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20.4.1899 Erstes Blatt
 
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Berlin, 18. April. Versuche mit Zucker in der I Verpflegung des Heeres. Bekanntlich beschäftigt sich I das Kriegsministerium seit längerer Zeit schon mit der I Frage, ob die Ernährung durch Zucker für die Mann- I schäften des Heeres nicht von wesentlichem Nutzen besonders I für das Aushalten von Strapazen sei, und, wie bekannt, I sind schon umfassende Versuche damit durch die Militär- I etats im Reichstage zur Sprache gekommen. Dem Ver- I nehmen derKreuzzeitung" nach ist jetzt höheren Orts an- I geordnet worden, daß je zwei Kompagnien von zwei Regi­mentern eines jeden Armeekorps jetzt und besonders im I Sommer längere Uebungsmärsche ausführen sollen, auf denen von den intelligenteren Mannschaften dieser Kom- I pagnien Versuche mit reinem Zucker und mit Pastillen aus I Zucker mit Kaffee- oder Zitronenzusatz, in Wasser in mit- I geführten Blechbechern aufgelöst, angestellt werden, um fest- I zustellen, ob sich dadurch Strapazen leichter ertragen lassen. I

M.P.C. Berlin, 18. April. Von kanalgegnerifcher I Seit wird geltend gemacht, daß bei der ersten Lesung des 1 Gesetzentwurfs im Abgeordnetenhause niemand die Frage I der weiteren Entwicklung in der Verwendung der elektrischen I Kraft zu Beförderungszwecken auch nur gestreift habe. Wir I möchten meinen, dies sei keine allzugroße Unterlassungssünde. Daß die Beförderungsmittel zu Wasser durch die fort- I schreitende Verwendung der elektrischen Kraft im Laufe der I Zeit eine bedeutende Umgestaltung erfahren werden, ist allerdings anzunehmen. Das nämliche gilt aber auch von denen zu Lande. Es kann heute auch noch niemand be­stimmt sagen, ob nicht durch die Fortschritte, die in der Verwendung der Elektrizität gemacht werden, auch der Eisen­bahnverkehr ein völlig anderer werden dürfte.

M.P.C Wer auch immer der Herausgeber derBis­marck-Buche rgespräche" sein dürfte, die Möglichkeit, daß er gewiffe Anhaltspunkte und mehr oder weniger breite Unterlagen für seine Veröffentlichungen besitze, ist wohl nicht als ausgeschlossen zu bezeichnen. Bucher hatte unter anderen Sonderlings-Neigungen auch solche, die sich nicht allzuschwer journalistisch fruktifizieren ließen. Abgesehen davon, daß er in zwei Weinstuben der Potsdamer Straße, wenn auch nicht regelmäßig doch von Zeit zu Zeit an bestimmten runden Tischen erschien, und politische Gespräche führte, oder sich an solchen beteiligte, kehrte er nach seiner Entlassung vielfach in einer in der Nähe seiner Wohnung belegenen nicht großen Restauration ein, um sein Abendessen einzunehmen und die Zeitungen zu lesen. Es war dann für jemanden, der mit ihm am selben Tische saß, nicht schwer, ihn auf ein poli­tisches Thema zu bringen und es vielleicht am nächsten Abend weiter zu spinnen.

Eine Filiale der SchiffsbaugesellschaftV u l k a n"

mU^M.PC. England. Die englische Artillerie hat sich jetzt endgültig für Annahme des Vickers-Maxrm Schnell­feuergeschützes entschieden, und zwar den 15 Pfünder für die fahrende Artillerie und den 12 Pfünder für die rettende. Das Gewicht des Geschützes mit Protze und 40 Granaten beträgt 40 Centner. In der Minute sollen 12 gezielte Schuß abgegeben werden können.

