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22.9.1899 Erstes Blatt
 
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Collins, und bat ihn nm Her Umstände, welche die -n Schritte bewogen hatte. m sehr detaillierten Briefe, t wurde, um das Ober- rbloszustellen. Mrdingt ü Stofs genug zu, bitteren f),r Weise die Dinge auf ?che Täuschung der öffent' -ort aus versucht und tA nge Zeit «nterwar n nt , il.weil man an , »id wurde uns die Sache | »eneral Otis offen verttln- , > *rSäU i

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deshalb niedergeschossen wurden, weil sie bei einem Hahnen- kampfe davonrannten. Manche Ofsiziere sind wegen Feig­heit vor Kriegsgerichte gestellt worden, und ein General mußte kassiert werden, weil er vor einer wichtigen Schlacht sinnlos betrunken angetroffen wurde. Diese Thatsacheu sind von den Korrespondenten überhaupt nicht gemeldet worden, ebenso wie die Jntriguen und Skandale in der Armee ver­schwiegen wurden. Zwei Kollegen, die ich für absolut ver­trauenswürdig halte, sagten mir, daß sie Augenzeugen davon gewesen wären, wie unsere Soldaten die Verwundeten mit dem Bajonnete angegriffen hätten, und ich selbst konnte General Otis daran erinnern, daß die abgeschnittenen Ohren zweier amerikanischer Verwundeter nur eine Vergeltung für ähnliche Verstümmelungen toter Eingeborener durch unsere Soldaten bildeten. Ferner kann ich bekräftigen, daß Otis über die Zahl der Kranken u. s. w. die lügenhaftesten Mit­teilungen nach Washington sandte. Er gab den Prozentsatz Kranker mit 71/» an, während über 20 Prozent krank waren u. s. w." So kräftig wurde die Wahrheit über die Philip­pinen noch nicht gesagt, und man kann angesichts der Schwere dieser Anschuldigungen nur verwundert fragen, was jener Teil des Berichtes enthalten haben möge, deraus Rücksicht auf den Oberbefehl" nicht veröffentlicht wurde."

auf wurde der Sarg durch die Handwerker in die Gruft gesenkt, dabei gab die Infanterie 3 Salven, die Artillerie 12 Schüsse ab und damit erreichte die tief ergreifende Feier ihren Abschluß. Das Wetter, welches am Morgen sehr regnerisch und rauh war, hellte sich am Nachmittag auf und blieb freundlich, so daß die Feier im Freien einen un­gestörten Verlauf nehmen konnte.

Ranstadt, 20. September. Das 7jährige Söhnchen des Landwirts Karl Schäfer von hier hat sich an die Leier der Häckselmaschine gehängt und ger eitelt. Das Messer hatte aber die rechte Hand erfaßt und dieselbe an den Fingern durchschnitten. Kinder können nicht genug er­mahnt werden, sich von diesem gefährlichen Instrument ent­fernt zu halten.

