Ausgabe 
21.1.1899 Erstes Blatt
 
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schriften bestraft werden, wünsche auch er; er wisse, daß der preußische Handelsminister den Justizminister gebeten habe, soweit möglich darauf hinzuwirken, daß solche Vergehen streng bestraft werden. Wir, so schließt Redner, werden in der Fürsorge für die arbeitenden Klassen nicht ruhen, werden uns aber durch nervösen Dilettantismus nicht dazu treiben lassen, unreife Gesetze zi; machen.

Abg. Agster (Soz.) verbreitet sich ausführlicher darüber, wie häufig die Arbeiter litten durch den Terroris­mus der Arbeitgeber.

Nunmehr vertagt sich das Haus auf morgen 1 Uhr. Fortsetzung der Debatte.

Schluß 53/4 Uhr.

Deutsches Reich.

Berlin, 19. Januar. Der Kaiser empfing gestern mittag den Prinzen Albert von Schleswig-Holstein. Zur Frühstückstafel waren geladen der Botschafter Graf v. Münster und der Staatssekretär v. Bülow. Heute vormittag um 10 Uhr hörte der Kaiser den Vortrag des Generals v. Hahnke. Um 12 Uhr besichtigte der Kaiser im kleinen Schloßhofe eine für den Sultan zum Geschenk bestimmte Kanone.

Berlin, 19. Januar. DerReichsanzeiger" veröffent­licht eine große Anzahl von Ordensverleihungen an türkische Offiziere.

Berlin, 19. Januar. DieNordd. Allgem. Ztg." schreibt: Ein Wiener Blatt hat sich aus London über Aeußerungen berichten lassen, welche der Kaiser in einer Unterredung mit einem Mitgliede des Londoner Junior Carlton-Klub, Dr. Fenner, gethan haben soll. Wir stellen fest, daß keine derartige Unterredung stattgesunden hat,

Berlin, 19. Januar. Die Präsidien beider Häuser des Landtages wurden gestern abend 7 Uhr gleichzeitig vom Kaiser und der Kaiserin empfangen.

Berlin, 19. Januar. In der heutigen Sitzung der Budget-Kommission des Reichstages brachte beim Etat der Reichsdruckerei der Abgeordnete Müller-Fulda den Fall Grünenthal zur Sprache. Er erbat vom Staats­sekretär Auskunft darüber, wie hoch der von Grünenthal angerichtete Schaden sei und ob Maßnahmen ergriffen seien, welche derartige Veruntreuungen für die Zukunft unmöglich machten. Staatssekretär Podbielski antwortete, im ganzen habe sich Grünenthal 489 300 Mark angeeignet. Durch den Nachlaß Grünenthals seien 314 000 Mark gedeckt, sodaß der wirkliche Betrag, der von der Reichsdruckerei zu decken sei, sich auf nur 145300 Mark belaufe. Im übrigen seien die Kontroll-Maßregeln derart verschärft worden, daß ähnliche Veruntreuungen für die Zukunft ausgeschlossen erscheinen. Der Etat der Reichsdruckerei wurde bewilligt. Es folgte die Beratung des Etats für Kiautschou, für welches 8500000 Mark gefordert werden. Einnahmen sind nicht vorhanden. Staatssekretär Tirpitz teilt auf eine An­frage mit, daß acht Todesfälle an Malaria und Ruhr vor­gekommen seien. Nach seiner Beurteilung werde Kiautschou künftig, wenn die Grundarbeiten beendet seien, andern Orten an der chinesischen Küste gesundheitlich überlegen sein. Die neuesten Nachrichten über die Kohlenverhältnisse lauteten recht günstig. Zur Zeit würden die Vorarbeiten für die Hafen-Anlagen gemacht. Verträge mit Unternehmern seien noch nicht abgeschlossen, Verhandlungen aber im Gange. Der Etat wurde schließlich bewilligt. Morgen steht der Reichs-Eisenbahn- und« Militäretat auf der Tagesordnung.

