die Lotterie nicht wie in Preußen bureaukratisch zu tr walten, sondern dieselbe dem privaten Wettbewerb 5:1
Telegramm:
lassen, wie das- in Hamburg, Braunschweig und onto
Berlin, 16. April 1899.
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kleinern Mengen: Serbien (»uv uw;, - ,,^1 °»°e°iei^^
*) Julius Ney, die Protestation der evangeltfchm Stände auf dem Reichstag zu Speyer 1529.
Gießen u. s. w. eine Eingabe an das Finanzminiiv-.:i gerichtet, worin sie ihre Erfahrungen in Form mb schlagen dem Ministerium unterbreiten, um der gepLria Einrichtung die Konkurrenzfähigkeit zu sichern. Bor dla wird in der Eingabe auf die Notwendigkeit hingeMrr
Gewisienssachen Mehrheitsbeschlüsse nicht maßgebend sein könnten, protestieren durum feierlich gegen die Beschlüsse der Versammlung und appellieren an die römisch-kaiserliche Majestät, sowie an ein freies christliches Konzil. — Die bedeutungsvollsten Stellen der ausführlichen, wenige Tage später abgefaßten und veröffentlichten Protestationsschrift sind diejenigen von der Gewissensfreiheit: „So sind doch dieses solche Sachen, die Gottes Ehre und unser jedes Seelenheil und Seligkeit angehen, darin wir, uns Gottes Befehl, unsrers Gewissens halber, unseren Herrn und Gott als höchsten König und Herrn aller Herren, in der Taufe und sonst durch sein heiliges göttliches Wort, allein anzusehen verpflichtet und schuldig sind .... In den Sachen, Gottes Ehre und der Seele Seligkeit belangend, muß ein jeglicher für sich selbst vor Gott stehen und Rechenschaft geben — Wie die Evangelischen für sich selbst
Gewissensfreiheit in Anspruch nehmen, so sind sie weit entfernt, sie anderen zu schmälern: „Wir unterstehen uns gar nicht anzufechten, wie es Ew. Königl. Durchlauchtigkeit, auch ein jeder unter eueren Liebden, auch euch, den Anderen, außerhalb unsrer Mitentschließung, nach dem Edict oder sonst für sich selbst und mit den Ihren halten will. . ."*)
So hat denn die Protestation von 1529 die schwer bedrohte Gewissensfreiheit feierlich in Schutz genommen und damit die Grundlage der rechten christlichen Frömmigkeit, der religiösen Toleranz, ja der ganzen Wissenschaft und Kultur gerettet.
Lokales und ProvinMes.
n. Büdingeu, 18. April. Am hiesigen Gymnasiu» ginnt auch im Sommersemester der Unterricht morgen* . 8 Uhr. Vielen Schülern, deren Eltern in der Nähe wobr ist dadurch Gelegenheit geboten abends Heimzufahrcn'
Mainz, 18. April. Zur Lohnbewegung Zimmerer. In einer sehr zahlreich besuchten $trjdnrr lung der Zimmergesellen wurde gestern abend noch^-' gäbe des ablehnenden Bescheides der Meister bt^V:" - durch nochmalige mündliche Unterhandlungen zunäG , Mittel und Wege zu erschöpfen und erst dann zur Ai^ . einstellung zu schreiten. Nachdem die direkten Verhandle ; mit den Meistern erfolglos bleiben sollen, wird al« ? Mittel die Bürgermeisterei zur Vermittelung angerufen ' alsdann eventl. zum Strike geschritten. In der >;: Handlung gewann man den Eindruck, daß im aQgem» q wenig Neigung zu einem Strike bei den Gesellen - Händen ist.
△ Mainz, 18. April. Die durch Urteil des gerichtes zur nochmaligen Verhandlung an die Straskar- des Landgerichtes nach Darmstadt verwiesene Anklage' gegen den der Veruntreuung bezichtigten Direktor §e>ir des hiesigen Gaswerkes, wird am 26. d. Mts. die Eio kammer in Darmstadt beschäftigen; durch das erfinde:.: Urteil wurde Direktor Hessemer zu einer meljrniitynt.r: Gefängnisstrafe verurteilt.
