nahm. Schon in wenigen Jahren hatte dieses Unternehmen, in dem heute etwa 3000 Arbeiter beschäftigt werden, einen Weltrus erlangt. Später trat Clemm von seiner leitenden Stellung zurück, blieb aber Mitglied des Aussichtsrats der inzwischen zu einer Aktiengesellschast umgewandelten Fabrik. Er übernahm bald darauf das Amt des Generaldirektors der Zellstofffabrik Waldhof, die jetzt ebenfalls einen Weltruf genießt, und behielt es bis zu seinem Tode bei. In zahlreichen anderen industriellen und sonstigen Aktiengesellschaften war er Mitglied des Aufsichtsrates, bezw. Borsitzender desselben, so der Pfälzischen Bank in Ludwigshafen und der
Minister. ,
Paris, 21. Februar. Das Leichenbegängnis des Präsidenten Faure dürfte sich sehr imposant gestalten.
Paris, 21. Februar. ' Der Berichterstatter der Revisions-Kommission verlas heute im Senat seinen Bericht. Der Ausschuß hat sich mit 5 gegen 2 Stimmen zu gunsten des Antrages ausgesprochen.
Paris, 21. Februar. Der Finanzminister Peytral hat die Kandidatur für den Präsidentensitz im Senat
es ihr."
— Das Zentralkomitee für die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands, in das bekanntlich auf der Krefelder Versammlung an Stelle des bisherigen Kommissars der Generalversammlung Fürst Löwenstein gewählt wurde und an dessen Spitze Graf Droste-Vischering steht, tritt heute in Berlin zu einer Sitzung zusammen, um sich namentlich mit der Vorbereitung der nächsten General- I Versammlung in Reiste zu beschäftigen.
— Sozialdemokratie und Sittlichkeit. In der „Kreuzzeitung" findet sich folgende Mitteilung: „Der „Berliner Arbeiterkalender" bringt u. a. eine von der „berühmten" Agitatorin Klara Zetkin übersetzte Novelle von Maupassant, die dem Verleger nach langer, mit Ausschluß der Oestentlichkeit stattgefundener Verhandlung eine Geldstrafe von 100 Mk. zugezogen hat. Außerdem ist auf Vernichtung der noch vorhandenen Exemplare des Kalenders I erkannt worden unter der Begründung, daß die genannte Novelle objektiv unzüchtig und geeignet sei, das sittliche Gefühl gröblich zu verletzen. Der Angeklagte sei sich dessen bewußt gewesen und habe deshalb bestraft werden müssen."
Aus Nordfchleswig. In zwei ländlichen Amtsgerichtsbezirken war bekanntlich begonnen worden, solchen Ellern, die ihre Kinder auf eine Danisirungsanstalt nach Dänemarck
eine Reise antreten wollte und im Begriff war, seine Woh- nung zu verlassen, ereilte ihn ein tödlicher Gehirnschlag.
»D. Ztg."
— Kamerun. Eine Vergrößerung des Hinterlandes von Kamerun? lieber die Ergebnisse der bekannten, vor Jahresfrist zum Abschluß gelangten Mission Gentil liegt nun auch eine Kartenskizze vor („Mouvement G^ographique"
angenommen.
