Jndustriebezirken wird beschlossen, die GeschLstsordnungS- Kommission zu beauftragen, die Frage zu entscheiden, ob und in welcher Weise Petitionen von Nichtpreußen im Herreuhause zu behandeln seien. Ein Antrag Below-Saleke betreffend Beaufsichtigung der schulentlassenen Jugend bis zu 18 Jahren, mit einem Zusatz Graf Hausdorf, werden nach kurzer Debatte an eine Kommission von 15 Mitgliedern verwiesen. Nächste Sitzung morgen 1 Uhr.
Berlin, 21. März. Zur letzten Krisis. In der Presse werden der König von Sachsen, der Regent von Bayern und der Herzog von Meiningen als diejenigen deutschen Fürsten namhaft gemacht, die beim Kaiser gegen eine Auflösung des Reichstags wegen der Militärvorlage vorstellig geworden waren. Aus der Fassung dieser Nachricht, wie aus den Betrachtungen der Presse über die Zweckmäßigkeit einer Reichstagsauflösüng kann der unkundige Leser den Eindruck gewinnen, als ob der Kaiser die Auflösung des Reichstages zu verfügen hätte. Es erscheint daher der Hiuweis auf den einschlägigen Artikel der Reichsverfassung, welcher durch das Gesetz vom 19. März 1888 über die Verlängerung der Legislaturperiode modifiziert ist, am Platze. Artikel 24 besagt danach: „Die Legislaturperiode des Reichstages dauert 5 Jahre. Zur Auflösung des Reichstages während derselben ist ein Beschluß des Bundesrats unter Zustimmung des Kaisers erforderlich." — Aus dem Vorstehenden ergiebt sich, daß der Kaiser allein den Reichstag nicht auflösen kann, sondern der Zustimmung des Bundesrats zu diesem Schritte bedarf. Ob gegenwärtig ein solcher Beschluß des Bundesrats ohne allzu schroffe Majorisierung hätte herbeigeführt werden können, erscheint trotz aller Nachgiebigkeit, die der Bundesrat in dem lippischen Handel bewiesen hat, nicht als absolut feststehend.
— Herzog Ernst Günth er zur Kanalfrage. Die Mitteilung, der Herzog Ernst Günther zu Schleswig- Holstein habe sich gegen den Mittellandkanal in einer Sitzung der Schlesischen Landwirtschaftskammer ausgesprochen, soll nach der „Post" nur teilweise richtig sein. Der Herzog verlangte Kompensationen für Schlesien wegen der zu Ungunsten der schlesischen Industrie zu erwartenden Verschiebungen, bewies jedoch auf Grund statistischen Materials, daß die sonstigen Gefahren von schlesischer Seite vielfach überschätzt würden.
— Zur Kritik der Kanalvorlage bringt die amtliche „Berl. Korr." einen längeren Artikel, der sich bemüht, die Einwürfe zu widerlegen, die von verschiedenen Jnteressentengruppen gegen den geplanten Kanalbau geltend gemacht werden. Es heißt da z. B.: Manche aus lokalen Wünschen und Befürchtungen hervorgegangene Einwände können indessen schon jetzt als zu weitgehend bezeichnet werden. So z. B. ist die Besorgnis der Hamburger Handelskammer, daß die außerdeutschen Rheinhäfen, also etwa Rotterdam, durch den Kanal von Dortmund nach dem Rhein besonders große Vorteile gegenüber den deutschen Elbhäfen genießen würden, wenig gerechtfertigt. Denn für die außerdeutschen Rheinhäfen steht der Rhein schon jetzt zur Verfügung; zum Zwecke der Verhinderung einer Bevorzugung derselben durch den Dortmund-Rheinkanal soll aber auf diesem die doppelte Kanalfracht erhoben werden. Umgekehrt hat Hamburg durch den Mittellandkanal erhebliche Vorteile zu erwarten, da die Elbe, für deren Schiffahrtsinteressen schon viel geschehen ist, das natürliche Bindeglied zwischen dem Kanal und Hamburg bildet. Auch die Befürchtungen der Oppelner Handelskammer, daß die schlesische