Inspektor de Jonge, der verwundet auf dem Schlachtfelde lag und einem herankommenden Ulanen, um Gnade flehend, die Hände entgegenstreckte, wurde von diesem zweimal mit der Lanze durchbohrt. Ein Deutscher wurde als Gefangener auf schreckliche Weise ums Leben gebracht. General Kock wurde aller seiner Kleider beraubt und vollständig nackt in der bitteren Nachtkälte auf dem Schlachtfelde liegen gelassen. Der Arzt führte seinen Tod hierauf zurück. Englische Soldaten stahlen ihm außerdem seine Uhr und sein Geld. Eine Dame, die das Hospital in Ladysmith, wo unsere Verwundeten untergebracht waren, am nächsten Tage besuchte, klagte mit Thränen in den Augen über deren unmenschliche Behandlung (the inhumanity with wich they were treated). Alle regulären Hospitäler waren für die englischen Soldaten reserviert; unsere Verwundeten hingegen lagen auf der nackten Erde oder auf harten Matratzen, ohne Decken, nur mit einem Grasbüschel als Kopfkissen, und Leute, die im Sterben lagen, bekamen nichts zu essen als hartes Brot und Rindfleisch. Unsere verwundeten Krieger würden in Ladysmith auch wohl alle umgekommen sein, hätten sich die Afrikander nicht ihrer angenommen, die wie rettende Engel erschienen. Aber der englische Doktor Anderson, früher in Utrecht im Transvaal, hinderte sie nach Kräften in ihrem Werk der Barmherzigkeit.
lieber die unwürdige Behandlung des Generals Kock, der als Verwundeter nach Ladysmith gebracht wurde, hat sein gleichfalls bei Elandslaagte gefangen genommener Neffe, Philipp Kock, nach seiner Auswechslung vor dem Ersten Staatsanwalt in Prätoria unter Eid eine Erklärung zu Protokoll gegeben, der wir folgendes entnehmen:
„Nachdem der General operiert war, wurde er mit sieben englischen gemeinen Soldaten in einem Zelte untergebracht. Obgleich er schwer litt, bekam er die ganze Nacht und den ganzen Tag keine Nahrung. Endlich kam eine englische Wärterin mit ein paar Hundekuchen und bot ihm davon an; er war aber nicht im stände davon zu essen. Ich (der Neffe, dem man erlaubt hatte, bei seinem Onkel zu bleiben) fragte sie, ob keine Milch da wäre; sie antwortete „Nein", obgleich es eine Unwahrheit war. Schließlich versprach sie, später Milch zu bringen, und kam dann mit einem halben Becher davon an. Denselben Morgen kamen drei englische Ofsiziere und einer fragte, auf mich zeigend, den Arzt: „Wer ist das?" Der Arzt sagte, ich sei der Neffe des Generals, worauf der Offizier versetzte, man sei viel zu milde mit mir verfahren, ich gehörte ins Gefängnis. Ein Major fragte mich nach meinem Paß, und als ich keinen hatte, drohte er, wenn er mich außerhalb des Bezirks fände, würde er mich wie einen Hund niederschießen."
Soweit dieser beschworene Bericht.
Hiergegen halte man nun die nachfolgende Mitteilung aus englischer Quelle. Major Nungert — einer der verwundeten englischen Offiziere, die bei Dundee gefangen wurden — schreibt in einem Briefe an seine Frau: „Ich muß sagen — und ich sage es nicht, weil es die Buren vielleicht lesen können —* daß es nichts in der Welt giebt, das die Güte übertrifft, die die Buren uns gegenüber an denTag gelegt haben. Sie haben Alles gethan, was sie für uns thun können. Wir wurden vom Feld in die Häuser der Stadt Dundee gebracht. Ich habe für mich ein kleines Zimmer, ein bequemes Bett und andere Annehmlichkeiten. Die Buren-Behörden der Stadt haben unserem Negimentsarzt mitgeteilt, daß alles, was er verlangt, so rasch als möglich geliefert werden wird. Wir befinden uns alle sehrwohl, aber ich habe leider keine Cigaretten".
