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*• Parlamentarisches. Die in Mainz wohnenden pensionierten Staatsbeamten haben an die Zweite Kammer ein Gesuch gerichtet, dieselbe wolle 1. im Einverständnis mit Großh. Regierung den Pensionsverhältnisfen der vor dem 1. April 1897 in den Ruhestand versetzten ehemaligen Staatsbeamten eine der Zeit entsprechende Aufbesserung zuteil werden lasten und 2. Großh. Regierung die Mittel zur Verfügung stellen, welche hierzu erforderlich sind. — Die Notariatsgehilfen in Rheinhessen haben ein Gesuch an die Zweite Sammer gerichtet, dieselbe wolle in Würdigung der in dem Gesuche geschilderten nachteiligen Verhältnisse der Vorstellenden für dieselben bei den bevorstehenden Beratungen ihrer Petitionen geeignet eintreten, namentlich bei der Großh. Regierung dahin wirken, daß die älteren selbständigen Notariatsgehilfen bei Einführung des B. G.-B. in ähnliche Stellungen wie diejenigen der Gerichtsschreiber — unter Anrechnung ihrer seitherigen Dienstzeit — in den Staatsdienst übernommen werden.
•• Kunstverein. In der Gemälde-Ausstellung im Turmhaus am Brand findet gegenwärtig ein Wechsel der Gemälde statt. Wir wollen schon jetzt Kunstfreunde darauf aufmerksam machen, daß unter anderem Schönen auch eine kleine Kollektion von R. Scholz-München demnächst wieder zur Ausstellung gelangt.
•*P. Stadttheater. Nachdem schon drei der Schiller'- schen Meisterdramen im Laufe des Winters ausgeführt worden, brachte uns der gestrige Abend „Maria Stuart" mit Frl. Eichelsheim vom Darmstädter Hoftheater in der Titelrolle. Auch diesmal erwies sich die Dame, wie vor kurzem im Hüttenbesitzer, als eine gewandte und tüchtige Darstellerin. Sie entwarf ein durchaus richtiges Bild von der unglücklichen Königin und brachte namentlich die Parkszene sowie den Abschied zu bedeutender Wirkung. Eine glückliche Mischung von Hoheit und schlichter Menschlichkeit war über die ganze Gestalt wohlthuend ausgebreitet und erweckte von Anfang bis Ende das Mitleid mit dem tragischen Geschick der Gefangenen. Als Gegenspielerin behauptete sich in der Rolle der Elisabeth Frl. Würdig mit allen Ehren. Ihr Aeußeres war vorteilhaft, und sie entwickelte den Charakter zutreffend, ohne ihn allzu unsympathisch erscheinen zu lassen. Von den Herren verdient Herr Dietz sch weitaus als der erste genannt zu werden. Der schwankende Sinn des Lord Leicester wurde in dem gewandten Benehmen des Höflings vorzüglich gezeichnet; in ter Rede wie im stummen Spiel waren alle Feinheiten sorgfältig herausgearbeitet. Namentlich gelang die Szene ror der Königin im 4. Akte, sowie der Schlußmonolog. Herr Liebscher gab sich zu sehr als hämischer Mephisto, zu wenig als kluger Staatsmann, und verzerrte dadurch die Figur des Lord Burleigh. Den Mortimer verdarb Herr Werner durch seine überhastete Sprache; alle Schönheiten des Verses, alle vom Dichter so klug gezeichneten Linien dieses begeisterten Schwärmers wurden vollständig verwischt. Ein rauher, aber würdiger Paulot war Herr Walter. Unsere beiden Komiker Helm und Wilhelmi fanden sich mit ihren ernsten Rollen (Shrewsbury und Melvil) leidlich ab; auch Herr Merker gewann der undankbaren Nolle des Davison mit vielem Geschick ihre guten Seiten ab. — Im ganzen zeigte sich, daß „Maria Stuart" auf einem kleinen Theater doch leichter zu bewältigen ist wie „Tell" oder die „Jungfrau von Orleans"; denn es ist weniger Gelegenheit geboten, das Publikum aus seiner ernsten Stimmung herauszurütteln. Die Zuschauer, die sich auf der Galerie zahlreich, in den Logen spärlich, im Saale in leidlicher Stärke eingefunden hatten, folgten der Dar- tettung mit Aufmerksamkeit bis zum Ende, das sich beinahe bis IP/g Uhr hinauszögerte.
