Ausgabe 
20.9.1899 Zweites Blatt
 
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gelium seinem Lande die Segnungen der Reformation zuteil werden ließ. Der Verlauf der Enthüllungsfeier war denn auch ein durchaus würdiger und mußte als in jeder Beziehung gelungen bezeichnet werden, wenn nicht ein eigen­tümlicher Mißton den Eindruck entschieden abgeschwächt hätte: die Abnahme des Denkmals seitens der Stadt erfolgte nämlich nicht, wie dies doch eigentlich selbstverständlich ist, durch einen protestantischen Vertreter des Magistrats, sondern durch einen ultramontanen Beigeordneten der Stadt Kassel. Der tragi­komische Eindruck dieser Thatsache wird noch dadurch er­höht, daß genannter Herr eine von Lob des gefeierten Landgrafen übersprudelnde Rede hielt, die doch notwendiger Weise nicht seinen ultramontanen Ansichten entsprechen konnte. Aber nicht genug mit dieser höchst beklagenswerten Thatsache! DieRücksicht", welche von den Protestanten auf die hier fast allmächtigen Katholiken genommen wird, ging sogar so weit, daß ein zur Feier der Denkmalsein­weihung angesetztes Festessen aus dem Grunde abgesagt wurde, weil jener Vertreter der Stadt demselben nicht hätte beiwohnen können. Wir fragen: warum konnte der genannte Herr, nachdem er bei der Denkmalsenthüllung einmal wider bessere Ueberzeugung geredet hatte, nicht am Festessen teilnehmen? Und wenn nicht wie ist es möglich, daß das Fest­komitee sich von der Veranstaltung eines Festessens abhalten ließ, weil der ultramontane Herr nicht mitmachen wollte? Eine ärgere Gesinnungslosigkeit von Seiten der Protestanten ist wohl nicht denkbar; und sie verdient leider energisch gerügt zu werden. Wenn zurzeit die evangelischen Ober­häupter der Stadt aus irgend welchen Gründen von der Teilnahme an der Festfeier abgehalten waren, so hätte doch leicht ein anderes Mitglied des Magistrats für sie ein­springen können; nie und nimmermehr aber durfte die schöne protestantische Erinnerungsfeier durch irgend welche Rücksicht auf die Nltramontanen in ihrer Wirkung und Ausdehnung beschränkt werden. Und doch geschah das Unglaubliche und zwar in einer Stadt, in der noch nicht einmal der zehnte Teil der Einwohnerschaft katholisch ist. Wie soll das enden?

* Würzburg, 18. September. Während der Brigade­stab in den Manöver« war, wurden aus einem im Bureau der zweiten Artilleriebrigade, Gardistenstraße Nr. 7, unter­gebrachten Schranke mittelst Einbruch sämtliche ge­heimen Mobilmachungspläne gestohlen. Der Verdacht des Diebstahls lenkt sich auf den seit einigen Tagen flüchtigen Trainsergeanten Schlosser, der in jenem Bureau als Brigadeschreiber kommandiert war.

Ausland.

Belgrad, 18. September. Im Attentats-Prozeß ergriff heute der Staatsanwalt Simic das Wort zur Antrag­stellung. In kurzen, kräftigen Worten schilderte er die Schuld der einzelnen Hauptangeklagten und forderte am Schluffe seiner Ausführungen die Verurteilung sämtlicher Angeklagten nach der Strenge des Gesetzes. Hierauf ergriff der Verteidiger des Angeklagten Knefevic das Wort.

Paris, 18. September. Das Befinden des schwer erkrankten Senators Scheurer-Kestner hat sich sehr verschlimmert.

