Ausgabe 
19.11.1899 Zweites Blatt
 
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Kirche und Schule

nungen anerkannt wurde.

Neu-Isenburg, 17. November. Nach einem alten, aus der Gründungszeit Neu-Isenburgs stammenden Reservat­rechte hat die hiesige Stadt die Befugnis, den Lehrer der ersten Schul stelle durch freie Wahl zu be­stimmen. Dieses Recht wurde zuletzt vor 41 Jahren aus­geübt, als der nachmalige Oberlehrer Luley hier Anstellung fand. Durch die Pensionierung Luleys wurde fragliche Stelle vakant, weshalb die Gemeinde nunmehr vor der Neu­wahl steht. Diesmal ringen fünf Bewerber aus Nah und Fern um die Siegespalme. Die Wahl wird nächsten Sonn­tag in der evangelischen Stadtkirche vollzogen.

A Vom Main, 17. November. Innerhalb der letzten Tage wurden zurFörderung der Fischzucht für etwa 700 Mark Setzlinge von Karpfen, Schleien und Zandern bei verschiedenen Stationen des mittleren Maingebietes in den Strom ausgesetzt. Die Setzlinge waren von der besten Frankenart und durchweg sehr kräftig. Auf dem Main­strome herrscht gegenwärtig, Dank der vortrefflichen Witterung und des günstigen Wasserstandes, ein überaus lebhafter Floß- und Schiffsverkehr, wie er in der vorgerückten Jahres­zeit wohl selten zu verzeichnen war.

man denke nur an den Arbeitermangel und hohen Lohn, und den vielen Arbeitsgelegenheiten kann übrigens auf soviel Verdienst, als die wenigen Fortbildungsschulstunden wegnehmen, verzichtet werden. Wären denn bet solchen Rücksichten überhaupt die militärischen Hebungen, die von ungefähr gleicher Zeitdauer sind und in der Sommerszeit liegen, möglich?

Wenn der städtische Bürger den Fortbildungsschülern nach 8 25 des Volksschulgesetzes die Zeit für die frühere Fortbildungs­schule gewähren muß, dann haben die ländlichen Eltern umsoweniger ein Recht darauf, ihren Söhnen eine bessere Schulbildung vor- zuenthalten. Wer aber seine Gehilfen der früheren Schule halber entlassen will, schadet sich selbst wohl am meisten. Wer es mit der Jugend- und Volksbildung ernst nimmt, und den materialistischen und vergnügungssüchtigen Bestrebunoen langsam, aber sicher ent- llegenarbeiten will, der reiche denen die Hand, die am Volkswohle at betten, und unterstütze die Bestrebungen der Lehrer und Schul­behörden, damit die Lehrer ihr Amt in der Fortbildungsschule mit Freuden thun und nicht mit Seufzen; den« das ist auch nicht gut."

Von dritter Seite wird unS Izu dem an gleicher Stelle in Nr. 271, Blatt 2, imGießener Anzeiger" wtedergegebenen Artikel geschrieben: Die frühere AortbildurrgSschnle!Das Gute bricht sich nur langsam Bahn!" Viele Jahre stand die Fortbildungsschule tm Verdachte, daß sie nur wenig ober gar nichts leiste. Diese ein­seitigen Vorurteile find nach den gemachten Erfahrungen einer besseren Heberzeugung gewichen. Nach den Aussprüchen der meisten erfahrenen Fachleute, deren Urteil doch wohl allein maßgebend sein kann, bildet die Fortbildungsschule bei ihrem weiteren Aukbaue das beste Binde­glied, die beste Brücke zwischen der Volksschule und dem bürgerlichen , , - « « . ---- Aben.«nn aber an einen weiteren Ausbau der FortbildungS-

zu hoher Blute zu bringen, was durch vielfältige Ausreich- gedacht werden soll, dann muß erst die entsprechende, nämlich nungen anerkannt wurde. I >r ühere Zeit dafür vorhanden sein. Dm Anfang zu diesem

I AuSbaue haben die größten Städte unseres Hesienlandes bereits

Wo ein Wille ist, da gtebt es auch einen Weg". Die Be­hörde wird hoffentlich auf ihrem wohlerwogenen und eingenommenen Standpunkte verharren, und den Widerwillen durch den heilsamen Zwang beseitigen.