Holzindustrie und Forstwirtschaft durch den Mittellandkanal schwer geschädigt werden würden, sind mindestens stark übertrieben, da gerade diese schlesischen Erwerbszweige durch den neuen Wasserweg in Verbindung mit der Oder auch sehr wesentliche Vorteile genießen würden, indem insbesondere Grubenhölzer aus Schlesien direkt zu Wasser bis ins Ruhrkohlenrevier geliefert werden könnten. Indem sodann die eingehende Erörterung der Beschwerden einzelner Jnteressentengruppen noch Vorbehalten wird, werden einige Fragen allgemeiner Natur einer Betrachtung unterzogen, so z. B. die Höhe der Baukosten. Die Gegner der Vorlage meinen u. a., man solle statt der 261Millionen für denKanalbau lieber 20—30Millionen für Ermäßigung der Eisenbahntarife aufwenden. Darauf wird u. a. erwidert: Die Baukosten des Kanals verteilen sich auf zehn Jahre, betragen also für diesen Zeitraum 26,1 Millionen jährlich, kommen mithin in ihrer Ziffer einer jährlichen Aufwendung von 20 bis 30 Millionen für Tarifermäßigung ungefähr gleich. Die Kosten der Tarifermäßigung sind aber gleichwohl schon deshalb die ungleich höheren, weil sie doch auf absehbare Zeit weiter zu tragen sind, während die Baukosten des Kanals im Betrage von durchschnittlich 26,1 Millionen jährlich nur für einen Zeitraum von zehn Jahren in Frage kommen. Ueberhaupt aber ist die Anschauung unhaltbar, daß es sich bei den Kosten des Kanals um eine etwa aus der Steuerkraft des Volkes zu machende Aufwendung Handels. Der Kanal wird ein werbendes Verwögen darstellen, dessen angemessene Verzinsung nach sorgfältig aufgestellten Berechnungen außer Zweifel steht. Die Aufwendungen für Tarifermäßigungen hingegen werden aller Wahrscheinlichkeit nach in einem, durch steuerliche Mehrleistung oder durch Verringerung der Staatsausgaben auszugleichenden Ausfall der Staatseinnahmen zum Ausdruck kommen. Bei den Tarifermäßigungen würde es sich also um eine wirkliche Belastung der Staatsfinanzen, bei dem Kanalbau lediglich um eine Kapitalaufwendung mit angemessener Verzinsung handeln. Noch schlagender wird der Vorschlag einer Eisenbahntarif-Ermäßigung in folgendem Hinweise als unzweckmäßig gekennzeichnet: In der Begründung der Kanalvorlage ist als wesentlicher Zweck' des Kanalbaues die Entlastung der Eisenbahnen angeführt, die den Bedürfnissen des rasch wachsenden Güterverkehrs zu genügen auf die Dauer nicht imstande sein würden. Wie kann angesichts dieser Zweckbestimmung des Kanals von einem Ersatz des Kanalbaues durch Ermäßigung der Eisen-
bahutarife gesprochen werden? Durch Gewährung von Tarifermäßigungen würde doch der Verkehr notwendig eine weitere Steigerung erfahren. Dadurch würden die Eisenbahnen ebenso notwendig, noch früher als jetzt vorausgesehen werden kann, am Ende ihrer Leistungsfähigkeit anlangen.
— Der von sozialdemokratischer Seite einberufene Bauarbeiterschutz-Kongreß ist unter Beteiligung von 320 Delegierten in Berlin zusammengetreten. Staatssekretär Graf Posadowsky hatte das Ersuchen um Entsendung von Regierungsvertretern zu den Verhandlungen abgelehnt, da die Dienstgeschäfte seines Resiorts diese Entsendung nicht zuließen. In der Versammlung wurde eine staatliche Prüfung und Kontrollierung aller Bauprojekte, allmähliche Abschaffung des Submissionswesens, Förderung der Fachschulen und Organisation der Bauarbeiter verlangt; die Einführung des obligatorischen Befähigungsnachweises für die Bauausführenden wurde dagegen als vollständig zwecklos bekämpft.
Ausland.