? Lauterbach, 20. September. Die am Montag dem 18. d. Mts. dahier abgehaltene Bezirkstierschau hat einen recht günstigen Verlauf gehabt, zumal auch die Witterung an diesem Tage kaum etwas zu wünschen übrig ließ. Der Auftrieb der Tiere fand kurz nach 8 Uhr statt, und diente der sogenannte Schützenplatz, zu welchem noch einige Parzellen hinzugemietet waren, der Ausstellung. Im ganzen waren gegen 170 Rinder, über 50 Schweine und 19 Ziegen auf­getrieben. Die Prämiierung wurde von drei durch den landw. Provinzialverein ernannten Kommissionen vorge­nommen. Im allgemeinen sprachen sich die Sachverständigen über die Qualität des aufgetriebenen Viehes recht günstig aus, und wurde allgemein ein Fortschritt in der Entwicklung der Viehzucht des II. Körbezirkes konstatiert. Es sind gegen 4600 Mk. an Geldpreisen zur Verteilung gelangt. Hervor­gehoben muß werden, daß besonders der Ortszuchtverein AngersbachMaar, hervorragendes geleistet hat, sodaß ihm ein I. Sammlungspreis in Höhe von 400 Mk. zuerkannt werden konnte. Einen gleichen Preis erhielt auch Herr Gutspächter Backhaus in Rudlos für eine große Sammlung. Preise für kleine Sammlungen erhielten: Heinrich v. Alt in Wallenrod. W. Euler - Maar und H. F. Rodemer- Angersbach. Als eine erfreuliche Thatsache, welche diese Schau feststellte, muß anerkannt werden, daß der Schwer­punkt der Viehzucht in diesem Körbezirk mehr und mehr in die Hände der kleineren Landwirte gelangt. Während früher die größeren Landwirte in der Zucht nur hervor­ragendes leisteten, sehen wir hier, daß die kleineren Land- | wirte sehr wohl in der Lage sind, es jenen nachzumachen. Die Preisverteilung fand nachmittags 2 Uhr vor der Schützenhalle auf dem Ausstellungsplatze statt und wurde dieselbe durch eine Ansprache des Vertreters der Großh. Staatsregierung, Herrn Ministerialrat Braun eingeleitet. Nach derselben, um 3 Uhr versammelten sich die Vertreter der offiziellen Organe und eine Anzahl Landwirte aus Lauterbach und der Umgegend zu einem gemeinschaftlichen Festessen im Hotel Schüz. Hierbei toastete der Vorsitzende des Ausstellungskornitss, Herr Kreisrat Dr. Wallau auf den Protektor der hessischen Landwirtschaft, Se. Königliche Hoheit den Großherzog, während Herr Oekonomierat Leühiger den Ausstellungsleitern, insbesondere dem Vorsitzenden für ihre viele Mühe und Arbeit namens des Provinzialvereins dankte. Allgemein war man der Ansicht, daß in der jetzt von der Staatsregierung und den Vereinen eingeführten Form die Ausstellungen ein mächtiger Hebel für die Entwicklung unserer Viehzucht sind und daß die guten Früchte auch sicher nicht ausbleiben werden.

Mainz, 20. September Die Einführung der I Perronsperre. Mit dem 1. November werden bekannt­lich auch an dem hiesigen Zentralbahnhof die Perron - I biIIete eingeführt. Von Seiten der Bahndirektion bestand I seinerzeit die Absicht, die Sperre im hiesigen Bahnhof be- I reits in der Vorhalle des Bahnhofsgebäudes, wie dies in dem Bahnhof zu Kastel der Fall ist, zur Einführung zu I bringen, sodaß ohne Perronbillete niemanden mehr in der I Lage gewesen wäre, einer der Wärtesäle oder die Bahnhofs- reftauration zu betreten In öffentlicher Stadtverordneten- Versammlung wurde der Herr Oberbürgermeister ersucht, bei der Bahndircktion vorstellig zu werden, damit eine solche I Beschränkung nicht eingeführt und die Sperre direkt an dem Perron an die Thüre der Wartesäle angebracht würden, I sodaß das Publikum in der Lage wäre, ungehindert die Warte- und Restaurationssäle betreten zu können. Die Bahndirektion ist nunmehr dem Wunsche der Stadtverord- I neten-Versammlung entgegengekommen und wird die Perron- I sperre direkt an die Wartesäle auf das Perron verlegen.

O Aus Rheinhessen, 20. September. In der Nähe des I Kirchhofes von Langenlonsheim' wurde letzter Tage wieder ein Reblausherd angetroffen und zwar in einem noch jungen Weinberge. Sollten sich noch weitere verseuchte Stellen ergeben, so ist keine Hoffnung vorhanden, den Wein- I bergödistriktBorngraben" zu erhalten.

4- Aus dem Bieberthal, 20. September. Der bereits I im vorigen Jahre durch die Elwert'sche Verlagsbuchhandlung I zu Marburg angetünbigteFührer durch das Hinter­land (Kreis Biedenkopf)" ist in diesen Tagen erschienen. Diesen Führer, dessen Hauptzweck ist, das erwachte Interesse für das von Fremden noch so wenig gekannteHinterland" I zu fördern und auf seine hervorragenden landschaftlichen 1 Schönheiten aufmerksam zu machen, können wir aufs beste empfehlen. In dem Führer ist Marburg zum Ausgangs- I punkt genommen. Daher mag sich auch wohl erklären, daß der südliche Teil des Kreises (Bieberthal) so stiefmütterlich behandelt worden ist. Vielmehr wäre zu wünschen gewesen, daß auch diesem Teil eine ausführlichere Behandlung zuteil I geworden wäre. Wir wollen hier nur das Bieberthal mit Iben angrenzenben Touren: Fellingshausen Dünsberg, HimbergWetzlar, KönigsbergHohensolms ober Vetzberg |Gleiberg erwähnen.

