nuw eixem Redakteur des „Temps" ix Pau erklärt, die ganze Geschichte sei natürlich eine kindische Erfindung.
Paris, 20. März. Präsident Loubet machte am Samstag abend seinen ersten offiziellen Besuch in der Oper und wohnte der Galavorstellung bei, welche zugunsten der Vereinigung der Künstler gegeben wurde. Die Oper »ar bis auf den letzten Platz besetzt. Alle Notabilitäten von Paris waren anwesend. Die Einnahme hat die Summe »ox 25000 Franks erreicht. Loubet hat darauf bestanden, seine Loge für diesen abend mit 500 Franks zu bezahlen. Außerdem hat er dem Direktor der Oper 500 Franks für die Alterskasse der bei der Oper Angestellten zugesandt.
Spanien. Die Auslieferung der spanischen Gefangenen auf den Philippinen ist, wie schon telegraphisch gemeldet, von neuem verzögert worden. Die Filipinos beanspruchen für die Freilassung ein Lösegelb; General Rios verhandelte deshalb mit Aguinaldo; nun aber wird ihm die Fortführung der Besprechungen unmöglich gemacht, da General Otis ihm jeden Verkehr mit den Rebellen verboten hat. Der spanische General, der selbst ix der traurigsten Lage ist, und den in der Heimat das Kriegsgericht erwartet, wendet sich in einem ergreifenden Schreiben an die Gesellschaft vom Roten Kreuze in Spanien und bittet den Verein, sämtliche europäische Vereine zur Vermittelung zu veranlassen, damit endlich die beklagenswerten Soldaten aus der Gefangenschaft befreit werden können. General Rios hatte von seiner Regierung Anweisung, mehrere Kanonen, Waffen und Munition nach den Carolinen zu bringen. Der Ausführung dieses Befehles fetzte General Otis ebenfalls ein Verbot entgegen. Die Erbitterung, welche in Spanien über solche und ähnliche Vorkommnisse herrscht, wendet sich jedoch weniger gegen Amerika, als gegen die eigene Regierung. Mit begreiflicher Entrüstung wird die Regierung beschuldigt, die Leute, welche für Spanien ihre Haut zu Markte getragen haben, aus Feigheit vor den Amerikanern verlassen zu haben. Man wird dieses Gefühl verstehen. Die Gefangenen schreiben Brief auf Brief nach Haus und bitten die Ihrigen, ihre Freilaffung zu bewirken. Der Staat aber sagt, er sei nicht in der Lage, die Leute zu befreien, denn das müßten die Amerikaner thun und diese wiederum schieben die Sache den Filipinos zu. Die inzwischen heimgekehrten Soldaten, denen man den Sold nicht auszahlt, verbessern die allgemeine Stimmung nicht. Täglich werden in verschiedenen Städten Versammlungen abgehalten, wobei in schärfster Weise gegen den Thron und die Regierung geredet wird. Die „Re- patriados" — Heimgeschickten — sind nicht sparsam mit Vorwürfen über die ihnen in Cuba und Manila zuteil gewordene Behandlung. Man hat ihnen nicht nur keinen Sold bezahlt, sondern sie auch jämmerlich verpflegt und im Krankheitsfalle hilflos gelassen, lieber 10 000 Mann sind •nein in Cuba au Ruhr und Fieber gestorben, meistens, weil sie ohne Pflege blieben. Am vergangenen Sonntag wurde in der Kirche San Geronimo ein feierliches Requiem •bgehalten für die im Kriege gefallenen Charlisten. Es waren über 400 aus dem Kriege zurückgekehrte Soldaten zugegen, die nach dem Amte vor der Kirche eine Kundgebung gegen bk Regierung veranstalteten. Die Polizei zerstreute die Haufen. Die Ordnung wurde aufrecht erhalten, aber dergleichen Manifestationen verfehlen auf die Menge ihren Eindruck nicht, da fast jede Familie einen Verwandten im Heere hat, der unter der herrschenden Mißwirtschaft zu leiden hat. „M. N. N."