A Mainz, 18. April. Mit Rücksicht auf die pa, - tierte Einrichtung einer hessischen ©taat8lotteri< vi: die Lotteriekollekteure von Worms, Mainz, Dam»
Petersburg, 18. April. Das Gerücht, daß P, Jaime von Bourbon nach Spanien abgereist sei als vollständig unbegründet bezeichnet. Der Prinz hat - Garnison bisher nicht verlassen.
Sofia, 18. April. Der diplomatische Agent in Dimitrow, wurde interimistisch mit der Leitung . Konsular-Agentur betraut.
St. Margher ta, Ligure, 17./4. 1899.
Herzlichen Dank für Telegramm, bin hocherfreut, daß nun auch in Hessen unter Allerhöchstem Protektorate sich ein Landes-Komitee gebildet. Hoffe deshalb die schönsten Erfolge für unseren Verein.
' b Fürst Wied.
Berlin, 18. April. Der Kaiser hörte heute vormittag die Vorträge des Generals v. Hahnke, des Kriegsministers v. Goßler und des Kontre-Admirals Bende- mann. . .
Berlin, 18. April. Der König und bie Königin von Württemberg sind heute vormittag 10 Uhr in
Potsdam eingetroffen.
Berlin, 18. April. Die 9. Kommission des Reichstags zur Vorberatung des Jnvaliditäts- I Versicherungsgesetzes erledigte heute die §§10 bis 12. I
Berlin, 18. April. Auf der heutigen Tagesordnung | des Abgeordnetenhauses stand die Fortsetzung der ersten Beratung der Kanal-Vorlage. Die Minister v. Miquel I und Brefeld befürworteten nochmals die Annahme derselben. Die Vorlage wurde schließlich an eine besondere 28er-Korn- mission verwiesen. Die nächste Sitzung findet morgen statt. I Zur Beratung stehen Initiativanträge betreffend Regelung der Verhältnisse der Unterhaltungspflicht für Volksschulen.
Berlin, 18. April. Die Reichstags-Kommission für die drei Postgesetze trat heute unter dem Vorsitz des Abgeordneten Dr. Schädler zusammen. Zunächst wurde die Novelle zum Postgesetz zur Beratung gestellt. Die Abschnitte 1 und 2, betreffend das Briefporto und den Nachbar- I orts-Verkehr, wurden nach der Vorlage angenommen. I
Berlin, 18. April. Im Festsaale des Hotel Kaiserhof fand heute eine zahlreich besuchte Versammlung deutscher Zeitungs-Verleger statt, welche Stellung zu dem neuen Postzeitungstarife nehmen sollte. Im ganzen waren ca. 250 Zeitungen aus allen Teilen Deutschlands I vertreten. Nach eingehender Debatte wurde folgende Resolution angenommen: Die heute im Kaiserhof versammelten, beziehungsweise vertretenen deutschen Zeitungs-Verleger, I zusammenberufen durch den Vorstand der Posttarif-Vereini- I gung deutscher Zeitungsverleger, stellen sich durchaus auf [ den Standpunkt der Petition der genannten Vereinigung vom 5. April an den Reichstag. Die Diskussion der ersten Lesung im Reichstage hat zu unserer Genugthuung ergeben, daß die Vorschläge der Vereinigung den einzigen gangbaren Weg zur Lösung der Zeitungstarif-Reform zeigen, indem sie den Abonnementspreis als wesentlichen Teil der Grundlage I zu dem neuen Tarife fordern.
