Ausgabe 
21.3.1899 Erstes Blatt
 
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man habe ihn in den letzten Tagen mit einer Sehvorrichtung ausgestattet, die ihm ermögliche, an seinen Gegner heran­zukommen und einen sicheren Schlag gegen ihn zu führen. So habe Frankreich ein neues und furchtbares Werkzeug in seinen Händen. Auf einen öfters gerügten Mangel der französischen Kriegsflotte kommend, äußerte Lokroy, er sei bestrebt, durch Herabminderung der Zahl der Schiffstypen eine einheitliche Flotte zu schaffen. Frankreich müsse eine machtvolle Marine gegeben werden, Erneuerung sei nötig. Frankreich wolle den Frieden, doch müffe die Marine organisiert werden, um einen Angriff zurückweisen zu können.

Petersburg, 19. März. Der Zar empfing den eng­lischen Botschafter. Wie verlautet, äußerte der Zar die feste Hoffnung auf eine friedliche Verständigung der Mächte in der Chinafrage.

New-York, 18. März. Gestern abend ist in der 5. Avenue das Windsor-Hotel niedergebrannt. 25 Personen, nach anderen Schätzungen 60, sollen bei dem Brande ihr Leben verloren haben. Eine große Anzahl Personen trugen schwere Verletzungen davon. Das Hotel war sieben Stock­werke hoch und hatte 600 Zimmer. Der Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. Der Pächter des Hotels, Leland, verlor Frau und Tochter, er selbst wurde lebens­gefährlich verletzt. Bei dem Rettungswerke zeichnete sich Fräulein Helene Gould ganz besonders aus. Sie versprach den Feuerwehrleuten für jeden Geretteten hohe Summen. Es fehlte an Sprungtüchern, sodaß viele Personen, welche aus den oberen Stockwerken sprangen, den Tod fanden. Unter den Geretteten befindet sich der Bruder des Präsi­denten Mac Kinley mit Frau und Kindern.

Lokales und Provinzielles.

Gießen, den 20. März 1899.

Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer­wehren wurde verliehen durch Allerhöchste Entschließung Sr. König! Hoheit des Großherzogs vom 4. Februar 1899 dem Mitglieds der freiwilligen Feuerwehr zu Ober-Jngel- heim, Krelsfeuerwehrinspektor Ferdinand Mayer.

* Vorträge über das Bürgerliche Gesetzbuch. Am Samstag dem 18. ds. Mts., nachmittags 4 Uhr, wurden im hiesigen Iustizpalast die für die Gerichtsschreiber, Hilfs­gerichtsschreiber und -Aspiranten der Provinz Ober Hessen zum Verständnis und der praktischen Verwertung des Neuen Rechts bestimmten Vorträge unter zahlreicher Beteiligung der betreffenden Beamten aus der ganzen Provinz eröffnet. Nach einer die Erschienenen begrüßenden Ansprache des Landgerichtspräsidenten Freiherrn v. Ricou erfolgte der erste Vortrag des mit dieser Aufgabe betrauten Großh. Landgerichtsrats Müller. Der nächste Vortrag desselben findet Samstag den 25. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, h. s. f. allwöchentlich statt, Abänderungen vorbehältlich, welche dann in derDarmstädter Zeitung" veröffentlicht werden.

* Erbauung einer evangelischen Kirche in Dar-es-Salaam. Wir erhielten folgende Zuschrift:

Dar-es-Salaam (Deutsch-Ost-Afrika), den 11. Februar 1899.

Der Redaktion desGießener Anzeiger" danken wir herzlichst für ihre freundliche Unterstützung bei der Sammlung von Liebesgaben für unseren Kirchenbau. Herr Sekretär Bickel hat uns, vom Urlaub zurückgekehrt, 210 Mk. (zweihundert zehn Mark) = 151 Rupie über­geben. Wir bitten, dies freundlichst unter Ausdruck unseres innigen Dankes Ihren Lesern mitteilen zu wollen. Evangel. Kirchenbau-Verein zu Dar-es-Salaam (D.-O.-Afrika).