Petersburg, 18. April. Trotz der jüngsten Veröffent­lichung desRegierungsboten" über die Student ende- wegung, trotz des Hinweises, daß schon umstürzlerische Elemente sich derselben bemächtigt haben und ihr einen ernsteren Charakter geben, und trotz der Androhung Harter- Strafen herrscht allem Anschein nach unter den Studenten, jedenfalls den Petersburgern, die Absicht vor, die Bewegung | mit allen Kräften weiterzuführen. Obgleich, mit Ausnahme

I der militärärztlichen Akademie, jetzt alle Hochschulen ge­schlossen sind und dem Lande dadurch ein schwerer Schaden erwächst, läßt die Regierung doch vorläusig den Dingen ihren Lauf, ohne ihre Machtmittel ganz auszunutzen. Jede versöhnende Vermittlung wird durch die Haltung der Masse der Studenten erschwert; die Professoren haben sich fast

I ganz zurückgezogen, einige sprechen öffentlich ihr Bedauern I aus, andere erklären, daß die Bewegung mit revolutionären Umtrieben nichts gemein habe, wieder andere behaupten das

I Gegenteil. Zwar hat die Studentenbewegung nut einer I possenhaften Beimischung begonnen, die dem ferner stehenden I ein unwillkürliches Lächeln abnötigt. So haben auch die I Hörerinnen derHöheren weiblichen Kurse" (eine Art Frauen­universität) den Vorlesungsstreik ihrerseits damit ms Werk

I gesetzt, daß sie, die jungen Damen, sich platt aus den I Treppen niederlegten und die zur Vorlesung kommenden I Professoren aufforderten, nur immer gütigst über ihre Leiber I hinwegzuschreiten. Aber man muß das Wesentliche von I dem Unwesentlichen unterscheiden, und leider wird man sich

sollte durch Ankauf eines Geländes bei Brunsbüttel an der Elbe gegründet werden; die Verhandlungen darüber sind aber noch nicht zum Abschluß gelangt. Ueber frühere Ver­handlungen desVulkan" berichtet eine Zuschrift der Hamb. Nachr." aus Cuxhaven folgendes: Am liebsten hätte die Gesellschaft in Hamburg selbst und zwar auf Kuhwärder ein Terrain erworben; sie bedurfte aber eines Platzes in der Größe von 28 Hektar, während der Ham­burger Staat auf der erwähnten Stelle höchstens 12 Hektar

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der Börse herrschen.

Oedeuburg, 18. April. Ueber die hiesige Gegend ging gestern ein furchtbares Gewitter mit Hagel schlag I nieder. Der Blitz schlug in mehreren Ortschaften ein.

Rom, 18. April. Blättermeldungen zufolge ist der englische Botschafter nach Aranci abgereist, um an Bord des Admiralschiffes des dort eingetroffenen englischen Geschwaders das italienische Königspaar im Namen der Königin Viktoria zu begrüßen.

Rom, 18. April. Der Kriegsminister hat Ordre ge­geben, 500 Mann Truppen für die Besetzung der Sanmun-Bay bereit zu stellen.

Cagliari, 18. April. Bei der Abfahrt des italienischen Königspaares aus Cagliari hat sich heute durch den Einbruch I eines Geländers auf einer von Zuschauern überfüllten Brücke ein folgenschwerer Unfall ereignet. Zahlreiche Per­sonen stürzten herunter. Fünf sind tot, viele wurden schwer verletzt. . _

M.P.C. Schweiz. Das Militärs-Departement gibt folgenden Stand der Armee für 1 .^Januar 1899 an: Elite Truppen 148,435 Mann, davon 111,553 Infanterie, 4,368 Kavallerie, 20,449 Artillerie, 5,734 Pioniere, 4'747 Sanitätstruppen, 1,436 Verwaltung, 148 Radfahrer. In der Landwehrliste figurieren 85,676 Mann, wovon 62,134 zur Landwehr 1. Aufgebots und 23,542 zum 2. Aufgebot zählen. Der Landsturm umfaßt 275,596 Mann, wovon auf den bewaffneten Landsturm 50,440 und auf den unbewaffneten 225,156 Mann kommen.