Spanien. Die traurigen Vorgänge des jüngsten Krieges beschäftigten am Montag das Parlament. Als der Präsident im Senat beantragte, den vom Ministerpräsidenten verlesenen Gesetzentwurf betreffend die Abtretung
der Philippinen einer Kommission zu überweisen, erhöbe« die Konservativen Einspruch, worauf der Präsident seine« Antrag zurückzog. Nun wollte Graf Almenas die Erörterungen gegen die Generale, namentlich gegen Primo de Rivera, Weyler, Blanco, Cervera und Linares erneuern und über die schimpfliche Kapitulation von Santiago sprechen. Es erhebt sich allgemeines Lärmen, mehrere Personen wurde» von den Tribünen entfernt. Sagasta verteidigt die Regierung und die spanische Friedenskommission in Paris und greift die Bereinigten Staaten an wegen ihrer Forderungen, )ie nicht mit dem Protokoll übereinstimmten. Man könne nicht über den Krieg diskutieren, denn die Generale ständen noch unter gerichtlicher Verfolgung. Graf Almenas beschwert sich darüber, daß noch kein General gehängt sei. Graf Almenas erhebt heftige Beschuldigungen gegen die Generale und setzt unter großem Lärm seine Angriffe gegen mehrere Generale fort. Der Kriegsminister protestiert hiergegen, die Lage auf Cuba sei unhaltbar gewesen. Graf Almenat erwidert, Portoriko habe sich schimpflich ergeben. Marschall Primo de Rivera erklärt, solche Angriffe seien ungerecht, sie könnten sogar als feige bezeichnet werden. Almenas sei ein Verleumder. Graf Almenas erwidert, er werde seine Behauptungen beweisen. Marschall Blanco erklärt, die Generale und die Armee'hätten tapfer gefochten; er trage die Verantwortlichkeit für die Ereignisse auf Cuba. Der Minister für die Kolonien verteidigt die Amtsführung der Regierung und der Generale und erklärt, die Regierung trage für diese letzten Handlungen die Verantwortung. Hierauf wird die Sitzung aufgehoben. Auch in der Deputiertenkammer wurden die Kriegsereignisse auf Cuba besprochen. Ei» Antrag, worin der Negierung ein Tadel ausgesprochen wirb, ist von den Konservativen unterzeichnet. Abgeordneter Alft schrieb dem Ministerium die Verantwortlichkeit für das Un heil zu und sagte, Santiago habe sich mit 23000 Man« ergeben. (Bewegung.) Alix behauptete, die Regierung habe die Uebergabe von Santiago befohlen, um die Monarchie zu retten. Der Marineminister wird heute antworten. T. R.
Athen, 21. Februar. Die Regierung genehmigte den vom Kriegsminister gestellten Antrag, eine österreichischungarische Militär-Kommission zu berufen, welche die Inspektion der in großem Maßstabe vorzunehmenden Truppenübungen, die Leitung der Kriegsschule, die Ausbildung ber Infanterie, Kavallerie und Artillerie sowie die Organisation des Generalstabes übernehmen soll. Behufs Hebung der Disziplin soll den aktiven Offizieren das Wahlrecht entzogen werden.
Amerika. Die unter den Jubelklängen der anglo amerikanischen Verbrüderung im August vorigen Jahres eingesetzte britisch-amerikanische Kommission, die alle zwischen Großbritannien und Kanada einerseits und de« Vereinigten Staaten anderseits schwebenden Streitfragen schlichten sollte, hat sich, wie der „T. R." aus London geschrieben wird und wohl auch vorauszusehen war, als völlig verfehlt erwiesen. Die Kommission, die mit Unterbrechungen seit dem 23. August in Washington getagt hat, geht auseinander, ohne etwas erzielt zu haben. Die britische« Kommissäre bestanden bezüglich Kanadas auf einem auf Kompensationszölle gegründeten Handelsabkommen, auf Gewährung der gleichen Fischereirechte an der atlantischen Küste für Kanadier wie Amerikaner und auf einer Feststellung der Alaska-Grenze. Mit Bezug auf alle drei Punkte aber weigerten sich die amerikanischen Bevollmächtigten, Zugeständnisse zu machen. Dabei waren sie von der Ueberzeugunz geleitet, daß jeder Vertrag, der den kanadischen Fischern die gleichen Rechte gestattete wie denen der Vereinigten Staaten, vom Senate verworfen werden würde. Der Vorgang ist lehrreich. Die Amerikaner lasten es sich sehr gern gefallen, wenn das amtliche und das nichtamtliche England ihre neu? Kolonialpolitik befürwortet und unterstützt, aber sie sind Die zu schlaue Geschäftsleute, als daß sie für die — eigennützig — angelsächsische Liebe eine namhafte materielle Gegenleistung machen würden. Und im Hintergründe steckt natürlich das alte und selbst durch den Verbrüderungslärm nicht zurückgedrängte Bestreben der Yankees-, den Kanadiern praktisch darzuthun, daß ihre Handels- wenn nicht auch ihre politischen Vorteile in einer Vereinigung mit den Vereinigte» Staaten liegen. Ein hiesiges radikales Blatt, das zu den eifrigsten Befürwortern eines anglo-amerikanischen Bündnistcs oder Einverständnisses gehört, kann sich der Vorwürfe nickt enthalten. „Aus mehr als einem Grunde", sagt es, „hatte« wir ein Recht, anzunehmen, daß Amerika in diesem Augenblicke froh sein würde, ein kleines Opfer zu bringen uw unseren Wünschen entgegenzukommen, da ihm auf dem neum Felde seiner nationalen Bestrebungen die Sympathie Englands in Anbetracht der deutlichen Feinseligkeit andem europäischer Regierungen durchaus notwendig ist."' Undankbare Yankees, die keinen Tribut zahlen wollen!