Die Nichtachtung der Genfer Konvention und die unerhörten Rohheiten der englischen Truppen haben, wie uns von authentischer Seite aus Winburg mitgeteilt, und wie das auch in der „Südafrikanischen Zeitung" bestätigt wird, den General Joubert veranlaßt, eine
Protestnote
an sämtliche Konsuln zu versenden, des Inhalts: Nachfolgende wahre Begebenheiten sind uns zur Kenntnis gekommen:
1) daß im Gefechte zwischen General Kock und den Engländern bei (5Unb6iaaatc die Truppen der sogenannten zivilisierten Engländer ihren ersten Kanonenschuß auf die deutlich sichtbare Ambulanz unter dem roten Kreuz richteten,
2) daß sie einen Arzt, mit dem roten Kreuz am Arm, er- nrorden wollten, indem rin Ulan mit der Lanze nach ihm stach, wodurch iein Pf rd unter ihm gtötet wurde,
3) daß sie fünfzehn gefangene Bürger mit Stricken an eine Maximkanone banden und sie beim Weiterfahren mitschletften, obgleich zwei von ihnen verwundet waren,
4) daß die englischen Flüchtlinge aus der Schlacht bei Dundee gegen uns weiter fochten, obwohl sie die weiße Flagge zeigten,
5) daß ein gepanzerter Zug mit weißer Flagge sich den Truppen, die gegen uns fochten, anschloß,
6) daß ein gepanzerter Zug mit weißer Flagge abfuhr, um eine Eisenbahnbrücke, die durch unsere Laute zerstört war, wiederherzustellen,
7) daß sie alle Anstrengungen machten, um die Basutokaffern gegen unS fechten zu lassen. Ich halte es für nötig, daß dies der ganzen zivilisierten Menschheit bekannt wird, und daß sie bei der Genfer Konvention angeklagt werden, daß sie Dum Dum Kugeln gegen und g'brauchen, und sich im Kriege Mitteln bedienen, die ein zivilisiertes Volk selbst n cht gegen Barbaren anwenden sollte.
Diese Protesterklärung ist telegraphisch auch nach Europa verschickt worden. Ueber ihren Erfolg hat bis jetzt nirgends etwas verlautet, obgleich die Verletzungen des Völkerrechts und die Grausamkeiten, die die englischen Soldaten in Südafrika begangen haben und noch heute verüben, mit der Kriegführung europäischer Staaten im schroffsten Widerspruch stehen. Es steht zu erwarten, daß die Transvaal-Gesandtschaft in Brüssel sich ganz energisch an die Unterzeichner der Genfer Konvention wendet, damit wenigstens auf diesem. Gebiet eine Intervention erfolgt. Oder sollte man auch das nicht dem großmächtigen England gegenüber wagen?
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Berlin, 20. Dezember. Gegenüber einer Blättermeldung, daß sich deutsche Offizere an dem süd- afrikanischen Krieg auf der Seite der Buren
staaten beteiligen, kann die „Berliner Korrespondenz" auf das bestimmteste versichern, daß kein preußischer Offizier die Erlaubnis, nach den Burenstaaten zu gehen, oder Urlaub dorthin erhalten hat.
London, 20. Dezember. Einer Meldung aus Lauren^o Marques zufolge sollen die Buren bei Co len so 13 Wagen mit Munition erobert haben.