I. A.: Roloff, Pfarrer.

* P. Handfertigkeitsunterricht. Die Resultate des dies­jährigen Unterrichts für Knabenhandfertigkeiten waren gestern von 11 bis 2 Uhr im Konferenzzimmer der Knabenschule ausgestellt und erfreuten sich zahlreichen Be­suchs und hoher Anerkennung. Dem beigelegten Rechen­schaftsbericht für beiderlei Veranstaltungen (Kerbschnitt- und Papparbeiten) entnehmen wir folgende Daten: Der Unter­richt begann am 1. Oktober 1898 und dauerte bis zum 18. März 1899. Die Zahl der in jeder Klasse, die in je zwei Abteilungen gebracht war, erteilten Lehrstunden beziffert sich auf 130 bis 131. Die Unterrichtszeit mußte so verteilt werden, daß derselbe Saal zur eventl. Benutzung jeder Klasse frei war. Kursteilnehmer waren nach den Schulanstalten gerechnet, Stadtschüler, Gymnasiasten und Realschüler. Ihre Anzahl belief sich insgesamt für die Kerb­schnitzklasse auf 32, für die Papparbeiten auf 30 Schüler. Die Versäumnisse stellten sich für erstere auf 1,09 Prozent, für letztere auf nur 1 Prozent, eine verhältnißmüßig geringe Ziffer, welche dem Eifer von Lehrern und Schülern das beste Zeugnis ausstellt. Auch die Anzahl und der Wert der ausgestellten Arbeiten lassen darauf schließen, daß die Unter­richtszeit gut verwertet wurde. Für den Eifer mancher Schüler spricht auch noch außerdem, daß viele derselben einen zweiten und dritten Kursus mitgemacht haben. Wegen Raum­mangels müssen wir es uns versagen, diesmal eine spezielle Wiedergabe der einzelnen Leistungen zu versuchen, wollen aber nicht vergeffen anzufügen, daß die Ausstellung gelegentlich der für Gießen am 23. und 24. Mai d. I. vorgesehenen hessischen Landeslehrerversammlung eine Wiederholung er­leben dürfte.

** Stadttheater. Zu einer der interessantesten und spannendsten Theaterdarstellung zählt unstreitig Dumas LustspielKean", welches gestern im Stadltheater in wohl- gelungenster Weise gegeben wurde. Aus der Fülle von Bildern und Beiwerk den schwachen Kern herauszuschälen, den die eigentliche Handlung in sich trägt, wollen wir uns, als eben so unfruchtbar, wie undankbar versagen und gleich auf die Darstellung selbst cingehen. Unser geschätzter und stets willkommener Gast Herr Bohnüe bot mit seinem

Nean" eine gradezu vollendete Leistung. Von der Natur mit allen Gaben verschwenderisch ausgestattet, weiß er diese in echt künstlerischer Weise zu verwerten. Nie bringt er zu wenig, aber auch nie zu viel, und darum wurde er allen Stimmungen, und es gibt deren recht viel in dem gedachten Lustspiel, vollkommen gerecht. Diesem Ke an glaubt man, daß er auf alle eine magische Gewalt ausübt und eben­sowohl Frauenherzen erobern, wie Boxerfäuste besiegen muß. Reicher, nicht enden wollender Beifall lohnte die ausgezeichnete Leistung. Aber auch die Mitglieder unseres Stadtteaters haben sich um die Aufführung wohl verdient gemacht und sind, soweit es die vom Dichter schon stiefmütterlich behan­delten Stellen zuließen, hervorgetreten. Ein ganz besonderes Lob verdient wieder Herr Liebscher, der seinen Salomon wahrhaft rührend gab und ganz die Wirkung erzielte, die der Dichter beabsichtigt hat. Auch Frl. Pauli als Pistol hat uns recht gut gefallen, ebenso die anderen Damen und Herren, die alle an dem Gelingen des Ganzen wohl­berechtigten Anteil hatten. Das sehr animierte Publikum zeigte sich, dank der Indiskretion auf dem Theaterzettel, höchst theaterbewußt und ließ den Schluß des 4. Aktes ohne Zwischenfall an sich vorübergehen. Im Anschluß hieran möchten wir gleich empfehlend auf das am Dienstag (morgen) stattfindende Benefiz zweier fleißiger Mitglieder aufmerksam machen, weches im Abonnement ohne jede Zuzahlung geboten wird. Herr Wil he lmi, unser famoser jugendlicher Komiker und Herr Walter, unser vortrefflicher Chargenspieler und Vertreter der Väterrollen. Beide verdienen wohl an ihrem Ehrentage ein volles Haus, denn geteilte Freude ist in diesem Falle keine doppelte Freude, aber auch noch geteilter Schmerz mehr als doppelter Schmerz.