Berlin, 19. Januar. Das Bankgesetz ist in der heutigen Sitzung des Bundesrats nach den Vorschlägen der Ausschüsse, denen die Vorlage zur Prüfung überwiesen war, augenommen worden. Die Vorlage soll sofort dem Reichs­tage zugehen.

Berlin, 19. Januar. Die dem Bundesrat vor­liegende Novelle zur Gewerbe-Ordnung sieht, wie dieNational-Zeitung" berichtet, zunächst eine Kontrolle der Gesinde-Vermieter und Stellenvermittler vor. Der Betrieb dieser Gewerbe soll von besonderen polizeilichen Konzessionen abhängig gemacht werden. Ferner schlägt die Novelle neue Bestimmungen vor über die Einführung von Lohnbüchern und Arbeitszetteln, sowie über die Mitgabe von Arbeit nach Hause und die Beschäftigung jugendlicher Arbeiter, nament­lich in der Konfektionsbranche. Sodann werden eingehende Bestimmungen vorgeschlagen über die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern in offenen Läden. Schließlich enthält die Novelle eine Ergänzung der Be­stimmungen über das Verfahren bei Errichtung genehmi­gungspflichtiger Anlagen und Erweiterung der Zahl der vom Gewerbebetriebe im Umherziehen ausgeschlossenen Gegen­stände.

MP.C Berlin, 19. Januar. In der Reichslagssitzung vom 17. Januar er. ist der süddeutsche Abgeordnete Beckh wie im Vorjahr auf den Massenmord unserer Sing­vögel in Italien zurückgekommen. In Mailand hätten sich Bauern gerühmt, einer Wirtschaft in einem Monat 9 Doppeleentner kleiner Vögel geliefert zu haben. Wir können bei dieser Gelegenheit darauf Hinweisen, daß alljähr­lich Tausende von lebenden Wachteln namentlich von Aegypten aus nach England befördert werden. Es liegt danach die Gefahr vor, daß diese Vogelart schließlich ganz vernichtet wird. Es wäre in der That dringend erwünscht, wenn all­gemeine internationale Vereinbarungen zum Schutz der heimischen Vogelarten recht bald zustande kämen. In erster Lime hat auch die Landwirtschaft ein hervorragendes Inter­esse hieran.

M.P.C. Der Regierungspräsident in Kassel, Graf Clairon d' Haussonville, ist krankheitshalber ge­zwungen, in den Ruhestand überzutreten. Als sein Nach­folger wird vielfach der Regierungspräsident von Trott zu Solz angesehen.

Frankfurt a.M., 18. Januar. Der Minister der öffent­lichen Arbeiten und der Finanzminister haben sich bereit

erklärt, den Beginn der Erhebung von Abgaben auf dem kanalisierten Main, der für den 1. April in Aussicht ge­nommen war, bis zum 1. Oktober d. I. zu verschieben. Dieses Entgegenkommen ist in der Erwartung erfolgt, daß ein Abkommen mit der Stadt Frankfurt über die Verpachtung der Mainkanalabgaben an die Stadt unter angemessenen Bedingungen zustande kommt. Der Magistrat legte deshalb den Stadtverordneten eine entsprechende Vorlage vor, und nach zweimaliger Beratung sprach gestern die Stadt­verordnetenversammlung in nichtöffentlicher Sitzung ein­stimmig ihre grundsätzliche Zustimmung zum Abschluß eines solchen Pachtvertrages aus.

Hanau, 19. Januar. Heute Vormittag wurde in der elektrotechnischen Fabrik von Schneeweiß & Engel durch Erplosion eines '.mit Luft und Wasser gefüllten Kessels der Ingenieur Luedde aus Braunschweig und ein Arbeiter getötet. _______________________________________________________

Ausland.

Wie«, 19. Januar. Im Abgeordnetenhause wurde heute die Obstruktion fortgesetzt.