— „Daily Telegraph" zufolge hörte man am Samstag früh feuern beiLadysmith. Die Engländer schleuderten gegen die Buren Granaten in der Nähe von Colenso. Die englischen Verwundeten wurden nach Estcourt, Durban und Pietermaritzburg gebracht, und die gefallenen Engländer an jenem Tage bestattet. — Dem Kriegsministerium ging ein Telegramm des kommandierenden Generals in Kapstadt zu, wonach General French am Montag mit den Neuseeländern nach Jasfontein Farm, drei Meilen östlich von der Position der Buren, rückte. Beim Vorgehen des Feindes zogen sich die Briten zurück. — Die „Times" meldet aus Malta, daß der Kreuzer „Iris" gestern nach Alexandria abgegangen ist, um daselbst Lord Kitchener aufzunehmen und alsdann seine Reise nach dem Kap fortzusetzen. — Die „Daily News" melden vom Modderriver, daß die Buren mit jedem Tage ihre Befestigungen ausdehnen und verstärken, was man mittels Ballons ausgekundschaftet hat. —
Deutsches Reich.
Berlin, 20. Dezember. Der Kaiser wird heute den schwedischen Gesandten v. Lagerheim in Abschiedsaudienz empfangen. Der Gesandte denkt noch heute abend Berlin zu verlassen, um am Freitag sein neues Amt in Stockholm anzutreten.
— Der Kaiser hörte heute vormittag von 10 Uhr ab die Vorträge des Chefs des Civilkabinetts v. Lukanus, des Ministers des Innern Frhrn. v. Rheinbaben und des Berliner Polizeipräsidenten v. Windheim.
— Wie der „Lok.-Anz." aus Paris meldet, wird der Militärattachee bei der Berliner französischen Botschaft, Oberstleutnant von Foucauld, in nächster Zeit zum Oberst befördert werden, was allgemein als ein Zeichen seiner im Prinzip bereits beschlossenen Abberufung angesehen wird.
— lieber die Frage der Besteuerung ausländischer Geschäftsreisender in Rußland wird berichtet, daß zwar offiziell noch nichts über eine Reform des gegenwärtigen Modus bekannt sei. Die Regierung sei jedoch prinzipiell einer Abänderung geneigt, und es stehe eine Reduktion des Steuergesetzes um die Hälfte, nämlich von 500 auf 250 Rubel, zu erwarten.
— Bei der gestrigen Reichstagsersatzwahl im dritten pfälzischen Wahlkreise wurden nach den bisherigen Feststellungen für Lichtenberg (ul. und Bund der Landw.) 7776, für Baum (C.) 6807 und für Huber (S.) 528 Stimmen abgegeben.
— Die „Volksztg." veröffentlicht ein vertrauliches Schreiben des Oberpräsidenten von Ostpreußen Grafen Wilhelm v. Bismarck, in welchem die Landräte zur unverzüglichen Bildung einer Kreisgruppe des deutschen Flottenvereins ersucht werden.
Kamburg a. S., 20. Dezember. Das Amtsgericht in Kam bürg hat hinter einem Engländer namens Aork einen Steckbrief erlassen, weil derselbe deutsche Bauern für den ausländischen Heeresdienst angeworben hatte.________________________________________________
Ausland.
Wien, 20. Dezember. Die „Neue Freie Presse" erfährt, daß die Abberufung der Militärattachees der Dreibundmächte in Paris auf Anregung der deutschen Regierung im vollsten Einvernehmen mit der französischen erfolgt sei, welch letztere sich den Motiven der Dreibundmächte zu diesem Schritte nicht verschließen konnte. Hiergegen würde sich die gleiche Maßregel von französischer Seite in keiner Weise rechtfertigen lassen.
Wien, 20. Dezember. Der Statthalter Graf Kiel- mannsegg hatte nachmittags im Rathause eine Besprechung mit dem Bürgermeister Lueger wegen der fortdauernden Skandalscenen bei den Gemeinderatssitzungen.
Prag, 20. Dezember. Der „Politik" zufolge leitete der Fürst Egon Fürstenberg eine Verständigungsaktion zwischen den Czechen und den Deutschen ein.
