstaunt fraMückh der nachdenkende Verstand, welches bte inneren GrM): sind, aus denen ein sonst so intelligentes Volk, welsilü- obendrein den Hochmut auf seine nationalen Elgen- tWNten bis ins Krankhafte treibt, und uns Europäer alsii 3jt:baren und weiße Teufel betrachtet, thatenlos zu- .fieflÄm eben diese verhaßten Westbewohner an ihm lang- aÄI Werk der nationalen Entmannung vollziehen und ni^juimmal einen Versuch macht, das drohende Joch der ich«»" Mp*. i frennta Eindringlinge zu zerbrechen.
eM Sann hat in dickleibigen Buchern viel von der Ver-
JXv knShtziiMg der chinesischen Zivilisation und von dem stag- . '' „ ti uiEi-m inneren Wesen des Chinesen ge prochen d,e an, Äittstltl qeE« eiine politische Wiedergeburt unmöglich machen. Daß , bienata nur allgemeine Redensarten sind beweist uns d.e * 'eX in allerdings nur wenig bekannte Geschichte des „iRiHnotiches, der zufolge der Staat der Zopstrager noch SiH** vomtmtigen Jahrhunderten, ja, eigentlich bis gegen Ende »rl«”' „ dfl des!t.:,ii°gen Jahrhunderts ein blühendes Gemeinwesen war
voiWlmiigerifcher Tüchtigkeit nach außen und ernster Er-
$i( Erklärung des Staatssekretärs von Bülow war MM dtll klar,:,.IwtpP und bestimmt. ™
A-chl im deutschen Reichstage wie im preußischen Juli 1899 itu,elstoMlti:nhaufe hat sich zum Sesstonsschluß eine große * ***;... üllel itoffanteu Akbeitsstoffes zusammengedrangt. Wenn " Nlltajt nud- ^o-Strikevorlage das Hauptinteresse in Anspruch nimmt, 60IH11I bm ta* d«ch weite Kreise gewichtige Grunde, auch dem Ham ' delspAMarium mit England Aufmerksamkeit ruzuwendex R. Mrniito. leber-uftin dürfte es eigentlich nicht, daß bei der Beratung o.cfe™:Mage, die große Politik unsere gefamten Be- -ehuiMp ljU Großbritannien, berührt wurden. Wir haben
1 von • 3Bi|er Stelle ja schon ost Gelegenheit genommen, das Verh Muis Deutschlands zu England einer Besprechung zu untern*!.. Beide Reiche verbindet eine Jahrhunderte
, , Itc Ä'ttonelle Freundschaft, die eigentlich niemals derart 1 • abend, diJHn.r rben ist, daß die Entscheidung von Zwistigke ten ' • • » 1 . cklstit Waffen in Frage gekommen wäre. Im Gegentett, > 4. Wagenklah as i mische und das englische Volk stand in schweren ^agen , au, welchen di- > timr Waffenbrüderschaft zusammen: der Tag von hllich find. WatecÄoo -wird dies niemals vergessen lassen.
Emfanag.^ rie ^Differenzen, welche zwischen uns und England ^Ulp'UttgS. Q ,den datieren erst aus neuerer Zeit, seitdem i* . «n <. .....__11 S. a(Sfammi’dilCtl ni1 PT1
es uich. gerich.et, deun dies ist ja unter anderm auch eine
®mpfang5-l e t Yin”*/ ” at’S: eli? er ft aus neuerer Zeit»noblen I ?^Q^.en^ur^ ^nen^ Verlesungen operierte v" Bloch auch I LMNÄLxTLMsZ
» Hornberger cuWi1||) au dem Weltmarkt mit den Starnrnesgenossen Wie tn allen seinen Vorlesungen opene ^at) Bernatben, und wenn man einen Bolkswwt vor Me tuatg
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. :tGr^ zur Folge ha^'was" freilich "An HftdeA ""^Daß ein Krieg bereits^b°i feinem Ausbruch ^noch dessenJahrhundeNendan'fe^nem^Leibe^spürt, heut! ein Ding HM und dm Ahjldeitl!, uns bei passender Gelegenheit ein Bein zu stellen. I ehe die Waffen Zander ge reuz ha Katastrophen I der Unmöglichkeit ist. Auch mit der im zweiten eter j veMMl«Dasi » zuletzt auf Samoa der Fall. Die dortigen Vor- Verwirrung unganjen mit «t i«™ ei„c Not- Vorlesung durch Lichtbilder verdeutlichten furchtbaren Wirkung
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* ^iebiiomamn von Sonnenberg die Samoaftage anschnttt und n Ah. hie Miorung zu einer Erwiederung herausforderte.
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Zweites Blatt
Gießener Anzeiger
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V)CHCI(11 E nehmen Anzeigen für den Ren« Anzeiger -ntgeg«.
Amts- und Anzeigeblatt für den Nreis Gieizen.