hat denn doch die englische. Wer aber die Wirkung kenne« lernen möchte, die diese Angelegenheit auf die italienische Kolonie gehabt hat, der lese die hiesigen italienischen Zeitungen, und er wird einer ganzen Blütenlese von Ausdrücken begegnen, die man in einem Briefsteller für Liebende vergeblich suchen würde." Der offiziöse Draht hat von dieser Sache nichts gemeldet. Gerade das ist aber ein sicheres Zeichen, daß die vorstehende Darstellung richtig ist. Irren ist menschlich, und daß man in unfein amtlichen Kreisen die Sache lieber zu ernst nahm, als zu leichtfertig, ist gewiß nur anzuerkennen. Aber etwas vorsichtiger hätte man wohl sein können. Und darum sollte man jetzt lieber offen eingestehen, daß man sich hat irreführen lassen. T. R.
— In Sachen der Wiederbesetzung des Bischofs st uhles in Osnabrück sprach eine Osnabrücker Nachricht der „Germania" davon, die „Aufregung dortselbst und in der Diözese wegen der Verzögerung der Bischofswahl wachse zusehends. Die Zurückhaltung der Kandidatenliste in Berlin finde man unbegreiflich; die bedauerlichsten Gerüchte seien im Umlauf." Darauf antwortet die „N. A. Z.": „Von einer Zurückhaltung der Kandidatenliste für die Osnabrücker Bischofswahl in Berlin kann keine Rede sein. Unverzüglich nach Eingang der Liste hat die Regierung die erforderlichen Ermittelungen über die einzelnen Kandidaten angestellt. In einem Falle ist nach Eingang des betreffenden Berichts noch eine Rückfrage notwendig gewesen. Sobald das Material beisammen ist, wird die Entscheidung herbeigeführt werden. Uebrigens ist die seit Eingang der Liste verstrichene Zeit nichts weniger als auffallend lang. Die königliche Staatsregierung hat an der Vakanz in Osnabrück kein Interesse. Je schneller der bischöfliche Stuhl dortselbst besetzt wird, desto lieber ist
Kckales und Provinzielles.
Gießen, den 22. Februar 1899.
** Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Gros Herzog haben Allergnädigst geruht, am 1. Februar de« Bürgermeister Grimm zu Mainflingen das Silberr! Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen? verleihen.
Landes Gewerbeverein. Durch Entschließung Groji Ministeriums des Innern vom 18. Februar l. I. wurd^ die Herren Landtagsabgeordneter Dr. Schröder und M festor Dr. Hermann Wiener, beide zu Darmstadt, i' Mitgliedern des Ausschusses des Gewerbevereins für do» Großherzogtum ernannt.
** Ordensverleihung. Seine Majestät der Ä a 11( haben dem Obersten z. D. v. Hofmann zu Bad yeim, zuletzt Kommandant von Küstrin, die Erlaubnis z> Anlegung des Komturkreuzes des Kaiserlich österreichisch^ Franz Josef-Ordens Allergnädigst zu erteilen geruht.