** Stadttheater. Die Theatersaison, welche am 24. er. bereits ihr Ende erreicht, bringt uns heute, Dienstag, den 21. er. noch eine Possen-Novität ersten Ranges:Unsere Don Juans" von Leon Treptow, Musik von Franz Roth, welche zum Doppel-Benefiz zweier unserer beliebtesten Mitglieder, der Herren Walter und Wilhelmi gegeben wird. Gelegentlich der Erstaufführung dieser Posse am Adolf Ernst-Theater in Berlin Überboten sich die sämtlichen Berliner Zeitungen in ausführlichen und schmeichelhaftesten Kritiken, aus denen wir hier nur einige Stellen wiedergeben können:Das Adolf Ernst-Theater bewegt sich in aufsteigen­der Linie. Von denFlotten Weibern" (hier wiederholt gegeben) zumGoldfuchs" war es ein tüchtiger Schritt vor­wärts, und die bei ausverkauftem Hause zum erstenmale in Szene gegangene Treptowsche GesangsposseUnsere Don Juans" zeigte einen abermaligen Fortschritt. (Folgt Er­zählung der Handlung.) Es ist ein amüsantes, buntes Szenen-Gewirre mit so reichlich eingestreuten humorvollen Situationen, so witzreich poin­tierten Couplets undQuodlibets, daß man über den weiteren logischen Zusammenhang garnicht erst anfängt nachzudenken vor Lachen. Alles in allem kann das Adolf Ernst-Theater mit seiner neuen Posse siegesgewiß in die Saison hineinmarschieren, etliche hundert Aufführungen sind ihr gewiß." Diese letzte prophetische Wendung der Kritik hat sich in nie ge­ahnter Weise erfüllt. Aber nicht nur in Berlin, sondern an allen besseren und mittleren Theatern hat dieses Stück seine Attraktionskraft bewährt. Damit auch bei der hiesigen Aufführung die überaus anmutige Musik zur Geltung kommt, jaben die Mitglieder des Bauers'chen Gesang­vereins in liebenswürdigster Weise ihre Mitwirkung zugesagt. Unter den zahlreichen Musiknummern machen wir besonders aufmerksam auf das brillante KoupletAch, wenn das meine Mutter wüßte" re., ein Afrika-Kouplet mit dem Refrain:Also rüber, immer rüber!" und die überaus komische, traurige Ballade vomRitter Don Juan". Die Hauptrollen liegen in Händen der Damen Schumann, Sitardi, Pauli, Schloß, Isenburg und der Herren Dir. Helm, Dietzsch, Merker, Casterra, Köhler, Werner rc., owie der beiden Benefizianten. Die Herren Walter und Wilhelmi sind mit die meistbeschäftigten Mitglieder unseres Ensembles. Gewissenhaft und unverdroffen, gelang es ihnen, )urch ihre Vielseitigkeit und künstlerisches Können, sich eine gewisse Beliebtheit zu erwerben; deshalb sollte es uns aufrichtig reuen, wenn diese Künstler an ihrem Ehrenabend ein aus­verkauftes Haus bekämen.