Wien, 19. Januar. Der Vizepräsident der Prager Statthalterei, sowie der Polizeidirektor von Prag wurden nach Wien berufen, um über die jüngsten Straßen-Vor­gänge in Prag zu berichten.

Wien, 19. Januar. Die Nachricht von einer Einigung der Obmänner der deutschen Oppositionspar­teien bestätigt sich. Das Kommunique besagt, daß nach eingehender Erörterung der politischen und nationalen Lage der Deutschen in Oesterreich die Parieivorstände einmütig die dringende Notwendigkeit anerkannten, gemeinsam die üanonälen und politischen Forderungen der Deutschen auf­zustellen und zu vertreten. Die deutsche Fortschrittspartei und der verfassungstreue Großgrundbesitz stimmten einhellig jenen Beschlüssen der Obmänner der Linken zu.

Prag, 19. Januar. DerNarodny Listi" zufolge ist die Regierung entschlossen, das Rekrut enge setz auf parla­mentarischem Wege zu erledigen. Sollte dies verhindert werden, so werde die Regierung das Abgeordnetenhaus auf­lösen. Ebenso sei die Negierung entschlossen, trotz des Kampfgetöses der Opposition die Beseitigung der in Bezug auf die nationalen Rechte noch bestehenden Unbilden fort­zusetzen.

M.P C. Rom, 19. Januar. Es heißt, daß Crispi in der italienischen Kammer den italienisch-französischen Handelsvertrag energisch bekämpfen werde. Da die Vorteile, welche sich in dem Vertrag die beiden Con- trahenten einräumen, auch Deutschland zu gute kommen müssen, hat dasselbe kein Interesse daran, zum Abschluß eines möglichst vorteilhaften handelspolitischen modus vivendi zwischen Italien und Frankreich scheel zu sehen. Wenn Italien wirtschaftliche Vorteile von einer handelspolitischen Annäherung an Frankreich davon zu tragen glaubt, so kann uns das nur freuen und wird uns um so weniger grämen, je größeren Wert wir selbst darauf legen, auch unsererseits mit Frankreich uns handelspolitisch möglichst gut zu stellen. Wenn man jetzt mehrfach Betrachtungen in der Presse begegnet, nach denen es scheinen könnte, als seien vor dem neulichen Besuch des hiesigen Botschafters der französischen Republik, des Marquis de Noailles, in Potsdam die deutsch­französischen Beziehungen solche gewesen, daß ein freund­licher Verkehr zwischen hervorragenden Persönlichkeiten beider Nationen als ausgeschlossen habe betrachtet werden müssen, so brauchen wir, um das Gegenteil zu konstatieren, nur daran zu erinnern, daß beispielsweise der Besuch, den der deutsche Reichskanzler vor einem Jahr auf dem Aus­stellungsterrain in Patis abstattete, von der französischen offiziellen Welt sehr honoriert und von der Presse in Frank­reich ganz allgemein als ein Beweis dafür aufgefaßt wurde, daß sich die Beziehungen zwischen beiden Ländern immer mehr besserten.

Paris, 19. Januar. Esterhazy konferierte heute vormittag mit den Anwälten Cabanes und Sauvel, welch letzterer vor Esterhazys Erscheinen beim Kassationshofe mit dem Präsidenten Löw eine Unterredung haben wird. Un­vermutet traf nach mehrjähriger Abwesenheit Charles Lesseps in seiner Pariser Wohnung ein. Man bringt seine Anwesenheit mit dem von Beaurepaire angedrohten Artikel in der Panama-Affaire in Zusammenhang.

Paris, 19. Januar. Die Bordereau-Frage bildete den Gegenstand des Verhörs vor der Kriminalkammer des Kassationshofes. Dabei beharrten die Sachverständigen des Kriegsgerichts vom Jahre 1894 dabei, daß das Borderau von Dreyfus herrührte, während die Sachverständigen in dem Prozesse Esterhazy auf das bestimmteste die Ansicht aufrecht erhielten, daß das Borderau von Esterhazy herrühre.