Dortmund, 17. November. Der Magistrat beschloß die Hm- wandlung der Realschule in eine O errealsckule.

Wetzlar, 17. November. Zu Lehrern sind endgültig ernannt: Herr Lehrer Adolf Echternacht an der evangelischen Schule zu Lützellinden, Herr Lehrer Wilhelm Drescher an der evangelischen Schule zu Hochelheim und Herr Lehrer Messerschmidt an der evangelischen Schule zu Katzcnfurt. Einstweilen sind als Lehrer ernannt: Herr Heinrich Watz aus Münchholzhausen an der evang. Schule zu Dorlar und Herr Lehrer Heinrich Tiers aus Niederweidbach an der evangelischen Schule zu Daubhausen.

Gaffel, 16. November. Vor dem Weserthore, in der Nähe des Fasanenhofes, wurde gestern in einem Stroh­haufen versteckt die erstarrte Leiche eines unbekannten Mannes aufgefunden, dessen Züge schon sehr entstellt waren, sodaß die Feststellung der Persönlichkeit auf Schwierigkeiten stößt. Man nimmt an, daß der Aufge­fundene mit einem seit einigen Tagen hier vermißten Ar­beitsmann identisch ist, welcher sich angeblich aus Furcht vor Strafe entfernt hat und von dem man bisher jede Spur vermißte. In den Taschen des Mannes wurde noch ein Portemonnaie mit einem Barinhalt von 95 Pfennigen vorgefunden. Ob der Verstorbene des abends in den Stroh- Haufen hineingekrochen ist, um darin billig und bequem zu nächtigen und dann während der Nacht infolge des Um» schlags der Witterung nach vorausgegangenem reichlichen Genüsse von Spirituosen erstarrt ist, muß die eingeleitete gerichtliche Untersuchung ergeben.

Tau» i. d. Rhön, 17. November. Der Bildhauer Pfannenschmidt in Berlin hat das für das Städtchen be­stimmte Denkmal des bayerischen Generals v. d. Tann, wie aus Berlin gemeldet wird, nunmehr bis in alle Einzelheiten künstlerisch fertig modelliert und in seinem Atelier aufgestellt. Die Figur des bayerischen Heerführers überrascht durch ihre lebendige Darstellung und glückliche Auffassung; der General in voller Uniform mit Hut hält den Blick forschend in die Weite gerichtet; die rechte Hand leicht in die Seite gestützt, trägt den Feldstecher. Wie man hört, soll das Denkmal im nächsten Herbste hier in Tann enthüllt werden.

dienst zu schaffen. Etwas Bestimmtes, insbesondere für die höhere Laufbahn, ist bisher kaum bekannt geworden; indes hatte das vielfach verbreitete Gerücht, daß beabsichtigt sei, die höheren Dienststell n mit juristisch vorgebildeten Be Werbern zu besetzen, und aus diesem Anlaß demnächst eine Anzahl von Assessoren in die Reichspostverwaltung zu Über, nehmen, in den beteiligten Kreisen eine gewisse Beunruhigung hervorgerufen. Jetzt wird dieses Gerücht von Berlin aus alsvöllig aus der Luft gegriffen" dementiert.