London, 20. Dezember. Einer „Reuter"-Meldung aus Apia zufolge kündigte der deutsche Konsul am 13. d. M. formell an Bord des „Cormoran" die bevorstehende Annexion der Samoainseln durch Deutschland an. Er erklärte dabei mehreren Häuptlingen der Mataafa- Partei auf deren Fragen, daß die Samoaner einen eigenen König haben könnten. Die Häuptlinge entgegneten alsdann, daß Mataafa znm Könige proklamiert werden würde.
Lokales und DrsvinMes.
Gießen, den 21. Dezember 1899.
** Bon der Universität. Seine Königliche Hoheit der Großherzog habenAllergnädigst geruht, am 16. Dezember den ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät und Direktor der chirurgischen Klinik der Landes Universität, Geheimen Medizinalrat Dr. Heinrich Bose, auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen, treuen und ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 1 Januar 1900 an, in den Ruhestand zu versetzen, sowie demselben das Komturkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmutigen zu verleihen.
*• Ernannt wurden die Finanzaccessisten Erich Dörr aus Gießen, Wilhelm GeiS aus Stammheim, August Klingelhöffer aus Butzbach, Hans Meyer aus Mainz,
Ferdinand Schneider aus Gießen, Georg Stammlet? aus Gießen, Theodor Ulrich aus Rockenberg, Georg Wenzel aus Alsfeld zu Regierungsassessoren.
Hessische Landeslotterie. Durch Entschließung des Großherzoglichen Ministeriums der Finanzen wurden mit Versetzung folgender Stellen bei der Land es l otterie - Direktion beauftragt, und zwar: eines Lotteriedirektors der Finanzrat a. D. Dr. Götz, eines zweiten Beamten der Gerichtsassessor Dr. Julius Lehr, eines Kassiers der Rechnungsrat i. P. Karl Kraus, eines Kontrolleurs der Ministerialkalkulator Peter Bittel, eines technischen Kontrolleurs der Sekretär a. D. Alexander Pille, eines Registrators der Finanzaspirant Ludwig Pons, eines Bureauassiftenten der Kanzleigehilfe Gustav Hahn, eines Kanzlisten der Bezirksfeldwebel Heußner, eines Dieners der Georg Adam Bauer.
** Militärpersonal Nachrichten. Spitt a, Leutnant im 3. Großh. Infanterie Regiment (Leib Regt.) Nr. 117, unter Verleihung eines Patentes seines Dienstgrades vom 31. Dezember 1893, in das Füsilierregiment Graf Roon (Ostpreuß.) Nr. 33 versetzt und vom 1. Januar 1900 ab zur Dienstleistung bei einer Militär - Intendantur kommandiert. Bracklow, llnteroff. im 4. Großh. Jnf.- Regt. (Prinz Karl) Nr. 118, zum Fähnrich befördert, v. u. zu Gilsa, Fähnrich im 5. Großh. Jnfant.-Regt. Nr. 168, zur Reserve beurlaubt. Die Unterärzte der Reserve: Dr. Baumann vom Landwehr-Bezirk Worms, Dr. Römer vom Landw. Bez. Gießen zu Assistenzärzten befördert. K i e s e l b a ch, Proviantmeister in Mainz (Armee- Konservenfabrik), zum Proviantamtsdirektor ernannt.
** Die sozialdemokratische Fraktion der Zweiten Kammer richtet an die Regierung die Anfrage, welche Gründe die Regierung veranlaßt habe, im Bundesrate für den Gesetzentw urf zum Schutze der Arbeitswilligen zu stimmen.
