Anfang auf das Ende schließen darf, so muß man annehmen, daß etwas Ersprießliches aus den Verhandlungen kaum hervorgehen wird. Ueberdies treiben die Czechen zu Hause wieder Rebellion, und ist nicht ausgeschlossen, daß die Negierung über die größeren Städte Böhmens neuerdings das Standrecht verhängen muß. Wahrlich trübe Aussichten!
In den meisten Staaten steht die Einberufung der Parlamente erst noch bevor, sodaß dort die politische Saison noch nicht angebrochen ist und noch verhältnismäßige Ruhe herrscht. So auch in Frankreich, wo der russische Minister des Aeußern, Graf Murawjew länger weilt, als es für die Seelenruhe sensationslüsterner Korrespondenten gut ist. Daß der Graf in seinen Gesprächen mit den französischen Staatsmännern die Politik berührt hat, wollen wir gerne zugeben, daß aber gleich von dem Abschluß von Verträgen die Rede gewesen ist, welche das europäische Gleichgewicht zu beeinflussen im stände sind, glauben wir nicht.
z-KÄes Ml- KrsvinMes.
Gießen, den 20. Oktober 1899.
•* Das Ergebnis der Landwirtschaftlichen Ausstellung zu Frankfurt a. M. DaS rechnerische Ergebnis der 1899er Ausstellung der deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft liegt nun vor. Die Einnahmen haben den Voranschlag um Mk. 14,000 überschritten, die Ausgaben um Mk. 23,000. Die Höhe der vorgesehenen Eintrittsgelder wurde vollständig erreicht, sogar überschritten. Der Platz machte aber auch erheblich größere Aufwendungen für Pacht und Herrichtung nötig. Die Wanderversammlung erforderte einen Aufwand von Mk. 6000. Der Fehlbetrag der Ausstellung stellt sich einschließlich des von vornherein in Rechnung gestellten Zuschusses von Mk. 50,000 auf Mk. 58,700.
** Vom Feldberg. Die Vorarbeiten für den Bau einer Zahnradbahn auf den Feldberg von Königstein aus sollen noch vor Eintritt des Winters in Angriff genommen werden.
** Die Wirthe werden vor einem Schwindler gewarnt, der mit einem photographischen Apparat umherreift und sich als Vertreter einer Stuttgarter Verlagsfirma ausgibt. Unter dem Vorgeben, Ansichtspostkarten für die betreffenden Wirtschaften zu liefern, macht er scheinbar Aufnahmen von Haus, Hof, Garten u. s. w. und läßt sich dann von dem Wirte 8—10 Mark Vorschuß geben. Zur größten Enttäuschung der Geprellten treffen jedoch die bestellten Karten niemals ein. Derselbe junge Mann verkauft nach einer andern Meldung auch an Privatpersonen Cognac, der sich nachher als gemeiner Fusel entpuppt.
** Belohnung für Ergreifung eines flüchtigen Geldbrief, tragers. Die Ergreifung des nach Unterschlagung von Postkassengeldern im Gesamtbeträge von mehr als 13000 Mark seit dem 10. September flüchtigen Briefträgers Hugo Schwarz aus Berlin ist trotz aller Bemühungen immer noch nicht gelungen, lieber die von Schwarz eingeschlagene Fluchtrichtung fehlt jede Spur. Da auch die Polizeibehörden an der Grenze und in den deutschen und ausländischen Hafenorten bisher vergebens auf Schwarz gefahndet haben, so erscheint die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß der Genannte sich noch in Deutschland, vielleicht an einem kleinen Orte unter bescheidenen Verhältnissen aufhält. Auf die Ergreifung des ungetreuen Unterbeamten ist, wie wir hören, seitens der Postverwaltung eine Belohnung von 750 Mark ausgesetzt worden.