*’ Stadttheater. Der Regisseur und beliebte Charakterdarsteller unseres Stadttheaters, Herr Hieronymus Liebscher, der es verstauben hat, sich während seiner zweijährigen Thätigkeit an der hiesigen Bühne die Sympathien der Gießener Theaterfreunde in reichstem Maße zu erwerben, hat am nächsten Freitag dem 24. d. M. sein Benefiz. Der Künstler hat für seinen Ehrenabend das vorzügliche Schauspiel „Die Hochzeit von Valeni" von Ganghofer und Brociner, für hier, so viel uns bekannt, noch Novität, ausgewählt. Wir wünschen dem fleißigen, strebsamen Künstler von Herzen ein in allen Teilen besetztes Haus.
** Nnheitliche Ladeuschlußstunde. Zu dem Artikel in vor. Nummer über die Ladenschlußbewegung ist nachzutragen, daß die betreffenden Petitionsbogen in der Lesehalle, im Kanfmännischen Vereinshaus, im Gasthaus „zum Darmstädter Haus" und im Restaurant „zum Löwen" zum Unterzeichnen offenliegen.
•• Zn Amerika verstorbene Hessen. In Syracuse, N.-A., Frau Margaretha Zahn, geb. Hornung, 63 Jahre alt, aus Alsheim. — In Baltimore, Md., Frau Juliane Altvater, 86 Jahre alt, aus Hessen-Darmstadt. — In Pittsburg, Pa., Frau Elisabeth« Müller, geb. Meyer, 87 Jahre alt, aus Bieberau. - In Liverpool, N.-Y., Frau Maria Schallus, geb. Rösch, 63 Jahre alt, aus Hamm. — In Wilkinsburg, Pa., Frau Elisabetha Kredel, geb. Koller, 56 Jahre alt, aus Hembach. — In Chicago, Jll., Frau Johanna Decker, geb. Rüb, 6*9 Jahre alt, aus Gau-Odernheim.
— Konzert in Marburg. Wie aus dem Inseratenteile unserer heutigen Nummer ersichtlich, findet morgen, Donnerstag, im Museumssaale zu Marburg die dortige erstmalige Aufführung von Robert Schumanns Szenen aus Goethes »Faust" für Solostimmen, Chor und Orchester statt, und znvar im vierten Konzert des Marburger akademisch en Konzert-Vereins. Diese Aufführung Der» spricht unter der Leitung des Herrn Universitäts-Musik- diirektors G. Jenner eine ganz vorzügliche zu werden, und isü den hiesigen Musikfreunden der Besuch dieses Konzertes or zu empfehlen. Die Bahnverbindung ermöglicht nach
dem Konzert die alsbaldige Rückfahrt nach Gießen. Als Solisten wirken bei dieser Aufführung mit: Sopran: Fräu- lein Marie Busjäger aus Bremen; Alt: Frau Alice Beerm ann - Lützeler aus Düsseldorf; Tenor: Herr Ludwig Heß aus Berlin; Baß: Herr Anton Siftermans aus Frankfurt a. M.; Baß: Herr Ernst Hungar aus Leipzig, sowie mehrere geschätzte Mitglieder des Vereins. Wir machen also auf dies Konzert hier ganz besonders aufmerksam, und weisen im übrigen darauf hin, daß am Mittwoch, 22. d. M., nachmittags 5 Uhr, im Museumssaale in Marburg die Generalprobe (Entree 1 Mk.) stattfindet, bei welcher sämtliche der vorgenannten Solisten mitwirken.