In einergroßen" Rede hat sich der Kolonial­minister Chamberlain wiedereinmal mit auswärtiger Politik beschäftigt, und zwar im besonderen mit den Be­ziehungen zu Frankreich. Er erwähnte die Beseitigung anderer Anlässe zur Erregung auf Seiten Frankreichs, darunter, nach dem Faschoda-Fall, die Nigerangelegenheit und die Zurücknahme der französischen Forderung auf Aus­dehnung der französischen Niederlassung in Shanghai. Er freue sich über die Erklärungen einflußreicher französischer Staatsmänner und Zeitungen, welche darauf dringen, daß die Gelegenheit ergriffen werde, alle übrigen Fragen, die den Anlaß einer Reibung zwischen den beiden Ländern geben könnten, in freundschaftlicher Weise zu erledigen. Wenn dieser Wunsch bei dem französischen Volke und der französi­schen Regierung bestehe, so komme ihm das englische Volk mehr als auf halbem Wege entgegen. Dann wandte Cham­berlain sich gegen den Teil der Pariser Presse, der England als kriegsbegierig darstelle, während England doch den Krieg hasse. Diese anscheinend, allerdings auf Kosten Frankreichs versöhnlichen Worte machte dann der Minister durch einige

heftige Ausfälle wieder wett: Die zwei Fragen, betreffend Madagaskar und Neufundland seien noch unerledigt. Was Madagaskar angehe, so sei die englische Negierung der An­sicht, daß hier ein Treubruch vorliege. Feierliche Verpflicht­ungen seien ignoriert und umgangen worden, England sei um Vertragsrechte gebracht worden, der britische Handel habe hierdurch beträchtlichen Schaden erlitten. So lange die Frage nicht geschlichtet sei, werde ein tiefes Gefühl des Verdrusses beim englischen Volke bestehen bleiben. Die Regierung hoffe und glaube indes, daß diese Frage in einer für beide Länder annehmbaren Weise ihre Beilegung finden werde. Die Thatsachen betreffend Neufundland, so legte Chamberlain weiter dar, böten ein typisches Beispiel einer boshaften Politik, welche augenscheinlich darauf ausgehenden größtmöglichen Aerger und Schaden für andere mit möglichst geringen Vorteilen für ihre Urheber zu verbinden. Wenn Frankreich übrigens Willens sei, Anlaß und Quelle der Er­regung zu beseitigen, dann werde England bereit sein, die Aufhebung dieser Rechte durch Gewährung einer billigen Entschädigung zu vereinbaren. Nachgerade scheinen die Briten zu glauben, den Franzosen auch jede Demütigung bieten zu können. Gleichzeitig liebäugelt Chamberlain wieder nach einer anderen Seite hin. Er glaube, so sagte er, daß die Annahme derPolitik der offenen Thür" in den deut­schen Kolonien zu deren Gedeihen beitragen werde. Eng­land werde die Ausdehnung der Kolonien ohne Eifersucht betrachten und die Mitwirkung Deutschlands und der Ber> einigten Staaten begrüßen. Und (so schloß Chamberlain) er glaube, England ko,?."e, °hne allzu sanguinisch zu sein, sich auf deren Zustimmung unu M"w,rkung be.se, nem Bemühen verlassen, die allgemeine Annahme des Grundsatzes herbcizu- führen, dem es so hohe Wichtigkeit buve9^

Gegenüber der Nachricht, daß BismarcksGe­danken und Erinnerungen" in Rußland nicht cingeführt werden dürfen, wird aus Odessa mitgeteilt:Dieses Werk ist allein in Odessa in Hunderten von Exemplaren eingeführll >' ich besitze es seit Wochen. Der Stadthauptmann von Odessa, Graf Schuwalow, Sohn des ehemaligen russischen Botschaf­ters in Berlin, ließ es per Draht bestellen und war somit der erste Empfänger."____________________

Lokales und Provinzielles.