Madrid, 16. März. Die Ermahnungen der Presse, wenigstens die gute Absicht in Bezug auf ehrliche Erfüllung der gemachten Versprechungen wegen größtmöglicher Wahlfreiheit dadurch zu beweisen, daß die Corteswahlen eher •ls die Gemeinderatswahlen anberaumt werden, sind nicht »hne Eindruck geblieben, denn der gestrige Ministerrat beschloß, die Wahlen zum Kongreß am 16. April, die zum Senat am 30. April, die Gemeinderatswahlen am 14. Mai »orzunehmen und die Cortes dann am 2. Juni zu eröffnen.
•m besten studieren, wenn man Deutschland nicht verlassen will. Auch in Wien, in der Gallerie des Fürsten von Lichtenstein, ist van Dyck in hervorragendem Maße vertreten, während die größte Zahl seiner Bilder in Genua zu finden ist.
Die Zeit zwischen der italienischen Reise und dem dauernden Aufenthalt in England, also jene zwischen den Jahren 1626 und 1632, bezeichnet die eigentliche Blüte des van Dyck'schen Schaffens. Die Porträts dieser Periode gelten für die besten. Sie stellen vorwiegend Künstler und Persönlichkeiten aus bürgerlichen Kreisen dar und geben die ganze Individualität derselben, die ungeschminkte Natur wieder. Wir nennen hier nur das Familienbild des Tiermalers Snyders in Petersburg, ferner das Bürgermeisterpaar in München und den Syndikus Meerstraten in Kassel. In der Kasseler Gallerie sind mehrere Proben von Bild- Uiflen aus dieser besten Periode. Unter anderen eine Wiederholung des öfter von van Dyck gemalten Porträts Snyders. Indes malte der Meister nach wie vor auch fürstliche Per- ftnlichkeiten. So finden wir ihn am Hofe zu Brüssel, wo er zum Hofmaler ernannt wurde, im Haag und anderwärts chätig. Die französische Königin Maria degli Medici be- fxchte den Künstler im Jahre 1631 selbst in seinem Antwerpener Atelier und ließ sich dort von ihm malen. Dieses häufige Porträtieren von berühmten Zeitgenossen brachte den Meister auf den Einfall, eine Ikonographie (Bildwerk- Beschreibung) zusammenzustellen und zwecks Veröffentlichung durch Kupferstich vervielfältigen zu lassen. Das Werk wuchs durch mehrere Auflagen nach und nach auf 190 Porträtstiche •n, die zum Teil sogar von ihrem Schöpfer selbst radiert sind. Es erschien zum erstenmale im Jahre 1636, als van Dyck schon dauernd nach England übergesiedelt war.
Die Übersiedelung nach London erfolgte im April des Jahres 1632. König Karl I. war durch ein Mitglie
Dege» des Wegfalles der Senatorenwahle« t» den früher» Kolonien werde» die 16 Provinzen, die bisher zwei Senatoren wählten, künftig drei, und Madrid, Barcelona und Valencia vier wählen.
Males und Provinzielles.
Gießen, 21. März 1899.
** Für de« Buß- und Bettag, der am 26. März gefeiert werden soll, sind für alle evangelischen Kirchen des Landes die nachstehenden Predigttexte ausgewählt, nämlich : 1) Für den Vormittag: Hefekiel 18, 23. Meinest Du, daß ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der Herr, und nicht vielmehr, daß er sich bekehre von seinem Wesen und lebe? 2) Für den Nachmittag: Matth. 15, 8. Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.
** Kirchliche Dieustuachrichteu. Ernannt wurden: Lehr- amtsasseffor Zinn zu Darmstadt zum Pfarrverwalter in Hirschhorn, Dekanat Erbach; Pfarramtskandidat Linck zu Darmstadt zum Pfarrverwalter in Alsbach, Dekanat Zwingenberg; Pfarrassistent Ausfeld zu Darmstadt zum Pfarrassistent in Bensheim, Dekanat Zwingenberg. — Gestorben ist der evangelische Pfarrer Eduard Eckstein zu Alsbach, Dekanat Zwingenberg, am 10. März. — Zur Wiederbesetzung sind ausgeschrieben die evangelische Pfarrstelle zu Dieburg, Dekanat Groß-Umstadt ; die evangelische Pfarrstelle zu Kirch-Brombach, Dekanat Reinheim.
** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Totgeborenen, betrug in der Woche vom 26. Februar bis zum 4. März in Mainz 35, in Darmstadt 33, in Offenbach 18„ in Worms 12 und in Gießen 11, zusammen 109, davon 22 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 22,6, Darmstadt 24,8, Offenbach 22, Worms 16,7 und auf Gießen 23,3. — Die Todesursache anbelangend, verstarben an Diphtherie 3 (Offenbach), an Keuchhusten 1 (Mainz), an Diarrhöe und Brechdurchfall 4 (1 in Mainz, 3 in Worms), an Lungenschwindsucht 16 (5 in Mainz, 7 in Darmstadt, 2 in Offenbach, je 1 in Worms und Gießen), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 24 (12 in Mainz, darunter 2 an Influenza, 9 in Darmstadt, darunter 2 desgl., 3 in Gießen), an Gehirn-Apoplexie 7 (je 2 in Mainz und Darmstadt, 3 in Offenbach), an sonstigen Krankheiten 53 (14 in Mainz, 15 in Darmstadt, 11 in Offenbach, 7 in Worms, 6 in Gießen); gewaltsamen Tod erlitten 2 Personen (je 1 in Worms und Gießen).
(§) Elpenrod (Kr. Alsfeld), 20. März. Gestern lagen in unferm Ort vier Tote, eine große Zahl für eine zu den kleineren zählenden Gemeinde. Obwohl es lauter hochbetagte Leute sind, welche der Tod abgerufen, so sind sie doch als ein Opfer der „Influenza" auf das Kerbholz zu schreiben. Während diese „moderne Seuche" — man verzeihe uns diesen Ausdruck, nach ihrem ersten Auftreten vor einem Jahrzehnt nur meist den Charakter einer Erkältung, Rotlauf genannt, trug, zeigt sie sich bei uns gegenwärtig von ihrer schlimmsten Seite. Ganze Familien werden von der Seuche ergriffen, und die Häuser sind selten, darinnen der böse Gast keine Einkehr gehalten. Dabei verschont sie keine Altersstufe; sie grassiert auch unter der Jugend, so daß die Schule geschlossen werden mußte. Unter den gegenwärtigen Opfern der Influenza befindet sich auch unser Bürgermeister, Herr Reichhold, der Nestor der Bürgermeister im Kreise. Im 85. Lebensjahre sich befindend, stand der Verstorbene seinem Amte noch mit jugendlicher Frische vor. Ebenso thätig, fleißig und pünktlich arbeitete der Hochbetagte in seinem Weißbindergewerbe. In vollem Sinne gilt von ihm das Wort: Er hat gewirkt, so lange es Tag war. Möge ihm die Erde leicht sein!
A Ruppertenrod, 20. März. Die hiesigen Züchter reinen Rassengeslügels haben auf der Friedberger
seines Hofstaats auf den Meister aufmerksam gemacht worden und ließ sogleich Verhandlungen mit ihm anknüpfen. Diese verliefen indes nicht so glatt, wie man angesichts der glänzenden Bedingungen, unter denen der Künstler gewonnen wurde, wohl hätte annehmen können. Van Dyck erhielt zunächst vom Könige eine Stadtwohnung in Blackfriars und einen Landsitz in Eltham in der Grafschaft Kent, dann ein ansehnliches Jahresgehalt, daß sich durch die Honorare für jedes einzelne Bild nicht unwesentlich erhöhte. Wenige Monate nach seiner Ankunft wurde der gefeierte Maler außerdem zum Ritter geschlagen, wobei er vom Könige als besondere Auszeichnung eine goldene Kette mit dem in Edelsteinen gefaßten Porträt seines Gönners erhielt. Vor allem mußte er nun das Königspaar selbst malen, was sehr oft geschah. Das persönliche Verhältnis zwischen König und Künstler wurde und blieb ungezwungen und freundschaftlich. Müde von den Staatsgeschäften, suchte der König oft Erholung in des letzteren Heim in Blackfriars. Den Aufträgen des Königspaares schloffen sich natürlich diejenigen des Hofes und des weiteren Adels an, und es ist wohl nie einem Maler soviel zugemutet worden wie unserm van Dyck. Seine Kunst verflachte aber dabei. Die Porträts fingen an, der Individualität zu entbehren, eine gewisse Schablone, namentlich in den schönen Händen, griff ein, kurz, die Personen wurden nicht mehr gemalt wie sie waren, sondern wie sie am vorteilhaftesten erschienen. Nur die Porträts des Königspaares bilden noch eine Ausnahme und zeigen, wenigstens in den besten Exemplaren, die alte geniale Größe. Erwähnt mag bei dieser Gelegenheit werden, daß die Porträts van Dycks meistens den eigentümlichen Zug haben, bei Profilstellung des Körpers wie mit einer Plötz- lichen Wendung des Kopfes aus dem Bilde herauszuschauen. Es werden im ganzen gegen 250 gezählt.