** Die Zahl der Todesfälle, ausschließlich der Tot geborenen, betrug in der Woche vom 29. Oktober bis 4. November in Mainz 21, in Darmstadt 21, in Offen­bach 9, in Worms 13 und in Gießen 6, zusammen 70, darunter 22 im ersten Lebensjahre. Todesfälle pro Jahr und 1000 Einwohner kamen auf Mainz 13,6, Darm stadt 15,8, Offenbach 11, Worms 18,1 und auf Gießen 12,7. Die Todesursache anbelangend, verstürben an Halsbräune 1 (Mainz), an Unterleibstyphus 1 (G i e ß e n), an Diarrhöe und Brechdurchfall 5 (je 1 in Mainz, Darm­stadt und Offenbach, 2 in Worms), an Wochenbettkrank­heit 1 (Worms), an Lungenschwindsucht 5 (je 1 in Mainz und Darmstadt, 3 in Offenbach), an akuten entzündlichen Krankheiten der Atmungsorgane 5 (je 2 in Mainz und Darmstadt, 1 in Worms)', an Gehirn-Apoplexie 5 (je 2 in Mainz und Darmstadt, 1 in Worms), an sonstigen Krankheiten 44 (13 in Mainz, 14 in Darmstadt, 4 in Offenbach, 8 in Worms und 5 in Gießen); gewalt­samen Tod erlitten 3 Personen (je 1 in Mainz, Darm­stadt und Offenbach).

Grimberg, 16. November. Eine erfreuliche Nachricht ist im Laufe dieser Woche dahier eingetroffen: Das Eisen- bahnbaubureau, dessen Auflösung für Ende dieses Jahres verfügt war (einzelne Beamten waren am 1. No­vember bereits weggezogen), verbleibt nach einer neuerlichen Anordnung bis auf weiteres hier. Das Gleiche soll mit dem Friedberger Baubureau der Fall sein.

4~ Nidda, 17. November. Wegen des unlängst be­richteten qualifizierten Diebstahls amtierte der Unter­suchungsrichter von Gießen, Herr Landgerichtsrat Schnecken- I becher, heute wieder dahier. Die in der Hofraite des Be­stohlenen am nachmittag unter Zuziehung des inhaftierten I Beschuldigten stattgefundene Augenscheinseinnahme, lockte I eine große Menge Neugieriger in die Nähe der Thatstelle I und des Gefängnisses. Dem Vernehmen nach fallen dem I Angeschuldigten noch weitere Diebstähle zum Nachteile des I Kaufmanns Roth aus früherer Zeit zur Last.

0 Bannerod (Kreis Lauterbach), 15. November. Heute I sand hier Beigeordnetenwahl für hiesige Gemeinde I statt- Der seitherige Beigeordnete Johannes Luft, welcher sein Amt schon zwei Jahre lang bekleidet, wurde einstimmig I mit 29 Stimmen wiedergewählt. Nach der Wahl fand dann ein gemeinschaftliches Essen und Trinken für die I Wähler statt. Gewiß ein Beweis, daß Genannter sein I Amt seither zur Zufriedenheit unserer Bewohner ver- I sehen hat.

Kloppenheim. Arn Dienstag, den 14. November fand I in unserer Gemeinde die Feier des 25jährigen Amts­jubiläums unseres Bürgermeisters Kliem statt. Die I Zuneigung und Achtung, welche sich der Jubilar durch seine gewissenhafte Amtsführung erworben hat, fand ihren Aus­druck in dem Überaus zahlreichen Erscheinen der Festgäste. I Nachdem die Feier durch einen erhebenden Gottesdienst ein- I geleitet war, fand im Schulsaal die Ueberreichung der I äußeren Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung statt, I und übergab Herr Geh. Reg.-Rat Dr. Braden mit warmen I Worten die dem Herrn Jubilar verliehene Ordensauszeich nung, während die Gemeinde, der Kriegerverein, Freunde I und Bekannte ihre Liebe und Anhänglichkeit durch teilweise sehr wertvolle Geschenke bekundeten. Bei dem hierauf im Gasthofe von Gerlich beginnenden Bankett brachte Herr Geh. Reg.-Rat Dr. Braden das Hoch auf Kaiser und Groß­herzog aus, worauf Herr Dekan Friedrich die Festrede hielt. Dann folgten in bunter Reihenfolge die Toaste, von denen I die Mehrzahl immer wieder die Verdienste des Jubilars I hervorhob. Da Küche und Keller Vortreffliches leisteten, so setzte alsbald auch die richtige Jubiläinnsstimmung ein, I und als Herr Graf Oriola der deutschen Treue sein Glas weihte, und dabei unserer Stammesgenossen gedachte, die I im fernen Afrika für ihr Heiligstes ihr Herzblut hergeben, da brach em Betfallsturm los, der sich auch praktisch be­währte, indem man das Ergebnis einer Tellersammlung tm I Betrag von 32 Mk. an die Zentralkasse für Unterstützung I der Buren absenden konnte.