Homberg, 20. Oktober. Die Frau des Schäfers F. in dem nahen Mühlhausen hatte auf dem Scheunenboden zu thun; da schlug der Wind die im Scheunenthor befindliche kleinere Eingangsthüre zu, wodurch es in der Scheune dunkel wurde. In der Absicht, die Thür wieder zu öffnen, wollte die Frau von dem Boden an einer Leiter hinuntersteigen ; in der Dunkelheit aber trat sie vorbei und stürzte aus beträchtlicher Höhe hinunter in die Tenne. Die Bedauernswerte erhielt schwere innere und äußere Verletzungen, denen sie am nächsten Tage erlegen ist.
nn. Darmstadt, 20. Oktober. Auswärtige Zeitungen (auch wir) brachten vor einigen Tagen die stark angezweifelte Nachricht, daß der frühere Studierende der Technischen Hochschule zu Darmstadt Heinrich Kopf aus Frankfurt a. M., welcher am 22. Juni d. I. von der hiesigen Strafkammer wegen Mißhandlung zweier Kaufleute zu 8 Monat und 2 Wochen Gefängnis verurteilt und wovon ihm 4 Monat, 2 Wochen durch Untersuchungshaft verbüßt, angerechnet wurden, von Se. Königlichen Hoheit dem Großherzog begnadigt worden. Diese Thatsache steht wohl richtig, es ist aber diese Sache dahin zu ergänzen, daß sowohl der verletzte Kaufmann, der bei der Affaire ein Auge eingebüßt hat, sowie Student Kopf an Seine Kgl. Hoheit den Großherzog, gemeinsam ein Gnadengesuch um Erlaß der Reststrafe richteten und daß die Bewilligung desselben von der Zulassung einer hohen Geldbuße an den Verletzten abhängig gemacht wurde. Diese Buße war auf die Summe von 6000 Mark und Tragung sämtlicher Kurkosten festgesetzt und erst nach vollständiger Regelung dieser Angelegenhett soll Se. Kgl. Hoheit der Großherzog, der Begnadigung des Studenten Kopf zugestimmt haben. Damit war auch der Wegfall der sonstigen Folgen aus dem für beide Teile so bedauernswerten Vorfall inbegriffen und Kopf konnte zur Ableistung seiner einjährigen Dienstzeit in ein Ulanenregiment zu Hannover eintreten. Die vom Senat der Technischen Hochschule gegen Kopf ausgesprochene Relegation bis 1900 ist jedoch noch nicht aufgehoben worden.
nn. Darmstadt, 20. Oktober. DaS neue Offizier- Kasino des 2. Großh. Hessischen Leib-Dragoner-Regiments Nr. 24, dessen Inhaber bekanntlich der russische Kaiser ist.
und welches in der neuen Dragoner-Kaserne am Exerzierplatz aufs feinste ausgestattet wurde, wird heute abend 7 Uhr eingeweiht und haben der Zar sowohl wie S. K. Hoheit der Großherzog den an sie ergangenen Einladungen zur Teilnahme an den Feierlichkeiten ihre Zusage erteilt. Die hohen Herrschaften werden heute mittag kurz nach 2 Uhr hier eintreffen, im Neuen Palais absteigen und sich später von da aus zu der Feier begeben. Die Abfahrt erfolgt heute abend wieder nach 9 Uhr. — Wie wir vernehmen, hat u. a. Se. Majestät der Kaiser als Geschenk zu der Ausstattung des Kasinos dem Offizierkorps sein Porträt in Lebensgröße gewidmet.
nn. Darmstadt, 20. Oktober. Heute vormittag finden noch in der Gemarkung Isenburg in der Nähe des Forsthauses Koberstadt unter Leitung des Herrn Hofrat Kofler Ausgrabungen statt, an welchen sich die hohen Herrschaften meist persönlich sehr lebhaft beteiligen.
nn. Darmstadt, 20. Oktober. Daß die russischen und hessischen Herrschaften auf und um Schloß Wolfsgarten, sowie bei ihren kleinen Reisen in die Nachbarschaft ungestört und ungeniert sein wollen, ist hinreichend bekannt, doch erzählt man sich als weiteren Beweis hierfür noch folgendes Geschichtchen. Eines Tages bei einer Fahrt mittelst Sonderzuges nach Darmstadt bemerkten die hohen Herrschaften auf dem Bahnhof in Egelsbach eine Anzahl Zuschauer; als Se. Königl. Hoheit der Großherzog dem begleitenden Adjutanten von Grancy gegenüber hierüber sein Erstaunen ausdrückte, erklärte dieser: Hoheit, das sind ja „Geheimschutzleute!" Der Großherzog soll gelächelt haben, aber die weitere Folge davon ist, daß seit dieser Zeit weniger Sonderzüge gefahren werden und die Herrschaften meist fahrplanmäßige Personen- oder Schnellzüge benützen, welche letztere nach Bedarf hallen müssen. Dieser Tage kam es sogar vor, daß die Fürsten in einen fahrplanmäßigen von Frankfurt kommenden Personenzug in ein Koupee 1. Klasse einstiegen, hinter welchem direkt zwei Wagen lärmender und singender Rekruten auf dem Transport, und zum Schluß ein Viehwagen hingen. — Am Samstag wurde in der Nähe von Wolfsgarten wieder ein Russisch-Pole durch einen Geheimpolizisten verhaftet, der teils russisch, teils deutsch sprechend zu dem Zaren wollte. Es stellte sich jedoch heraus, daß es nur ein harmloser russischer Unterthan war, der ein gutes Almosen in Wolfsgarten zu erhalten hoffte. — Der König von Griechenland ist gestern mittag 4 Uhr wieder abgereist, während die Königin von Griechenland ihren Besuch erst heute beenden wird.