Paris, 18. September. Zehn Minuten nach 2 Uhr eröffnete der Präsident die Sitzung. Er verliest sofort das Dekret, welches die Haute Cour einberuft. Er erklärte das Staatsgericht für konstituiert und sagt:Wir verfahren weiterhin nach dem Gesetze." Ein Senator der Rechten verlangt das Wort. Präs.:DasWortkannnurimBeratungszimmer erteiltwerden." Die Rechte protestiert. Der Präsident ordnet den Namens­aufruf an, wodurch der Zwischenfall beendet ist. Ein Schriftführer verliest die Namenliste. Unter den abwesen­den Senatoren befinden sich der Ministerpräsident Waldeck-Rousseau und die Minister Dupuy und Monis, ferner Scheurer-Kestner; Freycinet, General Billot und der Präsident des Kassationshofes Maffeaur sind anwesend. Die Rechte ist vollständig erschienen. Trarieux und Nanc antworten mit ja. Insgesamt fehlen nur an 30 Senatoren, sodaß die Versammlung be­schlußfähig ist. Der Präsident ordnet die Einführung

Führer kenne, antwortete er:Gewiß; aber wir stehen alle auf dem Kriegsfuße miteinander. Treffen wir einmal zu­sammen, so gibt es stets eine blutige Schlacht." Darauf entspann sich folgendes Gespräch zwischen den beiden: Warum hast Du Dich selbst den Behörden gestellt?"Weil ich das Gesetz unterstützen wollte und nicht länger mit an­sehen konnte, daß so viele Unschuldige an meiner Stelle ins Gefängnis geworfen und bestraft werden."Was glaubst Du nun, daß mit Dir jetzt geschehen wird?" Eine Weile verharrte der Räuber in Schweigen, dann antwortete er mit Resignation:Ich hoffe, daß man gerecht sein und mich für die Frevelthaten meines Lebens bestrafen wird."

Der Kampf der Milliardäre. Eine gute Anekdote wird von dem verstorbenen V a n d e r b i l t erzählt. Der Millionär Gould besaß eine Eisenbahnlinie, die mit der den Vander- bilts gehörenden Linie ChicagoNew-Aork konkurrierte. Als Vanderbilt auf seiner Linie die Tarife für den Vieh- transport herabsetzte, setzte Gould seine Tarife noch mehr herunter, und Vanderbilt blieb nichts übrig, als noch weiter herunterzugehen. Der Konkurrenzkampf wurde mit großer Erbitterung geführt, bis Vanderbilt eines Tages bekannt gab, daß er von nun an einen ganzen Transport Ochsen von Chicago nach New Jork für einen Dollar befördern werde. Gould erklärte sich für überwunden, da er mit so billigen Frachtsätzen nicht konkurrieren könne. Seine Bahn transportierte auch nicht einen einzigen vierfüßigen Ochsen mehr, aber bald darauf erfuhr Vanderbilt, daß alle Ochsen,

die er zu so niedrigen Tarifsätzen transportierte, für Rech­nung des schlauen Gould aufgekauft worden waren, der dabei ein glänzendes Geschäft machte. Vanderbilt lachte aus vollem Halse, und der Tarifkrieg war beendigt.

des Staatsanwalts Bernards an, der in Galarobe, rotem Talar und Hermelin, gefolgt von zwei Substituten, eben- alls in rotem Talar, den Saal betritt. Er besteigt die Präsidententribüne und nimmt rechts neben dem Präsidenten Platz. Bernard beginnt sofort die Anklage zu verlesen.

Kostales und Provinzielles.

Gießen, 19. September 1899.

* Sanitätswesen. Dr. Dormagen, Oberstabsarzt 2. Kl. im 5. Großh. Hess. Jnf.-Regt. 168 zum Oberstabs­arzt 1. Kl. befördert. Spamer, Bat.-Arzt des 2. Bat. Jnf.-Regt. 143, zum Oberstabsarzt 2. Kl. bei dem 4. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Prinz Carl) 118, befördert. Dr. Broesike, Bat.-Arzt des 3. Bat. 3. Großh. Hess. Jnf.- Regts. (Leib-Regts.) zum Oberstabsarzt 2. Kl. bei dem Feldart.-Regt. 57, befördert. vr. Fröhlich, Oberstabs­arzt des 4. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Prinz Karl) 118, zum 3. Bad. Feldart.-Regt. 50, versetzt. Dr. v. Hof­mann, Stabsarzt der 2. Abteil. 1. Großh. Hess. Feld- Art-Regt. 25 als Bat.-Arzt zum 3. Bat. 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt. (Leib-Regt.) 117, versetzt. Dr. Boßler, Assist.-Arzt beim 1. Großh. Hess. Feldart.-Regt. 25, zum 2. Großh. Hess. Feldart.-Regt. 61, versetzt. Barczynskr, Fähnr. im Großh. Heff. Train-Bat. 25, zur Res. beurlaubt.