Paris, 18. April. In Justizkreisen wird behauptet, daß eine gegen Döroulöde gemachte Zeugenaussage auch für den General Roget vernichtend sei, besonders die Aussage des vom Cri de Paris erwähnten Obersten bezeuge klar, daß zwischen Doroulöde und Roget ein Einverständnis 1 h^Loudon, 18. April. Die Meldung, daß der General Lawtvn seine Stellung in der Umgegend von Manila habe auf geben müssen und die Versicherung, der General habe erklärt, er müsse den Rückzug antreten, wett es un­möglich sei, mit weniger als 100000 Mann die Philippiner zu schlagen, hat in allen Kreisen große Bewegung hervor- qerufcn. Der General mußte diesen Entschluß infolge des I Beginns der Regenzeit fassen, da die amerikanischen I Truppen sich während dieser Zeit nach Manila zurückziehen

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hcrqeben konnte. Daran scheiterten die Verhandlungen. , Dann wurde auch Cuxhaven in Betracht gezogen, und es | ift auch hiesiges Terrain von Mitgliedern des Verwaltungs- ] rates der Gesellschaft besichtigt worden, doch wurden die bezüglichen Absichten aufgegeben, weil die Befestigungen der Elbmündung nach Ansicht der Herren Nicht stark genug waren um ein Bombardement Cuxhavens und die Er­zwingung der Einfahrt in die Elbmündung durch eine feind­liche Flotte in jedem Falle hintanzuhalten. Da bei einem solchen Angriff auch ihre Dock- und Werftanlagen zerstört werden würden, so erschien ihnen die Jnfestierung des großen Kapitals für die Anlagen am hiesigen Platze als em zu großes Wagnis. In der That wurden, wie man hort, in militärischen Kreisen schon seit langem Plane, die eine erhöhte Sicherheit der Elbmündung uno Cuxhavens, sowie der Kanalmündung und Brunsbüttels bezwecken, er­wogen. So soll eine zeitlang der Plan bestanden haben, auf dem Schaarhörnriff einen Panzerturm zu erbauen, aber infolge der enormen Kosten, die ein solcher Bau verschlingen würde, wieder fallen gelassen fein; dafür soll nun einst­weilen die Anlage von Befestigungen weiter elbauf zum be- fonberen Schutze der Kanalmündung geplant werden.

Budapest, 18. April. Ein amtliches Commumqus be­zeichnet die von Berlin verbreiteten ungünstigen Gerüchte betreffend den Budapester Platz als völlig unbegründet. Es sei nicht der geringste thatsächliche Anlaß zu einer beunruhigenden Auffassung Der Lage vorhanden, da ganz normale Verhältniffe sowohl in der Geschäftswelt als an

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nicht verhehlen dürfen, daß das Stück schließlich als göbie endet. Ohne Ziel und Plan setzte die Stude, bewegung zu Anfang dieses Jahres ein. Hervorgen- ward sie durch eine kleinliche Reglementierungssu^ L verschiedene Taktlosigkeiten des derzeitigen Rektors der j vcrsität Ssergijew. Sie führte endlich am 8.(20.) zu einem harten Zusammenstoß mit der Polizei, bei we!-> schon die Knute in Anwendung kam. Die Folge waren geheime Aufrufe der Petersburger Studenten an übrigen Universitäten, sich dem Ausstand anzuschließen, alle folgten diesem Rufe, nicht einmalJurjew" (ba9 Dorpat) ausgenommen, welches vor seiner Verrussung i^- alle politischen Kämpfe von den der Wissenschaft deWc2. Hallen fernzuhalten gewußt hatte. Der Zar, bei fer, weichen Charakter, wünschte, den Unruhen ohne Gewalt Ziel zu setzen. Er ernannte seinen Vertrauensmann, ehemaligen Kriegsminister Wannowski, zur persönliche j. tersuchung der Angelegenheit, und den Studenten tuur^ Aussicht gestellt, daß die größte Milde walten M. , sie nur wieder die Vorlesungen besuchen würden 1«- dieses Anerbieten führte bereits zu nichts mehr. Tir . blieben leer, und nicht allein das, auch die technischen xt anstalten, in Petersburg sowohl wie im Reiche, wurden die Bewegung mit hineingerissen, der sich, ein früher hörter Fall für die ruhigen baltischen Provinzen, auL ? jetzt allerdings verrußte Rigaer Polytechnikum anfdM -