Berlin, 18. April. Samoa. Das „Reutersche Bureau" meldet heute aus Washington: Der Kreuzer der Vereinigten Staaten „Marblehead" hat Befehl erhalten, den „Newark" nach dem Stillen Ozean zu begleiten, um unter das Kommando des Admirals Kautz gestellt zu werden. Es wird angenommen, daß das Kriegsschiff „Texas" für den I Stillen Ozean in Bereitschaft gehalten werden soll, falls I seine Dienste dort erforderlich sind. — Uebrigens herrscht augenblicklich in der Frage eine friedliche Stimmung. Wie der „Voss. Ztg." aus Washington gemeldet wird, verständigte der Staatssekretär Hay die Presse davon, daß bei der I Ordnung der Samoawirren keine der drei Mächte einen I Sieg davongetragen oder eine Niederlage erlitten habe. I Alle drei Regierungen seien, wie er glaube, von dem näm- I lichen Wunsche beseelt, eine friedliche und ehrenvolle Lösunng der Frage und die Beseitigung von Zuständen zu erlangen, die nicht nur gegenwärtig höchst bedauernswert sind, sondern, wenn sie vernachlässigt werden, sich verschlimmern dürften. — Der Senator Morgan (Alabama) äußerte, eine einzige dauernde Lösung der Samoafrage sei die Teilung der Inseln; gegenwärtig sei jedoch das Staatsdepartement ent- I schieden gegen eine solche Lösung. t
— Die Vailele-Pflanzung der deutschen Handels- und Plantagen-Gesellschaft der Südseeinseln zu Ham- I bürg, wo die anglo-amerikanischen Verbündeten durch die Krieger Mataafas eine ernste Schlappe erlitten und nicht I nur Soldaten, sondern auch Geschütze verloren, liegt, wie I wir dem „Hamb. Korr." entnehmen, etwa 6 Kilometer oft* I lich von Apia. Die ungefähr 800 Hektar große, meist nut | I Kokospalmen besetzte Pflanzung steht unter der Oberleitung des Herrn Hufnagel, eines allgemein geachteten und wegen I seines ruhigen und besonnenen Wesens geschätzten Deutschen, der für sein unerschrockenes, umsichtiges Einschreiten bei dem unglücklichen Gefecht bei Vailele am 18. Dezember 1888 durch Verleihung des preußischen Kronenordens 4. Klasse I mit Schwertern ausgezeichnet worden ist. Die Station
Vailele, die Wohnhäuser des Verwalters und seiner deutschen I Unterbeamten sowie der schwarzen Arbeiter, die Kopradarre I und die Lagerräume liegen nahe an der Küste etwa 10 Meter über derselben, an einer nach Süden einschneidenden Bucht.
I Nordöstlich von der Station Vailele befindet sich ein von I jeher in den kriegerischen Unternehmungen der Samoaner beliebter strategischer Punkt aus den Bergen von Luatuanuu:
I ein nach der Küste vorspringender, nach drei Seiten steil I abfallender Bergrücken, der nur von Süden aus gut zu- I gänzlich und leicht zu verteidigen ist. Dort haben allem I Anschein nach auch jetzt wieder die Leute Mataafas die I alten Befestigungen benutzt und sich festgesetzt, dort beginnt I der östliche Atuabezirk, der eigentliche Sitz der Mataafa- I Partei. Die englischen Blätter nehmen natürlich ohne I weiteres als Thatsache an, daß Hufnagel die Mataafaner I zum Kampfe aufgereizt und dabei unterstützt hat. Man I stellt sich dabei die Pflanzung als einen Garten von zwei I bis drei Morgen vor — es handelt sich aber um ausge- , I dehnte Kokoswälder am Abhang des Apia-Berges, die von
I drei Flüssen durchrauscht werden.__
Ausland. .
Wien, 18. April. Die Meldung, der Kaiser von Oesterreich werde der Kaiser-Parade in Cannstatt
(185 000), Uruguay (^000) Tunis (120 000), --^ (95 000?), Mexiko (70 000), Persien (45 000) un.
Euer Königliche Hoheit freundliche Benachrichtigung habe Ich mit wahrer Befriedigung und großer Freude gelesen. Euer Königlichen Hoheit bin Ich von Herzen dankbar, daß Höchstdieselben sich in Ihrem Lande an die Spitze einer Bewegung gestellt haben, die, gehegt und gepflegt, gute Früchte tragen muß zum Segen und weiteren Gedeihen des Deutschen Reiches und Volkes.
gez. Wilhelm.
Das vom Landes-Ausschuß an den Präsidenten des Deutschen Flotten-Vereins gerichtete Telegramm lautet:
Das unterzeichnete Präsidium des Landesausschusses des Deutschen Flottenvereins für das Großherzogtum Hessen erlaubt sich Euer Durchlaucht von der heute unter dem allergnädigsten Protektorat Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs erfolgten Begründung des Landes-Ausschusses geziemend Mitteilung zu machen, mit der Versicherung, unentwegt für die Förderung der nationalen und patriotischen Qicle des Flotten-Vereins eintreten zu wollen.
gez. Dr. W. Merck.