Darmstadt, 17. November. Auch die Darmstädter Handwerker sind sehr eifersüchtig auf ihr Renommv. So­bald öffentliche Arbeiten an auswärtige Firmen vergeben werden, beschweren sie sich bitter. Das hatte sich die städtische Bauverwaltung zu Herzen genommen und beim Vergeben der Handwerkerarbeiten für den Neubau der ^Etoriaschule die hiesigen Handwerker in erster Linie berücksichtigt. Gestern nun konstatierte, wie derFft. Ztg." gqcgrteben wird, der Stadtverordnete Schädler in der Stadt­verordnetenversammlung, daß die hiesigen Handwerker nichts eiligeres zu thun hatten, als die an sie vergebenen Arbeiten iL1?/ Eigen Firmen zu übertragen und ohne jede Ar­beitsleistung die Differenz von 5 bis 10 Prozent in die Tasche zu stecken. Die Vertreter der Bürgermeisterei mußten zugeben, daß dergleichen vorgekommen sei und versprachen, ihre Lehre daraus zu ziehen.

Darmstadt, 17. November. (Todesfall.) Herr Stadt­verordneter und Hofbouquetlieferant Heinrich Henkel ist gestern nachmittag in Göttingen, woselbst er Heilung von einem schweren Leiden, das ihn seit längerer Zeit befallen hatte, zu finden hoffte, gestorben. Der Verstorbene hat es verstanden, durch Fleiß und Intelligenz sein Etablissement

Oerichtssaal.

Birkenau, 15. November. Ein eigenartiger und in seiner Art wohl einzig dastehender Rechtsfall kam in der L^^^chöffengerichtssitzung zu Fürth f. O. zur Verhandlung. Bei der Ausstellung der diesjährigen Jmpflifle der hiesigen kathol. Schulen wurde unterlassen, einen zugezogenen Wtederimpfltng in die Liste einzutragen bezw. durch Einfordern der vorgeschrtebenen Bescheinigung festzustellen, ob die gesetzliche Wiederimpfung erfolgt sei. Auf Anzeige des Großh. Kreisarztes Dr. Schwarz zu Heppen­heim wurden denn auf Antrag der Großh. Staatsanwaltschaft sämtliche sechs Mitglieder deS betr. Schulvorstandes wegen Hebeitretung deS JmpfgesetzeS vom 8. April 1874, § 13, 15, von Großh. Amtsgericht zu Fürth in eine Strafe von je einer Mark ge­nommen. Der Vorsitzende und Lehrer nahmen die Strafe an, die vier übrigen Mitglieder dagegen erhoben Einspruch aegen den Straf­befehl. Bet der gestrigen Schöffengerichtssitzung wurde aber der Ein­spruch verworfen, die angesetzte Strafe aufrecht erhalten und die Re­klamanten noch in die Kosten des B-rfahrens verurteilt. Selbstver­ständlich we-den die Bestraften nochmals Einspruch gegen die zweite Verurteilung erheben, und nach unserer Anstcht mit vollem Recht; denn es ist kaum anzunehmen, daß die unständigen Mitglieder des Schulvorstandes mit der Aufstellung der Jmpfliste oder mit dem Etnfordern der Jmpfzetlel etwas zu ihun haben. Auf Anregung der beiden hiesigen Schulvorstände wird mit dieser Angelegenheit sowohl die Großh. Kcetsschulkommisston zu Heppenheim, als auch das Schul­ministerium zu Darmstadt demnächst beschäftigt werden. H. VolkSbl.