; Nun verfügte der Minister der Volksaufklärung, baj - j allen Lehranstalten, in denen ein derartiger Ausstand b-:

sämtliche Studierende zu entlaffen sind. Diejenigen, ihr Studium wieder aufzunehmen wünschen, haben fit a der Frist von einigen Tagen mit einem Gesuch um aufnabmc ar die Lehrodrigkeit zu wenden und zuglcrc schriftttche Erklärung beizufügen, daß sie sich in 3 allen Bestimmungen der Lehrobrigkeit fügen wurden : jenigen Studenten, welche dieses nicht thun oder öen ;\- Wiederaufnahme in die Lehranstalt abgeschlagen nmd

I nach ihrer Heimat abgeschoben werden. Aber aiiil I Drohungen schrecken die Jugend nicht mehr, welche c".! .

entschlossene Führer erhalten hat. Die Bewegung w :- I sich immer mehr zu einem politischen Ereignis aui, uw :

werden seitens der Studierenden sehr positive Fordes gestellt. Es ist noch das wenigste, daß die Studieren^ ..

I einem begreiflichen Gemeinbürgschaftsgefühl heraus:< I langen, daß sämtliche Studierende ohne Ausnahme unt

alle Strafe in ihre Lehranstalten wieder aufgenommen nc) I Sie verlangen weiter auch die Abschaffung der un^-r 1

xander III. eingeführten Universitätssatzungen, we! d 1 der Besorgnis vor dem Nihilismus erwachsen sind urK

I Lehr- und Lernfreiheit thatsächlich in überaus enge Fn": I schlagen. Das russische Universitätsleben müsie x I liberalen Grundsätzen Alexanders II. zurückkehren, ü

eine Reform der Universitäten nach deutschem Muster :li I geführt werden. Selbstverständlich soll auch die den A I deuten besonders verhaßte Einrichtung derJnspe.ioic I fallen, Staatsbeamter an der Universität, welche vbc..1 I Wohlverhalten der Studenten innerhalb und außechcl | Universitätsräume zu wachen haben. Diese FordeiÄ« I der Studentenschaft mögen nun in der That einer ow- I Berechtigung nicht entbehren, aber es entsteht doch Die W I ob der Staat in einem Augenblick, wo bte ituoi I Jugend in offener Auflehnung gegen ihn begriffen iR I Derartigen Reformen schreiten und sich blindlings dem I werfen kann, was die Studierenden ihm, dem Staatt,

schreiben. Wenn die Studenten sich förmlich unters-.. I so ist es beinahe zweifellos, daß die jetzt ourchlkm I eines siebenwöchigen allgemeinen Studentenausstaim I Regierung zu der Erkenntnis bringen dürfte, daß m* I dende Reformen wirklich not thun, nm für die Zulm I I artige Vorkommnisse zu verhüten. Aber die Erbitte^ I I Studenten hat einen Grad erreicht, daß sie Ratsch!^ l

Klugheit und Mäßigung kaum noch zugänglich erdP und so wird schließlich wohl die nackte Gewalt Mittel für die Schaffung von Ruhe sein, und von ehemaligen Studierenden werden sich dann in c- .

I nur damit trösten können, daß sie die Vorkämpfer

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seits angeblich der Vorschlag gemacht werden, di konferenz als einen amtlichen '.Fr'edenskongretz oder drei Jahre in einer Der europäische» R 'i^z sammentreten zu lassen, bis man fi$ ü ' nationale Gesetzgebung gegen den Krieg 9 werde.