Wien, 21. März. Durch die neuerdings verbreiteten Meldungen, wonach das Kabinett Thun ins Schwanken geraten fei, ist den österreichischen Klerikalen doch etwas bange geworden. Daher läßt sich ihr Grazer „Volksblatt" jetzt „von wohlunterrichteter" konservativer Seite schreiben: „Das Ministerium denkt nicht daran, mit dem Cesky klub zu brechen, und dächte es daran, so würde ein Höherer es wieder daran verhindern. Graf Thun hat den Führer der Rechten gelegentlich der Vertagung des Reichsrates zugesagt, daß die Ferien ihnen keine unangenehme Ueberraschung bringen würden. Graf Thun und sein Ministerium lassen sich ebensowenig in eine antitschechische als in antideutsche (?) Politik drängen, denn sie wissen ganz gut, daß in Oesterreich nur eine Politik des nationalen Juste milieu (!) möglich ist. — Der weiteren Entwicklung der Dinge darf man mit um so größerem Interesse entgegensehen, als den Tschechen unerwartet aus Ungarn Hilfe zugesagt worden ist. Graf Stefan Tisza, der Führer der Tisza-Gruppe der Regierungspartei, hat im Abgeordnetenhause eine Rede gehalten, in der er verlangte, daß Ungarn auch mit einem föderalistisch organisierten Oesterreich sich befreunden solle. „Wie sich", so sagte er, „die einzelnen Völkerschaften und Länder des anderen Staates unter einander einrichten, das geht Ungarn staatsrechtlich nichts an, so lange die Gleichberechtigung zwischen Ungarn und diesem Konglomerat besteht. Darein darf sich Ungarn nicht mengen." Das föderalistische, das ist das slavisierte Oesterreich. Bei den Tschechen hat diese Rede natürlich große Freude erregt; es fragt sich indes, ob die in ihr enthaltene Politik auch diejenige der ungarischen Regierung ist." — Was die auswärtige Politik Oesterreich- Ungarns betrifft, so weisen verschiedene Umstände darauf hin, daß die französisch-tschechische Agitation gegen den Dreibund planmäßig betrieben wird, ohne daß man bisher in der regierungsfreundlichen Presse Cisleithaniens eine entschiedene Abwehr für notwendig gehalten hätte. Und andererseits verraten gewisse reichsdeutsche Preßstimmen ganz augenfällig, wie man an maßgebenden Berliner Stellen sehr wohl Kenntnis besitzt, daß ernst zu nehmende Kreise in Oesterreich den Dreibund nicht mehr als „politische Aktualität", sondern als „historische Rarität" betrachten wollen. T. R.
Paris, 21. März. Zu den Kammerverhandlungen über den Haushalt der französischen Marine und zu der republikanischen Günstlingswirtschaft schreibt man der „T. R." von hier: Die radikale und sozialdemokratische Presse geht mit Schweigen hinweg über die selbst von leitenden republikanischen Blättern, so vom „Journal des Döbats" als „bittere Wahrheiten" anerkannten Ausführungen des Admirals Rieunier gegen den Marineminister Lockroy. Der Admiral wandte sich zunächst gegen die Rede des Ministers und wies nach, wie wenig Sachkenntnis darin enthalten sei. Dann geißelte er die erstaunliche Günstlingswirtschaft, die in den Bureaus des Marineministeriums herrsche. Zwei Advokaten ohne Beschäftigung, die ei re Zeit lang Unterkunft als Privatsekretäre bei radikalen Politikern gefunden, sind jetzt in leitenden Stellungen im Marineministerium und erteilen Befehle an Männer, die im Dienste ergraut sind. Blätter, die Jahre hindurch die Marineverwaltung in derselben Weise angegriffen haben, wie seinerzeit.der Abgeordnete Lockroy, sind aus der Kasse des Marineministeriums unterstützt worden. Der Redakteur eines seither eingegangenen radikalen Blättchens, das die Lockerung der militärischen Mannszucht predigte, wurde anstelle eines verdienten Mannes zum Bibliothekar im Marineministerium ernannt. Lockroy konnte weder diese Anklagen noch die fachmännischen Darlegungen des Admirals widerlegen. Daß die Zeitungen darüber schwiegen, kommt vielleicht daher, daß der franzö- sische Marineminister in Wirklichkeit Simon heißt. Ursprünglich Schauspieler und „Dichter", erlangte er einen gewissen Ruf nur, weil er der zweite Mann der Schwiegertochter Viktor Hugos wurde, und als solcher zu den radikalen Politikern von der Richtung des Herrn Clernenceau ging. Wie er Marineminister geworden, das ist ein Geheimnis. Denn der Umstand, daß Lockroy in der Kammer gerne Kritik an der Marine übte, kann unmöglich entscheidend für die Wahl gewesen sein. Hier haben andere Verhältnisse mitgewirkt. Jedenfalls werden die Engländer sich keinen besseren französischen Marineminister wünschen.
