Ausgabe 
21.6.1899 Zweites Blatt
 
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Vorführung von Neuheiten durch Vorträge und Demon­strationen in monatlichen Versammlungen. Der Vorstand besteht aus den Herren Dentisten Brischofsky-Darmstadt 1. Vorsitzender, Gehrke-Bensheim, Schriftführer, Schirmer- Mainz, Kasse und Friedland-Mainz Beisitzer.

Darmstadt, 19. Juni. Landgerichtsdirektor Küchler ist, wie derFrkf. Ztg." mitgeteilt wird, am Samstag um seine Pensionierung eingekommen. Damit ist das neuerlich gegen ihn eingeleitete Disziplinarverfahren aller­dings nicht ohne weiteres erledigt. Vielmehr findet Art. 14 des Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Richter An­wendung, welcher bestimmt: Hat ein pensionierter Richter sich während seines aktiven Amtsverhältnisses eines Dienst­vergehens schuldig gemacht, so ist an Stelle der Dienstentlassung auf Verlust des Titels und Ruhegehalts zu erkennen, un­beschadet der dem Disziplinarstrafgericht zustehenden Be­fugnis, festzusetzen, daß dem Angeklagten ein Teil des ge­setzlichen Ruhegehalts auf Lebenszeit oder auf gewisse Jahre zu belassen sei. Rapp hat am Samstag nachmittag das Urteil als rechtskräftig anerkannt.

A Mainz, 19. Juni. Der von der Lohnkommission für heute hier angekündigte allgemeine Maurerausstand ist, trotzdem die Bauunternehmer und Maurermeister die gestellten Forderungen abgelehnt haben, nicht eingetreten und hat man sich vielmehr entschlossen, den Meistern noch einen Tag Bedenkzeit einzuräumen und morgen nochmals in mündliche Unterhandlung zu treten. In Alzey wurde gestern eine Vereinigung rheinhessischer Mühlen­besitzer gegründet, welche sich dem Mittelrheinischen Kreis­verein deutscher Mühlenbesitzer angeschlossen hat. Wegen der Erbauung einer direkten Bahnlinie von hier nach Sprendlingen begab sich heute morgen eine Kom­mission in Gemeinschaft mit dem Direktor der Mainzer Straßenbahnen nach Ortschaften, welche die projektierte Bahnlinie berühren. Die Kommission fand überall die beste Aufnahme und wurde von den meisten Gemeinden die Unter­stützung des wichtigen Projektes zugesagt.

Mainz, 19. Juni. Zum Empfang des am 25. Juli hier eintreffenden Wiener Männergesangvereins ist folgendes Programm festgesetzt. 25. Juli: Empfang mit Vereinsfahnen und Musik, Ehrentrunk, Ausflug nach Wies­baden, abends Konzert in der Stadthalle. 26. Juli: Rhein­fahrt und nach der Zurückkunft Festkommers. 27. Juli: Morgens Abreise der Sänger per Schiff nach Köln.

Bei Gelegenheit des 50 jährigen Jubiläums der Mainzer freiwilligen Feuerwehr am 8., 9. und 10. Juli d. Js. wird eine Ausstellung von Feuerwehrgeräten und Aus­rüstungsstücken veranstaltet, die, nach' den bis jetzt vor­liegenden Anmeldungen zu urteilen, eine überaus reichhaltige zu werden verspricht. Die Ausstellung wird namentlich alle hervorragenden Neuerungen auf dem Gebiete des Feuer­löschwesens zur Anschauung bringen und so den Besucher mit mancher, ihm bisher fremd gewesenen Lösch- und Rettungseinrichtung bekannt machen. Als Ausstellungsplatz ist die unmittelbar am Rheine gelegene Stadthalle, Deutsch­lands größter Saal, gewählt, in welcher sich in der Haupt­sache auch die übrigen Festlichkeiten abspielen werden.