x Vom Lande, 17. September. Das jetzt herrschende regnerische Wetter, das bereits an den Spätherbst gemahnt, kommt den Landwirten sehr ungelegen. Namentlich wird dadurch die Grummeternte sehr beeinträchtigt. Auf vielen Wiesen liegt das Grummet auf der Breite, und es ist schade, daß das schöne Futter nicht gutgemacht" und eingebracht werden kann. Auch für die Kartoffeln, mit deren Ernte in der Regel in der zweiten Hälfte des Sep­tembers begonnen wird, ist die naßkalte Witterung sehr nach­teilig, indem stärkeres Faulen der Knollen zu befürchten ist. Mit dem Ausmachen der früheren Kartoffelsorten hat man bereits begonnen. So weit sich bis jetzt übersehen und be­urteilen läßt, haben wir einen nur mittelmäßigen Ertrag zu erhoffen. Die Obsternte verursacht heuer wenig Arbeit, da in vielen Gemarkungen die meisten Aepfelbäume nur spärlich mit Früchten behangen sind; die Zwetschen sind vierlerorts besser geraten und beginnen bereits zu reifen. Sehr unerwünscht kommt das Regenwetter auch unseren braven Marsjüngern, die iu den letzten Tagen oft bis auf die Haut durchnäßt in ihre Quartiere einrückten. Infolge­dessen kommen jetzt auch mehr Erkrankungen unter den Sol­daten vor, als in der ersten Hälfte der Manöverzeit. Man sollte nicht versäumen, dafür zu sorgen, daß die Mann­schaften beim Einrücken ins Quartier ein wenigstens einiger­maßen erwärmtes Zimmer vorfinden.

-i- Bisses bei Echzell, 18. September. Bekanntlich wird unsere Gegend von mehreren Römerstraßen durchschnitten, und der Pfahlgraben ist ganz in unserer Nähe am Forst­hause noch deutlich vorhanden. Auch ein römisches Kastell hat hier gestanden. Seit 14 Tagen läßt nun der rühmlich bekannte Limesforscher, Herr Ministerialrat Soldan aus Darmstadt, Nachgrabungen vornehmen, die zu ungemein interessanten Ergebnissen geführt haben, welche die Forscher jedenfalls besonders freuen werden. Nähere Mitteilungen bleiben für später Vorbehalten.

-t- Gettenau, 18. September. Heute nacht starb Frl. M., die Braut des jungen Reitz, der am vergangenen Freitag unter so zahlreicher Begleitung zur letzten Ruhe­stätte geleitet worden ist. Das Brautpaar, dessen Hochzeits­tag für nächste Woche in Aussicht stand, soll sich die Krank­heit in Dorheim geholt haben. Die beiderseitigen Eltern des jungen Paares haben nun ihre einzigen Kinder ver­loren und finden in der ganzen Gegend aufrichtigste Teil- «ahme. In unserer Nachbargemeinde B. treten ähn­liche Krankheitserscheinungen auf, wie in Echzell und Gettenau, es ist aber kein Typhus, wie die Aerzte nach den sorgfältigsten Untersuchungen festgestellt haben. Durch die tiefbedauerlichen Fälle in Gettenau und Echzell ist unsere Gegend in Unruhe versetzt worden, und die Leute ver­größern nur zu leicht die Erscheinungen. Darum soll aus­drücklich auf die Untersuchung der Herren Sachverständigen hingewiesen werden, denn auf dem Lande wird manchmal viel gesprochen, ohne daß Ursache dafür vorhanden zu sein pflegt.