London, 21. März. Um den in der Faschoda-Angelegen- heit besonders rege gewordenen Verdruß der Franzosen über die zweifellose Überlegenheit Englands zur See etwas zu mildern, hatte bekanntlich jüngst der Marineminister Lockroy in der Pariser Kammer eine große Reklame für das französische Unterseeboot gemacht und dabei gesagt: Wir sind Heuer die ersten, die über eine neue Kriegsmaschine verfügen, die, wenn sie auch noch nicht vollkommen ist, uns für die Landesvertheidigung eine neue Kraft, unermeßliche und einzige Vorteile und ein bis jetzt unbekanntes Mittel
giebt, besser als irgendwo ander« die Eigenschaften unfern kühnen und heldenmütigen Seeleute zu verwenden. . . . Wi haben ein bewundernswertes Personal. Wenn dieses P«- sonal merkt, daß an feiner Spitze Männer stehen, die Fon schritte erleichtern, so entstehen jeden Tag solche Fortschritt so machen die Verbesserungen sich so zu scgen selbst. Biel' fach und fast täglich werden Entdeckungen gemacht, so es auch mit dem Unterseeboot gegangen. Was ergiebt stH aus diesen Entdeckungen? Vielleicht eine Umwälzung t» Flottenmaterial, im Seekriege. Die Zukunft wird es um sagen. Inzwischen aber besitzt Frankreich eine wertvolle und furchtbare Waffe." Diese Reklame war schon in ba französischen Kammer nicht ohne fachmännischen Widerspruch geblieben. Kühl erwidern nun auch die „Times", England werde nicht zögern, das französische Unterseeboot nachzu- ahmeu, falls sich die Vorzüge desselben bewahrheiten, und bemerkt, Frankreich könne ja doch nicht daran denken, mit England zur See zu wetteifern. Spitzig fügt ferner das Cityblatt fein Bedauern hinzu, daß der französische Marine Minister in der Kammer nicht angedeutet habe, ob der Marinc- haushalt Frankreichs bei gewissen Möglichkeiten eine Herabsetzung erfahren solle, während Goschen doch im Lonbvmr Unterhause eine Verminderung des britischen Marinehou?- halts für den Fall angekündigt habe, daß die Abrüstungskonferenz im Haag ein Ergebnis zeitige. — Dieser Ausfall gegen den Verbündeten Rußlands ist um so boshafter, alt die Note Murawiews unter denjenigen Kriegsmitteln, bit womöglich durch gemeinsame Uebereinfunft zu verbieten wären, gerade auch den Stolz des französischen $701:01 fr Ministers — die Unterseebote —> genannt hatte.
Lokales und Provinzielles.
Gießen, den 22. März 1899.