t* Der 30. Kongreß für Innere Mission wird in den Tagen vom 2. bis 5. Oktober 1899 zu Straßburg i. E. abgehalten werden. Der Eröffnungsgottesdienst, in welchem Oberkonsistorialrat D. Reichard aus Posen die Fest­predigt hält, findet am Montag (2. Oktober), abends 6 Uhr, statt, und an demselben Abend noch die Begrüßung und geselliges Zusammensein der Kongreßmitglieder. In der 1. Hauptversammlung, Dienstag (3. Oktober), wird das ThemaForderungen unserer Zeit an christliche Charaktere, eine Beichte und ein Gelübde an der Wende des Jahr­hunderts" behandelt; Referent: Generalsuperintendent Propst I). Faber zu Berlin. Am Nachmittag hält dieSüdwest­deutsche Konferenz für Innere Mission" ihre Jahres­versammlung und am Abend der Zentralausschuß eine ge­schlossene Sitzung mit seinen auswärtigen Mitgliedern und Agenten und den Vertretern der verbundenen Vereine und Anstalten. Für die übrigen Kongreßmitglieder findet gleich­zeitig geselliges Zusammensein mit verschiedenen Ansprachen statt. Mittwoch (4. Oktober) vormittags sind folgende Spezialkonferenzen angesetzt: 1.Die I. M. in den großen Städten mit besonderer Berücksichtigung der Wohnungsnot", Referent: P. Mahling - Hamburg; 2.Die I. M. auf dem Lande", Referent: Stadtpfarrer O.Scriba-Erbach i. O.;

Wenn wir die Tiere bei der Errichtung ihrer Bauten belauschen wollen, so müssen wir uns vor allem drei That- sachen gegenwärtig halten: Erstens, daß diese Inseln und Riffe nicht das Werk einzelner Individuen, sondern des Zusammenarbeitens ungezählter Millionen und vieler Jahr­tausende sind. Zweitens müssen wir erfahren, daß die Korallentiere nur in geringer Meerestiefe zu existieren ver­mögen. Letzterer Umstand scheint auf den ersten Blick ge­rade gegen unsere Hypothese zu sprechen, wir werden aber gleich sehen, daß er eine unerläßliche Bedingung des Zu­standekommens der Bauten bildet, wie ja auch das Vor­kommen der Tierchen nur in den wärmeren Meeren das Vorhandensein der Koralleninseln und Riffe, vorzüglich im Indischen und Stillen Ozean, erklären. Drittens müffen wir uns die Eigenschaft der Korallenpolypen vor Augen halten, ihre Einzelskelette zu großen Gesamtgebilden, den sogenannten Stocken, zu vereinigen, welche also nicht etwa die Wohnungen der Tiere darstellen, sondern gerade so Teile ihrer selbst sind, wie unsere Knochen Teile von unseren Körpern. Ein solcher Korallenstock stellt sich also dar als eme Art Tier mit Millionen Köpfen, als ein einziger tausendfach verzweigter Körper, dessen Organe fadenartiq verflochten sind und miteinander in innigster Verbindung stehen. Nimmt eines der Tierchen (oder Köpfchen) Nahrung auf, so kommt dieselbe dem ganzen Stock zu gute, ebenso pflanzt sich eine von einem Teile eines umfangreichen