Cleve, 17. November. Vor dem Schwurgericht wurde gegen den Sattler und Kolonialwarenhändler Hoff ans Dülken verhandelt, der angeklagt war, am 15. Juni d. I. seine Frau ermordet zu haben. Der Angeklagte räumte das Verbrechen ein, doch behauptete er, seine Frau babe von ihm verlangt, daß er sie töte. Darauf habe er sie erdrosselt, ihren Schädel durch Beilhiebe zertrümmert und ihr mehrere Meffersttche beigebracht. Er habe dann die Leiche nach Venlo fahren und dort in die Maas werfen wollen. Der achtjährige Sohn des Hoff, den der Vater von Hause abwesend wähnte, hatte die Thal durch das Schlüsselloch beobachtet und in der Nachbarschaft weilererzählt. Die Frage, ob der Mörder bei Ausübung der Tbat etwa geistes­gestört gewesen sein könne, wurde von dem Kreisphystkus Dr. Paff­rath entschieden verneint. Die Geschworenen bejahten die Schuld- frage wegen Mordes, und der Angeklagte wurde zum Tode verurteilt.

Die Leidensgeschichte eines Kindes. Zwei Bestien in Menschengestalt standen vor den Geschworenen in Wien: Das Ehe­paar Josef und Juliane Hummel. Sie waren angeklagt, ihr fünfjähriges Töchterchen Anna, langsam zu Tode gemartert zu haben. DieN. Fr. Pr." giebt dem Verhandlungsbericht folgende Einleitungs»

hinter sich. Auch find schon hier und da auf dem Lande erfolgreiche Ver uche gemacht worden. Ändere Versuche sollen vollständig ge- scheilert sein. Scheiterungen können mancherlei Ursachen haben. Sind die Gründe, die einer Früberlegung der ländlichen Fort- btl'ungsschule entgegenstehen, schwerwiegender, als die bei der städtischen Fortbildungsschule? Hnseres Erachtens standen der Einführung der städtischen früheren Fortbildungsschule noch schwere Bedenken, welche alle verschwunden find, gegenüber. Wenn alle die Stimmen, die einer späteren Fortbildungsschulzeit das Wort rebm, jetzt an Stelle der Schüler und Lehrer in der Fort­bildungsschule zu arbeiten hätten, sie würden gewiß die energischsten Verteidiger des früheren FortbildunpSschulunterrichts werden. Niemand kann zwei Herren dienen!" So kann auch nicht der Schüler nach schwerer körperlicher Arbeit, erfolgreich geistig arbeiten. Ist es überhaupt nach unseren heutigen Arbetterschutz- gesetzen zulässig, daß die Fortbildungsschüler bis zum 16. Jahre dürfen Arbeiter überhaupt nicht länger als 10 Stunden gewerblich beschäftigt werden morgen« um 5 Hhr ihre Lagerstätte verlaffen, zur Bahn eilen, zehn Stunden angestrengt fast bei jeder Witterungs­art beschäftigt, abends kurz vor 7 Hhr ihre Behausung erreichen, und dann von 7 bis 8 Hhr iu der Fortbildungsschule geistig arbeiten müssen, während ihre älteren Mitarbeiter der Ruhe pflegen? Nur mit dem Aufgebot aller Hnterrichtskünste und allen Lehrgeschicks ist eS da dem Lehrer kaum möglich, die jungen Menschen für bm Unter; rtcht empfänglich zu machen. Welch ganz anderrs Resultat muß der