** Sektion Gießen des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins. Einen von den zahlreich Erschienenen sehr bei- ällig aufgenommenen Vortrag über seine vorjährige, in Gemeinschaft mit zwei weiteren Mitgliedern der Sektion unternommene Reise nach Tirol hielt Herr Dr. Sturm- els in der Monatsversammlung am vergangenen Donners­tag. Von dem über Augsburg und Buchloe erreichten, reizend gelegenen Füßen wurde Neuschwanstein und Hohen- chwangau ein Besuch abgestattet und die Fußtour noch am gleichen Tage über den Kniepaß nach Reutte fortgesetzt. Neuschwanstein, diese Perle der bayerischen Königsschlösser, von Natur und Kunst in weitestem Maße mit Schönheit ausgestattet, wußte der Vortragende in eingehender Weise zu childern. Nicht leicht ist das Scheiden, doch bald ist Reutte, )er österreichische Marktflecken erreicht, wo der weitbekannte GasthofZur Post" gute Aufnahme bietet, lieber Leermoos, den Fernpaß und Imst wird am nächsten Tage Oetzthal erreicht, und dann die Reise nach Umhausen und Längenfeld fortgesetzt. Das Thal ist von Touristen überschwemmt, heute, am Sonntag, bietet sich reichlich Gelegenheit, die Tiroler in ihren kleidsamen Trachten zu bewundern. Nach einer Besteigung des Brunnenkogel als Vorübung, galt es an den nächsten Tagen den 3551 Meter hohen Ramolkogel zu besteigen. Nachdem in dem Ramolhaus bei guter Unter­kunft übernachtet worden war, wurde am Mittwoch früh mit zwei Führern der eigentliche Aufstieg unternommen, lieber den Rarnolgletscher durch steile Felsen hinauf, führte der Weg zum mittleren Ramolkogel, von da über scharfen Grat anfangs Fels, später Schnee zum großen Ramolkogel, der eine sehr lohnende Aussicht bot. Abstieg

über den Ramolkogel weg nach Vent. Der gute Verlauf veranlaßte die Herren, auch eine Besteigung der Wildspitzc zu unternehmen, die ebenfalls von Erfolg begleitet war Im weiteren Verlaufe der Tour wurde noch über Landeck und St. Anton, das Moosthal erreicht, der Darmstädter und Bregenzer Hütte ein Besuch abgestattet ?nd dann über Bregenz die Heimreise angetreten. Die ah den Vortraq anschließende Diskussion war eine sehr rege.

** Befitzwechsel. Wie wir vernehmen, wurde die Brauerei von Gebr. Röhr le hier für den Preis von 270,000 M an Herrn C. Denninghoff aus Gevelsberg verkauft. Bei der bewährten MaschinenfabrikGermania" in Chemnitz wurde schon definitiv eine Eismaschinen-Anlage bestellt, und wird dieselbe in wenigen Monaten in Betrieb sein. Der seitherige Besitzer, Herr Eduard Röhrle, bleibt noch jm Geschäft mit thätig.

Aus Staufenberg, 15. März, wird demDarmst. Tgl. Anz." geschrieben: Hier ist man wenig erbaut über einen Umstand, der wohl einzig in feiner Art dastehen dürfte. Der seitherige Inhaber der hiesigen Posthilfsstelle, Herr Zimmer meister Geißler dahier, ist schon seit einigen Tagen aus seinem Hause, worin sich auch die Telephonanlage befind«, verzogen. Seinem Nachfolger ist die Posthilfsstelle nicht übertragen worden, weil die Leitung der Telephondrähte auf einmal zu viel Krümmungen nach diesem Hause zu machten. Wie diese nun, nachdem sie schon eine lange Reihe von Jahren so gelaufen sind, auf einmal nicht mehr zweckmäßig erscheinen, können sich die hiesigen Einwohner nicht ohne weiteres erklären. Bis jetzt verlautet auch sonfi nichts, daß gedachte Hilfsstelle einem anderen hiesigen Ein. wohner übertragen worden sei. Das Telephon dürfte des­halb ohne jegliche Bedienung sein. Arn Ende wird doch Staufenberg, nachdem es längere Jahre die Wohlthaten eines Telephons genossen hatte, am Schluffe dieses Jahr­hunderts nicht noch dazu verurteilt werden, seine Depeschen per Boten von Lollar aus in Empfang nehmen zu müfsen? Hoffentlich bringen die nächsten Tage Klärung in die Sache, und wird hohe Postbehörde hier geneigteft baldigst Abhilfe schaffen.