-e- Stadttheater. Ein zahlreiches und überaus beifallslustiges Publikum war gestern zum Ehrenabend der Herren Wilhelmi nnd Walter int Theater erschienen. Dic Beliebtheit, deren sich die beiden Benefizianten zu erfreuen haben, war daraus recht ersichtlich, und äußerte sich außerdew durch zahlreiche Kranzspenden, sowie durch Ueberreichung üon Austern und Sekt, einer riesigen Tabakspfeife und — last not least — eines Fasses Bier. Gegeben wurde die Treptow'sche Gesangsposse „Unsere Don Juans" mit Musik von Franz Roth. Dieses tolle Stück mit seinem lustigen Wirrwarr, seinen gut plazierten Witzen und ansprechenden Kouplets gab sowohl Herrn Wil heim i als Hans Timpe, als auch Herrn Walter als Wenzel Navratii reichlich Gelegenheit, ihr Können zu zeigen. Beide Herren boten ja im Laufe der Saison manche gute Leistung, aber wir glauben nicht, daß die urwüchsige Komik Herrn Wil helmis häufig so zwerchfellerschütternd wirkte, wie gestern abend. Herr Walter charakterisierte den böhmischen Granatenhändler ganz vortrefflich. Vorzüglich bei Stimme, flott im Spiel und von wirklich reizender Erscheinung war Frl. Schuhmann als Navratils Tochter Kathinka, der sich Frl. Sitar di als Lene Schimmer würdig anschloß. Herr Direktor Helm brachte den ältlichen Don Juan Hugo Schwalbe mit ausgezeichnetem Humor zur Darstellung; ebenso muß die Regieführung dieses Herrn als muftcrgiltig bezeichnet werden. Auch alle anderen Rollen lagen in gutes Händen, so leistete das Gigerltrio der Herren Merker, Köhler und Werner in diesem Fache hier noch nicht Gesehenes. Mitglieder des Bauer'schen Gesangvereins, sowie die Regimentsmusik unterstützten das Ganz- in gewohnt trefflicher Weise.
*• Stadttheater. Es bestätigt sich, daß das Gastspiel des F äulein Lucie Vierna aus München nicht statt findet. Stattdessen ist seitens der Direktion für Donners tag den 23. d. Mts. als vorletzte Aufführung der Saison noch einmal eine Volksvorstellung angesetzt. Die Freitagsaufführung (letzte Vorstellung der Saison) hat bu Direktion Herrn Franz Merker als Benefiz gewährt — Die Volks Vorstellung betreffend, sei noch bemerkt daß auf vielfachen Wunsch Hauptmanns Schauspiel „Fuhrmann Henschel" gegeben wird. Der enormer Honorarkosten wegen sind die Eintrittspreise mieberun erhöht, und belaufen sich auf Mk. 1.— für Loge 60 Pfg. für Saalplatz, 30 Pfg. für Gallerte.
Aus der Zeit für die Zett.
Vor 236 Jahren, am 23. März 1663, wurde zu Lübeck August Hermann Francke geboren, ein echter Christ obschon von den starren Dogmatikern seinerzeit verfolgt Auf Gott und gute Menschen bauend, schuf er, mit Nicht! beginnend, unter aufopfernder Mitwirkung seiner Freund- Neubauer und Elers, das Waisenhaus, Pädagogium, di- lat. Realschule, die Bürger- und Armenschule und als nutz bringende Anstalten, eine Buchhandlung, Buchdruckerei uw Apotheke in Halle a. S. Im Hofe des Waisenhauses steh seit 1826 das eherne Standbild des werkthätigen Menscher freundes, der am 8. Juni 1727 in Halle starb.____
Eingesandt.
Gießen, 22. März 1899-
Als letzte Vorstellung der Saison und B e n e s t z f^ den liebenswürdigen Bonvivant unserer Bühne, Herrn Merker wird nächsten Freitag Ludwig Fuldas treffliches Lustspiel ,3 u flCDJ freunde" im Gt tzener Stadttheater gegeben. Gelegen»«« » ersten Aufführung dieses Stückes im Theaterverein hat der »@«<8®^ Anz." bereits die Bedeutung Ludwig Fuldas und seine- Stiles gewürdigt. ES erübrigt deshalb nur noch, nochmals aus v« Brmfizianten des Abends, Herrn Merker, hinzuweisen, heiterer Kunst wir in diesem Winter manche genußreiche vrun» verdankt haben. Jeder, der Herrn Merker in Sudermanr „Glück im Winkel", in Fu'.daS „Talisman", in Halbe- Erde" und so manchen anderen Stücken und verschiedeaan S Rollen zu sehen Gelegenheit batte, wird dem strebsamen javS Manne da- Prädikat echter Künftlerschaft nicht versagen könl^- Möge dem »ielbeklatschten „Herrn Oberkellner" au- dem Rößl" ein volles HauS an seinem Lhrenabend zeigen, ratz Gießener für echte Kunst empfänglich sind.
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