Im Jahre 1634 erhielt van Dyck von feinem könig-
Geflügelausstellung wiederum Erfolge erzielt, die r.< hinter bene» zu Gießen errungenen zurückstehen. Cs erhie:., H. MauS einen ersten und Ehrenpreis und einen zwe^ Preis für Goldsprenkel, K. Rohn einen ersten und funh; Preis für Hamburger Schwarzlack, H. Finkernagel einen dritten Preis für Goldlack und I. Schmidt ei:t vierten Preis für gelbe Italiener. — Hoffentlich helfen bei« Erfolge bie Geflügelzucht immer mehr in unserem Sriv- heben. Hierzu bietet auch hilfreich bie Hanb ber lanbto.t schaftliche Bezirksverein Alsfelb, durch bie Gründung ter Geflügelzuchtstationen. Von diesen werden Eier von raffen reinem Geflügel zum Preise von nur 10 Pfg. für Mitglied und 15 Pfg. für Nichtmiglieder abgegeben. Das ist eiy Gelegenheit für Freunde der Geflügelzucht, sich in den Beft reiner Stämme zu setzen, von ber gewiß ausgiebig Gebraut gemacht werben wirb.
Mittwoch
nafttni sollt» auf bem itm fmttoig , irrigen, in btt C Itfltntn Srunößiirf Jlxt 3 Nr. 135 - aut ben S
W 3 Nr. M bW, Nut 44 Nr. 232 _, in btt L jlur 44 Nr. 2)3 daselbst, Iflur 45 Nr. 97
an ber! tlur 47 Nr. 117 ». in bet 2i Wx 47 Nr. 108*/ batelbft,
W 47 Nr. IW/ •t „ Wü, mut 47 Nr.uo* ». b-Wß, 51« »Nr.44'/ •u , den Dl öffentlich meiftbi
Meßen, 7. U
Croßh. c ——3.
Vermischtes.
♦ Die in Hamburg emgetroffeue» Fahrgaste btt „?ui. garia" haben bem „Hamb. Korr." ausführlich ihre nisse mitgeteilt. Sie loben in begeisterten Worten die br?.r Mannschaft, bie fast übermenschliches leistete. Wie v. bem Bericht weiter heißt, ist es nur ber pflichttreuen Hii> gebung unb bem totesmutigen Verhalten ber ganzen $• satzung, sowie ber vorzüglichen Bauart bes Schiffes u bauten, baß bie „Bulgaria" vor bem fast sicheren Unter gange bewahrt blieb. Bei allen Rettungsarbeiten ha^ bie Reisenden nach besten Kräften mitgeholfen. Die Dirdt.i ber Hamburg-Amerika-Linie teilte ben Fahrgästen mit, t.i allen bas Fahr gelb zurückerstattet werben foCii als Entschäbigung für bie Dienstleistungen, benen sich sij währenb ber schweren Fahrt ber „Bulgaria" unterzog hätten. Bei ihrer Ankunft in Hamburg sandten rt Reisenden ein längeres Schreiben an die Direktion, welchem sie ihrem Dank für bie große Fürsorge ber Gcst" schäft Ausbruck gaben.
* Dom südlichen Ende des Gotthardtuunels • kommt fr; erfreuliche Nachricht, baß jebe Befürchtung, als könne k Sasso Rosso Airolo mit neuen Abstürzen bebrohen, als geschwunden zu betrachten ist. Die Schutzarbeiten sind feit bem verhängnisvollen 27. Dezember v. I. in umfangreich^ Maße betrieben worben, unb gegenwärtig arbeiten 150 Arbeiter Tag unb Nacht an ben Befestigungen ber in Wanberung geratenen Felsmassen.