-i Salzhausen, 17. März. Nun wird auch etwas für Beleuchtung unseres Kurparks gethan und zwar noch vor Eröffnung der Badesaison. Es gilt der Beleuchtung des Weges, der nach dem Bahnhofe, oder vielmehr der Haltestelle führt. Dieser Weg ist ungemein lieblich und führt in Schlangenwinduugen nach der etwa acht Minuten entfernten Haltestelle. Jm Hochsommer war eine Beleuch­tung nicht nötig; wenn jedoch die Tage kürzer und die Nächte dunkler werden, machten sich Mißstände geltend, weil der hübsche Weg an einigen Stellen recht steil ist. Der Kurverein in Nidda ist sehr rührig; jedenfalls glückt cs ihm, einige Mißstände zu beseitigen und manche Annehmlichkeiten zu schaffen.

Nidda, 16. März. Herr Bahnmeister Falk, welcher seit sieben Jahren hier angefteöt ist, wird vom 1. April an nach Caub a. Rh. versetzt unter Beförderung zum Dahn meister 1. Klasse.

4- Nidda, 18. März. Herr Ober-Postassistent Wolf- schm i d t dahier feierte gestern sein 25jährigesDienst jubiläum; möge es dem allenthalben sehr beliebten Be­amten vergönnt sein, noch recht lange in bisheriger Rüstig­keit an hiesigem Platze seine anerkennenswerte Wirksamkeit zu entfalten.

-1- Lich, 19. März. Eine für unsere Verhältnisse seltene Erbauung und ein seltener Genuß wurde uns heute geboten. Seit Jahren zum erstenmale fand unter Mitwirkung be­währter Kräfte von Gießen ein Kirchenkonzert, aus geführt von dem hiesigen Kirchenchor und Cäcilienverein um besten des Kirchlichen Hilfsvereins, statt.

Q Vom Lande, 19. März. Auf die schönen Frühlings­tage mit fast sommerlicher Temperatur sind heute wieder F r o st und Schnee gefolgt. In der vergangenen Nacht jatten wir einige Kältegrade, und heute nachmittag gingen beständig Schneeschloßen nieder, sodaß Straßen und Felder zeitweilig mit einer leichten Decke überzogen waren. Hoffentlich trägt der Lenz bald wieder den Sieg über des Winter- Tücke davon.

x Ermenrod, 19. März. Mit der hiesigen Psarrstelle war in früheren Jahren die Schulstelle verbunden, sodaß also der Geistliche zur Erteilung des Schulunterrichts ver- pflichtet war. Nachdem dann die Pfarrei längere Zeit ver­waist, und ein Lehrer hier eingestellt worden war, haben wir seit etwa 6 Jahren auch wieder einen Geistlichen. Die Gemeinde beabsichtigt nun den Bau eines Pfarr- ; a u s e s, der noch in diesem Frühjahr in Angriff genommen werden soll.

0 Nieder-Gemünden, 18. März. Heute tagten hier gegen hundert Lehrer aus den verschiedenen Bezirkslehrer­vereinen der Umgegend zur Beratung wichtiger Berems- unb Standesangelegenheiten. Nach Erledigung der allge­meinen formellen Angelegenheiten, wie die Wahl eines Vorsitzenden und Schriftführers, verlieh Herr Dern aus Nieder-Ohmen seinen Gedanken über die Thätigkeit des Vorstandes des Landeslehrervereins Ausdruck und bezeichnete die Punkte, wo die bessernde Hand anzulegen sei. Bezüg­lich des künftigen Redakteurs desSchulboten für Hesien" waren beinahe alle Anwesende der Ansicht, zunächst an bet Person des bisherigen Redakteurs Herrn Stadtschulinspektor Scherer in Worms festzuhalten und an ihn als ein Zeichen eines Vertrauensvotums die Anfrage zu richten, ob er, wie er geäußert haben soll, sich wieder zur Uebernahmc der Redaktion bereit erkläre. Beharrt er jedoch auf feinem ablehnenden Standpunkte, dann werden die Delegierten aus der Versammlung in Gießen für die Wahl des Herrn Lehrer Ruppel in Düdelsheim einstimmig eintreten. vielseitige Anregung wurde an Herrn Obmann Backcs zu Darmstadt ein Telegramm abgesandt, worin ihm für Jein namhaftes Eintreten für die Interessen der hessischen Lehrer

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