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Oberrheinischen Versicherungsgesellschaft in Mannheim. Um die Hebung der Industrie in Mannheim und Ludwigshafen 'Hat sich Dr. Karl Clemm große Verdienste erworben; zahlreiche Ehrenstellen wurden ihm übertragen. So saß er in . ,-7- - . . -
der Pfälzischen Handels- und Gewerbekammer und im Lud- I Man bezweifelt, daß während des Leichenzuges Ruhe- wigshafener Stadtrat. Im Jahre 1887 wurde der stets I störuugen vorkommen werden. Die Brüsseler Meldungen rüstige und thätige Mann vom Wahlkreis Ludwigshafen- I über irgendwelche Überraschungen seitens der Orleans oder Speier in den Reichstag gewählt, dem er bis zum Jahre I Viktor Napoleons werden hier skeptisch ausgenommen. ~ 1898 an geh orte. Bei den letzten Wahlen verzichtete er auf eine nochmalige Kandidatur. Clemm war schon vor einigen Jahren während seines Aufenthaltes in Berlin von einem leichten Schlaganfall betroffen worden. Als er heute früh
vom 12. Februar). Sie ist zwar nur fluchtig und durstig, aber doch offenbar schon unter Berück),chtigung der astronomischen Ortsbestimmungen Gentils entworsen und da er- aiebt sich denn die überraschende Thatsache, daß aus dieser Grundlage der Sußerste nördliche Z.p el des HmterlandeS von Kamerun eine ganz -rh-bUche Vergrößerung, ^sahr. Aus den bisherigen Karten des Gebietes am unteren Schari, die noch ausschließlich aus die Aufnahmen Barths und Nachtiaals zurückgingen, betrug die größte Brette dieses Gipfels — am 10. Grad nördlicher Brette, von Yola un Westen bis in die Gegend von Miltu am Schari - rund 450 Kilometer; noch Gentils Ortsbestimmungen aber ruckt der genannte Punkt am Schari um volle 100 Kilometer weiter nach Osten. Das bedeutet, unter Berücksichtigung noch einiger anderen Einzelheiten der Gentil'schen Aufnahmen, eine Vergrößerung des deutschen Gebietes nach roher Messung um nicht weniger als 28000 Quadratkilometer gegen die bisherige Darstellung! Das ist eine Fläche, die etwa so groß wie der Tschad ist oder jie Provinz Posen. Man sollte es nicht für möglich halten, aber es ist so, und die Franzosen werden dieses etwas unliebsame Ergebnis der sonst für ihre Pläne so erfolgreichen Unternehmung Gentils wohl oder übet mit in den Kauf nehmen müssen. Die Berechnung stützt sich im übrigen auf folgende Erwägungen : Die Scharimündung, d. h. die Mündung des östlichen Schari- armes, lag auf unseren Karten eine Zeitlang, indem man die astronomischen Ortsbestimmungen Eduard Vogels und die Aufnahmen Barths zu gründe legte, unter 14° 18' östl. L. von Greenwich. Nachtigals Karte verschob die Mündung um etwa 12' nach Osten, d. h. auf 14<> 30'. Gentils Skizze stellt nun die alte Barth'sche Position, die zu gunsten von Nachtigals Darstellung seit mehr als 20 Jahren ignoriert wurde, annähernd wieder her, indem sie die Scharimündung unter 14« 13' östl. L. verlegt. Andererseits rückt Massenya, die Hauptstadt von Bagirmi, von 16° östl. L. bei Barth (und auf allen bisherigen Karten), bei Gentil auf 16° 37'. Es folgt daraus, daß der Längenunterschied Scharimünbung- Maffenya, die bisher nur IV betrug, sich jetzt um 54', d. h. um etwa 100 Kilometer, vergrößert. Dieser 'Unterschied setzt sich dann nach Süden bis zum 10. Grad nördlicher Breite fort, so daß er auch hier, auf der Linie Yola- Miltu, mehr als 100 Kilometer beträgt. Natürlich beruht die Gentil'sche Skizze nur auf einer vorläufigen Berechnung seiner astronomischen Längen, und es ist darum möglich, daß nach endgiltiger Feststellung noch eine Verschiebung um wenige Minuten nach Osten oder Westen eintritt — das Gesamtergebnis aber wird dadurch nicht wesentlich berührt, falls sich nicht etwa, wenn die Franzosen auf diese Sache aufmerksam werden, zu ihrer Beruhigung Herausstellen sollte, daß Gentils Längen „gänzlich unbrauchbar" sind. Wir wollen hiermit keinen Argwohn äußern, können aber doch nicht umhin, an die eigenartigen Ortsbestimmungen des Franzosen Mizon im östlichen Kamerunhinterlande (in der „ । Nähe des Grenzlängengrades) zu denken, die ja zur Folge , I hatten, daß die bekannten, anfangs sehr winzigen „Rosinen"