nn. Darmstadt, 20. Oktober. In Fachkreisen wird sehr auffallend bemerkt, daß die Ausführung der elektrischen Arbeiten in dem Barackenbau trotz tüchtiger leistungsfähiger hiesiger Firmen wieder an eine Frankfurter Firma übertragen wurde.
Mainz, 20. Oktober. In der gestern abgehaltenen Vorstandssitzung des „M. I. und Schr. V." wurde die Verteilung der Aemter innerhalb des Vorstandes vorgenommen. Herr Redakteur Ludwig wurde zum geschäftsführenden Vorsitzenden und Sekretär, Herr A. Schipf er zum Kassierer und Herr Redakteur Köpgen (Mainzer Journal) zum Verwalter der Unterstützungskasse gewählt. — Wie die Großh. Handelskammer hier mitteilt, ist dieselbe von der Kaiser!. Ober-Postdirektion Darmstadt benachrichtigt worden, daß der Sprech verkehr zwischen Mainz mit Kastel und Elberfeld (nebst Barmen, Langenberg (Rhld.) und Neviges), Essen (Ruhr) und Oberhausen am 15. Oktober eröffnet worden ist.
Mainz, 19. Oktober. Zwischen der Stadt Mainz und der Königl. Konservenfabrik besteht seit der Errichtung des neuen Schlacht- und Viehhofes eine Meinungsverschiedenheit, weil die Konservenfabrik sich weigert, das von derselben alljährlich benötigte Vieh, welches mehrere tausend Stück beträgt, auf dem städtischen Schlacht- und Viehhos schlachten zu lassen. Die Stadt Mainz hingegen behauptet, daß die Konservenfabrik verpflichtet sei, das städtische Schlachthaus für ihre Schlachtungen zu benützen. Das von der Stadtverordneten Versammlung ausgearbeitete Reglement für den Schlacht- und Viehhof ist auf Wunsch der Stadtverordneten-Versammlung nur ein provisorisches, dessen Dauer mit dem 1. April 1900 erlischt, da man vor der Schaffung eines definitiven Reglements die nötigen Er- fahrungen sammeln wollte. Die Verwaltung der Königl. Konservenfabrik hat sich nunmehr an das Großh. Ministerium des Innern in Darmstadt gewendet mit dem Ersuchen, daß bei der Festsetzung der neuen, definitiven Bestimmungen über den Schlacht- und Viehhof zu Mainz ausdrücklich bemerkt werden möge, daß die Königl. Konservenfabrik nicht verpflichtet werden könne, ihre Schlachtungen auch auf dem Mainzer Schlacht- und Viehhof betätigen zu müssen. Die Verwaltung der Königl. Konservenfabrik hat in ihrer Eingabe bei dem Großh. Ministerium sich auf den § 23 der Gewerbeordnung gestützt, und beansprucht, daß die darin enthaltene Bestimmung zu ihren gunften Anwendung fände. Der § 23 lautet nämlich: „Der Landesgesetzgebung bleibt es Vorbehalten, für solche Orte, in welchen öffentliche Schlachthäuser in genügendem Umfang vorhanden sind oder errichtet werden, die fernere Benutzung bestehender oder die Anlage neuer Privatschlächtereien zu untersagen." Nach dieser Bestimmung der Gewerbeordnung könnte daher gesetzlich festgelegt werden, daß die Konservenfabrik, trotz des Bestehens eines allgemeinen öffentlichen Schlachthofes, berechtigt sei, auch noch für die Folge die Schlachtungen in der Fabrik zu betätigen. Dadurch würden der Stadt Mainz, wie der „M. A." konstatiert, alljährlich etwa 10- —12000 Mk. au Schlachtgebüren entgehen. — Soeben werden innerhalb der Stadt von feiten der Polizei sämtliche Kandelaber der Straßenlaternen aufgenommen. An sämtlichen Kandelabern sollen Vorrichtungen angebracht werden, welche es jedem Radfahrer ermöglichen, sein Rad an einen Kandelaber
an zuschließen. ES geschieht dies, um den vielen Diebstählen von Fahrrädern wenigstens teilweise zu begegnen.