Lich, 21. Februar. In unserer Stadt hat sich ein Damen-Turnverein gegründet unter der Leitung des Turnlehrers Herrn Wilh. Langsdorf. Es ist nur mit Freuden zu begrüßen, daß unsere jungen Damen solchen Bestrebungen geneigt sind. Möge durch diese Entwicklung unser Turnverein recht blühen und gedeihen. „Gut Heil!" „Landpost."
n. Friedberg, 21. Februar. Die Aktien-Zuckerfabrik „Wetterau" hat die Akkorde für die diesjährigen Rübenlieferungen abgeschlossen. Es werden darnach für den Zentner Rüben mit 12 Prozent Zucker bis zum 16. November 70 Pf., von da ab 80 Pf. bezahlt. Für jedes ein Zehntel Prozent Zucker über den genannten Gehalt wird 1 Pf. mehr bezahlt, während für jedes ein Zehntel Prozent unter demselben 1,2 Pf. für den Zentner in Abzug kommen. Diese Lieferungspreise werden entsprechend erhöht, wenn die Fabrik einen höheren Durchschnittspreis als 12 Mk. für den Zentner Zucker erhält. Die Fabrik liefert 14 Pfund Samen für einen Normalmorgen (ein Viertel Hektar) unentgeltlich.
n. Lauterbach, 21. Februar. Nicht nur in den südlicher gelegenen Gegenden, sondern auch bei uns zeigen sich bereits die Vorboten des Frühlings. An geschützten Stellen haben die Büsche schon junges frisches Grün getrieben, und in einem Nachbarort hat man schon junge Staare angetroffen. Unter diesen Umständen hat man hier schon mit dem Ausstellen der Hausgärten begonnen und Salat, Karotten und dergleichen gesät. iWkM
Lauterbach, 21. Febr. Zu 14 Tagen Gefängnis wurde ein hiesiger Arbeiter verurteilt, welcher seinerzeit sein mit Arrest bestraftes Kind aus der Schule holte. „L. A."
Mainz, 21. Februar. In der Zeit- vom 7. bis 9. September tagt hier in Mainz der deutsche Anwaltstag. — Laut Beschluß des Mainzer Gartenbauvereins werden im Jahre 1900 hier zwei Blumenbörsen abgehalten werden. An die erste derselben reiht sich eine Frühjahrsblumenausstellung. — Der in der Schuhfabrik der Firma Rosenbusch L Cie. hier ausgebrochene Arbeiternusstand ist infolge Nachgebens seitens der Fabrikleitung beendigt. Sowohl die verlangten höheren Löhne wie auch die Beseitigung der Akkordarbeit wurden bewilligt. — Seitens der hiesigen Zentrumspartei ist auf kommenden Sonntag eine Volksversammlung anberaumt, in welcher die Abgeordneten Dr. Schmitt und Frenay über die Steuervorlage der Regierung und speziell über die Weinsteuervorlage sprechen werden. — Hier wurde ein Küfermeister verhaftet, der einen schwungvollen en §ros-Verkauf von Kognak betrieb, der sämtlich im Zollkeller gestohlen war.____________________
Aus der Zeit für die Zeit.
Vor 65 Jahren, am 23. Februar 1834, starb zu Jena Karl Ludwig Knebel, welcher mit Göthe über ein Menschenalter im vertraulichsten Verkehr stand. Aus diesem Grunde bilden seine Tagebücher und sein umfangreicher Briefwechsel eine wichtige Quelle zur Kenntnis jener goldenen Litteraturepoche. Hingegenwerdenseine philosophischen Abhandlungen und Gedichte kaum noch gelesen. Knebel wurde am 30. November 1744 auf Wallerstein in Franken geboren.__________________________&>&*&* ***>___________
Vermischtes.