Rodheim a. d. Bieber, 20. September. Auch unser Dorf ist am Samstag mit der ersten größeren Ein­quartierung bedacht worden. Das Infanterieregiment I Nr. 166 ist in einer Stärke von 5 Kompagnien hier ein­

Koksles und KrsvmMes.

Gießen, 21. September 1899.

** Einem Darlehns Schwindel, der von Baden aus be­trieben wurde, ist die Polizei in Straßburg auf die Spur gekommen. Durch Zeitungsinserate bot eine Londoner Firma Darlehne zu 5 Prozent an. Die zahlreichen Interessenten, die daraus reflektierten, mußten, wie immer in solchen Fällen, Vorschüsse einsenden, bekommen dann aber nie wieder etwas von dem ehrbaren Institut zu hören. Die menschenfreundliche Firma hat an verschiedenen Plätzen in Deutschland ihre Agenten, denen man das Handwerk inzwischen gelegt hat. Da es nicht ausgeschlossen ist, daß auch in Gießen und Umgegend Unerfahrene auf dies Manöver hineinfallen könnten, so sei vor derartigen Offerten gewarnt.

** In Amerika verstorbene Heffen. Clinton Post Office, ! Ohio Co., W. Va., Conrad Schäfer, 74 Jahre alt, aus Grünberg. Madison, Wis., Mathias Beckheimer sen., 67 Jahre alt, aus Bingen. New-Memphis, Clinton Co., Jll., Elisabeth Bähr, geb. Theler, 75 Jahre alt. Dayton, O., Philipp Olt, 67 Jahre alt, aus Breitenbrunn. Berlin, Can., Caspar Heller, 69 Jahre alt, aus Udenhausen. Ebenda. Philipp Rinn er Wwe., 72 Jahre alt, aus Ober­breidenbach. Chicago, Jll., Hermann Felsenthal, 64 Jahre alt, aus Offenbach. Bellefontaine, Mo., Carl An­dreas, 70 Jahre alt, aus Hessen. Waterloo, Ja., Adam Blim, 82 Jahre alt, aus Hessen.

-j-f Lich, 20. September. (Beisetzung.) Heute fand unter Entfaltung großen Gepränges die Beisetzung des ver­storbenen Fürsten Hermann zu Solms-Hohensolms Lich statt. Der Sarg war gestern abend in die hiesige Marienstistskirche übergeführt worden. Dort stand er vor dem Altäre, mit Blumen und Kränzen umstellt, zu Füßen die beiden Ordenskiffen (Roter Adlerorden 1. Klaffe, Lud­wigs- und Philippsorden 1. Klaffe und der Hausorden der wendischen Krone). Er ist mit rotem Sammt beschlagen. Obenauf lagen die militärischen Embleme des Verstorbenen, Czapka, Generalsachselstücke, Degen und Feldbinde. Zu beiden Seiten standen je 3 silberne Kandelaber. Fürstliche Förster hielten die Ehrenwache. Heute morgen war die Kirche zur allgemeinen Besichtigung geöffnet. Um 11 Vs Uhr begaben sich die hiesigen hohen Herrschaften zur kurzen Andacht am Katafalk zur Kirche. Nachmittags 2»/, Uhr wurde dieselbe für Besucher des Trauergottesdienstes ge­öffnet. Zur kirchlichen Feier waren Teilnehmer-Karten aus- gegeben worden. Kurz nach 3 Uhr kamen die hohen Herr­schaften, die Herren in den manigfaltigften Uniformen, die Damen in tiefer Trauer, zur Kirche, zuletzt Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Hessen, Fürstin Mutter und Fürst Karl. Nach einem kurzen Orgelvorspiel fang die Gemeinde 4 Verse von dem LiedeJesus meine Zuversicht". Dann hielt Herr Pfarrer Löhr (früher in Hohensolms) die Trauerrede unter Zugrundelegung des Textes Lucas 12 Vers 37 und schilderte darin die hervorragenden Charakter­eigenschaften des Hochseligen als Christ, Fürst und Mensch. Danach fang der Kirchenchor das LiedChristus der ift mein Leben", dann folgte die Aussegnung durch Herrn Stistspfarrer Weber und das Vaterunser. Zum Schluffe fang die Gemeinde noch einen Vers. Während der Feier hatte sich vor der Kirche das zur Trauerparade befohlene Militär, (1 Bat. v. Reg. 117, 1 Eskadron Ulanen und 1 Batterie Artillerie), die Vereine, die Schüler Großherzogl. Präparandenanstalt und hiesiger Volksschule aufgestellt. Als der Sarg zum Leichenwagen getragen wurde präsentierte die Infanterie, und die Musik spielte die Melodie zum Liede Jesus meine Zuversicht". Dann setzte sich der Zug in Bewegung, erst die Ulanen, dann Infanterie, dann Artillerie. Nach der militärischen Trauerparade folgte der Cäcilien­verein, dann 2 Trauermarschälle, die fürstlichen Pächter und Beamte, die Geistlichen der Grafschaften Lich, Hohen­solms und Niederweisel, die fungierenden Geistlichen, die Ordenskissen tragenden Herren Forstrat Dr. Dieffenbach und Hofrat Dr. Stamm, die persönliche Bedienung des Hochseligen, dann der Leichenwagen, zu beiden Setten der Gemeinderat und Kirchenvorstand der Stadt Lich, außerhalb derselben aus jeder Seite 3 Forstbedienstete. Hinter dem Wagen folgten die hohen Leidtragenden, ein Trauermarschall, die Wagen mit ihrer Durchlaucht der Fürstin Mutter und den übrigen leidtragenden hohen Damen, dann das übrige Trauergefolge und schließlich die spalierbildenden Vereine. Auf dem fürstlichen Friedhöfe angelangt, sprach Herr Dechant Klingelhöffer ein Gebet und die Einsegnung. Gleich dar­