Frankfurt a. M, 20. Oktober. Gestern abend starb nach schweren Leiden der Direktor der Aktiengesellschaft für Hoch- und Tiefbauten, PhilippHelfmann,im55. Lebensjahre. Er hat mit seinem Bruder, der vor einigen Jahren gestorben ist, das zu großer Bedeutung gelangte Baugeschäft von Gebr. Helsmann gegründet und war eine der bekanntesten Persönlichkeiten in Frankfurt; er hat durch rastlosen Fleiß, eine geniale geschäftliche Veranlagung, wie sie in gleicher Vielseitigkeit nur wenig Menschen gegeben ist, durch seinen in den schwierigsten Verhältnissen erprobten Charakter, fein liebenswürdiges, offenes Wesen, weit über die Grenzen der Vaterstadt hinaus sich einen geachteten Namen zu erwerben gewußt. Seit dem im Jahre 1896 erfolgten Uebergang der Baufirma an die Aktiengesellschaft widmete sich Hels- mann, außer dem weitausgedehnten Baugefchäfte, insbesondere auch dem Ankauf und der Verwertung großer Gelände, die für die bauliche Entwicklung unserer Stadt vielfach von großer Wichtigkeit waren. Fr. Ztg.
Homburg v. d. Höhe, 20. Oktober. Möglicherweise wird es Homburg v. d. Höhe gelingen in der Heilung Hilfesuchender erfolgreicher wie seither neben Wiesbaden und Nauheim aufzutreten, denn es ist dort in voriger Woche auf einem in der Nähe des Uftnger Bahnhofs gelegenen einer Gesellschaft gehörigen Grundstücke eine heiße Quelle entdeckt worden, die einen mächtigen Strahl aus dem Erd- innern sendet. — Schon seit längerer Zeit war die Beobachtung gemacht worden, daß das Wasser eines Brunnens eine Temperatur von mehr als -f- 15° Reaumur zeigte, und infolgedessen sich nicht zum Trinken eignete. — Man kam schließlich, wie die „Sonne" meldet, auf den Gedanken, daß die Ursache dieser hohen Temperatur in dem Zulauf einer heißen Quelle zu suchen sei, stieg in den Brunnenschacht ein und untersuchte die Wände genau. — Es dauerte nicht lange, hatte man eine Stelle entdeckt, die sich warm anfühlte, bald war der Backstein durchschlagen und mit dem letzten Schlage sprudelte ein Naß zu Tage, das eine Wärme von 4- 38° Reaumur aufwies. — Außer der Entdeckung der heißen Quelle an sich, wird genanntem Blatte mitgeteilt, daß es sich wahrscheinlich um den unterirdischen Wasserstrom handle, der in Nauheim zu Tage trete, und im Geiste sieht man die alte freundliche Residenz der Landgrafen von Hessen- Homburg unsterblichen Angedenkens bereits außerordentlich stark mit Wiesbaden und Nauheim rivalisieren. — Wenn auch von der Entdeckung der Quelle bis dahin noch ein weiter Weg ist, so eröffnet das heiße Wasser, deffen Heilkraft man bald festgestellt haben wird, dem Bad Homburg doch eine entschieden bessere Perspektive wie die vorzüglichsten Veranstaltungen der regsamen Kurdirektion.