L. Mainz, 18. September. Das hiesige Stadt- Theater wurde am 14. d. M. mit einer Aufführung von Tannhäuser" eröffnet. Sämtliche Leistungen waren gute, wenn auch nicht sehr gute, der Gesamteindruck war dagegen ein vorzüglicher. Den Tannhäuser sang Herr Julius Frank mit schöner, aber nicht mehr ganz jugendfrischer Stimme, während die Elisabeth der Frau Neumann-Hahndorff, ge­sanglich ausgezeichnet, durch eckiges Spiel sehr beeinträchtigt wurde. Die übrigen Rollen waren gut besetzt, und auch die Chöre klangen rein. Die neuen Dekorationen aus dem Atelier der Herren Gebr. Kautsky und Rottonara in Wien fanden ebenfalls den Beifall des zahlreich erschienenen Pub­likums. Als nachträgliche Götheseier folgte dann am Freitag eine Aufführung desEgmont", der ein Prolog von Ernst Scherenberg vorausging. Der Prolog, nichts weniger als hervorragend, wurde durch Fräulein Mizzi Mayer recht gewandt vorgetragen. Die Vorstellung war wohl gut vor­bereitet, aber es versteht sich von selbst, daß mit einem voll­ständig neuen Personale keine abgerundete Aufführung desEgmont" herauszubringen ist. Einzelne Leistungen waren sogar sehr gute, und auch die Volksszenen waren schön arrangiert, aber es fehlte das Zusammenspiel, bei Klassikervorstellungen ein Haupterfordernis. Klärchen und Egmont waren bei Fräulein Pflüger und Herrn Rittig in guten Händen, beide Darsteller lassen, nach diesen Leistungen zu schließen, für die Zukunft sehr Gutes erwarten. Der

Regie des Oberregisseurs Bonno sei noch lobend erwähnt- In den folgenden Vorstellungen vonMartha" und Troubadour" war dem übrigen Opernpersonal Gelegenheit gegeben, in größeren Rollen aufzutreten, und gefielen bo- anders der lyrische Tenor Otto Wolf, der zweite Bariton Ernst Winkel, der jugendliche Heldentenor Josef Elasten, die Koloratursängerin Ellfriede Wangerin und die Altistin Marga Neisch. Das neue Schauspielpersonal wird sich zunächst in Hasemanns Töchter",DaS Erbe" undDie berühmte Frau" vorstellen.

Ueber die Kanalisation der Stadt Gietzen»

(Schluß.)

Das Ergebnis der Prüfung aller Projekte ist nieder­gelegt in einem Prornernoria des Herrn Stadtbaurats Schrnandt und weiterhin geprüft und erörtert in einem Gutachten des Herrn Stadtverordneten Dr. Gaffky. Herr Stadtbaurat Schrnandt behandelt eingehend den heutigen Stand der Frage der Entwässerung der Städte, insbesondere mit Bezug auf Gießen und beschreibt anschaulich die ver­schiedenen Systeme der Entwässerung. Von den für Gieße« in Betracht kommenden zwei Systemen: Der Schwemm­kanalisation bezw. kombiniertes System und dem Trennungs­system, empfiehlt sich ersteres, dem alle schwemmbaren Schmutzstoffe, also auch die Fäkalien zugeleitet werden, wenn der Kanalinhalt mit natürlichem Gefälle einem wasser­reichen oder starkströmenden Flusse zugeführt werden kann oder wenn sich in der Nähe der Stadt geeignete Ländereien zur dauernden Aufnahme der gesamten Spüljauche vorfinden, sog. Rieselfelder. Wo diese Umstände fehlen (wie in Gießen Rd.), gestaltet sich die Durchführung dieses Systems schwierig und teuer im Bau und im Betrieb. Nach dem zweiten, dem sog. Trennungssystem werden sämtliche Schmutzwasser und Fäkalien aus den Hofraiten in einem, und die meteorischen Niederschläge von Straße«, Dächern und Hofe in einem zweiten Röhrensystem abgeleitet, wodurch die Kosten erheblich geringer werden. Die Vorteile dieses Systems sind jedoch sehr abhängig von den örtlichen Verhältnissen. Der Bericht verbreitet sich des weiteren über die topo­graphischen Verhältnisse Gießens, bei deren Betrachtung sich ergiebt, daß die Entwässerung der Stadt einesteils durch die flache und tiefe Lage der inneren Stadt und durch schlechtes Gefälle der Lahn erschwert wird. Besonders betont wird der hygienische Einfluß der durch die Kanalisation herbei- geführte« Senkung des Grundwasserspiegels. Das Opfer, welches die Kanalisation der Bevölkerung Gießens auflegt, dürfte um so bereitwilliger getragen werden, als es einen nicht zu unterschätzenden Gewinn in gesundheitlicher Be­ziehung bringen wird; die Verbesserung der Gesundheits- verhältnisse stärkt und kräftigt die Erwerbsfähigkeit der Bevölkerung. Den Schluß des hier nur zu einem kleinen Teile skizzierten Promemvrias bildet folgende

Übersicht

der Vorteile und Nachteile deskombinierte«" und desgetrennten Schwemmsystems" für die Kanalisation der Stadt Gießen.

