Ausgabe 
22.3.1899 Zweites Blatt
 
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Mittwoch den LV. März werden in den Abteilungen Neuwald, Strauch und Sandhügel versteigert:

Eichenftamm mit 0,57 fm, Nadelstämme mit 160,13 fm, darunter Schnittholz,

Nadel-Derbstangen m. 39,55km, Nadel Reisstangen mit 8,66 fm,

schrei, hi dem die Angehörigen der Staate» vertreten sind. Vie Regierunge» und der Papst sollen eingeladen werden, Vertreter zu senden. Dieser Entwurf ist anfangs dieses Jahres von Sozialpolitikern aus Deutschland und Oester­reich einer vorläufigen Besprechung unterzogen worden. Vabei wurde hervorgehoben, daß die Bewegung zur inter­nationale» Förderung des Arbeiterschutzes den stärksten Antrieb erhalte, wenn die in der Gesellschaft vereinigten Mitglieder jedes Staates sich zu nationalen Gruppen für die Fortführung des Arbeiterschutzes im eigenen Lande z.usammenschlösien. Der Statutenentwurf wurde als ge­eignete Grundlage weiterer Erörterung betrachtet. Schließ­lich wurde beschlossen, eine größere Versammlung von deutschen Anhängern der Fortführung der Arbeiterschutz- »esetzqebunq einzuberufen und dieser die Anregung zur Gründung einer Gesellschaft und den Statutenentwurf zur Beschlußfassung vorzulegen. Diese Versammlung soll Ende April in Berlin stattfinden.

* Saccharin: Kein Tag in der Woche vergeht, ohne daß die Hausfrau Zucker in Küche und Haushalt verwendet. Bedenkt sie einmal, wieviel Geld sie hierfür ausgiebt, so wird ihr ein guter und billiger Ersatz des teueren Zuckers lehr erwünscht sein. Einen solchen haben wir im Saccharin, dem billigsten Süßstoff für Küche und Haus: denn der Lrfatz für ein Pfund Zucker in Form der bekannten, jebe Dosierung ersparenden und leicht verwendbaren Saccharin- L ab letten kostet nur 10 bis 12 Pfennige. Saccharin- kabletten verleihen allen Speisen und Getränken einen axv >enehmen, rein süßen Geschmack und haben sich namentlich

Verkehr, Kmd- und Volkswirtschaft.

März. Frachtpreise. äßetjen A16 0010,00, «orn A 16,20 -00.00, Gerste A 16,50 - 00 00, H-ser^t 14,00-14.50, Erbsen A 00,00-o0,00, Linsen A 00,00-00,00, Biden\A OOOO, Leia A 00,00, Kartoffeln A 0,000,00, Samen A 00,00-00,00.

Hier war um 550 v. Ehr. eine griechische Kolonie gewesen, die später römisch wurde, um dann an die Tartaren und schließlich an Rußland zu fallen. Ein schönes, große- russisches Mönchskloster steht an der Stelle, dessen Insassen nun mit Eifer an den Ausgrabungen sich beteiligen.

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Mittwoch den 19. April, nachmittag- 2'/, Uhr, lallen auf dem hiesigen OrtSgencht bte htm Ludwig Baus in Wißmar ge­langen, in der Gemarkung Gießen ge« lkgenen Grundstücke:

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Mittwoch den 22. März 1899, nachmittags 2 Uhr, sollen im Pfand- lokale zu Gießen, Seltersweg 11, gegen Barzahlung versteigert werden:

Sofa, Kommode, Kleiderschränke, Glasschrank, Sckreibsekrelär, Näh­maschine, Buchen-Bohlen, mehrere Wagen, 20 Zentner Heu und sonst.

Holjversteigerung

im Gießener Stadtwald.

Montag, den 27. März 1899, vormittags 91/, Uhr beginnend, sollen im Gießener Siadt- wald, Distrikt Fernewald, Grube, lenletboben nud Oberförsterswiese ver­steigert werden:

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Siehe», den 20. März 1899.