getroffen. Die höheren Offiziere dieses Regiments sind bei den Herren Kommerzienrat Gail und Baron van der Hoop im Quartier. Die Regimentskapelle, unter Leitung ihres Dirigenten Herrn Schmidt, hat sowohl am Samstag als* auch am Sonntag zur Tafel gespielt. Am Montag werden uns die166er" verlassen und alsdann Husaren und In­fanteristen vom 88. Regiment hier eintreffen. Da Rodheim seit dem Jahre 1882 keine Einquartierung gehabt hat, so werden die Mannschaften hier gute Quartiere finden, was bei ihren anstrengenden Märschen ihnen nur zu gönnen ist.

Wetzlar, 18. September. Vom Manöverfelde wird demM. A." geschrieben: Ein ungemein fesselndes Bild vomKrieg im Frieden" bot sich heute Vormittag den zahlreichen Schlachtenbummlern dar, welche von der Höhe des Lahnberges, von der Garbenheimer Warte oder der Kühmark aus das Manöver beobachteten, welches die in zwei feindliche Abteilungen getrennte 21. Division in der Nähe unserer Stadt ausführte. Die aus den Regimentern 87, 88 und 166, der Biebricher Unteroffizierschule, sowie 27er Artillerie bestehende eine feindliche Abteilung, welche in der vergangenen nacht meistenteils in den Dörfern des Solmser Amts, des Hinterlandes und verschiedenen Ge­meinden an der Lahn einquartiert gewesen war, warf sich auf den bei Naunheim stehenden Gegner, welcher sich aus den Regimentern 80 und 81 und einer Abteilung Artillerie zusammensetzte. Unter stellenweise sehr scharfem Feuer- gefecht wurden 80er und 81er durch Naunheim hindurch und über die Brücke zurückgedrängt, welche von den Pio­nieren dicht bei der Naunheimer Mühle über die Lahn er­baut worden war. Die zu den 80ern und 81ern gehörende Artillerie passierte den Fluß teilweise durch eine Furt, die sich ganz nahe bei der genannten Mühle befindet. Ihre Verfolger drängten augenblicklich nach und warfen sich in ungestümen Vorstoß auf die Verteidigungsstellung, welche 80er und 81er auf den Bergen oberhalb Garbenheim ein­zunehmen sich anschickten. Das Gefecht ging durch das Dorf Garbenheim hindurch und endigte damit, daß 80er und 81er eine abermalige, wenn auch nicht sehr lange Rückwärtsbewegung antraten. Nach 12 Uhr erklang das Signal, welches die Offiziere zu der Kritik sammelte, die der kommandierende General des 18. Armeekorps Excellenz v. Lindequist auf einer Anhöhe dicht über Garbenheim ab> hielt. Das ganze Gefecht, dessen Entwickelung von den oben erwähnten Punkten aus vortrefflich beobachtet werden konnte, bot inmitten des prächtigen landschaftlichen Rahmens, in dem es sich abspielte, einen außerordentlich interessanten, lebendigen Anblick. Heute abend biwakieren alle Truppen. Die 88er liegen auf dem Felde zwischen der Kühmark und der Garbenheimer Warte, die 81er und 166er bei und hinter Rechtenbach u. s. w. Auch unsere Stadt wurde von der großen militärischen Hebung insoweit in Mitleiden­schaft gezogen, als fortwährend Patrouillen, Militärfahr­zeuge u. s. w. durch die Straßen zogen. Die innerhalb unserer Stadt befindlichen Lahnbrücken galten als gesprengt und daher unpassierbar, was durch aufgestellte Jufantcrieposten markiert wurde. Ein Husarenpiquet, welches den llebergnng über die alte Lahnbrücke solchergestalt versperrt fand, wußte sich aber gleichwohl zu helfen, indem es einfach durch den zur Zeit stellenweise ziemlich seichten Fluß hindurch ritt. Leider sind auf dem sehr toupierten Terrain auch mehrere Uuglücksfälle vorgekommen. So ist ein Geschütz der 3. Batterie des 27. Feldartillerie-Regiments in Garbenheim beim Umfahren einer Ecke umgeschlagen. Ein Kanonier wurde hierbei am Knöchel erheblich verletzt, ein anderer hatte eine Kontusion am Rücken erlitten.