An Seine Durchltucht den Fürsten zu Wied z. Z. St. Margherita Ligure (Italien).
Auf das soeben erwähnte Telegramm ging folgende Antwort ein:
Staaten der Fall ist._____________________ I
Vermischtes. ||
• Die Herren Studierenden, welche im nächsten Seuiäl die Universität Leipzig besuchen, machen wir daraufst merksam, daß im dortigen evangelischen Vertilg hause, Roß st raße 14, nicht blos für die erfanjhj ein gutes Unterkommen zu finden ist, sondern auch Ma des Semesters für 60 Pfg. ein kräftiger, reM Mittagstisch (kein Trinkgeld oder Bierzwang) wird. Neben 100 anderen Tagesblättern zc. hegt i unsere Zeitung aus. Der Reingewinn fließt den v«
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(35 000). Grfi ic tttt'
* Eine merkwürdige Erscheinung 3CT9te ' rj TT- gangenen September und Oktober m ber . iUIt& qanset-Bucht der amerikanischen Küste Mich New-York. Das Wasser wurde an. angS l « plötzlich in einem großen Telle dieserBuch und verbreitete einen sehr unangenehmen 4
werken der Inneren Mission zu.
* Die Weinernte der Welt im Jahre 1898 roiru alljährlich, im „Moniteur Vinicole" zusammengeMt der Spitze der „Weinländer" steht Frankreich nut 5 | 32i/4 Millionen Hektoliter, wurde aber im vorige»I beinahe von Italien mit 3P/2 Millionen eingeholi. J erstere Land hatte gegen die Ernte von 1897 eine zrll Abnahme, das letztere eine Zunahme von über 5»/, M3' zu verzeichnen. Das dritte unter den Weinlände re und blieb Spanien, das eine Zunahme von annähr^ auf 248/4 Millionen auswies. Nicht allgemein dürfte es sein, daß das viertreichste Weinland allerdings mit 5*/t (4>/z) Millionen Hektoliter goo" erstgenannten Länder weit zurücktretend. An fünfte. - stand sowohl 1897 wie 1898 Rumänien, das eine Studer Ernte von 3 200 000 auf 3 900 000 Hektoliter er* Die sechste Stelle nahm im vorigen Jahre W1- mit 3 120 000 Hektoliter, während es 1897 noä r Chile und Portugal zurückstand. Einen außerorde^. Aufschwung nahm die Weinerte in Bulgarien, dar vt siebzehnten Stelle an die siebente rückte und eine 5-'". von 1090 000 auf 2 600 000 Hektoliter erhielte, i : folgte Chile, dann Portugal. Deutschland blieb m , | Jahre wegen der bekanntlich recht mangelhaften tr • , hinter Oesterreich (1 900000) zurück und trat mit 1 t Hektoliter von der neunten an die elfte Stelle. • Million Hektoliter erzeugten ferner noch (der Weit J Türkei mit Cypern mit 1 600 000 (—200 000), Are , mit 1 600 000 (+160 000), Peru mit 1500 000 »gP einigten Staaten von Amerika mit 1 3°0 00ü(-t- JJ Griechenland mit 1 100 000 (—100 000) und bi mit 1 100 000 (—150 000) Hektoliter, Ungarn t»; ry 900 000 (—300 000) zu ernten, demnächst folgen v
I kleinern Mengen: Serbien (800 000), Brasilien (
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•*s herabgehen kuB, wie ihn, V nefernft, eine «r! ° edincibelime der an dm Schritte nach de. eilung, keine Grazi , Tvp" bildet, wie 96 Wjfon»« h(t “b! Strtbtlung unb Len aiebt es leit grenze spiel der Mode, die L tunst. Man ergreif fahrt in gleicher Ges bei W UT stM 9t\nn \W- Paradmarfchl Ein Die Mütze sitzt re auf der Nafe, j Sesitzers, bie Vor Pesticbigung bleib weit wie möglich «ach vorn, weil schl steig benutzen, abe: seitliche Bewegung Freunde hat. Sine der rechten Schulter der M-e bis faß a man das MützenM außerdem von große Unterwürfigteil, was ter Gmß zwischen \ wirb um fo feierlich Michkeü burchtran Gesinnungen sind. ( Weife mit Höflichke Thema.' Shit erf Kultur, und Sitten, noch nicht der Höhef und erst bann kann faib, weit über lat hinaus'."