** Groh-Rechtenbach, 20. Oktober. Gestern, Donnerstag, fand hier die Beerdigung des auf so tragische Weise am vergangenen Sonntag in Kastel verunglückten Leutnants Hardt, des einzigen Sohnes des hiesigen Kreisbürgermeisters, statt. Einen derartigen Leichenzug hat das kleine Oertchen noch niemals gesehen. Es lieferte aber diese Beisetzung den Beweis, daß sich der so plötzlich verstorbene junge Mann der allgemeinsten Hochachtung und Verehrung in den weitesten Kreisen der Bevölkerung erfreute, wie auch den tiefgebeugten Eltern die Teilnahme von Nah und Fern in überwältigender Weise bezeugt wurde. Die kostbarsten Kranz- und Blumenspenden waren eingelaufen und füllten das große Zimmer, in welchem der Sarg aufgestellt war. Dem Kondukte voran marschierte die gesamte Kapelle des 116. Jnf.-Regls. in Gießen, daran schloß sich der Krieger- verein Groß-Rechtenbach mit der Fahne, alle Mitglieder desselben Kränze tragend, hinter dem Sarge, und den nächste» Anverwandten folgte dann eine große Anzahl Offiziere aller Waffengattungen, die Kameraden des Pionierbataillons sämtlich, die Offiziere des Landwehrbezirks Wetzlar mit ihrem Bezirkskommandeur an der Spitze, Deputationen des 116. und 168. Regiments (die Herren Oberleutnant Krömmelbein, Leutnant Heinersdorf und Leutnant Krömmelbein II), alle hatten prachtvolle Kränze gewidmet. Hierauf schloffen sich noch eine Anzahl Krieger- vereine mit ihren Fahnen und dann die ganze Gemeinde nicht nur, sondern auch Hunderte aus den benachbarte» Dörfern Hochelheim, Niederkleen, Dornholzhausen rc. Die Dorfstraße bis zum Friedhöfe war mit frischem Tannenreisig bestreut, sodaß kein lautes Geräusch den ernsten Zug und die feierlichen Klänge der gedämpften Choräle, welche die Kapelle spielte, störte. Erhebende Worte sprach der Geistliche, Herr Pfarrer Hunger, am offenen Grabe, deren Eindruck auf alle Anwesenden noch erhöht wurde durch de» feierlichen und vorzüglich geleiteten Gesang der Schulkinder. Der Zug bewegte sich alsdann zum Gottesdienst in die Dorfkirche, welche leider nur einen kleinen Bruchteil der leidtragenden Versammlung aufzunehmen vermochte — um so bedauerlicher, als der Geistliche in zu aller Herze» gehenden Weise es verstand, auf Grund des schönen Bibelwortes Jeremia 31 V. 3 „Ich habe dich je und je gelicbet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte", de» tieftrauernden Eltern und der Braut, sowie allen Freunde» des Dahingeschiedenen ächt christliche Trostesworte zuzurufen.
Amöneburg, 18. Oktober. Eine „Lebensmüde". Hier hat sich vor einigen Tagen ein junges Mädchen den Luxus erlaubt, zweimal in die Ohm zu springen. Ob es damit der gestrengen Mutter ober dem flauen Liebhaber imponieren wollte, ist nicht aufgeklärt; jedenfalls wollte eS aus dem beabsichtigten Effekt nach einer der beiden Seiten hin Nutzen ziehen. Hart an der Ohmbrücke, in der Nähe der Brückenmühle, wartete die „Lebensmüde" auf die Annäherung eines Fuhrwerks und auf die in der Nähe beschäftigten Arbeiter, und stürzte oder stieg dann „todesmutig" in den Fluß an einer Stelle, wo beim besten Willen ei» Mensch nicht ertrinken kann. Um aber den Schein vo» Energie zu rette», tauchte sie nach echter Gänseart de»
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HP* wirb. W worin jungetWJann (et -»-DrrSbrn fpurlo » ouSgeroanbert fein foUt Geburt eines diesem Die betümmerte junge tin Lebenszeichen von dachte nicht mehr an vergingen; obwohl sie sie manchen Heiratsai sich und ihr Sind burt Sorge und heimlichem chen erziehend. Vor e fiimer junger Mann, 1 der Tochter, welche zu herangewachsen war, in Liebe hängende Mich Verbindung war und entlud, welcher schließ sührte. In dielen Ta schöne Lösung der Ri schichte aus dem Leb« vor zwei Monaten p und von wem? - voi er den wie im Trau! Mutter mitteilt, daß harten Erfahrungen nun endlich seinen fd nachlässigten Verpflicht feiner Tochter schon j Murtarffqt, gleifyti ftint friifat Mtbtt nun doch noch sein E wenigstens noch den S tonnen. Nachdem sich erholt, antwortete der alle wohl fofort komm solchen Reise nicht aut größerer Barbrtrag, und seit einigen Tage uach der neuen Heima ^ebessehnsucht und 2 ff ft 16(1 f*- M« doch nod ’’ Junge SJemann, n Ä"9."* btmSS W -M- «Beffeten H'srchlinarproz
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