[] Frankfurter Obstwarkt. Der diesjährige Frankfurter Obstmarkt findet am Mittwoch, dem 4. Oktober, in der Stadthalle, Klostergasse 14, statt. Wie in den Vorjahren läßt die Marktordnung ausschließlich in Deutschland ge­zogenes Obst usw. zu und zwar: sortiertes Tafelobst, ge­pflücktes Wirtschaftsobst, gewöhnliches Wirtschafts- und Mostobst, gedörrte und eingekochte Obstfrüchte, Obstweine, Obstbranntweine, Obstliköre, Mus, Marmelade, Gelse nsw., ferner gedörrte und eingekochte Gemüse, sowie Verpackungs­material. Der Verkauf geschieht nach Proben. Die Proben von sortiertem Tafelobst und gepflücktem Wirtschaftsobst dürfen bis 5 Kg. brutto, diejenigen von gewöhnlichem Wirt­schaftsobst bis 25 Kg. betragen. Obst- und Gemüse-Produkte sind mit Ausnahme der flüssigen, die in Flaschen zu liefern sind, in Originalpackung auszustellen. Jeder Probe ist ein Begleitschein beizugeben, der folgende Angaben enthält: Name der Sorte, Preis per Kg. bezw. per 100 Kg. ab nächster Bahnstation, das zur Verfügung stehende Quantum, den Namen des Verkäufers, die ungefähre Lieferzeit. Die Proben sind am Tage vor Abhaltung des Marktes franko Marktlokal (Stadthalle) zu liefern, oder an das Obstmarkt- Komitee, Gneisenaustr. 15, einzusenden. Alle Verkäufe auf dem Obstmarkte finden durch vom Markt Komitee unentgelt­lich ausgefertigte Schlußscheine statt. Begleitscheine sind vom Obstmarkt-Komitee erhältlich, das auch jede weiter ge­wünschte Auskunft erteilt. Es findet in diesem Jahre nur oer eine Obstmarkt statt. Zum Schluß sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß das Komitee (Centralstelle für Obstverwertung) auch sonst vor und nach dem Markt den An- und Verkauf von allen Sorten Obst vermittelt.

Schiffsnachrichteu

Der PostdampserNoordland" derSieb ®ter Line" ta Ant­werpen ist laut Telegramm am 19. September wohlbehalten to N«v- Dork angekommen. ____________________

Humoristischem

* Trost. Schusterjunge (der von seinem Meister Prügel be­kommen):Aber ich bin's ja gar nicht gewesen I" Meister:So? Na dann steh' mal, so viel Prügel bekommst Du schon, wenn Du's nicht gewesen bist; nun kannst Du Dir ungefähr vorstellen, wie ich Dich ver- hauen hätte, wenn Du'L gewesen wärest!"