*♦ Stadttheater. Als Volksvorstellung wird am Frei- tag, den 22. d. M., um auch mal ein Stück heiteren Genres zu bringen, Wilkens humorvolle Posse „Kyritz- Pyritz" mit der reizenden Musik von Michaelis, bei welcher unsere Regimentskapelle mitwirkt, aufgeführt. Zu dem Gastspiel der französischen Gesellschaft „La Roulotte", welches am Samstag, dem 23. d. M. im hiesigen Stadttheater stattsindet, haben Abonnernentbillets keine Giltigkeit; eine Erhöhung der Tagespreise findet nicht statt. Es sei bei dieser Gelegenheit bemerkt, daß die Gesellschaft „La Roulotte" augenblicklich auch in Wiesbaden, wie überall, wo die originelle Künstlerschar in Deutschland auftrat, einen ganz außergewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen hat. Trotz der ungünstigen Zeit vor Weihnachten sind die Häuser in Wiesbaden stets ausverkauft. — Künstlerisch ausgeführte Bilder der Gesellschaft, sowie Darstellungen einzelner Szenen sind in der FreeS'schen Buchhandlung, in der Cigarrenhandlung von Retter uno in den Schaufenstern des Neubaus des Herrn Glasermeisters Hirtz am Seltersweg ausgestellt.
*♦ Der verwechselte Peter. Ein Dienstmädchen von Frankfurt a. M. genas unlängst in der Entbindungsanstalt in Gießen eines gesunden Knäbleins, das in der Taufe den Namen Peter erhielt. Am Montagabend verließ die Mutter mit dem jungen Weltbürger die Anstalt, um wieder nach Frankfurt zu reifen. Ungeheuer war aber ihr Erstaunen, als sie dort die Entdeckung machte, daß sie keinen Peter, sondern eine „Peterine" mitgenommen hatte, trotz des ihr ausgehändigten Geburts- und Taufscheines. Aus dem Knaben war plötzlich ein Mädchen geworden. Natürlich war sie mit dem Tausch nicht einverstanden. Sie reiste am andern Morgen wieder nach Gießen. Hier hat die Vestalin ihren Peter, den sie bet der Eile und dem ihr eigenen Scharfsinn selbst verwechselt hatte, wieder erhalten. Das Personal der Frauenklinik trifft natürlich nicht die mindeste Schuld an der drolligen Verwechselung.
Höchst a. M., 20. Dezember. Heute in der Mittagsstunde hat sich der Möbelfabrikant Bäcker (Teilhaber der Firma Bäcker und Schäfer) in seiner Wohnung bei der Fabrik an der Nieder-Chauffee erhängt.
Nierstein, 20. Dezember. Kam da vergangene Woche aus der Umgegend ein biederesBänerlein hierher und gewahrte auf dem Rheine die Baggermaschine des Joh. Lerch 7„ welche feit mehreren Wochen, der Nebenbahn Nierstein-Undenheim wegen, in Thütigkeit ist. Noch nie hatte er eine solche Maschine zu Gesicht bekommen, bewunderte deshalb die immer wieder neu zum Vorschein kommenden Schöpfeimer und machte sich nun an die Arbeit, die Eimer zu zählen. Mindestens eine halbe Stunde konnte man ihn beobachten und fein leises Gemurmel gab deutlich zu erkennen, daß er immer noch die Eimer zählte. Als et nun bemerkte, daß sich einige Neugierige um ihn gesammelt, sagte er kopfschüttelnd zu einem der Umstehenden: „Ich woaß net, jetzt hun ich schun bis fünfhunnert gezehlt un es fumm’re als noch rau«!"
Kirchhain, 19. Dezember. Das hiesige Bahnhofshotel ist vom Bierbrauereibesitzer Bopp in Marburg käuflich erworben worden. Der Kaufpreis soll 70000 Mk. betragen. „Obh. Ztg."
Vermischtes.
* Esten, 20. Dezember. Auf Zeche „Unser Fritz" entstand heute morgen ein Sch acht brand. Nach einer weiteren Meldung entstand der Grubenbrand durch Selbstentzündung der Kohle. Die plötzlich anftretenben Gase brachten die zahlreichen Arbeiter der stark belegten Grube in große Gefahr. Durch die Geistesgegenwart der Steiger wurde die Mehrzahl so schnell von der Gefahr benachrichtigt, daß sie sich durch eilige Flucht retten konnten. 8 Bergleute blieben zurück, da sie durch Emathmung der Gase bewußtlos