3.Die I. M. und die Angestellten des Schankgewerbes", Referent: Pfarrer Alberts-Frankfurt a. M.; 4.Die I. M. und die studierende Jugend", Referent: Konsistorial- rat Prof. D. Hering-Halle a. S. Am Nachmittag ist das gemeinsame Mittagsmahl der Kongreßteilnehmer und für den Abend eine große Volksversammlung in Aussicht genommen. Donnerstag (5. Oktober) vormittags 8 Uhr halten die Vorsitzenden der Rettungshausverbände mit den Vertretern der Rettungshausvorstände und Erziehungs­vereine ihre diesjährige Konferenz, auf welche um 10 Uhr die zweite Hauptversammlung folgt, in der Stadtpfarrer Dr. Wurster-Heilbronn sein Referat erstattet über: Evangelisation und I. M." Am Nachmittag findet eine Sitzung des Ausschusses für Schriftenwesen statt. Der Schlußgottesdienst, für welchen Hofprediger a. D. Stöcker die Predigt übernommen hat, ist abends 6 Uhr. In den Abendgottesdiensten am Dienstag und Mittwoch werden predigen Oberkonsistorialrat und Stadtdekan D. v. Braun-Stuttgart, Pfarrer Cordes-Frankfurt a. M. und Pfarrer Ritter-Zürich. Außerdem wird noch während des Kongresses der Verband deutscher evang. Jrrenseelsorger seine 10. Jahresversammlung abhalten und zwar am Nachmittag und Abend des 3. Oktober (Dienstag), und die Vereinigung der evangelischen Jünglings­vereine Deutschlands wird am 5. Oktober (Donnerstag) vormittags 8 Uhr die Frage der Soldatenmission in einer öffentlichen Versammlung behandeln. Eingeladen zu dem Kongresse sind alle auf dem Grunde des kirchlichen Bekennt­nisses stehenden Evangelischen, Geistliche und Nichtgeistliche, insbesondere auch alle Vorstände und Vertreter von Vereinen und Anstalten der Inneren Mission. Das genauere Pro­gramm ist von der Geschäftsstelle des Zentral-Ausschusses für Innere Mission, Berlin W. 35, Genthinerstraße 38, unentgeltlich zu erhalten.

Vermischtes.

* Frankfurt a. M., 18. Juni. Central st elle für Ob st Verwertung. Die Zeit der Reife verschiedener Obstsorten, wie Erd-, Johannis- und Stachelbeeren, Heidel­und Himbeeren, Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche, Pflaumen, ist da oder steht nahe bevor und wir wollen daher alle Pro­duzenten und Konsumenten wieder auf die Centralstelle für Obstverwertung in Frankfurt a. M., Gneisenaustraße 15, aufmerksam machen, die es den Verkäufern und Käufern so sehr leicht macht, die Obsternte an den Mann zu bringen bezw. den Bedarf an Obst zu decken. Die Interessenten haben nur das zur Verfügung stehende Quantum oder die benötigte Menge der Centralstelle anzugeben, um sofort von dieser mit einer größeren Zahl von Produzenten und Konsu­menten in Verbindung gesetzt zu werden. Einzige Bedingung ist, daß das abgesetzte oder erworbene Quantum immer sofort der Centralstelle mitgeteilt wird. Es wird natürlich auch erwartet, daß immer nur gutes Obst geliefert wird; die Käufer sind gebeten, von nicht befriedigenden Lieferungen dem Komitee Mitteilung zu machen. Gut ist es, wenn mit den Anmeldungen nicht zu lange gezögert, sondern schon vor der Reife von dem erwarteten Ertrage bezw. der be­nötigten Menge der Centralstelle Mitteilung gemacht wird, damit die Vorverhandlungen vor der Reisezeit erledigt werden können und seinerzeit auf Grund der geschehenen Abschlüsse ofort mit dem Versand begonnen werden kann, denn manche Obstsorte verträgt ja kein langes Lagern. Es werden auch für Spätobst, insbesondere Aepfel und Birnen, jetzt schon Anmeldungen angenommen. Auf Frühobst sind der Central­stelle schon größere Angebote von Obstzüchtern, aber auch erhebliche Nachfragen von Konsumenten zugegangen; z. B. haben allein zwei große Fruchtsaft-Pressereien einen Bedarf von 10600 Gentnern = 53 Doppel-Waggons an Süß- und Sauerkirschen, Himbeeren,Johannisbeeren, Erdbeeren, Stachel­beeren, Heidelbeeren und Aprikosen angemeldet. Auch vom Auslande liegen, mit jedem Jahre zunehmend, Nachfragen in allen Obstsorten vor.

* Kastel, 18. Juni. Als ein Nachklang zum Sänger­wettstreit ist mitzuteilen, daß der enrstandene Fehlbetrag, über dessen Deckung die hiesige Stadtverwaltung demnächst zu beschließen haben wird, sich auf rund 140,000 Mark icläuft. Die Baukosten der Sängerhalle, welche zum Teil chon wieder abgerissen ist, haben 80,000 Mark betragen. Man erkennt jetzt, daß, abgesehen von den Angehörigen der Sänger, der Fremdenverkehr kein bedeutender gewesen

Stockes wahrgenommene Empfindung einer Berührung oder Erschütterung bald plötzlich und schnell, bald langsam auf alle lebenden Teile desselben fort, indem die als kleine Sternblümchen ausgestreckt gewesenen Polypenköpfe sich in ihre Zellen zurückziehen.