* Zur Förderung des internationalen ArbeiterschnheS soll, wie bie „Soziale Praxis" berichtet, Ende April m Berlin eine Versammlung von deutschen Anhängern bet Fortführung der Arbeiterschutzgesetzgebung stattfinden. Die Leitung der Vorbereitungen hat der frühere preußisch Handelsminister Frhr. v. Berlepsch übernommen. Tue A: regung stammt von dem Anfang Oktober 1897 in Brüssk! abgehaltenen, aus privater Anregung hervorgegangenes Kongreß für Arbeitergesetzgebung. Dort herrschte Ein stimmigkeit betr. Errichtung eines internationalen ®urtau< für wesentlich statistische Aufgaben, aber nur ein Teil btt Anwesenden meinte, daß dieses Bureau bie positive Förde rung bes internationalen Arbeiterschutzes zur Aufgabe habil solle. Die Anhänger dieses Verlangens, Deutsche, Belgin Oesterreicher unb Schweizer, wählten, nach bem Kongres zusammengetreten, ein aus brei Herren (Herzog von Urd, Prof. Moheim unb Prof. Brants) bestehendes Komitee nn ber Aufgabe, ein Statut für Errichtung einer international Vereinigung zur Förberung ber Arbeiterschutzgesetztzebu.? in ben einzelnen Staaten zu entwerfen. Das Statut liigt nun in einem unverbindlichen Entwürfe vor. Seine Hawl bestimmungen gehen dahin, daß bie neue Gesellschaft Vereinigung aller Anhänger eines energischen ArbeiN schutzes in ben verschiebenen Staaten bienen soll, daß zur Veröffentlichung unb zum Stubium ber einschlägi.ei Vorschriften beiträgt unb baß sie internationale Arbci ' schutzkongresse einberuft. Die Leitung soll ein Ausscky
lichen Freunde längeren Urlaub zu einer Reise nach tu Kontinente. Diese führte den Künstler auch wieder finit in die Heimat, wo feine Schwester Susanna feinen verwaltete. Die Lukas-Gilde ernannte ihn zu ihrem Dekn Da der Künstler etwas leichtlebig war, trachtete ber nach feiner Rückkehr barnach, ihn zu verheiraten. = geschah aber erst im Jahre 1639. Eine altablige, al mittellose junge Dame aus bem Hofstaate ber Köni^ Maria Ruthven, war es, welcher ber Meister die reichte. Auf bem Gemälbe in ber Münchener Pinakoie ist sie mit einem Violoncell abgebilbet, denn eine kibr schaftliche Liebe zur Musik zeichnete sie wie ihren @nrei aus. Im Herbste bes Jahres 1640 begab sich das rj vermählte Paar über Holland unb Antwerpen nach Pa?- Dort erkrankte ber Meister. Er reifte deshalb nach Engl.r' zurück. Kurz nach ber Heimkehr schenkte ihm seine Gatt ein* Töchterchen. Jnbes zog damit keine Freude in Haus ein, denn der Zustand des Vaters wurde irnfflj hoffnungsloser; er starb am 9. Dezember des Jahres in ber Blüte seiner Jahre unb würbe in ber PaulskathedM beigesetzt. Leiber ist bas Grab später bei bem gr°»(r Branbe berfelben mit untergegangen.
Trotz seiner glänzenben, beinahe verschwenden»»* Lebensweise hatte unser Meister ein so bedeutendes <e- mögen hinterlassen, daß nicht nur feine nächsten Anverwance sondern auch seine Angehörigen in Antwerpen sorgens davon leben konnten. Seine junge Witwe schloß eine zweite vornehme unb reiche Ehe. , ...
Bemerkt mag schließlich noch sein, daß bie Kunstgesch ^ noch verschiebene Träger bes Namens van Dyck auszch bie jedoch nicht mit unserem großen Meister Derroeöi1, werben bürfen, auch in keinerlei persönlichem ober lerischem Zusammenhänge mit ihm stehen.
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