System der

V o rteile.

Nachteile.

Entwässerung

a. Kombi­niertes Schwemm­system.

1. Einheitlichkeit derAnlage.

2. Abschwemmung aller Schmutzstoffe.

3. Verminderung der Zahl der Anschlüsse.

4. Erleichterte Beseitigung großer Schneemassen.

5. Stärkere Senkung des Grundwassers.

1. Verunreinigungderoffen. Wasserläufe im Stadt- innern durch die ekelhafte Thätigkeit d. Notausläuse

2. LeichtesVerschlammender zeitweise auszuschalten­den Hauptflele.

3. Komplizierter Betrieb.

4. Schwierigkeiten in der Beseitigung des erheblich vermehrten Klärschlamms infolge der zugeführten Sandmassen.

5. Hohe Anlagekosten.

6. Hohe Betriebskosten, be­dingt durch die Klärung und Hebung zeitweise größerer Waffermengen.

b. Getrenntes Schwemm« system

(mit gesonder­ter, zum Teil oberirdischer

Ableitung der Meteor wässer)

1. Geringere Dimensionier­ung derRegen-u.Schmutz- wassersiele.

2. Erleichterter Anschluß der Nebenfiele an die Haupt­siele.

3. Rasche und sichere Be­seitigung d. Regenmengen aus kürzestem Wege.

4. Fernhaltung der geform­ten Fäkalien von den offenen Wasserläufen.

5. Geringerer Bedarf an Spülwasser infolge der Selbstreinigung der Schmutzwaffersiele.

6. VermeidungdesRückstaus von Spüljauche in die Kellerräume bei Sturz-

1. Doppelte Leitungen mit reichen Abzweigungen in vielen Straßen.

2. SchwierigereAusführung in engen Straßen wegen des Konflikts mit anderen Leitungen unter der Erde.

3. Erschwerung des Verkehrs in engen und flach liegen­den Straßen bei Regen, Frost und Thauwetter.

7. Konstanter und mäßiger Zufluß von Spüljauche zur Klärstation.

8. Einfacher und leichter Betrieb.

9. Wesentlich gering. Kosten für den Bau u. Betrieb.

Das Gutachten des Herrn Stadtverordneten Geh. Medicinal- Rat Prof. Dr. Gaffky verbreitet sich zunächst eingehend über die Notwendigkeit der Kanalisation, die sich schon aus dem Vorhandensein der centralen Wasserversorgung Gießens ergiebt. Die Opfer, welche die Stadt bringen muß, werde« zum erheblichen Teil ausgeglichen durch eine Verminderung der Erkrankungs- und Sterblichkeitsziffer, wobei vor allem die Infektionskrankheiten in Betracht kommen. Nach Petten- fofer erspart eine Stadt von 25000 Einwohnern, die ihre Sterblichkeit nur um 2 °/00 vermindert, durch Wegfall der mit der Erkrankung verbundenen Geldverluste im Jahre

L'M"" »Mr her SchEK z jrf* *« IS»« TrcniMM fw b scheint. Eingehend bet Abmsstr vor Grund besonderer an verschiedenen § Wasserproben mit Flußläufe durch Di weife beträgt die; 1 cem Wasser am halb der Wieseck Deseämündung) 26 M nachdem d 11300 gefallen w<

Herrllr. H mnn man an die strengem Sinne ul wollte, daß ein Hin> Stromlaus auögesch beschranlen dürfen unremgung der L tonale nach Mögt sein, zunächst die schwimmenden 8e' u. s. w. mehr al mindesten noch in befreien, daß eine mehr erfolgt. Fi die Marburger An zur Entfernung der System, bei welch fliefjenbe fainaltva

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