Die Korallenpolypen besitzen eine ungeheure Ver­mehrungsfähigkeit. Der Stock wächst daher fort und fort größer, während die älteren Teile allmählich absterben und versteinern. Auf diese Weise entstehen im Laufe ungeheurer Zeiträume durch die gemeinschaftliche Arbeit unendlicher Massen der winzigen Geschöpfchen jene Korallenriffe von gigantischer Ausdehnung, welche die Bewunderung der Schiffer erregen und zugleich eine der größten. Gefahren der Schiffahrt bilden. Als Stützpunkt für ihren Bau be­nutzen die Tierchen irgend eine günstige und seichte Stelle des Meeresbodens, eine Bodenerhebung, eine Insel, das Ufer eines Festlandes u. s. w. Die Tiere scheiden sich zum Schutze ihren Kalkmantel aus, vermehren sich, wie wir be­reits oben bemerkten, durch Knospung und Teilung und bilden, in einer Tiefe bis höchstens zu 40 Meter, ihren schirm- oder baumförmigen Stock. Die Fortbildung dieses Stockes geschieht nun stets nach der Meeresoberfläche zu, da die Korallen das Licht suchen, aber auch wieder nur bis zur Höhe des Ebbeniveaus, wo das Wachstum aufhört. Allmählich fließen die einzelnen Stöcke zusammen und bilden so eine Bank, mehrere solche wieder vereint bilden ein Riff.

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* Fritjofs Nansen über Andree. Die Mitglieder internationalen hydrographisch-biologischen Konare^'. wurden, wie aus Stockholm gemeldet wird, am Freitao - dem Königlichen Schlosse vom König Oskar in empfangen. Der König ließ die neulich auf Fsland ? fundene zerrissene Depesche von Andree den Konarck» gliedern vorlegen. Fritjoff Nansen, mit welchem der sich lebhaft unterhielt, sprach sich dahin aus, daß, wenn Andree geglückt sei, mit dem Ballon herabzusteigen, ein Bvc,' Waffen und Munition mitzuführen, man mit Recht'annelM-j könne, daß er gesucht habe, Grönland zu erreichen e§ wirklich erreicht habe und daß dort die Expedition Jagd ihr Dasein fristen könne. Unter diesen UmitX- würde Andree wahrscheinlich entweder von der schiveSn^ Expedition Nathorst oder von der dänischen (hei Amdrup aufgefunden werden. Jedenfalls sei eint NaM hierüber nicht vor September dieses Jahres zu ermartra

* Die alljährliche Sommerreise der reichw nach Europa bedeutet für die Neu-Yorker Slumtn^ta eine reich fließende Quelle der Einnahmen. Wohl ybn Kajütenreisende wird von seinen Freunden mit einer obn mehreren Blumenspenden bedacht. Es dürfte sich kam er Dampfer finden, der nicht wenigstens im Betrage von W Dollar Erzeugnisse der gärtnerischen Kunst mit sich Hm Sobald nun diese Blumen aus den Kajüten entfernt toetbtr und ach! das Interesse eines großen Teiles der Reiseckr an weltlichen Freuden wird gar bald auf ein Minimm beschränkt, werden sie beileibe nicht weggeworfen, si» dern von den Stewards sorgsam ausgewählt und großen, teils in der Gefrierkammer aufbewahrt. Wenn dann bei Dampfer den englischen Hafen erreicht, werden ben ?,ianh(: ihre eigenen Blumen, neu gebunden und in unversehrte Pracht strahlend, für schweres Geld als - die erfta duftigen Grüße Altenglands verkauft. Die Stewards teil» sich in den Gewinn und ziehen aus der kleinen optischer Täuschung ihrer wiedergenesenen Schutzbefohlenen schm Nebeneinnahmen.