* Niedergirmes, 21. Februar. Durch einen Sturz von der Scheuer ist der Berginvalide Philipp Berghäuser von hier heute verunglückt. Der Mann hat anscheinend sehr erhebliche Verletzungen davongetragen.
• Ausbruch des Vesuv. Man schreibt aus Neapel, 17. Februar: Die seit einiger Zeit wieder erwachte Thätigkeit des Vesuv führte gestern abend zu dcrn Ausbruch eines gewaltigen Lavastromes aus den von 1895 herrührenden Oeffnungen, der schnell, wenn auch vorläufig ohne Gefahr, seinen Weg bergab nimmt und bereits unterhalb des Stationshäuschens der Drahtseilbahn angelangt ist. Der Reflex des glühenden Lavastromes am Himmel übt eine zauberhafte Wirkung aus, die Hauptsehenswürdigkeit bildet jedoch der ungeheure feurige Lavastrudel im Innern des Kraters, der seit einigen Tagen fast völlig frei von Dämpfen, kochend auf und nieder wogt.__
Gingesandt.
Gießen, 22. Februar 1899.
Etnek weiteren besonderen Hinweises auf daS nächsten Freitag, den 2 4. ds. stattfindende Benefiz unseres ausgezeichneten Charakterdarstellers und Regisseurs Hieronymus Liebscher vrdarf es eigentlich nicht. Aber das kunstverständige Publikum sei noch einmal an die prächtigen, schauspielerischen Kabinettstücke seines Narziß und W u r z e l s e p p erinnert. Auch die Wahl des selten gegebknen Stückes „Die Hochzeit von Valeni" von Gang- hofer und Brociner macht dem künstlerischen G-schmack Herrn Liebschers alle Ehre. Ist doch hier einem Künstler Gelegenheit geboten, zu zeigen, ob er nicht blos Mätzchen zu machen und Kopteen zu schaffen, sondern wirklich aus der Tiefe seiner ureigensten Individualität und Schaffenskraft zu charakterisieren vermag.
Neueste Meldungen.
Depeschen des Bureau „Herold".
Berlin, 22. Februar. Der Bankier und Losehändler Josef Scholl in Friedenau bei Berlin ist wegen Ver
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dachts des Betruges und des Sittlichkeitsvergehens in Untersuchungshaft genommen worden.
Frankfurt tu M., 22. Februar. Gestern abend wurde im Opernhause die „Auferweckung des LazaruS" von Perose, zum überhaupt erstenmale in Deutschland, auf geführt. Das Publikum spendete reichen Beifall, welcher jedoch mehr den Künstlern und dem Orchester, als dem Werke galt. Dieses machte hier nicht solchen Eindruck, wie in Italien. Die Aufführung erfolgte zum Besten des Kaiser Friedrich-Denkmals.
Königsberg, 22. Februar. Die hiesige Strafkammer verurteilte den verantwortlichen Redakteur der sozialistischen „Volkstribüne" wegen öffentlicher Beleidigung des Reichskanzlers in einem Artikel über das deutsch-englische Abkommen zu sechs Monaten Gefängnis.
Brüffel, 22. Februar. „Jndependance" veröffentlicht einen interessanten Artikel seines Spezial-Korrespondenten in Paris. Derselbe hatte eine Unterredung mit einem in parlamentarischen Angelegenheiten vortrefflich unterrichteten alten Republikaner, der auf die Frage, ob ein Staatsstreich in Frankreich bei dem jetzigen Parlament möglich sei, antwortete, er sei überzeugt daß sich von den 583 Abgeordneten jedenfalls 300 finden würden, welche sich neutral verhielten, folglich zustimmend. Von der klerikal-boulangistisch-orleanisti- schen Koalition sei ein solcher Versuch nicht unwahrscheinlich, würde aber zweifelsohne an dem Widerstande der Republikaner scheitern und dürfte zur ersten Folge eine Erneuerung der Ereignisse von 1793 in größerem Maßstabe haben.