* Vvuml—« folgendes Gefchichtä Tos Generalkommc 1 «>n Monitum de Anfrage, wie es 11 ! uebungsplatzesMü u/lMgsplatzen in Eoungssteien ßtit a ®f'fe verpachtet feie Stanhvorhina c 3n nußige »der i I l.ön. den Rand:
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eine ausreichende Mahlzeit hergibt zu einem Preise, der in jedem Falle unter dem Marktpreise frischen Fleisches bleiben soll. In Chicago kostet zur Zeit ein Pfund guten Rindfleisches, etwa Lendenstück, 20 Cents (85 Pfg.), während die großen Schlachthäuser ihren Kunden für die Hälfte dasselbe zu liefern vorgeben. Thatsächlich läßt sich von ihnen für 25 bis 45 Pfg. ein Pfund eingemachten oder schon gekochten Fleisches kaufen, aber es ist eben kein Lendenstück, sondern ein magerer Ausschnitt aus dem Vorderschenkel eines mageren Tieres. Das Büchsenfleisch soll, das ist ein zweiter Punkt des Ehrgeizes bei seiner Herstellung, im Verhältnis zu seinem Gewicht mehr Nährwert haben als das auf dem Markt gekaufte teurere frische Fleisch. Nach der Ansicht der chicagoer Schlachter kann das nur erreicht werden, wenn ausschließlich magere Tiere verwandt werden, deren Fett das Gewichtsverhältnis von Masse und Nährwert nicht allzu sehr stört. Von diesen mageren Tieren wird dann zu gunsten jener löblichen ehrgeizigen Absicht auch nur das magere und — schlechtere Fleisch genommen, mit Vorliebe vom Vorderteil und den Beinen. Für die Rücksichtslosigkeit der Erwerbsgelüste jener Häuser ist es jedenfalls bezeichnend und für die Gewissenlosigkeit und gleichgültige Nachlässigkeit der Intendantur des Bundesheeres beschämend, wenn jetzt die Untersuchungen ergeben haben, daß nicht nur ganz altes, minderwertiges Fleisch, das von früheren Kunden zuruck- gewiesen war, den Unterhändlern der Armee aufgeschwindelt wurde, sondern daß auch betrügerischerweise Chemikalien, ein sogenanntes Präservativ, das die chemische Fabrik in Pittsburq, von der es auf Umwegen bezogen wurde, Hydro- fluosilicit nennt, zur „Einbalsamierung" des für die Truppen bestimmten Fleisches angewandt wurden, damit die Forderung der zweiundsiebzigstündigen Haltbarkeit nach Entfernung aus dem Eisbehälter erfüllt werden könne. I. F. Z-
Deutsches Reich.
Darmstadt, 18. April. Das Telegramm, welches aus Anlaß der Konstituierung des Hessischen Landes-Ausschusses des Deutschen Flottenvereins Seine Königliche Hoheit der Großherzog an Seine Majestät den Kaiser richtete, hat folgenden Wortlaut:
An Seine Majestät den Kaiser Potsdam.
Eurer Majestät darf Ich Mir erlauben, die freudige Mitteilung zu machen, daß sich heute unter Meinem Protektorat ein Hessischer Landes-Ausschuß im Anschluß an den Deutschen Flotten-Verein konstituiert hat.
gez. Ernst Ludwig.
Seine Majestät der Kaiser antwortete mit folgendem
beiwohnen, wird in hiesigen Hofkreisen als verftüht 1 zeichnet. Richtig sei nur, daß der Kaiser als Chef,-, württembergischen Regiments zur Parade eingeladen wo- sei, eine Entscheidung bisher aber noch nicht getroffen-?
Paris, 18. April. Der „Figaro" veröffentlich: IV die weiteren Aussagen Picquarts.