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f<tebaieii «tauben nur eine verhältnismäßig g J5 * * *=] in Betracht kommen kann. D 9 9 Sta»

* Aus Baden. Neber die Geschichte von tägigen Militärarrest genommenen Triberaer Dr. Bürkle bringt dasSiDing.

klarung: In einer Sache sollte Herr Bezirksaru n"® dem Bczirkskommando Donaueschingen innetbolh ,K Tagen Bericht machen. Als nach Verlaus dieser Bericht noch nicht beim Bezirkskommando DonauÄ k eingelaufen war, erhielt der Genannte eine weite» Z! von acht Tagen. Nach Verlauf dieser Frist lies abermals nicht ein und darauf kam eine nochmalig' von dre, Tagen Aber auch diese Frist verstrich L'? Bericht war noch nicht in den Händen der Militärs- Jetzt erst wurde ein Stubenarrest von zwei Tagen v?^ Daß Herr Dr. Bürkle den Geschossenen gerettet hat ' ebenfalls unrichtig. Schon fünfzehn Minuten vor s i/' Eintreffen war ein Arzt bei dem Manne."

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* Der VagabundewKongreß. Seit einiger Zeit ist in der Welt fast nur noch von Kongressen und Konferenzen die Rede. Die eigenartigste dieser Versammlungen ist sicherlich die Konferenz, die im Laufe dieses Monats die Landstreicher der Vereinigten Staaten in Dan ville, Illinois,abbalten wollen. Der Kongreß wurde von einem Hem find Noe von Sycamore zusammenberufen. Noe besitzt tin großes Vermögen, aber er nennt sich mit VorliebeSagabunb btt guten Gesellschaft". Mehr als 10,000 Plakate mrben (m weithin sichtbaren Stellen auf den großen Heeressttahev, die die Vagabunden gewöhnlich begehen, öffentlich angeschlagen» und sie verfehlen nicht, die Aufmerksamkeit derTramps' auf sich zu lenken. Jeder Landstreicher, der etwas auf fid hält, wird sich an der Konferenz beteiligen, und mehre» Vagabunden aus Chicago haben bereits eine Art Program i mit zahlreichen Fragen ausgearbeitet, die auf diesem eign artigen Kongreß erörtert werden sollen.

* Die Lage der Lappländer. Eine Reihe von Umstand c. hat zusammengewirkt, daß die Lage der wandernden Lap§- länder, der Nomaden Europas, immer schlimmer geword»u

Derartige Riffe treten in mehreren Formen auf: als Straw- oder Saumriffe, wenn sich dieselben an den Küsten h ~ ziehen, als Kanal-, Wall- oder Barrierenriffe, wenn sie » größerem Abstand die Küsten derart umwohnen, daß zwiscLr. Riff und Land noch ein fahrbarer Kanal verbleibt; *t- Atolls, also in Gestalt ringförmiger Inseln, wie wir folx in den meisten Karolinen Inseln vor uns haben.

Zunächst entsteht das Saumriff. Nehmen wir c- irgenb eine Jnselküste oder Bodenerhebung habe als Unt läge von Korallenbauten gedient und sei nach und nach ihnen mit einem solchen Riff umgeben worden. Mit p Zeit beginnt nun die Insel oder die betreffende Mee»- bodenstelle sich langsam zu senken, oder was dasselbe m das Meeresniveau sich zu heben. Die Annahme &erart<(tf

Veränderungen ist gerechtfertigt, beobachtet man dochi ja1

feit der Mitte des vorigen Jahrhunderts ein allmählrc-

Ansteigen der skandinavischen Küste, sowie anderer im Nor^

und Süden belegenen Küsten.Alles spricht dafür", suM

W. Bolsche aus,daß gegen beide Pole der Erde zu <

positive Senkung des Meeresspiegels in unserer Zett

geltend macht, ganz einerlei nun, ob sie wirklich durch

nähme des Wassers oder durch Ansteigen der polaren L»

teile bewirkt werde. Es wäre immerhin kein allzu tuy- Schluß, sich als Aequivalent einen umgekehrten Prozeß r

die Aequator-Länder und Meere vorzustellen."

(Schluß folgt.)