Sie ihre sunoer aus eine Amnqirungsaniian nuu# 1 — die Gebiete von — sich ^.^stendes deutfchen
schicken das Elternrecht zu entziehen und für die Kinder I Besitzes riesig herauswuchsen. Es ergiedt sich aus 1 eigene Vormünder zu bestellen. Einer dieser Fälle, beim Betrachtung von neuem, daß d«^chen^ng «n« auch mit Amtsgericht Norburg, hat nun die höhere Instanz beschäs- Astronomen von ±
tigt, und diese, nämlich das Landgericht Flensburg, hat die sorschung des nordöstlichen Hinterlandes von Kamerun eine betreffende Verfügung aufgehoben. Möglicherweise ist dies I dringende Notwendigkeit ist._____ •
grundsätzlich auch für die übrigen derartigen Fälle maß- I gebend. Jene gerichtlichen Verfügungen hatten allerdings .. . T-
auch vielfach in deutschen Kreisen Bedenken erregt, wo man I Rom, 21. Februar. Infolge des Widerstandes, welchen im übrigen die straffere deutsche Politik der Verwaltungs- die Beteiligung des Vatikans an ber Abrustungs-Kon-
bebörben burchaus billigt. Zu bebauern bleibt es immerhin, ferenz finbet, bürste ber Papst, um nicht den Zusammen-
daß es bisher noch kein Mittel giebt, ber bie Kinberseelen I tritt unb bie Folgen hieraus zu verhindern, eine offizielle
»ergiftenben Gepflogenheit, einen großen Teil ber Jugenb I Einlabung zur Teilnahme an ber Konferenz ablehnen.
Norbschleswigs auf solche Dauisierungsanstalteu über bie I Paris, 21. Februar. Es ist jetzt definitiv bestimmt Grenze zu schicken, sofort Einhalt zu thun. worben, baß bie Beerbigung Faures vom Elysee aus
Mannheim, 20. Februar. Der heute in Lubwigshafen | erfolgt. Man ist augenblicklich damit beschäftigt, die Hauser gestorbene langjährige nationalliberale Reichstagsabgeorbnete I unb Straßen mit Trauerschmuck zu versehen. Alle offen - Kommerzienrat Dr. Clemm war einer ber hervorragenbsten lichen Gebäube werben mit schwarzem Tuch behängt, -öor Jnbustriellen Südwestbeittschlanbs. Er war in Gießen bem Eingänge zum Kirchhofe wirb ein großer Katafalk er- geboren unb kam im Alter von 21 Jahren nach Mannheim, I richtet, vor welchem bie Truppen unb alle Teilnehmer an wo er zunächst bie Stelle eines Betriebschemikers bekleibete. I ber Trauerfeier vorbeibefilieren werben.
Drei Jahre später beteiligte er sich an ber Grünbung bet Paris, 21. Februar. Die Botschaft bes Prasibenten Babischen Anilin- unb Sobafabrik, beten Leitung er über- Loubet, beten Inhalt wir im wesentlichen bereits mit* ..... ' 1 geteilt haben, würbe heute Nachmittag gleichzeitig im Senat unb in ber Kammer verlesen. Im Senat rief bie Botschaft große Befriebigung hervor, in ber Kammer hat sie zum Teil auf ber Rechten Wiberspruch hetvotgerufen. Die Rechte protestierte ganz besonbers bei ber Stelle, wo Loubet sagt, baß er barnach trachte, bie republikanischen Parteien wieber zu vereinigen. Auch ber Passus ber Botschaft, baß ein Teil von Verirrten versuche, bas Zutrauen bes Laubes in seine Konstitution zu erschüttern, gab ber Rechten Anlaß zu heftigen Protesten. Im übrigen würbe bie Botschaft auch von ber Kammer günstig ausgenommen. Die Tribünen waren mäßig besetzt. Am Ministertische fehlten mehrere