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* Der Vesuv entwickelte in den letzten Tagen eine ver­stärkte Thätigkeit. Feuerige Lavaströme ziehen sich in imponierendem Feuerg'anze den Kegel der Atrien herab; ebenso zeigen die im Juli 1895 entstandenen neuen Oeff- nungen am Monte Somma starke Lavagießungen. Der große Hauptkrater feiert natürlich auch nicht; in demselben finden mit Unterbrechungen Explosionen statt, bei denen Asche und Sand ausgeworfen werden.

* Ein Pompeji in der Krim. Die russische Archäologische Gesellschaft hat seit längerer Zeit auf der Halbinsel Krim Ausgrabungen vorgenommen, die nunmehr ein überraschendes Ergebnis gezeitigt haben. Auf dem taurischcn Chersones, ein paar Meilen von Sebastopol, hat Dr. Kaschpar, der Direktor der Gesellschaft, eine ganze antike Stadt aufgedeckt. Die Straßen, die Häuser, die in denselben gebliebenen Gegenstände.sind wohlerhalten und geben ein anschauliches Bild von dem Leben, das einst an jener Stelle geherrscht hat. Täglich werden an hundert Gegenstände der ver- schiedensten Art ausgegraben. Namentlich werden viele Statuen aus Marmor, Bronze und Terracola saufgedeckt.

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werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Nähmaschine, 1 Pferd, eine Partie Schuhwaren (Herren- und Damen­stiefeln), 1 Sofa, I Schreibtisch, ein Linoleumteppich, 1 Ausziehtisch, ein großer viereckiger Tisch, 5 Fahrräder u. a. m.

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Opernhaus.

Mittwoch den 22. März: Opernball. DonnerSteg den 23 März: Rienzi. Freitag den 24. März geschloffen. SimStngden 25. März:Der schwarze Domino Sonntag den 26.März, nachmittags 3*/, Uhr: Orpheu« in der Unterwelt. Abend? 7 Uhr: Eoangelimann. Montag den 27. März geschloffen. Dienstag den 28. März: Die Königin von Saba.

Schauspielhaus.

Mittwoch den 22. März: Auf der Sonnenseite. Donnerstag den 23. März: Der Schlafwagen-Kontrolleur. Freitag den 24 März: Julius Cäsar. SamStaq dm 25. März: Die zärt« Itch-.n Verwandten. Sonntag den 26. Mär», nachmittags 3»/, Uhr: Der SchlaswagenKontrolleur. Abends 7 Uhr: CdarleyS Tante. Vorher: Frankfurt in Feindesland. Montag den 27. März: Wallensteins Lager. Die Piccolomini. Diens­tag dm 28. März: Der Schlafwagen-Kontrolleur.

Zusammenkunft vormittags 9 Uhr auf der Frankfurterstraße, Abtellung Neuwald.

Groß-Rechtenbach, 20. März 1899.

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Die Listen über die während der Zeit vom 1. April 1899 bis Ende März 1900 für die Pflichtfenerwehr heranzuzichenden Personen liegen M;n 20. d. Mts. ab während acht Tagen auf unserem Büreau, Zimmer Nr. 15, zu jedermann» Einsicht offen. Es wird dies unter dem Anfügen mir öffentlichen Kenntnis gebracht, daß während dieser Offinlegungsfnst Einwendungen gegen die Richtigkeit und Vollständigkeit der Listen, sowie siesreiungransprüche auf Grund der OrtS-Fcuerlöschordnung vom 12. Juli 1892, auch Wünsche hinsichtlich der Einteilung in eine bestimmte Ab. teilung der Pflichtfeuerwehr mündlich oder schriftlich bei uns vorgebracht »erbe» können.

Gießen, dm 18. März 1899.

j.sfentlich melstbietend versteigert werden.

Gießen, 7. März 1899.

Großh. Ortsgericbt Gießen.

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