Gießen, den 20. Januar 1899.

* Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der G r o ß- herzog haben Allergnädigst geruht, am 28.Dezember 1898 dem Ortsgerichtsmann Adam Kadel III. von Zotzenbach, das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift:Für lang^ jährige treue Dienste" zu verleihen.

* Ernennungen. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht, am 18. Januar 1899 die Finanzaspiranten Paul Schlamp aus Mainz und Richard Müller aus Alsfeld zu Hauptsteueramtsassistenten- bei dem Hauptsteueramt Mainz zu ernennen.

* Ernannt wurden am 15. Januar Johann Klopf aus Rothhausen und Wilhelm Freitag aus Hatzfeld zu Kulturtechnikern, mit Wirkung vom 1. Februar 1899 an.

Aus dem Gebiete der Justizverwaltung. Das am 14. l. Mts. herausgegebene Großh. Regierungsblatt vom 13. Januar 1899 enthält Bekanntmachung Großherzoglichen Ministeriums der Justiz vom 7. Januar 1899, den V or- bereitungsdienst und die Prüfung der Gerichts­schreiber und Gerichtsvollzieher betreffend, worin u. a. bestimmt ist, daß

1) wer Gerichtsschreiber bei einem Amtsgericht oder Hilfs­gerichtsschreiber bei einem Gerichte werden will, wenigstens zwei Jahre mit Erfolg im Vorbereitungs­dienste beschäftigt gewesen sein und hiernächst eine Prüfung bestanden haben muß;

2) zu dem Vorbereitungsdienste nur zugelassen werden darf, wer

a. das achtzehnte Jahr vollendet hat,

b. sich über den erfolgreichen Besuch einer höheren Schule des Großherzogtums Hessen ausweist,

c. gute Sittenzeugnisse besitzt;

3) der unter Nr. 2)b. geforderte Nachweis nur erbracht werden kann durch Vorlage entweder des Abgangs­zeugnisses einer höheren Bürgerschule, worin keine geringere als die Durchschnittsnotegut" erteilt ist,, oder des Zeugnisses eines Gymnasiums, eines Real­gymnasiums oder einer Realschule, worin mindestens der erfolgreiche Abschluß der Untersekunda bescheinigt ist;

4) während des Vorbereitungsdienstes dem Aspiranten keinerlei Vergütung geleistet werden darf.

* * Befitzwechsel. Das der Frau Friedr. Zimmermann- Witwe gehörige Haus, Seltersweg 34, ging zum Preise von 40,000 Mk. in den Besitz des Herrn Uhrmachers Hein­rich Marx dahier über.

* Der große Maskenball des Gießener Zitherklub findet dieses Jahr am Sonntag dem 5. Februar im Cafe Leib statt. Derselbe scheint wiederum außerordentliches zu bieten, und wird demzufolge sicher an Anziehungskraft nicht verlieren. Von Seiten des Vereins wird alles auf­geboten werden, damit sich das närrische Publikum gehörig amüsieren kann. Da die erzielten Überschüsse zur Kleidung hiesiger armer Kinder verwandt werden, ist dem Verein für dieses Unternehmen guter Erfolg zu wünschen. In der gestern Abend abgehaltenen Vereinssitzung wurde das diesjährige Sommerfest für den 4. Juni in Aussicht genommen.

Wetterbericht. Den Nordwesten Europas bedeckt heute eine neue umfangreiche und tiefe Depression, deren Centrum am Morgen nördlich von Schottland zu erkennen war. Dieselbe erstreckt sich bereits nach dem Kontinent herein, und ist damit häufig das Barometer im Fallen be­griffen. Gleichzeitig hat aber der hohe Druck zunächst über dem Süden des Erdteils an Raum und Intensität ge­wonnen. Demzufolge ist für unsere südlichen Gebietsteile-