A . h Unterricht zeitigen, wenn der geistigen Arbeit, ebenso wie der körper-

A Mainflingen, 17. November. Einen woh lver- I "chen, die Helle Tageszeit, wie es ja auch die Großherzogliche dienten Denkzettel erhielten kürzlich zahlreiche hiesige ^sschulkommission für zwei Nachmittage mit je dreistündigem FortbilbungSschüler. Di- Großherzogliche Kr-isschulbchörb- mit an Ug.Uoi'ifdie «orlbllbunaSidml«

unterzog ndmlidj unlängst bte hiesige Fortbildungsschule I auf die Hellen Nachmittage verlegt ist, werden viele Hebelstände, die einer Visitation. Trotz wiederholter Aufforderung fanden I besonders der Bevölkerung die Freude an der wohlihätigen Ein- sich indessen am Prüfungstermine von 31 Schülern nur 15 I rid^tun8 ber Fortbildungsschule verleiden, beseitigt. Der Straßen- ftaJÄ 16 wurden

hierauf vor die Kreisschulkommission nach Offenbach zitiert, I den Unterrichtsstunden verübt werden, hört auf. Haben vielleicht die woselbst gegen jeden unbotmäßigen Schüler eine im hiesigen I Gegner der früheren Fortbildungsschule noch keine Gelegenheit ge- Schulhause unter Aufsicht zu verbüßende Arreststrafe von ^bt, zu sehen, daß ectabc vor sieben Uhr sich die jungen Mägdlein R-cktkw-a-n" °u-g°sp-°ch°n «urd-, und das gewiß von Är"

Rechtswegen. w°hl bei der Tagetzfortbildungsschule der Fort-

A Seligenstadt, 17. November. In unserer Einhart- bildungsschuler vor der Schule am Wittshause mit geistigen Ge- basilika wurde heute früh für die Seelenruhe des jüngst starken, wie es eben hier und da geschieh:? Ist das

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Präsident des hessischen Bauernvereins, em feierliches levi- I tragen sie auch die Verantwortung, aber nicht die Fortbildungsschule, tierte§ Requiem celebriert. Unser hochw. Herr Stadt- I und dadurch indirekt die Lehrer, Schulvorstände und Schulbehörden. Pfarrer und Dekan Dr. Weckerle wurde zum Mitaliede unsittlich sein will, hat an den schulfreien Stunden und Abenden b£t ernannt. 'N »

Warna, 16. November. Nach einem augenblicklich Schäden im Besuche der Spim.ftuben, Wirtshäuser und sonstiger

ventilierten Plane soll zwischen Mainz und Wiesbaden auf zweifelhafter jugendlicher Vergnügungen ankämpfen, jetzt die beste hessischem Gebiete, in der Nähe der Amöneburg ein Kre- 018 $nen in bic Hand gegeben ist, unbenutzt in die Scheide *ben-, Pr°i°kt erfreut sich, einiige offen-Trumpf, «-b«kt- unb g-h-im- gtebt es b«m

wie man hort, der Protektion sehr potenter Kreise. Die I noch andere, der gegen die frühere Fortbtldungsfchule ausgespteit Leiche des verunglückten Küfers Karl Kaspar I werden kann, ist der Verdienstoerlust. Allein ein wöchentlicher sechs-

tourbe gestern auf dem Friedhöfe durch Herrn Kreisarzt bi8 zehnstündiger Arbeitsverlust, welcher bei sehr ungünstiger Witte»

Dr. Balser im Beisein des fSerrn 9Im%rtrfitPrä (sHpV I 5un0, ?^l?ndem harten Froste, tiefem Schnee überhaupt nicht vor-

K: 1 X Amtsrichters Eller kommt, ist im Vergleich zu den Ausgaben, die sich die jungen Leute

Uls Todesursache wurde ein großer Sprung der I für allerlei erlaubte und unerlaubte Vergnügungen leisten, nicht Schadeldecke und starker Bluterguß in die Gehirnsubstanz erwähnenswert, und wird durch die bessere Schulbildung mehr als ermittelt. Der Sektion wohnte teilweise auch der Oberarzt I boppelt ausgewogen. Bei dem reichlichen Verdienste der Gegenwart, des St. Rochus-Hospitales, Herr Dr. Schrohe, bei. Eire nur

Konfrontierung der Leiche mit dem in Untersuchungshaft sich befindenden Radfahrer, der den Tod des Kaspar ver­schuldet hat, fand nicht statt.

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Der Präsident allein in einer finster, mußte. Die Angeklac Kammer vor Hunger

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