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föttt vtrbtn. er Lokale des eine ieriammli des hieben h her Mide die besprochen, u an der Zei energische S soll jedoch z- ivnden, roel Wilhelm G eine größer, und Ztadtt, verordneten- dieser bcfälofftn». tejit" ft fomtnanbi) f)a Hebung bei b fordert. Die bmnlenswer abteilungen, größere preu an Großheij

sprechen, weil er unser hessisches Volk für noch nicht Politisch 1 reif genug halte. Unter den Leuten und der Partei des Herrn Ulrich seien noch sehr viele die als Stimm-Vieh gelten und deshalb dränge man auf dieser Seite zum allgemeinen Wahlrecht. Er bittet, den Ausschußantrag abzulehen. | Abg. Ulrich bedauert, daß der Abg. Schröder auf dem Wege des Rückschrittes angekommen sei und die von ihm seiner Zeit verfochtenen Freiheiten der Staatsbürger nach seiner Ansicht jetzt Utopien seien. Seine Partei sei politisch reif und bedürfe solcher Mittel, wie vom Abg. Schröder angeführt nicht, denn für die Arbeiter sei es einerlei direktes ober indirektes Wahlrecht"; die wüßten schon den rechten Mann zu treffen. Um aber eine Reihe von Unzu- träglichkeiten zu beseitigen sei es angezeigt das direkte Wahl­recht bei den Landtagswahlen einzuführen. Durch Annahme der Ausschußanträge werde die Frage in Fluß gebracht und damit sei den Wünschen eines großen Teiles unseres Volkes Rechnung getragen. Abg. Reinhardt erklärt namens der Minorität des Ausschusses, daß er sich bei allen Gelegen­heiten für Einführung des direkten Wahlrechtes ausgesprochen habe unter der Voraussetzung, daß ein besonderes Wahl­gesetz erlassen werde. Abg. Friedrich ist gegen das direkte Wahlrecht. Wegen vorgeschrittener Zett wird hier abgebrochen. Fortsetzung Morgen früh 9 Uhr.

Deutsches Reich.

M.P.C. Berlin, 18. April. Die Nachricht, daß der Kaiser im nächsten Winter den Fürsten von Monaco in seiner Residenz besuchen wolle, trifft nicht zu. In Ver­bindung damit wurde gesagt, der Kaiser werde auf der Rückreise Frankreich durchqueren und so den Besuch der Weltausstellung vorbereiten. Ein solcher Besuch, wenn er überhaupt stattfinden sollte, bedürfte nicht einer Vorbereitung in dieser Weise. Unser Kaiser könnte, wie die Verhältnisse zwischen Deutschland und Frankreich liegen, jederzeit franzö­sischen Boden betreten oder französisches Gebiet berühren, ohne besorgen zu dürfen, daß ihm eine andere als eine ausgezeichnete Aufnahme zu teil werde.

M.P.C. Die Aussichtendes Fleischbeschau-Gesetzes werden in politischen Kreisen nach dem Verlauf, welchen die erste Beratung des Entwurfes im Reichstagsplenum ge­nommen hat, nichts weniger denn günstigerachtet. Auf der einen Seite bestehen die Agrarier Darauf, daß mehr Aus­nahmen zu gunften der sogenannten Hausschlachtungen in den Entwurf aufgenommen werden. Auf der Linken will man andererseits das Prinzip der obligatorischen Fleisch­beschau möglichst auf die Spitze treiben. Wie da eine Mittellinie gefunden werden soll, läßt sich zurzeit noch gar

freiere Richtung gewesen sind.

Die Anwesenheit des Erbprinzen Dan- Montenegro in Petersburg will man Dort nicht - feiner Verlobung mit der Prinzeß Jutta von - Strelitz in Verbindung bringen, vielmehr Beziehungen zwischen dem russischen und wmu 9 Hofe wieder lebhafter besprochen. Man W 1 ,, .

heit des Erbprinzen den Zweck bei, den Bvven i . Besuch seines Vaters, der feit längerer Zett my , , bürg erschienen, zu ebnen und die Beziehungen z , , und dem russischen Hofe, die nicht mehr ° wie früher, wiederherzustellen. MontcnegriM M man der Ansicht, daß der Uebertrttt.bei g 9 italienischen Kronprinzessin, der Tochter des Fu 1 ,

zum katholischen Glauben die bestandenen Bez trübt habe. Indessen wird versichert, doß sie , erkaltet seien, als daß ein Besuch des SürJUn russischen H°s° abgelehnt, werden würde. M't fr Uebertritte der Prinzessin habe sich der Za