Paris, 22. Februar. In der Botschaft Loubets wurde die Ausstellung im Jahre 1900 nicht erwähnt, offenbar deshalb, weil Loubet demnächst Anlaß haben wird, bei Besichtigung der Ausstellungsarbeiten dieses Thema besonders zu würdigen.
Paris, 22. Februar. Zahlreiche Mitglieder der Patriotenliga sind wegen der Kundgebungen gegen das Staatsoberhaupt aus der Verbindung Coppees und Lemai- tres mit den Antisemiten ausgetreten. Trotzdem beschloß das Komitee, bei der bisherigen Haltung zu beharren. ES will der Proklamation des Präsidenten Loubet ein Manifest entgegenstellen, für welches Unterschriften gesammelt werden sollen.
Paris, 22. Februar. Präsident L o u b e t ist entschlossen, unbekümmert um die Kundgebungen gegen seine eigene Person, der Leiche seines Vorgängers das Geleit zu geben und auch in Zukunft durch das Protokoll sich nicht in absoluter Weise regieren zu lassen, sondern die Forderung zu stellen, daß das Protokoll sich seinen eigenen Wünschen anpasse.
Paris, 22. Februar. Guesde, der Führer der kollektivistischen Partei, liegt in Bordeaux schwer krank darnieder. Man zweifelt an seinem.Aufkommen.
Paris, 22. Februar. Die Botschaft des Präsidenten Loubet macht im republikanischen Lager einen ausgezeichneten Eindruck, wogegen die Nationalisten und Antisemiten absolute Feindseligkeit bekunden.
London, 22. Februar. Nach einer Meldung aus Kiautsch ou ist das deutsche Kriegsschiff „Cormoran" noch Honkong abgegangen und unterwegs nach Samoa.
London, 22. Februar. „Daily News" meldet aus Petersburg: Die Botschaft des Präsidenten Loubet hat hier wenig befriedigt. Die öffentliche Meinung ist der Ansicht, daß Loubet für die französisch-russische Allianz kein guter Präsident ist, und daß Loubet die russischen Werte von der Pariser Börse zu verbannen beabsichtige.
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.
7. Woche.
Vom 12. x
Februar bis 1
8. Februar 1899.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 24100 (incl. 1600 Mann Militär). SterblichkeitSztffer: 23,72, nach Abzug der Ortsfremden 19,41^
Kinder
ES starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr:
Tuberkulose 11 — —
KrebS 1 (1) 1 (1) - -
Bronchitis 4 3-1
Lungenerweiterung 1 (1) 1 (1) — —
Gehirn schlagfluß 11 — —
Atrophie 1 — 1 —
LebenSschwäche 1 — 1 —
RhachtttS 1 — — 1
Summa:
11 (2)
7 (2)
2
2
A n m. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von »u-wärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Milch leichter verdaulich.
Oft können Kinder und Kranke die nahrhafte Milch nicht vertragen, weil fie im Magen gerinnt. Diese werden eS mit Freuden erfahren, daß, wenn Milch mit ein wenig Mondamin gekocht wird, dieselbe bedeutend leichter verdaulich und selbst schwachen Magen zuträglich wird. Säuglingen ist nur Milch zu geben, aber nach Durchbruch der Zähne, wenn Zusatz zur Mtlch erwünscht wird, ist Mondamin in hohem Grade dazu geeignet. Mit Milch gekocht, bietet Mondamin eine wirklich nahrhafte Kost, welche alle Bestandteile zum Ausbau deS Körpers befitzt. Die alleinigen Fabrikanten für Mondamin sind Brown 4 Polson, welche einen mehr denn 40jährigen Weltruf befitzen. Es ist erhältlich in Paketen L 60, 30 u. 15 Pfg.


